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Hubble-Konstante 09 Dez 2021 12:36 #1218

  • B.Langner
  • B.Langners Avatar Autor
Gedanke 1)
Eine Aussage ist, die Weltall-Expansion würde für den Erde-Sonne Abstand 11 m/Jahr ausmachen, was für uns aber nicht meßbar ist.
Und wenn man größere Zeiträume nimmt ? 1% Abstand pro 136 Millionen Jahre. Zur Zeit der End-Entstehung vor 4 Milliarden Jahren 30% näher an der Sonne, etwa so wie heute die Venus.
Wäre das in den erdgeschichtlichen Berechnungen nicht aufgefallen ?

Gedanke 2)
Für die Mond-Entfernung wären das 2,7 cm/Jahr. Über den Laser-Reflektor wird die Mond-Entfernung auf einige cm genau vermessen. Würden dort 2,7cm auffallen ?

Gedanke 3)
LIGO-Gravitationswellenmesser. Arm-Länge 4 km. Expansion 2,7*10hoch-7 m/Jahr
das sind 8*10hoch-15 m/s. Die messen angeblich mit 10hoch-22 Genauigkeit.

Gedanke 4)
Woanders habe ich gelesen, dass die Expansion im Nahbereich nicht stattfindet, weil alles graviativ gebunden ist (oder so ähnlich).
D.h. um die Erde 11 cm im Jahr nach außen zu versetzen wäre eine Kraft nötig die gegen die Gravitation arbeitet.
Aber die Expansion beruht doch darauf, das der Raum dazwischen gößer wird, ohne dass die Objekte dagegen was machen können und auch keine Beschleunigungskräfte im Spiel sind, oder ?

Gedanke 5)
Wie soll ich mir das vorstellen "der Raum wird größer". Überall ? Entfernung Erde/Sonne, Hamburg/München, Atom-Durchmesser ?
Größe/Gewicht/Aufbau unserer Welt werden von Naturkonstanten bestimmt. Nun wird alles im gleichen Maßstab größer. Müssen sich dann auch die Naturkonstanten entsprechend ändern ?

Hubble-Konstante 09 Dez 2021 13:06 #1219

Eine Aussage ist, die Weltall-Expansion würde für den Erde-Sonne Abstand 11 m/Jahr ausmachen, was für uns aber nicht meßbar ist.

Dies setzt voraus, dass Erde und Sonne nicht gravitativ gebunden wären.

Wir dürfen wohl davon ausgehen, dass die Erde in einem stabilen Orbit um die Sonne kreist. Das bedeutet, dass die saldierte Kraft aus Gravitation und Expansion im Gleichgewicht mit der Fliehkraft steht. Genausowenig wie die Gravitation in dieser Situation bewirkt, dass die Erde auf die Sonne fällt, bewirkt auch die Expansion kein Davonfliegen.

Nachdem allerdings der Hubbleparameter auf Grund der Expansion und Dichteabnahme noch leicht sinken wird, könnte man denken, dass die expandierende Kraft mit der Zeit sinkt. Damit würde die resultierende Kraft aus der Gravitation also stärker werden. Tatsächlich handelt es sich beim Hubbleparameter um eine Größe für das Universum als Ganzes, während für das Sonnensystem unverändert auch in Zukunft nur die vorhandenen Massen sowie das vorhandene Vakuum unverändert maßgeblich bleiben.

Der berechnete Wert von 11 m/Jahr stellt somit die Pekuliargeschwindigkeit der Erde gegenüber einem theoretisch mit dem Hubble Flow mitbewegten Körper dar....bezogen auf die Sonne. In Wahrheit besitzen allerdings sowohl die Sonne als auch die Milchstraße eine weit größere Pekuliargeschwindigkeit in der Größenordnung von c/1000, bezogen auf die Hintergrundstrahlung.
Letzte Änderung: von Rainer Raisch.

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