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THEMA: Licht und Lichtgeschwindigkeit

Licht und Lichtgeschwindigkeit 22 Apr 2019 19:16 #51259

@Merilix

Das ist wohl wahr. Allerdings kommt reziprok dazu auch immer eine Länge vor, die dann auch Null wäre und die kann ich dann wegkürzen :)

Ich wollte allerdings auch nicht darauf hinaus, dass das eine sinnvolle Darstellung aus der Sicht eines Photons im Rahmen der RT ergibt.

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Licht und Lichtgeschwindigkeit 22 Apr 2019 20:31 #51260

elco schrieb: @Merilix

Das ist wohl wahr. Allerdings kommt reziprok dazu auch immer eine Länge vor, die dann auch Null wäre und die kann ich dann wegkürzen :)

Ich hoffe der Smiley bedeutet das ist nicht ganz ernst gemeint.
0/0 ist undefiniert weil nicht nur Eins sondern jede Zahl mal Null Null ergibt.

assume good faith

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Licht und Lichtgeschwindigkeit 22 Apr 2019 20:50 #51261

Ja sorry, der Smiley sollte bedeuten, dass das nicht ernst gemeint ist.

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Licht und Lichtgeschwindigkeit 22 Apr 2019 21:14 #51262

elco schrieb: @Merilix

Das ist wohl wahr. Allerdings kommt reziprok dazu auch immer eine Länge vor, die dann auch Null wäre und die kann ich dann wegkürzen :)
Ich wollte allerdings auch nicht darauf hinaus, dass das eine sinnvolle Darstellung aus der Sicht eines Photons im Rahmen der RT ergibt.


Aber du hälst es schon für sinnvoll, die Effekte der SRT für physische Realitäten zu halten, während Frequenzen, Wellenlängen, etc. nicht real sind,
habe ich das richtig verstanden?

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Licht und Lichtgeschwindigkeit 22 Apr 2019 21:58 #51263

Merilix schrieb: Energie in \(kg \cdot m^2 \cdot s^{−2} \)
Impuls in \(kg \cdot m \cdot s^{-1} \)

In beiden Größen kommt eine Zeit vor die besser nicht Null sein sollte.

Kinetische Energie ist relativ und nicht absolut. Gut möglich, dass das Photon aus eigener Sicht energielos ist. Ähnliches gilt (offensichtlich) für den Impuls.

Frequenz halte ich auch nur für eine Interpretation.

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Licht und Lichtgeschwindigkeit 22 Apr 2019 21:59 #51264

Sargon schrieb: Aber du hälst es schon für sinnvoll, die Effekte der SRT für physische Realitäten zu halten, während Frequenzen, Wellenlängen, etc. nicht real sind,
habe ich das richtig verstanden?


So hätte ich das zwar nicht ausgedrückt, aber im Grunde ja, Wobei sich das mit den Frequenzen nur auf Photonen und ähnliche Teilchen bezieht, in dem Sinn, dass hier eine fundamentalere Beschreibung existiert.

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Licht und Lichtgeschwindigkeit 22 Apr 2019 22:40 #51267

ra-raisch schrieb: Kinetische Energie ist relativ und nicht absolut. Gut möglich, dass das Photon aus eigener Sicht energielos ist. Ähnliches gilt (offensichtlich) für den Impuls.

Guter Einwand.

Könnte es sein das die Wellenlänge/Frequenz des (beobachteten!) Photons letztlich eine Relativgeschwindigkeit zwischen Sender und Empfänger repräsentiert?
Achtung: Mißverständnisgefahr!
Mit Sender meine ich weniger das makroskopische Objekt das da leuchtet sondern mehr z.B. das Elektron das sein Energieniveau ändert. Spiegelt das emittierte Photon eventuell eine Art Geschwindigkeitsdifferenz des Elektrons auf verschiedenen Orbitalen wieder? Ist es eventuell eine Art anfängliche Blauverschiebung die das Photon erst definiert? (Ich weis, kühner Gedanke^^)

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Licht und Lichtgeschwindigkeit 22 Apr 2019 23:11 #51269

Merilix schrieb: Könnte es sein das die Wellenlänge/Frequenz des (beobachteten!) Photons letztlich eine Relativgeschwindigkeit zwischen Sender und Empfänger repräsentiert?
Achtung: Mißverständnisgefahr!
Mit Sender meine ich weniger das makroskopische Objekt das da leuchtet sondern mehr z.B. das Elektron das sein Energieniveau ändert. Spiegelt das emittierte Photon eventuell eine Art Geschwindigkeitsdifferenz des Elektrons auf verschiedenen Orbitalen wieder? Ist es eventuell eine Art anfängliche Blauverschiebung die das Photon erst definiert? (Ich weis, kühner Gedanke^^)

Das ist teilweise korrekt, die Energieniveaus unterscheiden sich in Geschwindigkeiten, allerdings ist dieser Unterschied entgegengesetzt, die freiwerdende Energie stammt aus der Potentialdifferenz, soweit diese eben nicht für die höhere Geschwindigkeit auf der niedrigen Bahn einzusetzen ist. Betragsmäßig würde es zwar hinkommen, da die Potentialdifferenz doppelt so hoch ist wie die Differenz der kinetischen Energien.

ra-raisch schrieb: Gut möglich, dass das Photon aus eigener Sicht energielos ist.

irgendwie müssen sich ein rotes und ein blaues Photon aber doch unterscheiden.

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Licht und Lichtgeschwindigkeit 22 Apr 2019 23:17 #51270

elco schrieb:

Sargon schrieb: Aber du hälst es schon für sinnvoll, die Effekte der SRT für physische Realitäten zu halten, während Frequenzen, Wellenlängen, etc. nicht real sind,
habe ich das richtig verstanden?

So hätte ich das zwar nicht ausgedrückt, aber im Grunde ja, Wobei sich das mit den Frequenzen nur auf Photonen und ähnliche Teilchen bezieht, in dem Sinn, dass hier eine fundamentalere Beschreibung existiert.


nämlich, wie Z schreibt:

Frequenzen Feld Welle Tal etc. sind alles nur Hilfsvorstellungen. Die keinen Anspruch auf Realität haben..
Gegeben sind
Aufenthaltswahrscheinlichkeit ~ Feld (im Raum ausgedehnt)
Energiegehalt ~ Frequenz
Intensität/Zeit ~ Wellenlänge (Amplitude)
Im Grunde "befindet" sich ein Photon welches detektiert, vorher über all wo....
Gemäß Borns neuer Interpretation befindet sich das quantenmechanische Teilchen vor der Messung gleichzeitig an allen Orten, wo die Wellenfunktion nicht verschwindet! Erst im Moment der Messung 'kollabiert' die Wellenfunktion und das Teilchen lokalisiert an einem bestimmten Ort. Die Quantenphysiker sagen: Vor der Messung ist ein Zustand eine kohärente Überlagerung aller möglichen Zustände, nach der Messung steht dann ein bestimmter der möglichen Zustände fest.


Seh' ich das richtig?

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Licht und Lichtgeschwindigkeit 23 Apr 2019 06:24 #51280

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Sargon schrieb:

Frequenzen Feld Welle Tal etc. sind alles nur Hilfsvorstellungen. Die keinen Anspruch auf Realität haben..
Gegeben sind
Aufenthaltswahrscheinlichkeit ~ Feld (im Raum ausgedehnt)
Energiegehalt ~ Frequenz
Intensität/Zeit ~ Wellenlänge (Amplitude)
Im Grunde "befindet" sich ein Photon welches detektiert, vorher über all wo....
Gemäß Borns neuer Interpretation befindet sich das quantenmechanische Teilchen vor der Messung gleichzeitig an allen Orten, wo die Wellenfunktion nicht verschwindet! Erst im Moment der Messung 'kollabiert' die Wellenfunktion und das Teilchen lokalisiert an einem bestimmten Ort. Die Quantenphysiker sagen: Vor der Messung ist ein Zustand eine kohärente Überlagerung aller möglichen Zustände, nach der Messung steht dann ein bestimmter der möglichen Zustände fest.

Seh' ich das richtig?

Das ist die heutige Interpretation, bedingt durch die Kopenhagener Deutung. Wenn man die Wellenlänge/Frequenz als helixförmige Rotation interpretiert, wäre sie real und auch eine Unterscheidung von roten und ein blauen Photonen möglich. Die Ausbreitungsgeschwindigkeit bleibt dadurch trotzdem c. Und eine Messung ändert lediglich den jeweiligen Anfangszustand.

MfG
WL01

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MfG
WL01

Licht und Lichtgeschwindigkeit 23 Apr 2019 07:34 #51282

@Sargon

Ja, das entspricht meiner Sicht der Dinge.

wl01 schrieb: Wenn man die Wellenlänge/Frequenz als helixförmige Rotation interpretiert, wäre sie real und auch eine Unterscheidung von roten und ein blauen Photonen möglich. Und eine Messung ändert lediglich den jeweiligen Anfangszustand.


Damit gibt man der Wellenfunktion eine physikalische Bedeutung. Allerdings vermute ich, dass diese Interpretation an anderen Stellen zu Schwierigkeiten führt.

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Licht und Lichtgeschwindigkeit 23 Apr 2019 11:01 #51285

Wieso helixförmige Rotation (klingt nach Zirkularpolarisation), wieso kein Pulsieren wie eine Qualle.

Nein, da bewegt sich nichts im Photon.

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Licht und Lichtgeschwindigkeit 23 Apr 2019 11:02 #51286

wl01 schrieb: Das ist die heutige Interpretation, bedingt durch die Kopenhagener Deutung.

Ich verstehe auch nicht, warum man heute noch so an der Kopenhagener Deutung klebt!??

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Licht und Lichtgeschwindigkeit 23 Apr 2019 11:03 #51287

Sargon schrieb:

wl01 schrieb: Das ist die heutige Interpretation, bedingt durch die Kopenhagener Deutung.

Ich verstehe auch nicht, warum man heute noch so an der Kopenhagener Deutung klebt!??

Das hat doch nichts mit einer inneren Bewegung bzw mit der Frequenz des Photons zu tun.

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Licht und Lichtgeschwindigkeit 23 Apr 2019 15:45 #51288

ra-raisch schrieb:

Sargon schrieb:

wl01 schrieb: Das ist die heutige Interpretation, bedingt durch die Kopenhagener Deutung.

Ich verstehe auch nicht, warum man heute noch so an der Kopenhagener Deutung klebt!??

Das hat doch nichts mit einer inneren Bewegung bzw mit der Frequenz des Photons zu tun.

Bezog sich ja auch auf die Ausführungen von elco & Z (und eben jene, die dieser kruden Philosophie noch anhängen).

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Licht und Lichtgeschwindigkeit 23 Apr 2019 16:35 #51289

Sargon schrieb: Bezog sich ja auch auf die Ausführungen von elco & Z (und eben jene, die dieser kruden Philosophie noch anhängen).


Welche Interpretation bevorzugst du?

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Licht und Lichtgeschwindigkeit 23 Apr 2019 17:15 #51290

elco schrieb:

Sargon schrieb: Bezog sich ja auch auf die Ausführungen von elco & Z (und eben jene, die dieser kruden Philosophie noch anhängen).

Welche Interpretation bevorzugst du?

Die Bohm'sche, weil sie realistisch, nicht-lokal ist und eine klare Vorstellung von Statistik hat - kein obskurer Indeterminismus, keine Realitätsleugnung; Teilchen existieren und bleiben auch Teilchen, ihre Bahnen sind zu jeder Zeit berechenbar; keine Heisenberg-Unschärfe, kein Kollaps und sie bietet eine eigenständige Philosophie, allein auf Grund ihrer natürlichen Konzepte (meint: die Philosophie wird nicht von außen herangetragen).

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Licht und Lichtgeschwindigkeit 23 Apr 2019 17:48 #51293

Ok, dann ist mir dein Standpunkt klar.

Nicht lokal gegen nicht real, ist mir eigentlich beides recht. Vielleicht ist meine Bevorzugung der Kopenhagener Deutung auch reine Gewohnheit, aber krude finde ich sie nicht.

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Licht und Lichtgeschwindigkeit 24 Apr 2019 13:28 #51314

elco schrieb: Ok, dann ist mir dein Standpunkt klar.
Nicht lokal gegen nicht real, ist mir eigentlich beides recht. Vielleicht ist meine Bevorzugung der Kopenhagener Deutung auch reine Gewohnheit, aber krude finde ich sie nicht.

Bon. Vom deinem Standpunkt auch verständlich.

Ich habe nochmal eine Frage zum Myonenzerfall:
Es wird ja immer von der durchschnittlichen Lebensdauer der M. geredet. Wäre es möglich, die längere Lebensdauer einiger M. statistisch zu erklären? Ich denke an die Maxwell-Boltzmann-Verteilung, wo auf der rechten Seite der Kurve ein gewisser %-Satz eben eine längere L.-Dauer hat, die dann gemessen werden.

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Licht und Lichtgeschwindigkeit 24 Apr 2019 13:43 #51315

Sargon schrieb: Wäre es möglich, die längere Lebensdauer einiger M. statistisch zu erklären? Ich denke an die Maxwell-Boltzmann-Verteilung, wo auf der rechten Seite der Kurve ein gewisser %-Satz eben eine längere L.-Dauer hat, die dann gemessen werden.

Nein, die Halbwertszeit steht fest. Es geht nicht um einzelne Ausreißer, die Messungen erfolgen in unterschiedlichen Höhen.

Und auch im Zyklotron kann man es testen:

lernhelfer
Experimentelle Untersuchungen zu Myonen wurden u. a. ab 1959 im europäischen Kernforschungszentrum CERN in Genf durchgeführt (Bilder 1 und 2). Dabei werden Myonen durch Beschuss von Stoffen mit hochenergetischen Protonen erzeugt. Myonen großer Geschwindigkeit werden durch spezielle Filter ausgesondert und bewegen sich unter dem Einfluss eines starken Magnetfeldes auf einer Kreisbahn mit einem Durchmesser von 14,0 m (Bild 2). Die Geschwindigkeit der Myonen liegt bei 0,9995 c, also nahe der Lichtgeschwindigkeit.
Wenn ein Myon zerfällt, so entsteht ein Elektron, das wegen seiner viel geringeren Masse stärker abgelenkt und mithilfe von Detektoren registriert wird.
Aufbau des Myonen-Speicherringes der CERN in Genf

Bestimmt man die Anzahl der ursprünglich vorhandenen Myonen und die Anzahl der zerfallenen, so ergibt sich die in Bild 3 dargestellte Kurve, aus der man eine Halbwertszeit von etwa 48 Mikrosekunden ermitteln kann. Dieser Effekt ergibt sich aus der Zeitdilatation: Die bewegten Myonen zerfallen mit einer Halbwertszeit von 1,52 μs . Die Uhren, die diese Zerfallszeit messen, befinden sich in einem ruhenden Bezugssystem. Damit ergibt sich bei der oben genannten Geschwindigkeit der Myonen von 0,9995 c:

Ich habe ein sehr missverständliches Wort durchgestrichen. Gemeint ist, dass 1,52 μs die Zerfallszeit ruhender (bzw langsamer) Myonen ist (Eigenzeit).

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Licht und Lichtgeschwindigkeit 24 Apr 2019 14:53 #51316

ra-raisch schrieb: Nein, die Halbwertszeit steht fest. Es geht nicht um einzelne Ausreißer, die Messungen erfolgen in unterschiedlichen Höhen.

Ich meine nicht einzelne Ausreißer, sondern eine statistische Streuung ihrer Eigenschaften, wie Geschwindkt., Energie und Stabilität. Die meisten, der Durchschnitt, schaffen es nicht, aber ein paar haben die Stabilität oder die längere Lebensdauer.
(Ich gehe davon aus, dass sie nicht ununterscheidbar sind)

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Licht und Lichtgeschwindigkeit 24 Apr 2019 17:22 #51321

Sargon schrieb: Die meisten, der Durchschnitt, schaffen es nicht, aber ein paar

Das nennt man Ausreißer, oder wenn es Dir lieber ist, die Normalverteilung.
Klar kann man sie unterscheiden: die die länger leben und die die kürzer leben.
Und ich wiederhole meine Antwort

ra-raisch schrieb:

Sargon schrieb: Wäre es möglich, die längere Lebensdauer einiger M. statistisch zu erklären? Ich denke an die Maxwell-Boltzmann-Verteilung, wo auf der rechten Seite der Kurve ein gewisser %-Satz eben eine längere L.-Dauer hat, die dann gemessen werden.

Nein, die Halbwertszeit steht fest. Es geht nicht um einzelne Ausreißer, die Messungen erfolgen in unterschiedlichen Höhen.

Die Halbwertszeit der schnellen Myonen weicht eben um den Faktor 1/²(1-β²) von der normalen Halbwertszeit ab.
Und wie ich angedeutet habe, ist für die Berechnung der Halbwertszeit natürlich eine Messung an einem Punkt nicht ausreichend, wenn man nicht weiß, wieviele Myonen losgeschickt wurden. Allein die Messung von 100 Myonen pro Sekunde auf Meereshöhe würde natürlich gar nichts beweisen.

Beim Zyklotron verlängert sich die Halbwertszeit immerhin um den Faktor ~30, und da beobachtet man recht genau, wie groß die Anzahl ist, bzw wie die Zerfallszeit jedes einzelnen Zerfalls ist.

Die Zahl von 1,5 μs scheint zwar falsch zu sein, 2,2 μs wird im selben Artikel weiter unten und auch bei wiki angegeben, dies scheint sich auch aus der Grafik zu ergeben, die eingezeichneten 1,5 μs liegen ja neben der roten Kurve. Auch die andere Zahl 48,1 μs stimmt nicht mit der Grafik überein....naja, bleibt ein Faktor ~20.

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Licht und Lichtgeschwindigkeit 04 Mai 2019 20:32 #51582

Ich halte Raumzeit für das, was entsteht, wenn Wechselwirkung stattfindet. Jede Wechselwirkung kann nur in einer Raumzeit stattfinden. Nun gibt es also die Lichtgeschwindigkeit, als Grenze der Raumzeit, an der alle Wechselwirkungen stattfinden.

"`Oh dear,' says God, `I hadn't thought of that,' and promptly vanished in a puff of logic.

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"`Oh dear,' says God, `I hadn't thought of that,' and promptly vanished in a puff of logic.

Licht und Lichtgeschwindigkeit 04 Mai 2019 20:49 #51584

derwestermann schrieb: Ich halte Raumzeit für das, was entsteht, wenn

Darüber wurde hier schon in einem anderen Thread philosophiert (oder mehrmals).
Bei Vergleichen muss man immer auf die Einheiten achten. Man kann zwar alles mit Faktoren umrechnen, man muss nur darauf achten, ob das sinnvoll ist, ich könnte auch das Gewicht meines Autos in Süßkraft umrechnen/vergleichen ....

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Licht und Lichtgeschwindigkeit 04 Mai 2019 21:40 #51587

ra-raisch schrieb:

Sargon schrieb: Wäre es möglich, die längere Lebensdauer einiger M. statistisch zu erklären? Ich denke an die Maxwell-Boltzmann-Verteilung, wo auf der rechten Seite der Kurve ein gewisser %-Satz eben eine längere L.-Dauer hat, die dann gemessen werden.

Nein, die Halbwertszeit steht fest. Es geht nicht um einzelne Ausreißer, die Messungen erfolgen in unterschiedlichen Höhen.

Und auch im Zyklotron kann man es testen:
Ich habe ein sehr missverständliches Wort durchgestrichen. Gemeint ist, dass 1,52 μs die Zerfallszeit ruhender (bzw langsamer) Myonen ist (Eigenzeit).


Das ist Unsinn! Entweder etwas zerfällt, oder es zerfällt nicht! Die Halbwertszeit ist immer eine statistische Größe!

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Licht und Lichtgeschwindigkeit 04 Mai 2019 23:20 #51592

Dieter Grosch schrieb: Entweder etwas zerfällt, oder es zerfällt nicht! Die Halbwertszeit ist immer eine statistische Größe!

Das weiß wohl jeder....
Drum genügt auch nicht eine Messung sondern es sind sehr viele Messungen der vorhandenen Myonen nötig, und auch in unterschiedlichen Höhen (zum gleichen Zeitpunkt) bzw im Zyklotron die statistische Verteilung der Zerfälle, wie aus der Grafik schön ersichtlich..

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Licht und Lichtgeschwindigkeit 05 Mai 2019 06:03 #51600

ra-raisch schrieb:

Dieter Grosch schrieb: Entweder etwas zerfällt, oder es zerfällt nicht! Die Halbwertszeit ist immer eine statistische Größe!

Das weiß wohl jeder....
Drum genügt auch nicht eine Messung sondern es sind sehr viele Messungen der vorhandenen Myonen nötig, und auch in unterschiedlichen Höhen (zum gleichen Zeitpunkt) bzw im Zyklotron die statistische Verteilung der Zerfälle, wie aus der Grafik schön ersichtlich..


Das ist es ja, eine Statistik geht aber von einem Myon aus mit immer gleichen Eigenschaften. also auch gleicher Geschwindigkeit und da man die zur Bestimmung der Halbwertszeit nicht zu Verfügung hat, ist schon diese selbst ein statistisches Mittel aus den verschieden Geschwindigkeiten,deren Verteilung man gar nicht kannte.
Aus einem zusammengesetzten Wert kann man kein Gesetz ableiten, sondern nur spekulieren.

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Licht und Lichtgeschwindigkeit 05 Mai 2019 11:18 #51605

Dieter Grosch schrieb: Das ist es ja, eine Statistik geht aber von einem Myon aus mit immer gleichen Eigenschaften. also auch gleicher Geschwindigkeit und da man die zur Bestimmung der Halbwertszeit nicht zu Verfügung hat, ist schon diese selbst ein statistisches Mittel aus den verschieden Geschwindigkeiten,deren Verteilung man gar nicht kannte.
Aus einem zusammengesetzten Wert kann man kein Gesetz ableiten, sondern nur spekulieren.

1) Die Geschwindigkeit der Höhenstrahlungs-Myonen ist ziemlich gut bekannt (vμ→c). Diese (Impuls) muss man wohl sowieso messen, um überhaupt ein Myon zu messen, vermute ich. Auch die Zeitdifferenz zwischen den beiden Messpunkten wurde bei Flussdichte-Schwankungen (Teilchenschauer) berücksichtigt, soweit ich mich an die Veröffentlichung erinnere.
2) Niemand leitet aus der Höhenstrahlung ein Gesetz ab, sie bestätigt lediglich die SRT, die zuallererst eine rein geometrische spekulative Berechnung war und sich mit allen Messungen als übereinstimmend herausstellte.

Hier wird ein Schulversuch beschrieben, probier es doch selber mal aus ... Jugend forscht! Und vor allem: "Glaube nur der Statistik, die du selbst gefälscht hast."
www.desy.de/sites2009/site_www-desy/cont...xamensarbeit_ger.pdf
Hier auch, knapper beschrieben: www.uni-giessen.de/fbz/fb07/fachgebiete/...k/anleitungen/myonen

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Licht und Lichtgeschwindigkeit 05 Mai 2019 11:55 #51606

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Grundsätzlich muss man sich fragen wie Myonen entstehen:
Lt. WIKI:
Diese entsteht durch Reaktionen der eigentlichen kosmischen Strahlung (vor allem aus dem Weltall kommenden Protonen) mit Atomkernen der Atmosphäre.

Und danach werden in verschiedenen Höhenmetern diese Myonen gemessen und die statistische Anzahl für die jeweilige Höhe ermittelt. Und natürlich gibt es in höheren Schichten mehr Myonen, als in tieferen. Man schließt daraus, dass die Schnelleren eben durch die Zeitdilatation länger leben als die langsamen.
Aber man kann m.A. auch einen anderen Schluss daraus ziehen. Schnellere reagieren mit der Atmosphäre nicht so schnell wie langsamere. Sprich die Umwandlung von schnelleren erfolgt erst viel weiter unten in der Atmosphäre. Somit würden schnelle und langsame Myonen genauso lange leben, nur reagieren sie eben bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten schneller oder langsamer mit den Atomen der Atmosphäre. Ebenso ist es evident, dass durch die Dichte der Atmosphäre es eben unten viel weniger Myonen geben kann als weiter oben. Gleiches gilt natürlich auch für die Versuche im Zyklotron.
So können Myonen von Atomkernen eingefangen werden und das kann die Lebensdauer der Myonen verkürzen, was wieder Auswirkung auf die statistische Durchschnittslebensdauer hat.
Meine Schlussfolgerung daher. Langsame Myonen reagieren öfter und leichter mit den Atomen der Atmosphäre als schnelle (z.B. Magnetische Anomalie) und leben daher kürzer als schnelle.

MfG
WL01

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MfG
WL01

Licht und Lichtgeschwindigkeit 05 Mai 2019 11:58 #51607

wl01 schrieb: Schnellere reagieren mit der Atmosphäre nicht so schnell wie langsamere.

Myonen reagieren nicht mit der Atmosphäre sondern sie zerfallen nach τ½=2,2 μs.
Die Höhenstrahlung reagiert mit der Atmosphäre, allerdings kann man die Höhenstrahlung messen und man weiß daher, wo (Höhe > ~10 km) sie anzutreffen ist. Wüßte man das nicht, hätte nie jemand ein Problem mit Myonen entdeckt. Die SRT hat ein Problem gelöst und nicht eines erfunden.

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