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THEMA: Singularität

Singularität 01 Nov 2015 17:09 #1077

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"Als Singularität bezeichnet man in Physik und Astronomie Zustände, bei denen z. B. die betrachteten Raumzeiten (u. a. deren Metrik) in einem einzigen Punkt oder einer komplizierteren Mannigfaltigkeit nicht mehr definiert werden können." - Wikipädia

Eine Singularität kann z.B. ein Dirac-Impuls sein für ein unendlich kleines Interval dx.
Oder eine Entität eines Skalars eines mathematischen Wertes. (Bitte korrigieren, wenn ich falsch liege).

Wenn ich aber den Begriff einer Singularität formuliere, dann verfälsche ich diesen Begriff unweigerlich, denn ich füge zu der Singularität, etwas hinzu, was eigentlich nicht dazugehört und das ist in gewisser Weise ein Raum. Denn eine Singularität muss sich per Definition vom übrigen Feld abgrenzen um eine Singularität zu sein. Das heißt, wir fügen immer von außen an die Singularität einen gewissen Raum hinzu. Bei einer Zahl den Zahlenraum- Die Singularität hat aber den Raum gar nicht nötig um sich als eine Entität auszudrücken. Denn die Eins ist immer Eins unabhängig von der Qualität oder Quantität eines Raums.

Wenn wir also sagen der Raum, ob mathematisch oder physikalisch, fügen wir zur Entität oder Singularität hinzu. Dann ist die Annahme falsch, das sich z.B. im Urknall die Singularität ausgedehnt hat und damit den Raum bildete.

Warum fügen wir den Raum in unserer Betrachtung hinzu? Weil wir uns bei der Vorstellung der Welt von dem distanzieren müssen, was wir erkennen wollen. Denn in dem Moment wenn die Singularität mit uns selbst zusammenfällt, fallen wir gleichzeitig in tiefe Bewusstlosigkeit.

LG
Michael

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Singularität 02 Nov 2015 23:57 #1105

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Michael schrieb: Warum fügen wir den Raum in unserer Betrachtung hinzu?

Wie ist die Frage gemeint?

Mit dem falschen Vakuum (Mexican Hat) und dem Infinite-Monkey-Theorem brauchen wir m.E. keine unverfälsche Singularität mehr. Richtig?

Unser Raum ist doch wohl erst gemeinsam mit unserer "Raumzeit" entstanden.

So wie ich es verstanden habe, ist die so genannte "Singularität" etwas fast unendlich unwahrscheinliches, für dass der Affe fast unendlich viel Zeit hatte, um das Infinite-Monkey-Theorem nochmal zu strapazieren. Also nur eine Fast-Singularität.

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Singularität 03 Nov 2015 09:23 #1114

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Ich möchte hier nicht aus einem Baby-Elefanten eine Blumenvase Zeichnen, verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Ich versuche nur mit ganz einfachem logischem Denken den Dingen auf den Grund zu gehen. Ich kann mich irren und bin für jede Zurechtweisung dankbar:
Ich stelle es mir so vor:
Zu Definition einer Singularität gehört auch unweigerlich ein Raum dazu. (Unter Raum verstehe ich etwas ganz weit gefasstes, es kann ein physischer oder auch ein ideeller, mathematischer Raum sein. Ein Zahlenraum zum Beispiel). Sagen wir zum Beispiel eine Zahl. Sie definiert sich dadurch, dass sie etwas in ihrem Umfeld hat, das nicht diese Zahl ist. eben ein anderes. Der erwähnte Dirac-Impuls ist per Definition dadurch beschrieben, dass die Einheits-Funktion e(t) = 1 ist für t=0 und e(t)=1 für t>0. Mir geht es nicht darum, dass die Einheitsfunktion fast unendlich ist oder nicht. Es geht darum, dass wir zu einer Definition immer dadurch etwas abgrenzen. Darum definieren wir ja etwas. Diese Abgrenzung definiere ich jetzt mal als Raum. Sagen wir es ist der Raum der Möglichkeiten und zwar der anderen Möglichkeiten als den, den wir gerade definiert haben. Wir differenzieren. Wenn die Physiker sagen wir haben die Definition der Singularität zu Beginn der Welt, dann ist durch diese Definition etwas hinzugekommen, das nicht dazugehört. Das bedeutende bei dieser Sache ist meines Erachtens die Tatsache, das dass Definierte keinen Bezug zum Umfeld hat. Der Inhalt des Definierten ändert sich dadurch nicht. Also der Zahl 13 ist es egal ob es im Raum der Primzahlen oder der natürliche Zahlen oder aller positive Zahlen gehört.

Torsten C schrieb:

Unser Raum ist doch wohl erst gemeinsam mit unserer "Raumzeit" entstanden.


Ich glaube das wir da auch nicht weiter kommen: Darum möchte ich etwas postulieren das wir hier immer zwei wesentliche Verhältnisse haben. Das können wir in der Natur und auch in der Physik immer wieder finden. Da ist das Bestimmte, festgelegte zu dem unweigerlich eine Menge an unbestimmten gehört. Aber aus einem Bestimmten emaniert nicht ein unbestimmtes. Wasser kann flüssig und fest sein, aber es kann nicht beides zugleich sein.

Ich will damit sagen der Raum der Möglichkeiten, der Raum der Relationen kann logischerweise nicht aus einer Singularität entstanden sein.

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Singularität 03 Nov 2015 09:23 #1115

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Ich möchte hier nicht aus einem Baby-Elefanten eine Blumenvase Zeichnen, verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Ich versuche nur mit ganz einfachem logischem Denken den Dingen auf den Grund zu gehen. Ich kann mich irren und bin für jede Zurechtweisung dankbar:
Ich stelle es mir so vor:
Zu Definition einer Singularität gehört auch unweigerlich ein Raum dazu. (Unter Raum verstehe ich etwas ganz weit gefasstes, es kann ein physischer oder auch ein ideeller, mathematischer Raum sein. Ein Zahlenraum zum Beispiel). Sagen wir zum Beispiel eine Zahl. Sie definiert sich dadurch, dass sie etwas in ihrem Umfeld hat, das nicht diese Zahl ist. eben ein anderes. Der erwähnte Dirac-Impuls ist per Definition dadurch beschrieben, dass die Einheits-Funktion e(t) = 1 ist für t=0 und e(t)=1 für t>0. Mir geht es nicht darum, dass die Einheitsfunktion fast unendlich ist oder nicht. Es geht darum, dass wir zu einer Definition immer dadurch etwas abgrenzen. Darum definieren wir ja etwas. Diese Abgrenzung definiere ich jetzt mal als Raum. Sagen wir es ist der raum der Möglichkeiten und zwar der anderen Möglichkeiten als den, den wir gerade definiert haben. Wir differenzieren. Wenn die Physiker sagen wir haben die Definition der Singularität zu Beginn der Welt, dann ist durch diese Definition etwas hinzugekommen, das nicht dazugehört. Das bedeutende bei dieser Sache ist meines Erachtens die Tatsache, das dass Definierte keinen Bezug zum Umfeld hat. Der Inhalt des Definierten ändert sich dadurch nicht. Also der Zahl 13 ist es egal ob es im Raum der Primzahlen oder der natürliche Zahlen oder aller positive Zahlen gehört.

Torsten C schrieb:

Unser Raum ist doch wohl erst gemeinsam mit unserer "Raumzeit" entstanden.


Ich glaube das wir da auch nicht weiter kommen: Darum möchte ich etwas postulieren das wir hier immer zwei wesentliche Verhältnisse haben. Das können wir in der Natur und auch in der Physik immer wieder finden. Da ist das Bestimmte, festgelegte zu dem unweigerlich eine Menge an unbestimmten gehört. Aber aus einem Bestimmten emaniert nicht ein unbestimmtes. Wasser kann flüssig und fest sein, aber es kann nicht beides zugleich sein.

Ich will damit sagen der Raum der Möglichkeiten, der Raum der Relationen kann sich logischerweise nicht aus einer Singularität entstanden sein.

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Singularität 03 Nov 2015 12:25 #1116

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Michael schrieb: Oder eine Entität eines Skalars eines mathematischen Wertes. (Bitte korrigieren, wenn ich falsch liege).

Hallo also da muss ich sagen du hast sehr sehr recht damit.
Aber: eine Entität und Mathe kann man da so nicht zusammen bringen, in der Mathematik gibt es variablen; Einheiten, Formelzeichen; Gleichungen,.... aber als Entität es bezeichnen, ist schon krass :D Um mal deine Aussage da etwas zur veranschaulichen: Untertage ist es dunkel auch wenn die Sonne scheint, sie wird Nachts ausgeschaltet.
Das andere hier hat dem Zustand Unendlich, ob man da Raum braucht,... kein plan:. Punkt a und Punkt b Entfernung 0

Ja ich kann alles, sogar definieren was ich nicht kann.

Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
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Singularität 18 Nov 2015 21:28 #1286

Der Begriff "Entität" ist ein Sammelbegriff, der alles Seiende umfasst, seien diese konkreter oder abstrakter Natur. Und wenn das "Sein" auch nur abstrakt gefasst werden kann, ist auch das "Sein" eine Entität. Erst recht alle mathematischen Objekte.

Das Leben ist kein Problem, dass man lösen muss, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt.

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Singularität 04 Feb 2016 15:54 #2436

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Die Mathematik ist eine Geisteswissenschaft, die Physik eine Naturwissenschaft. Vielleicht trägt das etwas zur Diskussion bei :whistle:

"Die Mathematik ist die einzig in sich geschlossene Geisteswissenschaft. Es gibt allerdings ein paar Dinge die vorher definiert sein müssen." - Uwe Quellmalz

Dieser Aussage meines ehemaligen Lehrers stimme ich voll zu. Die Physik ist nach meinem Kenntnisstand (noch) nicht in sich geschlossen erklärbar. Von daher muss es Unterschiede zwischen ihnen geben, so denke ich.

MfG

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Singularität 04 Feb 2016 17:57 #2448

ck.Pinhead schrieb: Die Mathematik ist eine Geisteswissenschaft, die Physik eine Naturwissenschaft. Vielleicht trägt das etwas zur Diskussion bei :whistle:

"Die Mathematik ist die einzig in sich geschlossene Geisteswissenschaft. Es gibt allerdings ein paar Dinge die vorher definiert sein müssen." - Uwe Quellmalz

Dieser Aussage meines ehemaligen Lehrers stimme ich voll zu. Die Physik ist nach meinem Kenntnisstand (noch) nicht in sich geschlossen erklärbar. Von daher muss es Unterschiede zwischen ihnen geben, so denke ich.

MfG

Man mag der Mathematik den Status einer Geisteswissenschaft (im weitesten Sinne) zusprechen, aber die Mathematik ist nicht in sich geschlossen. Immerhin sind die grundlegenden mathematischen Begriffe und Axiome aus der physischen Realität gewonnen.
Man kann der Mathematik eine "Geschlossenheit" zusprechen, wenn man sagt, dass in dieser Mathematik und Metamathematik zusammenfallen im Gegensatz zur Physik, wo Physik und Metaphysik sehr unterschiedlich sind.

Das Leben ist kein Problem, dass man lösen muss, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt.
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Singularität 04 Feb 2016 18:09 #2449

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Immerhin sind die grundlegenden mathematischen Begriffe und Axiome aus der physischen Realität gewonnen.


Ja, ich betrachte sie als (den Versuch einer) "Naturbeschreibungssprache", ähnlich der Software-Programmierung.

Hättest du ein einfaches/verständliches Beispiel, ich bin auch keine Mathe-Genie? :blush: Ich denke dabei an sowas: Ich habe in der Grundschule gelernt, dass die Division durch Null nicht möglich ist, bis dann in späteren Schuljahren die Unendlichkeit eingeführt wurde. Das gleiche später mit Polstellen von Funktionen.

Es gab aber auch sogenannte "Definitionslücken" in einer Funktionskurve. Diese könnte man aber auch durch Logik erklären. Sonst fehlen uns wahrscheinlich noch die zugrunde liegenden physikalischen Erkenntnisse.

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