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THEMA: Doppelspaltexperiment

Doppelspaltexperiment 21 Jul 2018 23:45 #37808

DeltaTee schrieb: Aber wenn bei zwei Spalten das Teilchen beide Wege, bzw, bei drei Spalten alle drei Wege nimmt, muss es doch bei unendlich vielen Spalten (keine Spaltwand) unendlich viele Wege nehmen und unendlichfache Interferenz geben.

doch, es ergibt sich die Einhüllende und das ist wieder die Kugelwelle, den Rest kann man vergessen. Nur die Wellenfront ist da interessant, der Rest wird weginterferiert. Nur bei Lücken kommt es zu sichtbaren Interferenzmustern.

DeltaTee schrieb: Wenn du also beim zweiten Photon einen Spalt abdeckst und beim dritten den anderen, erhältst du zwei Teilwellen einer kongruenten Welle.

nein, wenn mehrere Spalten sind, erhältst Du Teilwellen einer Welle, die dann miteinander interferieren können. Jedes Photon nur mit sich selbst (*). Mehrere Photonen verstärken dann das Muster, bis es sichtbar wird. Ein einzelnes Photon wäre ja nur ein Punkt und gar nicht sichtbar. Der Witz ist aber, dass alle Photonen beim bleichen Versuchsaufbau in der Menge dann auch das gleiche Muster erzeugen. Jedes Photon natürlich immer nur einen Punkt aber eben nach den gleichen Wahrscheinlichkeiten, so dass das Muster entsteht.

DeltaTee schrieb: Nach meinem Verständnis sieht die Wellenfunktion für den Einzelspalt doch etwas anders aus und die für den linken wiederum anders als für den rechten.

Die Unterschiede durch die Spalten sollen gering sein, also eng focussierte Photonenabgabe, große Abstände und kleine Spalten, aber natürlich kann es da Abweichungen geben, je nach Versuchsaufbau. Man nimmt vereinfachend an, dass die Wellen parallel durch die Spalten gehen, beim Versuch zeigt sich dann, ob es Abweichungen zum berechneten Muster gibt.


(*) EDIT: Natürlich konnen auch zwei Photonen miteinander interferieren. Um damit ein (durch wiederholte Versuchsdurchführung sichtbares) Interferenzmuster zu erzeugen, müssen sie aber synchron und kohärent sein. Keinesfalls ist eine Interferenz in der Zeitabfolge möglich: wenn ein Photon auf dem Schirm gelandet ist, kann es nicht nachträglich "weginterferiert" werden. Durch die Interferenz wird nur die Wahrscheinlichkeit bestimmt, wo das Photon landen kann.

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Doppelspaltexperiment 22 Jul 2018 00:05 #37810

Die aussage ist ganz klar das die Wellenfunktion nicht das Teilchen ist .
Bei Doppelspaltversuchen mit einer Einzelphotonenquelle erscheint nach vielen Einzelteilchen das Interferenzmuster was bedeutet das etwas mit sich selbst interferiert , und da aufgrund der Lorentztransformation die strecke für ein Photon null ist fehlt ihm jede Möglichkeit dazu . Also kann ja nur die Wellenfunktion dieses Interferenzmuster erzeugen .

Wir leben zwar alle unter dem gleichen Himmel, aber es haben nicht alle den gleichen Horizont.
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Doppelspaltexperiment 22 Jul 2018 09:56 #37826

heinzendres schrieb: Die aussage ist ganz klar das die Wellenfunktion nicht das Teilchen ist.

Die Wellenfunktion wurde von Schrödinger für das Elektron eingeführt, nicht für das Photon. Ausserdem ist die Kopenhagener Interpretation nur eine Interpretation, wie der Name schon sagt.

Bei Doppelspaltversuchen mit einer Einzelphotonenquelle erscheint nach vielen Einzelteilchen das Interferenzmuster was bedeutet das etwas mit sich selbst interferiert.

Es ist das elekromagnetische Feld, das mit sich selbst interferiert. Das eine Photon (es ist ja nur ein Feldenergiewert) füllt praktisch den kompletten Raum der Versuchsanordnung aus.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

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Doppelspaltexperiment 22 Jul 2018 10:58 #37833

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ra-raisch schrieb:

wl01 schrieb: Hat man eigentlich (wenn es sich um Elektronen gehandelt hat) bei den Doppelspaltversuchen die Geschwindigkeit der Elektronen variiert? Und wenn, hat sich etwas am Ergebnis verändert?

Hier kann man sehen, dass das Muster (anderer Versuch) je größer ist, je geringer die Energie=Geschwindigkeit (interaktiver Schieberegler)
www.leifiphysik.de/quantenphysik/quanten...kt-elektron/versuche
bei diesem Schülerversuch werden 100 eV benützt (runterscrollen bis zu 3) den Elektronen)
www.leifiphysik.de/quantenphysik/quanten...onen-zum-doppelspalt

Erstmals vielen Dank!
Dh. Je schneller die Elektronen sind (hohe Frequenz), desto mehr Interferenzen gibt es. (sie werden mehr oder weniger hinaufskaliert)
Und
Wenn man eine zusätzlich Lichtquelle zwischen Spalt und Schirm anbringt, verschwindet das Interferenzmuster.
Wird die Lichtquelle niederfrequenter, dann erscheint das Muster wieder.
Letzteres kann man nun als "welcher Weg Detektion" interpretieren, aber auch als zusätzliche Information, die die Elektronenemission stört.

MfG
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Doppelspaltexperiment 22 Jul 2018 11:02 #37835

Wieso stört eine Lichtquelle zwischen Spalt und Schirm die Elektronenemission, die auf der anderen Seite des Spalts stattfindet?

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Doppelspaltexperiment 22 Jul 2018 11:12 #37839

wl01 schrieb: Dh. Je schneller die Elektronen sind (hohe Frequenz), desto mehr Interferenzen gibt es. (sie werden mehr oder weniger hinaufskaliert)

Das Muster ist ja das gleiche nur bei höherer Energie eben konzentrischer. Das ist eigentlich auch zu erwarten, denn mit höherer Fluggeschwindigkeit und Impuls werden die Elektronen durch was-auch-immer nicht mehr so stark von der "geraden" Rochtung abgelenkt werden

Die Sache mit der zusätzlichen Lichtquelle war mir entgangen, muss ich erst noch nachlesen.


Ahja, interessant. Die gegebene Erklärung ist ja, dass die Elektronen (bzw deren Wellenfunktion) durch die Wärmestrahlung der Lampe gestört = gemessen werden. Somit tritt das Interferenzmuster in der Nähe der Lampe auf, kann dort aber nicht sichtbar gemacht werden und die Elektronen fliegen weiter. Danach ergibt dies (in diesem Bereich) auf dem Schirm kein Interferenzmuster mehr, weil ja danach auch keine interferenzfähige Teilung mehr erfolgt. Das bei der Lampe erzeugte Interferenzmuster zerfließt jedoch bis zum Schirm.

Wer mags zeichnen? ... und das Gegenteil beweisen?

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Doppelspaltexperiment 22 Jul 2018 11:31 #37845

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ClausS schrieb: Wieso stört eine Lichtquelle zwischen Spalt und Schirm die Elektronenemission, die auf der anderen Seite des Spalts stattfindet?

OK, Vielleicht sollte man die Elektronen nach der Aussendung (Emission) eher Elektronenfluss nennen,... ;-)
Und das weshalb... bitte nachlesen! Aber ich hab's im Posting erwähnt.

MfG
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Doppelspaltexperiment 22 Jul 2018 11:38 #37846

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ra-raisch schrieb: Ahja, interessant. Die gegebene Erklärung ist ja, dass die Elektronen (bzw deren Wellenfunktion) durch die Wärmestrahlung der Lampe gestört = gemessen werden. Somit tritt das Interferenzmuster in der Nähe der Lampe auf, kann dort aber nicht sichtbar gemacht werden und die Elektronen fliegen weiter. Danach ergibt dies (in diesem Bereich) auf dem Schirm kein Interferenzmuster mehr, weil ja danach auch keine interferenzfähige Teilung mehr erfolgt. Das bei der Lampe erzeugte Interferenzmuster zerfließt jedoch bis zum Schirm.

Wer mags zeichnen? ... und das Gegenteil beweisen?

Genau!

Zeichnen?
Etwa so? ;-)

MfG
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Doppelspaltexperiment 22 Jul 2018 12:14 #37850

Puh, so ähnlich stelle ich mir das mit der babylonischen Sprachverwirrung vor. :ohmy:
Ich gewinne zunehmend den Eindruck, dass die Diskutierenden längst nicht mehr wissen, wovon der andere spricht, gleichzeitig aber der Glaube wächst, dass man nun wirklich weitergekommen ist. Eigentlich hat man sich vielleicht wesentlich doch mit sich selbst unterhalten. Vielleicht ist das aber dem Untersuchungsobjekt geschuldet. :silly:
Da werden mal eben der Primat der Welle mit dem Primat der Teilchen gegeneinander ausgetragen; manche Reden von Photonen, andere dann wieder im gleichen Muster von Elektronen, Fullerenen usw.; dann mal theoretische Überlegungen, was passiert, wenn ich n-Spalten bis beliebig oder gar keine Spalten mehr habe gegen das, von dem geglaubt wird, dass das Beobachtung sei. etc. etc. Ich als interessierter Leser würde es als angenehm empfinden, wenn die Stränge etwas näher zueinander kommen könnten.


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Doppelspaltexperiment 22 Jul 2018 12:19 #37851

D.Rajic schrieb: Ich als interessierter Leser würde es als angenehm empfinden, wenn die Stränge etwas näher zueinander kommen könnten.

Da hst Du Recht, aber ich denke, dass bisher nichts aneinander vorbei ging, auch wenn es arg durcheinander geht.
Der Witz ist ja, dass sich Elektronen (und sogar Fullerene) bei diesen Versuchen wie Photonen also eben als Welle verhalten.

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Doppelspaltexperiment 22 Jul 2018 12:41 #37854

Michael D. schrieb:

heinzendres schrieb: Die aussage ist ganz klar das die Wellenfunktion nicht das Teilchen ist.

Die Wellenfunktion wurde von Schrödinger für das Elektron eingeführt, nicht für das Photon.

Also die Schrödingergleichung ist nicht für das Photon gültig , nach deinem alternativen Weltbild zufolge jedenfalls ?

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Doppelspaltexperiment 22 Jul 2018 13:04 #37858

heinzendres schrieb:

Michael D. schrieb:

heinzendres schrieb: Die aussage ist ganz klar das die Wellenfunktion nicht das Teilchen ist.

Die Wellenfunktion wurde von Schrödinger für das Elektron eingeführt, nicht für das Photon.

Also die Schrödingergleichung ist nicht für das Photon gültig , nach deinem alternativen Weltbild zufolge jedenfalls ?

Lassen wir die Mathematik sprechen. Zeitabhängige Schrödingergleichung ohne Potentialterm:
\[-\frac{\hbar^2}{2m}\triangle\psi=i\hbar\frac{\partial}{\partial t}\psi\]
mit \(m=\frac{E}{c^2}\), \(E=h\nu\) und \(\hbar=\frac{h}{2\pi}\):
\[-\frac{\hbar c^2}{4\pi\nu}\triangle\psi=i\hbar\frac{\partial}{\partial t}\psi\]
Die Wellenfunkton des Photons müsste ja analog komplexwertig zu formulieren sein, muss allerdings auch den Maxwellschen Gleichungen genügen. Das heisst, elektisches und magnetisches Feld müssten darin auftauchen. In der Literatur ist über die Wellenfunktion des Photons nicht viel zu finden. Die Wellenfunktion ist ja auch für Materiewellen eingeführt worden, aufgrund des Postulates von De-Broglie. Schwierig, aber wir bleiben dran...

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

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Doppelspaltexperiment 22 Jul 2018 14:20 #37872

D.Rajic schrieb: Puh, so ähnlich stelle ich mir das mit der babylonischen Sprachverwirrung vor. :ohmy:

Das lässt sich m.E. kaum vermeiden, weil es eben so viele verschiedene Herangehensweisen gibt.
Ich finde es aber auch wichtig, das Problem von so vielen Seiten wie möglich zu beleuchten. Schlimm ist nur, wenn keine Verständigung mehr möglich ist.

Wenn bei Photonen, Elektronen und Fullerenen im Großen und Ganzen das gleiche Phänomen zu beobachten ist, halte ich es für legitim, anzunehmen, dass hier gleiche Ursachen für die Wirkung verantwortlich sind und damit die Besonderheiten, die nur für eines der Teilchen gelten als Ursache unwahrscheinlich macht.
Eine Koinzidenz ist natürlich möglich, aber es lohnt sich in jedem Fall erstmal die Gemeinsamkeiten zu überlegen, weil das die zu betrachtenden Faktoren reduziert.
Wenn man hingegen recht komplizierte und sogar richtig hübsche Theorien aufstellt, die für das Photon gelten und auf seinen Eigenschaften basieren, war alles für die Katz, wenn diese Theorien nicht auch auf die anderen Teilchen anwendbar sind, es sei denn man liefert die jeweiligen Theorien für diese gleich mit.

Wir würden einen Newton heute nicht feiern, wenn er sich nur auf fallende Bleiwürfel bezogen und eine Theorie des Bleimagnetismus aufgestellt hätte.
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Doppelspaltexperiment 22 Jul 2018 14:35 #37876

Michael D. schrieb: Die Wellenfunkton des Photons müsste ja analog komplexwertig zu formulieren sein, muss allerdings auch den Maxwellschen Gleichungen genügen.

Das ist genau der Grund, warum ich weitestgehend auf Mathematik verzichte. Es sind soviele Modifikationen nötig um erstmal eine gemeinsame Basis für alle Fälle zu finden. Und selbst dann sind noch mehrere Interpretationen möglich und am Schluss werden die Methoden der Vereinheitlichung wieder in Frage gestellt.
Das soll nicht heißen, dass Mathematik die falsche Herangehensweise ist, nur dass sie dazu neigt recht schnell sehr komplex zu werden ohne dabei die Eindeutigkeit zu bewahren die man von diesem Instrument erwarten würde.
Aber jeder mit seinen Mitteln.

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Doppelspaltexperiment 22 Jul 2018 14:46 #37877

DeltaTee schrieb:

Michael D. schrieb: Die Wellenfunkton des Photons müsste ja analog komplexwertig zu formulieren sein, muss allerdings auch den Maxwellschen Gleichungen genügen.

Das ist genau der Grund, warum ich weitestgehend auf Mathematik verzichte.

Die Kombination ist optimal. Im besten Fall geht Mathematik und Vorstellungskraft Hand in Hand.

Es sind soviele Modifikationen nötig um erstmal eine gemeinsame Basis für alle Fälle zu finden.

Das ist meistens ein Indiz dafür, dass die Gleichungen noch nicht die grundlegenden sind.

Und selbst dann sind noch mehrere Interpretationen möglich und am Schluss werden die Methoden der Vereinheitlichung wieder in Frage gestellt.

Allerdings. So sieht es aus. Aber wir beschäftigen uns ja alle freiwillig damit.

Das soll nicht heißen, dass Mathematik die falsche Herangehensweise ist, nur dass sie dazu neigt recht schnell sehr komplex zu werden ohne dabei die Eindeutigkeit zu bewahren die man von diesem Instrument erwarten würde.
Aber jeder mit seinen Mitteln.

Ja, absolut. Am Ende muss man in vielen Fällen die Gleichungen in 3D simulieren, um sich etwas darunter vorstellen zu können. Zum Glück haben wir inwischen die Rechenpower. Auch bei privaten PC's.

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Doppelspaltexperiment 22 Jul 2018 15:35 #37886

ra-raisch schrieb: nein, wenn mehrere Spalten sind, erhältst Du Teilwellen einer Welle, die dann miteinander interferieren können.

Einer von uns beiden hat jetzt den Faden verloren.
Deine Behauptung war:

Eine nachträgliche Interferenz mit einem anderen späteren Photon ist nicht möglich. Wenn das möglich wäre, könnte man die Spalten abwechselnd abdecken und es müßte immer noch das Interferenzmuster erscheinen.

Darauf ich:

Eine Welle die mit sich selbst interferiert wäre ein Novum.
Ebeso eine Wellenfunktion der es egal ist, ob und welcher Spalt abgedeckt ist und die trotzdem immer identisch ist.

und wieder du:

Es ging um die beiden Teilwellen, die durch die beiden Spalten gehen

Ich dann:

Wenn du also beim zweiten Photon einen Spalt abdeckst und beim dritten den anderen, erhältst du zwei Teilwellen einer kongruenten Welle.


Abgesehen davon, dass ich nichts von einer nachträglichen Interferenz behauptet habe, stelltest du die These auf, dass es im Falle einer solchen möglich sein müsste, Interferenzen auch bei nur einem offenen Spalt zu sehen.
Ich dagegen meinte, dass schon das Schließen eines Spaltes zu einer nicht kongruenten Welle führen und somit eine hypothetisch mögliche nachträgliche Interferenz nicht auf diese Weise nachweisbar wäre.

Nichts von all dem widerlegt meine These dass hier Wahrscheinlichkeiten interferieren, denn diese sind unabhängig von der Zeit der Durchführung des Experiments oder seiner Durchläufe und immer kongruent bei gleichen Bedingungen.
Sie sind nebenher auch unabhängig vom verwendeten Partikel sofern die Spaltgröße relativ zum Wirkbereich des Partikels in etwa gleich ist.

Übrigens der Quantenradierer weist da in Richtung meiner These denn er stellt die Anzahl der Wahrscheinlichkeiten effektiv und sehr exakt wieder her, obwohl es nicht mal die original abgefeuerten Partikel sind, die den Schirm erreichen sondern z.B. im Photonenfall Partikel die vom durch die Originalpartikel angeregten BBO Kristall emittiert werden.
Das wiederum weist darauf hin, dass möglicherweise nicht mal das ursprünglich abgefeuerte Teilchen oder auch der Doppelspalt eine Rolle spielen sondern nur die Tatsache, dass der am Schirm zu sehende Partikel zwei (oder mehr) mögliche, nicht ohne Messung unterscheidbare Ursprünge haben kann.
Auf Deutsch heißt das:
Es werden mindestens zwei gleichwertige Ausgangswahrscheinlichkeiten benötigt, deren Folgewahrscheinlichkeiten bis zum Auftreffen auf dem Schirm gleichwertig bleiben und somit interferieren können. Jede der Folgewahrscheinlichkeiten hat eine Entsprechung mit der jeweils anderen Ausgangswahrscheinlichkeit und kann diese daher entweder verstärken oder verringern.

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Doppelspaltexperiment 22 Jul 2018 15:44 #37887

DeltaTee schrieb: Einer von uns beiden hat jetzt den Faden verloren.

Kann schon sein.....oder nein, eher sehe ich, dass Du mich laufend missverstehst. Daher nochmals deutlich:

Die Interferenz entsteht durch Teilwellen eines einzigen Photons, die sich an den Spalten des Versuchsaufbaus bilden. Es ist eine einzige Welle aber leichter zu verstehen als zwei Teilwellen. Klaro? Vergiss einfach für einen Moment, dass wir später noch weitere Photonen durchschicken, damit wir überhaupt etwas sehen, denn keiner kann einen einzigen Punkt auf der Mattschebe erkennen. Vor allem erkennen wir erst in der Menge das Interferenzmuster, dem jedes Photon einzeln unterliegt.

Und nochmals zur Klarstellung: Jedes Photon bildet nur einen einzigen Punkt ab, der aber den Wahrscheinlichkeiten des Musters gehorcht. Das Muster kommt nur zustande, weil die Wahrscheinlichkeiten einer mit sich selbst interferierenden Welle dieses Muster ergibt.

Und dies hat auch nichts unmittelbar mit der elektromagnetischen Wellennatur des Photons zu tun, sondern hier geht es um die Wahrscheinlichkeitsverteilung, genannt Welle.

DeltaTee schrieb: Nichts von all dem widerlegt meine These dass hier Wahrscheinlichkeiten interferieren, denn diese sind unabhängig von der Zeit der Durchführung des Experiments oder seiner Durchläufe und immer kongruent bei gleichen Bedingungen.
Sie sind nebenher auch unabhängig vom verwendeten Partikel sofern die Spaltgröße relativ zum Wirkbereich des Partikels in etwa gleich ist.

Du kannst so lange (sooft) Du willst nur einen Spalt offen lassen und danach nur den anderen, Du wirst kein Interferenzmuster erhalten sondern zwei überlagerte Gaußsche Kurven

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Doppelspaltexperiment 22 Jul 2018 17:09 #37893

ra-raisch schrieb: Die Interferenz entsteht durch Teilwellen eines einzigen Photons, die sich an den Spalten des Versuchsaufbaus bilden. Es ist eine einzige Welle aber leichter zu verstehen als zwei Teilwellen. Klaro? Vergiss einfach für einen Moment, dass wir später noch weitere Photonen durchschicken, damit wir überhaupt etwas sehen, denn keiner kann einen einzigen Punkt auf der Mattschebe erkennen. Vor allem erkennen wir erst in der Menge das Interferenzmuster, dem jedes Photon einzeln unterliegt.

Und nochmals zur Klarstellung: Jedes Photon bildet nur einen einzigen Punkt ab, der aber den Wahrscheinlichkeiten des Musters gehorcht. Das Muster kommt nur zustande, weil die Wahrscheinlichkeiten einer mit sich selbst interferierenden Welle dieses Muster ergibt.

Und dies hat auch nichts unmittelbar mit der elektromagnetischen Wellennatur des Photons zu tun, sondern hier geht es um die Wahrscheinlichkeitsverteilung, genannt Welle.

Wenn ich dich nicht schon wieder missverstanden habe, haben wir beide so ziemlich das Selbe festgestellt und nur von verschiedenen Blickwinkeln aus beschrieben.

Mein Ausgangspunkt war ja, dass die Wahrscheinlichkeitsverteilung und damit das Muster sich durch WW verändert.
Für einen einzelnen Partikel werden bei einer Wechselwirkung eben 100% der Wahrscheinlichkeiten neben der der WW auf 0% gesetzt und das gesamte Muster damit zerstört.
Bei einer großen Anzahl an Partikeln ist es jedoch etwas anders, hier muss erst eine gewisse Anzahl von WW stattfinden um das Muster zu zerstören, weil sonst die nicht wechselwirkenden Partikel ausreichen, um soviele wahrscheinliche Pfade zu nehmen, dass das Muster erhalten bleibt.

Mit anderen Worten: Es müssen genug Partikel die Möglichkeit haben, alle Wahrscheinlichkeiten zu erfüllen.
Das ist bei einem einzigen Partikel, der nicht vor dem Schirm wechselwirkt (gemessen wird) durchaus der Fall, denn hier sind es 100% der Partikel die alle Möglichkeiten haben. (Es dürfte schwierig sein, einen Partikel nur "ein wenig" zu messen, ähnlich wie "ein wenig tot" oder "ein wenig schwanger".)
Daher auch meine Einschränkung zum stets vollständigen Kollaps der Wellenfunktion, das dies nur für einzelne Partikel zutrifft und nicht für den Versuch mit großer Anzahl an Partikeln und wenigen Wechselwirkungen. Bei letzterem muss ein minimaler prozentualer Anteil der Partikel wechselwirken bevor die Wellenfunktion (dann allerdings in der Tat) vollständig zusammenbricht. (wie groß diese Minimum ist weiß ich allerdings nicht.)
Dennoch kann für die wechselwirkenden Partikel immer noch eine Wellenfunktion existieren, wenn sie sich danach weiterbewegen. Sie wird allerdings nicht mehr kongruent mit der der Partikel sein, die das Interferenzmuster auf dem Schirm bilden und deshalb auch nicht dazu beitragen. Darum fallen sie aus der Betrachtung heraus.

Und ja, Es gibt Leute, die annehmen, das Interferenzmuster würde sich nicht mehr zeigen, wenn auch nur ein einziger Partikel (aus dem Partikelstrom oder aus der Einzelpartikel Abfolge) gemessen wird.

Du kannst so lange (sooft) Du willst nur einen Spalt offen lassen und danach nur den anderen, Du wirst kein Interferenzmuster erhalten sondern zwei überlagerte Gaußsche Kurven

Das weiß ich doch.
Das liegt daran, dass sich bei nur einem Spalt die Wahrscheinlichkeiten an nur einem Punkt überschneiden müssen, während es bei zwei Spalten für jede Wahrscheinlichkeit einen alternativen Ursprung gibt und damit Überlagerungen, sprich: Interferenzen.

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Doppelspaltexperiment 22 Jul 2018 17:29 #37898

DeltaTee schrieb: Wenn ich dich nicht schon wieder missverstanden habe, haben wir beide so ziemlich das Selbe festgestellt und nur von verschiedenen Blickwinkeln aus beschrieben.

Davon bin ich jetzt auch überzeugt. :-) Ich denke, dass andere dennoch über die wiederholten Ausführungen glücklich sein dürfen :-) :-)
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Doppelspaltexperiment 22 Jul 2018 19:47 #37907

ra-raisch schrieb:

DeltaTee schrieb: Wenn ich dich nicht schon wieder missverstanden habe, haben wir beide so ziemlich das Selbe festgestellt und nur von verschiedenen Blickwinkeln aus beschrieben.

Davon bin ich jetzt auch überzeugt. :-) Ich denke, dass andere dennoch über die wiederholten Ausführungen glücklich sein dürfen :-) :-)

Aus meiner Sicht sind Foren und die Diskussionen darin genau dazu da, solche Dialoge (oder auch Multiloge) festzuhalten.
Diese Aufzeichnungen helfen enorm, um mal von einer anderen Seite auf die Dinge zu schauen.

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Doppelspaltexperiment 24 Nov 2018 13:49 #45215

Die Krümmung des Betrachtungsschirm halte ich auch für notwendig, da es sonst zu unterschiedlichen Zeitspannen der Photonen beim Auftreffen kommt und daraus entstehen Interferenzen .
Das neue 36. Video Reihe Aristoteles zu String erklärt das besser.

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