Die Gewinner des UWudL-Quiz vom Dezember 2018 Zu den Gewinnern

09.11.2018
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Oumuamua Update - Beschleunigung durch Strahlungsdruck? Neues aus dem Universum | Josef M. Gaßner

Am 12. November soll eine Publikation zu Oumuamua (1I/2017 U1) im Astrophyscal Journal Letters erscheinen. Darin wird unter anderem auch die Möglichkeit besprochen, es könnte sich um ein Objekt handeln mit weniger als 1 mm Dicke. Entsprechend brodelt die Gerüchteküche bis hin zu einem Sonnensegel einer extraterrestrischer Zivilisation. Josef M. Gaßner führt durch den Inhalt der wissenschaftlichen Publikation von Shmuel Bialy und Abraham Loeb.

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  • 53757 Sankt Augustin, Germany

    Zuerst einmal eine gute Besserung!
    Leider ist es so, dass dies nicht die erste gewagte (um nicht zu sagen abwegige) Interpretation von diesem Autor ist. So findet man auch die Behauptung, Fast Radio Bursts könnten von Außerirdischen für den Antrieb von Lichtsegeln verursacht seinhttps: //arxiv.org/abs/1701.01109
    Man kann sich des Verdachts nicht erwehren, dass die Finazierung durch die Breakthrough Initiative wissenschaftliche Aussagen in eine bestimmte Richtung drängt. Eigentlich wäre das eine gute Sache: Da ist jemand mit erheblichen finanziellen Ressourcen, der Institutionen unterstützt, um eine Sache erforschen zu lassen, die ihn persönlich interessiert. Dabei ermöglicht er es diesen Institutionen ihre "eigentliche" Forschung voran zu treiben. Wenn die dann abe in ihren Aussagen beeinflusst werden, dann wird es einfach schräg.
    Viele Grüße vom
    Astropeiler

  • Hallo UWudL-Team,
    gute Besserung an unseren Prof. Dr. Gassner!
    Tja diese „god damn gravity“. Es ist schon sehr schmerzhaft zu erfahren, wenn die automatisch gesteuerte, die Gravitation ausgleichende, menschliche Balance versagt und die Gravitation schlussendlich mit aller Gewalt auf Strukturen einwirkt, die von ihrer inneren Struktur nicht auf so eine entgegen der üblichen Wirkrichtung gerichtete Kraft ausgelegt ist und schlussendlich das unausweichliche Strukturversagen eintritt. Beeindruckend dabei, wie doch durch menschliche Evolution die Strukturen so auf die Gegebenheiten auf der Erde robust und dauerhaftig angepasst sind und schon bei kleinen Veränderungen den Kräften erliegen. Da kann man sich nur zu gut vorstellen, wie stark die schwächste aller Kräfte/Wechselwirkung auf die Strukturbildung auf der Erde ihren Einfluss nimmt. Da passt der Beitrag vom Sonntag (Materialphysikalische Experimente in Schwerelosigkeit) sehr gut dazu – auch wenn er nicht auf organische bzw. humanpathologische Effekte spezifiziert war.
    Ungeachtet der gesundheitlichen Umstände und bevor die notwendige Erklärung der „Rucksack-Struktur“ erfolgte, erzeugte das Aussehen unseres Prof. Dr. Gassner ein Schmunzeln und zur inneren rhetorischen Frage: „Was hat er denn heute vor – Fallschirmspringen?“ Wobei es schlussendlich im Beitrag mit der Sonnensegeltheorie fast schon wieder in die Richtung ging. Interessant – so schließt sich der Gedankenkreis.
    Aber zur Sache im Kern. Ja mit dem Oumuamua ist es schon so eine Sache. Sogar mein Sohn (13) brachte vor zwei-drei Tagen aus der Schule mit, dass man ein außerirdisches Raumschiff entdeckt hätte und mich vorwurfsvoll frug, warum ich davon noch nichts wüsste, wo ich mich doch für Wissenschaft und Astronomie interessiere? OK, ohne den wahren Grund zu kennen, war es mir fast klar, dass es um Oumuamua gehen musste, denn etwas anderes Vergleichbares war in letzter Zeit in Erdnähe nicht los. Felsenfest war er der Meinung, dass dem so sei (das mit dem Raumschiff) und füllte für die nächste Stunde den Raum mit Fragen. Die innersolare alternative Wahrheitenküche brodelt schon!
    Daher vielen Dank für die zeitnahe wissenschaftliche Erklärung des Papers. Was viele Menschen alternativ daraus deuten ist der Bann des Informationszeitalter.
    PS: Positiver Nebeneffekt war der fortfolgende Familien-Filmsonntag mit dem russischen Film „Attraction“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Attraction_(2017)) So mit echtem Raumschiff und so…
    Auch wenn dieser russische Film nicht an die humanistischen Ideale und Botschaften der Filme aus der Sowjetzeit anknüpfen kann (was ich persönlich sehr vermisste) - ein beindruckendes Werk, das im Kern eindeutig die aktuelle Disqualifizierung der Menschheit auf der intergalaktischen Bühne zur Schau stellt. Aus diesem Aspekt heraus wird einem unvermittelt klar, warum Oumuamua nochmals Gas gegeben hat, unser Sonnensystem schnell wieder zu verlassen…