05.12.2017
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Sturz ins Schwarze Loch • Faktencheck | Andreas Müller

Ein Astronaut, der in ein Schwarzes Loch fällt, wird gegrillt und zerrissen. Warum wird das so unschön enden? Astrophysiker Andreas Müller stellt auf der Basis von Allgemeinen Relativitätstheorie das Innere eines Schwarzen Lochs vor.

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  • Interessanter Beitrag. Vielen Dank zunächst : )
    Durch dieses Video bin ich aber auf einen Widerspruch bzgl. der Kausalität gestoßen. Wenn ein Beobachter selber in ein SL stürzt, läuft die Geschichte des Rests des Universums für ihn schneller ab. Theoretisch sollte er die Geschichte des Universums „bis Ende“ sehen können.
    Die Tatsache, dass bereits „Sachen“ in SL gestürzt sind, besagt, dass bereits den Ablauf des Universums bis Ende von diesen „Sachen“ beobachtet werden konnte. Nun frage ich mich, wie so was passieren kann, wenn die Welt bzw. unsere Erde noch nicht ihre Ende erreicht hat. Kann jemand mir bitte erläutern, wo ich einen Denkfehler habe?
    Und es ist mir klar, wenn ich diese „Sachen“ von der Erde beobachten würde, werde ich sehen, dass diese „Sachen“ noch nicht in das SL gestürzt sind. Aber wir wissen schon doch, dass es SL gibt, die schon an ihre Massen durch Stürz der Materie gewonnen haben.

  • Sehr gute Frage!!
    Frag' ich mich auch... :-)

  • Hallo UWL-Team,

    guter Beitrag und generell zur aktuellen Folge von Prof. Gassner (AzS) passend.
    Trotzdem fände ich es gut oder besser, dass man eventuell die Videos untereinander besser synchronisieren könnte. Ich verstehe zwar, dass die Staffel AzS ein in sich geschlossenes Gefüge darstellen soll, aufeinander aufbaut und insgesamt abgestimmt ist, so dass dieses Gesamtwerk an Block gesehen und verstanden werden kann – OK.
    Chic fände ich es, wenn unser Dr. Müller an die Staffel und Inhalte der AzS darstellungstechnisch andocken könnte damit es in der Gesamtheit ein rundes Bild ergibt.

    Nicht optimal waren die Beamerdarstellungen der Krümmungsvisualisierung (Riemannscher Krümmungstensor). Die Auflösung war zu schlecht. Beim Ansehen auf meinem TV nicht im Detail erkennbar und selbst am PC waren die kleinen Indizes nur extrem verpixelt. Schlecht besonders dann, wenn es um das Nachvollziehen gewisser geschilderter Annahmen geht. Vielleicht kann man hier zukünftig eine bessere Darstellungsform finden. Warum nicht in der Videobearbeitung das PC Bild als direkten Hintergrund nehmen und dann Dr. Müller vor dem Greenscreen aufnehmen und direkt auf dem PC Hintergrund vorblenden. So ähnlich wie es die meisten Youtuber zum Beispiel in Gameplays mit Facecam machen, nur dass hier das Bild feststeht. Ich denke das dürfte der Darstellungsqualität sehr zugute kommen.

    Freuen würde ich mich mehr über das Thema Schwarze Löcher zu hören. Dr. Müller hatte dazu ja seine Doktorarbeit (http://www.spektrum.de/astrowissen/downloads/PhD/PhD_AMueller.pdf) verfasst. Somit hätten wir ja einen richtigen Black-Hole-Guy an Board! Vielleicht kann man ja mal die unterschiedlichen Ansätze was im Inneren (hinter dem Schwarzschildradius) so abgeht darstellen. Nur mal so als „Gedankenspiel. In der Doktorarbeit gab es dazu ein paar Bilder.

  • Einer der wenigen schlechten Beiträge :-(((
    1. Der Blödsinn Fluchtgeschwindigkeit = Lichtgeschwindigkeit als Begründung für den Punkt der "Nimmer-Wiederkehr", auch für Licht. Das ist Newtonsche Mechanik und begründet gar nichts. Da ist die ART gefragt! Ein Teilchen mit 99% c käme dann zwar nicht mehr ins "Unendliche" aber doch noch sehr weit fort. Und Licht hat immer c. Beim Aufstieg Gravitationsfeld verlöre es Frequenz (Rotverschiebung). Im "Unendlichen" wäre es dann weg (f=0). Aber vorher könnte man es mit kleinerer Frequenz messen. All das ist F A L S C H!!
    2. Spaghettisierung hinter dem Ereignishorizont und dann noch beobachtbar?
    3. Gezeitenkräfte drücken nicht! Die ziehen nur!
    4. Die Röntgenstrahlung ist eine Folge der extremen Temperatur und anderer Effekte während der Akkretion.

  • Zuerst, wirklich von ganzem Herzen und voller Dankbarkeit: Eine einzige, helle Freude Eure Seite!
    Dann eine Frage zu 7:37 bis 7:44.
    Weshalb können wir von außen nicht sagen wann das hineinfallende Objekt den Ereignishorizont erreicht hat?
    Wenn das Objekt immer dunkler wird, hat es den Horizont erreicht, sobald kein einziges Photon mehr bei uns eintrifft.
    Solange man (mit den besten Mitteln) auch nur ein Photon messen kann - megarot natürlich... solange nicht.
    Von der technischen Nichtmachbarkeit abgesehen ließe es sich doch so sehr wohl sagen, oder irre ich?