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THEMA: kurze Frage zur Zeit

kurze Frage zur Zeit 12 Sep 2019 14:09 #57119

Ahoi liebe Nerds,
beginnend möchte ich darauf hinweisen, dass ich mich nur im Rahmen meiner Freizeit mit Kosmologie beschäftige, neben einigen anderen Interessen ;-)
Bitte also um Nachsicht, sollte ich hier dumme Fragen stellen.
Also,
wenn ich über Zeiträume lese, die z.B. Ereignisse kurz nach dem Urknall definieren, oder die Rotationsgeschwindigkeit von sehr massereichen, kompakten Objekten, wie Neutronensterne oder schwarzen Löchern, wird dies doch aufgrund astronomischen Beobachtungen ermittelt. Ich gehe eigentlich davon aus, dass die entsprechende Zeitdilatation berücksichtigt wird, aber ich finde nirgends einen Hinweis auf die Differenz zwischen Beobachtung aus unserem Bezugssystem zur tatsächlichen Zeit bei den Ereignissen.
Wie kann man behaupten, soundsoviel Sekunden nach dem Urknall … wenn man nicht genau weiß, wie die damaligen lokalen Massen/Energien die Zeit verlangsamen?
Oder die Rotationsgeschwindigkeit von Pulsaren. - Beobachtete Anzahl der Umdrehungen pro Zeit (aus unserem Bezugssystem ermittelt), müsste auf der Oberfläche des Körpers gemessen doch zu einem anderen Ergebnis kommen, abhängig von der Masse des Körpers, oder?
VG
Pino

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kurze Frage zur Zeit 12 Sep 2019 16:17 #57123

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Möchte mich genau dieser Frage zur Zeit anschliessen.
Wie kann man von Sekunden reden in einer Phase des Kosmos in der völlig andere Grundvoraussetzungen bezüglich der Zeit des Raums usw gegeben waren.
Wie ist das Verhältnis von unserer Erdsekunde heute zu der Sekunde als das Universum noch so klein war wie eine Orange.
Halt Stop das ist ja wieder so ein Vergleich.

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kurze Frage zur Zeit 12 Sep 2019 17:38 #57129

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Sollte plötzlich das gesamte Universum schneller oder langsamer laufen, würden wir davon nichts mitbekommen, da sich unsere eigene Zeit ja parallel zum Rest des Universums beschleunigen oder verlangsamen würde.

Letztlich basiert auch eine Sekunde auf die Konstante der Lichtgeschwindigkeit. Wenn also etwas mit Lichtgeschwindigkeit genau 299 792 458 Meter zurückgelegt hat, messen unsere Zeitmesser exakt 1 Sekunde.

Nehmen wir einmal an, wir sitzen in einem Raumschiff, dass sich mit halber Lichtgeschwindigkeit bewegt. An Bord haben wir eine Apparatur, in der ein Laserstrahl zwischen zwei Spiegeln (im Abstand von einem Meter) genau 299 792 458 reflektiert wird, bevor er auf einen Sensor trifft. Nach dem Einschalten des Lasers sollte der Sensor also nach exakt einer Sekunde reagieren.
Bewegen wir uns dabei mit halber Lichtgeschwindigkeit, muss sich der Strahl zwischen den Spiegeln diagonal zum ruhendem Raum bewegen und legt dadurch eine höhere Entfernung zurück. Von außen betrachtet braucht der Strahl jetzt länger als eine Sekunde um zwischen den Spiegeln 299 792 458 reflektiert zu werden. Die Besatzung selbst merkt davon aber nichts. Schließlich bewegen auch diese sich mit halber Lichtgeschwindigkeit und alle Prozesse sind letztlich auch von der Lichtgeschwindigkeit abhängig. Ich denke, dass selbst die Elektronen der Atome durch die Eigengeschwindigkeit der Atome entsprechend länger brauchen um einmal um den Atomkern zu kreisen. Sämtliche Prozesse auf dem Schiff werden also gleichmäßig langsamer ablaufen, egal ob chemische Reaktionen, das menschliche Zeitgefühl, die elektronischen Leiterbahnen des Bordcomputers oder eine Atomuhr.

Unsere Eigenbewegung mit der wir uns durchs All bewegen und die gravitativen Effekte der wir hier auf der Erde ausgesetzt sind, sind zu weit entfernt von der Lichtgeschwindigkeit, um damit relevante Unterschiede bei der Zeitmessung zu erhalten. Anders mag das bei z.B. Schwarze Löchern aussehen - aber bei der Urknalltheorie dürfte das nicht relevant sein. Schließlich gibt es dort keine Betrachtung von außen. ;-)

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kurze Frage zur Zeit 12 Sep 2019 17:49 #57130

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Willkommen Pinocchio
Es wird mit der Rotverschiebung z berechnet, es ist recht simpel: Ausgangsdauer eines Phänomens multipliziert mit der summe von z + 1 ergibt dann die Vorgangsdauer von uns aus gesehen.

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kurze Frage zur Zeit 13 Sep 2019 11:19 #57151

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top schrieb:
Letztlich basiert auch eine Sekunde auf die Konstante der Lichtgeschwindigkeit. Wenn also etwas mit Lichtgeschwindigkeit genau 299 792 458 Meter zurückgelegt hat, messen unsere Zeitmesser exakt 1 Sekunde.


Das ist so nicht ganz richtig, die Festlegung ist genau umgekehrt.

Eine SI-Sekunde ist definiert als die Zeit, die ein Caesium-133-Atom (in einer definierten Umgebung) braucht, um genau 9.192.631.770 mal zu schwingen. Ein SI-Meter ist definiert als die Strecke, die das Licht im Vakuum in einem Zeitintervall von 1/299 792 458 Sekunden durchläuft. Der Nenner basiert auf der ursprünglich im Rahmen der französischen Revolution getroffenen Festlegung für das Urmeter.

Gruß
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kurze Frage zur Zeit 13 Sep 2019 11:25 #57152

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Marvin schrieb: Möchte mich genau dieser Frage zur Zeit anschliessen.
Wie kann man von Sekunden reden in einer Phase des Kosmos in der völlig andere Grundvoraussetzungen bezüglich der Zeit des Raums usw gegeben waren.
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Hallo Marvin,

völlig berechtigte Frage. Allerdings muss ich gestehen, dass ich an dieser Stelle großzügig bin. Für mein Verständnis ist es mir weniger wichtig, ob eine Entwicklungsphase zu jener Zeit wenige (heutige) Nanosekunden oder meinethalben eine (heutige) Woche dauerte. Wirklich vorstellen kann ich es mir weder so noch so, ich kann mit dieser Unschärfe gut leben.

Gruß
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kurze Frage zur Zeit 13 Sep 2019 13:27 #57155

Cim Borazzo schrieb:

Marvin schrieb: Möchte mich genau dieser Frage zur Zeit anschliessen.
Wie kann man von Sekunden reden in einer Phase des Kosmos in der völlig andere Grundvoraussetzungen bezüglich der Zeit des Raums usw gegeben waren.
Wie ist das Verhältnis von unserer Erdsekunde heute zu der Sekunde als das Universum noch so klein war wie eine Orange.
Halt Stop das ist ja wieder so ein Vergleich.


Hallo Marvin,

völlig berechtigte Frage. Allerdings muss ich gestehen, dass ich an dieser Stelle großzügig bin. Für mein Verständnis ist es mir weniger wichtig, ob eine Entwicklungsphase zu jener Zeit wenige (heutige) Nanosekunden oder meinethalben eine (heutige) Woche dauerte. Wirklich vorstellen kann ich es mir weder so noch so, ich kann mit dieser Unschärfe gut leben.

Gruß
CB

Ich denke, was die 'Zeiten beim Urknall' (oder ganz allgemein bei einer Expansion des Raumes) im Verhältnis zu 'unseren heutigen Zeiten auf Erden' betrifft, gibt es keine 'echte' ;) (wie bei der SRT, die einem partout nicht so wirklich ins intuitive Gehirn will) Zeitdilatation.

Denn dass - wenn die Information von einem nachfolgendem Ereignis einen längeren Weg zu uns hat als die eines vorangegangenen Ereignisses - wir bei der Betrachtung des Ablaufs dieser Ereignisse den Eindruck einer 'Zeitlupe' haben ... liegt auf der Hand und macht jedenfalls nicht ansatzweise einen Knoten ins Gehirn.

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kurze Frage zur Zeit 13 Sep 2019 16:24 #57159

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Halt... also... eine Sekunde war da auch eine Sekunde, da ändert sich nix, nur aufgrund der perspektiven weite spielen sich die Vorgänge von uns aus gesehen schneller ab. Rein auf die Zeit betrachtet sind wir das Problem oder eher unser Entfernung bis zu dem Zeitpunkt wo wir da beobachten, egal ob es eine Super Nova oder ein anderes Phänomen ist es hat einem anderen zeitlichen Ablauf aber nur bei uns. Also egal wie groß Universum war, eine Sekunde ist eine Sekunde.

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kurze Frage zur Zeit 13 Sep 2019 16:50 #57161

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Nun gut geht ja die Zeit bei grosser Gravitation (SL)
langsamer bei besagter Orange wahrscheinlich ziemlich langsam aus unserer Sicht.
Will damit sagen dass beim UK bzw was kurz danach geschah die Sekunde sehr lange gedauert haben könnte.
Eben der Unterschied der heutigen unserer Sekunde zur damaligen.

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kurze Frage zur Zeit 13 Sep 2019 17:13 #57162

Marvin schrieb: Nun gut geht ja die Zeit bei grosser Gravitation (SL)
langsamer bei besagter Orange wahrscheinlich ziemlich langsam aus unserer Sicht.
Will damit sagen dass beim UK bzw was kurz danach geschah die Sekunde sehr lange gedauert haben könnte.
Eben der Unterschied der heutigen unserer Sekunde zur damaligen.

Die annähernde Gleichmäßigkeit der Hintergrundstrahlung weist ja darauf hin, dass während der Inflationsphase nichts, was immer da kreuchte und fleuchte (und m.E. eben auch Gravitationsquellen jeglicher Art), in der Lage war, lokal seinen Laden auch nur annähernd zusammenzuhalten ... was m.E. aber Voraussetzung für eine anzunehmende gravitative Zeitdilatation wäre.
(2x 'm.E.' ... weil ins Feuer legen würde ich meine Hand dafür nicht ;) )
Folgende Benutzer bedankten sich: Marvin

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kurze Frage zur Zeit 14 Sep 2019 18:45 #57219

Die inflation ist ja nur eine Krücke, um mit den Unzulänglichkeiten der urknalltheorie fertig zu werden

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kurze Frage zur Zeit 14 Sep 2019 19:28 #57227

Eigentlich benötigt man die Inflation nur, damit die Urknalltheorie natürlich und schön genug ist, zumindest nach den Maßstäben der Verfechter der Inflation. Die Theorie an sich kann gut ohne leben...

The truth is often what we make of it; you heard what you wanted to hear, believed what you wanted to believe.

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