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THEMA: "Dunkle Materie"

"Dunkle Materie" 06 Mär 2016 15:10 #3554

Mit Freude schaue ich Ihre Beiträge. Ganz toll, wie und was Sie da machen. Hätte niemals geglaubt, irgendwann youtube zu schauen. :)

Davon infiziert, bewegt mich die Problematik, die "dunkle Materie" zwar indirekt aber trotz aller Anstrengungen nicht direkt nachweisen zu können. Unbestritten besteht ja eine gravitative Wechselwirkung zwischen der von uns sichtbaren und Materie und etwas „Anderem“, welches wir ebenfalls versuchen, in „unserem Universum“ zu verorten. Gibt es da nicht alternative Denkansätze, die zwischen „unserem Universum“ und der wechselwirkenden „dunklen Materie“ eine Trennung denken? Also sozusagen auf einer Seite "unsere Welt" und auf der anderen Seite einen aus unserer Sicht nicht wahrnehmbaren „Raum“ oder ein „Feld“, welches unsere Raumzeit so formt, dass eben die von uns beobachtbaren Effekte entstehen.
Übertragen auf die oft zitierte Gummimatte, welche durch die Masse der Objekte verformt wird:
Etwas, dass gravitativ auf unsere Raumzeit (Gummimatte) wirkt, ohne in dieser selber verortet zu sein.
Ein solcher Gedanke hätte ja den Vorteil, sagen zu können, dass man das, was hier wechselwirkt nicht durch korrelierende Teilchen nachweisen werden kann, da eben keine Teilchen/Felder was auch immer in „unserer Welt“ zu verorten sind, sondern eben nur eine Wechselwirkung durch Gravitation.
( Käme man auch an der Frage vorbei, warum dunkle Materie keine in einen Punkt gerichteten Zusammenziehungstendenzen zeigt, sondern voluminös bleibt.)

Viele Grüße aus München

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"Dunkle Materie" 06 Mär 2016 16:26 #3556

Willkommen neoarts im Forum,

Die Freude an der Wissenschaft teilen wir alle. Gibt doch nichts Schöneres, als sich mit dem zu beschäftigen, was Wissen schafft.

Vielleicht ist es ja hilfreich, wenn man sich klar macht, welches Bild man heute von der Dunklen Materie hat. Man weiß, dass sie von den drei Urkräften, der starken Kraft, der schwachen Kraft und der elektromagnetischen Wechselwirkung nichts wissen will. Daraus kann man schon mal ableiten, dass sie nicht aus Kernmaterial besteht, auch nicht aus Elektronen oder den Neutrinos bestehen kann. Es muss etwas substanziell Anderes sein.
Die gravitative Wirkung zeigt sich in den Rotationskurven von Galaxien und indirekt abgeleitet aus Beobachtungen, die mit Hilfe von Gravitationslinsen gemacht wurden. Hier zeigt sich, dass die DM schon zu Verklumpungen neigt. Wenn man die Gravitationslinsenrgebnisse in ein Diagramm einträgt, das als eine Koordinate die Zeit hat, also Ergebnisse einträgt, die sehr weit weg beobachtet werden und auch Ergebnisse einträgt, die näher an uns dran sind - wir schauen ja in die Vergangenheit, wenn wir ins Universum hinausblicken - dann stellen wir eine Zunahme der Verdichtung fest. Aber die DM tut das nicht, wie die uns vertraute Materie, sie bildet also keine schwammartigen Strukturen aus mit riesigen Hohlräumen, sondern bleibt großvolumiger im Raum verteilt. Auch das deutet darauf hin, dass wir es mit etwas zu tun haben, das man in die uns vertraute Welt nicht einordnen kann.
Die Physiker suchen in einigen Experimenten, z.B. Im Gran Sasso in Italien, am CERN in der Schweiz mit ausgeklügelten Methoden nach der DM. Es gibt sehr zuversichtliche Stimmen in der Fachwelt , die behaupten, dass man dieses Geheimnis wird lüften können, manche sagen sogar bald.
Wir müssen also abwarten, aber es ist auch da spannend im Augenblick .
Viele Grüße
Thomas
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"Dunkle Materie" 06 Mär 2016 17:47 #3563

Ich hoffe ich werde nicht zu aufdringlich mit meinen Vorstellungen, aber ich möchte nochmal auf die Eigenschaft dieser bipolaren Elektrode eingehen. Diese können sich sebst erhalten (mit sich selbst wechselwirken) ohne das ein Ohmscher Kontakt vorhanden sein muss.
Wenn ich das nicht fehlinterpretiere, ist hier doch ein hinweis auf einen Zustand der diese Eigenschaft zumindest teilen könnte.

Quelle: chemie.de (bereich elektrochemie)

Nachtrag: Supraleitend! Das war der Begriff, den ich brauchte ^.^

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"Dunkle Materie" 07 Mär 2016 10:15 #3590

Hallo Thomas,

ich bedanke mich für Deine ausführliche Antwort.

Soweit bin ich glaube ich auch in der Materie drinnen, dass ich nachvollziehen kann, was Du geschrieben hast.
Jedoch sehe ich in Deiner Antwort den gleichen Gedankengang, zu welchem ich in meiner Frage eine Alternative befragen wollte.
Das Problem ist ja schon ein begriffliches: Wir nennen das, was wir nur in seiner Wirkung sehen "Dunkle Materie",
deshalb, weil wir die Eigenschaft der sichtbaren Materie, gravitativ zu sein, auf etwas übertragen, was nicht sichtbar ist.
Ob es sich dabei wirklich um Teilchen handelt, ist ja eine Vermutung und sicherlich auch eine sehr berechtigte Möglichkeit.

Zur Illustration des von mir beschriebenen Gedankenganges, hab ich grad mal eine Skizze gemacht.
Ich musste das jetzt in 2 Dimensionen nebeneinander skizzieren, ich denke aber Du verstehst,
dass es eigentlich in einander liegt. :)





Viele Grüße
Malte
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"Dunkle Materie" 07 Mär 2016 17:47 #3595

Jede Hypothese muss durch die Nadelöhre, die bestehende Experimente und Messungen aufbauen. Wenn eine Hypothese alle beschreiben kann, dann ist sie zumindest aktuell nicht falsch.

Ein Nadelöhr, durch das jede DM-Hypothese durch muss, ist eine Kollision zweier Galaxienhaufen. Dort hat man gemessen, dass der sichtbare Teil der Masse durcheinander durchgeflogen ist. Anhand von Gravitationslinsen-Messungen hat man eine größere Massenansammlung gefunden, die weiter vom "Kollisionspunkt" entfernt ist als die sichtbare Materie und die mehr Masse enthält als die sichtbare Materie.

Die Erklärung mit DM-Teilchen ist einfach: Die sichtbaren Teilchen (insbesondere die Gaswolken) haben beim Durchfliegen miteinander interagiert und wurden dadurch abgebremst. Die DM-Teilchen sind nicht durch Wechselwirkungen abgebremst worden und sind daher weiter vom Kollisionspunkt entfernt.

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