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THEMA: Die Welt in 100 Jahren

Die Welt in 100 Jahren 08 Feb 2016 23:38 #2610

Hallo zusammen,
Die neue Videoreihe von Harald Lesch böte sehr viel Diskussionsstoff über unser Verhältnis zur Natur, die Erkenntnisse, die wir bisher als gesichert annehmen können und den Handlungsanleitungen für die Zukunft. Habt Ihr Lust, euch dazu zu äußern?
Voraussetzung: ihr müsst euch dieses Video ansehen.
Grüße
Thomas

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Die Welt in 100 Jahren 09 Feb 2016 01:30 #2615

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Herr Lesch beschreibt in puncto Energie, demographische Entwicklung, Bildungssystem und der sogenannten Flüchtlingsproblematik exakt meine Heimatstadt in Brandenburg. So gesehen leben wir dort schon in der Zukunft :-( Da gibt es nur alte Leute und Windräder. Ich würde mir gerne einmal so ein Gespräch zwischen Herrn Lesch samt ausgewählter Unterstützung und Frau Merkel, Herrn Lammert und, am besten, allen Ministern anhören! Frau Merkel ist ja außerdem auch noch selbst Physikerin. Aber die würden auch nie zugeben was wirklich läuft und die Karten auf Tisch packen... Harry for President!

Ich sehe bspw. wie in meiner Heimat immer mehr Eigenheime außerhalb in sogenannten Wohngebieten entstehen, dort leben überwiegend jüngere Familien. Der historische Stadtkern verfällt, dort kann man sich nichts leisten, weil man denkmalgerecht sanieren müsste. Außerdem wird das Altersheim stetig vergrößert. Im Umland stehen Hunderte von Windrädern.

Mein Ansatz: Die Stadt, das Land oder der Bund sollten die Sanierung des Stadtkerns fördern, durch günstige Grundstücke und niedrige Steuern. Dort sollten durchdachte Wohnhäuser enstehen. Mit kleinen, altersgerechten Wohnungen für Senioren im Erdgeschoss, vielleicht noch eine Single-Wohnung und 2 für junge Familien. Das ganze sollte für Familie mit Oma zum Bsp. interessant gemacht werden. Sonst, könnte man die anderen Wohnungen gefördert an Altenpfleger vermieten, dass diese vor Ort (mit ihren Familien) leben und arbeiten können. Auf dem Dächern sollte es überall "hängende Gärten" geben. In den Wohngebieten sollte der Bau von "Generationenhäuser" gefördert werden. Wir müssen generell enger bauen und damit höher. Grünflächen sollten für Nutzpflanzen dienen. Das ist natürlich ein Problem der Umweltverschmutzung, hauptsächlich durch die Autos. Sonst könnte man bspw. Karotten in den Grünstreifen anbauen, wo sich jeder nach der Arbeit ein Bund mit nach Hause nehmen kann. Vielleicht könnten sich einige Rentner gemeinnützig um die Pflege kümmern. Es sollen auch an jeder Hauswand Trauben wachsen, etc. Die Konkurrenz der Geschäfte sollte aufhören, es sollte eine "Genossenschaft" gebildet werden und die Preise vereinheitlicht werden. Das spart vor allem Zeit, den man muss nicht mehr Wettbewerb machen und die Kunden müssen nicht mehr vergleichen und können einfach einkaufen, egal wo. Es sollte mehr Spielplätze geben. Die Rentner sollten in die Kindergärten und die Bildung einbezogen werden. Es muss einfach mehr Kontakt zwischen den Generationen geben. Staatliche Regulierung muss an entsprechenden Stellen zurückgefahren werden, man muss in der Lage sein auf individuelle Gegebenheiten ein zu gehen (Geographie z.B.). Bildung darf nicht Ländersache sein, genau wie Energie. Und und und... Man muss auch einfach mal etwas anderes probieren. Man kann doch 2 Projekt in einer Stadt bauen und gucken welches besser funktioniert, ich meine bei uns ist das Altenheim schon da und Wohnhäuser werden auch gebaut und saniert. Aber stattdessen wird das Rathaus, das Dienstags und Donnerstags von 8-12 geöffnet ist, wo einem wie im Wilden Westen Stroh den Weg kreuzt, wenn man über die Flure geht, für 1,4 Mio. saniert. Da sollten sie lieber ein neues Windrad für kaufen! Apropos, kann man die Dinger nicht auch ins Stadtbild integrieren? Solaranlagen auf jeden Fall.

Wir brauchen bessere Infrastruktur, besonders in sozialer Hinsicht! Vor allem darf die nicht durch die Interessen weniger, sondern muss durch die Interessen aller bestimmt werden...

Kurz gesagt, ich bin für den NIEMALS PRAKTIZIERTEN Kommunismus (gerne in modernisierter Form) und Anhänger von Karl Marx und Rosa Luxemburg. Hätten wir auf diese Leute mal damals schon gehört! Ich meine wirklich... Die DDR hat diese Chance komplett in den Sand gesetzt.

Der Kapitalismus ist der Krebs der Wirtschaft, wobei ich liebe ja den Film "Der Omega-Mann" :P
Aber würde man mit dem Wissen von heute in der Steinzeit neu anfangen können, die Zeit also zurück drehte, würde die Menschheit sich wieder genau so entwickeln. Ich bin da Pessimist und betrachte es als Verbrechen Kinder in die Welt zu setzen :ohmy:

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Die Welt in 100 Jahren 09 Feb 2016 01:50 #2616

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Ganz wichtig wäre auch überhaupt mal eine Integrationspolitik zu haben, die Deutschland schon seit den 60er Jahren fehlt. Sonst muss Europa wirklich eine Mauer bauen und diese mit Waffengewalt verteidigen. Siehe der "Der Marsch" (1990)! Was Herr Lesch sagt, wurde auch schon vor 25 Jahren erkannt und wahrscheinlich auch schon viel früher.

Irgendwie gibt es dieses Thema auch zweimal: www.urknall-weltall-leben.de/kunena/weit...e-welt-in-100-jahren

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Die Welt in 100 Jahren 09 Feb 2016 02:13 #2617

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Ich weiß ja, dass Atomkraft ein rotes Tuch ist: Wäre die Sicherheit nicht in den Griff zu bekommen, wenn man sich wirklich Mühe gäbe? Könnte man mit Zukunftstechnologien wie dem "Weltraum-Aufzug" nicht auch Atommüll los werden? Raketen sind zu unsicher und schaffen zu wenig Last. Das beste Atomendlager wäre doch die Sonne, oder? Das Problem ist der absolut sichere Transport. Würde man die Forschung darauf konzentrieren, bekäme man da nicht mit hoher Wahrscheinlichkeit Lösungen?

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Die Welt in 100 Jahren 09 Feb 2016 02:23 #2618

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Es gibt aus meiner Sicht auch eine unfaire Verteilung von Raum. In Hamburg kann man es sich kaum leisten ein Geschäft in der Innenstadt zu betreiben. Erst recht kann man es sich nicht leisten, gleichzeitig auch noch dort zu wohnen. Dadurch wird die Infrastruktur stark belastest und damit auch die Umwelt. Aufgrund der reichen Luxusvillen, -wohnungen und -geschäfte müssen viele Normal-Sterbliche pendeln. In München ist es noch schlimmer, wobei wir in Deutschland noch Glück haben. Versucht mal in London eine Wohnung zu bekommen! Da müssen sich 40-jährige, berufstätige Menschen in WGs organisieren um in London wohnen zu können.

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Die Welt in 100 Jahren 09 Feb 2016 11:34 #2619

Thomas schrieb: Hallo zusammen,
Die neue Videoreihe von Harald Lesch böte sehr viel Diskussionsstoff über unser Verhältnis zur Natur, die Erkenntnisse, die wir bisher als gesichert annehmen können und den Handlungsanleitungen für die Zukunft. Habt Ihr Lust, euch dazu zu äußern?
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Grüße
Thomas


Ich habe das Video gesehen.

Vorweg: Der Inhalt hat nichts, aber auch rein gar nichts mit dem Thema dieser Webseite "Urknall, Weltall und das Leben", also dem Näherbringen von neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen der Naturwissenschaftler an die "einfachen Leute" zu tun, sondern ist eher die ganz private, persönliche Meinung des Herrn Lesch auf die Frage des Fragenden, wie der Herr Lesch sich die Welt in Hundert Jahren so vorstellt, zu sehen.

Wobei Prognosen immer so eine Sache sind, vor allem dann, wenn sie die Zukunft betreffen.

Schaut man mal zurück und überprüft, wie präzise so manche Prognosen von hochangesehenen Wissenschaftlern in der Vergangenheit denn danach eingetreten sind oder nicht, wird man feststellen, dass so gut wie keine einzige wissenschaftlich untermauerte Prognose dann auch eingetreten ist.

Beweis:

- In den 70er Jahren gab es die große Diskussion über das "Waldsterben", es gab den jährlichen "Waldschadensbericht", der mit großem TamTam öffentlichkeitswirksam "vorgestellt" wurde, es gab Forderungen nach einem sofortigen Tempolimit, ansonsten würde unser gesamter Wald in 20 Jahren restlos verschwunden sein, die Welt würde untergehen .......... es wurde prognostiziert, dass, wenn nichts unternommen würde, der Wald endgültig sterben würde.
Die Medien käuten diese falschen "wissenschaftlichen" Aussagen unaufhörlich wider bis zum Erbrechen, völlig kritiklos übrigens.

Wie wir alle heute wissen, war da gar nichts dran, nichts, alles Lüge.

- Heute halten sich ganze "Wissenschafts"-Branchen nur dadurch finanziell am Leben, dass sie ununterbrochen den baldigen Klimakollaps aufgrund des menschengemachten CO²-Ausstoßes propagieren und begründen diese aktuelle Weltuntergangsthese durch Computersimulationen, deren Software immer wieder so angepasst wird, bis es den "Forschern" gefällt ............. allerdings können diese "Forscher" nicht erklären, wieso die Erwärmung seit ca. 15 Jahren stagniert ............ sowas dummes aber auch. Man beruft sich auf Vergleichsmessungen der Durchschnittstemperaturen von vor 100 Jahren und heute, wohl wissend, dass es da gar nichts zu vergleichen gibt, denn die Art der Messungen früher und die Art der Ermittlung der Tages-Durchschnittstemperatur hat sich mehrfach grundlegend gewandelt und war damals auch keineswegs überall standardisiert, außerdem gibt es heute dort Messstationen, wo es früher gar keine gab, trotzdem wollen die Wissenschaftler hier eine allgemeine Erhöhung festgestellt haben.

- In den 70er Jahren prognostizierten namhafte Wissenschaftler im "Club of Rome" das baldige Ende des Erdöls ............. nun ja.

- Seit den frühen 50er Jahren wurde uns immer wieder die Entwicklung einer Super-Batterie in Aussicht gestellt, die in spätestens 20 Jahren serienreif sein sollte und sodann den Verbrennungsmotor im Auto ersetzen würde .......... auch heute noch werden solche Ankündigungen gemacht.

Der Herr Lesch hat hier in diesem Video seine ganz persönlichen Ansichten zu bestimmten, auch sehr politischen Dingen wie der Umgang mit den Flüchtlingen usw. angesprochen und bewertet und Prognosen abgegeben.

Das darf er auch, allerdings gebe ich zu bedenken, dass er damit sein Wissensgebiet, für das er ausgebildet ist, deutlich verlässt und somit in diesen Zukunftsprognosen auch nicht mit mehr Kompetenz spricht als jeder andere von uns.

Ich prognostiziere, das nichts, aber auch gar nichts von dem eintreffen wird, was Herr Lesch da für die Zukunft so sieht.

Er möge doch bitte bei seinem Fachgebiet bleiben und nicht zum Medien-Zampano mutieren, dessen Aussagen zum Thema Zukunft man im nachmittäglichen Privatfernsehen unter Asozialen diskutiert. Er möge doch bitte, bitte, seriös bleiben und uns auch weiterhin vom Urknall und von fernen Galaxien berichten oder vom Fortschritt bei der Kernfusionsforschung oder von neuesten Erkenntnissen von CERN, aber bitte dabei seriös bleiben. Zukunftsprognosen sind niemals seriös, das sollte er lassen.


Grüße
Udo

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Die Welt in 100 Jahren 09 Feb 2016 12:12 #2620

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@udogigahertz

Ich denke viele deiner Kritikpunkte sind berechtigt. Weiterhin denke ich das viele der angesprochene Diskrepanzen auch entstanden sind, weil die Machthabenden andere Ergebnisse haben wollten, und dann solange Studien in Auftrag gegeben haben bis sie diese hatten.

Es ist allgemein bekannt das Rauchen Krebs und andere Krankheiten begünstigt. Jedoch konnte "offiziell" bis in die 90er Jahre kein Zusammenhang zwischen dem Konsum von Tabak und derartigen Erkrankungen nachgewiesen werden. (Wenn man dies nachweisen wollte.)

Mit dem Öl haben wir es einmal geschafft das Ende zu verschieben. Dafür fällt dieser Hammer mit um so mehr Schwung auf uns zurück. Fracking ist das Schlimmste überhaupt. Alaska war mal ein großes Naturschutzgebiet, nun muss dort der Wald auch weichen. Nicht zuletzt auch wegen dem Gold. Gold liegt tonnenweise in Fort Knox und sonstwo herum, aber wir müssen den Wald deswegen killen. Dann wird es noch für Schmuck und Uhren verschwendet. Ich denke das Waldproblem ist tot geschwiegen worden, dieser Hammer konnte auch noch mehr Schwung aufbauen.

Seit den 1980er und 90er Jahren schmilzt die Eiskappe des Kilimandscharo in Tansania . So wie alle Gletscher in Afrika. Die Atacamawüste in Chile war einer trockensten Orte der Welt (das Death Valley ist dagegen ein Paradies). Dort fällt in 20 Jahren ein Tropfen Regen, durch die Erwärmung des Humboldt-Stroms kam es unlängst zu extremen Überschwemmungen durch Niederschläge.

Gut, selbst wenn das natürliche Entwicklungen sind, bleiben die Folgen die gleichen. Unabstreitbar haben wir einige Tierarten, wie den Dodo oder den Tasmanischen Tiger auf dem Gewissen, beinahe auch die Wale und die Elefanten. Diese Liste ist fast endlos. In vielen Punkten haben wir es seit den 50ern geschafft den Bogen noch weiter zu überspannen. Er wird brechen, um so später, desto heftiger fliegt er uns dann um die Ohren.

Ich weiß nicht, ob die damals bei der Superbatterie nicht an die heutigen Atombatterien gedacht haben. Die will man aber eigentlich nicht zu Hause haben. Deswegen wird damit auch nur auf dem Mars herum gefahren und durch den Weltraum geflogen. Aktuell ist die Entwicklung der Lithium-Luft-Batterie wohl ziemlich viel versprechend.

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Die Welt in 100 Jahren 09 Feb 2016 13:45 #2622

Thomas schrieb: Hallo zusammen,
Die neue Videoreihe von Harald Lesch böte sehr viel Diskussionsstoff über unser Verhältnis zur Natur, die Erkenntnisse, die wir bisher als gesichert annehmen können und den Handlungsanleitungen für die Zukunft.
Grüße
Thomas


Welche "gesicherten Erkenntnisse" für die Zukunft meinst du?

Dass wir viel zu viele Individuen auf diesem Planeten sind? Das ist doch eine Binsenweisheit, dazu brauche ich keinen Wissenschaftler, der mir das erklärt.
Wo aber ist hier die "Handlungslanleitung für die Zukunft"? Was für Tipps hat er denn bezüglich einer Reduktion oder zumindest einer Beschränkung einer weiteren Zunahme der Menschen gegeben?

Er sprach an, dass wir es in Zukunft mit Kriegen um Süßwasser zu tun hätten, mit Verteilungskämpfen um das letzte Trinkwasser. Das ist Unfug, dieser Krieg, diese Kämpfe sind schon lange im Gange, man bekommt das hier nur nicht so hautnah mit.

Auch hierzu wieder: Kein Rat, wie man handeln sollte, um den dürstenden Menschen in der Sahel-Zone wieder zu Trinkwasser zu verhelfen.

Stattdessen nur düstere Prognosen, dass die Flüchtlingsströme zu uns dramatisch zunehmen werden.

Was für eine Prognose, das weiß doch jeder, was der dumme, unüberlegte, aber gut gemeinte Spruch der Kanzlerin, dass "wir das schon schaffen werden" angerichtet hat, dieser Tag, an dem sie diesen Spruch abgelassen hat, wird als Anfang vom Ende der europäischen "Einheit" in die Geschichte eingehen, weil sie das ohne Absprachen mit den anderen Ländern gesagt hat und er zur Folge hatte, dass jetzt noch mehr Flüchtlinge kommen werden, die die anderen Länder anteilig aufnehmen sollen. Na prima, klar, dass Polen sich dafür "herzlich bedankt" .......... und nun sich erneut von den anderen europäischen Ländern abgrenzt, was zum Bruch der EU und zum Ende des Euros führen wird. Um das zu erkennen, benötige ich keinen Physiker der mir das erklärt.

Mit der Energie ...... nun, hier wird es doch ziemlich konfus, für ihn ist auch die Solarenergie endlich ............ häh? Wie hat er denn das gemeint? Es gibt ja nicht nur Gezeitenkraftwerke, Windräder und Solarkollektoren, es gibt ja auch noch Biogas, man kann die Sonnenkraft auch durch Spiegel konzentrieren.

Wir haben genug Wüstenfläche auf diesem Planeten, die man mit Solarkraftanlagen vollstellen kann.

Und seine Rechnung mit einer jährlichen Steigerungsrate der benötigten Strommenge ist doch Utopie, diesen Unsinn haben uns doch jahrelang die Stromkonzerne erzählt vom drohenden Blackout, wenn man nicht sofort in Kernkraft oder andere neue Kraftwerke bzw. den Netzausbau investieren würde ........ alles Quatsch, um zusätzliche öffentliche Gelder zu bekommen.

Nochmal: Schuster, bleib bei deinen Leisten.


Grüße
Udo

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Die Welt in 100 Jahren 09 Feb 2016 14:05 #2623

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@udogigahertz

Ich denke als Philosoph bleibt Herr Lesch bei seinen Schuhen.

Der Rat zu den Prognosen existiert bereits und ist den Politikern bekannt. Marx und Luxemburg sind nur Beispiele.

Die Erdoberfläche wäre nach seinen Berechnungen in 236 Jahren mit Solarzellen und Windrädern zu gepflastert. Biogas erwähnt er ebenfalls. Ja wir haben scheinbar genug Fläche, aber selbst wenn wir Afrika mit Windkraftanlagen zubauen oder sonstwas machen, es bleibt eine endliche Zahl während unser Energiebedarf eine exponential steigende Kurve ist. Er hat nur mit 4% Wachstum pro Jahr gerechnet, wie hoch ist das globale Bevölkerungswachstum pro Jahr?

Die USA hatte und hat mit ersten Blackouts zu kämpfen. Die Stadt aller Städte, New York, war ohne Strom. Das mächtigste Land der Welt war tagelang machtlos. Die Kanadier mussten helfen. In Russland und anderen Teilen der Welt sind Strom- bzw. Netzausfälle an der Tagesordnung.

Ich finde es außerdem ganz schön imperialistisch zu sagen, dass WIR Afrika zur Energiegewinnung durch Wind nutzen sollten. Vielleicht wollen und sollten die Afrikaner das mal selbst für sich machen. Würden die mal klar kommen und sich zusammen tun... aber auch das ist unsere Schuld. Die Europäer haben den Kontinent am Reißbrett geteilt und dann versklavt und tun es noch. Wer kauft den die Blutdiamanten, das Gold und das Öl um das dort und im vorderen Orient Kriege geführt werden?

Wir führen schon seit beinahe 100 Jahren Kriege um Öl, nur werden sie anders genannt. Spätesten jedoch seit dem ersten Afghanistan- und dem Irak-Krieg. Was denkst du, warum es in der Ukraine los geht? Es geht um Uran (und Öl)!

Nach meiner pessimistischen Ansicht müssen wir uns nur eine Frage stellen: Wollen wir noch Krieg führen und Massenvernichtungswaffen einsetzen bevor wir untergehen oder gehen wir alle gemeinsam, Hand in Hand, in den Sonnenuntergang?

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Die Welt in 100 Jahren 09 Feb 2016 14:12 #2624

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Und Kapitalismus ist Idiotie: Ich bin Informationselektroniker für Bürosystemtechnik. Lötstellen halten prinzipiell "ewig". Das soll aber schlecht für das Geschäft sein, also hat Grundig in den 60er Jahren korrodierendes Lötzinn erfunden, damit sich Kontakte auflösen und Fernseher kaputt gehen. Wir löten zwar mittlerweile auch bleifrei aber extra nicht haltbar. Das haben sich bestimmt keine Techniker wie ich ausgedacht, das waren im Prinzip Politiker. Das ist nur ein Beispiel dafür, wie Wissenschaft benutzt wird.

Was wir an Ressourcen in Gold und vor allem Giften wie Blei und Quecksilber wegwerfen ist sagenhaft. Aber das ist ja alles kein Problem solange die Kinder der "Dritten Welt" diese Stoffe chemisch für uns wieder "heraus kochen" und die Japaner damit Landgewinnung betreiben. Apropos, Landgewinnung durch das Anlegen von Mangrovenwäldern ist eine natürlich verträgliche Methode, die auch noch positive Nebeneffekte hat.

Die Produktvielfalt muss zurück geschraubt werden. Kauft man sich einen LCD-Fernseher, bieten 100 Hersteller je 100 Modelle an. Die sollten lieber zusammenarbeiten und einmal den perfekten Fernseher bauen.

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Die Welt in 100 Jahren 09 Feb 2016 16:21 #2626

@ thomas, ich hatte das thema bereits vor tagen eröffnet ;>

live must be a preperation for the transition to another dimension.

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Die Welt in 100 Jahren 09 Feb 2016 17:52 #2632

Oh, entschuldige, das hab ich nicht gesehen.

Wenn ich die Meinungen, die hier so zum Besten gegeben werden, lese, kommen mir echte Zweifel, ob wir je eine bessere Welt erleben werden. Mir kommt da Prof. Lesch`s Satz in den Sinn: die Menschheit scheint immer nur aus Katastrophen zu lernen. Eigentlich bedauerlich, wo wir Menschen doch ein Gehirn haben, auf das wir so große Stücke halten. Wenn wir mit den Augen der Apollo 8 Astronauten auf unseren Planeten schaun, dann ist es doch für jeden halbwegs begabten Menschen einsichtig, daß wir auf einem kleinen, empfindlichen Raumschiff durch die Milchstraße rasen und daß wir diese blaue Kugel auch nicht verlassen können. Wo sollten wir denn hin? Und wenn wir uns vor Augen führen, daß die Natur in uns ein Experiment gemacht hat, indem sie uns mit Gehirnen ausgestattet hat, die in der Lage sind, über sich selber nachzudenken. Solche Experimente macht die Natur nicht beliebig oft, vielleicht nur einmal auf diesem Planeten. Da kann man doch nur staunen. Deshalb meine ich, daß es durchaus berechtigt ist, aus der Sicht der Naturwissenschaften und Naturphilosophie einen Blick in die Zukunft zu werfen, um daraus eventuell auf uns zukommende Lebensbedingungen ableiten zu können. Auch wenn wir nicht mit letzter Sicherheit sagen können, wie die Zukunft wirklich sein wird, so zeigen sich doch Trends und Tendenzen, die man ansprechen soll. Sind die Dinge benannt, kann man sich seine Gedanken machen und beipflichten oder es sein lassen. Was auf keinen Fall geht, einem renommierten Naturwissenschaftler den Rat zu geben, bei seinen Leisten zu bleiben. Das ist selbstherrlich und schreiend unhöflich. Die meisten Menschen sind ausgesprochen dankbar, daß er sich äußert . Denn er hat es ja gesagt, daß gerade in den Naturwissenschaften Fakten festgestellt werden, über die man nicht diskutieren kann. Die sind nun mal so. Erst wenn wir diese Randbedingungen alle zu akzeptieren gelernt haben, sollte man darauf die richtigen Gesellschaftssysteme errichten. Vor allem solche, die die natürlichen Lebensbedingungen , wie sauberes Wasser, saubere Luft und den respektvollen Umgang mit der lebenden Kreatur und bescheideneren Umgang mit Energie, incl. mehr Verteilungsgerechtigkeit, respektieren. Es war ein eindringlicher Apell an mehr Bescheidenheit, mehr Vernunft und mehr Rücksichtnahme aufeinander.
Wir sollten das Grundgesetz ändern und an erster Stelle sollte der Satz stehen: Unsere natürlichen Lebensgrundlagen sind unantastbar und erst dann das mit der Würde des Menschen, denn wenn das Wasser oder das Öl knapp werden, dann schwindet auch die Würde des Menschen, denn dann verstrickt er sich schnell in kriegerische Auseinandersetzungen und dann war`s das mit der Würde. Dies und Weiteres hat er uns sagen wollen, super, bitte mehr davon.
In diesem Sinne
Euer Thomas
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Die Welt in 100 Jahren 09 Feb 2016 18:00 #2633

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Thomas schrieb: Wir sollten das Grundgesetz ändern und an erster Stelle sollte der Satz stehen: Unsere natürlichen Lebensgrundlagen sind unantastbar und erst dann das mit der Würde des Menschen, denn wenn das Wasser oder das Öl knapp werden, dann schwindet auch die Würde des Menschen, denn dann verstrickt er sich schnell in kriegerische Auseinandersetzungen und dann war`s das mit der Würde. Dies und Weiteres hat er uns sagen wollen, super, bitte mehr davon.


Vielen Dank, du sprichst mir aus der Seele. Vielleicht sollten auch mehr Menschen die Chance haben, es den Astronauten gleich zu tun und tatsächlich auf unsere Welt von außen schauen. Man kann das ja mit einem Politiker mal testen, im schlimmsten (oder besten) Fall verglüht er beim Wiedereintritt. :P

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Die Welt in 100 Jahren 09 Feb 2016 18:22 #2635

bei der gelegenheit: gysi ist ende februar in der urania im programm vertreten *g

Oh, entschuldige, das hab ich nicht gesehen.

kein problem, ich will hier ja keine klicks sondern mich bilden.

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Die Welt in 100 Jahren 09 Feb 2016 19:13 #2641

Thomas schrieb: Wenn ich die Meinungen, die hier so zum Besten gegeben werden, lese, kommen mir echte Zweifel, ob wir je eine bessere Welt erleben werden. Mir kommt da Prof. Lesch`s Satz in den Sinn: die Menschheit scheint immer nur aus Katastrophen zu lernen.


Ich sehe keine Anhaltspunkte, warum die Menschheit sich bessern sollte. Sie wird dies fürchte ich weder genetisch tun (es gibt keine individuelle Selektion in Richtung Nachhaltigkeit) noch sehe ich in Summe irgendeine kulturelle Weiterentwicklung. Den Satz von Herrn Lesch unterschreibe ich sofort.

Thomas schrieb: Eigentlich bedauerlich, wo wir Menschen doch ein Gehirn haben, auf das wir so große Stücke halten.


Evolutionär ist der Mensch leider nicht darauf ausgelegt, mit 8 Milliarden Individuen die Erde zu beherrschen.

Thomas schrieb: Denn er hat es ja gesagt, daß gerade in den Naturwissenschaften Fakten festgestellt werden, über die man nicht diskutieren kann. Die sind nun mal so. Erst wenn wir diese Randbedingungen alle zu akzeptieren gelernt haben, sollte man darauf die richtigen Gesellschaftssysteme errichten. Vor allem solche, die die natürlichen Lebensbedingungen , wie sauberes Wasser, saubere Luft und den respektvollen Umgang mit der lebenden Kreatur und bescheideneren Umgang mit Energie, incl. mehr Verteilungsgerechtigkeit, respektieren. Es war ein eindringlicher Apell an mehr Bescheidenheit, mehr Vernunft und mehr Rücksichtnahme aufeinander.


Seine Diagnosen klangen für mich durchaus nachvollziehbar. Einige seiner vorgeschlagenen Lösungen erscheinen mir aber deutlich zu idealistisch. Es wird in meinen Augen nie passieren, dass sich die Menschheit freiwillig darauf einigt, alle Ressourcen und allen Wohlstand friedlich und gerecht zu teilen.

Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind normale private Beiträge. Sie sollten genauso diskutiert und kritisiert werden wie alle anderen Beiträge auch.

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Die Welt in 100 Jahren 09 Feb 2016 22:48 #2648

Lieber ClausS,
Wenn dein letzter Satz, Es wird in meinen Augen nie passieren, dass sich die Menschheit freiwillig darauf einigt, alle Ressourcen und allen Wohlstand friedlich und gerecht zu teilen, richtig ist, dann ist bei endlichen Ressourcen die Zahl der lebenden Individuen auf einem hiermit verträglichen Niveau zu halten. Die Chinesen haben das schon versucht. Erst kürzlich ist die Vermehrungsbegrenzung wieder aufgehoben worden. Ich meine, dass man weltweit versuchen muss, die Anzahl der Nachkommen einzuschränken. Wenn uns das nicht gelingt, gibt es in 100 Jahren 12 Mrd. Menschen. Dann sind die fossilen Resourcen endgültig erschöpft, die Meere sind leer gefischt, die Riffe sind tot, die Pole sind eisfrei, der Meeresspiegel ist um 1 m gestiegen, viele Gegenden sind unbewohnbar geworden. Wir sehen es ja heute schon, dass alles Geld der Welt nicht hilft, wenn ganze Völker zu wandern beginnen. Unsere Möglichkeiten, dann noch zu steuern, werden abnehmen. Die Macht der Natur wird dann die Bedingungen vorgeben, nicht wir Menschen. Ich hab jetzt bewusst überzeichnet. Vielleicht kommt es auch nicht so apokalyptisch.
Die Schilderung soll aber deutlich machen, dass wir alle Veranlassung hätten, den Ernst der Lage zu begreifen. Entweder wir nehmen unsere Zukunft unter Berücksichtigung der natürlichen Randbedingungen selbst in die Hand, oder das Korrektiv übernimmt die Natur. Vielleicht sollten wir endlich mal entscheiden, was uns lieber ist. Man sollte der Menscheit diese Alternative mal deutlich vor Augen führen, um sie dann entscheiden zu lassen, Apokalypse oder human in Eintracht mit unseren natürlichen Lebensbedingungen. Wer sollte der Menscheit diese Frage zur Entscheidung vorlegen? Die UNO? Eine nicht existierende Weltregierung? Ich befürchte, dass wir uns einer solchen Autorität erst unterwerfen werden, wenn wir die nächsten Katastrophen hinter uns haben werden. Harald Lesch: es sieht so aus, als ob die Menschheit nur durch Katastrophen lernt.
Viele Grüße
Thomas

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Die Welt in 100 Jahren 10 Feb 2016 00:10 #2650

.
Thomas schrieb:

Unsere Möglichkeiten, dann noch zu steuern, werden abnehmen. Die Macht der Natur wird dann die Bedingungen vorgeben, nicht wir Menschen.

Wir haben noch niemals die Möglichkeit gehabt, Naturgesetze zu steuern. Die Natur hat schon immer die Bedingungen vorgegeben. Wir glauben nur, etwas steuern zu können und Bedingungen stellen zu können. Wir können Naturgesetze verzöger, umso heftiger treten sie dann in Erscheinung. Wir können Naturgesetze beschleunigen, umso mehr treten sie nach der Beschleunigung dann verzögert auf. In Summe gesehen nur eine vergebliche Mühe. Woher kommt das eigentlich, dass wir annehmen, wir könnten Naturgesetze steuern oder ihnen Bedingungen vorgeben?

Wenn der Film der Anfang einer Serie ist, dann ist er sehr vielversprechend.
.

Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

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Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

Die Welt in 100 Jahren 10 Feb 2016 01:22 #2651

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Herr Lesch hat selbst angedeutet wo wir ansetzen könnten:

Hauptsächlich müssten Bildung und Infrastruktur massiv und sinnvoll ausgebaut werden, um solch ein Szenario zu meistern. Ich denke dabei primär an die sogenannten Flüchtlinge, denn hier in Deutschland werden wir, abgesehen von gelegentlichen Stürmen und Überschwemmung, kaum ein anderes Problem haben. Aktuell haben wir hier 1,2 Mio. und weitere 11 Mio. sind noch unterwegs nach Europa. Selbst wenn der IS abgeschafft würde, gibt es min. 100 potentielle Nachfolgegruppierungen mit ähnlicher Gesinnung in der Region. Die Problematik bleibt bestehen, wenn man es nicht bewältigt diese Region dauerhaft zu stabilisieren und dazu braucht es Wohlstand, Bildung und Infrastruktur. Wie gut so etwas klappt zeigt leider die Vergangenheit: Israel, Afghanistan, Irak, Syrien, und ganz Afrika. Einige Experten gehen von min. 100 Mio. flüchtenden Menschen in den nächsten 10 Jahren aus. Kommen da noch, wie prophezeit, klimatische Veränderungen hinzu wird es sehr eng in den nächsten 100 Jahren. Hinzu kommt außerdem noch, dass "unsere eigene Bevölkerung" in Deutschland immer älter wird. Wir müssen also unbedingt soziale Infrastruktur schaffen, Senioren besser und nützlicher in die Gesellschaft integrieren und uns gegenüber fremden Kulturen öffnen. Bildung und Infrastruktur sind dafür abermals die Pfeiler. Viele radikale Stimmen behaupten wir würden unsere deutschen Wurzeln verlieren oder so etwas in der Art. Das stimmt auch, muss aber kein Nachteil sein. Viel mehr ist es Teil einer natürlichen Entwicklung, die wir, wenn wir als Spezies überleben wollen, entweder machen oder nicht. Wir müssten weg von der Ellenbogengesellschaft, meinte Herr Lesch, und auch von der Luxus- bzw. Konsumgesellschaft und hin zu einer Ressourcen schonenden Gesellschaft, die als Spezies und über Generationen denkt und handelt. Die Alternative wäre zunächst unsere Grenzen mit Waffengewalt zu verteidigen, wie es die AfD bereits lautstark fordert. Damit würden wir aber gegen unsere eigene Verfassung und, da wir ein Binnenland sind, gegen die Gesetze der EU verstoßen. Hier fordern übrigens rechte Stimmen eine Gesetzesänderung bzw. den Erlass von Notstandsverordnungen, aber egal. Weiter gedacht, würde es unweigerlich auf Krieg(e) und Terror hinauslaufen.


Reflexion der Vergangenheit auf die Zukunft:

Das 20. Jahrhundert war schon durch permanente Konflikte geprägt. Dabei ging es, nach meiner Meinung, bereits vornehmlich um Ressourcen. Nach den beiden Weltkriegen sind 1947 die Franzosen schon in Vietnam einmarschiert. Das hat sich dann 30 Jahre hingezogen und die Amis, die schon zuvor in Korea versagt hatten, erfuhren ihre größte Niederlage. Das Land leidet noch immer, ebenso wie Europa unter den Folgen der Weltkriege und des Kalten Krieges. Parallel dazu kocht seit 100 Jahren der Konflikt in Israel mal auf niedriger, mal auf etwas höherer Flamme. Frischen Mutes führt man nun also Stellvertreterkriege und bildet erstmal Taliban in Afghanistan aus um Sowjets zu töten. Ceaușescu und al-Gaddafi treiben ihr Unwesen. Dann denken sich die Amis (zusammen mit den Kuwaitern) eine Gleiwitz-reife Story aus um Saddam anzugreifen. Zwischendurch gibt es noch in Europa einige kleine Kriege und Putschversuche, aber das war normal. Im neuen Jahrtausend ging es dann so weiter. Signifikant ist noch die knapp verpasste, atomare Vernichtung, min. 5 Mal in 100 Jahren. Wäre die Entschlüsselung der Enigma nicht gelungen, was die Landung in der Normandie ermöglichte, wäre Deutschland Ziel von alliierten Atombombern geworden. In den 50ern gab es Pläne die Bombe in Korea einzusetzen. Dann kam die Kubakrise und 1983 standen wir sogar 2 Mal vor der Apokalypse. Einmal durch technisches und einmal durch menschliches Versagen. Es werden noch immer min. 11 Atombomben, sogenannte Broken Arrows, aus der Zeit des Kalten Krieges vermisst und eigentlich will keiner wissen, was da in Murmansk noch alles verrottet bzw. radioaktiv zerfällt. Vor etwa einem Jahr gab es offiziell 15850 Nuklearwaffen auf der ganzen Welt (Quelle: www.sipri.org/research/armaments/nuclear-forces ).

Das soll jetzt mal bitte ein Mathematiker nehmen und auf die nächsten 100 Jahre hochrechnen! Wie wahrscheinlich ist dann das Überleben der Menschheit gegenüber ihrer Auslöschung, rein statistisch?


Mein Fazit:

Das alles hat mein Vater mir schon als Kind gesagt und kann eigentlich auch nicht so schwer zu glauben sein. Wenn es nicht in 100 Jahren so weit ist, dann eben in 150. Je länger wir es schaffen diese Entwicklung hinauszuzögern, desto härter wird uns der Schlag der Natur treffen. Die Frage ist nur noch "Wann und wie?", schon lange nicht mehr "Ob?". Es sei denn, wir holen einiges an verpasster Entwicklung auf.

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Die Welt in 100 Jahren 10 Feb 2016 14:22 #2655

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Liebe Forenteilnehmer
Ihr habt da eine beeindruckende Situation der Symptome niedergeschrieben. Ein Eingriff in Symptome kann jedoch die Ursache nicht beheben. Das Leben verhält sich ausschließlich nach den Gesetzen der Natur. Unser freie Wille kann sich nur im Rahmen dieser Naturgesetze die Welt nach ihren Willen gestalten. Alle Handlungen außerhalb dieses Rahmens ziehen unvorhersehbare Konsequenzen nach sich. Weltanschauungsgruppen halten jedoch ein falsches Weltbild aufrecht, dass nicht mit den Naturgesetzen kompatible ist. Unsere Handlungen basieren großteils auf Grundlage dieses historisch gewachsenen, falschen Weltbildes. Solange wir dieses Weltbild nicht korrigieren, solange steuern wir dem Abgrund zu.

Nur ein wachsender Leidensdruck wird uns dieses Weltbild korrigieren lassen. Ausschließlich die Naturwissenschaft kann dieses Weltbild korrigieren. Doch in dieser Beziehung sitzt die Naturwissenschaft in der Falle. Erst wenn sich der Leidensdruck bis in diese Falle hineinzieht, wird eine Korrektur des Weltbildes erfolgen. Kurz und mittelfristig also sehr trübe Aussichten. Langfristig gesehen waren die Aussichten noch nie so gut wie heute. Im übertragenen Sinn könnte man sagen: "Der Weg in den Himmel führt durch die Hölle."
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Die Welt in 100 Jahren 10 Feb 2016 17:45 #2664

Thomas schrieb:
Wenn ich die Meinungen, die hier so zum Besten gegeben werden, lese, kommen mir echte Zweifel, ob wir je eine bessere Welt erleben werden.
In diesem Sinne
Euer Thomas


Bitte definiere doch mal "bessere Welt", was wäre das für dich?

Deshalb meine ich, daß es durchaus berechtigt ist, aus der Sicht der Naturwissenschaften und Naturphilosophie einen Blick in die Zukunft zu werfen, um daraus eventuell auf uns zukommende Lebensbedingungen ableiten zu können. Auch wenn wir nicht mit letzter Sicherheit sagen können, wie die Zukunft wirklich sein wird, so zeigen sich doch Trends und Tendenzen, die man ansprechen soll. Sind die Dinge benannt, kann man sich seine Gedanken machen und beipflichten oder es sein lassen.


Nun, natürlich darf ein jeder auch seine ganz private Meinung über zukünftige politische Entwicklungen haben, auch ein Naturwissenschaftler.

Ist es jedoch sinnvoll, bei allen Unwägbarkeiten solcher Prognosen, damit an die Öffentlichkeit zu gehen? Ich meine: Nein!

Was aus Wissenschaftlern geworden ist, die ihr Fachgebiet öffentlichkeitswirksam verlassen haben, um die "Leute zu warnen", zur "Umkehr zu bewegen" aus Sorge um die Zukunft, sollte doch hinreichend bekannt sein, nach einem kurzen Feuerwerk in allen Medien hörte man nie wieder etwas von ihnen, sie verschwanden allesamt in der Bedeutungslosigkeit, da ihre Prognosen nicht eintraten, sie auch kein Rezept dagegen hatten (außer dem "Zurück-zur-Steinzeit-Ruf") UND sie dadurch auf der anderen Seite in ihrem angestammten Fachgebiet jegliche Reputation verloren hatten.

Was auf keinen Fall geht, einem renommierten Naturwissenschaftler den Rat zu geben, bei seinen Leisten zu bleiben. Das ist selbstherrlich und schreiend unhöflich.

Nein, das ist es gerade NICHT, sondern im Gegenteil ein sehr ernst gemeinter guter Rat im Eigeninteresse des Herrn Dr. Lesch, damit sein anerkannt guter Ruf nicht beschädigt wird.

Er hatte sich ja z. B. sehr kritisch zum Schulwesen in Deutschland geäußert und schlägt unter anderem ein soziales Jahr für ALLE jungen Leute vor ......... ein Pflichtjahr, sozusagen. Aus Erzählungen meiner Eltern weiß ich, dass dieses "Pflichtjahr" eine Erfindung der NAZIS ist, wenn er so ein Pflichtjahr fordert, wird er damit automatisch in unserer verkehrten Gutmenschenwelt in eine ganz bestimmte politische Ecke gestellt!

Auch schon allein das Ansinnen, unsere gesamte Schulausbildung in Frage zu stellen, könnte ihm als Feind des in unserer Verfassung verankerten Föderalismus angekreidet werden, weil er das ja vereinheitlichen will, sonst macht das keinen Sinn.

Wohlgemerkt: ICH finde, der Herr Lesch hat vollkommen Recht mit solchen Forderungen nach einem sozialen Pflichtjahr für alle, nach einer mehr sportorientierten und mehr kunstorientierten Schulausbildung, um die Kreativität zu fördern, da stimme ich ihm vollkommen zu, auch in der Ansicht, dass die Politik andauernd am Schulsystem herumdoktert, dazu noch länderabhängig sehr verschieden um in Rekordzeit abstraktes, für den späteren Lebensweg zumeist unnützes Wissen in die Schüler hineinzubekommen. Unsere Schulformen sind der reine Stress für jeden Schüler, das KANN nicht gut sein!

Aber: Wenn er das nun so "nebenbei" erwähnt, kann das Gute, das er vor Augen hat, sehr schnell nach Hinten losgehen. Das politische Parkett ist ein sehr rutschiges, da ist schon mancher Profi-Politiker furchtbar drauf ausgerutscht.

Denn er hat es ja gesagt, daß gerade in den Naturwissenschaften Fakten festgestellt werden, über die man nicht diskutieren kann. Die sind nun mal so.

Du erkennst den Widerspruch zwischen naturwissenschaftlichen Fakten und der Schulpolitik?

Vor allem solche, die die natürlichen Lebensbedingungen , wie sauberes Wasser, saubere Luft und den respektvollen Umgang mit der lebenden Kreatur und bescheideneren Umgang mit Energie, incl. mehr Verteilungsgerechtigkeit, respektieren. Es war ein eindringlicher Apell an mehr Bescheidenheit, mehr Vernunft und mehr Rücksichtnahme aufeinander.

Also bitte, das sind doch Allgemeinplätze vom Feinsten, welcher klar denkende Mensch auf diesem Planeten wird dir DAS denn nicht unterschreiben wollen? Dazu brauche ich doch keinen Physiker.

Ich wiederhole meine Forderung: Schuster, bleib bei deinen Leisten! Bitte mehr Vorträge über Naturwissenschaft, über neueste Erkenntnisse, bitte mehr erklärende Vorträge, die uns Laien die Physik näher bringen, bitte, bitte.
Aber bitte auch aus der aktuellen Politik heraushalten und keine Tipps zur Weltrettung geben.


Grüße
Udo

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Die Welt in 100 Jahren 10 Feb 2016 17:46 #2665

ck.Pinhead schrieb: Ich denke dabei primär an die sogenannten Flüchtlinge, denn hier in Deutschland werden wir, abgesehen von gelegentlichen Stürmen und Überschwemmung, kaum ein anderes Problem haben. Aktuell haben wir hier 1,2 Mio. und weitere 11 Mio. sind noch unterwegs nach Europa. Selbst wenn der IS abgeschafft würde, gibt es min. 100 potentielle Nachfolgegruppierungen mit ähnlicher Gesinnung in der Region. Die Problematik bleibt bestehen, wenn man es nicht bewältigt diese Region dauerhaft zu stabilisieren und dazu braucht es Wohlstand, Bildung und Infrastruktur. Wie gut so etwas klappt zeigt leider die Vergangenheit: Israel, Afghanistan, Irak, Syrien, und ganz Afrika. Einige Experten gehen von min. 100 Mio. flüchtenden Menschen in den nächsten 10 Jahren aus. Kommen da noch, wie prophezeit, klimatische Veränderungen hinzu wird es sehr eng in den nächsten 100 Jahren. ... Viele radikale Stimmen behaupten wir würden unsere deutschen Wurzeln verlieren oder so etwas in der Art. Das stimmt auch, muss aber kein Nachteil sein. Viel mehr ist es Teil einer natürlichen Entwicklung, die wir, wenn wir als Spezies überleben wollen, entweder machen oder nicht. Wir müssten weg von der Ellenbogengesellschaft, meinte Herr Lesch, und auch von der Luxus- bzw. Konsumgesellschaft und hin zu einer Ressourcen schonenden Gesellschaft, die als Spezies und über Generationen denkt und handelt. Die Alternative wäre zunächst unsere Grenzen mit Waffengewalt zu verteidigen, wie es die AfD bereits lautstark fordert. Damit würden wir aber gegen unsere eigene Verfassung und, da wir ein Binnenland sind, gegen die Gesetze der EU verstoßen. Hier fordern übrigens rechte Stimmen eine Gesetzesänderung bzw. den Erlass von Notstandsverordnungen, aber egal. Weiter gedacht, würde es unweigerlich auf Krieg(e) und Terror hinauslaufen.


So leid es mir tut: Ich fürchte, bei der von Dir genannten Zahl von 100 Millionen Flüchtlingen werden Kriege unvermeidlich sein, entweder Kriege an den Grenzen oder Bürgerkriege und Chaos im Inneren. Wenn in den nächsten 10 Jahren auch "nur" 30 Millionen Menschen nach Deutschland kämen, würde unser Staat zusammenbrechen. Es gäbe keine staatliche Ordnung mehr, sondern Gewalt und Chaos auf den Straßen, wodurch dann unsere Wirtschaft zusammenbrechen würde.

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Die Welt in 100 Jahren 10 Feb 2016 18:00 #2666

Thomas schrieb: Lieber ClausS,
Wenn dein letzter Satz, Es wird in meinen Augen nie passieren, dass sich die Menschheit freiwillig darauf einigt, alle Ressourcen und allen Wohlstand friedlich und gerecht zu teilen, richtig ist, dann ist bei endlichen Ressourcen die Zahl der lebenden Individuen auf einem hiermit verträglichen Niveau zu halten.
Viele Grüße
Thomas


Bei so einer Denkweise läuft es mir kalt den Rücken runter: Wie willst du denn die Zahl der Menschen "auf einem verträglichen Niveau halten"?

Ist DAS deine schöne, neue Welt, die ja auch so lebenswert sein soll?

Grüße
Udo

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Die Welt in 100 Jahren 10 Feb 2016 18:06 #2667

Thomas schrieb: Wenn dein letzter Satz, Es wird in meinen Augen nie passieren, dass sich die Menschheit freiwillig darauf einigt, alle Ressourcen und allen Wohlstand friedlich und gerecht zu teilen, richtig ist, dann ist bei endlichen Ressourcen die Zahl der lebenden Individuen auf einem hiermit verträglichen Niveau zu halten. Die Chinesen haben das schon versucht. Erst kürzlich ist die Vermehrungsbegrenzung wieder aufgehoben worden. Ich meine, dass man weltweit versuchen muss, die Anzahl der Nachkommen einzuschränken. Wenn uns das nicht gelingt, gibt es in 100 Jahren 12 Mrd. Menschen. Dann sind die fossilen Resourcen endgültig erschöpft, die Meere sind leer gefischt, die Riffe sind tot, die Pole sind eisfrei, der Meeresspiegel ist um 1 m gestiegen, viele Gegenden sind unbewohnbar geworden.


Die Schlussfolgerung, dass sich die Menschen zahlenmäßig begrenzen müssen, teile ich. Die Chinesen haben es in meinen Augen richtig gemacht. Mit der 1-Kind Famile haben sie ihr Bevölkerungswachstum gestoppt. Soweit ich weiß, sind sie jetzt zu einer 2-Kind Familie übergegangen. Dies brauchen sie nun, um ihre Gesellschaft nicht zu sehr überaltern zu lassen und sie damit aufrechterhalten zu können.

In fast allen Industrienationen ist das Bevölkerungswachstum ja gestoppt. Die Bevölkerung erhöht sich ja "nur" in den unterentwickelten Ländern. Und genau hier liegt das große Problem. Zum einen fehlt es dort an Ausbildung, Infrastruktur und daraus resultierend generell dem Bewusstsein für die Notwendigkeit einer zahlenmäßigen Selbstbeschränkung. Dies dort zu beheben wird schwierig und wird lange dauern - eine Zeit, die die Menschheit so nicht hat.

Das nächste daraus resutierende Problem ist, dass die Mehrheit der Leute aus diesen unterentwickelten Ländern von ihrem Bildungsstand her nicht wirklich in den Industrienationen integriert werden können. Dies führt bei größeren Völkerwanderungen nur zu zwei Optionen: Die Industrienationen schotten sich gewaltsam ab oder sie werden durch Parallelgesellschaften destabilisiert.

Eine Lösung habe ich leider keine - außer der Hoffnung, dass es so schlimm nicht kommt. Ich möchte nur aufzeigen, dass dieses Szenario in meinen Augen nicht wirklich lösbar ist, weder durch Waffengewalt noch durch beliebig offene Grenzen.

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Die Welt in 100 Jahren 10 Feb 2016 20:05 #2669

ClausS schrieb: [

Die Schlussfolgerung, dass sich die Menschen zahlenmäßig begrenzen müssen, teile ich.


Ich ebenfalls. Nicht nur muss die Anzahl begrenzt, sondern auch auf ein verträgliches Maß heruntergeschraubt werden.

Die Frage aller Fragen ist nur: Wie soll das bewerkstelligt werden?

China kann wohl kaum als Vorbild dienen, denn dieses Land wird immer noch rein diktatorisch mit harter Hand regiert (nur die Wirtschaft hat man liberalisiert, sonst nichts!), will jemand eine Diktatur? Kaum.

Es ist wohl davon auszugehen, dass es für die Regelung der Bevölkerungszahlen auf der Erde kein überstaatliches Konzept geben wird, wie soll das gehen?

Also wird die Natur das von ganz alleine regeln, indem die großen Naturkatastrophen vor allem in der "dritten Welt" zunehmen werden, wobei ich nicht unbedingt Katastrophen mit dem Knalleffekt wie Vulkanausbrüche, Erdbeben, Stürme und Tsunamis meine, sondern auch die "stillen" Katastrophen, andauernde Dürreperioden, Versalzung des Bodens, Ausschwemmen der dünnen fruchtbaren Erde durch Abholzungen usw., die ja allerorten bereits voll im Gange sind.

Es werden dadurch immer mehr Landstriche unbewohnbar werden, die ehemaligen Bewohner können nicht mehr ernährt werden .......... und sterben, da die wenigen noch intakten Industrieländer irgendwann keine neuen Flüchtlinge mehr aufnehmen können.

Ich meine, die vielen Flüchtlinge aus außereuropäischen Ländern, deren Zustrom einfach nicht abreißen will, haben dieses in naher Zukunft sich ereignende Schreckensscenario irgendwie "im Urin", sie spüren das und daher versucht jeder noch, so lange es eben geht, bei uns Einlass und Aufnahme zu finden, früher waren die Flüchtlingsströme bei weitem nicht so groß, obwohl es dort auch schon immer Unterdrückung, Ernährungsmangel und Kriege gegeben hat.

Schlechte Zeiten für Gutmenschen.

Entweder gehen wir alle mit drauf und werden als Art wie die Dinosaurier ausgelöscht oder es überlebt ein eher kleiner Teil der Menschheit und versucht danach, "es besser zu machen". Alle retten wird nicht gehen.


Grüße
Udo

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Die Welt in 100 Jahren 10 Feb 2016 22:51 #2672

Hallo ClausC,
Danke für die richtige im Zusammenhang dargestellte Zitierweise.
Mein lieber Udo, entweder du unterlässt jetzt jegliche Diffamierungen, absichtliche Verkürzungen, sonstige Unhöflichkeiten und was dir sonst noch an Arsenal zur Verfügung steht, oder du wirst an der weiteren Teilnahme an diesem Forum gehindert. Das ist eine ernste Mahnung!
Gruß
Thomas
P.S.: lies doch mal unsere Verhaltensregel für dieses Forum. Haben wir erst kürzlich in die Mitteilungen gestellt.

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Die Welt in 100 Jahren 11 Feb 2016 03:23 #2674

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udogigahertz schrieb: Ist es jedoch sinnvoll, bei allen Unwägbarkeiten solcher Prognosen, damit an die Öffentlichkeit zu gehen?

Ich meine unbedingt ja! Laut unseren Politiker ist alles okay: "Gestern standen wir noch am Abgrund, heute sind wir einen Schritt weiter". Es ist dringend an der Zeit, dass sich qualifizierte Menschen mit den Problemen unserer realen Welt beschäftigen. Politik und Ökonomie sind abstrakte Monster, die die Realität fressen. Das Finanzsystem und vor allem die Steuern in Deutschland müssten transparent und verständlich gestaltet sein. Das alles hat sich so weit von der realen Welt und damit von Natur entfernt, dass es schon lange nicht mehr funktioniert. Wir brauchen tatsächlich Wissenschaftler, die sich mit natürlichen Fakten beschäftigen, kein verklärtes System, welches eine falsche Faktengrundlage schafft, eine virtuelle Welt.

udogigahertz schrieb: guter Rat im Eigeninteresse des Herrn Dr. Lesch, damit sein anerkannt guter Ruf nicht beschädigt wird.

Ja, dieses Risiko besteht irgendwo, besonders wenn man von UFOs und Freier Energie spricht, was hier aber absolut nicht der Fall ist. Herr Lesch spricht von Fakten, die jeder prüfen kann, teilweise muss man nur aus dem Fenster schauen, und von Zusammenhängen, die lange bekannt sind und sich durch einfache Logik erschließen.

udogigahertz schrieb: Auch schon allein das Ansinnen, unsere gesamte Schulausbildung in Frage zu stellen, könnte ihm als Feind des in unserer Verfassung verankerten Föderalismus angekreidet werden, weil er das ja vereinheitlichen will, sonst macht das keinen Sinn.

Sorry, aber man darf in Deutschland seine Meinung sagen. Man darf sogar eine negative Meinung von der Verfassung haben und diese auch in angemessener Form äußern. Das ist das tolle an Deutschland. Es ist aber auch etwas übertrieben, die Kritik am Schulsystem mit verfassungskritischen Äußerungen zum Föderalismus gleichzusetzen. Nochmal sorry, aber das Argument mit den Nazis betrachte ich als Unsinn. Das Wenigste, was die Nazis benutzt haben, haben sie auch selbst erfunden. Wir haben auch jetzt eine Schulpflicht und innerhalb dieser müssen normalerweise auch Praktika absolviert werden. Wie sinnlos ein einwöchiges Schülerpraktikum ist, möchte hier nicht weiter diskutieren. Desweiteren sind wir scheinbar einer Meinung, du verwirrst mich aber etwas.

Ich kritisiere das Schulsystem ebenfalls und das schon seit meiner Schulzeit :P Mein Vater war ebenfalls Mathematiker und Physiker, er hat mir dieses Szenario "Die Welt in 100 Jahren" schon in den frühen 90er Jahren ausgerechnet. Er war auch Lehrer und kritisierte die exakt gleichen Punkten wie Herr Lesch an unseren Schulsystem(en). Ohne zu übertreiben kann ich sagen, dass er ein sehr guter Lehrer war. Seine Schüler berichteten von regelmäßigen Exkursen, anschaulichen Experimenten und anwendungsnahen Aufgaben mit Kontollergebnissen. Er war kein Freund von "Rechenknechterei", "der Weg war das Ziel", also eine korrekte Herleitung und Einheitenbetrachtung hauptsächlich. Mein kleiner Neffe ist jetzt in Hessen zur Schule gekommen, dort wird Natur unterrichtet, was ein Quantensprung zu dem ist, was ich in der ersten Klasse unterrichtet bekam. Ich empfinde es als Schwachsinn, dass Kinder in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich unterrichtet werden. Aber das ist auch Teil eines perfiden Wirtschaftsplanes, der Wettbewerb fördern will. Wettbewerb = Kannibalismus


@ ClausS

ck.Pinhead schrieb: Aktuell haben wir hier 1,2 Mio. und weitere 11 Mio. sind noch unterwegs nach Europa. [...] Einige Experten gehen von min. 100 Mio. flüchtenden Menschen in den nächsten 10 Jahren aus.

Hallo, die Zahl 11 Mio. bezog sich auf Europa, nicht auf Deutschland. Die 100 Mio. auf flüchtende Menschen, die ihre Heimat verlassen, nicht auf Europa oder Deutschland. Da ist es sehr schwer eine Einschätzung zu finden, scheinbar wird dieses Problem hier zu Lande noch ignoriert. Deine Angabe von 30 Mio., die dann nach Deutschland flüchten, könnte also realistisch sein.

Ich finde es auch sehr wichtig, wenn wir uns hier so unterhalten, bitte nicht zu vergessen, dass diese "Flüchtlinge" auch Menschen sind. Überlegt einmal was für euch persönlich nötig wäre, um eure Heimat, wo eure Ahnen begraben sind, und eure Familien zu verlassen.

udogigahertz schrieb: Also wird die Natur das von ganz alleine regeln, indem die großen Naturkatastrophen vor allem in der "dritten Welt" zunehmen werden, wobei ich nicht unbedingt Katastrophen mit dem Knalleffekt wie Vulkanausbrüche, Erdbeben, Stürme und Tsunamis meine, sondern auch die "stillen" Katastrophen, andauernde Dürreperioden, Versalzung des Bodens, Ausschwemmen der dünnen fruchtbaren Erde durch Abholzungen usw., die ja allerorten bereits voll im Gange sind.

Wir sind aber maßgeblich an der Entwicklung dort beteiligt. Der Imperialismus hat die "Dritte Welt" geschaffen. Die Europäer haben maßgeblich, in eine vielleicht viel natürlichere Entwicklung als der eigenen, eingegriffen. Bevor wir an uns denken, müssten wir eigentlich unsere Schulden bezahlen!


@ ClausS

Ich denke, die Bevölkerung sollte in den nächsten Jahren erst einmal aufgeklärt werden. Dann könnten nämlich zusammen mit der Wissenschaft Lösungsansätze diskutiert werden. Aber guck doch mal in den Bundestag, die schieben sich dort noch immer den Schwarzen Peter über Vergangenes zu. Die aktuelle und zukünftige Entwicklung ist dort doch gar kein Thema. Die diskutieren über virtuelle Probleme, wie "links" oder "rechts". Im Prinzip ist die Aufgabe der Politik, dafür zu sorgen, dass der Konsum anhält und die Wirtschaft läuft. Bevor man über Lösungen reden kann, muss es erst einmal ein akzeptiertes Problem geben.

Sollte jedoch das Problem der Übervölkerung uns irgendwann überrennen (im wahrsten Sinne), ruft das wieder die Eugenik, mit Pocken verseuchte Steppdecken, Tuskegee-Experimente und Konzentrationslager auf den Plan. Es wird eine Form des Krieges geben, den diese Welt noch nicht erlebt hat. Meiner Meinung nach hatte Hitler das alles schon kommen sehen. Es muss jetzt, besser gestern, etwas passieren, sonst wird es so kommen und die ersten Schritte sind Aufklärung = Bildung und Infrastruktur. Sie sind das Alpha und das Omega. Um "Gewalt und Chaos" zu vermeiden oder zumindest als Spezies überleben zu können, bedarf es physikalischer, sozialer, politischer und ökonomischer Infrastruktur.

Übrigens finde ich nicht gut, dass die Wehrpflicht abgeschafft wurde. Ich war immer für die Wehrpflicht, für den Bürger in Uniform. Nun kocht das Militär in seiner eigenen ideologischen Suppe, ohne das jemand von außen mal drin herumrührt oder etwas davon mitbekommt. Sowas hat schon in der Vergangenheit nichts Gutes bewirkt (Freikorps).

Aber zurück zum Thema: Ich sehe zwei Handlungsmöglichkeiten. Wie gesagt und ich kann es nicht oft genug sagen, müssen wir entweder Bildung und Infrastruktur schaffen... oder massiv aufrüsten und die Grenzen sichern, was die ganze Geschichte nur verzögern würde. In der Zwischenzeit holt der sprichwörtliche Hammer zu mehr Schwung aus und trifft uns dann eben um so härter.

Ich sehe schwarz, da ich sehe wie wir in der Vergangenheit und aktuell als Spezies versagt haben und noch versagen. Eine Spezies, die virtuelle Probleme wie religiöse Kriege, politische Unterdrückung, wirtschaftliche Versklavung und allgemeine Fremdenfeindlichkeit nicht meistern kann, wird an realen Bedrohungen durch die Natur zugrunde gehen. Vor allem aber sehe ich schwarz, wenn ich aus dem Fenster gucke bzw. noch schwärzer wenn ich durch das Internet schaue. Überall herrscht Idiotie und Konsum. Dieses Forum ist da noch ein Leuchtfeuer in der Dunkelheit! Wenn bspw. das Fernsehen und das Internet, damit auch Youtube als Spiegelbild der Gesellschaft (sicherlich nicht der gesamten) verstanden werden können, hat die Gesellschaft ganz andere Probleme. Die Menschheit ist unmündig und wird dies auf eine sehr Harte Weise erkennen oder zugrunde gehen, vielleicht sogar beides.

Bei den meisten Menschen kommt deutlich Besorgnis, wenn nicht sogar Angst auf, wenn man von derartigen Themen spricht: ANGST UM SICH SELBST... nicht um seine Kindeskinder oder seine Nachbarn oder gar um den Fortbestand der Spezies. Das merkt man bei uns in Deutschland besonders sobald es um Immigration oder Asyl geht. Sofort melden sich die "Volksdeutschen" oder die bibelfesten Christen oder sonstige fundamentalistische Spinner. Es hat sofort jeder Angst um "seins", um "unser" kümmert sich keine Sau. Wozu bräuchte ich denn noch persönlichen Besitz, wenn uns die Welt gehören würde? Doch bei den meisten Leuten reicht der Gedanke bei dem Wörtchen "uns" nicht über "volksdeutsche" oder/und biblische Interessen hinaus, die als Vorwand für die ureigenen vorgeschoben werden, und das ist traurig und nach meiner Meinung ein maßgeblicher Indikator. Die dummen Nazis in unserem Land sind ein Indikator für die Rückständigkeit unserer Gesellschaft. So gesehen leben wir noch im aller finstersten Mittelalter. Aber das haben schon viel klügere Köpfe, als der meine, vor langer Zeit erkannt. Es ist alles dokumentiert, die Geschichte liegt vor uns und wir ignorieren sie. Guck dir an, wie viel Zeit wir mit den oben genannten virtuellen Problemen vergeudet haben, es füllt unsere Geschichtsbücher, wir haben Jahrtausende verschenkt. Wollte man wirklich etwas ändern, müsste man diese Misswirtschaft aufgeben. Täte man dies mit einem Schlag, käme dies der Apokalypse gleich. Deshalb (wieder): Bildung und Infrastruktur muss die Grundlage für Reformen bilden, wir müssten also in deutlich weniger als 100 Jahren unsere virtuellen Probleme auflösen, um uns den realen überhaupt stellen zu können. Wir müssen aus unserer eingelullten virtuellen Welt ausbrechen und zurück in die reale, zurück in die Natur.

Andererseits wäre eine Apokalypse eventuell ganz heilsam. Wie viele Apokalypsen braucht eigentlich eine Zivilisation wie die unsere? Wie viele hatten wir womöglich schon? Wie viele Apokalypsen können umgesetzt werden, bevor die Möglichkeiten für eine neue Zivilisation erschöpft sind?

Eine Verschwörungstheorie könnte lauten, dass Politik und Wirtschaft das alles ganz genau wissen und darauf hinarbeiten. Die wissen ganz genau, dass nicht genug für alle da ist, jedenfalls nicht wenn jeder alles haben will :ohmy: Also müssen ein paar Schafe geschlachtet werden.

Vielleicht hatte Agent Smith Recht als er sagte, die Menschheit sei ein Virus, dass seinen Wirt und damit sich selbst tötet. (Matrix)


Indigene Völker, die ohne Wissenschaft, Medizin und Technik existieren, scheinen dies in einem Gleichgewicht mit der Natur zu tun und haben bekanntermaßen keine Probleme mit Überpopulation. Erst wenn wir uns in Zivilisationen, wesentlich größer als Stammesgemeinschaften, sogenannten Hochkulturen organisieren, tritt dieses Phänomen auf. Ergo wollen wir dann zu viel auf einmal von der Natur und sind uns dessen auch nicht bewusst, um regulierend oder gar ausgleichend (z. B. technologisch) zu wirken. Wir befinden uns mehr oder weniger am Ende einer solchen Hochkultur, wie es schon vor uns recht ähnliche gab. Wir haben es nur geschafft dieses Ungleichgewicht länger aufrecht zu erhalten als andere vor uns. Teilweise sind wir uns dem auch bewusst und wirken regulierend, weniger wirken wir ausgleichend. Eher nutzen wir Wissenschaft und Technologie um kurzfristig noch mehr herauszuholen, während der Neid und der Hass direkt proportional zu dem Schwinden der Ressourcen zu nimmt und somit allen möglichen wirtschaftlichen, politischen und religiösen Ideologien Vorschub gibt. Damit meine ich vorbehaltlos alle: den Souverän "von Gottes Gnaden", rechtsstaatliche Gemeinschaften, wirtschaftliche Gemeinschaften, Diktaturen wie Demokratien, Kommunismus und Kapitalismus, die katholische Kirsche genau so wie den Islamischen Staat. Das alles sind Fantasiegebilde, die zwar in unseren Köpfen und virtuellen Welten irgendwie wirken (von funktionieren will ich nicht sprechen), aber eben keine Bedeutung in der Natur haben.

Ich habe es bereits erwähnt, ich persönlich sehe den, bisher nie wirklich realisierten, Kommunismus zusammen mit den oben ausgeführten Punkten, in modernisierter Form, als notwendigen Zwischenschritt zu einer zukünftigen Entwicklung der Menschheit. Im Gegenbeispiel, dem aktuell praktizierten Kapitalismus, würden wir uns alle gegenseitig zerfleischen und tun es ja bereits. Eventuell hat ja ein kluger Kopf bessere Ideen, solange berufe ich mich auf Karl Marx und Rosa Luxemburg und natürlich auch gerne Herrn Gysi... abseits von meinen persönlichen, politischen Ansichten besonders gerne aber auf Herrn Lesch, Herrn Gaßner und Co.


Mit sozialistischem Gruß und in Freundschaft ;)

Alex

P.S.: Hierzu passend - der Film "Der Marsch" von 1990 oder

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Die Welt in 100 Jahren 11 Feb 2016 10:02 #2676

Thomas schrieb: Hallo ClausC,
Danke für die richtige im Zusammenhang dargestellte Zitierweise.
Mein lieber Udo, entweder du unterlässt jetzt jegliche Diffamierungen, absichtliche Verkürzungen, sonstige Unhöflichkeiten und was dir sonst noch an Arsenal zur Verfügung steht, oder du wirst an der weiteren Teilnahme an diesem Forum gehindert. Das ist eine ernste Mahnung!
Gruß
Thomas
P.S.: lies doch mal unsere Verhaltensregel für dieses Forum. Haben wir erst kürzlich in die Mitteilungen gestellt.


Ich meine nicht, das ich gegen Regeln verstoßen hätte, wen habe ich denn wo oder womit beleidigt? Wo habe ich denn "verkürzt"?

Allerdings gestehe ich ein, dass meine Äußerungen als "unhöflich" empfunden werden könnten, da ich ein Freund der klaren Worte bin und nicht viel von Geschwafel halte.

Wenn ich hierdurch die Gefühle von Dritten verletzt haben sollte, tut es mir Leid und es war auch nicht meine Absicht, dafür bitte ich um Entschuldigung.

Ich nahm an, dass konstruktive Kritik hier durchaus erwünscht sei, da habe ich mich wohl getäuscht, es wird wohl jede Art von Kritik als Majestätsbeleidigung angesehen. Schade.


Grüße
Udo

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Die Welt in 100 Jahren 11 Feb 2016 12:44 #2678

Lieber udogigahertz,
erst schreiben Sie, dass Ihre Äußerungen als "unhöflich" empfunden werden könnten und entschuldigen sich dafür. Dann schreiben Sie, dass im Forum konstruktive Kritik nicht erwünscht sei und jede Art von Kritik als Majestätsbeleidigung angesehen würde.
Dieser "Schlingerkurs" einer "unhöflichen, aber konstruktiven Kritik" ist für mich und vermutlich auch für andere schwer nachzuvollziehen, deshalb möchte ich nochmals für alle Mitglieder des Forums auf die Forenregeln hinweisen. Sie dienen dem Schutz aller Forenteilnehmer.
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Die Welt in 100 Jahren 11 Feb 2016 18:39 #2700

ck.Pinhead schrieb: Hallo, die Zahl 11 Mio. bezog sich auf Europa, nicht auf Deutschland. Die 100 Mio. auf flüchtende Menschen, die ihre Heimat verlassen, nicht auf Europa oder Deutschland. Da ist es sehr schwer eine Einschätzung zu finden, scheinbar wird dieses Problem hier zu Lande noch ignoriert. Deine Angabe von 30 Mio., die dann nach Deutschland flüchten, könnte also realistisch sein.

ck.Pinhead schrieb: Bei den meisten Menschen kommt deutlich Besorgnis, wenn nicht sogar Angst auf, wenn man von derartigen Themen spricht: ANGST UM SICH SELBST... nicht um seine Kindeskinder oder seine Nachbarn oder gar um den Fortbestand der Spezies. Das merkt man bei uns in Deutschland besonders sobald es um Immigration oder Asyl geht. Sofort melden sich die "Volksdeutschen" oder die bibelfesten Christen oder sonstige fundamentalistische Spinner. Es hat sofort jeder Angst um "seins", um "unser" kümmert sich keine Sau. Wozu bräuchte ich denn noch persönlichen Besitz, wenn uns die Welt gehören würde? Doch bei den meisten Leuten reicht der Gedanke bei dem Wörtchen "uns" nicht über "volksdeutsche" oder/und biblische Interessen hinaus, die als Vorwand für die ureigenen vorgeschoben werden, und das ist traurig und nach meiner Meinung ein maßgeblicher Indikator.


Mir ist durchaus bewusst, dass wir hier über Menschen reden. Dennoch sollten wir versuchen, die Fakten so objektiv wie möglich zu betrachten. Ich versuche, das Szenario durchzudenken, was wirklich passiert, wenn in den nächsten paar Jahren 30 Millionen Flüchtlinge aus Nicht-Industriestaaten nach Deutschland kämen. Ich versuche es mal und zwar so wie ich es realistisch einschätze, ohne die Menschen zu idealisieren.

Die erste Frage ist, wie viele von diesen 30 Millionen, die ja fast alle ohne für uns relevante Ausbildung sind, in unsere Gesellschaft integrieren können. Wenn wir 5 Millionen davon integrieren (d.h. auch ins Arbeitsleben bringen) könnten, ist das in meinen Augen schon eine sehr optimistische Annahme. Somit blieben dann 25 Millionen nicht integrierte Menschen übrig.

Die nächste Frage ist, was passiert, wenn 25 Millionen nicht integrierte Menschen hier leben. Wir müssten ihnen einen Lebensstandard auf Hartz4 Niveau finanzieren. Was des für die Gesellschaft bedeute würde, kann ich nicht sagen. Dennoch wäre dies dann wohl unser kleinstes Problem. Das größere Problem wäre, wie sich die Menschen verhalten würden, wenn sie ohne Aufgabe und ohne Chancen in einer fremden Kultur auf Hartz4 Niveau leben müssten. Wie viele davon dann kriminell würden, kann ich nicht sagen.

Realistischerweise wären dies aber so viel, dass die Polizei überfordert wäre und die öffentliche Sicherheit zusammenbrechen würde. Im besten Fall würden nur einige Teile des Landes zu NoGo Areas. Ich fürchte aber, dass eher das ganze Land betroffen wäre. Dies hätte dramatische Konsequenzen: Anarchie, Bürgerkrieg zwischen Bürgerwehren, Polizei und Verbrechern, keine regelmäßige Warenlieferungen an Supermärkte, Plünderungen, Zusammenbrüche des Stromnetze, Zusammenbruch der Landwirtschaft, atomare Verseuchung durch hochgehende Kernreaktoren.

Seht ihr die Konsequenzen ähnlich? Wenn nicht, was sehe ich falsch?

Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind normale private Beiträge. Sie sollten genauso diskutiert und kritisiert werden wie alle anderen Beiträge auch.

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Die Welt in 100 Jahren 12 Feb 2016 00:29 #2707

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ck.Pinhead schrieb: ...Die Problematik bleibt bestehen, wenn man es nicht bewältigt diese Region dauerhaft zu stabilisieren und dazu braucht es Wohlstand, Bildung und Infrastruktur...


Das Problem sind unsere Systeme, die nicht mit der Realität arbeiten können. Wir haben hier knapp 1000 Flüchtlinge in der Gegend. Viele von diesen Menschen hatten einen Job, haben eine Ausbildung und sind begabt oder talentiert - Es wird nur nicht anerkannt. Das ist Schwachsinn. Ein typisches Feindbild vom schmutzigen, ungebildeten Juden wird so manifestiert!

Wir pferchen hier im Ort 100 oder mehr Menschen auf einem abseitigen Grundstück zusammen wie in einem KZ! Sie dürfen nicht arbeiten, werden nicht integriert und bekommen keine Bildung. Aktuell überlegt jeder, wie er schnell mit diesen Menschen Geld verdienen kann. Jeder will schäbige Unterkünfte bereitstellen und die 30€ pro Tag abgreifen! Ekelhaft! Der Besitzer des hiesigen Grundstücks hat schon Millionen von Euro umgesetzt und plant sein "Geschäft" zu expandieren.

Viele könnten hier sofort arbeiten, es gibt genug zu tun. Viele Einheimische hätten hier kleine bis größere Aufträge. Natürlich wäre es erst einmal relativ viel Garten-, Lager- und Zuarbeiten. Wenn es nicht illegal wäre, würde die hiesige Champignonzucht und Stärkefabrik sofort Leute nehmen. Auch die Landwirtschaft braucht Nachwuchs. Hart-IV-Empfänger sind sich schon lange für einfache Arbeiten zu fein, so dass landwirtschaftliche Betriebe eh von Saisonkräften aus Polen oder Tschechien leben. Herr Lesch sagte wir brauchen Handwerker, viele Leute die hier her flüchten sind Handwerker. Das einzige Problem ist die Sprachbarriere, wobei viele der jüngeren sich auf Englisch verständlich machen können. Da scheitert es hier vor Ort an der Bildung der Einheimischen, die ältere Generation spricht kein Englisch. Wir haben aber in Deutschland ein Problem der Überqualifikation: "Ich bin Ingenieur, du bist Professor, aber wer schiebt die Karre?"

Und ja, wir müssen auch kürzer treten, die sogenannten Industrienationen! Aber allein von dem, was wir Deutschen wegwerfen, könnten wir 30 Mio. versorgen. Dann werden eben keine Neuwagen oder 50-Zoll-Fernseher mehr gekauft und fertig! Wir haben nämlich ganz andere Probleme.

ClausS schrieb: Die nächste Frage ist, was passiert, wenn 25 Millionen nicht integrierte Menschen hier leben.

Sie müssten integriert werden und wir auch. Das ist aber mit den gegenwärtigen Systemen und Strukturen nicht möglich. Eine gute Möglichkeit dafür wäre soziale Infrastruktur durch Patenschaften. Drei bis vier einheimische Familien/Haushalte übernehmen bspw. eine Patenschaft für eine fremde Familie, die in deren Nähe wohnt und arbeitet. Ganz wichtig ist der Kontakt der Kinder. Die Jüngsten bilden unsere beste Chance, um Vorurteile und Unterschiede aufzulösen. Somit wäre eine "vollständige Integration" innerhalb von 25 Jahren möglich, aber das müssten wir erst einmal bei unseren türkischen und italienischen Gastarbeitern nachholen, ebenso bei Menschen die in den letzten Jahren aus dem Kosovo oder dem Iran zu uns kamen.

ClausS schrieb: ... ohne für uns relevante Ausbildung

Es waren bspw. auch Physiker, Schriftsteller, Poeten und Maler dabei. Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, sehr gute Friseure, Schreiner (*) und Programmierer zu kennen. Ob du es glaubst oder nicht, der Bevölkerungsquerschnitt dort ist nicht viel anders als bei uns. Aber du zeigst eins der größten Probleme auf: Die Integration muss nicht zwingend bei den Flüchtlingen beginnen, sondern bei uns.
* Ich suchte schon seit Jahren einen guten Schreiner zur Restauration antiker Möbel. Irgendwie scheint der Beruf in Deutschland nahezu ausgestorben zu sein und ein ordentliches Schreinerwerk ist unbezahlbar. Mein Ururgroßonkel konnte mit wenigen Mark diese Möbel bauen, jetzt kann sie kaum jemand für ein Vermögen reparieren. Ich bin selbst Techniker und repariere Geräte, werde aber von der Wirtschaft, also von meinen Auftrag- und Arbeitgebern, explizit dazu angehalten mehr zu verkaufen und weniger zu reparieren.

Sorry, aber jetzt muss ich einige Dinge in Bezug auf Argumente der Allgemeinheit los werden, die ich kurzsichtig, widerwärtig und rassistisch finde!

Wir müssten ihnen einen Lebensstandard auf Hartz4 Niveau finanzieren.

Viele von ihnen finanzieren schon seit Jahrzehnten unseren, viel zu hohen Lebensstandard! Diese Menschen sind genau so stolz wie du oder ich und wollen auch nicht von Almosen leben. Sie dürfen aktuell hier gar nicht arbeiten! Mach mal bitte die Augen auf! Einige Deutsche Konzerne haben sinnvolle Integrationsprogramme angeboten, diese wurden jedoch von Bevölkerung und Regierung abgelehnt und verzögert. Auch hier scheitert es am System und an den vorherrschenden Strukturen. Man glaubt und hofft diese Menschen wieder loswerden zu können, da man vor der aktuellen Entwicklung komplett die Augen verschließt.

Wie viele davon dann kriminell würden, kann ich nicht sagen.

Das ist eben das Problem der mangelnden Integration. Das trifft aber genau so auf deutsche Jugendliche zu, wenn sie nicht integriert werden. Darf man nicht an der Gesellschaft teilnehmen, gründet man eben seine eigene. Das war schon immer so. Deshalb gehen wir auch so tolerant mit den Nazis um. Ich würde wohl auch kriminell werden, dürfte ich nicht arbeiten, kein Geschäft gründen und nicht wählen. Apropos Geschäftsgründung, in Deutschland gewinnt immer nur das Finanzamt, was Unternehmen und berufliche Integration extrem schwierig gestaltet.

Realistischerweise wären dies aber so viel, dass die Polizei überfordert wäre und die öffentliche Sicherheit zusammenbrechen würde. Im besten Fall würden nur einige Teile des Landes zu NoGo Areas. Ich fürchte aber, dass eher das ganze Land betroffen wäre. Dies hätte dramatische Konsequenzen: Anarchie, Bürgerkrieg zwischen Bürgerwehren, Polizei und Verbrechern, keine regelmäßige Warenlieferungen an Supermärkte, Plünderungen, Zusammenbrüche des Stromnetze, Zusammenbruch der Landwirtschaft, atomare Verseuchung durch hochgehende Kernreaktoren.

Ja klar, "25 Mio. kriminelle Ausländer plündern die BRD", der neue Leitspruch der AfD. Aber gut, vorher würden die Deutschen durchdrehen und auf die Barrikaden gehen. Ich habe da mehr Angst vor den "Volksdeutschen". Ist es tatsächlich möglich das wir so dumm sind? Aber von mir aus, ja, das wären wohl die Folgen, die uns so oder so erwarten (deswegen auch mein Gedanke bzgl. der Abschaffung der Wehrpflicht). Das passiert aber auch nur, weil die Menschheit es sich zu einfach macht und genau so denkt. Wir (Europäer und Amerikaner) haben über min. 1 Jahrhundert hinweg den ganzen vorderen Orient destabilisiert, hauptsächlich wegen dem Öl, worauf beinahe unser gesamter Wohlstand basiert und jetzt haben wir Angst, dass die "bösen, kriminellen Syrer" kommen und uns alles weg nehmen! Wenn es nicht so ernst und traurig wäre, wäre es echt zum Lachen! Der Keim liegt schon darin begraben, dass wir überhaupt zwischen "uns" und "denen" unterscheiden, was ich bei meinem vorherigen Beitrag meinte, dass wir uns nämlich erst einmal zu "uns" entwickeln müssten. Ich weiß auch nicht, ob uns Deutsche nicht irgendwann das gleiche Schicksal ereilen könnte...

Ich sehe im Moment drei grobe Richtungen für Deutschland, die sich durchaus überschneiden oder sogar aus einander resultieren könnten: 1. Die vorherrschende und ahnungslose, konservative Regierung wird überrannt. 2. Die Rechten kommen wieder an die Macht. 3. Es findet eine Entwicklung statt.

Mein Fazit bleibt bestehen, Integration und Fortschritt werden durch Bildung und Infrastruktur erreicht. Ohne Bildung herrscht nun einmal Dummheit und ohne Infrastruktur regiert das Chaos. Über kurz oder lang müssen also Wirtschaft, Finanzsystem, Steuern, Kapitalismus generell, Schulsystem, Sozialwesen und Energiewirtschaft überarbeitet werden, sich weiter entwickeln oder abgeschafft werden, sonst knallt es. Was sich nicht biegt, bricht nun einmal. Uns geht es da nicht anders als dem Eisbären, dessen Lebensraum schwindet und der sich entscheiden muss, ob er sein weißes Fell ablegt und sich anpasst, oder als Eisbär ausstirbt.

Lösungen sind derzeit nicht das Problem, wenn es keine Probleme gibt, was das eigentlich akute Problem ist. :P In Politik und Gesellschaft ist "gestern" mehr Thema als "morgen". Es gibt unendlich viele Lösungsansätze nur keiner wird diskutiert, weil ja kein Problem besteht, schon gar nicht auf lange Sicht und kurzfristig ist ja sowieso alles über Juristen und Manager zu regeln.

ck.Pinhead schrieb: Ich sehe schwarz, da ich sehe wie wir in der Vergangenheit und aktuell als Spezies versagt haben und noch versagen. Eine Spezies, die virtuelle Probleme wie religiöse Kriege, politische Unterdrückung, wirtschaftliche Versklavung und allgemeine Fremdenfeindlichkeit nicht meistern kann, wird an realen Bedrohungen durch die Natur zugrunde gehen...

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