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THEMA: Folge 34: Bohmsche Mechanik

Folge 34: Bohmsche Mechanik 13 Okt 2018 10:32 #43487

Wenn ich das richtig verstanden haben, können wir die Bohmsche Mechanik aus 2 Gründen vergessen:

1. Sie ist nicht Lorentz-invariant.
2. Sie erklärt keine Verschränkung.

Was ist aber mit einer dritten Interpretation der Wellenfunktion?

Das Teilchen existiert nicht vor der Messung, wie bei der Kopenhagener Interpretation. Bei einer Messung "vedichtet" sich die gemessene Eigenschaft der Wellenfunktion am Messpunkt zum "Teilchen". Es gibt also gar keinen Kollaps der Wellenfunktion. Das heisst, man bräuchte gar nicht mehr zwischen Teilchen und Führungswelle unterscheiden. Es gäbe nur die Wellenfunktion mit einer zusätzlichen Verdichtungseigenschaft.

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Folge 34: Bohmsche Mechanik 13 Okt 2018 12:15 #43494

Was ist der Unterschied zwischen Verdichtung und Kollaps?

Instantan gegen mit Geschwindigkeit?

Was passiert bei einer zweiten Messung falls nicht instantan?

Wie erklärt das die Verschränkung?

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Folge 34: Bohmsche Mechanik 13 Okt 2018 12:24 #43495

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2. Sie erklärt keine Verschränkung.

Ist der Begriff "Verschränkung" nicht schon eine Deutung?
Sollte man in der Bohmschen Mechanik nicht besser von Quantenkorrelation sprechen?

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Folge 34: Bohmsche Mechanik 13 Okt 2018 13:03 #43497

Heinz Jürgen schrieb: Was ist der Unterschied zwischen Verdichtung und Kollaps?

Verdichtung wäre mit zugrunde liegendem Substrat (Raumzeit+Feldkopplungen), Kollaps ohne.

Instantan gegen mit Geschwindigkeit?

Instantan ist ja nicht bewiesen. Dürfte es dann nicht geben. Überlichtgeschwindigkeit schon.

Was passiert bei einer zweiten Messung falls nicht instantan?

Eine weitere Verdichtung.

Wie erklärt das die Verschränkung?

Substrat wäre über eine zusätzliche Dimension gekoppelt. Die SRT wäre im Substrat unterhalb der Unschärferelation nicht gülitg.

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Folge 34: Bohmsche Mechanik 13 Okt 2018 13:06 #43499

sebp schrieb: Sollte man in der Bohmschen Mechanik nicht besser von Quantenkorrelation sprechen?

Von mir aus. Nur wodurch wird die bei einer realen Führungswelle erreicht. Dafür bietet die Bohmsche Mechanik keinen Mechanismus an. Die Wahrscheinlichkeitsinterpretation braucht ja keinen Mechanismus. Da ist eh nichts real.

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Folge 34: Bohmsche Mechanik 13 Okt 2018 13:17 #43501

Michael D. schrieb: Wenn ich das richtig verstanden haben, können wir die Bohmsche Mechanik aus 2 Gründen vergessen:

2. Sie erklärt keine Verschränkung.

So wie ich das verstanden habe benötigt man keine Verschränkung da das Teilchen sich bereits innerhalb der Wellenfunktion befindet und keine unbestimmten variablen hat .

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Folge 34: Bohmsche Mechanik 13 Okt 2018 13:58 #43503

heinzendres schrieb: So wie ich das verstanden habe benötigt man keine Verschränkung da das Teilchen sich bereits innerhalb der Wellenfunktion befindet und keine unbestimmten variablen hat .

Ja, stimmt. Fragt sich nur, aus was die reale Welle der Bohmschen Mechanik bestehen soll, die ein Teilchen vorantreibt. Besser wär doch die Vorstellung, dass Welle und Teilchen aus demselben Substrat bestehen. Noch schöner wäre es, sich das Teilchen als Verdichtungswelle dieses Substrats vorzustellen.

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Folge 34: Bohmsche Mechanik 13 Okt 2018 15:34 #43508

Michael D. schrieb:

Heinz Jürgen schrieb: Was passiert bei einer zweiten Messung falls nicht instantan?

Eine weitere Verdichtung.


Ich meinte:
Nehmen wir ein Elektron unbekannten Aufenthalts zwischen Hamburg und München. Wir messen nun in Hamburg und in München und zB dazwischen in Frankfurt.
Wenn es in Hamburg positiv gemessen wird, zieht sich Dein Substrat irgendwie mit größer c in Richtung Hamburg zusammen, aber dann ist es doch kurzzeitig in Frankfurt noch als Wahrscheinlichkeit da? Dann kann es in Hamburg und Frankfurt gemessen werden?

Deshalb: instantaner Kollaps.

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Folge 34: Bohmsche Mechanik 13 Okt 2018 15:37 #43509

Heinz Jürgen schrieb: Wenn es in Hamburg positiv gemessen wird, zieht sich Dein Substrat irgendwie mit größer c in Richtung Hamburg zusammen, aber dann ist es doch kurzzeitig in Frankfurt noch als Wahrscheinlichkeit da?

Genau.

Dann kann es in Hamburg und Frankfurt gemessen werden?

Nein, nur in Hamburg oder Frankfurt, je nachdem, wo zuerst gemessen wird.

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Folge 34: Bohmsche Mechanik 13 Okt 2018 15:40 #43511

Hallo,
Ausführliches ist in Wikipedia zur De-Broglie-Bohm-Theorie zu finden.
Das Buch" Detlef Dürr: Bohmsche Mechanik als Grundlage der Quantenmechanik. Springer, Berlin 2001, ISBN 3-540-41378-2." gibt einen Überblick über die dahinter steckende Mathematik.
MfG
Lothar W.

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Folge 34: Bohmsche Mechanik 13 Okt 2018 16:13 #43512

Michael D. schrieb: Besser wär doch die Vorstellung, dass Welle und Teilchen aus demselben Substrat bestehen. Noch schöner wäre es, sich das Teilchen als Verdichtungswelle dieses Substrats vorzustellen.

Ist diese Vorstellung nicht falsch und ist sie Prognose fähig ?

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Folge 34: Bohmsche Mechanik 13 Okt 2018 16:19 #43513

heinzendres schrieb:

Michael D. schrieb: Besser wär doch die Vorstellung, dass Welle und Teilchen aus demselben Substrat bestehen. Noch schöner wäre es, sich das Teilchen als Verdichtungswelle dieses Substrats vorzustellen.

Ist diese Vorstellung nicht falsch und ist sie Prognose fähig ?

Ob richtig oder falsch können wir tatsächlich nur nach der Prognosefähigkeit entscheiden. Da fehlen aber noch Erzeugung und Vernichtung von Elementarteilchen. Deshalb kommt das ausfühlicher später bei den Quantenfeldtheorien.

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Folge 34: Bohmsche Mechanik 13 Okt 2018 20:54 #43526

@Michael D.
"zuerst" setzt voraus, daß die SRT falsch ist.
Außerdem: Was soll das Substrat darstellen, wenn es in Frankfurt noch ist, aber eine Messung trotzdem stets erfolglos bleibt? Dann ist die Wahrscheinlichkeit 0, also doch, der Kollaps der Wahrscheinlichkeit erfolgt instantan. Dein Substrat ist nach der Messung substanzlos :)

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Folge 34: Bohmsche Mechanik 13 Okt 2018 21:05 #43528

Heinz Jürgen schrieb: @Michael D.
"zuerst" setzt voraus, daß die SRT falsch ist.

Genau. Die müsste dann falsch sein und durch eine Theorie mit absoluter Zeit ersetzt werden: Die Lorentzsche Äthertheorie.

Außerdem: Was soll das Substrat darstellen, wenn es in Frankfurt noch ist, aber eine Messung trotzdem stets erfolglos bleibt?

Der Schwellenwert (Substratkonzentration=Feldkonzentration) kann in Frankfurt nicht überschritten werden, weil er in Hamburg schon überschritten wurde (erfolgreiche Messung). Somit kann die Feldkonzentration in Frankfurt nicht mehr ausreichen, weil sich vorher schon das meiste Richtung Hamburg bewegt hat.

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Folge 34: Bohmsche Mechanik 14 Okt 2018 08:40 #43536

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Die Diskussion über den Messort und den Zusammenbruch der Wellenfunktion ist bei der Bohmschen Mechanik wie der Streit um des Kaisers Bart.
Bei der Bohmschen Mechanik gibt es keinen Zusammenbruch der Wellenfunktion, da es im Vorhinein nur um Teilchen geht, die einer Welle folgen.
Und es ist somit völlig irrelevant wo die Messung stattfindet, da die Ursache immer durch den Anfangspunkt der Welle bestimmt wird. Also beispielsweise dort, wo es zur Trennung der Lichtstrahlen nach der "Verschränkung" kommt.

MfG
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Folge 34: Bohmsche Mechanik 14 Okt 2018 13:03 #43544

wl01 schrieb: ...Und es ist somit völlig irrelevant wo die Messung stattfindet, da die Ursache immer durch den Anfangspunkt der Welle bestimmt wird. Also beispielsweise dort, wo es zur Trennung der Lichtstrahlen nach der "Verschränkung" kommt.

Ok, durch verborgene Anfangsvariablen kann man das Problem des instantanten Zusammenbruchs umgehen. Dann hat man aber bei der Bohmschen Mechanik das Erklärungsproblem, aus was die Welle bestehen soll. Das naheliegendste wäre ein gemeinsames Substrat und die Teilchen als Verdichtungswelle desselben.

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Folge 34: Bohmsche Mechanik 14 Okt 2018 13:57 #43545

Lt. Hr. Gaßner wird die Unschärfe / Unbestimmtheit nach der Bohmschen Mechanik an den Anfangspunkt der Welle verschoben.
Könnte es in diese Zusammenhang eine Lösung sein, die Unschärfe als eine Eigenschaft des Raums statt der Welle / des Teilchens zu betrachten?

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Folge 34: Bohmsche Mechanik 14 Okt 2018 15:49 #43547

heinzendres schrieb:

Michael D. schrieb: Besser wär doch die Vorstellung, dass Welle und Teilchen aus demselben Substrat bestehen. Noch schöner wäre es, sich das Teilchen als Verdichtungswelle dieses Substrats vorzustellen.

Ist diese Vorstellung nicht falsch und ist sie Prognose fähig ?

eine entsprechende Frage hatte ich auch bereits gestellt, ob eine erweiterte Wellenfunktion die Betrachtung von Teilchen ersetzen könnte.

ClausS schrieb:

Jürgen schrieb: Oder gibt es einen zwingenden Grund an der Teilchenvorstellung festzuhalten?


Experimentelle Befunde wie z.B. der photoelekrische Effekt ( de.wikipedia.org/wiki/Photoelektrischer_Effekt ).

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Folge 34: Bohmsche Mechanik 14 Okt 2018 16:22 #43549

Jürgen schrieb: Könnte es in diese Zusammenhang eine Lösung sein, die Unschärfe als eine Eigenschaft des Raums statt der Welle / des Teilchens zu betrachten?

Meiner Meinung nach ja. Aber könnte, hätte Fahrradkette. Das würde eine neue Theorie bedingen, die prognosefähig und besser als das Standardmodell ist. Eine so gut wie unmögliche Aufgabe. Warten wir mal ab, was die Folgen zur QFT an neuen Denkanstössen bringen.

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Folge 34: Bohmsche Mechanik 14 Okt 2018 18:55 #43554

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Michael D. schrieb:

wl01 schrieb: ...Und es ist somit völlig irrelevant wo die Messung stattfindet, da die Ursache immer durch den Anfangspunkt der Welle bestimmt wird. Also beispielsweise dort, wo es zur Trennung der Lichtstrahlen nach der "Verschränkung" kommt.

Ok, durch verborgene Anfangsvariablen kann man das Problem des instantanten Zusammenbruchs umgehen. Dann hat man aber bei der Bohmschen Mechanik das Erklärungsproblem, aus was die Welle bestehen soll. Das naheliegendste wäre ein gemeinsames Substrat und die Teilchen als Verdichtungswelle desselben.

Stimmt, was ist also diese Welle? Nun die ist eben durch die Schrödinger-Gleichung vorgegeben.
M.A. ist jedoch die Dualität das Hauptproblem.
Also entweder ist das gemessene Teilchen eine Verdichtung der Welle (vielleicht besser eine Verdichtung der Raumzeit), oder gibt es nur Teilchen, die von der verdichteten Raumzeit in eine "Wellenform" gezwungen werden?

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Folge 34: Bohmsche Mechanik 14 Okt 2018 20:46 #43560

wl01 schrieb: oder gibt es nur Teilchen, die von der verdichteten Raumzeit in eine "Wellenform" gezwungen werden?


Mein Gedankengang geht in die gleiche Richtung , wie ist es mit der Lorentztransformation . Das Photon hat ja ein auf 0 gestauchte strecke und Eigenzeit , ist die Wellenfunktion dann nicht so eine Art Informationsübertragung der Wechselwirkung welche aber nicht der Lorentztransformation unterliegt und sich somit nur mit Lichtgeschwindigkeit mit dem Wechselwirkungspartner austauschen kann .

2 im selben Inertialsystem ruhende Teilchen müssten das jeweils andere als Dekohärent wahrnehmen .

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Folge 34: Bohmsche Mechanik 14 Okt 2018 21:42 #43563

Jürgen schrieb: Lt. Hr. Gaßner wird die Unschärfe / Unbestimmtheit nach der Bohmschen Mechanik an den Anfangspunkt der Welle verschoben.
Könnte es in diese Zusammenhang eine Lösung sein, die Unschärfe als eine Eigenschaft des Raums statt der Welle / des Teilchens zu betrachten?

Ganz generell sind wohl beide Vorgehensweisen gleichwertig.
In meinen Simulationen von Kugelstößen kann ich am Anfang bewusste Werte auswählen. "Bewusst" ist im Endeffekt auch wieder zufällig. Um alte Werte nicht immer weiter speichern zu müssen, kann ich mit einem (Pseudo-) Zufallsgenerator bei vielen Wiederholungen der Stoßsimulationen immer wieder neue "Anfangswerte" generieren. Bei Kugeloberflächen ergeben sich ja unendlich viele mögliche Werte und bei den aus einer Maxwell-Boltzmannschen Geschwindigkeitsverteilung ausgewählten auch.

Mathematisch läuft das auf den Mechanismus hinaus, wie beispielsweise in Unschärferelation und relativistische Quantentheorie gleich im ersten Kapitel. Z.B. steht da, dass "ΔA die Standardabweichung der Observablen A aufgrund der Wahrscheinlichkeitsverteilung der möglichen Messergebnisse ist".
Unschärfe oder jetzt besser nach Gassner Unbestimmtheit hängt demnach mit der Standardabweichung von Wahrscheinlichkeitsverteilungen zusammen. Ob diese ganz am Anfang einer Betrachtung hinein gesteckt wird oder erst später, spielt keine Rolle bei der prinzipiellen Betrachtung von Zufall in der Quantenmechanik.
MfG
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Folge 34: Bohmsche Mechanik 14 Okt 2018 21:43 #43564

Michael D. schrieb:

Wie erklärt das die Verschränkung?

Substrat wäre über eine zusätzliche Dimension gekoppelt. Die SRT wäre im Substrat unterhalb der Unschärferelation nicht gülitg.

Die Verschränkung kann ich mir zur Zeit durch 3 Ansätze erklären:
  1. 1. Austauschteilchen – entfällt nach dem Standardmodell, da Überlichtgeschwindigkeit
  2. 2. Eine Eigenschaft des Raums, die die Fernwirkung ermöglicht (möglicherweise dimensional)
  3. 3. Es handelt sich real nur um ein Feld, das um eine Eigenschaft an der einen Seite zu realisieren ein Potential aus dem Gesamtfeld benötigt, das der anderen Seite die Möglichkeit entzieht, diese Eigenschaft ebenfalls zu realisieren.
Die letzte Variante scheint mir plausibel.
Mich würde interessieren, ob es noch andere Erklärungsansätze dazu gibt.

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Folge 34: Bohmsche Mechanik 14 Okt 2018 22:51 #43566

Warum nimmt man nicht einfach die imaginäre Achse als Modell zum Verständnis der Verschränkung (es folgen nur meine Gedanken, keine Wiedergabe der aktuellen Forschungsmeinung).

Stellt Euch eine Sinusfunktion mit einer Phase vor, deren Anfang und Ende jeweils bei den Meßorten liegt. Diese rotiert nun um eine imaginäre Achse. Je nachdem, ob bei der Messung nun die Rotation aus Blickwinkel der reellen Achse oben oder unten ist, ergibt sich zB Spin up oder down. Man darf sch die Rotation aber nicht in unserer gefühlten Zeit vorstellen, sonst wäre es zeitlich vorhersagbar. Die Rotation findet also auch in einer imaginären Zeitebene statt.
Wie gesagt, nur ein Modell, man darf das nicht zu wörtlich nehmen.
Ich muß mir mal die Mathematik der Verschränkung genauer ansehen, um zu prüfen, ob ich mit dem Modell falsch liege.

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Folge 34: Bohmsche Mechanik 14 Okt 2018 23:38 #43567

Jürgen schrieb:

Michael D. schrieb:

Wie erklärt das die Verschränkung?

Substrat wäre über eine zusätzliche Dimension gekoppelt. Die SRT wäre im Substrat unterhalb der Unschärferelation nicht gülitg.

Die Verschränkung kann ich mir zur Zeit durch 3 Ansätze erklären:
  1. 1. Austauschteilchen – entfällt nach dem Standardmodell, da Überlichtgeschwindigkeit
  2. 2. Eine Eigenschaft des Raums, die die Fernwirkung ermöglicht (möglicherweise dimensional)
  3. 3. Es handelt sich real nur um ein Feld, das um eine Eigenschaft an der einen Seite zu realisieren ein Potential aus dem Gesamtfeld benötigt, das der anderen Seite die Möglichkeit entzieht, diese Eigenschaft ebenfalls zu realisieren.
Die letzte Variante scheint mir plausibel.
Mich würde interessieren, ob es noch andere Erklärungsansätze dazu gibt.

Vielleicht können wir uns das Substrat mit gekoppelten Raumzellen vorstellen, welche Zeiger wie bei analogen Uhren überall im gleichen Rythmus drehen lassen. Müssten dann verschränkte, auch weit voneinander entfernte, Ereignisse vom Zustand bei ihrer Erzeugung abhängig sein? Würde das auf Einflüsse eines holografischen Prinzips deuten?
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Folge 34: Bohmsche Mechanik 15 Okt 2018 07:15 #43571

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Da ich Bohm eher wörtlich interpretiere, also dass die Ursache am Anfang der Welle entsteht...
Dass der Kristall bei der Trennung schon die jeweilige Eigenschaft des Spins determiniert. Einstein hat da auch vom Handschuhparadoxon gesprochen. Dann sind alle weiteren Überlegungen, wie und in welcher Zeit die Information von einer Messung zur Anderen gelangen hinfällig.

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Folge 34: Bohmsche Mechanik 15 Okt 2018 13:44 #43580

wl01 schrieb: Da ich Bohm eher wörtlich interpretiere, also dass die Ursache am Anfang der Welle entsteht...
Dass der Kristall bei der Trennung schon die jeweilige Eigenschaft des Spins determiniert. Einstein hat da auch vom Handschuhparadoxon gesprochen. Dann sind alle weiteren Überlegungen, wie und in welcher Zeit die Information von einer Messung zur Anderen gelangen hinfällig.

Richtig. Wenn alles am Anfang von verborgenen Variablen festgelegt wird, brauchen wir uns um einen Fernwirkungsmechanismus keine Gedanken mehr machen. Ich mach mir auf jedenfall keine Gedanken mehr über so einen Mechanismus. Die Gefahr der Zeitverschwendung ist mir zu gross. Ich lege mich einfach mal fest und behaupte, dass der gute alte Einstein recht hat und es keine Fernwirkung gibt.

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Folge 34: Bohmsche Mechanik 20 Jan 2019 04:02 #47370

Michael D. schrieb: Ok, durch verborgene Anfangsvariablen kann man das Problem des instantanten Zusammenbruchs umgehen. Dann hat man aber bei der Bohmschen Mechanik das Erklärungsproblem, aus was die Welle bestehen soll. Das naheliegendste wäre ein gemeinsames Substrat und die Teilchen als Verdichtungswelle desselben.

Nun, so ein "Problem" hat notwendigerweise jede Theorie. Sie muss ja irgendwelche Objekte definieren, die fundamental sind. Diese fundamentalen Objekte kann sie nicht erklären, sie kann lediglich ihre Eigenschaften beschreiben (postulieren).

Die Wellenfunktion des Universums ist ein fundamentales Objekt der Bohmschen Mechanik, und natürlich nicht von der Bohmschen Mechanik selbst erklärbar. Insofern kann man dies auch nicht als ein Problem der Bohmschen Mechanik darstellen, und schon gar nicht als eines, welches die Ablehnung der Theorie rechtfertigen würde.

Viel plausibler ist der Einwand, dass hier die reale Existenz eines riesigen Monsters postuliert wird, nämlich der Wellenfunktion des Universums. (Und dies ohne Notwendigkeit, weil es halt auch realistische Interpretationen gibt, die ohne Wellenfunktion des Universums auskommen, weil die Wellenfunktion in ihr nur epistemischen Charakter hat, also unser unvollständiges Wissen über de reale Trajektorie beschreibt und nicht selbst irgendwas real existierendes ist.)

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Folge 34: Bohmsche Mechanik 20 Jan 2019 05:17 #47371

@Josef M. Gaßner
So, ich hab jetzt das Video zum Thema angeschaut, und kritisiere das jetzt mal.

12:00 Die Schrödinger-Gleichung sei falsch.

Nunja, die Schrödinger-Gleichung als Gleichung für mehrere nichtrelativistische Teilchen ist natürlich falsch. Wir haben heutzutage Feldtheorien, da sind die Dinger, die sich bewegen, nicht Punktteilchen, sondern Felder. Aber diese Felder kann man trotzdem mit ähnlichen mathematischen Methoden behandeln wie Teilchen, als Lagrange-Formalismus, Hamilton-Formalismus, und dann bei der Quantemechanik Heisenberg-Bild oder Schrödinger-Bild. Und dann gibt es im Schrödinger-Bild eben auch eine den anderen Variablen entsprechende Schrödinger-Gleichung. (Die ist, wenn man wirklich Feldtheorie mit kontinuierlichen Feldern macht, natürlich eine problematische Sache in einem unendlichdimensionalen Raum. Aber wenn man das regularisiert, beispielsweise durch eine Gitterapproximation mit endlich vielen Gitterpunkten, ist das doch eine ganz normale Schrödingergleichung, selbst für relativistische Felder. Siehe hier für den einfachsten Fall eines skalaren Felds. Diese, auf die relativistischen Felder angepasste Schrödinger-Gleichung ist keineswegs falsch.

Und ein Problem für die Bohmsche Mechanik entsteht dabei auch nicht. Schon in seiner ersten Arbeit dazu hat Bohm seine Mechanik auch für ein relativistisches Feld, nämlich das elektromagnetische Feld, entwickelt.

12:30 Dirac-Gleichung als Weiterführung der Schrödinger-Gleichung: So hatte Dirac sie motiviert. Hinterher stellte sie sich aber dann doch als konzeptionell ganz was anderes heraus, nämlich als Analogon der Maxwellschen Gleichung für ein Feld mit anderem Spin, also insbesondere mit einer anderen Zahl von Komponenten, die sich bei Drehungen anders transformieren als die elektromagnetischen Potentiale. Also eigentlich eine klassische Feldgleichung, die genauso quantisiert werden muss wie die Maxwellsche Gleichung.

13:40 Die Unschärferelation sei ein Problem, das nur auf die Anfangsbedingungen verlagert wird. Nun, das ist akzeptabel für das was bei Bohm schon steht - der zeigt nur, dass alles im Quantengleichgewicht bleibt, wenn es im Quantengleichgewicht begonnen hat. Warum man für die Anfangsbedingungen Quantengleichgewicht annehmen sollte, sagt er nicht.

Das Problem hat allerdings Valentini mit seinem "subquantum H theorem" gelöst. Er nimmt die Bohmschen Gleichungen wie sie sind, definiert eine H-Funktion analog zur Bolzmannschen H-Funktion und beweist dann analog zu Bolzmann dass das Ganze ziemlich schnell im Gleichgewicht landet, und dieses Gleichgewicht ist genau das Bohmsche Quantengleichgewicht.

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Folge 34: Bohmsche Mechanik 20 Jan 2019 09:58 #47377

Schmelzer schrieb:

Michael D. schrieb: Ok, durch verborgene Anfangsvariablen kann man das Problem des instantanten Zusammenbruchs umgehen. Dann hat man aber bei der Bohmschen Mechanik das Erklärungsproblem, aus was die Welle bestehen soll. Das naheliegendste wäre ein gemeinsames Substrat und die Teilchen als Verdichtungswelle desselben.

Nun, so ein "Problem" hat notwendigerweise jede Theorie. Sie muss ja irgendwelche Objekte definieren, die fundamental sind. Diese fundamentalen Objekte kann sie nicht erklären, sie kann lediglich ihre Eigenschaften beschreiben (postulieren).

Genau, der Teufel steckt im Detail. Je besser und konkreter diese fundamentalen Objekte definiert sind, desto besser und schärfer die Theorie. Natürlich auch umso leichter verifizier- und falsifizierbar. Aber das macht ja nichts. Es geht ja nicht darum, dass eine Theorie möglichst lange Bestand hat, sondern darum, dass wir Fortschritte machen und uns nach oben irren. So funktioniert Wissenschaft.

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