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THEMA: Ein schweifender Text zum Wuchs von Raum und Struktur

Ein schweifender Text zum Wuchs von Raum und Struktur 11 Jun 2017 12:58 #15486

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Ist die Rede von der Natur, nehme ich mir vor, mich beschreibend zu ihr zu gesellen,
So kann das Verständnis scheinbar noch so ausgeprägt und die Sprache noch so raffiniert und mit Betrachtung von Mannigfaltigkeit aufgefratzt sein, es ist immer ein viel zu glattes und mattes Bild der in tiefsten Flechten wurzelnden , in Wachstum windend und schwindend, in krummem Zauber drängenden, knörkräuternd schlingentreibenden und wunderlich knospenwerfenden heiligen Pflanze der Natur.



Nr.1
Der Hund ist im Fundament der Physik eingemauert.

Und das sind die infantilen Vorstellungen der Physik zur Expansion des Universums bis Ende der Neunzigerjahre gewesen und sind es in Form der energieartigen Terme der Friedmann-Kosmologie bis heute: Ein Newtonsches Analogiemodell, das funktioniert wie ein Steinwurf:
Es ist faszinierend, wie wenig relativistische Physik in den dynamischen Lösungen der energieartigen Terme der Friedmann-Kosmologie als Lösungen der Allgemeinen Relativitätstheorie steckt. Diese dynamischen Lösungen Friedmanns scheinen nicht nur für die Allgemeine Relativitätstheorie zwingend, sie scheinen für jede drei oder vierdimensionale Gravitationstheorie zwingend und können entsprechend auch aus den Feldgleichungen zur Newtonschen Gravitationstheorie abgeleitet werden.


Wieso ist das so?
Hier lohnt ein Blick auf gewisse Überlieferungen in der Physik.
Gehen wir zurück in die Achtzigerjahre des 17. Jahrhunderts. Isaac Newton hat gerade eine Gravitationstheorie für dreidimensionalen absoluten Raum in absoluter Zeit präsentiert, da darf er sich auch schon in einem Brief von Richard Bentley fragen lassen, weshalb, wenn Massen einander anziehen, uns die Sterne am Himmel denn nicht entgegenfallen.
Eine gute Frage, denn das Wesen der Gravitation ist wohl bekannt: Massen ziehen einander an. Wieso also hängen die Sterne am Himmel?
Newton wird hier etwas in der Bredouille gesteckt haben. Dummerweise sind auch große Geister wie Christof Wetterich und Michael S. Turner noch nicht in der Welt, so dass Newton bei Formulierung einer schlauen Antwort auch nicht auf Quintessenz oder Dunkle Energie zurückgreifen kann.
Aber Newton wäre nicht Newton, wenn ihm nicht eine neben dunkler Energie und Quintessenz noch viel schillerndere Erklärung für seine frühe Antigravitation eingefallen wäre: Der liebe Gott der Christenheit!
Gott sorge dafür, dass sich der Kollaps nicht ereigne.
Doch Spaß beiseite: Was braucht eine dreidimensionale Gravitationstheorie um in einer Situation, in der Massen wohlverteilt am Himmel hängen, den Kollaps zu verhindern? Sie braucht Energie, die den Potentialen der Massen entgegenarbeitet um den Status Quo zu erhalten. Was braucht man in so einem Begriffsbild, um die Massen überhaupt erstmal am Himmel zu verteilen?
Richtig, wieder Energie, kinetische. Was braucht man, um die Massen am Himmel noch weiter zu verteilen, wenn die kinetische Energie salopp alle ist? Man hat es schnell erraten..

Ein paar Spargelzeiten und Errungenschaften später gibt es dann eine neue Gravitationstheorie. Es gibt inzwischen Massen/Energie-Äquivalenz, Minkowski-Diagramme, Zeitdilatation und die Gravitation ist jetzt eine Krümmung vierdimensionaler Raumzeit.
Der Witz ist, trotz allem Fortschritt steht die Gravitationstheorie Einsteins vor den gleichen Schwierigkeiten wie die aus Newtons Feder, denn der Massenanziehung ist egal ob sie sich in Folge von Potentialanziehung oder Raumzeitkrümmung ereignet. Die Folge: es spielt aus Sicht der Friedmannkosmologie keine Rolle, ob ich mit der einen oder andren Theorie hantiere.







Nr.2

Es war nun kurz vom grundlegenden Problem der Gravitationstheorien die Rede und ich hatte - im weitesten Sinn- einen Blick auf Voraussetzungen unter denen dynamische Lösungen von Szenarien solcher Theorien möglich sind.
Nochmal kompakt:
Für eine Gravitationstheorie gibt es in einem Bild, in dem Massen in einem bestimmten Raumgebiet verteilt sind ohne dass nachträglich eingegriffen wird, nur ein Ende: Strukturwachstum, solange, bis von Massenverteilung nicht mehr die Rede sein kann.
Lässt man es sich etwas an Energie kosten, sind dynamische Ausgänge möglich. So kann man den Status quo der Massenverteilung erhalten, braucht dafür jedoch Energie, oder aber die
Massen könnten weiter auseinander fliegen, dafür bräuchte man dann noch mehr Energie. Und es gilt dies gleichermaßen für Einsteins und auch für Newtons Gravitationstheorie.


Die Kosmologische Konstante

In Zusammenhang mit der Kosmologischen Konstante wird gerne gesagt, Einstein habe mit ihr seinen größten Triumph knapp verpasst: Er hätte die Expansion voraus sagen können. Dies bezieht sich auf die dynamischen Lösungen, die ich eben besprach und darauf dass man mit positiver Kosmologischer Konstante im Rahmen dieser Systematik heute Vakuumenergie als Motor der Kosmosexpansion abzubilden versucht.
Die gleichen dynamischen Lösungen kommen jedoch auch aus der Newtonschen Theorie hinten raus, so dass man ohne Einschränkung sagen darf, Newton hat mit seiner Gravitationstheorie die Vorhersage der Expansion genauso knapp verpasst wie vermeintlich Einstein. Schon mehr als 200 Jahre zuvor.
Zumal Lambda in Teilen auch auf Hugo von Seeliger zurück geht, der damit schon 1895 an der Theorie Newtons rumdoktert.

Wir sind also im Jahre 1917. Unter dem Eindruck, dass die Massen in seiner Gravitationstheorie das tun wozu Massen in einer Gravitationstheorie bestimmt sind, nämlich - rein theoretisch - zu kollabieren, zaubert Einstein die Kosmologische Konstante aus dem Hut.
Sie steht in seinen Feldgleichungen linkseits dort wo Krümmungsterme gewissermaßen den Raum definieren, der sich unter Energie und Masse, die wir rechtsseits in den Feldgleichungen finden, krümmt.
Lambda tut also den Job für die Einsteinsche Theorie, den der liebe Gott für die Newtonsche tat, sie verhindert diskret den Massenkollaps.
Lambda kann in den Feldgleichungen aber auch rechts bei Massen und Energie stehen.
Dies schlägt Erwin Schrödinger bereits 1918 vor. Schrödinger möchte ein Skalar p einführen, das zwischen den Sternen hängt und sie daran hindert, einander anzuziehen, quasi eine frühe Blaupause der Quintessenz.
Einstein gibt an, dass ihm das mit dem rechtsseitigen Lambda auch in den Sinn gekommen sei, er es aber aus verschiedenen Gründen gar nicht erst für erwähnenswert hielt.
Einstein lässt wissen: "Der von Herrn Schrödinger eingeschlagene Weg scheint mir nicht gangbar, weil er zu tief ins Gestrüpp der Hypothesen hineinführt."









Nr.3
Friedmanns bzw. Frankensteins Monstrum: Was man an eine Gravitationstheorie für absoluten Raum so alles dran flicken kann.

Roaring Twenties! Mitte der Zwanziger ist Einstein der Superstar, der er auch heute noch ist.
Er hat den Nobelpreis bekommen und seine Gravitationstheorie als Krümmung vierdimensionaler Raumzeit ist einige Jahre zuvor durch Arthur Eddington bestätigt worden, worüber die New York Times mit großer Schlagzeile berichtet. Danach ist Einstein weltberühmt. Man rollt ihm sicherlich den ein oder anderen roten Teppich aus und für Pommes frites wird er nicht mehr zahlen müssen.
Gravitative Zeitdilatation - bestätigt.
Lichtstrahlen, die den Geodäten durch Masse gekrümmter Raumzeit folgen - bestätigt.
Gravitationswellen - bestätigt.
Die Allgemeine Relativitätstheorie ist hundert Jahre später extrem gut bestätigt, stark und mächtig.
Jedenfalls, so lange man sich nicht Umlaufgeschwindigkeit in den Außenbezirken von nahen Spiralgalaxien anschaut, die mit zunehmender Entfernung vom Zentrum abnehmen sollten, dies aber nicht tun, denn hier könnte man auf die Idee kommen, mit der Gravitationskonstante stimme was nicht. Jedoch gibt es mit Gravitationslinsen in der Observation und der Silk-Dämpfung aus der Theorie weitere Hinweise auf die Existenz dunkler Materie. Und irgendwie muss man sein Omega-1-Universum ja auch voll kriegen.
Vera Rubin jedenfalls hat bestimmte Wünsche an die Erklärung der von ihr beobachteten zu schnellen Rotationskurven:
"Wenn es nach mir ginge, würde ich lieber erfahren, dass Newtons Gesetze geändert werden müssen, um die Schwerkraftwirkung bei großen Distanzen richtig zu beschreiben. Das ist ansprechender als ein Universum, erfüllt mit einer neuen Art subatomarer Teilchen."
Doch zurück in die Zwanziger. Ab 1926 ist klar, so gut wie alle Galaxien außerhalb der Milchstraße fliegen von uns weg. Bald zeichnet Edwin Hubble eine Gerade in ein Diagramm und dann ist eine homogene Expansion des Weltraums in Hubbles Law organisiert: Je weiter Objekte entfernt sind, desto schneller fliegen sie von uns weg.
Für Einstein heißt das, er kann die Kosmologische Konstante null setzen, denn ein Massenkollaps muss nun nicht mehr verhindert werden. Dazu notiert er im Sitzungsbericht der Preußischen Akademie der Wissenschaften vom 16.04.1931: "Unter diesen Umständen muss man sich die Frage vorlegen, ob man den Tatsachen ohne die Einführung des theoretisch ohnehin unbefriedigenden λ-Gliedes gerecht werden kann."
Stattdessen gilt es nun also, eine Situation abzubilden, in der die Galaxien am Himmel voneinander weg fliegen.
Besonders Georges Lemaître treibt die Dinge voran. Ich spekuliere hier als Verfasser etwas, wenn ich schreibe, es wird für Lemaitre, Zeit seines Lebens nie ohne Kollar gesichtet, sicherlich mehr als eine Verlockung gewesen sein, aus der beobachteten Galaxienflucht auf einen deistischen Schöpfungsakt zu schließen.
Einstein ist zunächst skeptisch was den Urknall angeht: Stichwort Singularität.
Doch Lemaître kann ihn - wohl bei einer längeren Reise, die beide gemeinsam anzutreten haben - überzeugen, um nicht zu sagen missionieren.
Abgebildet wird der Urknall und die Ausdehnung des Weltraums in der Systematik der dynamischen Lösungen der Friedmann-Kosmologie und zwar dergestalt, dass man die aus der Allgemeinen Relativitätstheorie gewonnene Metrik einfach bei t0 starten und dann gleichmäßig aus einer Singularität wachsen lässt.
Also, wie in jenem mechanischen Analogiemodell, über das ich in Nr. 1 und 2 kurz sprach.
Friedmann findet diese dynamische Lösung für ein homogenes und isotropes Universum übrigens erst 1922, zunächst bleibt sie wenig beachtet und wird schließlich von Lemaître wieder aufgegriffen.


Noch lieber als eine deistische Schöpfung, nach der Gott sich gleich aus den Geschäften zurückzog, wird dem abbé Lemaître ein Universum gewesen sein, in welchem Gott auch heute noch im Sinne einer theistischen Idee wirke.
Und so ist er der erste, der eine Verbindung zwischen Nullpunktsenergie, die 1927 wie bestellt durch Heisenberg entdeckt wird, und der kosmologischen Konstante herstellt.
Mit diesen Fluktuationen des Vakuums kann man jetzt nicht nur einen Urknall organisieren, sondern auch das bereits geschöpfte Universum nachträglich aus dem Vakuum heraus aufpusten.
Einstein wird es an der Stelle aber wohl zu bunt. Ohnehin scheint er die Flucht der Spiralnebel vor allem als guten Grund gesehen zu haben, Lambda aus dem Verkehr ziehen zu können.
Mit scheinbar etwas Ekel bezüglich der rechtsseitigen kosmologischen Konstante schreibt er Jahre später an Lemaître " Ich fand es widerwärtig, annehmen zu müssen, dass die Gleichung für das Gravitationsfeld aus zwei logisch unabhängigen Termen zusammengesetzt sein sollte, die sich zueinander additiv verhalten. Es ist schwierig, Argumente zur Rechtfertigung solcher Gefühle zu geben, wie ich sie bezüglich der logischen Einfachheit empfinde. Ich kann mich aber nicht dagegen wehren, sie mit aller Kraft zu empfinden und ich bin nicht im Stande zu glauben, dass eine so widerwärtige Sache in der Natur verwirklicht werden könnte."

Was aus dieser Zeit demnach bleibt ist ein Modell, dessen Skalenfaktor, sprich die Raumzeit an sich, gleich einer kinetischen Energie (Urknall) ist, der gegenüber Massen und ihr Potential stehen, an der sich diese kinetische Energie erschöpft.
Des Schöpfers Werk verbraucht sich also an schnöder Materie!
Für mich - in Perspektive eines kleinen Indianers - steht natürlich fest, dass die Schöpfung aller Existenz ein Kraftakt gewesen sein muss, jedoch darf man vielleicht eine Portion Dünkelhaftigkeit bei denen vermuten, die denken, der liebe Gott habe bei Kreation der Welt vor einer Aufgabe gestanden, auch nur im Ansatz vergleichbar mit einer Situation, in der ein Mensch einen Stein schmeißt.
Darüberhinaus sollte aus Sicht der Theologie doch auch nicht gutgeheißen werden können, dass die Wege des Herren nun in einem Symmetriebruch ergründlich sein sollen.
Derartige Bedenken hat man am Heiligen Stuhl in der Zeit von Pius Xll. nicht und seit 1951 ist die Urknall-Theorie durch die päpstliche Akademie der Wissenschaften abgesegnet.
Seitens der seriösen Wissenschaft stellt Einsteins Einverständnis mit diesem Weltbild mit Urknall vielleicht sowas wie eine erste Segnung dar und seit Mitte der Sechzigerjahre die Hintergrundstrahlung durch Penzias und Wilson entdeckt ist, ist klar, dass das Universum in ferner Vergangenheit tatsächlich räumlich weniger ausgedehnt war und in ihm Masse/Energie entsprechend heiß und konzentriert war, um es mal behutsam zu formulieren.

Die Voraussage der Hintergrundstrahlung im Rahmen der Alpher-Bethe-Gamov-Theory zur Nukleosynthese (1948) und nochmal durch Jim Peebles (1962) ist so ungefähr die einzige Gelegenheit, zu der für die Kosmologie eine theoretische Prädiktion bestätigt wird, während man ansonsten in wesentlichen Fragen der hervorragenden us-amerikanischen Observation hinterherstolpert.
So, wie bei Beobachtung der Expansion des Weltraums (Edwin Hubble), der zu schnellen Rotationskurven von Galaxien (Vera Rubin) und der beschleunigten Expansion des Weltraums (Perlmutter, Schmidt und Riess).

Die Strukturen, die wir heute im Universum sehen, müssen also aus einer homogenen und isotropen Massenverteilung, die bei Aussendung der Hintergrundstrahlung bestand, gewachsen sein; während die Masse seit Emission der Hintergrundstrahlung um den Faktor 1000 strukturierter ist, hat der Kosmos sich um den etwa gleichen Faktor ausgedehnt.
Es spricht natürlich nicht grundsätzlich gegen die Friedmann-Kosmologie, dass Strukturwachstum stattfindet, während der Weltraum sich ausdehnt, jedoch wirft dies ein eigentümliches Schlaglicht auf die tradierten Voraussetzungen, unter denen man annimmt, es sei Energie erforderlich, um den Raum zu expandieren sowie auf die Annahme, Massen seien ein Bremsklotz der Kosmosausdehnung.
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Ein schweifender Text zum Wuchs von Raum und Struktur 11 Jun 2017 14:29 #15496

Gratulation! Großartig der Kenntnisreichtum und Sprachwitz. Diesen Text wolltest du uns vorenthalten. Ich muss das noch mehrmals lesen, um auch zu verstehen, was zwischen den Zeilen steht. Die ganze Message habe ich noch nicht verstanden.
Nun.hast du Überzeugungen und Sichtweisen, also einen Teil von dir preisgegeben. Irgend wie macht man sich ein wenig nackt und wird verletzlich. Ich bin gespannt, was daraus wird.
Beste Grüße Denobio

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Ein schweifender Text zum Wuchs von Raum und Struktur 11 Jun 2017 22:48 #15517

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Hallo Denobio,,

... Irgend wie macht man sich ein wenig nackt (...)

Es ist doch oft so: erst ziert man sich, doch hat man die Klamotte erst abgestriffen, hat man doch meistens seinen Spaß!
Was fallen einem von der Sauna bis zum Schaumbad nicht für tolle Nacktivitäten ein. :-)
P.S. Vielen Dank für die gute Rückmeldung.

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Ein schweifender Text zum Wuchs von Raum und Struktur 11 Jun 2017 22:51 #15518

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Nr. 4
Empfindungen heutzutage



Das Gute an der Expansion des Universum ist, sie kommt uns im täglichen Leben nicht in die Quere. Sie beeinträchtigt uns nicht, wenn wir mit Kaffeetasse auf der Erdkruste herumlaufen, mit Skiern oder dem Fahrrad talwärts fahren oder auch eine Rakete in den Orbit schießen.
Vermutlich wäre die Sache sonst auch schon auffällig geworden, bevor ab mit Mitte der Zwanzigerjahre des vorigen Jahrhunderts entsprechende Beobachtungen technologisch möglich wurden.
Kurzum: Die Kosmosexpansion ist nicht besonders anschaulich aus unserer Perspektive, solange wir nicht durch leistungsstarke Teleskope blicken und das Licht ferner Galaxien aus den Tiefen des Alls mit ausgeklügelter spektroskopischer Technologie untersuchen.
Dabei bekommen wir folgendes Bild zu sehen: so gut wie alle Galaxien fliegen von uns weg.
Dieses Bild zusammen mit unserer Erfahrung, dass hier auf Erden und auch innerhalb der Milchstraße der Raum nicht expandiert, oktroyiert mit einigem Drang folgenden Schluss:
Zwischen den Galaxien entsteht Raum.


Die Physik leistet heutzutage fraglos Beeindruckendes und hat uns viele tolle Sachen beschert.
Sie kann jedes Molekül oder Protein in meinem Körper mit Synchroton-Strahlung durchleuchten und diese überaus komplexen Strukturen mittels hochentwickelter Halbleiter-Technologie analysieren und veranschaulichen. Dank ihr telefonieren wir mit Handys, befummeln iPads und wärmen uns was zu Spachteln in der Mikrowelle auf.
Unsere Physik erklärt uns das Merkur-Perihel, wir betreiben eindrucksvolle Teilchenbeschleuniger, wir spalten und fusionieren Atomkerne, wir steuern Sonden quer durch das Sonnensystem und wir werfen tiefe Blicke ins All.



Ein sonniger Frühlingsmorgen in der irdischen Natur der vierdimensionalen und mittels prächtiger sowie mächtiger Physik beschriebenen Raumzeit. Grünstes Grün und blaustes Blau!
Milde Brisen und angenehme Aromen umwehen meinen Körper.
So sehr das Frühlingsidyll einlädt, im übertragenen Sinne zeit-und schwerelos zu werden, verrät ein Blick auf die Uhr doch schnell, dass die Zeit läuft.
Vom Verstreichen der Zeit, von ihrem stetigen Fluss und ihrer Häufung in der Vergangenheit haben wir in unserer Existenz zwangsläufig einen sehr anschaulichen Begriff.
Freundlicherweise schlägt der Fluss der 4. Dimension nicht in der kosmologischen Energiebilanz der gegenwärtig gängigen Weltanschauung zu Buche.
So, wie die Zeit sich aus Perspektive der Gegenwart in der Vergangenheit häuft, mehren sich die Ausmaße der drei räumlichen Dimensionen im Jetzt; praktischerweise - wie ein paar Zeilen früher geschrieben - nicht hier in meinem Frühlingsparadies.

Zusätzlich wird mir durch die Betrachtung der Tatsache, dass der Planet Erde auf eine bewegte Geschichte mehrerer Milliarden Jahre zurück blickt, der Schluss aufgenötigt, der Raum, in dem sich diese Geschichte ereignete, muss mindestens genauso alt sein.

Und nun durchweht der Mief von Newtons guter alter, ewiger und auch kühler Weltraummaschine
mein idyllisches und vierdimensionales Frühlingsszenario.
Conclusio dergestalt: Ich sitze mit all der feinen Physik in Newtons Weltraum, der örtlich nicht expandiert und der, wenn auch heutzutage keine Ewigkeit mehr, so doch wenigstens einige Milliarden Jahre auf dem Buckel hat.

Weltanschaulich ist dies keine Verbesserung gegenüber der mechanischen Ewigkeit, in der man sich wenigstens noch durch eine Lebensleistung ein Denkmal von der Dauer aller Zeiten setzen konnte.

Der Mensch weiß, er wird in die ewigen Jagdgründe eingehen.
Und dank mittels Wissenschaft gewonnener Überzeugungen weiß er auch, alle Existenz, das ganze Universum soll ihm dorthin folgen müssen und einen kalten Tod sterben.
Dies ist eine Verbesserung allenfalls der Trostlosigkeit des materialistischen Weltbildes.

Folgende Fragen - quasi hinterher gekleckert - zum Schluss dieses Abschnittes: Wieso expandiert das Universum eigentlich im Void/Vakuum, im Raum zwischen den Galaxien? Wer könnte diesen neuen Raum dort brauchen? Wieso sollte die Natur Raum entstehen lassen, wo nichts ist?
Zu antworten, "um der Menschheit ein astronomisches Spektakel zu bieten" oder auch, "damit irdische Naturforscher rotverschobenes Licht in Spektroskopen analysieren können", zeichnete das angenehme Bild einer Natur, die dem Wissenschaftler zu schmeicheln beliebt und ist vielleicht auch für zehn bis zwanzig Sekunden amüsant, der Weisheit letzter Ratschluss wären solche Erwiderungen aber sicher nicht.
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Ein schweifender Text zum Wuchs von Raum und Struktur 11 Jun 2017 23:16 #15522

Frage an alle
was meint ihr, wie soll ich mit diesem Thread verfahren?
Grüße
Thomas

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Ein schweifender Text zum Wuchs von Raum und Struktur 11 Jun 2017 23:45 #15525

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Thomas schrieb: Frage an alle
was meint ihr, wie soll ich mit diesem Thread verfahren?
Grüße
Thomas

Ist er dir denn aus irgendwelchen Gründen ein Dorn im Auge?
Falls ja, lösch ihn ruhig weg. Ich will ja niemandem zu Last fallen.

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Ein schweifender Text zum Wuchs von Raum und Struktur 12 Jun 2017 00:31 #15526

Ich hab die Frage an alle gestellt. Ich will nur wissen, ob solche Texte hier gern gelesen werden möchten.
Wir verstehen uns als naturwissenschaftliches Forum. Jetzt haben wir die Gottesfrage, die Bibel , schöngeistige Universumsunterhaltungen und was sonst noch alles.
Sicher, Toleranz ist immer angesagt, aber wenn das ganze Forum in eine Richtung driftet, die vom Kern der Mühen weit weg führt, dann stelle ich mir die Frage, ob ein Eingreifen nicht auch im Sinne der Mehrheit der Forumsteilnehmer wäre.
Aber bevor ich das tue, hätte ich gerne ein paar Meinungen dazu.
Das ist Alles.
Grüße
Thomas

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Ein schweifender Text zum Wuchs von Raum und Struktur 12 Jun 2017 00:40 #15527

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Also hier muss nun wirklich keine Volksabstimmung stattfinden. Wenn du, als jemand der hier gewissermaßen das Hausrecht repräsentiert, der Meinung bist, das passt hier nicht. Dann ist meine dringende bitte, diesen Thread zu löschen. Alles andere wäre mir unangenehm.

Beste Grüße

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Ein schweifender Text zum Wuchs von Raum und Struktur 12 Jun 2017 01:15 #15528

Hallo Ropp,
bitte versteh mich nicht falsch. Ich finde, dass wir im Augenblick in eine Richtung driften, die unserem Anliegen, nämlich uns mit Naturwissenschaft zu beschäftigen, zuwider läuft.
Ich will aber nicht als Zensor oder Meinungsdiktator hier die große Keule schwingen, sondern einfach nur abfragen, ob die Meinung der Teilnehmer das ähnlich sieht oder eher die Diskussionsgrenzen weiter oder enger definiert sehen möchten als ich.
Es dient auch meiner eigenen Orientierung.
Mehr nicht!
Schauen wir doch mal, ob es dazu überhaupt qualifizierte Meinungen gibt.
Grüße
Thomas

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Ein schweifender Text zum Wuchs von Raum und Struktur 12 Jun 2017 03:12 #15529

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Hallo Thomas!
Ich bemerkte bereits an anderer Stelle lakonisch, wertfrei und rein rechnerisch, dass dieses Forum "Geistige Gespräche/Urknall Weltall Leben am Rand" heißen müsste und m13p4 kürzte dies auf GGUWLaR zusammen - klingt nicht nur nicht sonderlich melodisch, sondern verleugnet auch die drei "letzten" Atheisten...
Übrigens, Thomas, du hast mindestens einen esoterischen Thread vergessen: „Schöner Deutscher YouTube Kanal“ von ZenForAll:
Wieso muss dieses absolut spektakuläre NASA-Video vom Jupiter kommentiert werden? Ich hörte das Interview auf YouTube: Scott Bolton sagte: "It‘s just incredible." - Und nicht: "wir waren schockiert von dem was wir sahen." - Das verbreitet unnötig ein Flair von Mystik. Aber das soll es wohl auch?
So kam ich auf die Idee meines "Gegen-Threads", kind of.
(Ropps Text las ich nicht.)

PS:
Auch beim 2. Versuch stieg ich aus dem Text gleich wieder aus:
Was heißt, weshalb fallen die Sterne nicht vom Himmel?
Weil sie rotieren, natürlich!

Vielleicht benötige ich einen dritten Anlauf; Kunst (die ersten Zeilen hatten etwas literarisches) kann man auch in „Häppchen“ genießen und „später verstehen“ – im Zweifel für die Vielfalt!

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Letzte Änderung: von Chalawan2000. Begründung: Ergänzungen (Notfallmeldung) an den Administrator

Ein schweifender Text zum Wuchs von Raum und Struktur 12 Jun 2017 08:35 #15530

@ Thomas, wir haben so viele nicht-naturwissenschaftliche Themen hier, mit so viel Kauderwelsch, die alle nicht gelöscht wurden, dagegen ist der Text von Ropp wunderbar geistreich. Er ist auch angereichert mit physikalischen Kenntnissen, die weit über das Gewohnte hinausgehen und an vielen Stellen sehr hintersinnig.

@ Ropp zu deiner Bemerkung mir gegenüber bezgl. "Nacktivitäten": Bitte übertreibe es nicht. Und lass dich nicht von meiner Geliebten, Lambda heißt sie, sehen. Vor allem nicht am falschen Ort zur falschen Zeit, einfach mal allgemein und relativistisch gesehen. Vor allem, wenn die Metrik nicht passt. Das könnte sehr kompliziert werden. Die Lambda sieht alles, hört alles und launisch ist sie auch, mal macht sie mir negativen Druck, mal umhüllt sie mich mit sanfter Energie und schwelgen kann man mit ihr - meine Seele weitet sich und weitet sich in ihren Armen... jetzt höre ich auf, bevor alles noch zu weit in die Weite geht.

Ich merke sowieso, dass du eine kompliziertere Kosmologie bevorzugen würdest. Die Friedmann Kosmologie ist für dich ja wie Steine werfen. Ich, für meinen Geschmack, mag es eher einfach. Einfach ist elegant, elegant ist einfach. Das ist wie beim Maschinenbauen. Mit jeder neuen Generation wird alles einfacher, natürlich auch billiger (ich bin ja schließlich Schwabe) und manchmal auch eleganter. Also, die Friedmann Kosmologie dürfte für mich so bleiben. Die Lambda müßte nur besser verstanden werden. Aber verstehe Einer die Frauen........

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Ein schweifender Text zum Wuchs von Raum und Struktur 12 Jun 2017 11:04 #15539

Ropp, mal ehrlich, hast Du was mit meiner Lambda?

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Ein schweifender Text zum Wuchs von Raum und Struktur 12 Jun 2017 11:32 #15549

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Ropp, mal ehrlich, hast Du was mit meiner Lambda?

Keine Sorge, die Dame ist mir zu alt. Ohnehin weckt Friedmann-Kosmologie mit Urknall und Lambda bei mir Assoziationen an Frankensteinsches Flickwerk. Siehe Überschrift zu Nr. 3. :-)
Natürlich dank ich dir für deine Fürsprache! Etwas befremdlich, dass das nötig ist.

Beste Grüße

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Ein schweifender Text zum Wuchs von Raum und Struktur 12 Jun 2017 12:42 #15558

@Thomas: Der Text setzt zwar eine gehörige Portion Vorwissen voraus, aber ich finde er passt hervorragend in ein Naturwissenschaftliches Forum.

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S = k log W

Ein schweifender Text zum Wuchs von Raum und Struktur 12 Jun 2017 18:33 #15580

Hallo Ropp,
ich habe nun deinen Text noch einmal langsam gelesen und verstehe ihn gut. Auch viele deiner historischen Hinweise waren mir schon bekannt.
Ich weiß nicht genau, wie ich den Text einordnen sollte, wenn man mich nach einer Qualifizierung fragen würde.
Er hat sehr viel Humor und man muss auch Humor haben, um ihn genießen zu können.
Fast hätte ich gesagt, der Text steht der Natur etwas fatalistisch gegenüber. Anthropisches Prinzip und Schluss!

Deine Einstellung zum gegenwärtigen Weltmodell teile ich nicht. Ich glaube vielleicht zu schnell alles. Oder bin zu sehr Pragmatiker. Vielleicht kostet es mich auch zu viel Anstrengung, die gängige Physik zu verstehen. Da bin ich noch nicht soweit, dass ich mich darüber lustig machen kann.

Ein Spötter, aber, scheinst Du mir nicht zu sein. Auf jeden Fall ein interessanter Typ. Ich denke, dass viele hier im Forum deine Beitrag zu schätzen wissen.
Es wird sich natürlich keine große Diskussion dran entzünden. Wer hätte da was beizutragen!

Beste Grüße Denobio

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Ein schweifender Text zum Wuchs von Raum und Struktur 12 Jun 2017 20:14 #15586

Hallo Ropp,

Ein dickes "Like" für deinen Text.
Tiefsinnig, geistreich, witzig, wortgewand, fast schon poetisch sind die Attribute die mir auf Anhieb einfallen.
Auch die Betrachtung der Physik mit einem gewissen Abstand und einem leichtzen Schmunzeln gefallen mir sehr.
Ich dachte noch: wie schade wenn das im Sumpf der Nichtaktivität untergeht weil vielleicht manche Leser (mich eingeschlossen) nicht in gleicher Art und Weise antworten können.

Dann lese ich was von löschen? NEIN, bitte nicht!

Man muss ja nicht voll inhaltlich einverstanden sein, aber schön geschrieben ist er auf jeden Fall.

assume good faith
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assume good faith

Ein schweifender Text zum Wuchs von Raum und Struktur 12 Jun 2017 22:26 #15597

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Hallo Denobio,

Ich weiß nicht genau, wie ich den Text einordnen sollte, wenn man mich nach einer Qualifizierung fragen würde.

Wenn schlaue Menschen sich selbst nach ihrer Qualifizierung fragen, sollte die Antwort immer sein:"könnte besser sein."
Ich wäre sicherlich nicht aus dem Stehgreif erfolgreich, wenn ich mich heute noch in eine Klausur über hamiltonsche Bewegungen im Phasenraum setzte. :-)
Qualitäten..
Ich würde sagen, eher ein kreativer Denker als ein Arbeitstier zu sein. Meine letzte Freundin war gar der Ansicht, ich sei ein Faulpelz!

Deine Einstellung zum gegenwärtigen Weltmodell teile ich nicht. Ich glaube vielleicht zu schnell alles. Oder bin zu sehr Pragmatiker. Vielleicht kostet es mich auch zu viel Anstrengung, die gängige Physik zu verstehen. Da bin ich noch nicht soweit, dass ich mich darüber lustig machen kann.

Ich denke, du hast den Respekt vor der Physik, der ihr auch gebührt und den ich mir selbst auch nicht absprechen mag.
Der Text hat natürlich inhaltlich wie auch im Stil seine vorwitzigen Momente, keine Frage.
Ich erlaube mir - ohne unbescheiden sein zu wollen - die Spekulation, dass vielleicht die oder andere Verbesserung in die Welt gekommen ist, weil sich Leute etwas angemaßt haben! :-)

Ein Spötter, aber, scheinst Du mir nicht zu sein.

Bin ich eben auch nicht.

Auf jeden Fall ein interessanter Typ. Ich denke, dass viele hier im Forum deine Beitrag zu schätzen wissen.
Es wird sich natürlich keine große Diskussion dran entzünden. Wer hätte da was beizutragen!

Deine Rede entwickelt sich hier fast zur Laudatio und dafür danke ich sehr!
Überhaupt kann ich das Lob nur zurück geben.
Deine klugen und schwungvollen Beiträge waren entscheidend, als ich mich vor bald einem Jahr entschloss, hier mitmischen zu wollen.

Beste Grüße

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Ein schweifender Text zum Wuchs von Raum und Struktur 12 Jun 2017 22:48 #15599

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Merilix schrieb: Hallo Ropp,

Ein dickes "Like" für deinen Text.
Tiefsinnig, geistreich, witzig, wortgewand, fast schon poetisch sind die Attribute die mir auf Anhieb einfallen.
Auch die Betrachtung der Physik mit einem gewissen Abstand und einem leichtzen Schmunzeln gefallen mir sehr.
Ich dachte noch: wie schade wenn das im Sumpf der Nichtaktivität untergeht weil vielleicht manche Leser (mich eingeschlossen) nicht in gleicher Art und Weise antworten können.

Dann lese ich was von löschen? NEIN, bitte nicht!

Man muss ja nicht voll inhaltlich einverstanden sein, aber schön geschrieben ist er auf jeden Fall.


Merilix,

Ich schätze dich als Mitstreiter und freue mich über deine tollen Worte sehr!
Danke schön! :-)

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Ein schweifender Text zum Wuchs von Raum und Struktur 12 Jun 2017 22:56 #15600

Also, wenn ihr euch gar so gerne mögt und scheinbar gar nicht genug kriegen könnt, euch gegenseitig mit Lob und Liebe zu überschütten, dann lass ich euch da gerne weiter gefühlsdudeln.
Ich sehs mit Humor, vorläufig, wohlgemerkt!
Übertreibt's nicht!
Grüße
Thomas

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Ein schweifender Text zum Wuchs von Raum und Struktur 23 Jul 2018 19:23 #37984

Ropp schrieb:

Vera Rubin jedenfalls hat bestimmte Wünsche an die Erklärung der von ihr beobachteten zu schnellen Rotationskurven:
"Wenn es nach mir ginge, würde ich lieber erfahren, dass Newtons Gesetze geändert werden müssen, um die Schwerkraftwirkung bei großen Distanzen richtig zu beschreiben. Das ist ansprechender als ein Universum, erfüllt mit einer neuen Art subatomarer Teilchen."

Vera Rubin wäre heute übrigens 90 Jahre alt geworden (2016 leider verstorben).
Dirk Lorenzen hat in seiner Reihe "Sternzeit" im DLF an die Grande Dame der Astronomie erinnert:
www.deutschlandfunk.de/90-geburtstag-von...am:article_id=423498

Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)

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