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Webb Space Teleskop 14 Jul 2022 21:37 #2275

  • Jürgen
  • Jürgens Avatar Autor
Laut Ankündigung werden Informationen verfügbar sein, die bereits bis kurz nach dem Urkanll zurückreichen.

Wird es auch möglich sein, mittels der Auswertung von Spektrallinien das Fehlen schwerer Elemente nachzuweisen?
Oder ist diese Information auf dem langen Weg über 13 Mrd. Jahren verloren gegangen?

Webb Space Teleskop 14 Jul 2022 23:38 #2276

"kurz nach dem Urknall" ist ziemlich relativ.

Es wird gehofft, die ersten Sterne ca 300.000.000 Jahre nach dem Urknall zu finden.

Dass die schweren Elemente nicht einmal in Sternen, sondern nur in SN entstehen, ist lange bekannt. Schwerere Elemente als Helium sind ohnehin rar. Das "Fehlen" ist immer schwer nachzuweisen. Es wäre eine Überraschung mehr als nur Spuren davon zu finden.

Auf dem langen Weg verliert das Licht keine derartigen Informationen. Das Problem ist eher, dass das Licht durch Gaswolken geschluckt wird, und wenn kein Licht ankommt, ist die Information natürlich verloren. Deshalb ist das JWST auf den IR-Bereich justiert, dieses Licht kommt am leichtesten durch Staubwolken und Gaswolken hindurch.

Die Vergrößerung bzw Schärfe ist ansonsten trotz des viel größeren Spiegels kaum besser als beim HST. Der größere Detailreichtum ergibt sich daher aus dem anderen Freuqenzbereich, es handelt sich um "andere" Informationen, statt des Nebels sieht man wie mit dem Nebelscheinwerfer die Objekte hinter dem Nebel.
Letzte Änderung: von Rainer Raisch.

Webb Space Teleskop 18 Jul 2022 23:03 #2305

  • Jürgen
  • Jürgens Avatar Autor
Da das Licht uns aufgrund der Ausdehnung rotverschoben erreicht, nehme ich an, dass es letztendes nach 13Mrd Jahren kein anderer Frequenzbereich ist, sondern lediglich in den IR Bereich verschoben.
Allerdings war dieses Licht anfangs nicht rotverschoben und konnte somit im kurzwelligen Bereich nicht die Gasnebel durchdringen.
Dies könnte dazu führen, dass nicht der gesamte Frequenzbereich bei uns ankommt und das Licht somit für eine Analyse der Spektrallinien nicht mehr geeignet ist.

Ich hatte jedenfalls darauf gehofft, dass ich eine Antwort erhalte, die auf Wissen basiert.

Das Raten, das sich in dieser Antwort offenbart entspricht in etwa dem, was ich mir auch selbst in meiner Unwissenheit zusammengereimt habe.

Trotzdem danke für die Mühe.

Jürgen
Letzte Änderung: von Rainer Raisch.

Webb Space Teleskop 19 Jul 2022 13:01 #2306

Allerdings war dieses Licht anfangs nicht rotverschoben und konnte somit im kurzwelligen Bereich nicht die Gasnebel durchdringen.
Dies könnte dazu führen, dass nicht der gesamte Frequenzbereich bei uns ankommt und das Licht somit für eine Analyse der Spektrallinien nicht mehr geeignet ist.

Das ist sicher richtig, jedoch nicht zu ändern. Insoweit hilft es nur, im IR-Bereich so weit nach unten zu gehen, dass ursprüngliches IR aufgezeichnet wird, also eben möglichst weit. Jedenfalls wird vordergründiger "Nebel" durchdrungen. Die Gaswolken verdunkeln ja weniger darin befindliche Sterne als dahinter liegende.

Soweit gibt es wenig Spielraum zum Raten. Schwere Elemente stellen dabei keine Ausnahme dar, abgesehen von ihrer ohnehin geringen Häufigkeit. Und natürlich darf man hoffen, dass das Fehlen der entsprechenden Linien sichtbar wird.
Letzte Änderung: von Rainer Raisch.

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