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THEMA: Masse schafft Raum

Masse schafft Raum 09 Feb 2018 12:30 #27595

yukterez schrieb: Yukterez schrieb: ρ(a)=ρr/a⁴+ρm/a³+ρk/a²+ρΛ

Madouc99 schrieb: Jetzt muss ich ganz blond nachfragen nimmt nicht die "density" bei der Expansion ab und das Produkt 'density' mal 'volume' bleibt gleich?

Natürlich nicht, sonst bliebe die Energie ja erhalten. Das Produkt bliebe nur gleich wenn ρm, also die Materiedichte, der einzige Beitrag zur Gesamtdichte wäre, denn die ist die einzige die mit a³, also mit dem räumlichen Volumen, abnimmt. Die Strahlungsdichte ρr nimmt aber mit a⁴ ab, und die dunkle Energiedichte ρΛ bleibt überhaupt konstant (deswegen ja auch der Name "kosmologische Konstante", mit Betonung auf Konstante).

de.wikipedia.org/wiki/Friedmann-Gleichung#Spezielle_Lösungen,

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Masse schafft Raum 09 Feb 2018 14:47 #27600

yukterez schrieb: Aber auch wenn das Universum positiv gekrümmt und damit abgeschlossen wäre, so würde es immer noch expandieren, womit pro Raumeinheit dunkle Energie hinzukommt, während lokale kinetische Energie und die Frequenz von Photonen verringert werden, und zwar in einem Ausmaß dass es sich nicht gegenseitig wegkürzt. Die Energie bleibt also in keinem Fall erhalten.

Das bezweifle ich. Wer sagt denn, dass das Volumen der Raumeinheiten keiner zeitlichen Entwicklung unterliegt. Wenn der Raum aus Finiten Volumenelementen (gekörnter Raum) besteht, die verdichtbar und expandierbar sind, dann bleibt die Gesamtzahl dieser Volumenelemente gleich. Das einzige, was expandiert, wären die Volumenelemente, nicht aber deren Anzahl. In den Voids könnten sie beispielsweise viel grösser sein als im Bereich der Galaxien. Also Vorsicht! Ich bin nach wie vor für den Energieerhaltungssatz und bleibe dabei: Das Universum ist in puncto Energiedichte adiabat. Nix geht rein und nix geht raus. Was im Inneren passiert ist wurscht. Sean Carroll überzeugt mich in keinster Weise. Für mich gibts nur eine Möglichkeit des Energiezuwachses: wir leben in einem SL, dass von "aussen" gefüttert wird. Aber dass bei der Expansion an jedem Ort neue Raumvolumina dazukommen, die dann auch noch neue DE mitbringen, halte ich für ausgeschlossen. Wo soll das herkommen? Aus dem Nichts? Klingt unlogisch...

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

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Masse schafft Raum 09 Feb 2018 18:01 #27604

Boar, du bist echt ne Hausnummer. Wenn, und ich sage wirklich wenn die Raumzeit gekörnt wäre, dann wäre ein wie auch immer gearteter Abstand zwischen den Körnern für dieses Universum komplett unerheblich. Da könnte nämlich nichts sein. Das ist die Definition von Körnung. Im Gegenzug wäre dann die einzige Möglichkeit wie neues Raumvolumen entstehen oder auftauchen könnte, die Beschaffung neuer Raumkörner.

Ich empfehle mal ne Übung zum Energieerhaltungssatz. Erkläre mal, inwieweit eine Schaukel das Noether-theorem erfüllt (hardcore-Variante) oder erkläre einfach, wie die Energie auf die Schaukel kommt, wenn keine WW mit der Luft stattfindet, und niemand dasteht, der anschubst.

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Masse schafft Raum 10 Feb 2018 09:52 #27635

LeseSalamander schrieb: Boar, du bist echt ne Hausnummer. Wenn, und ich sage wirklich wenn die Raumzeit gekörnt wäre, dann wäre ein wie auch immer gearteter Abstand zwischen den Körnern für dieses Universum komplett unerheblich. Da könnte nämlich nichts sein. Das ist die Definition von Körnung. Im Gegenzug wäre dann die einzige Möglichkeit wie neues Raumvolumen entstehen oder auftauchen könnte, die Beschaffung neuer Raumkörner.

Ich stelle fest, Dir fehlt das Vorstellungsvermögen. Ich wollte es mit dem Ausdruck "gekörnt" etwas anschaulich machen. Es gibt keinen Abstand zwischen den Raumvolumina. Sie grenzen direkt aneinander. Zu weiteren Information verweise ich an meine Arbeitshypothese in meinem entsprechenden Thread . Neue "Raumkörner" sind eben nicht die einzige Möglichkeit.

Ich empfehle mal ne Übung zum Energieerhaltungssatz. Erkläre mal, inwieweit eine Schaukel das Noether-theorem erfüllt (hardcore-Variante) oder erkläre einfach, wie die Energie auf die Schaukel kommt, wenn keine WW mit der Luft stattfindet, und niemand dasteht, der anschubst.

Du empfiehlst mir eine Übung zum Energieerhaltungssatz? LOL. Bist aber im Gegensatz dazu bereit, ganz lapidar beim Universum mal die heiligste Kuh der gesamten Physik, den Energieerhaltungssatz, zu opfern. Ich jedenfalls bin dazu nicht bereit. Zur Schaukel: Ohne Energiezufuhr von aussen kommt keine zusätzliche Energie auf die Schaukel. Die Energie der Schaukel bleibt konstant und erhalten. Wo ist das Problem?

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Masse schafft Raum 10 Feb 2018 13:44 #27648

Michael D. schrieb: Du empfiehlst mir eine Übung zum Energieerhaltungssatz? LOL. Bist aber im Gegensatz dazu bereit, ganz lapidar beim Universum mal die heiligste Kuh der gesamten Physik, den Energieerhaltungssatz, zu opfern. Ich jedenfalls bin dazu nicht bereit. Zur Schaukel: Ohne Energiezufuhr von aussen kommt keine zusätzliche Energie auf die Schaukel. Die Energie der Schaukel bleibt konstant und erhalten. Wo ist das Problem?


Das Problem ist, dass du auf der Schaukel sitzt, und keine äußere Energie zuführst. Trotzdem kannst du dich alleine aufschwingen, dazu muss man keine 6 Jahre alt sein. Dazu sitzt der einzige Punkt, der die Schaukel mit der Außenwelt verbindet, genau im Zentrum der Schaukel-/Drehbewegen, sprich an der Drehachse. Und bei r=0 ist mit Drehmoment gar nix. Also wie kommt die Energie auf die Schaukel?

Davon ab ist der Energieerhaltungssatz gar keine heilige Kuh. Ist mehr so'n Erfahrungsmerksatz, wie der 2. Hauptsatz der Thermodynamik. In der QM zum Beispiel ist Energieerhaltung ein statistisches Phänomen. Wenn also die Energie zufällig erhalten bleibt, ist schön. Wenn nicht, who cares. Energieerhaltung gilt speziell für den Erwartungswert - der ist aber gar keine reale Größe. Und wenn 6*10^24 Teilchen einen Münzwurf hinlegen, wie sie sich bewegen, dann darf man erwarten, dass so grob in 65% aller Fälle das Ergebnis nicht mehr als 2,4*10^12 mal Teilchenenergie am Erwartungswert vorbei schrammt, und in 94% aller Fälle nicht mehr als doppelt so viel - bei einer Gesamtenergie von 6*10^24 mal Teilchenenergie.

Im Thread zur Expansion war Lulu so frei mir einen Link zu einem ausführlichen Artikel zu schicken. Ich verlink das einfach mal hier weiter, mit dem freundlichen thx an Lulu. :-)

people.smp.uq.edu.au/TamaraDavis/papers/SciAm_Energy.pdf

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Masse schafft Raum 10 Feb 2018 13:56 #27652

LeseSalamander schrieb: Das Problem ist, dass du auf der Schaukel sitzt, und keine äußere Energie zuführst. Trotzdem kannst du dich alleine aufschwingen, dazu muss man keine 6 Jahre alt sein. Dazu sitzt der einzige Punkt, der die Schaukel mit der Außenwelt verbindet, genau im Zentrum der Schaukel-/Drehbewegen, sprich an der Drehachse. Und bei r=0 ist mit Drehmoment gar nix. Also wie kommt die Energie auf die Schaukel?

Na ganz einfach: Es wird chemische Energie verbraucht, die der kleine 6-Jährige einsetzt, um seine Muskeln zu bewegen. Damit bewegt er die Schaukel. Der Energieerhaltungsatz bleibt natürlich gültig.

Davon ab ist der Energieerhaltungssatz gar keine heilige Kuh. Ist mehr so'n Erfahrungsmerksatz, wie der 2. Hauptsatz der Thermodynamik. In der QM zum Beispiel ist Energieerhaltung ein statistisches Phänomen. Wenn also die Energie zufällig erhalten bleibt, ist schön. Wenn nicht, who cares. Energieerhaltung gilt speziell für den Erwartungswert - der ist aber gar keine reale Größe. Und wenn 6*10^24 Teilchen einen Münzwurf hinlegen, wie sie sich bewegen, dann darf man erwarten, dass so grob in 65% aller Fälle das Ergebnis nicht mehr als 2,4*10^12 mal Teilchenenergie am Erwartungswert vorbei schrammt, und in 94% aller Fälle nicht mehr als doppelt so viel - bei einer Gesamtenergie von 6*10^24 mal Teilchenenergie.

Und in Summe bleibt die Energie erhalten.

Im Thread zur Expansion war Lulu so frei mir einen Link zu einem ausführlichen Artikel zu schicken. Ich verlink das einfach mal hier weiter, mit dem freundlichen thx an Lulu. :-)
people.smp.uq.edu.au/TamaraDavis/papers/SciAm_Energy.pdf

Da wird doch auch festgestellt, dass die Energie im Universum erhalten bleibt. Also alles gut.

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Masse schafft Raum 10 Feb 2018 15:06 #27655

Bei der Schaukel ist das doch ganz einfach. Man kann sich zwei gekoppelte Pendel vorstellen mit der Masse am unteren Ende des zweiten Pendels. Mit Deiner Muskelkraft wirkst Du quasi auf den mittleren Drehpunkt mit einem drehmoment am effizientesten in Phase / Resonanz mit dem Gesamtverbund (sonst kann es passieren, dass Du Dich nicht aufschaukelst oder eine bestehende Schaukelbewegung sogar bremst). In Resonanz kannst Du das Schaukelsystem sogar zum Überschlgen bringen. Mit Deiner Muskelkraft (Energie) bewirkst Du eine Verschiebung des Schwerpunktes (oder einfacher ein Drehmoment im Drehpunkt zwischen den beiden Pendeln). Verstehe nicht ganz, wo das Problem liegt... :-)

Werd‘ ich geboren wird es wenig kühl.
Bin ich ewig ist ewig für mich jetzt.
Was ist liegt vor mir und ist dennoch hier.
Mein Tod mag Bahnen stören doch sorgt er für Niveau.
Pflanz‘ ich mich fort bin ich nicht attraktiv.
Doch bin ich beides und auch beides nicht.

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Masse schafft Raum 10 Feb 2018 18:17 #27670

HardyG schrieb: Verstehe nicht ganz, wo das Problem liegt... :-)


Das solltest du ändern. Wenn du die Probleme nicht siehst, kannste nix lernen. ;-)

@Michael D.
Ich musses wohl noch mal sagen: A person who won’t read has no advantage over one who can’t read.

Hier zu Übungszwecken einige Leseproben aus dem verlinkten Artikel:

Artikel schrieb: Total energy must be conserved. Every student of physics
learns this fundamental law. The trouble is, it does not apply
to the universe as a whole


What Noether discovered is that whenever
nature displays a continuous symmetry, a conservation
law comes along for the ride, and vice versa.
In particular, spatial symmetry dictates that
momentum is conserved; rotational symmetry
ensures angular momentum is conserved; and
time symmetry means that energy is conserved.

We have come to the limit of our cherished
conservation principles: when time and space
themselves are mutable, time symmetry is lost,
and conservation of energy need no longer hold.

Thus, the total energy of the universe is neither
conserved nor lost—it is just undefinable.


Ich könnte noch mehr sagen. Schon der Ansatz ein finites Raumelement zu betrachten, und zu sagen, wenn dort die Energie konstant bleibt, dann könnte man einfach alle aufsummieren... wäre ein prima Ansatz, wenn es endlich viele wären. Aber im Artikel wird ausdrücklich von unendlich vielen gesprochen. Also kann sein, dass das trotzdem stimmt. Aber ich müsste das erst überprüfen, denn meine Erfahrungen mit unendlich sagen, dass da ganz viel Mist passieren kann. Und die erste Kontrolle die ich mache gibt die Schätzung, dass die Volumina die man dann aufsummiert nicht abzählbar unendlich viele wären. Damit ist der Ansatz meiner Ansicht nach tot.

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Masse schafft Raum 10 Feb 2018 18:47 #27673

Was für Dich tot ist, erwecke ich zum Leben. Dir mangelt es an Intuition und Vorstellungskraft. Hier zeige ich Dir mal, wie das geht. Die Anzahl der Finiten Raumelemente müssen endlich sein, denn der Energieinhalt des Universums ist es auch, sofern es abgeschlossen ist. Ausserdem bezweifle ich, dass die zeitliche Symmetrie im Universum global gebrochen ist.

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Masse schafft Raum 10 Feb 2018 19:09 #27676

LeseSalamander schrieb: Das solltest du ändern. Wenn du die Probleme nicht siehst, kannste nix lernen.


Absolut d‘acord - darum bin ich hier ;-)

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Masse schafft Raum 23 Feb 2018 00:03 #28433

Christoph schrieb: Die Tatsache, daß Raum und Zeit am EH die Rollen tauschen heißt meines Wissens nicht, daß der Raum im SL eindimensional und die Zeit dreidimensional wird. Nur eine Raumkoordinate (die radiale) wird zeitartig, und die ursprüngliche Zeitkoordinate wird innerhalb des EH raumartig. In meiner Vorstellung hat die Raumzeit im Innern des SL immer noch drei Raumkoordinaten und eine Zeitkoordinate. Ich lasse mich da aber gerne belehren.

+

Z. schrieb:

Die Tatsache, daß Raum und Zeit am EH die Rollen tauschen heißt meines Wissens nicht, daß der Raum im SL eindimensional und die Zeit dreidimensional wird.


Hab ich so nicht behauptet.
Ich schrieb zur Veranschaulichung und je in Klammern:

Dh. Zeit wird grob "mehrdimensional" (man könnte hypothetisch verschiedenen Zeiten/Ereignissen begegnen), während der Raum "eindimensional" wird. Was dann noch von "räumlicher Ausdehnung" bliebe, habe ich bereits mit dem 1 Dimensionalen Faden (M.Pössel), versucht rüber zubringen.

Na dann... G8

Gibt es zu diesem Raum-Zeit-Switch noch näher gehende Beschreibungen? Für die Vorstellung, ob wir im inneren eines SL leben, finde ich das relevant: Wenn beim Fallen in ein SL nur die eine Raumdimension ihre Eigenschaften mit der Zeitdimension tauscht, müssten die anderen beiden Raumdimensionen in ihrer Bewegungsfreiheit gleichwertig mit der dann völligen Bewegungsfreiheit (?) in der Zeitdimension sein, um den Zustand in unserem Universum zu beschreiben. Wenn ich mir nun aber das Fallen in die Singularität vorstelle, dann werden die Geodäten, auf denen man sich noch bewegen kann, mit geringer werdendem Abstand zur Singularität immer kleiner. Und "auf der anderen Seite" beim entstehenden Urknall steigen die Längen auf dieser Geodäte wieder an, je weiter weg von diesem Urknall - während die vormalige Zeitdimension (und jetzt 3. Raumdimension) von vorneherein unbeschränkt ist (?).

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Masse schafft Raum 23 Feb 2018 07:54 #28440

Vielleicht hilft dir diese Vorstellung:
Nimm an, ein Beobachter bewegt sich mit dem Rücken zum SL gewendet auf das SL zu. Er schaut also quasi vom SL weg während er sich rückwärts auf das SL zu bewegt. Jetzt stell Dir vor, diese Beobachter filmt seine wahrnehmung - alles noch konventionell wie man es so kennt. Würde er sich in dieser (weiten) Entfernung quasi auf der Kugeloberfläche (auf dem Radius seiner Position zum Zentrum des SL) hin und her bewegen (immer radial nach aussen schauend) nimmt es einfach verschiedene Perspektiven diese Reise wahr.
Er nähert sich dem EH und wird immer schneller. Je schneller er sich bewegt desto langsamer vergeht seine Eigenzeit. Aus seiner Perspektive vergeht das, was er von aussen wahrnimmt immer langsamer. So er noch nicht mit Lichgeschwindigkeit Radial in das SL fällt hat er noch Freihetsgrade sich nach rechts/links und oben/unten zu bewegen und würde dann wie vorher auch unterschiedliche Perspektiven wahrnehmen, alle in Zeitlupe. Sobald er sich mit Lichtgeschwindigkeit radial in das SL bewegt gibt es diese Freiheitsgrade nicht mehr denn dafür müsste er sich dann mit Überlichtgeschwindigkeit bewegen. Wenn der Beobachter radiale Lichtegschwindigkeit erreicht sieht er quasi nur noch ein Standbild und hat auch weiter keine Freihetisgrade sich anders als direkt mit Lichtgeschwindigkeit radial ins Zentrum zu bewegen. Er sowie alles, was gleichzeitig mit ihm diesen Zustand erreicht hat und mit ihm in das SL stürzt bewegt sich streng monoton für dieser in das SL stürzenden „Zeitschale“ Richtung Zentrum. Mehr ist dann nicht mehr möglich (abgesehen davon existiert hier natürlich kein Beobachter mehr - der hätte sich längst spaghettifiziert und in seine Bestandteile aufgelöst).

Nehmen wir mal (nur für die Betrachtung) an, unser Beobachter könnte sich diese „Unwegsamkeiten“ hinweg setzen. Er würde weiter existieren und könnte sich auch bewegen. Was würde er wahrnehmen? Würde er sich auf seiner stürzenden Zeitschale rechts/links oben/unten bewegen würde er nur die unterschiedlichen, mit ihm zum selben Zeitpunkt in das SL gefallenen verschiedenen Perspektiven als Standbild zum Zeitpunkt der Erreichung der Lichtgeschwindigkeit wahrnehmen. Könnte sich der Beobachter auch noch radial bewegen, was würde er dann sehen? Bewegt er sich Richtung Zentrum des SL sieht er die Vergangenheit, die Bilder, die vor ihm in das SL gefallen sind. Bewegt er sich Radial nach aussen sieht er quasi in die Zukunft, als das, was nach ihm in das SL gefallen ist. Er kann sich natürlich nur so weit in die Vergangenheit oder Zukunft bewegen, wie diese auch bereits am SL angekommen sind. Er kann also nichts sehen, was das SL nicht erreichen konnte das das SL selbst noch nicht existierte und er kann sich auch nicht weiter nach aussen in die Zunukft bewegen wenn diese draussen am SL noch nicht angekommen ist. Ab einer bestimmten Entfernung vom SL würde er die Zeit einfach wieder „normal“ wahrnehmen.

Ich bin nicht sicher, ob das Deine Frage beantwortet aber vielleicht vermittelt es Dir eine Vorstellung. Es gibt keinen Zeitpunkt zu dem die Zeitachse in eine Raumachse „springt“ aber räumliche Bewegung (soweit diese noch möglich ist) wird hinter dem SL zu einer Änderung der zeitgleichen Perspektive oder (so es denn Freihetisgrade gibt sich sich auf dem Radius zum Zentrum des SL zu Bewegen) eine Bewegung durch die Zeit die allerdings Grenzen hat ;-)

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Masse schafft Raum 23 Feb 2018 09:49 #28446

@HardyG: Danke, helfen tut's mir schon. Wobei ich mir nun wieder schwer tue, vorzustellen, dass nicht alle 3 Raumdimensionen ihrer Freiheitsgrade beraubt sind. Ab der maximal schnellen Bewegung zeigen doch dann aus allen 3 Raumdimensionen nicht manipulierbare Richtungspfeile gen Massemittelpunkt. Für das "Hinwegsetzen über die Unwägbarkeiten" müssten wir zwar annehmen, dass es uns als Beobachter nicht zerreist - aber nur, weil das bei der Vorstellung hilft, wie es sich aus Sicht eines Teilchens darstellen würde. Die Annahme, dass man (bzw. dieses Teilchen) sich noch in irgendeiner Weise bewegen könnte, ist doch nun aber physikalisch unmöglich, oder?

Das ist für mich entscheidend, denn im Hintergrund steht ja die Überlegung, die zum Threadthema passt: Mal angenommen, es wäre so, dass in jedem SL ein Universum entsteht und wir leben selbst in einem, dann wäre dieser Vorgang ab dem Sturz ins SL entscheidend für die Verhältnisse in der neu entstandenen "Unterwelt". Die man sich dann bspw. so vorstellen könnte, dass dann das, was "über"/"vor" der Singularität in sie hinein gestürzt ist, sich "hinter"/"unter"ihr wieder ausdehnt. Und dass der davor entstandene Raumpfeil in der Unterwelt zum Zeitpfeil wird und bspw. die Freiheitsgrade in der Zeit hinter dem Ereignishorizont in unserem Universum zu den Freiheitsgraden im Raum der Unterwelt werden.

Wenn man nun diese Dimensionsentwicklungen innerhalb des Ereignishorizonts eines SL genau beschreiben kann, kann man vllt. besser beantworten, was das für unsere Welt bedeuten würde, wenn sie sich im inneren eines SL befände. Z.B. über das Vorhandensein zweier weiterer "Zeitdimensionen" zu spekulieren, wenn der Übergang symmetrisch ist und wenn zuvor eben alle 3 Raumdimensionen gerichtet wären. Oder alternativ auf unterschiedliche Ausdehnungen der Raumdimensionen zu schließen, wenn zuvor nur 1 Raumdimension gerichtet war und die Zeitdimension aus der "Oberwelt" zur 3. Raumdimension der "Unterwelt" wird.

Die Freiheitsgrade in der Zeit hab ich in Deiner Erklärung nicht ganz verstanden. Im Video zum Cauchy-Horizont beschreibt Andreas Müller, dass man im Moment der stärksten Zeitbeschleunigung die gesamte Geschichte des Universums an diesem Ort wahrnehmen könnte - wobei ich anhand dessen, wie ich Deine Ausführungen verstehe und von der Intuition her eher getippt hätte, dass die zeitlichen Freiheitsgrade nur bis zu dem Punkt vorhanden sind, an denen das SL existiert. Dass die Zeiträume vor der Entstehung des SL genauso wenig zugänglich (wahrnehmbar) sind wie die nach einem möglichen Zerstrahlen.

Es gab da doch noch ein Video von Josef Gassner od. Andreas Müller, in dem der Dimensions-Wechsel beschrieben wird - welches war das noch gleich?

edit: Das gesuchte Viedeo dürfte das hier sein, da beschreibt J. Gassner ab ca. min 17 diesen Übergang. Wobei es in der Zeit ja kein "oben/unten", "links/rechts", "hinten/vorne" gibt, sondern nur eines davon. Es sei denn eben, es würden dann noch weitere Zeitdimensionen zugänglich.

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Masse schafft Raum 23 Feb 2018 13:17 #28451

Ein Teilchen welches den EH erreicht schwenkt nicht sprunghaft auf eine Radial zum Zentrum gerichtete Bewegung sondern spiraliert weiter. Allerdings wird es nicht mehr in der Lage sein, dem SL zu entkommen. Das Teilchen selbst merkt von dieser Änderung erst mal nichts und spiraliert (allerdings streng monoton in Richtung Zentrum des SL fallend) weiter und hat auch noch entsprechende Freiheitsgrade (quasi rechts/links). Räumliche Freiheitsgrade gibt es meiner Meinung nach erst nicht mehr, wenn sich ein Teilchen radial mit Lichtgeschwindigkeit auf das Zentrum zu bewegt. Es kann nicht langsamer werden (Gravitation des SL) und kann nicht schneller werden (Lichtgeschwindigkeit). Bei einer Abweichung von seinem radialen Kurs wäre aber eins von beidem nötig.

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Masse schafft Raum 23 Feb 2018 13:52 #28453

HardyG schrieb: Ein Teilchen welches den EH erreicht schwenkt nicht sprunghaft auf eine Radial zum Zentrum gerichtete Bewegung sondern spiraliert weiter. Allerdings wird es nicht mehr in der Lage sein, dem SL zu entkommen. Das Teilchen selbst merkt von dieser Änderung erst mal nichts und spiraliert (allerdings streng monoton in Richtung Zentrum des SL fallend) weiter und hat auch noch entsprechende Freiheitsgrade (quasi rechts/links). Räumliche Freiheitsgrade gibt es meiner Meinung nach erst nicht mehr, wenn sich ein Teilchen radial mit Lichtgeschwindigkeit auf das Zentrum zu bewegt. Es kann nicht langsamer werden (Gravitation des SL) und kann nicht schneller werden (Lichtgeschwindigkeit). Bei einer Abweichung von seinem radialen Kurs wäre aber eins von beidem nötig.

OK, das Teilchen hält also einen spiralformigen Kurs Richtung Massemittelpunkt. Wenn es nun von einem anderen, auf geraderem Kurs befindlicheren Teilchen getroffen wird, kann es also seine verbliebenen Freiheitsgrade nutzen und seinen Kurs (sofern er dadurch geradliniger zur Singularität wird) verändern?

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Masse schafft Raum 23 Feb 2018 13:59 #28454

Na ja, eine solche Kollision kann natürlich auch die Form der Spirale ändern.
Da sich aber in einem SL nichts nach aussen bewegen kann sondern jede Bewegung streng monoton nach innen gerichtet ist kannst Du die Richtung des getroffenen Teilchen zwar verändern das Fallen dadurch aber nur beschleunigen.

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Masse schafft Raum 23 Feb 2018 17:25 #28462

Du solltest bei aller Vorstellungskraft auch nicht vergessen, dass es sich bei allen diesen Vorstellungen um MODELLE handelt, nicht um die Wirklichkeit.
Leben ist nach allem was wir wissen in keinem SL möglich.

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Masse schafft Raum 24 Feb 2018 01:41 #28477

HardyG schrieb: Du solltest bei aller Vorstellungskraft auch nicht vergessen, dass es sich bei allen diesen Vorstellungen um MODELLE handelt, nicht um die Wirklichkeit.
Leben ist nach allem was wir wissen in keinem SL möglich.

Ja schon klar, ich wollte hier lediglich mein Verständnis für die Veränderungen der Dimensionseigenschaften füttern. Zu meinem Szenario eines Universums innerhalb eines SL schreib ich was in den Alternative-Weltbilder-Bereich

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