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THEMA: Konzentration auf den Unweltschutz

Konzentration auf den Unweltschutz 09 Okt 2018 17:08 #43282

@ Philzer:
Deine Bildchen bestehen aus groben Verallgemeinerungen und sind deshalb vergleichbar mit den ältesten Überlieferungen der Menschheit, die wussten, dass Menschen nicht im Einklang mit der Natur leben und eigentlich nicht leben dürften. Und egal, wie schlau und tiefsinnig deine Gedanken sind: Du beurteilst alle Menschen nicht nach deren Theorie, sondern wie sie praktisch mit der Welt umgehen. Dieses Prinzip solltest Du auch auf Dich selbst anwenden.
Nimmt man das Thema Mobilität, was hier breit diskutiert wird, ist festzuhalten: Du fährst Auto, ich nicht. Du gehörst zu den Meinenden, die den Krieg bevorzugen. Kluges Gelaber ändert an diesem Faktum nichts.
So weit, wenn man das ernst nimmt, was Du schreibst. Wenn es ganz einfach wäre, die Welt zu retten, wie Du behauptest: Warum lebst Du selber nicht so? Wenn alle Menschen Deinen ökologischen Fußabdruck hätten, dann bräuchten wir viele Erden. Du propagierst mit Deinem Handeln die Weltübernutzung.
Du strafst Dich selbst Lügen, denn wenn die Weltrettung ganz einfach wäre, würdest Du ja entsprechend leben. Und sag nicht, Du bräuchtest dafür Gesetze, die die Weltübernutzung teuer machen.

Es ist eben nicht alles so einfach.
Genauso das Gedanken-Experiment von Heinzendres: Was wäre, wenn ich alle Macht hätte? Das setzt eben eine Diktatur voraus, die Zwangsmaßnahmen und Überwachungen braucht. Da kann ich nur auf das letzte Jahrhundert verweisen.
Gedanken-Experimente können aber Phantasien anstoßen.
Menschen können sich schwer ein anderes Leben vorstellen. Allein die Vorstellung, den Großeinkauf mit dem Fahrrad zu machen, übersteigt die Phantasie vieler Deutschen. Erst recht der intelligente Anbau von Obst und Gemüse per Hand, ohne Maschinen, Gifte und Kunstdünger, der ertragreicher ist als die intensive Landwirtschaft. Nötig sind best-praktise-Beispiele. Das gilt für Einzelpersonen, Kommunen, Institutionen und auch Staaten. Beispiel: Wenn in Deutschland der Hambacher Wald gefällt wird, dann ist das eine Legitimierung für Brasilien, die Urwälder zu roden.
Für all da braucht man Hoffnung, dass es sich lohnt, sich dafür einzusetzen. Eine Hoffnung, die die düstere Lage nicht beschönigt, auch nicht die begrenzten Möglichkeiten von Verbrauchern und Politikern ausblendet. Eine Hoffnung, die nicht die Sicherheit hat, dass der Crash nicht kommt, eine Hoffnung, die die eigene Existenz relativiert und die eigenen Bedürfnisse in Frage stellt, die die Absicherung des Lebens zur Randfrage macht.
Diese Hoffnung gibt mir meine Religion.
Nun könnte ich wie der westermann dies überhöhen und behaupten: Nur mittels Religion kann man die Welt retten.
Doch es ist Unsinn, irgendwo die Wurzel des Übels zu sehen. Damit übergehet man den Riss, der durch uns alle hindurch geht.
Natürlich kann ich sagen: Das Übel sind die, die sagen, dass man ganz einfach die Welt retten könnte.
Ich hätte auch irgendwie recht damit. Aber würde über mich selbst das Urteil fällen.

Zur Ausgangsfrage: Ich bin der Überzeugung, dass ein noch leistungsfähiger Beschleuniger aus umweltgründen nicht gebaut werden sollte. Es wäre eine schmerzlicher Verzicht, denn es bestände die Hoffnung, noch einige offenen Fragen in der Physik klären zu können. Aber der Verzicht wäre ein starkes Zeichen: Seht, die Wissenschaftler halten ihre Forschung nicht so wichtig wie das Ökosystem.
Auch das Undenkbare muss gedacht und evtl. auch umgesetzt werden.
Ist es gut, unsere Infrastrukturen auszubauen? Der Autoverkehr hat drastisch zugenommen, der Flugverkehr sogar explosionsartig. Von den Container- und Kreuzfahrtschiffen gar nicht zu reden.
Muss nicht die Mobilität von Gütern und Waren grundsätzlich auf den Prüfstand?
Ist es wirklich gut, die Digitalisierung der Gesellschaft voran zu treiben? Ist das Internet der Dinge hilfreich für die Welt? Zum Beispiel, um Mobilität einzuschränken? Oder doch mehr schädlich? Ist nicht auch das Internet selbst in Frage zu stellen, allen voran die Clouds, die aus ständig stromfressenden Geräten bestehen?
In den nächsten Jahrzehnten werden diese und ähnliche Fragen immer drängender werden. Und es wird keine einfachen Antworten geben und jeder wird mit guten Gründen in eine andere Richtung ziehen. Ich will nicht zurück in die Steinzeit, ich will nur tabulos und phantasievoll alles auf den Prüfstand stellen.
Ohne das Bohren dicker Bretter wird es nicht gehen bei dem undurchdringlichen Dickicht.
Ich bin auch für eine drastische Verteuerung von Energie- und Rohstoff-Verbrauch, um dem Verursacher-Prinzip näher zu kommen. Aber die Welt ist eben nicht so, dass das so ganz einfach geht.
Solche ganz-einfach-Sätze sind sinnvoll, wenn es ums Umdenken geht. Um Prioritäten zu bestimmen. Die Umsetzung ist aber harte Arbeit.
Es gibt in der Praxis nicht den einen großen Wurf. Es gibt nur viele kleine Schritte
Und dazu braucht es die oben beschriebene Hoffnung.

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2
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Konzentration auf den Unweltschutz 09 Okt 2018 19:09 #43290

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Hi Nicht-Modeller,

SCNR :-)

Martin-O schrieb: @ Philzer:
Deine Bildchen bestehen aus groben Verallgemeinerungen und sind deshalb vergleichbar mit den ältesten Überlieferungen der Menschheit, die wussten, dass Menschen nicht im Einklang mit der Natur leben und eigentlich nicht leben dürften. Und egal, wie schlau und tiefsinnig deine Gedanken sind...


Modelle macht man, um Erkenntnis zu 'formatieren', auf den Punkt zu bringen.
Von Dir gibt es keine Modelle, weil?
Du verbleibst mit den individuell Religiösen im ewigen Meinungsnihilismus.


.

Martin-O schrieb: @ Philzer:
Muss nicht die Mobilität von Gütern und Waren grundsätzlich auf den Prüfstand?


Ist bei mir alles mit drin:

Philzer schrieb:

Konklusion:
Ganz einfach könnte man so die Welt retten... (wenn man auf allen Gebieten so oder ähnlich handeln würde - dazu würde bspw. eine Entfernungssteuer für alle Produkte gehören ... etc etc)

... ich weiss aber, dass die religiösen Individuen - also auch die mit dem individualisierten Mythos im Kapitalismus - besser bekannt als die Meinenden, den Endzeitkrieg vorziehen werden. :-)



mvg Philzer

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Konzentration auf den Unweltschutz 10 Okt 2018 23:03 #43346

@ Philzer
Warum ich keine solchen Modelle gemacht habe ist eine komplexe Frage. Hauptsächlich liegt es daran, dass ich kein Philosophieprofessor bin und so ein zeitaufwändiges didaktisches Material bisher nicht nötig hatte. Darin ist aber eine weitere Antwort enthalten: Solche Modelle haben einen begrenzten didaktischen Sinn, sie werden der komplexen Wirklichkeit nicht gerecht, sie greifen nur Teilaspekte heraus und verführen zu monokausalem Denken, wie bei Dir zu bemerken. Es muss also eine Situation eintreten, wo so ein Modell mehr Vorteile als Nachteile hat, in der Situation war ich noch nicht. Zumindest in solcher weltgeschichtlich-anthropologisch-psychologischer totalperspektivischer Thematik nicht.
Solche Modelle zementieren eine bestimmte MEINUNG (vom heutigen Wissen fließt bei Dir nur ein vernachlässigbar kleiner Anteil in die Modelle ein), sind in der Gefahr, sich gegen Kritik zu immunisieren, so wie es bei Dir ständig zu beobachten ist. Deine ewig gleichen Textbausteine gleichen formal dem, was ein primitiver bot bzw. ein extrem Altersstarrsinniger von sich gibt. Deine Selbstverliebtheit in Deine Bildchen steht in keinem Verhältnis zu dem Nutzen solcher Modelle.
Bei Dir klingt es fast so, als ob man im Meinungsnihilismus verbleibt, wenn man keine solchen Modelle schreibt. Das Gegenteil könnte der Wahrheit aber etwas näher kommen. Dein 2. Negationspunkt ist eine mit Freud aufgepeppte marxistische Eschatologie. Das ist nicht Wissenschaft, sondern Ideologie. Ich kann Vielem zustimmen, aber ich bin eben kein Anhänger Deiner selbstgestrickten RELIGION.
Und die pauschale Unterstellung, wer an Gott glaubt, wäre Meinungsnihilist, zeigt nur, dass Du von meinem Glauben keine Ahnung hast. Solche Behauptungen sind objektiv nicht zu halten, eben nur MEINUNG.

Du hast mich falsch zitiert: Mein Posting hatte erkennbar mehrere Teile, ein Teil war explizit „Zur Ausgangsfrage“ und nicht an Dich gerichtet. Es dreht sich eben nicht alles um Dich! :) SCNR
Du bringst nur eine einzige Maßnahme – wenn auch auf allen Gebieten – und meinst, damit die Welt retten zu können. So ein Blödsinn kommt dabei heraus, wenn man monokausal denkt.
Die Ökokrise ist eine komplexe Sache und erfordert komplexe Aktionen auf allen Ebenen. Leute, die alles nur auf einen Punkt bringen wie Du sind dabei nur ein Hindernis, den Herausforderungen zu begegnen.
Der Punkt, auf den man kommen muss, ist der nächste Schritt, der dran ist. Die 1000 Stellschrauben wahrnehmen und auf die nächste zugehen und dran drehen.
Es ist mehr als ärgerlich, dass die Merkelregierung mit den Ost-Betonköpfen nach dem Impuls vom IPCC versäumt hat, ein deutliches Zeichen (40 % wären das Mindeste gewesen) zu setzen. Da kannst Du Dich dann hinstellen und Siehste! sagen. Und beim Zusammenbruch des Ökosystems zu einer Restnische kannst Du Dich freuen, dass der 2. Negationspunkt erreicht ist und erwartungsfroh der 4D-Population entgegen sehen, die dann ja logischerweise geboren wird. (Wenn Du 1000 Jahre alt wirst, wirst Du aber merken, dass die Sintflutgeschichte realistischer und weiser ist als Dein Modell an dieser Stelle - SCNR)
Man kann aber auch wahrnehmen, dass andere in Europa schon weiter sind. Und zu fragen, was zu tun ist, damit es bei der nächsten Weichenstellung anders läuft. Man kann sich nur durch viele Niederlagen vorwärts kämpfen – wenn die Hoffnung einem den nötigen Atem dafür gibt.

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Konzentration auf den Unweltschutz 11 Okt 2018 01:37 #43355

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Hi,

Martin-O schrieb: @ Philzer

Du bringst nur eine einzige Maßnahme


Du lügst.

ich habe geschrieben:

Philzer schrieb:
Konklusion:
Ganz einfach könnte man so die Welt retten... (wenn man auf allen Gebieten so oder ähnlich handeln würde - dazu würde bspw. eine Entfernungssteuer für alle Produkte gehören ... etc etc)

... ich weiss aber, dass die religiösen Individuen - also auch die mit dem individualisierten Mythos im Kapitalismus - besser bekannt als die Meinenden, den Endzeitkrieg vorziehen werden. :-)



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Konzentration auf den Unweltschutz 11 Okt 2018 02:38 #43358

@ Philzer
Wieso zitierst Du mich sinnentstellend?
Ich schrieb:

Du bringst nur eine einzige Maßnahme – wenn auch auf allen Gebieten –

Die Maßnahme: Alles Mögliche so zu besteuern, dass das, was das Klima aufheizt, viel teurer ist. So habe ich Dich doch richtig verstanden?
Das vertrete ich auch seit meiner Jugendzeit und da hat man auch die diesjährigen „Nobelpreis“-Träger für Wirtschaft hinter sich. Aber das kann nicht alles sein.
Weil die Welt nicht so einfach ist.

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Konzentration auf den Unweltschutz 11 Okt 2018 02:43 #43359

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Martin-O schrieb: Die Maßnahme: Alles Mögliche so zu besteuern, dass das, was das Klima aufheizt, viel teurer ist.


Alles was Welt verbraucht. Und zwar im allerweitesten Sinne. Eben alles.

Das erklärt sich von selbst wenn man mein Modell anschaut.

Oder anders: Die Vernunft darf nicht nur als instrumentelle Vernunft (versklavt vom 'Es' und seinen irrationalen-unendlichen Strebungen, also vom Kernbewusstsein, also vom Fühlen, also von der 3D-Kognition -> für welche Du kämpfst!) das Wachstum unendlich perpetuieren, nein sie muss es auch begrenzen, steuern.


mvg Philzer

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Konzentration auf den Unweltschutz 11 Okt 2018 06:59 #43363

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Philzer schrieb:

Martin-O schrieb: Die Maßnahme: Alles Mögliche so zu besteuern, dass das, was das Klima aufheizt, viel teurer ist.

Alles was Welt verbraucht. Und zwar im allerweitesten Sinne. Eben alles.

"Verbraucht"! Ja, eben Politiker ;-)
Und wer glaubst Du, wer die Gesetze macht?

MfG
WL01
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Konzentration auf den Unweltschutz 11 Okt 2018 12:29 #43370

@ Philzer
Weil die breite Masse nur tierisch lebt, braucht es also nur staatliche Lenkungssteuern, um die 3D-Masse in die richtige Richtung zu steuern.
Das ist alles, mehr hast Du nicht drauf.
Klar, damit beendet man die Korruption in allen Ländern, die auf Kosten der Umwelt agiert, damit bringt man die Wende in der Familienplanung in Indien, gibt allen Frauen in Entwicklungsländern gute Schul- und Ausbildung (bekanntlich ein Schlüsselfaktor bei der Eindämmung der Bevölkerungsexplosion) und setzt alle Agrarreformen um und verhindert so illegale Brandrodungen. Alle Amis verzichten lieber auf die Klimaanlage als auf das Kino und alle Deutschen lieber aufs Auto, auch wenn sie dadurch ihren Job aufgeben müssen.
Im Ernst: Sicher würde so ein ökologisches Wirtschafts- und Steuersystem viel bringen – in der Theorie. So wie die Autoindustrie Abgaswerte brav umgesetzt hat und nicht getrickst, so wird natürlich so ein großer Umbau keine Anreize und Gelegenheiten geben, das zu umgehen. ;)
„Jaja, die Welt retten ist ganz einfach, die Welt muss sich nur an meine Philosophie anpassen. Und wenn nicht, hat sie auch nicht verdient, gerettet zu werden.“
Ganz einfach.
Da wir in Deutschland nicht in einer Diktatur leben, ist es sinnvoll, die Bevölkerung mitzunehmen. Der Hype um E-Bikes und das Planen von Fahrrad-„Autobahnen“ ist ein Beispiel, wie das eine vom Anderen abhängt. Der Ausbau und ökologische Umbau des ÖPNV sowie Mobilitätskonzepte brauchen mehr als Steuergesetze. Beim Wohnen wird es richtig schwierig. Geld als Anreiz nützt da nicht viel, wenn die Alternativen fehlen.
Und Ernährung? Schon jetzt könnte man ökologisch, gesund und bei Eigenanbau nicht zu teuer essen. Anreize wären da, aber hier spielen ganz andere Faktoren eine Rolle.
Neben Steuern braucht es auch klare Transparenz (Ampel-Kennzeichnungen), Schulgärten, Ausbau der Ernährungsberatung für Eltern in den Familienzentren, good-praktise-Ideenbörsen, …
Entsprechend hängt auch in den in Internationalen Beziehungen alles mit allem zusammen.
Um die Welt zu retten, muss man viele, viele dicke Bretter bohren. Ganz einfach.

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Konzentration auf den Unweltschutz 11 Okt 2018 13:05 #43372

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Hi wl01,

wl01 schrieb: [
Und wer glaubst Du, wer die Gesetze macht?


Und was glaubst Du, warum in meinem Modell die 2.Negation ein Crash ist? ;-)


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Konzentration auf den Unweltschutz 11 Okt 2018 13:10 #43373

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Hi,

Martin-O schrieb: @ Philzer
Weil die breite Masse nur tierisch lebt, braucht es also nur staatliche Lenkungssteuern, um die 3D-Masse in die richtige Richtung zu steuern.
Das ist alles, mehr hast Du nicht drauf.


Die Psychologie des bis zu seinem letzten Atemzug um unbegrenzten Opportunismus im Dienst seines 'Es' kämpfenden Individuums habe ich in meinem Modell mit drin:

From cannot know to not want to know.

Einfach mal verstehen.


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Konzentration auf den Unweltschutz 11 Okt 2018 14:38 #43376

@ Philzer
Ja, Dein Freud/Damasio-Modell habe ich ja vorausgesetzt. Indem Du einfach darauf hinweist und sonst nichts, verstehe ich das als Abbruch des Gesprächs, weil Du lieber Selbstgespräche führst.

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Konzentration auf den Unweltschutz 11 Okt 2018 15:34 #43381

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Hi,

Martin-O schrieb: verstehe ich das als Abbruch des Gesprächs, weil Du lieber Selbstgespräche führst.


Es hat nie ein Gespräch stattgefunden, sondern nur das Aufeinanderprallen inkompatibler Bewusstseinsstufen.

Ihr seid allerdings 7,5 Milliarden, bald das 2; 5 oder hundertfache - Du nennst das Hoffnung - vergessen?, je nachdem wie lange die instrumentelle Vernunft den Crash aufschieben kann, der dann um so heftiger einsetzt.


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Konzentration auf den Unweltschutz 11 Okt 2018 19:16 #43388

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Hi ClausS,

ClausS schrieb: In unserer heutigen globalisierten Welt (speziell für einen EU-Staat) ist der Entscheidungsspielraum eines einzelnen Politikers gerade in Wirtschaftsfragen ziemlich begrenzt.

Jeder Politiker, der in Wirtschafts- und Umweltfragen in Deutschland gravierendes ändern will, steht über kurz oder lang vor der Frage, auf wie viel Wohlstand das Land zu verzichten bereit ist. Die Antwort der Wähler wäre eindeutig: Kein deutlicher Verzicht.


Absolut Konsens.
Wie sagte doch der Altbundeskanzler Helmut Schmidt bei Maischberger: Demokratie ist Opportunismus.

.

ClausS schrieb: PS: So wie ich es sehe, weißt Harald Lesch auf eine Reihe schwerwiegender Probleme hin. Ambitionen, selbst als Politiker zu kandidieren, kann ich bislang aber nicht erkennen.


Und das ist gut so.
Denn das Politik in Formationen die nicht vierdimensionales Verhalten in einer vierdimensionalen Welt (Opportunismus) bevorzugen nicht ohne Lüge auskommen kann, das zeigt schon Hannah Arendt in ihrem Essay 'Wahrheit und Lüge in der Politik"


mvg Philzer

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Konzentration auf den Unweltschutz 12 Okt 2018 00:04 #43412

Das Gespräch mit Philzer ist beendet, aber einiges ist so aufschlussreich, dass ich Philzers Position mal fest halte:
Er befindet sich auf einer höheren Bewusstseinsstufe - fast alle anderen Menschen in einer tieferen. Die sind evolutionär so festgelegt, die können gar nicht anders. Verstehen dazwischen ist gar nicht möglich. Deswegen kann er jederzeit die Diskussion abbrechen. (Anmerkung: Dies geschieht immer dann, wenn ihm die Argumente ausgehen.) Er kann auch eine eigene Sprache führen, mit willkürlochen Definitionen, wobei er Begriffen, die andere verwenden, seine Definitionen unterstellt. Denn was die minderwertige Stufe der Menschheit zu sagen hat, ist sowieso belanglos. Er kann als Autofahrer die Welt zerstören wie er will, die anderen können verantwortlich mit den Ressourcen umgehen, wie sie wollen, das ändert nichts an der Tatsache, dass die Anderen per Definitionen die Welt zerstören, er nicht.
Die Frage, wie es sein kann, dass er evolutionär weiter ist als die Meisten, bleibt sein Geheimnis. Zu der Frage, wie er sich selbst einordnet, äußert er sich auch nicht einheitlich. Das calvinistische Kennzeichen, dass er zu den Erwählten gehört, ist, dass er in wenigen Sätzen die ganze Welt erklären kann.
Dieses System ist gegen jegliche Kritik immunisiert. Denn wer das kritisiert, gehört automatisch zur minderwertigen Stufe der Menschheit und hat sowieso nichts verstanden. Und bestätigt somit das System.
Er sucht nur das Gespräch mit den Erleuchteten.

Mit dieser zusammenfassenden Darstellung, die von seiner Sprache abweicht (welch Sakrileg!), stelle ich mich nicht gegen alles, was er inhaltlich sagt. Wie bei den Marxisten ist in seinen Analysen viel Richtiges und Wertvolles dabei.

Für diesen thread ist wichtig festzuhalten, dass in Philzers System ein Fatalismus vorherrscht, weil die Psyche des Menschen evolutionär festliegt und den Öko-crash nicht verhindern kann, ganz im Gegenteil, verbunden mit einer am Marxismus angelehnten Eschatologie.
Außer dem Gedanken-Experiment, wie man die Welt retten könnte, wenn der Mensch schon jetzt 4D wäre, kann man gegen die Öko-Krise nichts tun. Hier lauert die Gefahr des Quietismus, der aus diesem Fatalismus folgen kann; das hat dabei etwas von einer selbsterfüllenden Prophezeiung.


. . . . . . . . . . . . .

Niemand kann ernsthaft leugnen, dass es in Bezug auf die Öko-Katastrophe kurz nach 12 ist. Die Frage, ob eine Schädigung des Ökosystems noch eingrenzbar ist, hat das IPCC bejaht, das Agieren der Politiker danach allein lässt daran aber schnell Zweifel aufkommen.
Nur: Wer aufgibt, hat schon verloren.
Aber soll man sich wider besseres Wissen Mut zusprechen? Man kann sich etwas vormachen, aber letztlich der Sinnlosigkeit des Tuns nicht entgehen.
Menschliches Handeln bekommt dann Tiefe, wenn es Spannungen aushält, d. h. in einem trotzdem verharrt. So war es bei Vielen, die als Fahnenflüchtige hingerichtet wurden.
Wer heute von der Weltzerstörung fahnenflüchtig wird, hat vielleicht nicht viel mehr Aussicht auf Erfolg als die damals.
Doch ist es möglich, eine trotzdem-Hoffnung zu haben, dass aller Einsatz für diese Welt einen Sinn hat.
Sehr schön hat das Tolkien mit den Figuren Denethor und Saruman gezeigt, die alle Hoffnung haben fahren lassen. Das positive Gegenstück ist (u. a.) Theoden, der aber nicht überlebt.
Das vernünftige Resignieren Sarumans bezeichnet Gandalf zu Recht als Wahnsinn.
Sich selbst opfern ist dagegen vernünftig. Dies haben wir wieder neu einzuüben.

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Letzte Änderung: von Martin-O. Begründung: Doppelung (Notfallmeldung) an den Administrator
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Konzentration auf den Unweltschutz 12 Okt 2018 10:45 #43423

badhofer schrieb: .

udogigahertz schrieb: Ein theoretischer Physiker als Staatenlenker und verantwortlicher Politiker? Na, das wird nichts.

Als Hampelmann, der nichts zu verantworten hat und nur das ausführt, was man im Hintergrund an seinen Fäden zieht, dafür würde sich unser guter Harry nicht eignen. Das würde nichts werden. Als echter Politiker, der selbst Entscheidungen trifft und diese dann auch verantwortet, wäre er bestens geeignet.
.


Nein, eben darum gerade nicht, denn mit Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit kann man in der Politik nicht bestehen, damit würde er höchstens ein paar Monate im Amt bleiben, dann wird er entweder von selbst entnervt das Handtuch werfen, weil er auf die harte Tour lernen musste, dass man nicht einfach so alleine einsame Entscheidungen treffen kann, seien sie auch noch so gut und clever ausgedacht ohne vorher sich rückversichert zu haben bei den diversen Lobbyverbänden und der Mehrheit seiner Parteikollegen, die natürlich versuchen werden, ihn in ihrem Sinne zu beeinflussen und wenn sie merken, dass das nicht geht, weil, der Herr Prof. Dr. Lesch ist ja kein gelernter Politiker und kennt sich mit den Fallstricken und Feinheiten dort nicht aus, werden sie ihn eiskalt vor die Wand laufen lassen, ihm die notwendige Zustimmung im Parlament versagen oder man wird in seiner Vergangenheit wühlen und dort irgendeine Spesenrechnung vorfinden, die nicht sauber begründet war, und wenn es sich nur um ein paar Euro handelt, man wird ihm Betrug vorwerfen oder was weiß ich, so dass seine Person an sich diskreditiert wird.

Dann wird er sich den Hauptteil seiner Arbeit mit dem Widerlegen von unberechtigten Anschuldigungen widmen müssen, denn so ganz oben an der Spitze hat man so manche Feinde, ganz automatisch. Und wenn man sich nicht der vollen Unterstützung seines politischen Machtapparates, also der jeweiligen Partei, sicher ist, sondern als Einzelkämpfer und Quereinsteiger da an der Spitze rumtanzt, dazu noch erfolgreich, weil die Ideen eben gut sind, die er hat, aber die Ausführung dieser Ideen ganze Berufsstände zum Wanken bringen wird, die dazu noch gut im Parlament vertreten sind, KANN er politisch nicht überleben.

Er müsste also zunächst mal eine eigene politische Partei gründen, um überhaupt in die Politik einsteigen zu können. Aber wie will er denn mit welchen einfachen, auch von Dummköpfen leicht zu verstehenden Parolen hier noch gegen unsere etablierten Parteien ankommen?

Dazu müsste er erst mal ein stimmiges politisches Konzept haben, das alle Bereiche umfassen sollte, dazu jedoch bedarf auch er der externen Hilfe von Fachleuten, denn auch der Herr Lesch ist zwar schlau und weiß viel, aber eben nicht alles.

Ich glaube nicht, dass der gute Herr Lesch sich das antun will, in die Niederungen der Tagespolitik einzusteigen, da müsste er nämlich mit Despoten wie dem Herrn Erdogan friedlich konferieren und ihm die Hand schütteln und so tun, als seien sie beste Freunde ........................


Grüße
Udo

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Konzentration auf den Unweltschutz 12 Okt 2018 10:51 #43424

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Dialektik

Hi,

Martin-O schrieb: Er befindet sich auf einer höheren Bewusstseinsstufe - fast alle anderen Menschen in einer tieferen.


Es handelt sich um nichts anderes als die Differenz zwischen dem im Seinskampf befindlichen, nur das eigene Nutzenkalkül bedenken können oder wollende Individuum, und dem darüber hinaus denkenden Philosophen.
Nun könntest Du denken, ok, da wäre ich ja dabei, aber Du hast eben keine Erkenntnismodelle anzubieten. :(
( weil Du glaubst, statt zu analysieren )

.

Martin-O schrieb: Die sind evolutionär so festgelegt, die können gar nicht anders. Verstehen dazwischen ist gar nicht möglich.


Konsens. Psychologie.

.

Martin-O schrieb: Deswegen kann er jederzeit die Diskussion abbrechen. (Anmerkung: Dies geschieht immer dann, wenn ihm die Argumente ausgehen.)


Ihr habt gar keine Argumente gegen meine Modelle, nur emotionalen Meinungsnihilismus zur Fortführung des Opportunismus.

.

Martin-O schrieb: Er kann auch eine eigene Sprache führen, mit willkürlochen Definitionen, wobei er Begriffen, die andere verwenden, seine Definitionen unterstellt.


Ja, das ist ein Problem. Ich habe jede Menge eigene Definitionen, und das ist nur logisch, denn das Ende des Wissens ist auch immer das Ende der Sprache.
Will man also über das bisher gewusste, dargestellte hinaus, braucht es neue Sprache.
Das ist überall so, auch in der Physik.
Ich habe aber meine Definitionen immer versucht zu erklären.
Klar sind sie schwierig, und komplettes Neuland, so wie Du eben über meine Definition von Religiosität stolperst, weil ich eben die psychologischen, also materiellen Hintergründe die dort wirken beleuchte.

(vereinfacht: das was Freud in seinem Instanzenmodell darstellt, ist exakt das was Religiosität ausmacht)

.

Martin-O schrieb: Denn was die minderwertige Stufe der Menschheit zu sagen hat, ist sowieso belanglos.


Selbstverständlich, sie kann nichts als gieren, Opportunismus leben.
( deshalb hatte ich ja gehofft hier ein paar Denker zu finden, nicht nur instrumentelle Vernunft )
Und selbst wenn sie dabei absterben, wie gerade hier, verstehen sie die Fehler noch nicht. Das ist köstlich. :)

Dabei wurde der Reichtum des Staates, wie er hier gerade von Lindner gepriesen wird, ganz exakt durch das Absterben des Volkes erkauft.
(das kann man noch im einzelnen erklären, aber das ist hier nicht der Raum dazu, und man erntet auch nichts als ihre Wut ...)

"Was für eine wirtschaftliche Lage in der wir sind, Rekordzahlen bei der Beschäftigung, prosperierende dynamisch wachsende Staatseinnahmen, volle Sozialkassen, niedrige Zinsen.
Was für eine außergewöhnliche ökonomische Situation, die sich mutmaßlich in dieser Form, allein auf Grund des demografischen Wandels, kein zweites Mal wiederholen wird."


Nur dass zwischen den beiden Tatsachen, dem exorbitanten Reichtum des Staates auf der einen Seite, und dem Absterben des Volkes - also der Kulturträger - auf der anderen, ein kausaler Zusammenhang besteht, darauf kommt der Nichtdialektiker natürlich nicht. :)

So etwas lieben die Noch-Nicht-Menschen, und deshalb wird man gewählt.

.

Martin-O schrieb: Er kann als Autofahrer die Welt zerstören wie er will, die anderen können verantwortlich mit den Ressourcen umgehen, wie sie wollen, das ändert nichts an der Tatsache, dass die Anderen per Definitionen die Welt zerstören, er nicht.


Wenn alle so fahren würden wie ich, könnte man schon, ohne irgend etwas anderes noch zu ändern, garantiert sofort 30% oder mehr Sprit sparen.
Nur, da das im Verhältnis zu Einkommen, Miete etc. eben so gut wie nichts kostet, interessiert das fast niemanden.
In der Hitzeperiode gerade bin ich mit meiner, längst auch über eine Tonne wiegenden Kiste, Arbeitsweg als Referenz, unter 4 Liter gekommen.
Sicher reicht das nicht um die Welt zu retten, aber das sind kleine Schritte, die Du ja so hoffnend hochhälst, Deine geliebten Meinungsnihilisten tun diese jedoch zu 99% nicht.

Auch bin ich jahrelang 45 km (Gesamtstrecke) mit dem Rennrad auf Arbeit gefahren, außer zum Nachtdienst.
Alles im Nahfeld (10 km) erledige ich spielend mit dem Rad.
(seit 2 Jahren ein E-Rad, preiswert gekauft und einiges dran gebastelt - für Strecken über 5 km einfache Entfernung)

.

Martin-O schrieb: Die Frage, wie es sein kann, dass er evolutionär weiter ist als die Meisten, bleibt sein Geheimnis.


Ja, die Reflexion des kritischen Philosophen - der nicht Apologet des Systems ist, bleibt für den Normalo ein Geheimnis.
Sie ist von seinem Bewusstsein nicht erfassbar.
Weil es ihn nicht interessiert.
Er 'tötet' einfach den Überbringer schlechter Botschaften.
Das ist effizient, und hat bisher immer zum Weiterleben des Opportunismus genügt.

Bestenfalls ist er für sie noch ein 'Bekloppter', der seine Kraft verschwendet, während sie schon wieder erfolgreich gieren.

.

Martin-O schrieb: Zu der Frage, wie er sich selbst einordnet, äußert er sich auch nicht einheitlich.


Dialektischer Physikalismus.

.

Martin-O schrieb: Dieses System ist gegen jegliche Kritik immunisiert. Denn wer das kritisiert, gehört automatisch zur minderwertigen Stufe der Menschheit und hat sowieso nichts verstanden. Und bestätigt somit das System.


Falsch. Meine Modelle sind Hypothesen.
Nicht mehr und nicht weniger.
Ihr könnt sie aber nicht außeremotional widerlegen, das macht Euch alle. :)

Und wie schaut es mit Deinem Glauben aus, ist der falsifizierbar?
Bist Du nicht der gegen jede Glaubenskritik immune, weil Du die historischen Stufen religiöser Bewusstseinsevolution nicht wissenschaftlich psychologisch verstehen kannst oder willst?

.

Martin-O schrieb: Er sucht nur das Gespräch mit den Erleuchteten.


Mit Denkern der Vernunft, nicht der instrumentellen Vernunft.
Denn erleuchtet bist ja Du. :P


.

Martin-O schrieb: Für diesen thread ist wichtig festzuhalten, dass in Philzers System ein Fatalismus vorherrscht, weil die Psyche des Menschen evolutionär festliegt und den Öko-crash nicht verhindern kann, ganz im Gegenteil, verbunden mit einer am Marxismus angelehnten Eschatologie.
Außer dem Gedanken-Experiment, wie man die Welt retten könnte, wenn der Mensch schon jetzt 4D wäre, kann man gegen die Öko-Krise nichts tun. Hier lauert die Gefahr des Quietismus, der aus diesem Fatalismus folgen kann; das hat dabei etwas von einer selbsterfüllenden Prophezeiung.


Der Grund für diesen Fatalismus liegt in Eurer Sturheit nur ja nichts am gelebten Opportunismus zu rütteln.

Siehe meine Beiträge zum kleineren Auto.

Gibt es da Zustimmungen, Likes gar?
Nee, pure Wut, und sei es getarnt als Enthaltung. (Ausnahmen bestätigen die Regel - wl01 )

Akzeptiert, geduldet, bis gelobt wird nur der allgemeine Appell, der niemandem in seinem gelebten Opportunismus weh tut.

Du widersprichst Dir ständig selbst. (Meinungsnihilismus)

.

Martin-O schrieb: Doch ist es möglich, eine trotzdem-Hoffnung zu haben, dass aller Einsatz für diese Welt einen Sinn hat.


Wenn ich diese Hoffnung nicht hätte, würde ich diese Modelle nicht machen.
Von Dir kommen solche Vorschläge, wie jeglichen Weltkonsum logarithmisch zu besteuern, natürlich nicht, denn Du bist ja bspw. für Bevölkerungsexplosion, weil sie Hoffnung sei ... etc etc

Freud:

"Die Stimme des Intellekts ist leise, aber sie ruht nicht, ehe sie sich Gehör verschafft hat.
Am Ende, nach unzähligen oft wiederholten Abweisungen, findet sie es doch.
Dies ist einer der wenigen Punkte, in denen man für die Zukunft der Menschheit optimistisch sein darf.“



mvg Philzer

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Konzentration auf den Unweltschutz 12 Okt 2018 11:50 #43427

ClausS schrieb: In unserer heutigen globalisierten Welt (speziell für einen EU-Staat) ist der Entscheidungsspielraum eines einzelnen Politikers gerade in Wirtschaftsfragen ziemlich begrenzt.

Jeder Politiker, der in Wirtschafts- und Umweltfragen in Deutschland gravierendes ändern will, steht über kurz oder lang vor der Frage, auf wie viel Wohlstand das Land zu verzichten bereit ist. Die Antwort der Wähler wäre eindeutig: Kein deutlicher Verzicht.


Das ist so ganz und gar nicht richtig, du bist anscheinend nicht gut informiert, denn Deutschland geht z. B. einen ganz anderen energiepolitischen Weg als alle anderen Länder dieser Welt, fahr doch mal ins Ausland, schau dich dort um, geh mal in Wohnhäuser hinein, wie die isoliert sind, welche Heizsysteme die haben usw. und wie deren Müllsysteme organisiert sind.

Wenn du dann zurück kommst, wirst du zuerst bemerken, dass nur in Deutschland allüberall flächenverteilt Windräder stehen und fast jedes zweite Hausdach Fotovoltaik oder/und Elemente zur Brauchwasseraufheizung auf dem Dach hat, fast jede neue Scheune ist flächendeckend mit Solarkollektoren vollgestellt.
Auch unser Mülltrennungssystem und die Weiterverarbeitung dieses Mülls ist vorbildlich, kein anderes Industrieland hat diesen Standard, da sind wir Weltspitze, obwohl gerade unser System auch noch viele Lücken und Unzulänglichkeiten hat, das ist noch bei weitem nicht ausgereift.

Man muss also nicht auf Wohlstand verzichten, wenn man ökologischer sein will, das ist Unsinn, den gezielt die entsprechenden Parteien verbreiten, die damit ihre Klientel schützen wollen, z. B. könnte man unnötige Umverpackungen einfach verbieten, dagegen hat die Verpackungsindustrie aber etwas, droht mit Entlassungen, also macht mans nicht, ebenso verstehe ich nicht, wieso es überhaupt noch Einwegflaschen gibt, einfach verbieten und fertig, dann wehrt sich aber wiederum die Verpackungsindustrie, die diese Einwegplastikflaschen aus Erdöl herstellt und droht mit Arbeitsplatzverlusten ...........

Da habe ich wenig Hoffnung auf Besserung, denn auch die Partei Die Grünen/Bündnis 90 kann sich hier nicht durchsetzen, so lange deren Vorzeigepolitiker, der Baden-Württembergische Ministerpräsident selbstverständlich sich von einer Mercedes-S-Klasse chauffieren lässt und keineswegs in einem 3 Liter Auto oder einem E-Auto, weil, man ist ja was besseres und hat seine Wurzeln vergessen, wird sich das nicht ändern.


Man sieht jedoch, DASS sich ein Land auch unabhängig von allen anderen ganz anders entwickeln kann, trotz Multikulti und Globalisierung, da gibt es immer noch Spielräume, außerdem werden in den neuen "Umweltindustrien" zahlreiche Arbeitsplätze neu geschaffen, weit mehr, als durch Umstrukturierung in den veralteten Industrien wegfallen.

Grüße
Udo

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Konzentration auf den Unweltschutz 12 Okt 2018 12:26 #43428

Philzer schrieb: Dialektik


Es handelt sich um nichts anderes als die Differenz zwischen dem im Seinskampf befindlichen, nur das eigene Nutzenkalkül bedenken können oder wollende Individuum, und dem darüber hinaus denkenden Philosophen.

mvg Philzer


Philosophischer Nonsens-Quatsch, sagt mit vielen schönen Worten gar nichts aus.

Ihr habt gar keine Argumente gegen meine Modelle, nur emotionalen Meinungsnihilismus zur Fortführung des Opportunismus.


Argumente gegen deine Argumente sind deine Argumente selbst.

Ja, das ist ein Problem. Ich habe jede Menge eigene Definitionen, und das ist nur logisch, denn das Ende des Wissens ist auch immer das Ende der Sprache.


Blödsinn, man kann auch über Dinge reden, die man noch nicht kennt, wo das Wissen also aufhört. Das macht man ja unentwegt z. B. in der Wissenschaft, man spekuliert und fantasiert über Möglichkeiten, ohne Wissen. Das Wissen erlangt man dann später durch experimentelle Bestätigung von Theorien.

Will man also über das bisher gewusste, dargestellte hinaus, braucht es neue Sprache.
Das ist überall so, auch in der Physik.
Ich habe aber meine Definitionen immer versucht zu erklären.

Nein, eine neue Sprache brauchen neue Entdeckungen nicht, nur manchmal für bestimmte neu entdeckte Sachverhalte oder Teilchen neue Begriffe aber die Sprache muss, um für alle verständlich zu bleiben, immer die selbe sein. Das ist auch gerade in der Physik so, sonst kommt es zu Missverständnissen.

Wenn du selbst dir Definitionen ausgedacht hast, wie soll jemand anders sie kennen? Verwende die gebräuchlichen Begriffe in dem Sinne, wie sie auch in jedem Lehrbuch angewandt werden, wenn du davon abweichst, verstehen andere nur Bahnhof. Das ist dann aber nicht die Dummheit der anderen, sondern deine eigene Ignoranz.

Selbstverständlich, sie kann nichts als gieren, Opportunismus leben.
( deshalb hatte ich ja gehofft hier ein paar Denker zu finden, nicht nur instrumentelle Vernunft )


Also vernunftbegabte Menschen sind von deiner Warte aus gesehen keine Denker? Alle, die anders denken als du sind von deiner Warte aus gesehen minderwertig und zurückgeblieben?

Komisch, irgendwie erkenne ich hier sehr unangenehme Parallelen zu Martin-O, der denkt genau so über sämtliche Menschen, die nicht seinen Glauben teilen, wobei auch der -genau wie du- gar nicht eine bestimmte offizielle Richtung seines Glaubens bzw. seines Wissensgebietes vertritt, sondern sich -genau wie du- seinen eigenen Privatglauben zusammengestrickt hat, bis es für ihn passt. Du machst das mit der Philosophie, nimmst von hier Zitate aus dem Zusammenhang raus, klaubst dort ein paar Merksätze aus dem Zusammenhang, rührst kräftig um und schon hast du das, was dich glücklich macht, genau wie bei Martin-O.

Nur dass zwischen den beiden Tatsachen, dem exorbitanten Reichtum des Staates auf der einen Seite, und dem Absterben des Volkes - also der Kulturträger - auf der anderen, ein kausaler Zusammenhang besteht, darauf kommt der Nichtdialektiker natürlich nicht.


Das Volk stirbt ab? Das Volk ist der Kulturträger? Was für ein Unsinn hoch drei.

Wenn alle so fahren würden wie ich, könnte man schon, ohne irgend etwas anderes noch zu ändern, garantiert sofort 30% oder mehr Sprit sparen.


Ah ja, war ja klar: Nur du verhältst dich vorbildlich, alle anderen nicht. Man sollte sich ein Beispiel an dir nehmen, du machst alles richtig.
Wieso erinnert mich das an einen Leitsatz aus einer zu Recht untergegangenen, schrecklichen Epoche?

Alles im Nahfeld (10 km) erledige ich spielend mit dem Rad.
(seit 2 Jahren ein E-Rad, preiswert gekauft und einiges dran gebastelt - für Strecken über 5 km einfache Entfernung)


Aha, ein E-Rad, also ein Mogelfahrrad, das Strom benötigt, hergestellt aus fossiler Energie, Atomkraft und einen variablen Anteil erneuerbarer Energiequellen. Sehr vorbildlich, vor allem, wenn man bedenkt, dass die Batterien in China hergestellt wurden unter katastrophalen Bedingungen, dafür Flüsse vergiftet werden und ganze Landstriche unfruchtbar gemacht wurden, sowie die meisten Arbeiterinnen sich mit schweren Krankheiten abfinden müssen.

Warum machst du sowas? Warum nicht ganz mit Muskelkraft fahren?

Ein Vorbild bist du nicht, du hast ein Auto und fährst auch damit, schäm dich! Und ein E-Rad, schäm dich noch mehr!

Aber anderen vorschreiben zu wollen, was sie dürfen und nicht dürfen, ja klar. Schon mal überlegt, dass man 5 Personen plus Gepäck in einer geeigneten Limousine unter Umständen billiger und umweltschonender transportieren kann, auch wenn dieses Fahrzeug 10 Liter konsumiert, als eine Person in einem Kleinwagen mit 4 Liter Verbrauch? Von zusätzlich in Anspruch genommenen Verkehrsraums mal ganz abgesehen, den du mit deiner Alleinfahrt verursachst.


Grüße
Udo

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Konzentration auf den Unweltschutz 12 Okt 2018 13:22 #43429

iChinaski schrieb: Was soll ich sagen Udo.


Sag mal was zur Isolierung und Beheizung deines Hauses, darauf bist du die Antwort noch schuldig geblieben, ist dir wohl zu peinlich, was?

Grüße
Udo

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Konzentration auf den Unweltschutz 12 Okt 2018 14:22 #43433

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Hi udo,

Eigentlich ist ja Dein ad-personam keine Entgegnung wert, Du würdest also nur dem erlauben sich aufzuregen, oder die Probleme der Menschheit darzustellen, der selbst aufgehört hat zu atmen. Reiner emotionaler Müll.

Aber rein zufällig habe ich gerade in einem anderen Forum gelesen, was doch als Antwort ganz gut passt:

Menschen können zwar vernünftig sein, wie auch Hunde auf zwei Beinen laufen können - aber in den meisten Fällen ist das nicht artgerecht und eine eher fruchtlose Quälerei. :-)


mvg Philzer

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Konzentration auf den Unweltschutz 12 Okt 2018 18:12 #43449

udogigahertz schrieb: Nein, eben darum gerade nicht, denn mit Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit kann man in der Politik nicht bestehen,

Er müsste also zunächst mal eine eigene politische Partei gründen, um überhaupt in die Politik einsteigen zu können. Aber wie will er denn mit welchen einfachen, auch von Dummköpfen leicht zu verstehenden Parolen hier noch gegen unsere etablierten Parteien ankommen?


Ehrlichkeit ist der Schlüssel zu wirklich guter Demokratie , und Anführer könnten das auch .


Bei Gründung einer eigenen Partei sollte man es am Anfang bei 5-10 Mitgliedern belassen und einen Unterstützervereinigung gründen für alle anderen .

Ein Gesetz ist erst dann legitim, wenn selbst der letzte Schweinehirte in Galizien es verstehen kann. (Kaiserin Maria Theresia)

Basisdemokratie in der Kirche

Macht den Gläubigen nicht dem Papst .

Menschenrecht für Schüler

Privatisierung der Steuerfahndung .

Finanzielle Anerkennung für Organspender

Gewaltenteilung – keine Politikeinmischung in Polizei und Justiz .

Selbstverwaltung von Polizei und Justiz

Grundrecht auf Produktive teilhabe

Im Zweifel für den Juristisch schwächeren

Sich Armarbeiten Stoppen

Gratisphone für jeden

Internet - Freier Zugang ist Grundrecht

Mitbestimmung statt Diktat der Mehrheit

Wirtschaft - Politiker Raus , Staat rein

Staatskapital – Medizin für die Wirtschaft

Der Staat sind Wir Arbeiter

Freie Medizin durch Staatliche Forschung

Die Bürger haben die macht , nicht das Geld

Kein Fortschritt durch Investorenschutz


Ein Staat ein Staatsvolk

Heimat ist wo man sich begraben lässt

Wir leben zwar alle unter dem gleichen Himmel, aber es haben nicht alle den gleichen Horizont.
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Konzentration auf den Unweltschutz 12 Okt 2018 20:38 #43456

Philzers weitgehende Zustimmung zu meiner Darstellung seines Systems reicht mir aus, dies allein sind schon genug Gründe, es abzulehnen, da hat Udo recht.
Dass er wider besseren Wissens Lügen über mich postet ist schade, aber typisch für seinen instrumentellen Gebrauch seiner Vernunft.
Dazu kommen noch verquere Ansichten über meinen Glauben (bei Udogigahertz ebenso), die ich nur zurückweisen kann (Andersdenkende stehen für mich nicht auf einer niedrigeren Stufe; ich bin nicht gegen Glaubenskritik immun, ich betreibe sie selber), aber hier nicht diskutieren.

Nochmal zur Umweltsteuer: Schon jetzt zahlt man mehr (Sprit)Steuern, wenn man mehr verbraucht. Das ist natürlich viel zu wenig, aber es zeigt, dass dies als einzige Maßnahme nicht viel bringt. (Darauf hat Frau Hendricks auch gestern verwiesen.) Ich vertrete das schon seit Jahrzehnten, aber nur als eins von Vielen.

@ Heinzendres:
Weitgehend kann ich zustimmen, aber manches ist doch fragwürdig: Kostenlose Mobilgeräte für alle? Ich habe keins und will auch keins, u. a. auch aus Umweltgründen. Neben dem Mobilitätswahn ist der Mobile-Wahn eine Krankheit, die es zu bekämpfen gilt.
Ich bin überhaupt dagegen, Menschenrechte zu propagieren, das ist ein Grundfehler der Moderne. Es gibt keine Menschenrechte, ganz einfach. Was damit gemeint ist, sind Staatspflichten. Auf den ersten Blick ist das kein Unterschied, ob man von der Pflicht des Staates redet, für den Schutz des Lebens, der Wohnung, der Kommunikation zu sorgen und all die anderen Dinge oder von Rechten darauf. Aber der Perspektivwechsel ermöglicht es, genauso von Pflichten gegenüber Tieren, Pflanzen und Ressourcen zu reden und den Anthropozentrismus zu überwinden. (Die Idee dazu habe ich übrigens von Johann Georg Hamann, der schon vor ca. 250 Jahren die vernünftigere Aufklärung propagierte.)
Das Denken in Menschenrechten blockiert doch, dass es unsere verdammte Pflicht ist, für die ganze Welt zu sorgen, nicht nur für unsereins. Die Selbstanbetung der menschlichen Vernunft durch die Aufklärung ist ein Grundpfeiler der Weltzerstörung heute.

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2
Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
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Konzentration auf den Unweltschutz 12 Okt 2018 20:51 #43457

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Martin-O schrieb: Es gibt keine Menschenrechte, ganz einfach. Was damit gemeint ist, sind Staatspflichten.

Das klingt einleuchtend. Wobei es weder das Eine noch das Andere nicht ohne unser Zutun gibt. Aber vom Staat Pflichten einzufordern reicht weiter, als nur die eigenen Rechte anzumahnen. Hättest du nur den dummen letzten Satz weggelassen, hätte ich dir diesmal uneingeschränkt zustimmen können.

Der physikalische Determinismus war ein Tagtraum der Allwissenheit, der mit jedem Fortschritt der Physik wirklicher zu werden schien, bis er zu einem scheinbar unausweichlichen Alptraum wurde. - Karl Popper

Der physikalische Determinismus ist eine Theorie, über die man, wenn sie wahr ist, nicht argumentieren kann, denn sie führt alle unsere Reaktionen auf rein physikalische Bedingungen zurück. - Karl Popper
Der physikalische Determinismus war ein Tagtraum der Allwissenheit, der mit jedem Fortschritt der Physik wirklicher zu werden schien, bis er zu einem scheinbar unausweichlichen Alptraum wurde. - Karl Popper

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Konzentration auf den Unweltschutz 12 Okt 2018 21:57 #43461

heinzendres schrieb: Ehrlichkeit ist der Schlüssel zu wirklich guter Demokratie , und Anführer könnten das auch .


Bei Gründung einer eigenen Partei sollte man es am Anfang bei 5-10 Mitgliedern belassen und einen Unterstützervereinigung gründen für alle anderen .

Ein Gesetz ist erst dann legitim, wenn selbst der letzte Schweinehirte in Galizien es verstehen kann. (Kaiserin Maria Theresia)

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Im Zweifel für den Juristisch schwächeren

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Internet - Freier Zugang ist Grundrecht

Mitbestimmung statt Diktat der Mehrheit

Wirtschaft - Politiker Raus , Staat rein

Staatskapital – Medizin für die Wirtschaft

Der Staat sind Wir Arbeiter

Freie Medizin durch Staatliche Forschung

Die Bürger haben die macht , nicht das Geld

Kein Fortschritt durch Investorenschutz


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Heimat ist wo man sich begraben lässt



LOL - damit könntest du als Comedian im Fernsehen auftreten unter dem Titel: "Was der Prolet sich wünscht, wenns nach ihm ginge" oder so.

(Diese Ansammlung von teilweise sehr naiven Sinnsprüchen und politischen Forderungen meinst du doch nicht wirklich ernst?)


Grüße
Udo

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Konzentration auf den Unweltschutz 13 Okt 2018 00:09 #43474

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Religion und Lebensraumübernutzung

Hi,

Martin-O schrieb: Philzers weitgehende Zustimmung zu meiner Darstellung seines Systems reicht mir aus, dies allein sind schon genug Gründe, es abzulehnen, da hat Udo recht.


Religiös bleibt religiös. Nur die Gottabstraktionen, bzw. ihr verlassen (beim verlassen des kollektiven Mythos hin zum individualisierten Mythos -> Meinung), ändern sich im common sense des Opportunismus.
Wenn es um den Kampf für gelebten Opportunismus geht sind sie alle ein Herz und eine Seele. :)
Logisch.

.

Martin-O schrieb: ... aber typisch für seinen instrumentellen Gebrauch seiner Vernunft.


Das ist lustig.
Der von mir benutzte Begriff, instrumentelle Vernunft (von Horkheimer), sagt aus, dass die Vernunft vom Kernbewusstsein (Fühlen, Fühlwollen, eben alle gegen unendlich gehenden Strebungen des 'Es' die ich im kognitiven Defizit erklärt habe ) versklavt ist:

Instrumentelle Vernunft ist diejenige Teilmenge der Vernunfterkenntnis, die sich widerspruchsfrei unter die unendlichen Strebungen des 'Es' subsumieren lässt. - Philzer

Du kannst es gar nicht definieren, vermutlich noch nicht einmal verstehen, was also soll Deine primitive Retourkutsche bedeuten?

.

Martin-O schrieb: Dass er wider besseren Wissens Lügen über mich postet ist schade, ... Dazu kommen noch verquere Ansichten über meinen Glauben ... , die ich nur zurückweisen kann (Andersdenkende stehen für mich nicht auf einer niedrigeren Stufe; ich bin nicht gegen Glaubenskritik immun, ich betreibe sie selber), aber hier nicht diskutieren.


Ok, das ist m.E.n. nur eine pragmatische unumgängliche Anpassung an die Form der Religiosität im Kapitalismus - den Meinungsnihilismus, nach Machtabgabe an denselben.

Auch wenn das Samariterbeispiel sehr gut zeigt, dass das Christentum vermutlich die höchste und letzte Religion (kollektiver Mythos) war und bleibt (wäre letzteres nicht so, könntest Du ja erfolgreich neue religiöse Modelle bauen), hat sie in der Zeit ihrer Macht das ganze Gegenteil gelebt.

Jede Religion ist eine Alleinstellungsideologie par excellence.

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Konzentration auf den Unweltschutz 13 Okt 2018 13:03 #43498

Martin-O schrieb: Weitgehend kann ich zustimmen, aber manches ist doch fragwürdig: Kostenlose Mobilgeräte für alle?

Jeder dieser punkte steht für eine seitenlange Überlegung .

Demokratie beruht auf gemeinsamer Entscheidung und Konsens , dazu müssen alle Zugang zu Informationen und Mitbestimmungswerkzeugen haben . Zum anderen muss sichere Hard und Software durch den Staat zur Verfügung gestellt werden da private unternehmen das ziel von Profit haben .
Auch braucht es eine Aufteilung in einen sicheren und anonymen Bereich .

Martin-O schrieb: Nochmal zur Umweltsteuer: Schon jetzt zahlt man mehr (Sprit)Steuern, wenn man mehr verbraucht. Das ist natürlich viel zu wenig, aber es zeigt, dass dies als einzige Maßnahme nicht viel bringt. (Darauf hat Frau Hendricks auch gestern verwiesen.) Ich vertrete das schon seit Jahrzehnten, aber nur als eins von Vielen.


www.scinexx.de/wissen-aktuell-22568-2018-03-27.html

Großbritannien macht vor, wie rapide Fortschritte in Klimaschutz und Kohlenausstieg zu schaffen sind. Allein durch die vermehrte Auslastung seiner Erdgas-Kraftwerke hat das Land seine CO2-Emissionen im Jahr 2016 um sechs Prozent gesenkt. Erreicht wurde dies vor allem durch eine CO2-Bepreisung, die den Umstieg von Kohle zu Gas für Energieversorger und Stromkunden lohnend machte. Auch in Deutschland wäre dies problemlos machbar, so die Forscher im Fachmagazin "Nature Energy".


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Konzentration auf den Unweltschutz 13 Okt 2018 21:13 #43529

@ Philzer
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@ heinzendres
Verstaatlichung der Informationstechnik? Ich bin durch Zeitung und wdr5 gut informiert, dazu brauche ich kein staatliches Mobilgerät.

Zur Energiesteuer: Da besteht Konsens, dass die wichtig ist. Seit Jahren rede ich mir da den Mund fusselig. Aber auch in dem verlinkten Artikel werden noch andere Faktoren genannt, die eine Rolle spielen. Und bei anderen Feldern (zB Ernährung) sind diese anderen Faktoren gewichtiger. Und noch viel wichtiger: damit kann man nicht die Emissionen auf 0 bringen. Es braucht eine umfangreiche Energiewende.
Beispiel: Der strukturelle Zwang zur Mobilität, zB, um den Arbeitsplatz zu erreichen, muss beseitigt werden. Das ist ein Umbau der Arbeitswelt.

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2
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Konzentration auf den Unweltschutz 13 Okt 2018 22:17 #43532

Martin-O schrieb: @ heinzendres
Verstaatlichung der Informationstechnik? Ich bin durch Zeitung und wdr5 gut informiert, dazu brauche ich kein staatliches Mobilgerät.

Keine Verstaatlichung jeder kann sich kaufen was er will sondern Bereitstellung eines Demokratie Werkzeuges ohne Informationsdiebe wie google .

Zum anderen braucht es mehr unabhängige freie Journalisten , einen Pool von mindestens 50 vom Staat bezahlter und ausgerüsteter Journalisten

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Konzentration auf den Unweltschutz 14 Okt 2018 12:35 #43543

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Hi heinzendres

heinzendres schrieb: Demokratie beruht auf gemeinsamer Entscheidung und Konsens ,


Das tut sie ja.
Und da der Mensch eben ein religiöses=opportunistisches Wesen ist, Helmut Schmidt bei Maischberger:

Demokratie ist Opportunismus.

wird eben die Welt zerstört.

Siehe dialektische Einheit von Volk und Herrscher

und die daraus resultierende Lebensweise:

Krieg - Frieden - Krieg

Kann man alles verstehen, will Mensch aber nicht.
Es gibt keinen Lerneffekt in der Spezies, sagt meine Frau gerade. :-)
(meine Frau erhebt Einspruch: sie sagt: Mensch kann das nicht verstehen ...)


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Konzentration auf den Unweltschutz 15 Okt 2018 11:58 #43576

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Hi,

heinzendres schrieb:
Zum anderen braucht es mehr unabhängige freie Journalisten


Den Stand der Freiheit (Achtung - definieren!) kannst Du hier nachschauen:

Der bunte Kiosk der Presselandschaft



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