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Wenn alle Sterne ausgebrannt sind und keine neuen entstehen 03 Apr 2021 18:17 #417

  • Wird das Universum dunkel enden?
  • Wird das Universum dunkel enden?s Avatar Autor
vom Urknall bis zum ---> ENDE
werden irgendwann alle Sonnen/Sterne erlöschen sein -werden keine neuen Sterne mehr entstehen - oder wird sich alle Materie komplett in einem "schwarzen Loch" sammeln?

Grüße

das_echte_Einhorn YT

Wenn alle Sterne ausgebrannt sind und keine neuen entstehen 03 Apr 2021 19:48 #418

  • Rainer Raisch
  • Rainer Raischs Avatar
Es gibt zwei wesentliche Mechanismen zu beachten. Einerseits die Gravitation und andererseits die Expansion des Universums.

Soweit Objekte (zB gravitativ) gebunden sind, bleiben sie von der Expansion verschont, weil die Gravitation eben stärker ist. Dies betrifft etwa Galaxiencluster.

Somit werden Galaxiencluster durch die Expansion immer weiter voneinander entfernt, während der Cluster selbst stabil bleibt und sich durch die Gravitation weiter zusammenballen kann.

Man kann wohl davon ausgehen, dass letztlich jeder Cluster allein in seinem sichtbaren Universum sein wird und in einem SL endet.

Durch die postulierte Hawkingstrahlung kann das SL schließlich zerstrahlen, so dass am Ende gar nichts mehr übrig bleibt als vollkommenes Vakuum.
Letzte Änderung: von Rainer Raisch. (Notfallmeldung) an den Administrator

Wenn alle Sterne ausgebrannt sind und keine neuen entstehen 05 Apr 2021 16:56 #427

  • Martin Dürrschnabel
  • Martin Dürrschnabels Avatar Autor
Das setzt aber voraus, dass das Universum weiterhin expandiert. Wir wissen, nach meinem Kenntnisstand, aber nur von der starken Expansion am Anfang und der beschleunigten Expansion zur Zeit. Möglicherweise hat sich die Expansion in den 13,8 Mrd Jahren des Öfteren geändert oder ändert sich nochmals, eventuell sogar ins Negative. Wir wissen nichts über die Wirkmechanismen dieser Expansion des Raumes, insofern kann das Ende auch ganz anders aussehen.

Wenn alle Sterne ausgebrannt sind und keine neuen entstehen 05 Apr 2021 18:47 #428

  • Rainer Raisch
  • Rainer Raischs Avatar
Nach dem Standardmodell ΛCDM, das sehr gut mit allen Beobachtungen übereinstimmt, steht die Enwicklung seit weit länger als der Rekombination und für die Zukunft fest.

Die Expansion hat kein Eigenleben sondern ergibt sich aus dem Anfangsschwung H(τ), Krümmung K≈0, Gravitation ρ, und seit der Schubumkehr vor 5,4 Mrd Jahren überwiegt die DE Λ=1,088e-52 1/m². Es besteht kein Grund für die Annahme, dass sich zB die DE verändert oder weitere exotische Faktoren eine Rolle spielen könnten.

Diese Faktoren werden von der Friedmanngleichung im Sinne der ART berücksichtigt und sind leicht verständlich. Die Rückrechnung In die Vergangenheit ist schwieriger als die Prognose für die Zukunft, weil sich Strahlung anders verhält als Materie und beide Formen mehrfach ineinander umgewandelt wurden. Seit der Rekombination (τdec=372900 Jahre) ist die Rechnung aber ziemlich einfach, da die Strahlung schon lange vorher (τeq=51100 Jahre) kaum noch eine gravitative Rolle spielte, und mit diesem Zeitpunkt auch thermisch entkoppelte.

Seit die Schubumkehr (τw=7,7 Mrd Jahre) entdeckt wurde (Nobelpreis 2011), stehen die Faktoren innerhalb von Messgenauigkeit und systematischen Unsicherheiten weitestgehend fest. Große Überraschungen sind nicht mehr zu erwarten, nachdem diese Ergebnisse vielfach bestätigt wurden. Im frühen Universum (τ ≪ 1 s) können sich natürlich immer wieder neue Erkenntnisse aus der Quantenphysik ergeben.

Man kann wohl davon ausgehen, dass letztlich jeder Cluster allein in seinem sichtbaren Universum sein wird und in einem SL endet.

Nach überschlägiger Rechnung dürfte dieser Zeitraum ca 115 Mrd Jahre betragen (τ≈130 Mrd Jahre). Das letzte von ihnen in unsere Richtung geschickte Licht wird bis in alle Ewigkeit und immer weiter rotverschoben ankommen. Wie lange es dauern könnte, bis ein Cluster zum SL verschmolzen ist, kann ich nicht sagen.
Letzte Änderung: von Rainer Raisch. (Notfallmeldung) an den Administrator

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