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THEMA: Quanten-Multiversum

Quanten-Multiversum 14 Sep 2017 17:52 #19387

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Im Sept. Heft Spektrum d. Wissenschaft steht ein interessanter Artikel von Y. Nomura, Direktor in Berkeley, Kalifornien für Theor. Physik.
Er verbindet dabei die Viele-Welten-Interpretation der QM von H. Everett mit dem Gedanken des Multiversums.
In groben Zügen:
Die Inflation hat nie aufgehört, aber unzählige Tochteruniversen haben ihre inflationäre Entwicklung vorzeitig beendet und sich "abgeschnürt". Dieser Prozess hört auch nie auf. Dieses Bild verknüpfen nun einige Physiker mit der Viele-Welten-Idee, wonach alle möglichen Ausgänge eines Experiments, womöglich sogar jeder phys. Wechselwirkung, in verschiedenen Zweigen der Realität verwirklicht wird.
Anders ausgedrückt: Das Multiversum begann mit einem Anfangszustand und es entwickelt sich zu einer Superposition vieler Tochteruniversen. Dann verästeln sich die Zustände dieser Welten und führen zu einer Überlagerung aller denkbaren Zustände innerhalb wieder dieser Universen, ausgelöst durch phys. Wechselwirkungen. Der Gesamtzustand des Multiversums gründet in einer schier unendlichne Anzahl an Zweigen, von denen jeder für eine phys. mögliche Welt steht, die sich aus dem Anfangsstadium entwickeln können.
Multiversum und die vielen Welten der Quantenmechanik basieren somit auf Superposition, aber auf unterschiedlichen Skalen, die alle im "Wahrscheinlichkeitsraum" real existieren.
Das Konzept wirft auch interessante Fragen nach der Struktur der Zeit auf. Zeit könnte sich als Illusion erweisen, wie das ja auch in der Theorie des "Blockuniversums", das die Nichtgleichzeitigkeit der SRT gut erklärt, der Fall ist. Sie könnte event. nur ein nützliches Konstrukt unseres Verstandes sein, mit dem wir scheinbar kausale bzw. korrelierende Ereignisse in lokalen Zweigen des Multiversums strukturieren. Auch das Wesen der Raumzeit und der Gravitation könnten in einem neuen Licht erscheinen.
Das hört sich nun wieder alles sehr spekulativ an und ist es auch. Aber wer bis hierher gelesen hat, dem sei noch Folgendes gesagt:
Laut Nomura und Kollegen soll es auch eine Möglichkeit geben, die Theorie zu untermauern. Sollte sich nämlich in Zukunft mit besseren Methoden noch genauer die Flachheit des Universums bestimmen lassen, so sollte gemäß den Angaben eine sehr geringe negative Krümmung die Theorie massiv stützen. Eine leicht positive Krümmung würde sie widerlegen.
Der für mich faszinierende Gedanke dahinter ist aber Folgender: Das Konzept erklärt mit den Gesetzen der Quantenmechanik sowohl die Vorgänge im Mikro- als auch im Makrokosmos! Diese Idee war mir völlig neu.
Ob Irrweg oder großer Wurf bleibt offen.
Freilich, wenn die Annahmen stimmen, dann ist die gesamte Realität ungeheuer bizarr. Unsere Sinne und Messmethoden erkennen gemessen an der gesamten Realität nur einen Bruchteil der Wirklichkeit. Aber unser Intellekt wäre im Stande, doch tief in dieses exotische Alles-was-ist hinein zu loten. Das würde selbst Mr. Spock wohl ein "faszinierend" entlocken.
Wer noch tiefer schürfen will:

arxiv.org/abs/1104.2324

arxiv.org/abs/1205.2675

arxiv.org/abs/1205.5550

Grüße Cyborg

Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)

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Quanten-Multiversum 15 Sep 2017 13:43 #19412

Ich bin kein Freund dieser Multiversen, viele Welten, oder was auch immer. Das hat für mich ein Geschmäckle wie Gott. Ich kann's nicht erklären, also schiebe ich's mal in eine Ecke, wo man's eh' nie überprüfen wird können.
Allein die philosophisch möglichen Implikationen finde ich bedenklich, ein Beispiel: Der Pädophile nähert sich dann doch nicht dem Kinde, sondern bemüht sich um eine Therapie. Alles Applaudiert.
Nun wird aber in einem Paralleluniversum genau der unerwünschte Fall doch eintreten, weil ja alles, was möglich ist, in irgend einem Paralleluniversum passiert. Mit diesem Wissen könnte unser potentieller Kinderschänder auch denken, dass es dann doch auch er selbst sein sollte, der den "Spaß" hat, warum dem Kollegen im Paralleluniversum überlassen.
Oder: Wozu unseren Planeten und alles darauf mit Achtsamkeit behandeln? Lasst uns den Planeten vor die Wand fahren! Jede Menge Parallelerden, werden schon vortrefflich durchkommen.
Und all das, nur um ein paar unerklärliche Quantenzustände zu erklären? Och nöööö.

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Quanten-Multiversum 15 Sep 2017 14:23 #19414

Ich sitzt hier und denke mir: „Ich bin". Damit ich mir denken kann, ich bin, muss es unendlich viele Parallel-Universen geben. Der Gedanke ist so absurd, absurder geht es nicht mehr. Für alle, die die Absurdität lieben, wäre noch gesagt, dieser Gedanke ist nicht nur vollkommen absurd, sondern auch absolut irrelevant. Dieser Gedanke entspringt eher dem Fuchs, der die Trauben nicht erwischt und sich denkt, ist egal, in einem der unendlich vielen Parallel-Universen erwische ich die Trauben.

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Quanten-Multiversum 15 Sep 2017 15:22 #19416

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Oh Westermann, genau dafür ist doch Gott erschaffen worden, damit man in den PU nicht alles machen kann. Eine Ethik welche allumfassend in allen Universen gilt.
Bleibt doch noch eine Frage: Wer hat Gott erschaffen und wer hat ihm die Ethik verschrieben?

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Quanten-Multiversum 15 Sep 2017 15:31 #19418

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Ja, so reagieren die meisten Leute auf diese Vorstellung und ich kann mit Freude verkünden, dass ich damit 10 Euro bei einer Wette mit meinem Schachpartner gewonnen habe, weil ich darauf setzte, dass der erste Kommentar dazu so ähnlich ausfallen würde. Er meinte, der erste Kommentar wäre eher mehr sachlich, sprich kosmologisch orientiert. Also danke derwestermann!
Meine Anmerkung dazu:
Man hat akzeptiert, dass die Erde eine Kugel ist, von der komischerweise keiner runterfällt (der durchschnittliche Mensch früherer Zeiten hätte diese Vorstellung für ebenso bizarr gehalten wie der heutige das Quanten-Multiversum). Ein kleiner Teil der Leute hat nun auch die Quantenmechanik und die Relativitätstheorie halbwegs verdaut (....die große Masse kann sich darunter rein gar nichts vorstellen, hat allenfalls mal die Begriffe gehört, muss sie auch nicht, die Smartphones funktionieren auch ohne den blassen Dunst einer Ahnung darüber). Aber fast alle eint doch der Wunsch und die Sehnsucht nach einer einfachen Welt, konstruiert aus soliden Balken, die mit den Werkzeugen der klassischen Physik gezimmert sind und schön wäre auch noch, wenn sie mit einer Mathematik beschreibbar wäre, die Lieschen Müller nach 4 Jahren Grundschule schon versteht.
Ja, und natürlich soll auch die Welt und das Treiben des Menschen darin einen Sinn haben. Und einmalig und etwas Besonderes, ja das wollen wir doch ohnehin alle sein im Zeitalter des Individualismus.
Tja, wenn die Quantenmechanik alles dominiert, dann schert sie sich herzlich wenig um eure rührseligen Wünsche.

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Quanten-Multiversum 15 Sep 2017 16:21 #19420

Cyborg, du hast nur deshalb 10 Euro gewonnen, weil du in den unendlich vielen anderen Universen je 10 Euro verloren hast. In Summe gesehen ein gewaltiger Verlust. :(

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Quanten-Multiversum 15 Sep 2017 17:09 #19424

Mag' ja sein, dass es Lösungen mathematischer Gleichungen gibt, die Multiversen ermöglichen, aber Einsteins Gleichungen lassen auch Wurmlöcher und negative Gravitation zu, was nicht bedeutet, dass es sie geben muss.
Bei den Multiversen handelt es sich um Konstrukte aus der Stringtheorie und diese ist eine Theorie ohne überprüfbare Vorhersagen und "to beautiful to fail", sonst nix. Ok, Branen und Bulks, leiten sich auch aus der ART ab, aber hier nutzt man diese Herleitungen um die Teilchen in der Brane zu halten, die Gravitation aber im Bulk frei agieren zu können. Was ist an diesen Konstrukten wissenschaftlicher als die Edda? Ausser, dass hier mehr Mathematik im Spiel ist.

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Quanten-Multiversum 15 Sep 2017 17:10 #19425

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Warum braucht das Universum ein Gott? und wer schreibt diesem Universum ein Partner zu? wer kennt Universum und warum ist es so einfach zu fragen?....wehrend die Antworten oft nur schwer sich offenbaren. Also in dem fall wenn ein anderes Universum dann nur auf das Geschlecht bezogen, und lassen mir die Quanten in ruhe die können nix dafür, naja wieso ich es anspreche diese Geschlechter sind um uns herum, beiderseits. Diese anderen da, auch noch Theoretischen Universen, werden uns sich nie offenbaren da sie im Grunde nix mit uns zu tun jemals haben werden., also ich bin da auch kein freund dieser Multiversumbazille, da eine Austausch eindeutig nicht machbar ist, bleibt es nur so Mathematik. Also ich finde da macht mehr Spaß sich zu bemühen HUDF.YD3 zur erreichen als sich mit etwas zu beschäftigen was außerhalb der Wahrnehmung liegt.

Ja ich kann alles, sogar definieren was ich nicht kann.

Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
**Der Friedrich**

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Quanten-Multiversum 15 Sep 2017 17:31 #19427

Gott können wir bitte gerne weglassen, ich habe dieses altertümliche Erklärungsmodell nur eingeführt, um die Unsinnigkeit der Multiversen, wie sie sich für mich darstellt, darzustellen.

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Quanten-Multiversum 15 Sep 2017 17:40 #19428

Chris schrieb: Also ich finde da macht mehr Spaß sich zu bemühen HUDF.YD3 zur erreichen als sich mit etwas zu beschäftigen was außerhalb der Wahrnehmung liegt.


Tut HUDF.YD3 doch auch, also ausserhalb der Wahrnehmung liegen, jedefalls heute:

Sie gehört damit zu den Galaxien, die sich zwar schon einmal innerhalb des kosmischen Ereignishorizonts, aber schon immer außerhalb des Hubbleradius befanden und deren Rezessionsgeschwindigkeit daher relativ zu uns zu jeder Zeit höher als c war und auch immer sein wird


Quelle: de.wikipedia.org/wiki/UDFy-38135539

Das bedeutet doch, dass das Bild dieser Galaxie irgendwann verschwindet, oder?

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Quanten-Multiversum 15 Sep 2017 19:28 #19431

Cyborg schrieb: Dieses Bild verknüpfen nun einige Physiker mit der Viele-Welten-Idee, wonach alle möglichen Ausgänge eines Experiments, womöglich sogar jeder phys. Wechselwirkung, in verschiedenen Zweigen der Realität verwirklicht wird.
Anders ausgedrückt: Das Multiversum begann mit einem Anfangszustand und es entwickelt sich zu einer Superposition vieler Tochteruniversen. Dann verästeln sich die Zustände dieser Welten und führen zu einer Überlagerung aller denkbaren Zustände innerhalb wieder dieser Universen, ausgelöst durch phys. Wechselwirkungen.


also um das wirklich zu verstehen gibt es mehr als 1000 mal 1000 hoch 1000 hoch 1000 hoch 1000 hoch 1000 hoch 1000 hoch 1000 hoch 1000 hoch 1000 ........ andere Universen , mehr Universen als unseres Photonen hat ?

Wir leben zwar alle unter dem gleichen Himmel, aber es haben nicht alle den gleichen Horizont.

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Quanten-Multiversum 15 Sep 2017 19:38 #19432

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Dann verästeln sich die Zustände dieser Welten und führen zu einer Überlagerung aller denkbaren Zustände innerhalb wieder dieser Universen, ausgelöst durch phys. Wechselwirkungen

Alle denkbaren Zustände glaube ich nicht. Es kommt vielmehr zu von Anfang an vorgegebenen Richtungen. Soll heißen, dass es eine größere Anzahl von Möglichkeiten gibt, welche nicht entstehen werden.
Also bei dem Affen zu bleiben, welcher solange tippt, bis er aus Versehen den Faust geschrieben hat- wird nie!!! passieren.

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Quanten-Multiversum 15 Sep 2017 20:15 #19433

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westermann schrieb

Was ist an diesen Konstrukten wissenschaftlicher als die Edda? Ausser, dass hier mehr Mathematik im Spiel ist.

Ganz einfach: Die Edda ist Mythologie. Die Theorie des Quanten-Multiversums denkt die Gesetze der Quantenmechanik radikal zu Ende, ohne jede Rücksicht darauf, wie wir die Welt gerne hätten, und zieht daraus die Konsequenzen. Selbst wenn die Folgerungen nicht direkt nachprüfbar sind, so müssen wir doch mit einer gewissen und nicht mal geringen Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass es so ist. Oder zweifelst du daran, dass es jenseits des Beobachtungshorizonts (ca. 45 Milliarden Lj) keine Sterne oder Galaxien mehr gibt, nur weil wir nie die Möglichkeit haben werden, sie zu beobachten? Das heißt, du musst postulieren, dass die Naturgesetze überall im Raum und zu allen Zeiten die gleichen sind. Auch das lässt sich nicht nachprüfen. Freilich hinkt der Vergleich etwas, aber weniger als man glaubt. Im ersten Fall bleibt die Unsicherheit, ob die Realität alles mit macht, was die math. Formeln der Quantenmechanik ermöglichen. Im zweiten Falle gehst du von der Gültigkeit des Kosmologischen Prinzips aus, das im Grunde ja auch nur ein Postulat ist.
Und außerdem:
Die Aussagen der Edda zu beweisen, dürfte schwierig werden. Die Vertreter der Q-M-Theorie verweisen jedoch darauf, dass sich eine minimale negative Krümmung der Raumzeit nachweisen lassen wird, wenn die Theorie stimmt. Das wird kein endgültiger Beweis sein, aber es wäre ein starkes Indiz.
Ich weiß ja auch nicht, ob es diese Multiversen gibt, aber ich halte es für sehr wahrscheinlich. Und das wirklich Faszinierende daran ist, dass - wie ich schon schrieb -
die Gesetze der Quantenmechanik somit Mikro- und Makrokosmos dominieren.
Warum wehren sich so viele Menschen gegen diese Vorstellung? Unseren Alltag beeinflusst das ohnehin nicht. Aber weil wohl unsere Wahrnehmung und Denkfähigkeit auf den Mesokosmos beschränkt sind, an den wir adaptiert sind, befremdet uns die Vorstellung eines Multiversums, in dem alles in einer Superpostiion vorliegt. Hier wehrt sich wohl weniger die intellektuelle Ebene des Menschen, sondern mehr seine emotionale, die immer noch der anthropozentrischen mittelalterlichen Vorstellung nachtrauert, wonach der Mensch die Krone der Schöpfung ist und eine Erde bewohnt, die im Zentrum des Alls ruht.
Tja, das Mittelalter war nicht nur dunkel, es hatte durchaus auch etwas Rührseliges, ja geradezu Gemütliches. Aber daraus scheinen wir vertrieben zu sein. Es hat aber anscheinend noch nicht jeder gemerkt oder treffender, es will noch längst nicht jeder wahrhaben.

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Quanten-Multiversum 16 Sep 2017 13:23 #19437

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Recht naturwissenschaftlich geworden in diesem Unterforum, auch so quantenphysisch; beeindruckend.

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Quanten-Multiversum 16 Sep 2017 19:05 #19442

Cyborg schrieb: Und das wirklich Faszinierende daran ist, dass - wie ich schon schrieb -
die Gesetze der Quantenmechanik somit Mikro- und Makrokosmos dominieren.

Da hege ich ebenfalls keinen Zweifel dran. Wie ich an anderer Stelle schrieb, wird der Urknall begonnen haben, als das erste Quant als solches erkennbar wurde und somit Raum und Zeit um sich herum erzeugt, oder vorgefunden hat.
Mich darob meiner Zweifel an dem Multiversenkonzept ins gemütliche Mittelalter zu verorten, hat aber etwas inquisitorisches.

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Quanten-Multiversum 16 Sep 2017 19:45 #19444

derwestermann schrieb: Mich darob meiner Zweifel an dem Multiversenkonzept ins gemütliche Mittelalter zu verorten, hat aber etwas inquisitorisches.


Ich bin Anhänger der Kopenhagener Deutung. Solange es keine experimentellen Befunde gibt, die die Kopenhagener Deutung widerlegen und nur die Multiversumstheorie bestätigen, ist für mich die Annahme von unendlich vielen parallelen Universen ein Fall für Ockhams Rasiermesser.

PS: Cyborgs Beitrag lese ich nicht so, dass ich deswegen ins Mittelalter zurückversetzt werde.

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Quanten-Multiversum 16 Sep 2017 19:51 #19445

Denn sollte ich mich mal näher mit der Kopenhagener Deutung befassen.

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Quanten-Multiversum 16 Sep 2017 19:55 #19446

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derwestermann schrieb:
Mich darob meiner Zweifel an dem Multiversenkonzept ins gemütliche Mittelalter zu verorten, hat aber etwas inquisitorisches.

Ja, war schon ein kleiner Seitenhieb und eine kleine Retourkutsche dafür, dass du mich ja auch mit der Edda im Mittelalter verorten willst. :)
Aber eigentlich war es auch ganz allgemein gemeint und da nehme ich mich selber auch nicht aus. Ich bin schon lange der Meinung, dass wir mit der Verarbeitung der neuen Erkenntnisse und Erfindungen nicht mehr so recht mitkommen, weder auf der intellektuellen noch auf der ganz praktischen Seite durch die technologischen Einflüße. Günther Anders nannte das die "Antiquiertheit des Menschen".
Es kommt wohl auch Psychologie ins Spiel, die sog. Kränkungen der Menschheit
Bei Beispiel daraus:

In seiner Arbeit „Eine Schwierigkeit der Psychoanalyse“ aus dem Jahre 1917 stellt Freud die Widerstände dar, die der von ihm entwickelten Psychoanalyse seiner Auffassung nach entgegenstehen, bevor sie allgemein anerkannt werde. Wie jede wissenschaftliche Neuerung müsse sie sich gegen das etablierte Denken durchsetzen. Aber der „größere Anteil rührt davon her, daß durch den Inhalt der Lehre starke Gefühle der Menschheit verletzt worden sind.“


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Quanten-Multiversum 16 Sep 2017 20:17 #19447

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ClausS,
ich weiß, die Kopenhagener Deutung erfreut sich noch immer großer Beliebtheit und auch mit Recht. Im Grunde ist sie die wissenschaftlichste, wenn man nur rein positivistische Standpunkte gelten lässt. Ich glaube, es war Bohr, der sie wohl am konsequentesten vertrat. Man hat Meßergebnisse und einen math. Formalismus, der Aussagen über die Wahrscheinlichkeit ihres Auftretens macht. Das war es dann auch schon. In dieser Denke ist dann auch ein Begriff wie Superposition in letzter Konsequenz einfach nur leer, weil über ihn nichts ausgesagt werden kann. Siehst du das auch so?
Ihre Schwäche ist wohl darin zu sehen, dass sie nicht erklären kann, warum beim Messvorgang bzw. bei einer Wechselwirkung genau eines von vielen möglichen Ergebnissen auftritt. Hier die Welt der Quanten, dort die makroskopische Welt und der Graben ist unüberwindbar und unerklärlich.
Der Reiz der Viele-Welten-Theorie Everetts bzw. des Gesamtkonzepts von Y. Nomura mit seinem Quanten-Multiversum besteht aber genau darin, dass auch die Messung selber, der Beobachter und der ganze Makrokosmos eine Einheit bleibt, der Bruch vermieden wird, weil jedes mögliche Messergebnis bzw. Ausgang einer Wechselwirkung sich in seiner eigenen Welt realisiert. Der Preis dafür ist eine sehr bizarr anmutende Welt, eben das Quanten-Multiversum. Aber die Realität kennt im Grunde keine Bizarrerie; sie existiert ja nur in unserem Kopf, der sie so deutet.
Je mehr ich darüber nachdenke, umso unsicherer bin ich mir, wer wohl eher ein Opfer von Ockhams Rasieremesser wird. Ob es sich jemals klären lassen wird? Was ich schon für möglich halte, ist, dass künftig die Indizienlast sich stark zu einer von möglichen Deutungen neigen wird.
Welche Antworten wird eine künftige harte KI auf diese Fragen finden oder extraterrestische Intelligenzen?

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Quanten-Multiversum 16 Sep 2017 21:19 #19448

Cyborg schrieb: Ihre Schwäche ist wohl darin zu sehen, dass sie nicht erklären kann, warum beim Messvorgang bzw. bei einer Wechselwirkung genau eines von vielen möglichen Ergebnissen auftritt.

Mathematisch sind aber mehrere möglich?

Cyborg schrieb: Hier die Welt der Quanten, dort die makroskopische Welt und der Graben ist unüberwindbar und unerklärlich.

Wie lange noch, ist die Frage. Schon mal "Das bewusste Universum" von Amit Goswami gelesen? Ich denke in dem, was wir bisher als transzendent, oder spirituell bezeichnet haben, werden wir einen Haufen Antworten finden, empirisch ermittelt. Heims Theorien würden dazu gut passen, jedenfalls bis zur sechsten Dimension, ab da wird's arg esotherisch. Goswami hat aber auf meine Frage, ob Heims Gleichungen nicht seine Gedanken in Mathematik giessen geschrieben: "nope".

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Quanten-Multiversum 16 Sep 2017 21:54 #19450

Cyborg schrieb: befremdet uns die Vorstellung eines Multiversums, in dem alles in einer Superpostiion vorliegt. Hier wehrt sich wohl weniger die intellektuelle Ebene des Menschen, sondern mehr seine emotionale,

Prinzip der minimalen Wirkung , es gibt nichts wozu man ein Multiversum als Erklärung benötigt . Also ist es doch genau andersherum , die vorstellung eines multiversum beruht auf emotionen .

Wir leben zwar alle unter dem gleichen Himmel, aber es haben nicht alle den gleichen Horizont.

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Quanten-Multiversum 16 Sep 2017 22:10 #19451

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Cyborg schrieb: Ihre Schwäche ist wohl darin zu sehen, dass sie nicht erklären kann, warum beim Messvorgang bzw. bei einer Wechselwirkung genau eines von vielen möglichen Ergebnissen auftritt.
dwm schrieb:
Mathematisch sind aber mehrere möglich?

Ja, das ist ja bekannt. Aber nach der Kopenhagener Deutung realisiert sich nur eine, aber warum genau diese, ist schleierhaft.

dwm schrieb:
Schon mal "Das bewusste Universum" von Amit Goswami gelesen?

Nein, kenne ich nicht, hört sich aber interessant an. In diese Richtung denke ich auch. Ich bin halt so ein alter Spurenleser, der vielen Fährten folgt und nichts ausschließen will. Wundert mich aber, dass du in diese Richtung denkst, da ich aus deinen bisherigen Posts annahm, du wärst ein strenger reiner Materialist. Aber anscheinend lehnst du nur die Vorstellung eines Schöpfergottes im christlichen Sinne ab. In dem Zusamenhang habe ich hier im Forum schon öfter auf das Buch und die Ideen des US-Philosophen Thomas Nagel verwiesen, "Geist und Kosmos". Nagel lehnt auch die Multiversum-Idee ab, hält sie für unwissenschaftlich und favorisiert eher eine teleologische Komponente in der Natur, was ja auch streng wissenschaftlich gesehen nicht korrekt ist. Aber seine Überlegungen machen nachdenklich, hinterfragen das rein reduktionistisch-materielle Weltbild. Dabei ist Nagel selber Atheist.

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Quanten-Multiversum 16 Sep 2017 22:14 #19452

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heinzendres schrieb:

Prinzip der minimalen Wirkung , es gibt nichts wozu man ein Multiversum als Erklärung benötigt . Also ist es doch genau andersherum , die vorstellung eines multiversum beruht auf emotionen .

Das Multiversum hat m.E. schon Erklärungscharakter, wie auch weiter oben erklärt wird. Dass die Vorstellung auf Emotionen beruht, sehe ich überhaupt nicht. Das sind nüchterne Überlegungen und ein radikales Zu-Ende-Denken der Gesetze der QM. Aber klar, das muss nicht jeder so sehen.

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Quanten-Multiversum 16 Sep 2017 22:31 #19453

Thomas Nagel? Schau ich mir an.

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Quanten-Multiversum 17 Sep 2017 10:07 #19457

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Ja, Nagel, denke mal, eine gute Ergänzung zu Goswami.
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Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)

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Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)

Quanten-Multiversum 17 Sep 2017 10:23 #19458

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Also geht es nicht nur allein darum, die physikalischen, mathematischen grundlegenden Dinge des Universums unter einen Hut zu bringen, sondern auch das was sich als das Bewusstsein und noch mehr: die Erkenntnis von Allem erklärt.
Es ist eben ein einfacher Weg bei diesem Punkt nach einem Gott zu rufen, der dann noch uns nach unserem Ableben aufnimmt in eine höhere Ebene.
Ich habe großen Respekt vor den Menschen, die die Frage so weit führen und nicht nach Gott rufen.

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Quanten-Multiversum 17 Sep 2017 10:28 #19459

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Schau mal westerman, was ich da über Goswami gefunden habe. Wurde an der Uni Tübingen erstellt. Ob nicht auch Goswami die Viele-Welten-Theorie besser gefällt als die Kopenhagener Deutung? ;)
www.uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebi...AMP/09_Goswami_S.pdf

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Quanten-Multiversum 17 Sep 2017 10:31 #19460

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Ralf schrieb

Ich habe großen Respekt vor den Menschen, die die Frage so weit führen und nicht nach Gott rufen.

Genau Ralf. Und da haben wir mit Goswami und Nagel doch hoch interesssante Geister. Meinst du nicht auch?

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Quanten-Multiversum 17 Sep 2017 17:33 #19468

Cyborg schrieb: ClausS,
ich weiß, die Kopenhagener Deutung erfreut sich noch immer großer Beliebtheit und auch mit Recht. Im Grunde ist sie die wissenschaftlichste, wenn man nur rein positivistische Standpunkte gelten lässt. Ich glaube, es war Bohr, der sie wohl am konsequentesten vertrat. Man hat Meßergebnisse und einen math. Formalismus, der Aussagen über die Wahrscheinlichkeit ihres Auftretens macht. Das war es dann auch schon. In dieser Denke ist dann auch ein Begriff wie Superposition in letzter Konsequenz einfach nur leer, weil über ihn nichts ausgesagt werden kann. Siehst du das auch so?
Ihre Schwäche ist wohl darin zu sehen, dass sie nicht erklären kann, warum beim Messvorgang bzw. bei einer Wechselwirkung genau eines von vielen möglichen Ergebnissen auftritt. Hier die Welt der Quanten, dort die makroskopische Welt und der Graben ist unüberwindbar und unerklärlich.
Der Reiz der Viele-Welten-Theorie Everetts bzw. des Gesamtkonzepts von Y. Nomura mit seinem Quanten-Multiversum besteht aber genau darin, dass auch die Messung selber, der Beobachter und der ganze Makrokosmos eine Einheit bleibt, der Bruch vermieden wird, weil jedes mögliche Messergebnis bzw. Ausgang einer Wechselwirkung sich in seiner eigenen Welt realisiert. Der Preis dafür ist eine sehr bizarr anmutende Welt, eben das Quanten-Multiversum. Aber die Realität kennt im Grunde keine Bizarrerie; sie existiert ja nur in unserem Kopf, der sie so deutet.
Je mehr ich darüber nachdenke, umso unsicherer bin ich mir, wer wohl eher ein Opfer von Ockhams Rasieremesser wird. Ob es sich jemals klären lassen wird? Was ich schon für möglich halte, ist, dass künftig die Indizienlast sich stark zu einer von möglichen Deutungen neigen wird.
Welche Antworten wird eine künftige harte KI auf diese Fragen finden oder extraterrestische Intelligenzen?


Es ist mir bewußt, dass es auch gute Argumente für die Viele-Welten Theorie gibt (von Physikern die viel viel mehr Ahnung als ich haben).

Dennoch erscheint mir in der Tat die Kopenhagener Deutung die wissenschaftlichere Alternative zu sein, da sie nach meinem Verständnis nichts voraussetzt, das wir nicht messen können. Solange wir keine experimentellen Befunde haben, die die Viele-Welten Theorie gegenüber der Kopenhagener Deutung als richtig ausweist, nehme ich lieber die defensivere Erklärung.

Das spannende an der Physik ist ja, dass man nie vorhesagen kann, was die Zukunft bringen wird. Sind Kopenhagener Deutung und Viele-Welten Theorie überhaupt experimentell unterscheidbar? Wenn nein, wird auch keine KI das wohl jemals wissen können.

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Quanten-Multiversum 18 Sep 2017 20:03 #19506

Cyborg schrieb: Ob nicht auch Goswami die Viele-Welten-Theorie besser gefällt als die Kopenhagener Deutung?


Woher nimmst Du diese Annahme?

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