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THEMA: Große Durchbrüche in den letzten 50 Jahren.

Große Durchbrüche in den letzten 50 Jahren. 22 Mär 2016 16:50 #4280

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Nirusu schrieb: Ich will hier gar nicht groß gegen ihn Stimmung machen, es wäre bloß hilfreich, ihn nicht als Quellenangabe zu verwenden, weil er mir nicht seriös genug erscheint. Wenn du über Dirac redest, zitiere dich gleich Dirac und nicht ihn zuerst. Vielleicht bin ich da etwas voreingenommen, aber die Begriffe "Verschwörungstheoretiker" oder "Aufklärung" oder "Antiestablishement" lösen bei mir ähnliche Emotionen aus wie die Nennung der Bildzeitung.

Zunächst einmal habe ich Dirac nur genannt, weil Herr Unzicker anscheinend sehr von ihm schwärmt, anstatt eigene Vorstellungen einzubringen. Paul Dirac muss zu dieser Vermutung nicht zitiert werden. So ganz seriös erscheint Herr Unzicker wohl niemandem - ich denke, das liegt allein daran, dass er keinerlei eigene Ideen, Hypothesen oder gar Theorien hat. Seine Argumente sind jedoch durchaus zutreffend, mMn.
Was den Verschwörungstheoretiker angeht, so habe ich meine Haltung dazu schon dargelegt - es gibt nur drei Gründe, warum es in der Physik und Kosmologie eben so zugeht, wie es zugeht und einer davon ist eben Verschwörung. Wenn man feststellt, dass man mit dem banalen Vorwurf der Betriebsblindheit nicht weiter kommt, bleiben Angesichts der um einiges verdaulicheren und einfacheren Erklärungen für Phänomene halt nur noch die Vorwürfe Dummheit, Ignoranz und Verschwörung übrig. Selten gesteht sich ein Physiker oder Kosmologe (oder überhaupt irgend ein Mensch) diese Betriebsblindheit selber ein und schon gar nicht dann, wenn dies bedeutet, dass man sogenanntes gesichertes Wissen in Frage stellen muss. Der von Thomas erwähnte Aha-Effekt bleibt auf Seiten der Physiker und Kosmologen leider immer aus. das ist und bleibt, wie gesagt, sehr frustrierend.

BTW.: Für einen Teil meiner EFa-Theorie habe ich bereits einen Faden erstellt: Wer braucht denn Dunkle Materie?
Für den Rest muss ich mir noch ein paar Zeilen einfallen lassen, wie man es am günstigsten rüber bringt, dass die SRT ein Hybrid aus Äther- (mit Vakuum als Äther) und Emissionstheorie (mit zwei zu unterscheidenden Geschwindigkeitstypen) darstellt, wie Masse aus Ladungen entsteht und warum ich das Ganze überhaupt EFa-Theorie genannt habe.
Deine anderen Fragen beantworte ich per PN, sobald ich wieder an mein Postfach komme.

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Große Durchbrüche in den letzten 50 Jahren. 22 Mär 2016 17:28 #4283

Natürlich sorgen gewisse Undurchsichtigkeit auf Seiten der Physik dazu, dass viele Menschen entweder z.B. die Stringtheorie nicht verstehen (oder nicht verstehen wollen), oder gar nicht wissen, wofür Steuergelder in der Forschung ausgegeben werden.
Ich halte es aber für bedenklich, wenn man als Amateur der Meinung ist, den Physikern sagen zu dürfen, wohin es lang geht. Daher habe ich auch mein Problem mit Herrn Unzicker: Er wirft als Laie einem Betrieb Betriebsblindheit vor, und dass der Betrieb das als schlechten Scherz abtut, ist irgendwie klar, vor allem wenn der ganze Kommentar von Hybris durchsetzt ist.
Es ist anmaßend, wenn unsereins meint, dass man den Physikern erklären könnte, was sie zu tun haben, oder dass sie "falsch" forschen!
Was aber hilft ist, wenn wie hier das Team von Urknall, Weltall und das Leben Physiker den "kleinen Mann" (und die kleine Frau) mit ins Boot nehmen und ihnen die Physik versuchen nahezulegen. Falls jemand mit der Physik unzufrieden ist: Wechsle in die Physik!
Es gibt einen tollen Sprch während der WM 2014: Über Nacht wurde jeder Deutsche zum Fußballtrainer.
Solche Aufklärungsversuche bürgen auch immer die Gefahr, dass manche Individuen der Meinung sind, jetzt auf einmal über Physik Bescheid zu wissen und daher ihren eigenen Mist überall rumerzählen zu müssen. Aber ich denke, der positive Aspekt überwiegt bei weitem.

Jetzt aber wirklich genug davon!

Zurück zum Thema, ich kann mich nur wiederholen:

Ein weiteres Problem, warum es so wenig große Theorien aus den letzten 50 Jahren gibt, ist: Theorien brauchen Zeit, um bewiesen zu werden. Man schaue sich bloß das Alter der Nobelpreisträger an: Alles alte Knacker

Die älteren Theorien hatten diese Zeit schon, und den Ingenieuren wurde auch genug Zeit gegeben, um daraus Nutzen zu ziehen, aber prominente Beispiele wie die Hawking Strahlung wurden einfach noch nicht bewiesen, weil es uns an Glück oder Möglichkeiten mangelt. Ich glaube, wenn man sich 1930 anschauen würde, welche Theorien bis dahin im 20. Jahrhundert anerkannt wären, würde man ähnliche Trugschlüsse ziehen. Alles eine Frage der Zeit.

Dazu würde ich auch noch gerne jedermanns Meinung hören...

Viele Grüße,
Nirusu

PS: Jetzt habt ihr mich doch wachgehalten!

PPS: Sobald ich Zeit habe, (und aufgewacht bin) lese ich mir das mit der DM mal durch. Hört sich ja vielversprechend an!

"Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen
Den Vorhang zu und alle Fragen offen"
- Berthold Brecht, Der Gute Mensch von Sezuan

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Große Durchbrüche in den letzten 50 Jahren. 22 Mär 2016 18:01 #4286

Physik ist ein Wechselspiel aus Hypothesen/Theorien und Experimenten. Solange eine Theorie sinnvolle Vorhersagen machen kann und nicht experimentell widerlegt ist, macht diese Theorie Sinn.

Solange man keine andere Theorie hat, macht es auch Sinn, bestehende Theorien durch weitere Annahmen zu erweitern, etwa das Standard-Modell um das Higgs-Feld oder die ART um die Annahme Dunkler Materie.

Die Erfahrung zeigt, dass wenn die Zeit reif ist, es jemanden gibt, der eine neue bessere Theorie postuliert - beispielsweise Einstein (ein Physiker aus der zweiten oder dritten Reihe) gegenüber der Newtonschen Gravitationstheorie.

Mit zunehmenden Experiment-Ergebnissen wird dies nur immer schwieriger, etwas fundamental Neues zu entdecken. Beispielsweise sprechen die Beobachtungen am Bullet-Cluster, wo die größte Gravitation nicht dort ist, wo sie anhand der sichtbaren Materie sein müsste, doch sehr für die Annahme von "unsichtbaren Gravitationsquellen".

Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind normale private Beiträge. Sie sollten genauso diskutiert und kritisiert werden wie alle anderen Beiträge auch.

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Große Durchbrüche in den letzten 50 Jahren. 22 Mär 2016 18:09 #4288

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Nirusu schrieb: Es ist anmaßend, wenn unsereins meint, dass man den Physikern erklären könnte, was sie zu tun haben, oder dass sie "falsch" forschen!
Was aber hilft ist, wenn wie hier das Team von Urknall, Weltall und das Leben Physiker den "kleinen Mann" (und die kleine Frau) mit ins Boot nehmen und ihnen die Physik versuchen nahezulegen.

Ich denke, du hast das Problem "Betriebsblindheit" nicht wirklich durchschaut. Anmaßend ist man erst, wenn man Physikern und Kosmologen die beiden verbleibenden Vorwürfe macht.
Ich habe z.B. in meiner beruflichen Laufbahn schon ein bis zwei mal mit einem Auszubildenden "angelegt" - ihn also gefragt, was er da wohl tue, denn es ginge ganz anders - und mich hinterher gewundert, warum er seine Arbeit schneller macht, als ich oder gleichgestellte Mitarbeiter. Am Ende hat dieser Azubi eine Wegoptimierung in der gesamten Produktionskette genutzt, die nicht mal REFA-Spezialisten eingefallen wäre. Betriebsblindheit kann also (mMn) nur von "Frischlingen" in einer Materie entlarvt werden. Das ist aber leider bei Frontalunterricht an Schulen kaum möglich - da ist nicht Mitdenken oder sich Materie selbst aneignen gefragt, sondern stures Pauken von sog. gesichertem Wissen. Ich habe nichts dagegen, wenn mir Physiker die Physik näher bringen wollen, aber dann doch bitte von Anfang bis Ende - also angefangen bei der kopernikanischen Revolution bis hin zur String-Theorie - dann hat man wenigstens stets die Möglichkeit, Einwände einzubringen, wenn es zum Stoff DM/DE kommt. Genau da setzt meine Kritik ja an: Wenn sich ein Gesetz als Unbrauchbar erweist, weil es auf größeren oder anderen Skalen Zusatzannahmen benötigt, dann gehört es grundsätzlich überarbeitet. Physiker aber bestreiten dies bzw. sagen sie, sie hätten nichts Anderes. Ich bin sozusagen noch "Laie", habe aber etwas Anderes, aber gerade weil ich "Laie" bin, denken Physiker gar nicht daran, über meine Theorie zu sinnieren. Stattdessen gehen sie davon aus, ich würde mich nicht auskennen oder gar nicht im Geringsten etwas von Physik verstehen. Es bleibt frustrierend - ein Leben lang.

ClausS schrieb: Mit zunehmenden Experiment-Ergebnissen wird dies nur immer schwieriger, etwas fundamental Neues zu entdecken.

Um etwas fundamental Neues zu entdecken, muss es gestattet sein, das Bestehende in Frage zu stellen. Wenn man da beim Gravitationsgesetz von Newton bzw. seiner Gravitationskonstante anfängt, um DM/DE auszuschalten, bleibt vieles von dem, was darauf aufbaut, nun mal auf der Strecke. Warum macht es den Eindruck, dass solche Gedanken gar nicht erst gedacht werden dürfen?

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Letzte Änderung: von Spacerat. (Notfallmeldung) an den Administrator

Große Durchbrüche in den letzten 50 Jahren. 22 Mär 2016 18:19 #4290

Stimmt, das kann durchaus frustrierend sein.
Um ehrlich zu sein und ohne ihnen jetzt persönlich auf den Schlips zu treten: Sie scheinen nicht Physik studiert zu haben. Von daher sind sie in den Augen von renommierten Physikern doch eher auf der unwissenden Seite. Wie hat es Thomas so schön erklärt: Um die Physik verbessern zu können, muss man erst verstanden haben, warum wir heute hier sind.
Oder mit einem Spruch, der auf Englisch irgendwie besser klingt wie im Deutschen: "Odds are, that mathematicians developer new mathematical formulas and solve riddles. Odds are, that a journalist writes the best article in the news paper. Odds are, that an actor wins the oscar. Odds are, that only a physicist comes up with a ToE" Seit der Spezialisierung in der Steinzeit ist der durchschnittliche Mensch nur in einem Feld herausragend. Es mag ja sein, dass Sie die lebende Ausnahme sind, ich hoffe aber, sie verstehen, warum Physiker sie vielleicht etwas pauschal in eine Schublade stecken. Herr Gassner hat selbst erzählt, er erhält unzählige Briefe tagtäglich, die behaupten, Einstein liege falsch. Man hat gar nicht die Zeit, jeden einzelnen Kommentar durchzulesen, um herauszufinden, ob da etwas dran ist ode nicht.
Aber dafür sind wir hier ja da!
Jetzt wollen wir dieses Thema aber wirklich bei Seite legen und uns selbst mit dem Erfolg in den letzten 50 Jahren beweihräuchern, oder ;)?? Aber, ich will nett sein und lasse dir das letzte Wort.

Ich hoffe, ich bin dir hier nicht zu Nahe getreten,
Viele Grüße,
Nirusu

Okay, Nachtrag: Ich bin Realist und Pessimist. Bitte bitte bitte lass dich von mir nicht davon abbringen, weiter nachzudenken und dich für die Physik zu interessieren!

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Große Durchbrüche in den letzten 50 Jahren. 22 Mär 2016 19:13 #4294

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Nirusu schrieb: Stimmt, das kann durchaus frustrierend sein.

Es kann nicht nur, es ist.
Ich sage ja nicht, dass Einstein falsch liegt, sondern lediglich, dass er gar nicht richtig liegen konnte, weil man erstens vom Äther fälschlicherweise erwartet hat, er müsse detektierbar sein (SRT) und zweitens, weil schon Newton falsch lag (ART), was man ihm aber nicht vorwerfen kann, selbst wenn er noch leben würde. Ich gehe stark davon aus - und das mit Recht, dass wenn Newton bei der ad hoc Erklärung für fehlende Masse in Galaxien dabei gewesen wär, er für sein Gravitationsgesetz höchst persönlich den Anker geworfen und sich mit Coulomb kurzgeschlossen hätte - evtl. auch noch mit Lorentz, denn das Gesetz der Lorentzkraft (Definition der Stromstärke) ähnelt dem Gravitationsgesetz auch sehr.

BTW.: Warum plötzlich per Sie? Lass den Quatsch. ;)

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Große Durchbrüche in den letzten 50 Jahren. 22 Mär 2016 20:52 #4300

Spacerat schrieb:

Nirusu schrieb: Stimmt, das kann durchaus frustrierend sein.

Es kann nicht nur, es ist.
Ich sage ja nicht, dass Einstein falsch liegt, sondern lediglich, dass er gar nicht richtig liegen konnte, weil man erstens vom Äther fälschlicherweise erwartet hat, er müsse detektierbar sein (SRT) und zweitens, weil schon Newton falsch lag (ART), was man ihm aber nicht vorwerfen kann, selbst wenn er noch leben würde. Ich gehe stark davon aus - und das mit Recht, dass wenn Newton bei der ad hoc Erklärung für fehlende Masse in Galaxien dabei gewesen wär, er für sein Gravitationsgesetz höchst persönlich den Anker geworfen und sich mit Coulomb kurzgeschlossen hätte - evtl. auch noch mit Lorentz, denn das Gesetz der Lorentzkraft (Definition der Stromstärke) ähnelt dem Gravitationsgesetz auch sehr.

BTW.: Warum plötzlich per Sie? Lass den Quatsch. ;)


Von welcher Ähnlichkeit zwischen Gravitationsgesetz und Lorentz-Kraft sprichst du??? Nur ein Genie oder ein Wahnsinniger kann hier meines Erachtens eine Ähnlichkeit erkennen.

Die Lorentzkraft kann mit der Lorentz-Transformation aus dem Coulomb-Gesetz und dem Biot-Savart-Gesetz abgeleitet werden. Der Zusammenhang von elektrischem- und magnetischem Feld ist meiner Meinung nach erst durch die SRT korrekt erklärbar. Wenn du einmal versuchst mit der SRT die Trägheitskräfte auf einer rotierenden Scheibe zu beschreiben, dann wirst du sehen, dass es einfach notwendig ist, die Metrik der flachen Raumzeit zu ändern. Man braucht hier keine elektromagnetischen Felder als Erklärung für die Krümmung der Raum-Zeit. Wenn du dich so sehr für elektromagnetische Felder und Raumzeit interessierst, dann sieh dir mal die Kerr-Metrik an oder gleich die Arbeiten von Roy Kerr. Es gibt ein sehr interessantes Interview mit Roy Kerr über seine Entwicklung der Kerr Metrik auf einer allseits bekannten Internetseite.

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Große Durchbrüche in den letzten 50 Jahren. 22 Mär 2016 22:51 #4306

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Emanrov schrieb: Von welcher Ähnlichkeit zwischen Gravitationsgesetz und Lorentz-Kraft sprichst du??? Nur ein Genie oder ein Wahnsinniger kann hier meines Erachtens eine Ähnlichkeit erkennen.


Es ist immer dieses Muster und das Ergebnis immer eine Kraft
Gravitation:

Coulombkraft:

Lorentzkraft (Definition der Einheit Ampere):


Und btw. Lorentz-Transformation bedeutet nicht zwangsläufig SRT. ;)
Ich muss nicht die Metrik einer Raumzeit ändern oder eine Raumzeit krümmen, um die Zusammenhänge zu sehen - Ich erkläre schlicht die Gravitationskonstante für überholt. Diese Lösung scheint mir um Einiges effektiver, als Jahrhunderte lang (also etwa solange wie die Theorie des geozentrischen Weltbilds anhielt) nach DM/DE suchen zu müssen.

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Große Durchbrüche in den letzten 50 Jahren. 24 Mär 2016 18:51 #4376

Hallo Spacerat,

das ist nicht die Lorentz-Kraft:-)

Deine Kraft-Formel sagt, dass 2 linear von einem Strom I1 bzw. I2 durchflossene Leiter sich anziehen/abstoßen.
Die Lorentzkraft wäre jedoch eher jene Kraft, die ein geladenes teilchen außerhalb eines stromdurchflossenen Leiters spürt. Das Magnetfeld eines einzelnen stormdurchflossenen leiters versucht eine ladung, die sich außerhalb des leiters bewegt, auf eine kreisbahn um den leiter zu zwingen.

Sie lautet : F=Q*(E+vxB), wobei Q: Ladung , E: Elektrischer Feldstärkevektor , "v": GEschwindigkeitsvektor "x":Kreuzprodukt "B":Magnetische Induktions-Vektor

Man kann aus der Coulombkraft diese Lorentz-Kraft mit der Lorentz-Transformation direkt ableiten.

Die Lorentz-Transformation bedeutet zwar nicht direkt SRT aber, sie bedeutet nach den momentanen experimentellen erkenntnissen EINES: ENTWEDER SRT ODER die Lorentz-Poincare-Hypothesen wonach es einen absolut ausgezeichnetes Inertialsystem gibt.
Und da hat die SRT mit seinem Relativitätsprinzip wonach die Messgeräte nicht aufgrund von Inertial-bewegungen zerstört werden, die eindeutig besseren Karten!

Deiner mehrfach geäußerten Meinung nach, werden ja Messgeräte verändert wenn sie sich relativ zueinander gleichförmig bewegen, anstatt dass du der seit 1905 berechtigten Meinung wärst dass sich der Zeitmaßstab ändert, stimmts?

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Große Durchbrüche in den letzten 50 Jahren. 24 Mär 2016 21:57 #4394

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Emanrov schrieb: das ist nicht die Lorentz-Kraft...

Ja, ok. Da habe ich mich wohl verdrückt ausgekehrt und deswegen im Klammern stets explizit "Definition der Einheit Ampere" dahinter gehängt. Diese Definition findet man bei Wikipedia nun mal unter Lorentz-Kraft.

Aber trotzdem danke, für den Gedächtnisrefresh. ;)

Uns was deine Frage angeht: Ja, ich bin fest davon überzeugt, dass eine Bewegung keinesfalls ihre "Bestandteile" beeinflussen kann, weil daraus eben das Paradox entsteht, dass sich Photonen in jedem Inertial- oder Bezugssystem mit c bewegen, sie sich selbst gegenüber anderen Objekten jedoch nicht bewegen können. Aus diesem Grunde betrachte ich das Vakuum als den damals vermissten Äther - genau darin bewegen sich EM-Wellen wie z.B. Schall in Luft und Objekte relativ dazu und all dies gemäß der Galilei-Transformation. Vakuum hat logischerweise auch die Eigenschaft undetektierbar zu sein.

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