26.02.2020
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Dunkle Energie • Inhomogene Kosmologie • Von Aristoteles zur Stringtheorie (56) | Josef M. Gaßner

68 Prozent der Energiedichte im Universum liegen in einer bislang unbekannten Form vor, die wir Dunkle Energie nennen und die eine beschleunigte Expansion des Universums bedingt. Worauf begründet sich diese Hypothese? Wie gut sind die zugrundeliegenden Beobachtungen - insbesondere die verwendeten Standardkerzen - wirklich? Welche alternativen Modelle gibt es? Josef M. Gaßner erläutert die Zusammenhänge.

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Personen in dieser Konversation

  • Hallo UWuL-Team,

    heut' mal nur was rein inhaltliches.
    Der Ansatz von Prof. Gassner hier der dunklen Energie ein Vakuum-Dingens zu sehen, finde ich wirklich gut.
    Praktisch könnte man von einem "Zerreißen des Vakuums" sprechen. Und aus meiner Sicht gibt es in der Quantenmechanik schon so einen vergleichbaren Effekten - beim "Zerreißen" von Gluonen. Damit ließen sich sogar recht gut die Effekte seit Urknall nachvollziehen. Meine Idee: Wenn die Materie noch dicht an dicht ist und Gluonen wirken nur auf sehr kurze Distanzen verhalten sich die Gluonenbindungen sehr stabil (evtl. sogar mit Urzustand wo die Gluonen förmlich zusammengepresst waren). Mit fortschreitender Expansion dünnt sich die Materie aus, es bildet sich mehr und mehr intergalaktisches Medium ("Vakuum"). Die Gluonenverbindungen halten dem noch stand, da die Kraft zwischen den Gluonen je weiter sie auseinandergezogen werden, stärker wird. Irgendwann gibt es dann den Punkt, wo Expansion und Gluonenkraft sich die Waage halten, doch ab einem Punkt und fortschreitender Abkühlung des Universums fangen an de Gluonenstränge zu reißen und die "Lücken" füllen sich mit virtuellen Gluonen auf. Durch dieses beginnende Zerreißen schwächt es all anderen Gluonenverbindungen mehr und mehr. So wie bei einem Netz, dass extrem belastet ist und dann der erste Knoten im Netz reißt, das Netz schwächt und nach und nach mehr und mehr Knoten reißen. Nicht unbedingt an der gleichen Stelle, weil der Zusammenhand komplex, aber über all fängt das Netz an zu bröckeln. Die Lücken füllen virtuelle Teilchen auf, so eine Art negatives Vakuum entsteht und dieser Effekt führt dann zu einer beschleunigten Expansion. Damit wäre die Sache mit der "dunklen" Energie auf ganz anderen Weg erklärt.
    Somit wäre mal ein Experiment zu gestalten, mit dem versucht wird, das Vakuum zu "zerreißen".