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THEMA: Frage zum Zwillingsparadoxon

Frage zum Zwillingsparadoxon 29 Jan 2019 15:50 #47939

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Folgendes Gedankenexperiment: Möge sich ein Raumschiff mit einem Zwilling an Bord sehr schnell auf 0,6c beschleunigen lassen und dann von der Erde wegfliegen. Laut dem Video Nr. 18 vergehen dann auf der Erde 5 und im Raumschiff 4 Jahre. Wieso aber nicht umgekehrt ? Wenn das Raumschiff erst einmal die 0,6c hat, was zeichnet dann die Erde als das weniger beschleunigte System aus ? Vom Raumschiff aus fliegt doch jetzt die Erde mit 0,6c davon. Dann müßte ein Beobachter aus dem Raumschiff doch den Zwilling auf der Erde langsamer altern sehen ?
Wieso muß man den Lorentzfaktor für die Zeitdilatation auf das Raumschiff anwenden und nicht auf Erde ? Es gibt doch keinen absoluten Bezugspunkt für die Geschwindigkeit oder ? Wieso hat das Raumschiff absolut 0,6c so dass man den Lorentzfaktor auf das Raumschiff anwenden muß ?

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Frage zum Zwillingsparadoxon 29 Jan 2019 16:37 #47944

Hallo misax, das ist eine sehr häufig gestellte Frage, die hatte ich auch einmal.
Die Antwort ist simpel: Die Situation ist nicht symmetrisch weil das Raumschiff ja umkehren muss.

Hier eine längere Erklärung:
urknall-weltall-leben.de/urknall-weltall....html?start=30#44190

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Frage zum Zwillingsparadoxon 29 Jan 2019 17:05 #47948

misax schrieb: Dann müßte ein Beobachter aus dem Raumschiff doch den Zwilling auf der Erde langsamer altern sehen ?

das ist ja auch der Fall , wen er umkehrt sieht er den Bruder auf der Erde schneller altern .

Wir leben zwar alle unter dem gleichen Himmel, aber es haben nicht alle den gleichen Horizont.

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Frage zum Zwillingsparadoxon 29 Jan 2019 17:18 #47949

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Aus der Sicht des Raumschiffs bremst aber doch die Erde plötzlich ab, dreht um und bewegt sich dann mit 0,6c auf das Raumschiff zu !
?

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Frage zum Zwillingsparadoxon 29 Jan 2019 17:24 #47950

Nein, Beschleunigungen sind absolut. Die Rakete muss ja ein Triebwerk zünden und Treibstoff verbrauchen, das muss die Erde nicht.
Aber das Auftreten dieser Frage ist super, das bedeutet dass man das galileische Relativitätsprinzip verstanden hat (bis auf die Beschleunigung).

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Frage zum Zwillingsparadoxon 29 Jan 2019 17:27 #47951

misax schrieb: Aus der Sicht des Raumschiffs bremst aber doch die Erde plötzlich ab, dreht um und ...

Als leidenschaftlicher bzw. süchtiger Kaffetrinker wärst Du vor diesem Irrtum gefeit. ;-)

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Frage zum Zwillingsparadoxon 29 Jan 2019 17:38 #47952

manfred67 schrieb:
Nein, Beschleunigungen sind absolut. Die Rakete muss ja ein Triebwerk zünden und Treibstoff verbrauchen, das muss die Erde nicht.

Wie ist das dann beim Machschen Prinzip? Warum ist für das Machsche Prinzip die Frage, wer von beiden beschleunigt, um zu seiner Umdrehung zu kommen, unerheblich, beim Zwillingsparadoxon jedoch entscheidend?
.

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Frage zum Zwillingsparadoxon 29 Jan 2019 17:59 #47953

Badhofer schrieb:  
Wie ist das dann beim Machschen Prinzip? Warum ist für das Machsche Prinzip die Frage, wer von beiden beschleunigt, um zu seiner Umdrehung zu kommen, unerheblich, beim Zwillingsparadoxon jedoch entscheidend?

Laut Machs Theorie wäre die Raumzeit nur in Kombination mit Materie denkbar, was laut Relativitätstheorie aber grober Unfug ist:

Andreas Müller schrieb:  
Einstein setzte sich mit diesem Prinzip stark auseinander, weil er erkannte, dass es Raumzeit nur in Verbindung mit Materie zulässt. Für Einstein hatte die Raumzeit allerdings einen unabhängigen Charakter (vergleiche Vakuum-Feldgleichungen der ART).

In der Relativitätstheorie kommt es auf die aufintegrierte Eigenzeit an, wozu man keine Fixsterne zum dran orientieren braucht.

Beim Thema bleibend,

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Frage zum Zwillingsparadoxon 29 Jan 2019 19:28 #47961

Mach dachte an ein absolutes Bezugssystem zwar nicht theoretisch absolut wie zB der leere Raum sondern praktisch absolut: das komplette Universum wie es ist, also im Endeffekt recht ähnlich wie die ursprüngliche starre Äthertheorie.

Ob / Wie das mit Deiner Frage zusammenhängt, weiß ich aber nicht, ich dachte, so weit ist Mach gar nicht gekommen.

badhofer schrieb: Warum ist für das Machsche Prinzip die Frage, wer von beiden beschleunigt, um zu seiner Umdrehung zu kommen, unerheblich, beim Zwillingsparadoxon jedoch entscheidend?
.

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Frage zum Zwillingsparadoxon 29 Jan 2019 20:57 #47969

Solange sich die Zwillinge gleichförmig zueinander bewegen, ist alles symmetrisch; jeder sieht den anderen langsamer altern.
Der Unterschied (nach SRT) ergibt sich nicht (direkt) aus Beschleunigungen, Bremsungen oder ähnlichen Krafteinwirkungen (damit befaßt sich die ART), sondern aus der Richtungsänderung: in dem Moment, in dem der eine Zwilling seine Richtung ändert, springt der andere aus seiner Sicht quasi in die Zukunft (Zeitraffer).

Glaube nichts, weil ein Weiser es gesagt hat. Glaube nichts, weil alle es glauben. Glaube nichts, weil es geschrieben steht. Glaube nichts, weil es als heilig gilt. Glaube nichts, weil ein anderer es glaubt. Glaube nur das, was Du selbst als wahr erkannt hast.

Buddha

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Frage zum Zwillingsparadoxon 29 Jan 2019 21:15 #47971

Heinz Jürgen schrieb:
in dem Moment, in dem der eine Zwilling seine Richtung ändert, springt der andere aus seiner Sicht quasi in die Zukunft (Zeitraffer).

Ein Zwilling fliegt hundert Jahre in eine Richtung und wird, so wie sein Bruder, um hundert Jahre älter. Dann wendet er innerhalb einem Tag und während dieser Wende (diesem Tag) wird sein zuhause gebliebener Bruder plötzlich (innerhalb eines Tages, in Zeitraffer) um weitere 50 Jahre älter. So kann es doch wohl nicht sein :(
.

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Frage zum Zwillingsparadoxon 29 Jan 2019 21:39 #47973

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badhofer schrieb: So kann es doch wohl nicht sein.

Richtig. So nicht.

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Frage zum Zwillingsparadoxon 29 Jan 2019 21:56 #47975

Im System des inertialen Zwillings altert der bewegte Zwillings die ganze Zeit langsamer. Im System des bewegten Zwillings altert der inertiale Zwilling zuerst langsamer, während der Umkehrphase schneller und am Rückweg wieder langsamer. In der Umkehrphase altert er allerdings dermaßen schneller dass unterm Strich immer noch ein höheres Alter dabei herauskommt.

Integrierend,

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Frage zum Zwillingsparadoxon 29 Jan 2019 22:16 #47977

.
Uhren in einem Kraftfeld gehen langsamer. Das ist klar. Wenn ich eine Pendeluhr auf ein Ringelspiel stelle, geht sie langsamer (genauso wie unter einem stärkeren Einfluss der Gravitation). Beim Zwillingsparadoxon, bei dem ein Zwilling beschleunigt, vergeht bei ihm die Zeit langsamer. Das ist jedoch (so glaube ich zumindest) kein Effekt der SRT. Deshalb gehört das herausgerechnet. Wie schaut dann die Rechnung aus?

Außerdem ist es vollkommen unverständlich, dass ausgerechnet bei der Umkehrphase, wo sich doch beide Zwillinge relativ zueinander kaum bewegen, dass ausgerechnet da die Zeit am meisten unterschiedlich vergeht.

Nicht nachvollziehen könnend
.

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Frage zum Zwillingsparadoxon 29 Jan 2019 22:22 #47978

Badhofer schrieb:  
Wenn ich eine Pendeluhr auf ein Ringelspiel stelle, geht sie langsamer (genauso wie unter einem stärkeren Einfluss der Gravitation).

LOL ausgerechnet eine Pendeluhr suchst du dir für dieses Beispiel aus, dabei geht die im Gegensatz zu einer Lichtuhr unter stärkerem Einfluss der Gravitation schneller.

,

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Frage zum Zwillingsparadoxon 29 Jan 2019 22:27 #47979

.
OK, habs verstanden. Ohne Gravitation würde sich das Pendel überhaupt nicht bewegen. War ein schlechter Vergleich :(

Nachtrag:
Könnte man nicht die einzelnen Effekte getrennt herausrechnen?
Wie vergeht die Zeit relativ zueinander aufgrund von:
Beschleunigung, Verzögerung, gleichmäßiger Bewegung, Umkehr
Dann könnte man das ganze verbildlichen.
.

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Frage zum Zwillingsparadoxon 30 Jan 2019 00:26 #47986

badhofer schrieb: .
Beim Zwillingsparadoxon, bei dem ein Zwilling beschleunigt, vergeht bei ihm die Zeit langsamer.

Nein nein, es kommt auf die Richtung an, in der er beschleunigt und es ist ein rein geometrischer Effekt.

badhofer schrieb: Könnte man nicht die einzelnen Effekte getrennt herausrechnen?.

Das tut man ja sinnvoller Weise.
Die Zeitdilatation während den beiden Reisen ist spiegelbildlich gleich für beide Zwillinge. Daher muss man eben die Wende genau und gesondert betrachten.

Bei der Wende (Geschwindigkeitsänderung) ergibt sich lediglich aus Sicht des Wendenden eine Veränderung der Uhrendesynchronisation. Das liegt am Angelpunkt der Wende. Hätte er ein langes Raumschiff, das am Ende gerade an der Erde vorbeikommt, würde er dort sehen, dass der Zwilling dort bereits so alt ist. Am fernen Ende sieht er das aber erst nachdem er abgebremst hat. Beim Beschleunigen in Richtung Rückweg sieht er den Mann auf der Erde noch stärker altern, was die Zeitdilatation auf dem Rückweg aus seiner Sicht genau ausgleicht. Der Mann auf der Erde würde die Bremsung und Beschleunigung der langen Rakete wie eine laufende Welle beobachten, die die Rakete dehnt und wieder zusammenzieht .... Da versagt dann das Beispiel mit der superlangen Rakete, weil sie natürlich nicht in kurzer Zeit wenden könnte. Aber sie könnte bremsen und rückwärts zurückfliegen, was ja mit tausenden Triebwerken synchronisiert werden könnte.

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Frage zum Zwillingsparadoxon 30 Jan 2019 09:18 #47992

Anfangs ging es in diesem Thread um eine Frage zum Relativitätsprinzip. Die Diskussion über das Machsche Prinzip hat nichts mit der ursprünglichen Frage zu tun, die daraufhin untergegangen ist. Ich empfinde das als Hijacking und würde mir mehr Disziplin von den Forumskollegen wünschen.
Dieses Thema kann ja bei Interesse in einem eigenen Thread besprochen werden, z.B. im Philosophie-Bereich.

Ich halte die Diskussionen mit User badhofer grundsätzlich für sinnlos und habe mir vorgenommen, ab jetzt nicht mehr nach jedem von ihm hingeworfenen Stöckchen zu springen. Als Grund für die Sinnlosigkeit bitte den "Scheinwerfer"-Thread und die Duplizierung im Allmystery-Forum ansehen.
Genauso ignorieren will ich in Zukunft die Werbungen für den Lorentz-Äther aus "pädagogischen" Gründen.

Eventuell finden das ja auch andere User sinnvoll?
Folgende Benutzer bedankten sich: ra-raisch

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Frage zum Zwillingsparadoxon 30 Jan 2019 10:55 #47997

misax schrieb: Aus der Sicht des Raumschiffs bremst aber doch die Erde plötzlich ab, dreht um und bewegt sich dann mit 0,6c auf das Raumschiff zu !
?

manfred67 schrieb: Nein, Beschleunigungen sind absolut. Die Rakete muss ja ein Triebwerk zünden und Treibstoff verbrauchen, das muss die Erde nicht.

Der Hinweis auf den Treibstoff ist leicht missverständlich. Ich möchte es zum wierholten Mal erklären, zum ersten Mal aber ausführlich.

Der Unterschied ergibt sich aus dem Bellschen Paradoxon. Es kommt darauf an, in welchem Bezugssystem die Gleichzeitigkeit der Beschleunigung erfolgt. Dazu ist es nötig, das Bellsche Paradoxon zu verstehen, wobei allein schon die Formulierung des Paradoxons häufig falsch und im Original missverständlich ist. Dennoch will ich das hier nicht näher ausführen sondern nur die (hoffentlich ohne Weiteres einleuchtenden) Konsequenz:

Würde die Beschleunigung im System der Erde erfolgen, dann würde sich aus Sicht der Erde der Abstand zur Rakete verändern. Damit ist dann aus dieser Sicht immer auch eine entsprechende De- bzw Resynchronisierung der beobachteten Uhren verbunden. Das nennt man gelegentlich "Wechsel des IS". Lorentzkontraktion und Uhrendesynchronisation sind immer unmittelbar verbunden wie die beiden Seiten einer Medaille.

Derjenige, der die Beschleunigung des anderen nur beobachtet, bemerkt hingegen keine Änderung der Entfernung und keine generelle Änderung der Uhrendesynchronisation. (Lediglich die Länge des Objektes wird entsprechend lorentzkontrahiert und die Uhrendesynchronisation innerhalb des Objektes ändert sich). Das IS des Beobachters ist konstant das selbe IS. Änderungen der Relativgeschwindigkeit eines Objektes haben daher keine generellen Auswirkungen. Ob sich ein Objekt bewegt oder nicht hat keinen Einfluss auf die Entfernung, die wir als Beobachter messen. Nur der, der seine Gechwindigkeit ändert, stellt eine Änderung der Entfernungen fest.

Das ist der Unterschied.

Na gut noch eine Illustration dazu:

1) Die Rakete möge gerade am Mond vorbeifliegen, als sie abrupt (Δ.v = δ.t·a, damit man es deutlich sieht) abbremst. Es dürfte offensichtlich sein, dass sich von der Erde aus gesehen weder die Uhr (δ.t~0) auf dem Mond noch die Entfernung zum Mond ändert. Und da die Rakete am gleichen Ort wie der Mond ist, ändert sich von der Erde aus gesehen auch weder die Entfernung (δ.t·v+δ.t²a/2~0) zur Rakete noch die Uhr in der Rakete, (sonst würde sich der Mann im Mond maßlos wundern).
2) Beschleunigt hingegen die Erde in diesem Moment, dann ändert sich sowohl die Entfernung zum Mond als auch die Uhr auf dem Mond als auch die Uhr in und die Entfernung zur Rakete, von der Erde aus gesehen. (@Badhofer: natürlich ändern sich die eigenen Uhrzeiten am Ort der Uhren nicht). Alles klar?

Disclaimer: Ich beschreibe nicht, was optisch zu sehen ist, sondern nur, was subjektiv gleichzeitig zu konstatieren ist.

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Frage zum Zwillingsparadoxon 30 Jan 2019 12:24 #48002

badhofer schrieb:
Könnte man nicht die einzelnen Effekte getrennt herausrechnen?
Wie vergeht die Zeit relativ zueinander aufgrund von:
Beschleunigung, Verzögerung, gleichmäßiger Bewegung, Umkehr
Dann könnte man das ganze verbildlichen.

ra-raisch schrieb:
bla bla bla :) :) :)

Wo bleiben die Rechnungen, die Zahlen? Bei anderen Themen bist du ja auch gleich da mit Mathematik.

manfred67 schrieb:
Ich halte die Diskussionen mit User badhofer grundsätzlich für sinnlos und habe mir vorgenommen, ab jetzt nicht mehr nach jedem von ihm hingeworfenen Stöckchen zu springen.

Ok, wäre sicherlich sinnvoll.
Sollte ich irgendwie reinstören, sollte mich ein Moderator darauf hinweisen. Dann stelle ich das selbstverständlich ab.
.

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Frage zum Zwillingsparadoxon 30 Jan 2019 12:29 #48003

badhofer schrieb:

ra-raisch schrieb:
bla bla bla :) :) :)


Wo bleiben die Rechnungen, die Zahlen? Bei anderen Theman bist du ja auch gleich da mit Mathematik.

Dein Hobby, nichts verstehen zu wollen?

Aber Formeln immer gerne
Uhrendesynchronisation τΔ = (γ·s)·v/c²
Unrende/resynchronisierung τΔ = (γ·s)·Δ.v/c²
Beim Abbremsen (Δ.v=-v) auf v=0 wird also Gleichzeitigkeit erreicht, der Altersunterschied wird über jede beliebige Entfernung ablesbar.
Die Vorzeichen von s und Δ.v sind in gleicher Richtung zu ermitteln, also entweder in Flugrichtung oder anders herum, aber beide in gleicher Weise.
Schräge Flugrichtungen (Stoßparameter b=r¹×v¹¹>0) sind orthogonal auf den Ursprung zu verschieben (also s=r¹◦v¹¹). Rotationen haben dann Abstand s=r¹◦v¹¹=0.

Was noch?

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Frage zum Zwillingsparadoxon 30 Jan 2019 12:43 #48004

ra-raisch schrieb:
Was noch?

Vielleicht zu den Formeln noch die Ergebnisse dazu

1) 1 Zwilling beschleunigt 1 Jahr lang von 0 auf 0,8 c
2) Dann fliegt er 1 Jahr mit 0,8 c
3) Dann verzögert er 1 Jahr lang auf 0
4) Dann kehrt er um
5) Dann beschleunigt er wieder 1 Jahr auf 0,8 c
6) Dann fliegt er ein Jahr lang mit 0,8 c zurück
7) dann verzögert er 1 Jahr lang auf 0
Dann vergleichen die beiden Ihre Uhr

Kannst du die Uhrzeiten von beiden aufschreiben, so wie sie sich jeweils aus der Sicht des anderen darstellen? Bitte jeweils getrennt von 1 – 7 aufschreiben? Danke sehr. Mit deinen Formeln wird das eh leicht gehen.
.

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Frage zum Zwillingsparadoxon 30 Jan 2019 12:49 #48005

badhofer schrieb:

ra-raisch schrieb:
Was noch?

Vielleicht zu den Formeln noch die Ergebnisse dazu.

Gute Idee, allerdings werde ich keine Beschleunigungen vorrechnen, das ist wegen der relativistischen Addition sauschwierig (a* = a/γ²) und gilt nur für den Moment, die effekte Umrechnung ist (a' = a/γ³) und die Desynchronisation müßte wegen der sich ändernden Entfernungen während der Beschleunigungsphasen ebenfalls integriert werden .... selbst die Entfernungen wären "laufend" zu berechnen.... aus der Sicht der Erde wäre dieser Punkt zwar einfacher aber a würde sich von dort aus laufend ändern. Ich habe die Rechnung zwar irgendwo in einem Buch, aber die vielen Integrale dürften Dir kaum gefallen, und allein das Ergebnis nicht zufriedenstellen.

Gib mir eine Aufgabe mit beliebig vielen abrupten Geschwindigkeitsänderungen Δ.v.

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Frage zum Zwillingsparadoxon 30 Jan 2019 16:03 #48016

ra-raisch schrieb:
Gute Idee, allerdings werde ich keine Beschleunigungen vorrechnen, das ist wegen der relativistischen Addition sauschwierig (a* = a/γ²)

Wie willst du zu einem Endergebnis kommen, wenn ein Schritt dazu zu sauschwierig ist?
Also, du kannst nicht errechnen, um wie viel die Uhr des Zurückgekommenen sich von der Uhr des Zurückgebliebenden unterscheidet, denn ein Schritt in dieser ganzen Operation zu schwer für dich ist? Sehe ich das so richtig?

Aber eine andere grundsätzliche Frage hätte ich dazu.
Hat der Zurückgebliebene einen Maßstab und nimmt der Reisende auch einen Maßstab mit, wird der Maßstab des Reisenden während der Reise aus der Sicht des Zurückgebliebenen kürzer. Beim Zurückfliegen wird er jedoch wieder länger, denn wenn beide zu Hause wieder die Maßstäbe vergleichen, sind sie wieder gleich lang. Warum ist das nicht bei der Zeit so?
.
.

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Frage zum Zwillingsparadoxon 30 Jan 2019 16:07 #48017

badhofer schrieb:  
Hat der Zurückgebliebene einen Maßstab und nimmt der Reisende auch einen Maßstab mit, wird der Maßstab des Reisenden während der Reise aus der Sicht des Zurückgebliebenen kürzer. Beim Zurückfliegen wird er jedoch wieder länger

Satz 1 stimmt, aber Satz 2 ist grober Unfug.

,

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Frage zum Zwillingsparadoxon 30 Jan 2019 16:13 #48019

Kann ich jetzt nicht erkennen, warum beim zurückfliegen aus der Sicht des Zuhause gebliebenen der Maßstab nicht wieder länger werden sollte

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Frage zum Zwillingsparadoxon 30 Jan 2019 16:28 #48022

badhofer schrieb:  
Kann ich jetzt nicht erkennen, warum beim zurückfliegen aus der Sicht des Zuhause gebliebenen der Maßstab nicht wieder länger werden sollte

Mit "aus der Sicht des" meinst du "im Bezugssystem des" oder nur eine den Lichtlaufzeiten geschuldete optische Täuschung?

Unterscheidend,

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Frage zum Zwillingsparadoxon 30 Jan 2019 17:00 #48024

badhofer schrieb: Hat der Zurückgebliebene einen Maßstab und nimmt der Reisende auch einen Maßstab mit, wird der Maßstab des Reisenden während der Reise aus der Sicht des Zurückgebliebenen kürzer. Beim Zurückfliegen wird er jedoch wieder länger, denn wenn beide zu Hause wieder die Maßstäbe vergleichen, sind sie wieder gleich lang. Warum ist das nicht bei der Zeit so?

tztztz, bald kommen wir noch zum Einmaleins....

Der Maßstab wird beim Erhöhen der vorzeichenlosen Relativgeschwindigkeit (vom ruhenden IS aus gesehen) kürzer und wird beim Verringern wieder länger. Das gilt in beiden Flugrichtungen, es kommt nicht auf die Richtung an sondern auf die Vergrößerung oder Verringerung der absoluten (vorzeichenlosen) Relativgeschwindigkeit |v|.

Also sagen wir Gasgeben und Bremsen, damit es deutlicher wird, die Flugrichtung ist vollkommen egal (ausgenommen Rotation)

Yukterez schrieb:

badhofer schrieb:  
Kann ich jetzt nicht erkennen, warum beim zurückfliegen aus der Sicht des Zuhause gebliebenen der Maßstab nicht wieder länger werden sollte

Mit "aus der Sicht des" meinst du "im Bezugssystem des" oder nur eine den Lichtlaufzeiten geschuldete optische Täuschung?

Das wäre natürlich nochmal eine ganz andere Variante.

badhofer schrieb: Wie willst du zu einem Endergebnis kommen, wenn ein Schritt dazu zu sauschwierig ist?.

Weil Beschleunigungen ein Randgebiet der SRT sind. Die Rechnerei wäre ja mit diskreten Schritten schon aufwendig genug.

Ich könnte es aber leichter berechnen, wenn die Rakete immer so schnell beschleunigt, dass es von der Erde aussieht wie konstant a...solange wir halt nicht c erreichen. Ich habs noch nicht ausprobiert, ob das einfach geht. Ich könnte aber deine jährliche Beschleunigung auch in monatlichen Schritten berechnen, also auch nicht kontinuierlich sondern jeden Monat einmal ein kleiner Schritt. Normal rechne ich dann einfach zB 10 Schritte zu je Δv/10. Ich rechne da jeden Schritt einzeln aus oder müßte erst ein Programm schreiben, wo ich aber die Ergebnisse abtippen müßte .... Danach könnte ich dann vielleicht eine allgemeine Formel entwickeln, aber sicher nicht heute.

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Frage zum Zwillingsparadoxon 30 Jan 2019 19:47 #48041

ra-raisch schrieb:
Der Maßstab wird beim Erhöhen der vorzeichenlosen Relativgeschwindigkeit (vom ruhenden IS aus gesehen) kürzer und wird beim Verringern wieder länger. Das gilt in beiden Flugrichtungen, es kommt nicht auf die Richtung an sondern auf die Vergrößerung oder Verringerung der absoluten (vorzeichenlosen) Relativgeschwindigkeit |v|.


so habe ich die SRT, die von Yukterez erwähnte zusätzliche optische Täuschung mal außen vor gelassen, auch verstanden.
wenn der zurückfliegende Zwilling auf fast fast LG beschleunigt, ist für ihn der Heimatplanet viel näher als wie am Wendepunkt seiner Reise, als er kurz in Ruhe zu seinem Heimatplaneten stand.
würde er nun auf dem Rückweg noch einmal abbremsen...und wieder in Ruhe zum Heimatplaneten stehen, dann würden sich die Längen ( Maßstäbe) wieder enorm dehnen und auf Lichtjahre wachsen. Während dieses Momentes des Stillstandes, verginge auch die Zeit der Zwillinge wieder gleich schnell.

Gene brauchen Vielfalt und der Grips auch

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Frage zum Zwillingsparadoxon 30 Jan 2019 20:50 #48047

Yukterez schrieb:
Mit "aus der Sicht des" meinst du "im Bezugssystem des" oder nur eine den Lichtlaufzeiten geschuldete optische Täuschung?

Das ist der Punkt. Wie interpretiert man den Begriff „real“
Für den ruhenden Beobachter sind relativistische Effekte aus einem bewegten System in seinem System real! So zumindest aus der Sicht der SRT. Wie interpretiert man den Begriff real? Ich würde unter real verstehen, dass ich daraus etwas Reales ableiten kann wie z.B. (im anderen Thread) einen Adler beleuchten. Das wäre für mich die Bestätigung, dass dieser relativistische Effekt vom anderen System, so wie er sich in meinem System darstellt, real ist und nicht nur eine Erscheinung. Das mit den Uhren ist auch so eine Sache, denn niemand weiß, ob eine Uhr überhaupt die Zeit messt und nicht einfach nur ihren eigenen Takt, denn niemand weiß, was Zeit ist.

Was ist für dich real? Ist für dich auch nur dann etwas real, wenn man daraus etwas Reales ableiten kann oder kann es für dich ein Real geben, aus dem man nichts Reales ableiten kann?

ra-raisch schrieb:
Der Maßstab wird beim Erhöhen der vorzeichenlosen Relativgeschwindigkeit (vom ruhenden IS aus gesehen) kürzer und wird beim Verringern wieder länger.

Wo liegt da der Unterschied zur Uhr?
Der Maßstab (die Uhrzeit) wird beim Erhöhen der vorzeichenlosen Relativgeschwindigkeit (vom ruhenden IS aus gesehen) kürzer und wird beim Verringern wieder länger. Das ist doch dasselbe oder wo ist da der Unterschied?

Ich könnte es aber leichter berechnen, wenn die Rakete immer so schnell beschleunigt, dass es von der Erde aussieht wie konstant a...solange wir halt nicht c erreichen.

Du solltest nicht irgendetwas errechnen, sondern den Sachverhalt, wie ich ihn unter Punkt 1 – 7 darstellt habe. Die Formeln dafür hast du mir ja aufgeschrieben. Wie ich dich gebeten habe, du sollst es für mich ausrechnen, weil ich dazu zu blöde bin, schreibst du jetzt: „Eigentlich kann man das gar nicht so ausrechnen“
Was soll ich davon halten?

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