Die Gewinner des UWudL-Quiz vom Dezember 2018 Zu den Gewinnern

16.11.2018
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Belle II Experiment - Fragerunde • Cafe & Kosmos | Thomas Kuhr

Fragerunde zum Vortrag von Thomas Kuhr aus der Reihe Cafe & Kosmos.

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  • Hallo UWudL-Team,
    mhhh, irgendwie stimmt mich die Beitragsdoppelfolge nachdenklich - aus zweierlei Sicht – und scheinbar passt das eine mit dem anderen irgendwie zusammen. Sicherlich kämpft unser Prof. Dr. Gassner immer noch an seiner Klavikulafraktur (meine gute Besserung an unseren Prof. Dr. Gassner aus dem letzten Kommentar sei hier nochmals wiederholt), doch interessanterweise wurde vermutlich (nur meine persönliche Vermutung) der Rucksackverband unter der Strickjacke versteckt. Gab es doch so viele, die dahinter (ohne Erklärung) eine lustige vermutende Aktion von Prof. Dr. Gassner vermuteten, dem unser Prof. Dr. Gassner aus dem Weg gehen wollte? Könnte mir vorstellen, dass das menschliche Umgangsformengesetz: „Wer den Schaden hat, braucht für den Spot nicht zu sorgen!“ zugeschlagen hat. Im Umkehrschluss: Überdeckt man den Schaden, gibt es keinen Spot – Sache gelöst. Nur pure Theorien von mir…
    In so ähnlichem Gewand kommt mir der Vortrag von Prof. Dr. Thomas Kuhr daher. Da ich mir die Beiträge immer ohne das Lesen des Vortextes ansehe, frug ich mich schon nach kurzer Zeit was man beim Belle II Experiment denn entdecken möchte. Irgendwie fehlte mir das als erster Aufhänger. Erst ab ca. 12:30 min. kam dann ein H- und ein W- (mal so als Beispiel) – aha! Dazu dann der Hinweis auf die ersten Anzeichen dafür aktuell mit einem 4 Sigma. Aber nur mal so als Vermutung und Richtung – wie der Volksmund zu sagen pflegt: Nichts Genaues, weiß man nicht! Die anschließende Diskussionsrunde (gut, dass diese sich gleich anschloss), brachte für mich mehr Verwirrung als Aufschlüsse. Zum einen wurde die Position des s/c Quarks getauscht – dies hatte mich am Anfang (Vortrag) schon etwas verwirrt in der Schreibweise, dachte mir aber, es hätte so einen gewissen Sinn wegen der b Zerfälle in c Quarks – weil dies in seiner Darstellung anfänglich in der gleichen Zeile stand. Wupps war es aber scheinbar nur ein ungewollter Dreher (also doch wie im Standardmodell). Dann das eilig aufgezeichnete Diagramm der unterschiedlichen B0 und B0quer Zerfälle, gefühlt konnte ich zwar erahnen, was damit gemeint war, aber OK die Frage aus dem Publikum kam prompt mit der Bitte der Erklärung des Diagrammes. Ich will es kurz machen, aus dem Bauch heraus wissen die Physiker scheinbar gar nicht so recht was sie suchen. Es gibt Anzeichen und Vermutungen aber was sich dahinter versteckt liegt noch im Dunkeln. Verständlicherweise wagt sei kein Physiker konkret nach vorn, weil jedwedes H- und W- und vieles andere denkbar, noch mehr bei den Elementarteilchen an Fragen und Erklärungsbedarf aufwirft.
    Da ich mich der Letzt in dieses Werk eingelesen hatte: https://www.fischerverlage.de/buch/das_haessliche_universum/9783103972467
    scheint es wohl schon eine „leichte Glaubenskrise“ bei den Physikern zu geben (was ich hin und wieder in den Gesprächsrunden Gassner/Lesch ebenso heraus zu hören gedachte). Solange die Fördermitteln vorhanden sind und das Groh der Physiker eine gewisse Richtung vorschlägt, läuft die Forschung weiter, ob der Weg der richtige ist, bleibt fraglich – es muss nur gelingen mit der betreffenden Theorie so viele wie mögliche Anhänger und praktische Beweise zu finden. Neue Experimente und Gelder sind stetig wichtig, schließlich muss der jeweilige Physiker von etwas leben. So lange es keine besseren Theorien gibt, wird halt an den vorhandenen evaluiert, auch wenn man mehr und mehr da unzufriedener damit wird. Irgendwie kam zumindest bei mir das Gefühl auf, der Prof. Dr. Thomas Kuhr ist nicht so mit großem Enthusiasmus bei der Sache – nicht des Experimentes wegen, sondern eher mit dem was „erwartet“ wird (ab ca. 21:55 min. wird es deutlich) – da öffnen sich quasi Abgründe und irgendwie weiß man gar nicht, was sich unter der Jacke, die man abgeworfen hat, noch alles verbirgt. Mit der bösen Vermutung es wird nur noch komplexer und die Weltformel rück noch weiter weg oder man trifft auf vollkommen unerwartetes. Vielleicht hat sich genau deshalb unser Prof. Dr. Gassner dieses Mal eine Strickjacke übergeworfen (im Sinne die Physiker müssen sich warm anziehen) und gar nicht wegen des Rucksackverbandes. Tja dem Betrachter bleibt halt vieles verborgen – nicht nur in der Physik. Persönlich hätte ich hundert Jahre nach Einstein etwas Grundlegendes erwartet. Aber es scheint die Luft aus der Physik raus zu sein. Über Dinge zu sinnieren, die nicht mehr sichtbar und kaum bis gar nicht nachweisbar sind, erscheinen mir wie ein Fass mit Theorien ohne Boden. Fast ein bisschen fühle ich mich dann doch wie in einer Matrix. Macht man einen Zug macht die Matrix vier Züge… Wobei es damit den absoluten Charme abwirft, die Natur nie verstehen zu können – somit den Menschen eine wahre Grenze aufzuzeigen.

    PS: Thema „Schmerztabletten“ im Beitrag „Oumuamua Update“ – mein Vater (Dr. med. vet.) sagt immer „Schmerzen sind relativ“ (passt damit gut zur Physik) und er „mag“ quasi Schmerzen, damit hat er die Kontrolle wo es weh tut. Nur so fokussiert man sich auf die Heilung. Vielleicht muss die Physik mal einen ähnlichen Schmerz ertragen/erleiden um aus der Krise heraus zukommen um den Blick frei zu schaffen, den Fokus zu bekommen. Vielleicht ist das ständige Passend-Machen/Rechnen an Theorien auch nur ein Schmerzmittel und verblendet den wahren Kern.