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THEMA: Gedankenexperiment und Logik

Gedankenexperiment und Logik 19 Apr 2018 17:05 #31371

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manfred67 schrieb: Die Zeitdilatation / Raumkontraktion sind also keine Messartefakte sondern die Abläufe der Natur verlangsamen sich.

Das ist richtig. Andererseits gibt es sowas wie absolute Gleichzeitigkeit nicht. Was für den Einen noch in der Zukunft liegt, ist für den Anderen längst Vergangenheit. Das lässt den Ausspruch "Die Natur selbst kennt keine Zeit" wieder in einem anderen Licht erscheinen.

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Gedankenexperiment und Logik 19 Apr 2018 17:53 #31373

stm schrieb:

manfred67 schrieb: Die Zeitdilatation / Raumkontraktion sind also keine Messartefakte sondern die Abläufe der Natur verlangsamen sich.

Das ist richtig. Andererseits gibt es sowas wie absolute Gleichzeitigkeit nicht. Was für den Einen noch in der Zukunft liegt, ist für den Anderen längst Vergangenheit. Das lässt den Ausspruch "Die Natur selbst kennt keine Zeit" wieder in einem anderen Licht erscheinen.


Das liegt aber daran, daß wir geprägt durch unsere Sprache und erlernte Verhaltensweise im Alltag den Begriff der Zeit, des Raums und des Abstands so definiert haben, daß es zu den Irritationen kommen muß, sobald man für sich persönlich die SRT "entdeckt".

Würden wir von Anfang an vierdimensional denken und hätten ein intuitives Verständnis für die raumzeitlichen Abstände, würde uns hingegen unser Alltagsdenken reichlich verzerrt und merkwürdig vorkommen.

Es ist aber bereits praktisch unmöglich, sich bei solchen Sachen wie Minkowskiräumen oder Hilberträumen in die höherdimensionalen Strukturen hineinzudenken, noch dazu, wenn plötzlich imaginäre Einheiten auftauchen und komplexe Konjugationen anstehen oder wie im Minkowskiraum der Abstand nicht pur nach Pythagoras durch Addition aller Komponenten, sondern durch Subtraktion der Raumkomponente von der Zeitkomponente gebildet wird.

Glaube nichts, weil ein Weiser es gesagt hat. Glaube nichts, weil alle es glauben. Glaube nichts, weil es geschrieben steht. Glaube nichts, weil es als heilig gilt. Glaube nichts, weil ein anderer es glaubt. Glaube nur das, was Du selbst als wahr erkannt hast.

Buddha

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Gedankenexperiment und Logik 19 Apr 2018 19:46 #31375

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Heinz Jürgen schrieb: Naja, Zeitmessung muß nicht zwingend periodisch erfolgen, siehe Sanduhr. Man könnte auch statistisch vorgehen, etwa Halbwertzeiten von radioaktiven Elementen vergleichen. Also zB beide Zwillinge haben eine identische Menge an Uran mit gleicher Strahlungsleistung beim Start neben sich (soll ja sehr gesund sein). Nach Rückkehr des Zwillings mißt man die Anzahl der verbliebenen Isotope bzw. der neuen strahlungsleistung und stellt eine Differenz fest, welche den Voraussagen der SRT entspricht.

Hier hätte ich einmal eine Frage.
Grundsätzlich ist die Zeitdilatation eines Raumschiffes in der Umlaufbahn so gering, sodass sie mit normalen Uhren gar nicht auffallen würde. Folglich werden in der Praxis nur Atomuhren verglichen. Nur wie funktionieren die? Laut WIKI:

In Atomuhren macht man sich die Eigenschaft von Atomen zu Nutze, beim Übergang zwischen zwei Energiezuständen elektromagnetische Wellen einer bestimmten Frequenz abzustrahlen oder zu absorbieren. Bei einer ganz bestimmten Frequenz absorbieren die Atome besonders viel Energie und strahlen diese in andere Richtungen ab.

Es funktioniert somit mit der Messung einer EM-Strahlung, die einen gewissen Weg zurücklegt. Bei der Caesium-Fontäne werden die Atome sogar mit einem Laser auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt. Da es aber nichts schnelleres als die LG geben darf, müsste dann nicht die in der Uhr gemessene LG von der Geschwinigkeit des Raumschiffes abgezogen werden? Sprich könnte das nicht der Grund sein, dass die bewegten Uhren langsamer gehen. Bzw. Welche Gegenargumente gibt es dazu?

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Gedankenexperiment und Logik 19 Apr 2018 20:10 #31377

Zunächst ist es unmöglich, Atome auf LG zu beschleunigen, nur beliebig nahe ran.

Wie genau die Messung funktioniert, weiß ich nicht.

Aber die Zeitdilatation ergibt sich automatisch aus der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit, weil eine bewegte Uhr aus Sicht des ruhenden Beobachters einen längeren Weg zurücklegt und dieser längere Weg bei konstanter Geschwindigkeit nur mit gedehnter Zeit kompatibel ist.

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Gedankenexperiment und Logik 19 Apr 2018 20:43 #31381

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Gut, dann einmal danke.

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Gedankenexperiment und Logik 19 Apr 2018 22:54 #31395

manfred67 schrieb: @Madouc99

Die Natur selbst kennt keine Zeit

Die Myonen messen nichts dringen trotzdem zu weit in die Apmosphäre ein. Die Zeitdilatation / Raumkontraktion sind also keine Messartefakte sondern die Abläufe der Natur verlangsamen sich. Der eine Zwilling beim ZP hat schon graue Haare, hat mehr Atemzüge gemacht, mehr Gedanken gedacht usw als der andere.

Das ist mir bewusst, ich hatte nur den fixen Gedanken, dass man es eigentlich auf Längenkontraktion reduzieren könnte. Man braucht den Faktor Zeit nicht unbedingt, weil die auch wiederum nur aus Wegen und Geschwindigkeiten besteht. Aber wie ich geschrieben habe: ein Hirnfurz.

S = k log W

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Gedankenexperiment und Logik 15 Mai 2018 21:20 #33132

Heinz Jürgen schrieb: @Broder, Du kannst das A B C Uhren Experiment ohne Beschleunigung durchführen. Ja, dann hast Du eine kleine Unsicherheit bei der Synchronisierung, weil die Objekte sich nicht 100% treffen, sondern knapp aneinander vorbeifliegen und die Information quasi einen kurzen Moment unterwegs ist und verarbeitet wird. Dieser minimale Verlusteffekt erklärt dann aber nicht die je nach Geschwindigkeit und Strecke enorme Zeitabweichung.

Also sagen wir zB die Synchronisierung dauert eine Sekunde, die Abweichung beträgt aber 1 Jahr.

Ich habe nicht den ganzen Thread gelesen ... falls das also schon gesagt wurde:

In dem Moment, wenn B die Uhrzeit mit C synchronisiert, sehen B und C bei A unterschiedliche Uhrzeiten. B ist positiv desynchronisiert und C ist negativ desynchronisiert gegenüber A. So ergibt sich die Zeitdifferenz am Ende des Experiments, egal, ob B umkehrt oder mit C synchronisiert.
\[\tau_{\Delta}=\gamma \cdot s \cdot v/c^2\]
und je nach Flugrichtung ist v positiv oder negativ.

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