Die Gewinner des UWudL-Quiz vom Dezember 2018 Zu den Gewinnern

Willkommen, Gast
Benutzername: Passwort: Angemeldet bleiben:
  • Seite:
  • 1

THEMA: Wie man mit dem Quantenradierer die Zukunft vorhersagt

Wie man mit dem Quantenradierer die Zukunft vorhersagt 06 Nov 2018 15:41 #44657

Ich beziehe mich auf den kürzlich auf dem Urknall,Weltall,Leben-Channel vorgestellten Quantenradierer.

Mit dem Quantenradierer scheint etwas nicht zu stimmen, denn man kann in einer solchen Art und Weise die Zukunft vorhersagen, dass man sie so beeinflussen kann, dass die Vorhersage unzutreffend wird.

Hierzu zunächst der ursprüngliche Aufbau nachgemalt:
Versteckter Inhalt oder OFF-Topic [ Zum Anzeigen klicken ]


Zunächst ist der Detektor D0 ziemlich umständlich zum Zukunft vorhersagen. Seine Funktionsweise erleichtert lediglich die Zuordnung der anderen Detektoren. Da wir jedoch gerade diese Zuordnung weglassen werden, werden wir D0 durch einen Schirm ersetzen. Der Schirm fängt ein Photon auf und hinterlässt einen Punkt.

Wir lassen den Quantenradierer nun arbeiten. Photon um Photon wird durch den Doppelspalt geschickt jeder Detektor registriert und dokumentiert ganz normal. Und der Schirm zeigt eine Menge Punkte.

Wenn wir uns genug Zeit lassen für die einzelnen Photonen könnten wir immer noch eine Zuordnung vornehmen. Wenn Detektor 3 ausschlägt färben wir den zugehörigen Punkt auf dem Schirm einfach rot, für D1 blau, D2 gelb und D4 grün. Der Schirm sollte also ein blau-gelbes Interferenzmuster, einen roten Klumpen und einen grünen Klumpen zeigen.

Aber lassen wir die Zuordnung weg, also das Einfärben, dann sind die Punkte ja immer noch an der selben Stelle, nur halt schwarz. Der Schirm sollte also insgesamt eine Mischung aus zwei Klumpen und einem Interferenzmuster zeigen. Nennen wir dieses Bild also Bild 1 und es zeigt sich wenn unser Quantenradierer wie gewohnt arbeitet.

Jetzt ersetzen wir jedoch Strahlteiler A und Strahlteiler B so durch zwei Spiegel, dass die Lichtwege A1 und B1 (und nur diese) verschwinden. Detektor 3 und 4 werden also überflüssig, nur Detektor 1 und 2 werden im weiteren Versuch arbeiten und zwar wie bisher ohne Kenntnis woher die Photonen kommen.

Was zeigt sich nun auf dem Schirm, wo die Wege der Photonen gar nicht mehr bestimmt werden? Es sollte lediglich ein Interferenzmuster zu sehen sein. Also nennen wir es Bild 2.

Das heißt wir können doch eindeutig sagen, wenn wir Bild 1 am Schirm sehen, dass die Lichtwege der Photonen zum Teil bestimmt werden. Und wenn wir BIld 2 am Schirm sehen, dass die Lichtwege der Photonen nicht bestimmt werden.

Wenn wir jetzt also genug Zeit haben um genug Photonen durch den Spalt zu schießen um den Unterschied zwischen Bild 1 und Bild 2 zu bestimmen, BEVOR die Photonen Strahlteiler A bzw. B erreichen.
DANN können wir soblad wir BIld 1 feststellen, die Strahlteiler geschwind durch die Spiegel ersetzen und erhalten eine falsche Vorhersage.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Verwandte Themen

Betreff des ThemasRelevanzDatum des letzten Beitrages
Quantenradierer6.23Freitag, 09 November 2018
quantenradierer6.23Donnerstag, 22 November 2018
Quantenradierer (zeitliche Verschränkung)6.1Mittwoch, 12 Dezember 2018
Willkommen in der Zukunft5.62Samstag, 04 Februar 2017
Raumzeit Vergangenheit/Gegenwart/Zukunft5.49Samstag, 13 Januar 2018
Ist die Zukunft fest vorbestimmt? [Themenvorschlag]5.49Dienstag, 26 Januar 2016
Wie sieht es mit der Richtung des Zeitpfeils in der Zukunft aus5.49Sonntag, 23 August 2015
Wieso sieht man die Zukunft des Universums b. Ereignishorizont?5.43Donnerstag, 08 Februar 2018
Ideen und Mitstreiter für eine bessere Zukunft gesucht5.37Samstag, 01 Oktober 2016

Wie man mit dem Quantenradierer die Zukunft vorhersagt 06 Nov 2018 19:51 #44660

  • stm
  • stms Avatar
  • Offline
  • Gold Boarder
  • Gold Boarder
  • Beiträge: 798
  • Dank erhalten: 164

AberHatschi schrieb: nur Detektor 1 und 2 werden im weiteren Versuch arbeiten und zwar wie bisher ohne Kenntnis woher die Photonen kommen.

Was zeigt sich nun auf dem Schirm, wo die Wege der Photonen gar nicht mehr bestimmt werden? Es sollte lediglich ein Interferenzmuster zu sehen sein. Also nennen wir es Bild 2.

Hier liegt wohl der Fehler, denn es wird eine Überlagerung zweier Interferenzmuster zu sehen sein, also ein Klumpen.

Der physikalische Determinismus war ein Tagtraum der Allwissenheit, der mit jedem Fortschritt der Physik wirklicher zu werden schien, bis er zu einem scheinbar unausweichlichen Alptraum wurde. - Karl Popper

Der physikalische Determinismus ist eine Theorie, über die man, wenn sie wahr ist, nicht argumentieren kann, denn sie führt alle unsere Reaktionen auf rein physikalische Bedingungen zurück. - Karl Popper

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Der physikalische Determinismus war ein Tagtraum der Allwissenheit, der mit jedem Fortschritt der Physik wirklicher zu werden schien, bis er zu einem scheinbar unausweichlichen Alptraum wurde. - Karl Popper

Der physikalische Determinismus ist eine Theorie, über die man, wenn sie wahr ist, nicht argumentieren kann, denn sie führt alle unsere Reaktionen auf rein physikalische Bedingungen zurück. - Karl Popper

Wie man mit dem Quantenradierer die Zukunft vorhersagt 06 Nov 2018 20:32 #44663

Bin mir hier nicht ganz sicher, aber wenn Du die Weg-Information vor D1-D4 abgreifst, wird sie mEn festgelegt, auch für alles, was danach geschieht.

Glaube nichts, weil ein Weiser es gesagt hat. Glaube nichts, weil alle es glauben. Glaube nichts, weil es geschrieben steht. Glaube nichts, weil es als heilig gilt. Glaube nichts, weil ein anderer es glaubt. Glaube nur das, was Du selbst als wahr erkannt hast.

Buddha

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Glaube nichts, weil ein Weiser es gesagt hat. Glaube nichts, weil alle es glauben. Glaube nichts, weil es geschrieben steht. Glaube nichts, weil es als heilig gilt. Glaube nichts, weil ein anderer es glaubt. Glaube nur das, was Du selbst als wahr erkannt hast.

Buddha

Wie man mit dem Quantenradierer die Zukunft vorhersagt 06 Nov 2018 22:32 #44669

stm schrieb:

AberHatschi schrieb: nur Detektor 1 und 2 werden im weiteren Versuch arbeiten und zwar wie bisher ohne Kenntnis woher die Photonen kommen.

Was zeigt sich nun auf dem Schirm, wo die Wege der Photonen gar nicht mehr bestimmt werden? Es sollte lediglich ein Interferenzmuster zu sehen sein. Also nennen wir es Bild 2.

Hier liegt wohl der Fehler, denn es wird eine Überlagerung zweier Interferenzmuster zu sehen sein, also ein Klumpen.


Bild 2 ist definitiv ein Interferenzmuster, dieser Fall wird von Herrn Gaßner direkt zu Beginn des Videos angesprochen. Wortwörtlich: "Wenn wir hier nichts detektieren, haben wir hier grundsätzlich einen Aufbau in der Form von Interferenz" 9:31-9:38.

Selbst wenn Bild 2 ein Klumpen wäre, hat die Argumentation bestand. Entscheidend ist nämlich nur das Bild 1 und Bild 2 einen signifikanten Unterschied aufweisen.

Heinz Jürgen schrieb: Bin mir hier nicht ganz sicher, aber wenn Du die Weg-Information vor D1-D4 abgreifst, wird sie mEn festgelegt, auch für alles, was danach geschieht.


Nach dem die Information an D1-4 abgegriffen wurde passiert garnichts mehr. Die ganze Aktion passiert nach D0 und VOR D1-4, das ist ja der Punkt mit der zeitlichen Verschränkung. Das Konzept war ja quasi erst der Anlass für dieses Experiment.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Wie man mit dem Quantenradierer die Zukunft vorhersagt 06 Nov 2018 22:56 #44670

Soweit ich weis braucht es beide Photonen (D0 und das andere das an D1 2 3 oder 4 ankommt) um zu bestimmen ob die Messung gültig ist. (Koinzidenz)
Wird nur eines innerhalb eines engen Zeitfensters gemessen wird die Messung verworfen weil nicht ausgeschlossen werden kann das es sich um irgend eine Störstrahlung handelt.
Damit würden an A und B weggespiegelte Photonen schon nicht mehr zum Experiment gehören; auch nicht deren an D0 gemessener Zwilling.

Und ich denke es ist wie stm schrieb, die Überlagerung der beiden Interferrenzmuster liefert keinerlei nützliche Informationen. Das Bild an D0 ändert sich nicht wenn die Strahlteiler durch Spiegel ersetzt werden.

Man schaue sich die Diagramme auf dieser Seite an und bemerke auch die Phasenverschiebung sowohl der Interferrenzmuster als auch der beiden "Batzen":
http://algassert.com/quantum/2016/01/07/Delayed-Choice-Quantum-Erasure.html

assume good faith
Folgende Benutzer bedankten sich: Heinz Jürgen

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

assume good faith

Wie man mit dem Quantenradierer die Zukunft vorhersagt 08 Nov 2018 16:37 #44728

Gut das mit der Störstrahlung und dem daraus resultierendem Vorgehen verstehe ich. Aber gehe ich dann recht in der Annahme, dass in einem Fall in dem man jegliche Störstrahlung ausschließen könnte, man das Bild an D0 auch ohne Messwerte an D1-4 zu messen als legitim ansieht?

Die Photonen werden an A und B keineswegs weggespiegelt. Sie werden nur gezwungen D1 oder D2 zu treffen. (Damit in einem solchen Aufbau der Weg definitiv nicht bestimmbar ist / bestimmt wird)

Ob die Information
des Interferenzmusters / der Überlagerung des Interferenzmusters / der Überlagerung aller möglichen Interferenzerscheinungen / des was-auch-immer - Bildes
nützlich ist hängt nur davon ab, ob man es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit von dem normalen D0-Bild unterscheiden kann. (In der Teilchenphysik nimmt man doch gerne 5 sigma um sicher zu sein)

Ist eine Unterscheidung nicht möglich, dann hat sich meine Idee natürlich erledigt.
Dass die Unterscheidung möglich ist, bzw. sogar einfach vorzunehmen ist, bezog ich letzten Endes aus den Worten Herrn Gaßners, der ja ein Interferenzmuster annimmt, wenn der Weg nicht bestimmt wird. Dass dies auch richtig ist, kann ich natürlich auch nicht besser beurteilen als Herr Gaßner selbst.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • Seite:
  • 1
AUF Zug
Powered by Kunena Forum