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THEMA: Spukhafte Fernwirkung

Spukhafte Fernwirkung 26 Nov 2018 14:50 #45313

Hallo!

Seit ein paar tagen treibt mich folgende frage um.

Laut Einstein ist die Lichtgeschwindigkeit die absolute Obergrenze um Informationen auszutauschen, trotzdem übertragen Quantenteilchen Informationen ohne jeglichen Zeitverlust.
Diese Gesetze gelten für UNSER Universum, jedoch NICHT für das Medium in welches unser Universum hinein Expandiert. In diesem (Theoretischen) Medium Existieren weder Raum noch Zeit (diese entstanden erst mit dem "Big Bang"), was dann doch wohl bedeuten MUSS das sich Quantenteilchen nicht in unserem Universum aufhalten, sondern in eben jenen Medium in welches wir quasi hinein Expandieren.
Erst wenn wir den Zustand Messen, haben diese dann eine Polarität (und da sie sich nicht hier, sondern jenseits befinden) brauchen sich diese auch nicht an Einsteins Gesetze halten, bzw würden diese de Facto auch nicht verletzt oder gebrochen werden.

Ich bin kein Physiker (ist bestimmt irgendwo aufgefallen), aber ein Interessierter Leser der etwas Recherchiert und sehr Neugierig ist.... ;)

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Spukhafte Fernwirkung 26 Nov 2018 15:31 #45314

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Zu diesem Thema solltest Du ein bisschen die Suchfunktion bemühen u.a. mit dem Stichwort "Verschränkung"; jedes Mal ein neuer Thread dazu ist nicht besonders übersichtlich oder hilfreich.
Dass das Universum in irgendein Medium hineinexpandiert, samt Deinen, ich sag's mal vorsichtig, eigenwilligen Folgerungen daraus, ist außerdem eine reine Behauptung Deinerseits, die Du als Tatsache darstellst und damit wäre ich auch eher vorsichtig, denn das endet meist in recht wilden "Privattheorien".

Bist ja neu, deswegen auch mein Hinweis ;)
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Spukhafte Fernwirkung 26 Nov 2018 16:10 #45317

@76Christian
Das entspricht genau meiner Privattheorie. Sind ganz vernünftige Gedanken von Dir. :)

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.
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Spukhafte Fernwirkung 26 Nov 2018 16:39 #45318

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Michael D. schrieb: Das entspricht genau meiner Privattheorie. Sind ganz vernünftige Gedanken von Dir. :)

Also Michael entweder - oder. Entweder vernünftig oder deiner Privattheorie entsprechend. Beides zusammen geht nicht.

Die Vorstellung, dass das Universum in etwas anderes hineinexpandiert, finde ich zumindest höchst befremdlich. Zumindest widerspricht es dem Wortsinn des Begriffs "Universum". Aber vielleicht verhält es sich mit dem Universum ja auch ähnlich wie mit dem Atom. Das unteilbare Kleinste war nicht unteilbar und nicht das Kleinste. Das größte Ganze, wie wir es uns heute ausmalen, ist ja vielleicht auch nicht das größte Ganze.

Der physikalische Determinismus war ein Tagtraum der Allwissenheit, der mit jedem Fortschritt der Physik wirklicher zu werden schien, bis er zu einem scheinbar unausweichlichen Alptraum wurde. - Karl Popper

Der physikalische Determinismus ist eine Theorie, über die man, wenn sie wahr ist, nicht argumentieren kann, denn sie führt alle unsere Reaktionen auf rein physikalische Bedingungen zurück. - Karl Popper
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Spukhafte Fernwirkung 26 Nov 2018 17:42 #45319

76Christian schrieb: Laut Einstein ist die Lichtgeschwindigkeit die absolute Obergrenze um Informationen auszutauschen, trotzdem übertragen Quantenteilchen Informationen ohne jeglichen Zeitverlust.

Ist ein weitverbreiteter Irrtum.
Zitat Wikipedia Seite Quantenverschränkung: "Zwar können verschränkte Systeme auch über große räumliche Entfernung miteinander wechselwirken, dabei kann aber keine Information übertragen werden, sodass die Kausalität nicht verletzt ist"
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Spukhafte Fernwirkung 26 Nov 2018 18:07 #45320

Ja, ok. Wie gesagt, ich bin Laie. Ich werde in Zukunft darauf achten ;)

Laut der allgemeinen Urknalltheorie war vor dem Universum weder Zeit noch Raum. Das Universum expandiert. Also breitet sich das Universum in gewisser hinsicht in dieses "Medium" hinein. Da uns das richtige Verständnis dafür fehlt um was es sich dabei handelt, nenne ich es jetzt mal "Medium".
Ich für meinen teil finde es eher befremdlich das unser Universum dieses "Medium" einfach ersetzt hat.

Ich möchte mich jetzt nicht mit Wiki anlegen, aber soweit ich das ganze verstanden hab, legt sich die Polarität im selben moment bei teilchen B fest, sobald man den Zustand von teilchen A misst.
Wie kann B wissen was A ist - ohne Kommunikation?

Deswegen die frage. ;)

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Spukhafte Fernwirkung 26 Nov 2018 18:14 #45322

manfred67 schrieb: "Zwar können verschränkte Systeme auch über große räumliche Entfernung miteinander wechselwirken, dabei kann aber keine Information übertragen werden, sodass die Kausalität nicht verletzt ist"

Es gibt da allerdings den Versuchsaufbau (Gedankenexperiment) mit 2 verschränkten Lichtströmen, von denen jeder der beiden Beobachter seinen Lichtstrom durch seinen Doppelspalt schicken kann und wenn einer der Beobachter einen Spalt verschließt sollte beim anderen Beobachter auch keine Interferenz mehr auftreten ....
auf-zu-auf-zu = Interferenz-keine Interferenz-Interferenz-keine Interferenz
... könnte man dann morsen.

76Christian schrieb: das Medium in welches unser Universum hinein Expandiert. In diesem (Theoretischen) Medium Existieren weder Raum noch Zeit (diese entstanden erst mit dem "Big Bang"),

Logisch ist daran allerdings gar nichts:
1) Wozu ein Medium, allenfalls wird ein Raum benötigt, warum willst Du den "höheren" Raum als "Medium" bezeichnen?
2) wieso "Hinein", wenn überhaupt, dann ist das Universum ein Teil davon, ein Luftballon, den Du aufbläst, wächst auch nicht in den Raum "hinein" sondern innerhalb des Raumes.
3) Wenn wir (unser Universum) ein Teil des "höheren" Raumes sind, wieso sollten dann Raum und Zeit nicht Teil des höheren Raumes sein?

Seltsame Gedanken .... und wenn dennoch der eine oder andere zustimmen sollte, soltest Du das nicht zu ernst nehmen, Phantasie ist nur dann gefährlich, wenn man sie zu ernst nimmt.

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Spukhafte Fernwirkung 26 Nov 2018 19:15 #45324

Vielleicht sollte man noch die Meinung eines Karpfens beisteuern, der in in seinem Teich schwimmt.
Und für den der Teich sein eigenes, komplettes Universum darstellt...

Mal im Ernst: Es ist ja nicht so, dass zwischen Quantenmechanik und "klassischer Physik" irgendwo ein harter Bruch existiert.
De-Broglie hatte den Übergang schon sehr früh realisiert:
de.wikipedia.org/wiki/Materiewelle
Klar, der "Wellencharakter" eines Tennisballs, der über den Platz fliegt, liegt weit jenseits von dem Bereich, den man irgendwie wahrnehmen oder messen könnte.
Existieren tut er trotzdem noch irgendwo.
Wir sind halt makroskopische Wesen.
Umso stolzer ist man heutzutage auf die Bestätigung im Rahmen von Molekülen mit mehreren hundert Atomen - Fullerene sind da schon länger kalter Kaffee...

Was mir auch auffällt (und da stimme ich Rupert ausdrücklich zu), dass zu bereits diskutierten Themen immer wieder neue Threads aufgemacht werden.
Da würde ich mir sowohl von den Autoren als auch von den Moderatoren mehr "awareness" wünschen...

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Spukhafte Fernwirkung 26 Nov 2018 20:37 #45328

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manfred67,

Ist ein weitverbreiteter Irrtum.
Zitat Wikipedia Seite Quantenverschränkung: "Zwar können verschränkte Systeme auch über große räumliche Entfernung miteinander wechselwirken, dabei kann aber keine Information übertragen werden, sodass die Kausalität nicht verletzt ist"

Es wird Information übertragen, nämlich der Zustand des Systems.
Daß man das nicht technisch nutzen kann heißt ja nichts.

ra-raisch,

Es gibt da allerdings den Versuchsaufbau (Gedankenexperiment) mit 2 verschränkten Lichtströmen,...

Wie genau soll das gehen?
Die Interferenz hat doch auch gar nichts mit der Verschränkung zu tun.

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Spukhafte Fernwirkung 26 Nov 2018 22:22 #45333

Der Zustand des Systems wird verändert, nicht übertragen. Die Änderung findet instantan statt, weil es nur EIN System ist. Der Denkfehler liegt darin, von zwei "Teilchen" auszugehen, die irgendwie verbunden sein sollen. Es handelt sich aber bei verschränkten "Teilchen" um ein Objekt, nicht um zwei. Durch die Messung wird der Zustand des Objekts so verändert, daß es danach zwei Objekte sind.

Glaube nichts, weil ein Weiser es gesagt hat. Glaube nichts, weil alle es glauben. Glaube nichts, weil es geschrieben steht. Glaube nichts, weil es als heilig gilt. Glaube nichts, weil ein anderer es glaubt. Glaube nur das, was Du selbst als wahr erkannt hast.

Buddha

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Spukhafte Fernwirkung 26 Nov 2018 22:24 #45334

sebp schrieb: Es wird Information übertragen, nämlich der Zustand des Systems.
Daß man das nicht technisch nutzen kann heißt ja nichts.

Nein, es kommt (im erweiterten Sinn) darauf an, ob Information nach außen dringt

sebp schrieb: ra-raisch,

Es gibt da allerdings den Versuchsaufbau (Gedankenexperiment) mit 2 verschränkten Lichtströmen,...

Wie genau soll das gehen?
Die Interferenz hat doch auch gar nichts mit der Verschränkung zu tun.

Das hat nichts miteinander zu tun, aber man kann es eben kombinieren. Wenn ein Beobachter seinen Doppelspalt verschließt, wird das Teilchen bzw Photon gemessen, es ging durch genau einen Spalt, daher müßte auch das Zwillingsteilchen seine Kohärenz verlieren und dürfte nur noch durch einen Spalt gehen, obwohl dort ja beide offen sind.

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Spukhafte Fernwirkung 26 Nov 2018 22:31 #45335

ra-raisch schrieb: Das hat nichts miteinander zu tun, aber man kann es eben kombinieren. Wenn ein Beobachter seinen Doppelspalt verschließt, wird das Teilchen bzw Photon gemessen, es ging durch genau einen Spalt, daher müßte auch das Zwillingsteilchen seine Kohärenz verlieren und dürfte nur noch durch einen Spalt gehen, obwohl dort ja beide offen sind.

Verschränkung bezieht sich afaik auf Polarisierung (Photon) bzw. Spin (Elektron), nicht auf den Ort. Warum also sollte die Aufenthaltswahrscheinlichkeitswelle des zweiten Photons nicht durch beide Spalten gehen?

assume good faith

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Spukhafte Fernwirkung 27 Nov 2018 01:44 #45340

Hallo,
ich habe zur Quantenverschränkung eine prinzipielle Frage:
Wenn es sich um Photonen handelt:
Photonen sind mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs. Es vergeht für sie keine Zeit. Von uns aus betrachtet trennt sie der Ort. Aber für das Photon müsste es egal sein, wann man an ihm manipuliert, da ja seit seiner Entstehung keine Zeit vergangen ist. Ein "wann" gibt es für das Photon gar nicht.
Und keine Vergangenheit und keine Zukunft. Wenn wir eingreifen ist es zeitlich in dem Zustand der Entstehung. Und da war es mit seinem Gegenstück zusammen.
Und wenn zwischen der Entstehung und dem Zeitpunkt des Eingreifens keine Zeit verstrichen ist, dann ist auch keine Zeit zu überwinden beim Informationsaustausch.

Oder?
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Spukhafte Fernwirkung 27 Nov 2018 02:23 #45341

Meine Antwort: Oder.

Nicht vergessen: Elektronen sind nicht mit c unterwegs. Bei denen gibt es auch Verschränkung die sich mit dem Argument es verginge für das Elektron keine Zeit nicht erklären lässt.

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Spukhafte Fernwirkung 27 Nov 2018 02:46 #45342

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@stm: Igitt, Schade. Jedoch bedenke, Einstein hatte selbe Eigenschaften gehabt wie wir alle, somit auch die von Michael D. und 76Christian passen zum Einstein sogar Geschlecht ist selbe, also Privat und vernünftig funktioniert wohl doch zusammen.

Bei verschrenkten Objekten handelt es sich um eine Zustandsdifferenz, dieser wird bei erstellen dieser Verschränkung erzeugt, also am selben Ort, zur selben Zeit, dann trennt man diese, räumlich,... nach wie vor zu selben zeit am unterschiedlichen orten stellt man fest das der eine ein anderen zustand hat, und somit sein Partner das Gegenstück ist, eine Information ist da nicht ausgetauscht gewesen denn diese sind am selben Ort zur selben zeit entstanden.

@aero:
Nein, eine Änderung, Manipulation, eingriff zerstört deine Verschränkung.
Nur für das eine Photon vergeht keine Zeit, die Sache ist wir haben mehr als nur einem.
und für alles andere was da außen drauf schaut ist es verschwommen. Da wir einfach nicht so schnell sein können und so viel Zeit besitzen. um uns nun neben ein Photon hin zu stellen und sein verfall betrachten :D Da gab es ein Video wo man Photon beim Flug durch unterschiedliche Medien aufgenommen hat, würde das sich so abspielen das es egal ist für das Photon, könnte es überall, und nirgendwo zu gleich sein. Wie man gesehen hat so ist es nicht, es hat da ein bestimmte Richtung bekommen können. Also Photonen untereinander können schon ein Zeitliche folge darstellen,... wenn man schnell genug auf eine Ampel zu rast, wird aus jeder Roten Ampel eine Grüne. Also Zeit ist nur bei einem Photon irrelevant, bei allem anderen ist das jedoch irre relevant.

Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
**Der Friedrich**

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Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
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Spukhafte Fernwirkung 27 Nov 2018 12:21 #45354

Merilix schrieb:

ra-raisch schrieb: Das hat nichts miteinander zu tun, aber man kann es eben kombinieren. Wenn ein Beobachter seinen Doppelspalt verschließt, wird das Teilchen bzw Photon gemessen, es ging durch genau einen Spalt, daher müßte auch das Zwillingsteilchen seine Kohärenz verlieren und dürfte nur noch durch einen Spalt gehen, obwohl dort ja beide offen sind.

Verschränkung bezieht sich afaik auf Polarisierung (Photon) bzw. Spin (Elektron), nicht auf den Ort. Warum also sollte die Aufenthaltswahrscheinlichkeitswelle des zweiten Photons nicht durch beide Spalten gehen?

Beim Quantentradierer (Video 35) ist das der gleiche Zusammenhang zwischen Verschränkung und Interferenz, wenn ich nicht irre?

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Spukhafte Fernwirkung 02 Dez 2018 13:22 #45533

Mir ist aufgefallen:

Wenn bei der Verschränkung zwei Messungen "gleichzeitig" erfolgen, also raumartig, bedeutet dies, dass man gar nicht unterscheiden kann, welche Messung vor der anderern erfolgte. Unsere Sicht wäre rein zufällig und subjektiv. Die beiden Messungen sind nichtkausal zueinander.

Das bedeutet, dass die Eigenschaften nicht durch die beiden Teilchen festgelegt werden sondern durch die gemeinsame Welle. Genauso wie eine (kugelförmige) Photonenwelle, die seit ihrer Entstehung bereits einen Radius von Lichtjahren aufweist, nicht zwei Photonen an unterschiedlichen Orten hervorbringen kann, genauso stellt die gemeinsame Welle sicher, dass die Eigenschaften nicht willkürlich voneinander abweichen.

Das Rätsel ist dann, wie die Welle dies über diese großen Entfernungen sicherstellen kann. Es ist aber das gleiche Rätsel für jede Welle wie für die verschränkte Welle, also gar nichts Besonderes.

Interessant ist im Zusammenhang mit der Richtung beim Doppelspaltexperiment die Impulserhaltung. Es müssen sich wohl mehrere Photonen "absprechen", wenn sie der Unschärfe folgend ihren Weg nicht geradlinig fortsetzen, sondern gestreut werden.

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Spukhafte Fernwirkung 02 Dez 2018 14:29 #45537

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ra-raisch schrieb: Das bedeutet, dass die Eigenschaften nicht durch die beiden Teilchen festgelegt werden sondern durch die gemeinsame Welle. Genauso wie eine (kugelförmige) Photonenwelle, die seit ihrer Entstehung bereits einen Radius von Lichtjahren aufweist, nicht zwei Photonen an unterschiedlichen Orten hervorbringen kann, genauso stellt die gemeinsame Welle sicher, dass die Eigenschaften nicht willkürlich voneinander abweichen.
Das Rätsel ist dann, wie die Welle dies über diese großen Entfernungen sicherstellen kann. Es ist aber das gleiche Rätsel für jede Welle wie für die verschränkte Welle, also gar nichts Besonderes.

Gar nichts Besonderes? Ich denke doch. Erstens: die 'verschränkte Welle' bringt zwei Teilchen an unterschiedlichen Orten hervor. Zweitens: das Messresultat ist für jedes der beiden Teilchen für sich genommen absolut zufällig. Drittens: die beiden Messresultate sind streng korreliert. Und das soll nichts Besonderes sein?

Der physikalische Determinismus war ein Tagtraum der Allwissenheit, der mit jedem Fortschritt der Physik wirklicher zu werden schien, bis er zu einem scheinbar unausweichlichen Alptraum wurde. - Karl Popper

Der physikalische Determinismus ist eine Theorie, über die man, wenn sie wahr ist, nicht argumentieren kann, denn sie führt alle unsere Reaktionen auf rein physikalische Bedingungen zurück. - Karl Popper

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Spukhafte Fernwirkung 02 Dez 2018 14:59 #45538

ra-raisch schrieb:

manfred67 schrieb: "Zwar können verschränkte Systeme auch über große räumliche Entfernung miteinander wechselwirken, dabei kann aber keine Information übertragen werden, sodass die Kausalität nicht verletzt ist"

Es gibt da allerdings den Versuchsaufbau (Gedankenexperiment) mit 2 verschränkten Lichtströmen, von denen jeder der beiden Beobachter seinen Lichtstrom durch seinen Doppelspalt schicken kann und wenn einer der Beobachter einen Spalt verschließt sollte beim anderen Beobachter auch keine Interferenz mehr auftreten ....
auf-zu-auf-zu = Interferenz-keine Interferenz-Interferenz-keine Interferenz
... könnte man dann morsen.

Meine gedanklichen ;) Messdaten ergeben da allerdings (völlig wurscht ob oder ob nicht, wer und wann da einen Spalt verschließt) stets KEINE Interferenz.

Edit:
Ist Quatsch ... dummer Gedanke von mir (da war ich zu sehr dem Experiment aus Video 35 behaftet).
Bleibt lediglich die Frage: wie kommst Du auf das 'sollte'?

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Spukhafte Fernwirkung 02 Dez 2018 20:09 #45544

Verena Meier schrieb:

ra-raisch schrieb: wenn einer der Beobachter einen Spalt verschließt sollte beim anderen Beobachter auch keine Interferenz mehr auftreten

Bleibt lediglich die Frage: wie kommst Du auf das 'sollte'?

Weil es ja paradox ist, also sollte wohl ein Fehler im Gedankengang stecken.

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Spukhafte Fernwirkung 02 Dez 2018 23:05 #45548

ra-raisch schrieb:

Verena Meier schrieb:

ra-raisch schrieb: wenn einer der Beobachter einen Spalt verschließt sollte beim anderen Beobachter auch keine Interferenz mehr auftreten

Bleibt lediglich die Frage: wie kommst Du auf das 'sollte'?

Weil es ja paradox ist, also sollte wohl ein Fehler im Gedankengang stecken.

Sicher, aber genau dieser Gedankengang (wie Du zu Deiner Annahme kommst) fehlt halt ... und deshalb wird man da auch keinen Fehler finden können.
So bleibt nur die Feststellung, dass Deine Annahme falsch ist.

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Spukhafte Fernwirkung 03 Dez 2018 11:30 #45550

Naja, es war ja nicht meine Idee.

Wie ich oben #45354 schon sagte, geht es im 35. Viedo um Verschränkung und Interferenz am Doppelspalt. Welche Annahme ist jetzt genau falsch?

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Spukhafte Fernwirkung 03 Dez 2018 20:42 #45552

ra-raisch schrieb: Wenn bei der Verschränkung zwei Messungen "gleichzeitig" erfolgen, also raumartig, bedeutet dies, dass man gar nicht unterscheiden kann, welche Messung vor der anderern erfolgte. Unsere Sicht wäre rein zufällig und subjektiv. Die beiden Messungen sind nichtkausal zueinander.

Wären sie nicht kausal müsste als Ergebnis auch 2 mal Spin UP oder Spin Down gemessen werden , dem ist aber nicht so .

Wir leben zwar alle unter dem gleichen Himmel, aber es haben nicht alle den gleichen Horizont.

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Spukhafte Fernwirkung 03 Dez 2018 22:52 #45553

ra-raisch schrieb: Wenn bei der Verschränkung zwei Messungen "gleichzeitig" erfolgen, also raumartig, bedeutet dies, dass man gar nicht unterscheiden kann, welche Messung vor der anderern erfolgte.

Das kann man wegen der Relativität der Gleichzeitigkeit sowieso nicht, denn was im einen Bezugssystem gleichzeitig ist ist im anderen wieder ungleichzeitig. Wenn man z.B. zwei verschränkte Photonen in entgegengesetzte Richtungen schickt so dass sie im Ruhesystem des Senders beide nach einer Sekunde gleichzeitig durch ihre jeweilgen Filter gehen kann man die Angelegenheit auch aus einem Bezugssystem betrachten in dem das eine Photon erst auf halber Strecke ist wenn das andere Photon durch seinen Filter geht, und umgekehrt. Welches Photon zuerst gemessen wird ist somit relativ; im System eines nach links wandernden Beobachters werden beide Polarisationen determiniert wenn das nach links fahrende Photon durch seinen Filter geht und das andere noch weit von seinem Filter entfernt ist, und im System eines nach rechts wandernden Beobachters genau umgekehrt.

Keinen Kausalitätspfeil ziehen könnend,

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Spukhafte Fernwirkung 03 Dez 2018 23:15 #45554

sebp schrieb: Es wird Information übertragen, nämlich der Zustand des Systems.

Der wird nicht übertragen, es ist eher so dass der Beobachter im Moment der Messung auf eine von den Wellen die bis zum Moment der Messung in Superposition sind aufspringt. Ab dann ist er selber mit den Teilchen verschränkt, im System eines zweiten Beobachters befindet sich sowohl der erste Beobacher als auch die beiden Teilchen nach wie vor in Superposition so lange dieser zweite Beobachter selbst noch keine Messung vorgenommen hat.

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Spukhafte Fernwirkung 04 Dez 2018 08:14 #45555

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Yukterez schrieb: ... im System eines zweiten Beobachters befindet sich sowohl der erste Beobachter als auch die beiden Teilchen nach wie vor in Superposition so lange dieser zweite Beobachter selbst noch keine Messung vorgenommen hat.

Hast du dich hier ungeschickt ausgedrückt oder habe ich ein Verständnisproblem? Aus der Sicht des zweiten Beobachters sind die Teilchen nach wie vor in Superposition, während der der erste Beobachter (aus der Sicht des zweiten) noch isoliert zu sehen ist, würde ich meinen.

Der physikalische Determinismus war ein Tagtraum der Allwissenheit, der mit jedem Fortschritt der Physik wirklicher zu werden schien, bis er zu einem scheinbar unausweichlichen Alptraum wurde. - Karl Popper

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Spukhafte Fernwirkung 04 Dez 2018 10:30 #45556

stm schrieb:

Yukterez schrieb: ... im System eines zweiten Beobachters befindet sich sowohl der erste Beobachter als auch die beiden Teilchen nach wie vor in Superposition so lange dieser zweite Beobachter selbst noch keine Messung vorgenommen hat.

Hast du dich hier ungeschickt ausgedrückt oder habe ich ein Verständnisproblem? Aus der Sicht des zweiten Beobachters sind die Teilchen nach wie vor in Superposition, während der der erste Beobachter (aus der Sicht des zweiten) noch isoliert zu sehen ist, würde ich meinen.


Jein. Beziehungsweise es bleibt eine Frage der Interpretation (wie so üblich in der QM).
Wenn man sowohl das Konzept von Lokalität als auch von Realismus aufgibt, kann man durchaus der Interpretation von Yukterez folgen.

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Spukhafte Fernwirkung 04 Dez 2018 12:21 #45557

Eine Superposition ist nicht beobachtbar. Beobachtung bedeutet Messung, bedeutet Festlegung des Zustands, bedeutet Ende der Superposition.

Die Superposition ist eine Schlußfolgerung aus der Festlegung des Zustands erst mit Messung (keine versteckten Variablen).

Als Beobachter kannst Du entweder messen und sehen, was nach der Messung für ein Zustand gegeben ist oder nicht messen und damit kennst Du den Zustand nicht.

Strenggenommen weißt Du vor der Messung ja nicht einmal, ob sich überhaupt ein Meßobjekt in Deinem Meßbereich befindet.

Das ist auch der Grund, weshalb Informationsübertragung unmöglich ist. Die Nichtmessung liefert gar nichts, die Messung liefert ein Ergebnis, das (Verschränkung hin oder her) nicht von Zufall/Statistik zu unterscheiden ist.

Erst der (unter)lichtschnelle Austausch mit der anderen Meßperson zeigt die Korrelation.

Glaube nichts, weil ein Weiser es gesagt hat. Glaube nichts, weil alle es glauben. Glaube nichts, weil es geschrieben steht. Glaube nichts, weil es als heilig gilt. Glaube nichts, weil ein anderer es glaubt. Glaube nur das, was Du selbst als wahr erkannt hast.

Buddha

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Spukhafte Fernwirkung 04 Dez 2018 12:33 #45558

Natürlich kann man eine Superposition nicht sehen.
Aber sie ist nach wie vor die gängiste Interpretation von dem, was im Verborgenen wohl geschehen mag.

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Spukhafte Fernwirkung 04 Dez 2018 12:42 #45559

Heinz Jürgen schrieb: Eine Superposition ist nicht beobachtbar. Beobachtung bedeutet Messung, bedeutet Festlegung des Zustands, bedeutet Ende der Superposition.

Sehe ich auch so: der 'zweite' Beobachter kann nur einen Zustand messen. Der Messung kann er aber prinzipiell nicht entnehmen, ob dieser Zustand bereits präpariert war (durch eine Messung des 'ersten' Beobachters) oder nicht.

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