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THEMA: Alles ist Information: Von der Relativitäts- zur Quantentheorie

Alles ist Information: Von der Relativitäts- zur Quantentheorie 27 Nov 2017 19:41 #23312

Liebe Forum-Community,

an Herrn Gaßner erstmal einen großen Dank für die tollen Videos zu "Urknall, Weltall und das Leben"!
Ich liebe diese Reihe und verfolge sie mit größter Spannung.

Ich bin Informatiker, daher sehe ich alles als Information.
Es ist faszinierend, dass Information eine Höchstgeschwindigkeit in unserer Realität besitzt.
Fast erscheint es mir so, dass Quantentheorie und Relativitätstheorie einen gemeinsamen Kern haben, wenn man es aus Sicht der Informationen und deren Austausch zwischen verschiedenen Bezugssystemen sieht!

Ich würde gerne meine Gedanken diesbezüglich mitteilen, in der Hoffnung, dass diese einen wahren Kern enthalten könnten. Vielleicht sind auch ein paar Fragestellungen dabei, die dann für die Videos zur Quantentheorie interessant werden. Ich freue mich übrigens schon sehr darauf! Entschuldigt, wenn ich hier Erkenntnisse und meine Gedanken etwas vermische.
Alles ist eher als eine große Frage zu verstehen, auch wenn ich es teilweise wie Erkenntnisse formuliert habe.

Los gehts:

Die Maximalgeschwindigkeit für Informationen scheint eine Art "Taktgeber" zwischen Bezugssystemen zu sein. Bewegen sich zwei Bezugssysteme sehr schnell voneinander weg, ist der Informationsaustausch verzögert und die Zeit erscheint dann für das jeweils andere System langsamer zu vergehen. Eigentlich sind doch die Beobachtungen der Quantenwelt, also wenn gar keine Information mehr ausgetauscht wird, nur die logische Konsequenz.

Es erscheint mir so, dass ein Bezugssystem immer dem jeweils anderen Bezugssystem "glaubt", wenn es etwas über seine Position, Richtung und Zeit verrät. Kommen wir der Lichtgeschwindigkeit nahe, verzerrt sich der Informationsaustausch, darum kommt die Information im jeweils anderen System "verfälscht" (*) an und auch der Zeitablauf manifestiert sich entsprechend verfälscht in der Realität des jeweils anderen Systems.

Im Quantenzustand wird der Informationsaustausch zwischen Bezugssystemen ganz unterbrochen, richtig?
Beim Doppelspaltversuch ist zum Beispiel erstmal nur die Information über den Startpunkt in beiden Systemen synchron. Die Richtung ist nicht mehr synchron, weil das Teilchen ja schon ein Quantenobjekt ist, sobald es sich bewegt. Bei einer plötzlichen Messung manifestiert sich das Quantenobjekt im äußeren Bezugssystem, wo es aus seiner Sicht zu sein glaubt. Das Quantenobjekt kann ja nicht wissen, durch welchen Spalt es geflogen ist, da es ihn nie "gesehen" oder berührt hat. Es teilt bei der Messung (Synchronisierung) seinen Ort und Impuls nach "bestem Wissen" mit. Das äußere Bezugssystem "glaubt" ihm.

Ich finde, dass die Quantentheorie besser vorstellbar ist, wenn man es aus Sicht eines Quantenteilchens betrachtet, das ja quasi blind ist und nur beschränkte Informationen hat (z.B. wo es gestartet ist).

Bei der Quantenverschränkung scheint sich ein einziges Quantenobjekt ja sogar zweimal zu manifestieren, weil seine Information über den Ort bei der Synchronisierung beider Bezugssysteme zweideutig ist. Wie ich es verstanden habe, müssen im Labor beide Teilchen unter den exakt gleichen Bedingungen aufgespürt werden, damit die Verschränkung klappt. Damit wäre die Situation aus Sicht des Quantenobjekts, falls es sich in Wirklichkeit um das selbe Teilchen handelt, zweideutig. Für das Teilchen ist es völlig egal, an welchem Detektor es gemessen wurde, sofern der Zeitpunkt gleich ist und der Informationsgehalt bei der Messung identisch ist. Ist dieser Gedanke richtig, müssten ja beliebig viele Teilchen verschränkbar sein. Hat man das mal mit Mehreren probiert?

Wenn man meine Gedanken zusammenfasst, ergibt sich eine Theorie:
"""
Existieren zwei Bezugssysteme, richtet sich die Manifestation von Zeit, Impuls und Ort im jeweils anderen System danach, wie es ihm vom jeweils anderen System durch einen Informationsaustausch mitgeteilt wurde. Ist der Informationsaustausch verzerrt oder unvollständig, erscheint auch der Ort, Impuls oder die Zeit in der Realität des jeweils anderen Systems als verzerrt oder unvollständig (in diesem Fall zufällig). Ist ein Zustand nach dem Informationsaustausch mehrdeutig, manifestieren sich alle Möglichkeiten (siehe Quantenverschränkung).
"""

Wenn es in beiden großen Theorien im Wesentlichen um den Informationsaustausch zwischen Bezugssystemen geht, wieso sind diese dann so schwer zu vereinen?
Vielleicht ist dies aber auch eine falsche Annahme.
Gibt es dazu schon ähnliche Betrachtungen?



Ich habe mir in der Schulzeit schon oft philosophische Gedanken zur Physik der Welt gemacht und bin dann immer wieder auf Literatur gestoßen, die genau die gleichen Gedanken behandelt.
Manchmal erscheint es mir in unserer vernetzten Welt so, als ob schon alles Gedacht wurde. Aber das kann natürlich nicht der Wahrheit entsprechen.

Ich würde mich sehr über ein Feedback und eure Ideen dazu freuen!

Viele Grüße,
Richard

(*) Das etwas in der Realität "verfälscht" sein könnte, klingt schon schräg.
Gott musste wohl auch mit dem arbeiten, was ihm bei der Schöpfung zur Verfügung stand.
Aber er hat das Problem ja sehr elegant und ohne Paradoxon gelöst. :-)

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Alles ist Information: Von der Relativitäts- zur Quantentheorie 27 Nov 2017 20:33 #23315

  • Chris
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Willkommen rpeters, Ich bin sicher das stimmt, mir machen diese auch viel spaß, jedoch alles als Information zu betrachten ist viel zu einseitig, findest du nicht auch?
Dann ist diese Sache mit Taktgeber..... dieser muss ein Interwall besitzen, das kann ich bei Maximalgeschwindigkeit die konstant ist nicht erkennen. Was da mit Austausch beschreibst wird Wechselwirkung bezeichnet, und bevor die nicht verstanden ist und was da Virtuell dran ist, bitte noch nix verschränken. Dort ist es eher Raum[irgendwas] wo dafür verantwortlich ist, ich empfinde nur ein sehr großen Teil der Wirklichkeit als Information da eine relativ Betrachtung möglich ist und aus unterschiedlichen Perspektiven ein anderes Ergebnis liefern, von einem und demselben Vorgang. Also bedeutet es das deine Information jeden Wert immer besitzt. Das ist sehr fad.

Deine Vorletzte frage ist Paradox, bei Quanten wird es schon Relativ, also die sind vereint. Ich empfehle dir wenn da Tiefer rein steigen möchtest mache es in kleinen schritten, ansonsten erscheint es mir wie Internet mit einer mechanischen Schreibmaschine zu betreiben.

Ja ich kann alles, sogar definieren was ich nicht kann.

Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
**Der Friedrich**

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Ja ich kann alles, sogar definieren was ich nicht kann.

Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
**Der Friedrich**

Alles ist Information: Von der Relativitäts- zur Quantentheorie 27 Nov 2017 20:46 #23318

Danke für die erste Antwort :-)

"Dann ist diese Sache mit Taktgeber..... dieser muss ein Interwall besitzen, das kann ich bei Maximalgeschwindigkeit die konstant ist nicht erkennen. "
Das Intervall stelle ich mir als Kombination aus dem Planckschen Wirkungsquantum und der Lichtgeschwindigkeit vor, also quasi die kleinsten Pakete aneinader gereiht.

"Also bedeutet es das deine Information jeden Wert immer besitzt"
Das meinte ich eigentlich nicht unbedingt. Überlagerungszustände gibt es nach meiner Betrachtung nicht. Das Manifestiert sich nur so aus Informationsmangel

"Das ist sehr fad."
Ist es das? :-/ Nur weil alles durch Information beschreibbar ist und sich die Physik vielleicht als ständiger Informationsaustausch zwischen Bezugssystemen betrachten lässt, muss das Leben ja nicht Fad sein. Wir haben ja die Möglichkeit als Lebewesen alles subjektiv auszuschmücken, zu erleben und zu bewerten :-)

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