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THEMA: Urknälle?

Urknälle? 19 Nov 2015 13:51 #1317

Hallo zusammen,
in diesem Video legt Harald Lesch überzeugend dar, dass bei der Verschmelzung Schwarzer Löcher Gammablitze entstehen, die mit 10hoch17 Grad so heiß sind, dass sich darin Teilchen und Antiteilchen bilden und gegenseitig neutralisieren.
Nichts anderes geschah - diesem Video zufolge - im jungen Universum unmittelbar nach dem Urknall.

Welche Naturgesetze oder welche kosmologisch gesicherten Erkenntnisse sprechen gegen die Überlegung, dass zwei sich immer schneller und enger umkreisende Raum-Zeit-Blasen, massive Schwarze Löcher, dicht gepackt mit Gammaquanten, Dunkler Materie und Dunkler Energie sozusagen Keimzellen sind, die sich im Moment der Verschmelzung entladen und ein Paralleluniversum erzeugen. Der Gammablitz in der verschmolzenen "Eizelle" bildet dabei die baryonische Materie, die Dunkle Materie formt den neuen Raum und die Dunkle Energie treibt ihn auseinander.

Bitte um Gegenstimmen.

Gruss Karin

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Urknälle? 19 Nov 2015 14:11 #1319

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H a l l o auseinander, ;)
und Willkommen.... egal wie sehr ich es zur Gunsten des Paralleluniversum biege, frage ich mich da immer noch besteht das neue Universum nun im Zentrum der beiden zuvor verschmolzenen Objekte?.... also etwas kann an dem Bild so nicht stimmen.

Ja ich kann alles, sogar definieren was ich nicht kann.

Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
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Urknälle? 20 Nov 2015 09:12 #1324

Tintling schrieb: Welche Naturgesetze oder welche kosmologisch gesicherten Erkenntnisse sprechen gegen die Überlegung, dass zwei sich immer schneller und enger umkreisende Raum-Zeit-Blasen, massive Schwarze Löcher, dicht gepackt mit Gammaquanten, Dunkler Materie und Dunkler Energie sozusagen Keimzellen sind, die sich im Moment der Verschmelzung entladen und ein Paralleluniversum erzeugen. Der Gammablitz in der verschmolzenen "Eizelle" bildet dabei die baryonische Materie, die Dunkle Materie formt den neuen Raum und die Dunkle Energie treibt ihn auseinander.

Bitte um Gegenstimmen.

Gruss Karin

Hallo Karin,
schön, dass du dich für diese Thematik interessierst.

Nach allem, was wir bisher wissen, ist es wohl nicht möglich, aus unserem Universum heraus andere Universen zu erschaffen.

Die Begründungen dazu ergeben sich aus den Eigenschaften unseres Universums selbst, aus dem Werdegang unseres Universums, das aus einer Singularität entstanden ist, wobei sich schon die Beschreibung einer solchen Singularität unserem Wissen entzieht.

Nach unseren Beobachtungen gibt es beispielsweise kein "Außen", kein Außerhalb unseres Universums, da ist nicht mal Nichts, da gibt es weder Raum noch Zeit noch Materie oder sonstwas, in das unser Universum eingebettet wäre, in das es sich ausdehnt.

Genau DAS wäre aber der Fall, wenn Universen auf die Art entstehen würden/könnten, wie du es beschrieben hast.

Grüße
Udo

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Urknälle? 20 Nov 2015 10:19 #1325

Hallo Udo, Hallo Chris,
es ist mir bewusst, dass meine Ausführungen kosmotechnische Sachkompetenz vermissen lassen könnten. Aber wenn ich (mit sympathisierendem Vergnügen!) Diskussionen verfolge wie die zwischen Harald Lesch und Josef Gaßner , komme ich immer mehr zu der Überzeugung, dass man GLAUBEN muss, was einem die Wissenschaft als den aktuellen Stand der diversen Irrtümer präsentiert.
Da liegt es doch nahe, dass man sich sein eigenes, einfacheres Weltbild zu zimmern versucht.
Wirklich überzeugt habt Ihr mich übrigens nicht, dass mein hirnbürtiges Fraktälchen falsch ist ;-) Aber das macht ja nix.

Um mal in meinem Element zu schwimmen: Vor gar nicht so langer Zeit war man felsenfest überzeugt davon, dass Pilze Ausgeburten schädlichen Schleimes im Waldboden seien und durch Urzeugung entstanden sein müssen. Seither bin ich bei der Vorsilbe "Ur" misstrauisch, insbesondere im Zusammenhang mit Sätzen wie: "...aus einer Singularität entstanden ist, wobei sich schon die Beschreibung einer solchen Singularität unserem Wissen entzieht." :whistle:

Danke für Eure Antworten, war mir eine Freude.
Gruss Karin

PS. Die laufende Rechtschreibüberprüfung auf der Eingabeoberfläche des Forums versucht beharrlich, aus dem Wort "Gaßner" einen "Gauner" zu machen. Wenn man da nicht aufpasst wie ein Tormann….

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Urknälle? 20 Nov 2015 11:07 #1326

Tintling schrieb: Hallo Udo, Hallo Chris,
es ist mir bewusst, dass meine Ausführungen kosmotechnische Sachkompetenz vermissen lassen könnten. Aber wenn ich (mit sympathisierendem Vergnügen!) Diskussionen verfolge wie die zwischen Harald Lesch und Josef Gaßner , komme ich immer mehr zu der Überzeugung, dass man GLAUBEN muss, was einem die Wissenschaft als den aktuellen Stand der diversen Irrtümer präsentiert.

Nein, glauben kann man in der Kirche, in der Wissenschaft hat dieser Begriff nichts verloren.

Wenn sich zwei Wissenschaftler streiten und jeder eine andere Meinung vertritt, dann doch nur zu Dingen, die noch nicht wissenschaftlich abgesichert sind, die noch strittig sind. Glauben muss da niemand was.

Kein Wissenschaftler behauptet ja, er habe alle Probleme gelöst, er wisse, wie die Welt funktioniert.

Es bleiben noch viele Fragen offen, leider sind das die interessantesten Fragen, die man stellen kann, also z. B. die nach dem Urknall, was vorher war, wie man sich eine Singularität vorstellen muss, was außerhalb unseres Universums ist, worin es sich ausdehnt, was hinter dem Ereignishorizont eines Schwarzen Loches geschieht usw.

Zur Zeit KANN die seriöse Wissenschaft auf all diese Fragen keine Antworten geben, weil man keinerlei Möglichkeit hat, aufgestellte Hypothesen zu falsifizieren, also zu beweisen oder zu widerlegen.

Daher wird da viel spekuliert, es werden Hypothesen aufgestellt usw., weil auch Wissenschaftler Menschen sind, die mehr wissen wollen, man kann ja keinem verbieten, sich Gedanken über das Undenkbare zu machen. Auf diese Weise entstehen dann solche Streitgespräche unter Wissenschaftlern.

Grüße
Udo

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Urknälle? 20 Nov 2015 12:14 #1330

udogigahertz schrieb:

Tintling schrieb: Hallo Udo, Hallo Chris,
es ist mir bewusst, dass meine Ausführungen kosmotechnische Sachkompetenz vermissen lassen könnten. Aber wenn ich (mit sympathisierendem Vergnügen!) Diskussionen verfolge wie die zwischen Harald Lesch und Josef Gaßner , komme ich immer mehr zu der Überzeugung, dass man GLAUBEN muss, was einem die Wissenschaft als den aktuellen Stand der diversen Irrtümer präsentiert.

Nein, glauben kann man in der Kirche, in der Wissenschaft hat dieser Begriff nichts verloren. [...]


Ja, das sagen Wissenschaftsgläubige immer.
Es sollte den Wissenschaftlern eigentlich klar sein, dass ein solcher Absolutheitsanspruch für die Wissenschaften an sich schädlich ist.
Dieser Absolutheitsanspruch steht dem, den Religionen formulieren in nichts nach.
Und scheitert schon am "naiven Realismus", also dem Glauben (!), dass die Wirklichkeit genauso ist, wie sie sich in unserem Bewusstsein abbildet. Das aber ist Denken "anno Tobak", längst überholt.

Es geht weiter damit, dass in dem formalen System der Naturwissenschaft, einzig der Formelapparat als objektiv gelten kann. Sprachliche Aussagen über die Formeln sind immer subjektiv gefärbt.
Beispiel:
E = m*c²
An dieser Gleichung, so wie sie dasteht, ist nicht zu rütteln. Aber ich habe schon die seltsamsten Aussagen darüber gehört, z.B. "Materie ist äquivalent zur Energie". Das hat sogar Werner Heisenberg in einem Interview gesagt. Das ist aber so nicht richtig, denn Materie ist nicht dasselbe wie Masse.
Oder: "Materie ist im Raum strukturierte Energie".
Nicht nur, dass Materie nicht dasselbe ist wie Masse, wo kommt in der Formel denn "Raum" oder "Struktur" vor?
Aussagen sind immer subjektiv.
Schlimm wird es, wenn Wissenschaftler dann auch noch ihr formales System verlassen und über Sachen reden wollen, die sie aus der Wissenschaft heraus weder beweisen noch widerlegen können.
"Die Wissenschaft hat festgestellt, dass es keine Seele gibt.". Z.B.
Da rollen sich mir die Fussnägel auf.

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Urknälle? 20 Nov 2015 14:09 #1337

Andique schrieb: Ja, das sagen Wissenschaftsgläubige immer.
Es sollte den Wissenschaftlern eigentlich klar sein, dass ein solcher Absolutheitsanspruch für die Wissenschaften an sich schädlich ist.
Dieser Absolutheitsanspruch steht dem, den Religionen formulieren in nichts nach.

Du meinst also, wissenschaftliche Erkenntnisse, die man überprüfen kann, sind auf eine Stufe zu stellen mit dem Glauben an einen Gott?

Na, dann erzähl doch mal ........... wie willst du denn Gott falsifizieren?

Wenn Wissenschaft sagt: " 1 plus 1 ist zwei", so musst du da nix glauben, du kannst die Richtigkeit jederzeit überprüfen, wenn Wissenschaft sagt, dass dieses oder jenes so ist, weil man das anhand einer Vielzahl von Experimenten überprüft hat, dann hat das ebenfalls absolut nichts mit dem Glauben daran zu tun.

Der Eindruck, dass auch Wissenschaft irrt, ist allerdings richtig, Wissenschaft KANN irren, das macht aber nichts, dann gibts eben neue Erkenntnisse.

Religion irrt jedoch NIE!

Jemanden, der die neuesten gesicherten Erkenntnisse der Wissenschaft als gegeben ansieht, als "Wissenschaftsgläubigen" hinzustellen, ist schon starker Tobak.

Kann es sein, dass du hier Dinge vermischt, die man nicht vermischen sollte? Als "wissenschaftsgläubig" werden oft auch Leute angesehen, die für alle Probleme dieser Welt irgendwo eine rein wissenschaftlich fundierte Lösung erwarten, die arm an Empathie sind.

"Die Wissenschaft hat festgestellt, dass es keine Seele gibt.". Z.B.

Welcher Wissenschaftler hat das so geschrieben? Bitte Quellenangabe dazu.

Grüße
Udo

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Urknälle? 20 Nov 2015 16:46 #1338

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Vorab um mal hier was klar zu stellen denn alles Weiß ich ja auch nicht aber, das interessiert mich da nun: wie Stark wird das Organ Seele denn durchblutet?... die es ja geben soll.... oder doch nicht :D Das Geistige ich, definiert wohl mehr wie nur ein Spiegelbild....scheint es da nun eine Materielle Welt zu geben und nicht diese?
Aber ja, es ist schwer eine These von einer Tatsache zur unterscheiden wenn man ein Wissenschaftler so zuhört, da gibt es so die einen und dann die anderen, und eine neue exotische, bunte, form solcher. scheint sich aus der Mischung der beiden auch schon ausgebreitet zu haben.

die Fraktale haben eine form, das ist deiner Annahme hier nicht zur entnehmen... wie schon zuvor gefragt... wo ist der Gedanken Ansatz der mich wie du sagst überzeugen soll das deine Annahme da richtig ist, nun gut nochmal wie sehr ich es versuche ich habe dann da nur eine größere Maße aber kein neues Universum. Gibt es da ein bestimmten Maße wert wo erreicht werden muss um ein weiteres Universum zu erschaffen?... oder Passiert es mehr spontan?... daher ich möchte dich nicht, da von deiner Ansicht abbringen. Jedoch bis jetzt ist das unvollkommenes Bild dann, darf man da noch mehr erfahren?

Ja ich kann alles, sogar definieren was ich nicht kann.

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Urknälle? 20 Nov 2015 17:46 #1339

Wissenschaftsgläubig ist für mich kein Schimpfwort, sondern ich bezeichne damit einen Menschen, dessen eigenes Glaubenssystem nur oder grösstenteils aus naturwissenschaftlichen Erkenntnissen besteht. Eigenes Glaubenssystem??
Damit meine ich, dass jeder Mensch in letzter Instanz nur glauben kann.
Begründung:
Das Bewusstsein ist unsere einzige Erkenntnisquelle. Eine Andere haben wir nicht. Alles, was ist, ist nur in einem Bewusstsein existent auch wenn das, was im Bewusstsein ist über eine anscheinend objektive Aussenwelt referiert. Es spielt keine Rolle, ob die Aussenwelt tatsächlich ist (Realismus) oder nur simuliert oder projeziert oder sonst was ist (Idealismus), worauf wir nur zugreifen können sind Begriffe und Begriffssysteme im Bewusstsein (Bilder lass ich mal aussen vor). Begriffssysteme sind Verknüpfungen von Begriffen, also Sätze, Aussagen, usw.
Einfache Begriffe werden durch abstraktere Begriffe und Begriffssysteme definiert. Und diese wiederum durch noch abstraktere.
Das abstrakteste Begriffssystem letztendlich kann dann nicht mehr relativiert werden. Es ist für diesen Menschen dann absolut geworden. Es kann nur noch von Aussen relativiert werden. Dann muss der Mensch sein Weltbild ändern. Und wieder verbleibt das absolute Begriffsystem, bis es erneut von Aussen relativiert wird. In letzter Instanz kann man nur glauben.

Die Aussage, dass die Wissenschaft festgestellt hat, dass es keine Seele gibt, höre ich hauptsächlich von materialistischer Seite. Die meisten Neurowissenschaftler sind, so viel ich weiss, dieser Meinung.

Bei der ganzen Sache sollte man nicht vergessen, dass die Naturwissenschaften eine rein deskriptive Angelegenheit sind und keine normative.
Das heisst, dass man aus den Erkenntnissen der Naturwissenschaften keine moralisch-ethischen Prinzipien gewinnen kann.

Ich selbst glaube nicht an Gott, bin aber von der Existenz höherer Ebenen der Wirklichkeit überzeugt. Also in Richtung Buddhismus, aber noch besser dem (alten) Taoismus ("Yin und Yang").

Übrigens: im Binärsystem ist 1 + 1 = 10. Wer hat jetzt Recht?

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Urknälle? 20 Nov 2015 18:27 #1340

Andique schrieb: Wissenschaftsgläubig ist für mich kein Schimpfwort, sondern ich bezeichne damit einen Menschen, dessen eigenes Glaubenssystem nur oder grösstenteils aus naturwissenschaftlichen Erkenntnissen besteht. Eigenes Glaubenssystem??

Du machst den schweren Fehler, dein eigenes Gedankengebäude, deine eigene Begriffswelt auf alle anderen übertragen zu wollen, das ist unzulässig, weil andere deine Begriffswelt nicht kennen.

"Wissenschaftsgläubigkeit" IST ein negativ besetzter Begriff in der realen Welt, also abseits deiner ureigenen Gedankenwelt, weil dieser Begriff an sich ein Paradoxon ist, der ist in sich nicht korrekt, weil Wissenschaft eben so rein gar nichts mit "Glauben" zu tun hat.

Entweder kann eine Behauptung falsifiziert werden, ist also überprüfbar ................. dann muss niemand daran "glauben", dann ist das eine beweisbare Tatsache, oder diese Behauptung stellt sich als falsch heraus, dann wirft man die falsche Behauptung auf den großen Irrtumshaufen der Geschichte, da liegen schon ganze Weltbilder, die ehemals als "richtig" anerkannt waren, wie z. B. die Erde als Scheibe, die Erde als Mittelpunkt des Universums, der "Äther" und viele, viele andere ehemals als ehern angesehene Dinge.

Die Wissenschaft an sich hat damit überhaupt kein Problem, solche sich als falsch erwiesenen Dinge wegzuwerfen und alles nochmal neu zu überdenken (wohl aber einzelne Vertreter dieser unrichtigen Dinge), hier liegt der fundamentale Unterschied zum "Glauben", den man prinzipiell nicht beweisen kann, denn sonst müsste man ja nicht mehr glauben, dann WÜSSTE man es ja. Es wäre der augenblickliche Tod einer jeden Religion, wenn plötzlich wirklich DER Gott als Allmächtiger, als Omnipotentes Wesen erscheinen und zu allen Menschen gleichzeitig sprechen würde ........... denn dann müsste niemand mehr glauben, dann wüsste man. Nur mal so als Beispiel.

Insofern gehören die Begriffe "Glauben" und "Wissenschaft" nicht zusammen. Wer diesen Begriff dennoch verwendet, WILL damit andere Menschen verunglimpfen.

Das Bewusstsein ist unsere einzige Erkenntnisquelle. Eine Andere haben wir nicht. Alles, was ist, ist nur in einem Bewusstsein existent auch wenn das, was im Bewusstsein ist über eine anscheinend objektive Aussenwelt referiert. Es spielt keine Rolle, ob die Aussenwelt tatsächlich ist (Realismus) oder nur simuliert oder projeziert oder sonst was ist (Idealismus), worauf wir nur zugreifen können sind Begriffe und Begriffssysteme im Bewusstsein (Bilder lass ich mal aussen vor). Begriffssysteme sind Verknüpfungen von Begriffen, also Sätze, Aussagen, usw.
Einfache Begriffe werden durch abstraktere Begriffe und Begriffssysteme definiert. Und diese wiederum durch noch abstraktere.
Das abstrakteste Begriffssystem letztendlich kann dann nicht mehr relativiert werden. Es ist für diesen Menschen dann absolut geworden. Es kann nur noch von Aussen relativiert werden. Dann muss der Mensch sein Weltbild ändern. Und wieder verbleibt das absolute Begriffsystem, bis es erneut von Aussen relativiert wird. In letzter Instanz kann man nur glauben.

Ja und? Hier hilft die Wissenschaft weiter: Schau dir so einige Beiträge an, da gibt es interessante Videos (Ist der Mond auch da, wenn niemand hinschaut?), die dir helfen, die Realität zu erkennen.

Oder meinst du, wir leben alle in einer Art Matrix? Tja, dann muss ich, wie der Filmheld sagen: "Dummerweise ist es schwer, die Matrix zu erklären", es kommt dann darauf an, ob du die blaue oder rote Pille genommen hast (kleiner Scherz).

Die Aussage, dass die Wissenschaft festgestellt hat, dass es keine Seele gibt, höre ich hauptsächlich von materialistischer Seite. Die meisten Neurowissenschaftler sind, so viel ich weiss, dieser Meinung.

So lange du mir hier keine Quelle dieser Aussage nennen kannst, behaupte ich mal, dass das falsch ist, denn eine solche Aussage wäre zutiefst unwissenschaftlich und damit unseriös, es kann jedoch sein, dass etliche Wissenschaftler beim Versuch, die Seele zu lokalisieren, gescheitert sind und daher zu der Aussage kamen, dass man leider trotz aller Anstrengungen bisher leider keine Seele gefunden hatte und dass die wahrscheinlichste Erklärung die ist, dass sich das Bewusstsein eines Menschen, also das, was man gemeinhin als Seele bezeichnet, in der Summe aller Funktionen der Nervenknoten im Gehirn stattfindet, dass es dazu keines extra-Organes bedarf.

Das Gehirn ist wohl mehr als die bloße Summe an Nervenknoten.

Bei der ganzen Sache sollte man nicht vergessen, dass die Naturwissenschaften eine rein deskriptive Angelegenheit sind und keine normative.
Das heisst, dass man aus den Erkenntnissen der Naturwissenschaften keine moralisch-ethischen Prinzipien gewinnen kann.

Ja, das ist so. Und das ist auch gut so. Die Wissenschaft an sich will und kann auch keine Moral liefern, sie ist amoralisch, es wird einfach geforscht und Fragen versucht, zu beantworten. Ob dann andere verantwortliche Menschen aus diesen Erkenntnissen die Atombombe oder ein Kraftwerk bauen, hat mit Wissenschaft nichts mehr zu tun.

Immer sind Wissenschaftler kläglich gescheitert, wenn sie versucht haben, die Moralkeule zu schwingen, so ist der eigentliche Initiator des Baus der ersten Atombombe wohl der gute Albert Einstein, der schrieb nämlich einen besorgten Brief an den amerikanischen Präsidenten, in dem er der Ansicht war, die Deutschen würden an eben dieser Atombombe bauen, man müsse denen zuvorkommen. Nach den Abwürfen der ersten Atombomben hat er diesen seinen Eingriff in den Lauf der Geschichte sehr bedauert.

Der Chefentwickler der ersten Atombombe, der Herr Oppenheimer hatte ja auch schwerste Bedenken gegen die Weiterentwicklung zur Wasserstoffbombe und äußerte diese auch öffentlich, was ihn von allen seinen Funktionen enthob, den Bau trotzdem nicht verhinderte und ihn außerdem in die Schusslinie als vermuteter Kommunist brachte.

Ich selbst glaube nicht an Gott, bin aber von der Existenz höherer Ebenen der Wirklichkeit überzeugt. Also in Richtung Buddhismus, aber noch besser dem (alten) Taoismus ("Yin und Yang").

Du kannst gerne an alles mögliche glauben, das steht dir frei, noch.


Grüße
Udo

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Urknälle? 20 Nov 2015 21:07 #1341

udogigahertz schrieb: Nach unseren Beobachtungen gibt es beispielsweise kein "Außen", kein Außerhalb unseres Universums, da ist nicht mal Nichts, da gibt es weder Raum noch Zeit noch Materie oder sonstwas, in das unser Universum eingebettet wäre, in das es sich ausdehnt.


Generell kann die Physik keine Aussage treffen, was außerhalb unseres Universums ist. Das Buch lässt etwa explizit die Möglichkeit zu, dass es unendlich viele parallele Universen gibt.

Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind normale private Beiträge. Sie sollten genauso diskutiert und kritisiert werden wie alle anderen Beiträge auch.
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Urknälle? 21 Nov 2015 00:04 #1344

ClausS schrieb:

udogigahertz schrieb: Nach unseren Beobachtungen gibt es beispielsweise kein "Außen", kein Außerhalb unseres Universums, da ist nicht mal Nichts, da gibt es weder Raum noch Zeit noch Materie oder sonstwas, in das unser Universum eingebettet wäre, in das es sich ausdehnt.


Generell kann die Physik keine Aussage treffen, was außerhalb unseres Universums ist. Das Buch lässt etwa explizit die Möglichkeit zu, dass es unendlich viele parallele Universen gibt.

Wenn man keine Aussage treffen kann, wieso dann diese Aussage, dass es unendlich viele parallele Universen geben kann? Das ist eine Null-Aussage, man kann ebenso gut auch behaupten, dass es nichts außer unserem Universum gibt, man kann auch sagen, dass unser Universum in eine Art Quantenschaum eingebettet ist oder dass außerhalb das fliegende Spaghetti-Monster wartet, um uns alle zu verspeisen.

Da man keine dieser Aussagen falsifizieren kann, ist jede zugleich wahr und unwahr.

Jetzt frage ich mich: Was hilft uns die Herausnahme EINER Unwahrscheinlichkeit? Nichts.

Grüße
Udo

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Urknälle? 21 Nov 2015 05:57 #1345

Hallo Leutz,
ich wollte hier keinen Glaubenskrieg entfachen, sondern nach Möglichkeit in Erfahrung zu bringen versuchen, ob Naturgesetze oder gesicherte Kenntnisse der Bildung von Paralleluniversen entgegenstehen könnten.
Da wir das an diesem Wochenende wohl nicht rauskriegen, schlage ich vor, dass wir abwarten, bis unsere Enkel so etwas wie Hubble II über einem Planeten im dörflichen Außenbezirk der Sombrerogalaxie installiert haben, um den Tag ohne Gestern von dort aus zu erforschen. Vermutlich kommen die Wissenschaftler aus der Sicht DEREN Hubble-Radius ebenfalls zu dem egozentrischen Schluss, dass DER Urknall ein singuläres Ereignis ist und rennen sich darob in Internet-Foren die Köppe ein.
Heureka, das wäre doch mal ein schönes Thema für eine Doktorarbeit: Ist der Gammablitz 100621A vom 21. Juni 2010 der Urknaller der Sombrerorianer?
Merke: Die Sonne dreht sich um die Erde und das Universum um Hubble.
Derweil ist der liebe Gott schon wieder in zeugungsfroher Stimmung und lässt gerade im Eridanushaufen zwei dicke Balls raybursten. Das könnte dann der Urknall der Magellanier oder der Plejadier sein. Oder so.
Warn Spässken, nix für ungut ;-)

Fohes Afterglowen wünscht Karin,
die gespannt ist, ob die vier DVDs in dem signierten Schuber (*freu*) ein paar Fragen beantworten werden.

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Urknälle? 21 Nov 2015 10:37 #1346

Tintling schrieb: Hallo Leutz,
ich wollte hier keinen Glaubenskrieg entfachen, ...............

Glaubenskrieg? Das hier ist doch kein Glaubenskrieg, das ist der Austausch von Ansichten und Meinungen. So lange niemand den anderen persönlich angreift oder beleidigt oder grob unsachlich wird, sind diese Beiträge einfach nur Diskussionsbeiträge, weiter nichts. Glaubenskriege sehen anders aus, schalt mal den Fernseher ein.

.................... sondern nach Möglichkeit in Erfahrung zu bringen versuchen, ob Naturgesetze oder gesicherte Kenntnisse der Bildung von Paralleluniversen entgegenstehen könnten.

Da wir leider nicht "hinter die Lichtmauer" sehen können, da von dort keine Informationen zu uns gelangen können, wird diese Frage wissenschaftlich seriös niemals beantwortet werden können, auch nicht in hundert Millionen Jahren. Da sind die Naturgesetze dieses Universums vor.

Das heißt aber nicht, dass man darüber nicht trefflich spekulieren können sollte oder darf, natürlich kann man das. Allerdings ohne Aussicht, diese Spekulationen jemals falsifizieren zu können. Man darf da also alles mögliche postulieren, mit Wissenschaft hat das dann aber rein gar nichts zu tun, das gehört dann in den sehr reizvollen Bereich der Science-Fiction.

Mit der Wissenschaft ist das so: Du darfst davon keine allumfassenden, für alle Zeiten gültigen "Wahrheiten" erwarten, die dir dein Leben leichter machen, dafür ist die Religion zuständig. Man muss damit klarkommen, dass Wissenschaft eben NICHT alle Antworten geben kann.

Da wir das an diesem Wochenende wohl nicht rauskriegen, schlage ich vor, dass wir abwarten, bis unsere Enkel so etwas wie Hubble II über einem Planeten im dörflichen Außenbezirk der Sombrerogalaxie installiert haben, um den Tag ohne Gestern von dort aus zu erforschen. Vermutlich kommen die Wissenschaftler aus der Sicht DEREN Hubble-Radius ebenfalls zu dem egozentrischen Schluss, dass DER Urknall ein singuläres Ereignis ist und rennen sich darob in Internet-Foren die Köppe ein.
Heureka, das wäre doch mal ein schönes Thema für eine Doktorarbeit: Ist der Gammablitz 100621A vom 21. Juni 2010 der Urknaller der Sombrerorianer?
Merke: Die Sonne dreht sich um die Erde und das Universum um Hubble.
Derweil ist der liebe Gott schon wieder in zeugungsfroher Stimmung und lässt gerade im Eridanushaufen zwei dicke Balls raybursten. Das könnte dann der Urknall der Magellanier oder der Plejadier sein. Oder so.

Sehr schade, dass ein solches Thema plötzlich veralbert wird, da gibt man sich Mühe, sachlich klare Antworten zu liefern und wird am Schluss dafür noch verhöhnt .............. sehr schade.

Mich dünkt, du bist gar nicht an seriösen Antworten zu deinen Fragen interessiert, schade um die vergebliche Mühe.


Grüße
Udo

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Urknälle? 21 Nov 2015 10:58 #1347

Hallo Udo,
wieso Du Dich von mir verhöhnt fühlst, verstehe ich nicht. Aber gut...

Ich habe einen Riesenrespekt vor dem, was die Wissenschaftler auf dem Gebiet der Kosmologie leisten. Sonst wäre ich ja auch nicht hier und würde auch nicht dauernd bei Gaßner & Lesch rumhängen.
Bei den beiden habe ich gerade folgendes gefunden, einen Absatz aus diesem Video ab 1:27:14 "Die Summation all dieser Beweise, die primordiale Nucleosynthese, die Tatsache, dass diese Elemente in diesen Häufigkeiten auftreten, wie wir sie in der Fusion am Anfang erwarten, die Flachheit des Universums, die durch diese Inflation begründet sein kann, diese Gebiete, die viel weiter voneinander entfernt sind, als es eigentlich erklärbar ist, diese 411 Photonen, all das führt dann dazu, dass wir an dieses Modell glauben."

Neiß Wiekend, Karin

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Urknälle? 21 Nov 2015 11:14 #1348

Ich persönlich bin der Meinung, der man sich nicht anschliessen muss, dass man in einem unendlich zyklischen Universum auch von unendlich vielen Paralleluniversen ausgehen kann.
Als Bild mag man sich eine unendlich lange Perlenkette, die auf einer Geraden liegt, also eine Perle nach der Anderen, vorstellen. Nun kann ich diese Perlenkette zusammenknüllen und knoten, so dass die einzelnen Perlen "nebeneinander" liegen.
Ist nur ein Bild, das auch nicht ganz zutreffend ist.

Die einzelnen Universen (Perlen) sind durch zeitlose Übergänge (Kettenglieder) getrennt. Bei diesen Übergängen gibt es nichts, wo man Zeit definieren kann.
Es lässt sich deswegen auch keine Gleichzeitigkeit zwischen den Universen definieren.
Obwohl wir aus unserer Sicht bei einem zyklischen Universum von einer linearen Kausalkette sprechen würden ("Eins nach dem Anderen"), sind die Universen aufgrund der Zeitlosigkeit eben auch nicht-linear anordbar.

Zu bemerken wäre noch, dass die Perlen eine räumliche Vorstellung zeitlicher Vorgänge suggerieren. Mit den Perlen habe ich die Zeit verräumlicht. Ich sehe bei den Perlen Anfangs- und Endpunkt (da, wo die Kettenglieder die Perlen fassen) zur selben Zeit.

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Urknälle? 21 Nov 2015 13:16 #1350

Andique schrieb: Ich persönlich bin der Meinung, der man sich nicht anschliessen muss, dass man in einem unendlich zyklischen Universum auch von unendlich vielen Paralleluniversen ausgehen kann.
Als Bild mag man sich eine unendlich lange Perlenkette, die auf einer Geraden liegt, also eine Perle nach der Anderen, vorstellen.

Wie gesagt: Du magst glauben, an was du willst, mit Wissenschaft hat das nichts zu tun.

Übrigens, wenn du dir die "Paralleluniversen" als Perlenkette vorstellst, liegst du ja schon vollkommen falsch, weil du auch dann den "anderen" Universen eine räumliche Gestalt gibst.

Wir haben jedoch über unser Universum (es gibt nur dieses eine, nichts sonst) gelernt, dass es eben KEINE räumliche Gestalt hat!

Wie können dann andere, gleichartige ("parallel") Universen plötzlich dann doch eine Form haben?

Da wirst du noch dran arbeiten müssen, fürchte ich.

Wie wäre es denn mit einer Art "Verschränkung", einer gleichzeitigen Existenz paralleler Universen "am gleichen Ort", nur eben von irgendwas voneinander getrennt? Aber jetzt sind wir schon im Bereich von Science-Fiction, das sollte klar sein.

Grüße
Udo

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Urknälle? 21 Nov 2015 13:36 #1351

Sehr geehrter Herr Gigahertz,

Sie sind ein unglaublicher Mensch. Ich habe schon in anderen Foren geschrieben, habe dabei manche Sachen erlebt, aber selten bin ich Menschen wie Ihnen begegnet.
Sie sind eine echte Perle.
Bitte erklären sie mir, dem Unwissenden, warum das Universum keine Form hat.
Und warum es nur ein Universum gibt, das können sie als wissenschaftlich denkender Mensch sicher.

Ich würde mir wünschen, dass sie wenigstens 5 Minuten über das nachdenken, was Andere geschrieben haben, bevor sie antworten.

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Urknälle? 21 Nov 2015 14:47 #1353

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Andique schrieb: Sehr geehrter Herr Gigahertz,

Sie sind ein unglaublicher Mensch. Ich habe schon in anderen Foren geschrieben, habe dabei manche Sachen erlebt, aber selten bin ich Menschen wie Ihnen begegnet.
Sie sind eine echte Perle.
Bitte erklären sie mir, dem Unwissenden, warum das Universum keine Form hat.
Und warum es nur ein Universum gibt, das können sie als wissenschaftlich denkender Mensch sicher.

Ich würde mir wünschen, dass sie wenigstens 5 Minuten über das nachdenken, was Andere geschrieben haben, bevor sie antworten.

Aha, so macht man das..... Bei mir war es gleich ich sei beleidigend, widersprechend und ihm angreife, aber naja ich habe nur noch beschlossen zur lesen, und schreiben erst wenn es andere auch betraft, ob das nun eine Schutz Reaktion oder Hilferuf sein soll Weiß ich noch nicht.

Ja ich kann alles, sogar definieren was ich nicht kann.

Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
**Der Friedrich**

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Urknälle? 21 Nov 2015 18:14 #1354

Aus DVD II aus diesem Schuber (ich weiß im Moment nicht, ob diese Sequenz mit dem Titel "Das Weltall", insges. 2:50:10) auch bei YouTube zu finden ist) in den letzten vier Minuten - O-Ton Dr. Josef M. Gaßner: "... dann MUSS das Universum als Schwarzes Loch gestartet sein."
Meine Rede, siehe oben.
Im Großen wie im Kleinen, auf Molekül- wie auf Galaxienebene und allem dazwischen, darüber und darunter besteht der gesamte Kosmos aus unentwegtem Werden und Vergehen, aus Fusionen, Reduktionen und Explosionen, aus Sterben, Umbau, Weiterentwicklung und Erneuerung. Überall, wo immer man hinguckt. Da macht das Werden, Vergehen und erneutes Entstehen von Universen für mich überhaupt keine Ausnahme. Das wäre auch unlogisch. Ich bezweifle ja auch gar nicht den Urknall unseres Universums an sich, sondern nur die Singularität.
Ob man sich die Paralleluniversen nun als Perlenkette oder als Raum im Raum oder daneben oder sonstwie vorstellen mag, steht für den Moment dahin und die Problematik der Verifizier- oder Falsifizierbarkeit dieser Vorstellung sehe ich wohl.

So, jetzt darf wieder draufgeschlagen werden - Feuer frei, ich halts schon aus…
Derweil bin ich gespannt, was Scheibe III bereithält.
Karin

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Urknälle? 21 Nov 2015 18:46 #1355

Tintling schrieb: Aus DVD II aus diesem Schuber (ich weiß im Moment nicht, ob diese Sequenz mit dem Titel "Das Weltall", insges. 2:50:10) auch bei YouTube zu finden ist) in den letzten vier Minuten - O-Ton Dr. Josef M. Gaßner: "... dann MUSS das Universum als Schwarzes Loch gestartet sein." [..]

Die Ursingularität könnte sich aber auch mit Lichtgeschwindigkeit bewegt haben.
Die Ursingularität war dann selbst masselos, könnte aber durch Verlangsamung beliebig viel Masse erzeugt haben. Rein theoretisch, rein formal wird die Masse eines Körpers unendlich gross, wenn der Körper sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegt. Umgekehrt gesehen könnte ich durch Verringerung der Lichtgeschwindigkeit beliebig viele Massekörper erzeugen. Die Massekörper bewegen sich dann mit Unterlichtgeschwindigkeit.
Wenn es so wäre, dann würden sich sofort relativistische Effekte bemerkbar machen. Bei Körpern mit grösseren Geschwindigkeiten würde die Zeit langsamer verlaufen, bei Körpern mit kleineren Geschwindigkeit die Zeit schneller.
Das Ganze sähe dann so aus, als würde man sich vom Zentrum eines Black Holes nach Draussen bewegen.
Ist nur eine Idee.

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Urknälle? 21 Nov 2015 21:13 #1358

udogigahertz schrieb: Wenn man keine Aussage treffen kann, wieso dann diese Aussage, dass es unendlich viele parallele Universen geben kann? Das ist eine Null-Aussage, man kann ebenso gut auch behaupten, dass es nichts außer unserem Universum gibt, man kann auch sagen, dass unser Universum in eine Art Quantenschaum eingebettet ist oder dass außerhalb das fliegende Spaghetti-Monster wartet, um uns alle zu verspeisen.

Da man keine dieser Aussagen falsifizieren kann, ist jede zugleich wahr und unwahr.

Jetzt frage ich mich: Was hilft uns die Herausnahme EINER Unwahrscheinlichkeit? Nichts.


Ich teile die Meinung, dass wir weder jetzt noch jemals in der Zukunft irgendwelche Erkenntnisse über irgend etwas gewinnen können, was außerhalb des Universums ist. Insofern ist jede Aussage darüber Spekulation.

Warum diese Möglichkeit/Spekulation für mich wichtig ist: Aus philosophischer Sicht stellt sich die Frage, warum die Naturkonstanten in unserem Universum so feinabgestimmt sind, dass das Universum für die Entstehung von Leben geeignet ist (aus physikalischer Sicht wird man diese Frage wohl nie beantworten können). Unter der Annahme, dass es nur ein Universum gibt, wäre diese extreme Unwahrscheinlichkeit ein mächtiges Argument für die Existenz eines Schöpfergottes. Die mögliche Annahme unendlich vieler paralleler Universen bietet eine alternative Erklärung.

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Urknälle? 21 Nov 2015 21:21 #1359

Andique schrieb: Die Ursingularität könnte sich aber auch mit Lichtgeschwindigkeit bewegt haben.


Die Ursingularität war innerhalb des Universums und hat das ganze damalige Universum ausgefüllt. Daher macht die Angabe einer Geschwindigkeit für die Ursingularität keinen Sinn.

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Urknälle? 21 Nov 2015 22:18 #1360

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@Tintling: was damit gemeint ist das unseres Universum aus einer Singularität sich bildet, womöglich alles da rein fallen wird und wieder eins zu werden, und nochmal und nochmal, aber das nun aus der Massen da ein ZWEITES wird ist der Informationen da nicht zu entnehmen, Immer wieder ein Urknall ok,... aber ein Zweites, Innerhalb diesem,.... nein danke.

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Urknälle? 22 Nov 2015 12:41 #1362

Andique schrieb: Sehr geehrter Herr Gigahertz,

Sie sind ein unglaublicher Mensch. Ich habe schon in anderen Foren geschrieben, habe dabei manche Sachen erlebt, aber selten bin ich Menschen wie Ihnen begegnet.
Sie sind eine echte Perle.

Um es mit Dr. Dr. Sheldon Cooper zu sagen: "War das jetzt Sarkasmus?"

Ich fürchte: Ja.

Dazu besteht doch kein Grund, nur, weil ich nicht jeder These zugestimmt habe, muss man mich in dieser Weise angreifen?

Bitte erklären sie mir, dem Unwissenden, warum das Universum keine Form hat.


Habe ich doch schon getan: Weil es "flach" ist, weil man das mit der Winkelsumme messen kann. In jeder Richtung ergeben sich 180°-Winkel und das bei einem sich ständig mit zunehmender Geschwindigkeit expandierenden Universum.

Und warum es nur ein Universum gibt, das können sie als wissenschaftlich denkender Mensch sicher.

Ja sicher kann ich das: Weil man die Existenz/Nichtexistenz anderer Universen nicht falsifizieren kann, wäre es unwissenschaftlich, hier Aussagen zu treffen.

Man kann alles annehmen, auch das fliegende Spaghetti-Monster, man kann Parallel-Universen postulieren, man kann Dimensionen einfalten und auseinanderklappen, man kann Gott postulieren, der für alles verantwortlich ist .......... alles völlig legitim.

Nur ........... mit Wissenschaft hat das dann absolut nichts mehr zu tun. Solche Spekulationen gehören nicht in ein Wissenschaftsforum sondern in ein esoterisches/religiöses Forum.

Ich kann ja nichts dafür, dass Wissenschaft sich nur mit falsifizierbaren Fakten beschäftigt.

Wenn also jemand ernst genommen werden will, wenn er Perlenketten-Universen postuliert, sollte auch gleich die Falsifizierbarkeit seines Postulates dazu liefern.


Grüße
Udo

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Urknälle? 22 Nov 2015 12:46 #1363

ClausS schrieb:

udogigahertz schrieb: Wenn man keine Aussage treffen kann, wieso dann diese Aussage, dass es unendlich viele parallele Universen geben kann? Das ist eine Null-Aussage, man kann ebenso gut auch behaupten, dass es nichts außer unserem Universum gibt, man kann auch sagen, dass unser Universum in eine Art Quantenschaum eingebettet ist oder dass außerhalb das fliegende Spaghetti-Monster wartet, um uns alle zu verspeisen.

Da man keine dieser Aussagen falsifizieren kann, ist jede zugleich wahr und unwahr.

Jetzt frage ich mich: Was hilft uns die Herausnahme EINER Unwahrscheinlichkeit? Nichts.


Ich teile die Meinung, dass wir weder jetzt noch jemals in der Zukunft irgendwelche Erkenntnisse über irgend etwas gewinnen können, was außerhalb des Universums ist. Insofern ist jede Aussage darüber Spekulation.

Warum diese Möglichkeit/Spekulation für mich wichtig ist: Aus philosophischer Sicht stellt sich die Frage, warum die Naturkonstanten in unserem Universum so feinabgestimmt sind, dass das Universum für die Entstehung von Leben geeignet ist (aus physikalischer Sicht wird man diese Frage wohl nie beantworten können). Unter der Annahme, dass es nur ein Universum gibt, wäre diese extreme Unwahrscheinlichkeit ein mächtiges Argument für die Existenz eines Schöpfergottes. Die mögliche Annahme unendlich vieler paralleler Universen bietet eine alternative Erklärung.



Diesem Beitrag stimme ich zu, es ist mal wohltuend, hier die klare Unterscheidung zwischen wissenschaftlich fundierten Fakten und einer nicht beweisbaren Spekulation zu sehen. Auf dieser Ebene kann man weiter diskutieren.

Grüße
Udo

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Urknälle? 22 Nov 2015 12:47 #1364

ClausS schrieb:

Andique schrieb: Die Ursingularität könnte sich aber auch mit Lichtgeschwindigkeit bewegt haben.


Die Ursingularität war innerhalb des Universums und hat das ganze damalige Universum ausgefüllt. Daher macht die Angabe einer Geschwindigkeit für die Ursingularität keinen Sinn.

Volle Zustimmung.

Grüße
Udo

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Urknälle? 24 Nov 2015 17:14 #1380

@ tintling
bist du mykologin? :)

live must be a preperation for the transition to another dimension.

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Urknälle? 24 Nov 2015 18:07 #1382

Ferdi Runge schrieb: @ tintling
bist du mykologin? :)


Hallo Ferdi,
Pilzfreundin bin ich, ja. Sternenfreundin auch, letzteres aber wesentlich unwissenschaftlicher und eher naiv-neugierig.
Zum Abschluss zitiert aus DVD 4 - mit dem Titel "Am Rand der Erkenntnis" bei 1:08:00 O-Ton Gaßner: "Es ist also gut möglich, dass sich am Ende - ich wills gar nicht aussprechen - die Dunkle Energie als Ente erweist? Wie siehts denn theoretisch aus? Können wir da Unterstützung liefern?" ... .... ... … Neun Minuten später, bei 1:17:00: "Dunkle Energie könnte sich am Ende als komplette Ente erweisen. In 100 Jahren werden wir zurückblicken und dann wird sich vielleicht ein völlig neues Weltbild ergeben haben oder zutiefst menschlich eine Idee. Vielleicht zeichnet auch gerade jetzt irgendwo irgend jemand eine Gerade in ein Diagramm."
Harald Lesch zu Paralleluniversen . Der mehrmals angesprochene Schuber wird nächste Woche verschenkt. Wahrscheinlich zur großen Freude von jemandem, der ähnlich neugierig ist.
Auf die neue Buchauflage freue ich mich sehr und werde sorgfältig hinsehen. In dem Forum hier scheine ich aber eher falsch zu sein. Macht ja nix ;-)
Herzliche Grüße
Karin

Edit: Explizite Hochachtung für Gaßner & Lesch und institutionelle Mitarbeiter!

Was weiß ein Fisch von dem Wasser, in dem er sein ganzes Leben lang schwimmt? Albert Einstein

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