Willkommen, Gast
Benutzername: Passwort: Angemeldet bleiben:
  • Seite:
  • 1

THEMA: Stringtheorien und Schleifenquantengravitation

Stringtheorien und Schleifenquantengravitation 22 Aug 2017 17:51 #18914

Sehr geehrte Forenmitglieder,
meine Frage bezieht sich auf das folgende Video, einen Dialog zwischen Prof. Gaßner und Prof. Lesch über den Wert der Stringtheorie.

Ich habe als absoluter Physiklaie mal eine ganz banale Frage, die mich möglicherweise als absoluten Idioten outet. Ich bitte dieses schon mal vorab zu entschuldigen. Ich verstehe die von Prof. Gaßner vorgetragene Prämisse der Notwendigkeit von Umkehroperationen nicht. Wenn ich mir als Naivling den Urzustand des Universums als perfekt symmetrisches System vorstelle, dann benötige ich doch gerade zur Erklärung jeder weiteren kosmischen Entwicklung Asymmetrien respektive gerade eben den Mangel an Umkehroperationen? Wenn ich mir das Universum zum Beginn wie ein Autoquartett-Kartenspiel vorstelle, in welchem jede Karte den exakt selben Wert besitzt, dann würde ein Spiel mit solchen Karten doch gerade in einem singulären bzw. infiniten Zustand verharren. Allein die Tatsache jeder determinierten Spielentwicklung kann doch in einem solchen Beispiel ausschließlich auf dem Prinzip von unterschiedlichen Kartenwerten beruhen. Ebenso verhält es sich doch auch bei der Gravitation? Massen ziehen sich ausschließlich an. Masseteilchen, die sich abstoßen (Antigravitation), existieren doch nach derzeitigem Kenntnisstand nicht. Wenn ich mein dürftiges Wissen heranziehe, dann erklärt mir doch die Physik, dass eine hypothetische ToE noch nicht gefunden wurde, insbesondere da, aufgrund der bisherigen Unvereinbarkeit von den beobachteten Effekten der Gravitation und der Quantenphysik, keine GUT existiert.
Die Stringtheorie stellt dabei ein unzureichendes Erklärungsmodell dar, und eine beweisbare Quantengravitationsformel existiert nicht.
Liegt nicht der fehlerhafte Ansatz schon in der Grundannahme von Gleichungen, statt in der Grundannahme von Ungleichungen? Wenn ich mir rein hypothetisch eine physikalische Kraft erdenke, unter der sich Teilchenmassen abstoßen (nennen wir sie zum Spaß Relevaboration von lat. Leichtigkeit), und zwar in exakt dem selben Maß, wie die Gravitation dazu führt, dass sich Masseteilchen anziehen, könnten sich dann mathematisch die Widersprüche zwischen den beobachteten Effekten der Quantenphysik und der Gravitation aufheben lassen, und wenn ja - könnte man daraus dann schlußfolgern, dass eben jene Asymmetrie der Bewegung der Gravitation (Massen von Teilchen ziehen sich ausschließlich an) die eigentliche Ursache für die Aufhebung einer ursprünglichen Supersymmetrie und somit jedweder kosmischer Bewegung darstellt? Möglicherweise könnte man ja auch formulieren: Die Transformationsdynamik von Supersymmetrie zu Chaos ist das Produkt des asymmetrischen Grundcharakters der Gravitation multipliziert mit dem Plank'chen Wirkungsquantum, wobei der asymmetrische Grundcharakter der Gravitation Bedingung für die Transformation, und das Plank'che Wirkungsquantum Bedingung für die Variation der Gravitation als Transversalwelle und somit der Variation der Transformation sind. (Instabiles System/Wellengleichung der Gravitationswelle aufgrund des Plank'chen Wirkungsquantums unmöglich) Ich möchte noch betonen, dass ich weder eine Hochschulreife geschweige denn ein abgeschlossenes Studium besitze, sondern aufgrund einer sehr schweren und frühen Erkrankung lediglich zu viel Zeit zum Grübeln besitze. Ich bitte die Fachleute deshalb höflich darum, nicht zu hart auf mich einzudreschen, wenn es irgendwie möglich wäre. Danke :)

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Letzte Änderung: von MichaelHanke1977. Begründung: Erweiterung (Notfallmeldung) an den Administrator

Verwandte Themen

Betreff des ThemasRelevanzDatum des letzten Beitrages
Schleifenquantengravitation & Gravitationswechselwirkung6.63Mittwoch, 01 Mai 2019
Schleifenquantengravitation - M. Bojowald - Zeit vor Urknall6.48Samstag, 05 November 2016

Stringtheorien und Schleifenquantengravitation 27 Aug 2017 17:16 #19021

Wofür braucht man Umkehroperationen? Für mich ist diese Frage nicht trivial. Ich könnte mir vorstellen, dass man den aktuellen Zustand ja auch rückwärts rechnen können muss, weil der aktuelle Zustand irgendwie entstanden sein muss.

Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind normale private Beiträge. Sie sollten genauso diskutiert und kritisiert werden wie alle anderen Beiträge auch.
Folgende Benutzer bedankten sich: MichaelHanke1977

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind normale private Beiträge. Sie sollten genauso diskutiert und kritisiert werden wie alle anderen Beiträge auch.

Stringtheorien und Schleifenquantengravitation 27 Aug 2017 21:07 #19024

Hallo MichaelHanke,

dein Eintrittsbeitrag ist ein Beispiel dafür, wohin unsere Gedanken und Fragestellungen uns führen können, wenn man die Frage zulässt, was können wir wissen und was müssen wir glauben.
Man muss dafür Zeit und einen ausgeprägten Wissensdurst haben, sonst geht das nicht.
Leider beschäftigen sich auf dieser Welt mehr Menschen mit Maschinenpistolen als mit dem Streben nach Erkenntniss.
Dass deine Lebenssituation dich in die Lage versetzt, dich mit diesen Existenzfragen zu beschäftigen, ist so gesehen ein Glücksfall für deinen Verstand und die dir gegebenen Möglichkeiten deiner Phantasie.
Deshalb bleib da dran, es ist ein intellektuelles Abenteuer ohne Gleichen, naturwissenschaftliches Denken betreiben zu können und all die Erkenntnisse, die ja fast im Stundentakt auf uns einprasseln, als Mosaiksteinchen ins Gesamtbild einzufügen.
Deshalb sei herzlich gegrüßt und viel Spaß auf unserer Webside.
Grüße
Thomas
Folgende Benutzer bedankten sich: MichaelHanke1977

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • Seite:
  • 1
AUF Zug
Powered by Kunena Forum