Willkommen, Gast
Benutzername: Passwort: Angemeldet bleiben:

THEMA: Könnte die Urknall-Singularität ein indeterministisches Chaos gewesen sein?

Könnte die Urknall-Singularität ein indeterministisches Chaos gewesen sein? 09 Okt 2018 17:57 #43284

@ stm
Ich habe mir bei Dr. Seth die Rosinen herausgepickt und den Rest ignoriert bzw. mich davon distanziert, na und?
Was ich bei Descartes kritisiere, ist die Aufteilung von Leib und Seele. Denn ich habe nicht einen Leib, ich bin Leib. Denn Wahrnehmen ist ein leiblicher Vorgang, aber ich bin es, der wahr nimmt. Zu Recht kommt Vernunft von Vernehmen. Und ich nehme mich als leiblich wahr. Diese Verschränkung zu übergehen war nicht nur der Fehler von Descartes, sondern einer langen Tradition der europäischen Geistesgeschichte, Descartes hat es eben nur auf den Punkt gebracht.
Trotzdem kann ich diesen Ansatz würdigen, denn hier im Forum wird oft nur die analytische Wahrnehmung der Welt gesehen, die eigene ich-Wahrnehmung übersprungen. Jede Naturphilosophie muss die Verschränkung von ich und Welt im Blick haben.

@ Yukterez
Schön, du räumst ein, dass Religionen auch Angst wegnehmen können. Angst kann auch lähmen, sie wegzunehmen kann das Gegenteil von Opium sein. Du unterstellst etwas pauschal, was Du so gar nicht beweisen kannst. Du verbreitest also nur alte Vorurteile, Versatzstücke vergangener Ideologien. Wenn es Dir Spaß macht…
Beispiel: Ein religiöser Text, der ca. 2,5 Jahrtausende alt ist, der die Angst vor Naturkräfte nimmt, indem er sie entzaubert und mit Gebrauchsgegenständen vergleicht. Ist das Opium? Doch eher die Grundlage für Naturwissenschaft.
Da Du Aussagen über alle Religionen gemacht hast, gehe ich davon aus, dass Du alle Religionen genau kennst, also auch diesen Text, auf den ich anspiele. Durch dieses Beispiel ist Deine All-Behauptung falsifiziert.
Auch Deine anderen Behauptungen über Religionen sind alles nur Vorurteile und beruhen auf Ignoranz.
@ stm
Ich stehe in der religiösen Tradition, in der Macht hinterfragt wird, insbesondere wie Gott benutzt wird, wo religiöse Aussagen kritisch befragt werden. Das schließt aber nicht aus, dass man entsprechende Ergebnisse bekenntnishaft festhält, genauso wenig wie es dem wissenschaftlichen methodischen Zweifel widerspricht, wenn man Naturgesetze formuliert.
Diese Tradition dann für gegenwärtige Machtausübung gerade religiöser Institutionen fruchtbar zu machen, ist allerdings eine bleibende Aufgabe, die unterschiedlich gut geleistet wird. Hier ist vielen Kritikern zuzustimmen.

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2
Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2
Dieses Thema wurde gesperrt.

Könnte die Urknall-Singularität ein indeterministisches Chaos gewesen sein? 09 Okt 2018 18:22 #43288

Martin-O schrieb: Du unterstellst etwas pauschal, was Du so gar nicht beweisen kannst.

Selbstverständlich kann ich meine Aussage

Yukterez schrieb: Ich kenne keine einzige Religion die nicht von Anfang an auf dem Prinzip von Zuckerbrot und Peitsche aufgebaut wäre

beweisen. Ich kann nur nicht beweisen dass du irgendwelche Religionen kennst die ich nicht kenne wo das vielleicht anders ist.

Yukterez schrieb: Beispiel: Ein religiöser Text, der ca. 2,5 Jahrtausende alt ist, der die Angst vor Naturkräfte nimmt, indem er sie entzaubert und mit Gebrauchsgegenständen vergleicht.

Wenn du so einen Text kennst lass dich nicht davon abhalten ihn zu zitieren.

Yukterez schrieb: Ist das Opium? Doch eher die Grundlage für Naturwissenschaft.

So lange du den Text nicht herzeigst so dass wir uns alle ein eigenes Bild davon machen können ob der wirklich die Naturkräfte entzaubert ist es nur heiße Luft.

Yukterez schrieb: Da Du Aussagen über alle Religionen gemacht hast, gehe ich davon aus, dass Du alle Religionen genau kennst

Eigentlich habe ich die Religionen die ich kenne, also die offiziellen Weltreligionen gemeint, aber nachdem du auch keinen besonders erleuchteten Eindruck auf mich machst wage ich zu bezweifeln dass du dich sehr viel besser damit auskennst als ich.

Nie behauptet habend dass ich jede einzelne Urwaldreligion auswendig kenne, und sogar zugebend dass manche von den Religionen die ich kenne sehr gute Gleichnisse beinhalten die auch heute noch immer aktuell sind,

Dieses Thema wurde gesperrt.

Könnte die Urknall-Singularität ein indeterministisches Chaos gewesen sein? 09 Okt 2018 20:34 #43300

Martin-O schrieb: Diese Tradition dann für gegenwärtige Machtausübung gerade religiöser Institutionen fruchtbar zu machen, ...


..ist das, was in Religionen seit Jahrtausenden gemacht wird. "Und neun RInge wurden den Menschen gegeben, die vor allem anderen nach Macht streben."

"`Oh dear,' says God, `I hadn't thought of that,' and promptly vanished in a puff of logic.
"`Oh dear,' says God, `I hadn't thought of that,' and promptly vanished in a puff of logic.
Dieses Thema wurde gesperrt.

Könnte die Urknall-Singularität ein indeterministisches Chaos gewesen sein? 09 Okt 2018 20:43 #43301

ComputerPeter schrieb:

Vor beginn des singulären Ereignisses, das wir Urknall nannten,
hüpfte dein Pfeil indeterministisch beliebig hin und her


Ja, die Uhr war da, aber ihr Zeiger stand auf 0. So etwas wie "Zeit" muss ja da schon existent gewesen sein
sonst könnten ja meine Pfeile nicht interdeterministisch hin und her gesprungen sein, aber ohne Richtung, ohne
Zeitpfeil.

ComputerPeter schrieb:

bis er an den Punkt angelangte,
wo die deterministische Reihenfolge der Kombinationen ablief.


Ja, durch einen Symmetriebruch entstand der Zeitpfeil, die Kausalität setzte ein.

ComputerPeter schrieb:

Jener Pfeil ist meine Vorstellung eines Films,


So hab ich es mir auch vorgestellt. Ich schrieb im April 2017:

Also, die Skizze mit dem Jetzt/Jetzt/Jetzt hab ich mir mal wie eine Filmrolle vorgestellt. Dort sind ja die kleinsten
Bilder aneinander gereiht. Die Kino-Kamera muss die Rolle nur schnell genug drehen und der Film erscheint
flüssig (wie das Gefühl , wenn man sagt "die Zeit fließt").

Das "Jetzt" wäre dann immer der Teil der Filmrolle (Szene) die ich mir gerade anschaue. Auch spielen die Abstände
der einzelnen Bilder (sie müssen natürlich gleich sein) weniger eine Rolle sondern die Geschwindigkeit mit der die Kamera
die Rolle dreht. Erst wenn diese mit der Wahrnehmung des Film-Beobachters überein stimmt läuft der Film (im Auge des
Betrachters) flüssig. Je schneller die Kamera die Rolle dreht, desto schneller läuft der Film.

Bei der Zeit ist es umgekehrt, oder?
Je schneller die Kamera die Rolle dreht, desto langsamer läuft der Film ab(Zeitlupe).
Die Schauspieler darin könnten dies nicht wahrnehmen weil alles im Film in Zeitlupe abläuft. Nur der Beobachter der den
Film anschaut würde es bemerken.
Ich frage mich aber wie das Universum so eine "Filmrolle" abspeichern könnte???



Yukterez schrieb:

Was kann man denn mit einer Religion anderes anfangen als sie zu seinen eigenen Zwecken zu missbrauchen?


Das ist ja das schlimme. Spiritualität ist zu tiefst in den Menschen verankert und damit das machtvollste Mittel es für eigene Zwecke
zu missbrauchen, nähmlich Machtausübung.

Bin müde, aber vielleicht kann Ernst Peter Fischer vermitteln.





LG , gäähn, geh ins Betti :dry:
Dieses Thema wurde gesperrt.

Könnte die Urknall-Singularität ein indeterministisches Chaos gewesen sein? 09 Okt 2018 20:48 #43303

Manche Religionsgründer mögen auch durchaus edle Motive gehabt haben, die haben dem Volk dann vermutlich mit dem Motto dass der Zweck die Mittel heiligt vorgelogen dass die Gesetze die sich selber ausgedacht haben vom lieben Gott diktiert wurden.

Trotzdem mehr von Aufklärung haltend als von Gutenachtgeschichten,

Dieses Thema wurde gesperrt.

Könnte die Urknall-Singularität ein indeterministisches Chaos gewesen sein? 09 Okt 2018 21:01 #43305

Yukterez schrieb:

Trotzdem mehr von Aufklärung haltend als von Gutenachtgeschichten,


Ich auch, schlaf schön ;)
LG Sonni
Dieses Thema wurde gesperrt.

Könnte die Urknall-Singularität ein indeterministisches Chaos gewesen sein? 09 Okt 2018 23:06 #43311

Das indeterministische Chaos und die Träume des Schlafs scheinen ein verwandtschaftliches Verhältnis zu pflegen.

Schlaft gut, ich hauh mich jetzt auch hin.
Thomas
Dieses Thema wurde gesperrt.

Könnte die Urknall-Singularität ein indeterministisches Chaos gewesen sein? 10 Okt 2018 10:40 #43316

Hi, Sonni, und alle andere auch
Symmetriebruch ? ich hoffe du sprachst von dem singulären Start-Ereignis des Urknalls. Es ist ganz klar zu erkennen, dass du deine Hausaufgaben gemacht hast. So erkenne ich die populärwissenschaftlich ausgedrückten Einsteins Theorien wieder. Ich habe da aber immer noch die diskutierte Quasi-Fuzzy-Logik im Hinterkopf. Ich denke seit geraumer Zeit, dass die Wissenschaft da irgendwo falsch abgebogen ist. Denn ich habe seit mindestens 40 Jahren ein anderes Verständnis für Zeit. Und ich sehe neuerdings, das die elementarsten Begriffe nicht einmal definiert wurden, obwohl man damit akademisch genügende Wissenschaftlichkeit vorgibt, was aber nicht wirklich sein kann, da zB nicht konkret die Begriff „Bewegung“, „Zeit“, “Raum“ und Energie, geklärt bzw. definiert sind oder nicht wirklich erklärt werden können. Und ich finde bei einer naturphilosophischen Betrachtung sollte man wenigsten den Rahmen diskutieren. Anstatt sich über Martins opportunen Einwände zu ärgern, siehe im Forum meinen Beitrag #43315 dazu.

Es gibt auf den Urknall gesehen einige Indizien, die regelrecht ignoriert werden und nicht erklärbar sind und auch darauf hinweisen, dass sie indeterministisch waren, sind und sein werden, wenn damit bestehende anerkannte Theorien recht fraglich erscheinen und somit auch die Vorstellung von Zeit und Raum. Besonders problematisch ist die Geometrie des Raums. So zum Beispiel:

Wenn der normal Mensch an den Urknall denkt, dann sieht er einen Punkt von dem alles weg strebt. Unser Verstand assoziiert dann einen von innen nach außen strebenden Vorgang. Wenn wir aber konkret messtechnisch in eine beliebige Richtung „schauen“, dann sehen wird immer den Urknall am kugelförmigen Horizont unseres Universums. Das bedeutet aber auch, das die Vorstellung eines „von innen nach außen“ falsch ist, denn es müsste heißen ein „von außen nach innen zu meinen Standort“. Ist es bei solchen paradoxen Fakten nicht angebracht zu hinterfragen, ob nicht noch andere Dinge fragwürdig sind? Denn Zeit scheint eine Art übergeordneter Funktionsraum zu sein in dem sich Dinge verändern, die letztendlich hier im Universum die Bezugs-Positionen ändern, was wir als Bewegung verstehen oder eben auch als Bildwechsel unserer Filmbetrachtung.

So hast du auch sehr treffend mit den Schauspielern verglichen, die es ja nicht bemerken, dass der Film schneller läuft. Aber du hast dabei aus den Augen verloren, dass das Universum nur ein einzelnes Bild des Film ist, in dem die Protagonisten es nichts bemerken, weil die Zeit im „Außen“ werkt, aber unser Universum nur ein “Innen“ ist, wo die Zeit wirkt. Ob die Zeit variiert oder sich dehnt, es hat keinen Einfuß auf das einzelne Bild, sondern nur auf denjenigen, welcher, von außen gesehen, den Film betrachtet. Und die Prozesse hier im inneren werden weiterhin deterministisch ablaufen. Denn Zeit ändert nur den Positions-Zustand nicht die Substanz des Raums, also nicht die Menge des Energie-Potenzials.

Die Frage, wie die Filmrolle abgespeichert wird, das ist viel simpler gesagt, als verstanden. Doch betrachte einmal einen 2D-Kreis, den kannst du in einer beliebigen 3D-Postion einer Kugelschale platzieren. Wenn du das richtig machst, kann du sogar die Menge der möglichen Kreise bestimmen. Aber in jedem Fall ist die Anzahl der Kreise begrenzt und der minimale Kreisabstand und Punktgröße folgt Planckschen Regeln. Es wird immer zwei gemeinsame Schnittpunkte geben, das sind die Pole. Die Line zwischen den beiden Polen ist genau 180° und haben noch spätere Bedeutung. Nur unsere Filmbilder sind in dem gleichen Sinne eben nur vier dimensional anzuordnen. Aber denke dabei nicht an bonitistische Gedankengänge, sondern an Einsteinsche.

Daher kann Zeit auch keine Strecken verkürzen. Aber diese eben bemerkte Geometrie kann das. Wie die Brücke die Zeit verkürzt, wenn man nicht den langen Weg durch das Tal nimmt. Denn eine Bewegungslinie ist auch in einem multidimensionalen Raum immer nur eindimensional geradlinig, sie ist also nicht gedätisch. Und weil nun die Bewegung nicht genauer diskutiert wurde, kommt auch nicht die Frage auf, warum ändert sich eigentlich mancher Orts die Richtung und wie geht jener Vorgang vonstatten. Solche fehlenden Analyen sind der Nährboden für alternatives Gedankengut. Denn manche „Hypothesen“ benutzen zB. Impulse und Gesetzte ohne an dem Begriff „Abprallen“ jemals das bewegungstechnische Phänomen der Richtungsänderung analysiert zu haben. So wird dann übersehen, dass die Bewegung der absolute Favorit jeglichen physikalischen Prozesses ist in diesem Universum. Und letztendlich das Einzige überhaupt ist, das hier im Universum geschieht. Es ist der Bildwechsels unseres Films der alles antreibt. Alles erliegt beim Stopp dieser Funktion, nichts läuft dann weiter, weil kein Ding im Universum ohne die Bewegung existieren kann. Denn Bewegung krümmt den Raum, das sich vielleicht tatsächlich scheinbar alternativer Unfug helixförmig bewegt, das müsste dann überprüft werden, ob dass akademischen naturwissenschaftlichen Ansprüchen standhält.

Aber über solche Dinge kann man hier nicht diskutieren, weil die Foren-Trolle ja alle kreativen Geister vertrieben haben, oder den Mut genommen haben, die konstruktive Beiträge hätten abliefern können, trotz ihrer alternativen Ansichten.

Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind meine eigene Meinung. Sie können dennoch diskutiert und kritisiert werden.
Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind meine eigene Meinung. Sie können dennoch diskutiert und kritisiert werden.
Dieses Thema wurde gesperrt.

Könnte die Urknall-Singularität ein indeterministisches Chaos gewesen sein? 10 Okt 2018 21:41 #43338

@ Yukterez
Den Text, auf den ich anspielte, war aus der Bibel. Und ich gehe davon aus, dass Du das Christentum als eine der etablierten Religionen ansiehst. Weil konkrete Religionen hier aber nicht mehr Thema sein sollen, habe ich einen Eiertanz darum gemacht. Es war falsch, damit anzufangen, denn das läuft dann darauf hinaus, dass man über die Auslegung von Bibelstellen redet. Also: Deine Aussagen über Religionen sind nicht haltbar, aber darüber zu diskutieren ist hier nicht der Ort. Deshalb ist die logische Konsequenz, solche Aussagen einfach sein zu lassen.

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2
Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2
Dieses Thema wurde gesperrt.

Könnte die Urknall-Singularität ein indeterministisches Chaos gewesen sein? 10 Okt 2018 22:14 #43340

Martin-O schrieb: Den Text, auf den ich anspielte, war aus der Bibel. Und ich gehe davon aus, dass Du das Christentum als eine der etablierten Religionen ansiehst.

Du hast den Text ja noch gar nicht zitiert, woher hätte ich da wissen sollen dass der aus der Bibel ist? Anhand deiner Beschreibung dass es einen zweieinhalbtausend Jahre alten Text gibt der die Naturkräfte entzaubert kann ich leider nicht herauslesen dass damit die Bibel gemeint war, es sei denn natürlich ich hätte schon vorher gewusst dass du ein Christ bist.

Martin-O schrieb: Weil konkrete Religionen hier aber nicht mehr Thema sein sollen, habe ich einen Eiertanz darum gemacht.

Dann musst du die Weisheit von der du meinst dass sie die Naturkräfte entzaubern würde halt unauffällig in eigenen Worten zusammenfassen, wenn die Erkenntnis echt ist gilt sie eh unabhängig davon von wem sie stammt.

Martin-O schrieb: Also: Deine Aussagen über Religionen sind nicht haltbar

In meinen Augen schon, und so lange ich keine überzeugenden Gegenargumente höre habe ich auch keinen Grund meine Sichtweise zu ändern.

Martin-O schrieb: Deshalb ist die logische Konsequenz, solche Aussagen einfach sein zu lassen.

Mir ist es lieber auch mal falsch liegen zu dürfen anstatt mir von vornherein den Mund verbieten zu lassen.

Nur so etwas dazulernen könnend,

Dieses Thema wurde gesperrt.

Könnte die Urknall-Singularität ein indeterministisches Chaos gewesen sein? 10 Okt 2018 23:00 #43345

@ Yukterez
Du hast es wohl nicht verstanden: Über konkrete Religionen zu diskutieren ist hier nicht der Ort. Es ist einfach nur fair, wenn sich alle an diese Vereinbarung halten. Dies sollte auch für Aussagen gelten, deren Widerlegung die Diskussion über Inhalte konkreter Religionen beinhaltet. Mein Fehler war, es nicht bei diesem Hinweis bewenden zu lassen.

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2
Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2
Dieses Thema wurde gesperrt.

Könnte die Urknall-Singularität ein indeterministisches Chaos gewesen sein? 11 Okt 2018 01:58 #43356

Hi Sonni,

Brooder schrieb:

Wenn man das Universum als Gesamtheit betrachtet, ist dem Universum jeder Zustand seiner Bestandteile im jeweiligen Jetztzustand bekannt.


Sonni schrieb:

So hat aber alles was existiert zurückblickend auf die Vergangenheit seine eigene Kette (ab dem Zeitpunkt wo die "Uhr" anfing
zu ticken.
In der Gegenwart, dem "Jetzt" treffen sie sich, es ist sozusagen der Knotenpunkt der ganzen Kausalketten die dort zusammentreffen.

Vielleicht kopiert sich das Universum in jedem Augenblich (dem "Jetzt") selbst und beschreibt so seine eigene "Festplatte".


Ich könnte mir das so vorstellen:
Alleine nur den Jetztzustand seiner Bestandteile zu kennen würde dem Universum nicht ausreichen.
Es muss ja auch auch gespeichert werden, was bisher geschah, um eine kausale Entwicklungsgeschichte des Universums definieren zu können.
Hier nun kommt der Raum, die Zeit, die Materie und die LG ins Spiel.
Jetzt gibt es auch die Lokalität.
Jedes nun entstande Inertialsytem kann nur in die Vergangenheit ( der endlichen LG sei Dank) schauen.

Da es unendlich viele mögliche Inertialsysteme ( Orte an denen sie sich befinden können) gibt, sieht jedes Inertialsystem das Universum in einer anderen Vergangenheit. Was das eine IS in ferner Zukunft sieht, kann für ein anderes IS schon sehr nahe Zukunft sein)
Damit ist gesichert, dass keinerlei Information der Entwicklung des Universums verloren geht.
Jeder Zustand des Universums in seiner bisherigen Entwicklung ist je nach Ort des IS ablesbar.
Zum Beispiel: Wir können Galaxien sehen, wie sie vor Milliarden von Jahren gerade erst entstanden. Von diesen Galaxien aus ( in ihrem Jetztzustand), kann man aber auch unsere Galaxie sehen, als sie sich gerade bildete.
Und zwischen diesen Galaxien gibt es unendlich viele Orte, von denen aus man einen anderen Zustand der Entwicklung der Galaxie fließend ablesen könnte.
So könnte ich mir den Informationsspeicher des Universums vorstellen.
Dazu ist aber zwingend eine endliche LG erforderlich, denn sonst geschähe ja auch für die örtliche Inertialsysteme alles sofort und ein zurückblicken in die Vergangenheit und damit in den Informationsspeicher des Universums wäre nicht möglich.
Unser Problemchen als Inertialsysteme in Raum und Zeit ist halt, dass wir nur Zugriff auf einen abnorm winzigen Teil dieses gigantischen Speichers haben.
Und es ist schon erstaunlich, was wir trotzdem daraus machen können.

Mal ne Festplatte von der phantastischen Art. ;)

LG Brooder :)

Gene brauchen Vielfalt und der Grips auch
Folgende Benutzer bedankten sich: Sonni1967
Gene brauchen Vielfalt und der Grips auch
Dieses Thema wurde gesperrt.

Könnte die Urknall-Singularität ein indeterministisches Chaos gewesen sein? 11 Okt 2018 06:54 #43362

  • wl01
  • wl01s Avatar
  • Offline
  • Gold Boarder
  • Gold Boarder
  • Beiträge: 887
  • Dank erhalten: 76

Brooder schrieb:

Sonni schrieb: So hat aber alles was existiert zurückblickend auf die Vergangenheit seine eigene Kette (ab dem Zeitpunkt wo die "Uhr" anfing zu ticken. In der Gegenwart, dem "Jetzt" treffen sie sich, es ist sozusagen der Knotenpunkt der ganzen Kausalketten die dort zusammentreffen.
Vielleicht kopiert sich das Universum in jedem Augenblich (dem "Jetzt") selbst und beschreibt so seine eigene "Festplatte".

Ich könnte mir das so vorstellen:
Alleine nur den Jetztzustand seiner Bestandteile zu kennen würde dem Universum nicht ausreichen.
Es muss ja auch auch gespeichert werden, was bisher geschah, um eine kausale Entwicklungsgeschichte des Universums definieren zu können.
Hier nun kommt der Raum, die Zeit, die Materie und die LG ins Spiel.

Weshalb sollte etwas gespeichert werden?
Jede Wirkung hat eine Ursache, bzw eine Kombination von Ursachen. Wobei aber immer nur die vorherige Ursache von Relevanz ist. Diese Ursache hat natürlich eine zeitlich vorangesetzte Ursache, ... etc. Nur für die jeweilige Wirkung im Jetzt hat nur die vorherige Ursache Relevanz. Also braucht es keine Speicherung. Nur für unsere subjektive Vorstellungskraft ist eine unendliche Kausalkette notwendig. In Wirklichkeit kann jede vor-vorherige Ursache ohne Probleme gelöscht werden. Auch das Informationsparadoxon (keine Haare) ist eigentlich keines, es wird immer nur die letzte Information gespeichert, weil nur sie von Relevanz für die Folgeereignisse ist.
Und Lokalität ist nur dann von Relevanz, wenn die Information genau jetzt eintrifft. Tja, und das hängt eben von der LG ab.
Wenn man Teilchen hätte, die die Information schneller übermitteln könnten (z.B. die theoretischen Tachyonen) wäre die Information eben schneller verfügbar. Deshalb gäbe es auch kein Kausalitätsprobleme, sondern lediglich Informationsprobleme, dass eben unterschiedliche Wirkungen unterschiedlich schnell die Information hätten.

MfG
WL01
MfG
WL01
Dieses Thema wurde gesperrt.

Könnte die Urknall-Singularität ein indeterministisches Chaos gewesen sein? 11 Okt 2018 10:02 #43365

Hi, Leute ( also alle die hier am Thema arbeiten, wie Sonni, Brooder, wl01 und andere themen-interessierte Zahngäste )
Als Bewegung verstehe ich genau die Dinge, an denen ihr im Moment gerade herumpopelt. Und zwar diskutiert ihr bereits auf den Low-Level der naturwissenschaftlichen Prozess-Ablauf-Beschreibung, was ich mir sehnlich wünschte. Für manche Leute hier im Forum ist das aber alles Schwachfug, weil sie nur abstrakte Begrifflichkeiten der Physik „beherrschen“ oder glauben, man benötige eine Religion, um das zu begreifen.

Klar, Lichtgeschwindigkeit ist wichtig, aber dennoch ist sie nicht wirklich von Bedeutung für den konkreten Vorgang der Änderung der Lokalität. Genauso ist auch die Vergangenheit nicht notwendig für die Änderung der gegenwärtigen Konstellation, weil diese Information im gegenwärtigen Zustand des Raums steckt. Was nach der Änderung von uns Menschen als Vergangenheit betrachtet und abgespeichert wird, damit unser Verstand die Dinge berechnen kann. Die Natur der Dinge benötigt keine Speicherung, denn sie muss nichts wissen, um zu handeln, sondern es muss nur wirken. Der Mensch hingegen kann eine immer wiederkehrende Funktion erkennen, sie als Gesetz abstrahieren, um dann daraus eine Ziel-Richtung abzuleiten wie: "Vergangenheit zur Gegenwart ist die Zukunft". Der Mensch berechnet auf diese Weise die Richtung einer Zukunft um damit eine Entscheidung zu treffen, wie er sein gewünschtes Zeil erreicht. Aber eines muss klar sein, es kann nur die Gegenwart existieren, also nur der Raumzustand, der Speicher unserer Informationen, die Festplatte des Universums.

Für die tatsächlichen Wirkung ist die Vergangenheit daher nicht notwendig, weil sie bereits als gegenwärtige Position bekannt ist und die Zukunft als nächst wahrscheinliche aus einer Art 4D-Vektor-Information determiniert wird. Die Vergangenheit ist daher faktisch bedeutungslos für das Universum. Die alte Gegenwart sehen nur wir Menschen, weil die Zukunft zur Gegenwart wurde, wobei die neue Gegenwart auch die neue Zukunft trägt. Diese Wirkung verstehen wir als Bewegung. Und das ganze wäre dann der erste Schritt, nach dem Urknall. Denn nur der gegenwärtige Raumzustand ist absolut die einzig substanziell existente Information. Denn die Topographie des Raums ist die Information, binär wie 0 oder 1, doch deutlich komplexer, nämlich multi-dimensional binär.

Bei multi-dimensionalen Ordnungssystemen stehen die Werte wie Richtungs-Vektoren zueinander und die Wertigkeit hat dann bei drei Dimensionen mit 6 Seiten plus 8 Ecken oder 14 Bit = 16384 wahrscheinliche Richtungen. Bei vier Dimensionen, also plus einer Zeitkomponente, wären das dann 1024 mal mehr bzw. 8 Seiten 16 Ecken oder 24-Bit = ~16.777 Millionen wahrscheinliche Richtungen. Mit der Zeitkomponente bestimmt man nicht das WANN, sondern das WO bzw. welche Vektor-Richtung die Frühste bzw. die Wahrscheinlichste ist. Es ist also eine binär deterministische Berechnung einer Wahrscheinlichkeit den Ort zu bestimmen, die Geschwindigkeit muss jetzt nicht bestimmt werden, denn sie ist eine Konstante. Dieses ist keine hypothetische Annahme, sondern auch für physikalische Laien eine mathematische nachvollziehbare Definition, so sehr faktisch das ein blöder Computer dieses simulieren kann. Doch vorher sollte erst noch die Startbedingungen diskutiert werden. Denn die Information steckt ausschließlich im Raum.

Die Information ist eine besondere Kennzeichnung des Raums, ein drei-dimensionales „Anderssein“ und jener Orts-Zustand macht die unterschiedlichsten Möglichkeiten der Bewegungsrichtungen aus. Das ist der Raumzustand der die nächstmögliche Position der Wirkung determiniert, also das zukünftige WOHIN des nächsten Schritts. Die Länge des Abstands, des gegenwärtigen Orts zum Zukünftigen, ist eine Konstante und jene bestimmt damit die Geschwindigkeit der Bewegung. Andere Geschwindigkeit gibt es nicht, sonst wäre es keine Konstante, die wir als Lichtgeschwindigkeit verstehen.

Hinzu kommt noch, dass die Bewegungslinie ausschließlich ein-dimensional verläuft, also daher auch nicht geodätisch sein kann. Damit determiniert die Topologie des Raumes eine richtungs-bestimmende Wirkung. Und zusammen mit der Bewegung wird daraus eine fast undurchschaubare Auswahl an zukünftigen Möglichkeiten für eine Richtung, dennoch berechenbar und daher akademisch korrekt definierbar. Nur ist das WIE nicht die Aufgabe von Philosophie, aber um das WIE zu ergründen muss ich auch das WARUM ergründen.

Und somit steht noch offen,
wie es zu der Information im Raum kam oder kommen könnte,
ob sie bereits vorhanden waren oder ob sie erst gebildet wurden.

Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind meine eigene Meinung. Sie können dennoch diskutiert und kritisiert werden.
Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind meine eigene Meinung. Sie können dennoch diskutiert und kritisiert werden.
Dieses Thema wurde gesperrt.

Könnte die Urknall-Singularität ein indeterministisches Chaos gewesen sein? 11 Okt 2018 10:19 #43366

  • Rupert
  • Ruperts Avatar
  • Offline
  • Benutzer ist gesperrt
  • Benutzer ist gesperrt
  • Beiträge: 816
  • Dank erhalten: 145
„(...) aber steht in keinen Zusammenhang zum Sinn des Kontext. (...)“

Na, das sind doch mal Aussagen: steht in keinem Zusammenhang zum Sinn des Zusammenhangs.
Dieses Thema wurde gesperrt.

Könnte die Urknall-Singularität ein indeterministisches Chaos gewesen sein? 11 Okt 2018 10:31 #43367

Habe ich mir schon beim schreiben gedacht und da ich noch beim redigieren des Textes bin ändere ich das.

Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind meine eigene Meinung. Sie können dennoch diskutiert und kritisiert werden.
Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind meine eigene Meinung. Sie können dennoch diskutiert und kritisiert werden.
Dieses Thema wurde gesperrt.

Könnte die Urknall-Singularität ein indeterministisches Chaos gewesen sein? 11 Okt 2018 19:35 #43390

wl01 schrieb:

Weshalb sollte etwas gespeichert werden?
Jede Wirkung hat eine Ursache, bzw eine Kombination von Ursachen
Nur für die jeweilige Wirkung im Jetzt hat nur die vorherige Ursache Relevanz. Also braucht es keine Speicherung.


Nun ja, eigentlich:
nicht Warum? sondern das gespeichert wird.

Ich gehe davon aus, dass im Universum Information nicht verloren geht, genauso wie Energie nicht verloren geht.
Wenn von deinem Standort die Information, aus welchem Stern ein SL entstanden ist auch nicht mehr zugänglich ist, von einem anderen entfernten Standort aus, ist der Stern aus dem dein SL entstanden ist noch sichtbar und gehört zum „Jetzt“ eines dortigen Beobachters.
Die Supernova liegt für ihn noch in ferner Zukunft.
Man könnte nun beliebig andere Standpunkte im Universum wählen, um jedes beliebige Entwicklungsstadium dieses Sternes zu beobachten.


Ich denke, ohne die Speicherung von Informationen, könnte ein Universum wie unseres nicht existieren.
Die Naturgesetze gelten nach heutigen Stand des Wissens in jeder noch so entfernten Ecke des Universums, auch wenn diese Ecken nicht im direkten kausalem Zusammenhang stehen (jedenfalls lokale Inertialsysteme).
Die Regeln dieser Gesetze gelten seit Anbeginn und dürfen nicht verloren gehen bzw. sind noch nicht verloren gegangen.
Ich setze auch das gleich mit der Speicherung von Informationen, entscheidener Informationen sogar.

Gruß Brooder

Gene brauchen Vielfalt und der Grips auch
Gene brauchen Vielfalt und der Grips auch
Dieses Thema wurde gesperrt.

Könnte die Urknall-Singularität ein indeterministisches Chaos gewesen sein? 11 Okt 2018 20:21 #43395

  • wl01
  • wl01s Avatar
  • Offline
  • Gold Boarder
  • Gold Boarder
  • Beiträge: 887
  • Dank erhalten: 76

Brooder schrieb: wl01 schrieb:

Weshalb sollte etwas gespeichert werden?
Jede Wirkung hat eine Ursache, bzw eine Kombination von Ursachen
Nur für die jeweilige Wirkung im Jetzt hat nur die vorherige Ursache Relevanz. Also braucht es keine Speicherung.

Ich gehe davon aus, dass im Universum Information nicht verloren geht, genauso wie Energie nicht verloren geht. Wenn die Information umgewandelt wird, ist sie m.A: eben eine andere Information. Und die alte ist eben futsch. Bei Energie ist das etwas anders, die Energie kann (vom Wert her) nicht verloren gehen.

Brooder schrieb: Wenn von deinem Standort die Information, aus welchem Stern ein SL entstanden ist auch nicht mehr zugänglich ist, von einem anderen entfernten Standort aus, ist der Stern aus dem dein SL entstanden ist noch sichtbar und gehört zum „Jetzt“ eines dortigen Beobachters.
Die Supernova liegt für ihn noch in ferner Zukunft.

Richtig, es hängt eben von der Position des Beobachters und von dem Transportmedium ab.

Brooder schrieb: Man könnte nun beliebig andere Standpunkte im Universum wählen, um jedes beliebige Entwicklungsstadium dieses Sternes zu beobachten.

Nein, kann man eben nicht, denn jede Bewegung des Beobachters kann auch nur in einer beschränkten Zeit erfolgen. Somit ist "beliebig" nicht korrekt. Auch die Information kann nur, wie gesagt, abhängig von Beobachter und Transportmedium übermittelt werden.

Somit ist Speicherung nicht notwendig. Informationen können so lange "gleichwertig" übermittelt werden, solange die Information nicht verändert wird. Und sie hängt immer von der jeweilige Position des Beobachters ab.

MfG
WL01
MfG
WL01
Dieses Thema wurde gesperrt.

Könnte die Urknall-Singularität ein indeterministisches Chaos gewesen sein? 11 Okt 2018 20:48 #43400

wl01 schrieb:

Brooder schrieb:
Man könnte nun beliebig andere Standpunkte im Universum wählen, um jedes beliebige Entwicklungsstadium dieses Sternes zu beobachten.


Nein, kann man eben nicht, denn jede Bewegung des Beobachters kann auch nur in einer beschränkten zeit erfolgen. Somit ist "beliebig". Auch die Information kann nur, wie gesagt, abhängig von Beobachter und Transportmedium übermittelt werden.


Missverständniss: sind nämlich schon wieder zu weit vom Ursprung abgeschweift.
Meine Gedanken bezog ich auf meinen Beitrag:

Wenn man das Universum als Gesamtheit betrachtet, ist dem Universum jeder Zustand seiner Bestandteile im jeweiligen Jetztzustand bekannt. Auch wenn örtliche materielle Beobachter diesen Zustand je nach räumlicher Entfernung erst in ferner Zukunft wissen können.


Das ein Inertialsytem sich nicht mit Überlichtgeschwindigkeit zu einem beliebigen Standpunkt im Universum bewegen kann sollte wohl klar sein.
Aber ein IS ist nicht das Universum.
Im Universum als ganzes gesehen, ist die Information sämtlicher Entwicklungsstadien dieses Sternes aber nicht verlorengegangen, also gespeichert .


Gruß Brooder

Gene brauchen Vielfalt und der Grips auch
Gene brauchen Vielfalt und der Grips auch
Dieses Thema wurde gesperrt.

Könnte die Urknall-Singularität ein indeterministisches Chaos gewesen sein? 11 Okt 2018 21:50 #43405

Hi Brooder,
du schriebst:

Alleine nur den Jetztzustand seiner Bestandteile zu kennen würde dem Universum nicht ausreichen.
Es muss ja auch auch gespeichert werden, was bisher geschah, um eine kausale Entwicklungsgeschichte des Universums definieren zu können.

Zum Beispiel: Wir können Galaxien sehen, wie sie vor Milliarden von Jahren gerade erst entstanden. Von diesen Galaxien aus ( in ihrem Jetztzustand), kann man aber auch unsere Galaxie sehen, als sie sich gerade bildete.
Und zwischen diesen Galaxien gibt es unendlich viele Orte, von denen aus man einen anderen Zustand der Entwicklung der Galaxie fließend ablesen könnte.
So könnte ich mir den Informationsspeicher des Universums vorstellen.


Ha, das ist gut :). Dann wäre Licht so ähnlich wie ein universeller Informationsspeicher. Wenn ich z.B. 70 Millionen Lichtjahre von der
Erde entfernt wäre und sie mit einem Riesenteleskop von dort betrachten und heranzoomen könnte so würde ich in meiner Gegenwart
die Dinosaurier dort herum laufen sehen. Die Information ist noch da obwohl sie in der Vergangenheit liegt.
Könnte ja sein dass das Universum auch so eine Art von "Gedächtnis" hat, ähnlich wie wir Menschen. Wäre unsere Erinnerung
an die Vergangenheit in unserem "Jetzt" ausgelöscht so könnten wir nichts dazu lernen. Neue Erfahrungen werden mit alten verglichen und bauen
aufeinander auf, Fehler die wir in der Vergangenheit begangen hatten und derer wir uns erinnern, versuchen wir in Zukunft zu vermeiden, usw., usf....

du schriebst:

Wenn man das Universum als Gesamtheit betrachtet, ist dem Universum jeder Zustand seiner Bestandteile im jeweiligen Jetztzustand bekannt.


Ich frag mich: Wenn alle Information und Kausalketten von allem was existiert ( tote und lebendige Materie) im jeweiligen "Jetztzustand"
zusammen finden, dann könnte ich (wenn ich dazu fähig wäre) alles zu wissen, berechnen und miteinander in Verbindung zu bringen theoretisch
das nächste "Jetzt" in der Zukunft beschreiben. Aus der Sicht wäre die Zukunft nicht so offen wie wir uns das denken.
Das was wir im Makrokosmos Zufall nennen , gäbe es dann eigentlich nicht mehr in der Art.

Vielleicht funktioniert das Universum ja tatsächlich ähnlich wie ein Quantencomputer und speichert das Jetzt, Jetzt, Jetzt ab
(ähnlich wie ein Daumenkino) oder Schalen die sich aufeinander aufbauen. Wäre doch schön wenn alle Information, (auch die
der Vergangenheit) nicht verloren gehen könnte, dann wäre irgendwo und irgendwie alles noch existent und nichts verloren.
Oder ähnlich wie Prof. Dürr es nannte: Das große Internet der Wirklichkeit.

Dann hätte Albert Einstein recht gehabt mit seiner Aussage: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind eine Illusion, wenn auch eine hartnäckige.

Der Link hier zu dem Thema finde ich nicht schlecht

https://www.heise.de/tp/features/Der-erste-Quantencomputer-rechnet-seit-14-Milliarden-Jahren-3370994.html?seite=all

LG Sonni
Folgende Benutzer bedankten sich: Brooder
Dieses Thema wurde gesperrt.

Könnte die Urknall-Singularität ein indeterministisches Chaos gewesen sein? 11 Okt 2018 22:52 #43407

Wenn in einem Stern eine Atomreaktion stattfindet und ein Photon freigesetzt wird, braucht dieses Photon eine lange Weile, bis es aus dem Stern austritt. Den Weg, den es davor genommen hat, ist eine Information, die von keinem Beobachter dieses Sterns, wo und wann er auch immer sei, registriert werden kann. Nur ein Laplace´scher Dämon könnte das, und den gibt es nun mal nicht, da sei Planck vor.
Niemand kann mir erzählen, dass man irgendwo im All 20 Milliarden Jahre später verfolgen kann, wenn sich hier zwei Menschen angelächelt haben. Da glaube ich doch eher an hoch verdünnte homöopathische Mittel.
Man kann auch ein Beispiel aus unserer Lebenswelt nehmen: Was jemand, der allein in einer Höhle / einem abgeschlossenem Raum macht, was er sieht und denkt, weiß im Detail nur er allein., niemand kann später rekonstruieren, wohin er in jeden Augenblick geblickt hat. Teilt er das nicht mit und stirbt, geht diese Information unwiederbringlich verloren.
Anderes Beispiel: Sollten in einem Atomkrieg sämtliche Server, PCs und andere digitalen Speichergeräte zerstört werden: Sind dann trotzdem sämtliche Informationen des Internets irgendwo im All gespeichert?
Der Erhalt jeglicher Informationen ist also m. E. ein Märchen.
Übrigens: Dem Universum sind exakt Null Informationen bekannt, denn das Universum ist kein Lebewesen, dass etwas weiß. Es kennt auch nicht die Naturgesetze. Man sollte doch mit märchenhafter Sprache vorsichtiger umgehen.

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2
Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2
Dieses Thema wurde gesperrt.

Könnte die Urknall-Singularität ein indeterministisches Chaos gewesen sein? 11 Okt 2018 23:16 #43408

Hallo Sonni,

Du schriebst:

Wenn ich z.B. 70 Millionen Lichtjahre von der
Erde entfernt wäre und sie mit einem Riesenteleskop von dort betrachten und heranzoomen würde so könnte ich in meiner Gegenwart
die Dinosaurier dort herum laufen sehen. Die Information ist noch da obwohl sie in der Vergangenheit liegt.


Na ja, nicht ganz so.
Du selbst könntest die Dinosaurier nicht sehen, also die Vergangehnheit vor deiner Geburt.
Dazu müsstest du dich ja mit Überlichtgeschwindigkeit 70 Millionen LJ zum Beobachtungspunkt bewegen.
Aber ein anderer Beobachter des Universums könnte das.
Für ihn, in seinem Jetzt, wird die Information, die bei dir 70 Millionen Jahre in der Vergangenheit liegt, ein Teil (wenn auch sehr winziger) seiner kausalen Kette.
Leider lässt es das Universum nicht zu, sich mit ihm ausszutauschen ( es sei denn, Gedanken sind schneller als da Licht hihi :silly: ).

Du:

Wäre unsere Erinnerung
an die Vergangenheit in unserem "Jetzt" ausgelöscht so könnten wir nichts dazu lernen. Neue Erfahrungen werden mit alten verglichen und bauen
aufeinander auf usw., usf....


Finde ich gut. Das zeigt nämlich, dass, jedenfalls für bewusste Wesen, die Vergangenheit immer noch einen veränderbaren Einfluss für die Zukunft haben kann.
Unser Erinnerungsvermögen lässt uns Entscheidungen treffen, welche so oder so ausfallen können und damit andere Wege in die Zukunft zulassen, als würde das Universum nur seinem Lauf folgen.
In irgendeinen Thread schrieb ich mal: Nur Bewusstsein kann die Materie schöpferisch verändern und gestalten.
Bewusstsein kann aus einem „Haufen ungeordneter Materie“ solch fantastische Sachen wie Computer oder Raumschiffe bauen. Das Universum selbst kann nicht einmal ein Streichholz von selbst hervorbringen, aber Naturgesetze und Mittel dafür bereitsstellen, welche wir für die Gestaltung der Materie brauchen.


Deine Link find ich gut:
Mal ein Absatz daraus:
Physiker hingegen kommen immer mehr dahinter, dass Information genauso zu den Grundfesten der Welt gehört wie Energie und Materie. Manche halten sie sogar für wichtiger als Energie und Materie. Mit Anton Zeilinger gesprochen: "Information ist der Urstoff des Universums".

Ich denke Zeilinger ist jemand, der weiß von was er spricht.



LG Brooder :)

Gene brauchen Vielfalt und der Grips auch
Folgende Benutzer bedankten sich: Sonni1967
Gene brauchen Vielfalt und der Grips auch
Dieses Thema wurde gesperrt.

Könnte die Urknall-Singularität ein indeterministisches Chaos gewesen sein? 11 Okt 2018 23:23 #43409

Hi Martin,

Du:

Anderes Beispiel: Sollten in einem Atomkrieg sämtliche Server, PCs und andere digitalen Speichergeräte zerstört werden: Sind dann trotzdem sämtliche Informationen des Internets irgendwo im All gespeichert?


könnte nun ja fragen:
wenn du mal das Zeitliche segnest, und damit auch dein Glaube an Gott diese Welt verlässt, ist dann Gott gestorben oder gibt es noch eine Information von Ihm? ;)

Gene brauchen Vielfalt und der Grips auch
Gene brauchen Vielfalt und der Grips auch
Dieses Thema wurde gesperrt.

Könnte die Urknall-Singularität ein indeterministisches Chaos gewesen sein? 11 Okt 2018 23:57 #43410

Wenn ich der Letzte dieses Glaubens bin und es sonst keine gespeicherten Informationen dazu mehr gibt, dann ist der Glaube an Gott in dieser Welt mit mir gestorben. Aber ich kann zwischen Gott und seinen Geschöpfen (das All) unterscheiden. Deshalb berührt das die Fragestellung hier nicht.

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2
Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2
Letzte Änderung: von Martin-O. Begründung: Grammatik (Notfallmeldung) an den Administrator
Dieses Thema wurde gesperrt.

Könnte die Urknall-Singularität ein indeterministisches Chaos gewesen sein? 12 Okt 2018 00:26 #43415

@Martin-O

Wenn ich der Letzte dieses Glaubens bin und es sonst keine gespeicherten Informationen mehr gibt, dann ist der Glaube an Gott in dieser Welt mit mir gestorben. Aber ich kann zwischen Gott und seiner Geschöpfe (das All) unterscheiden.


Um so eine Antwort in die Welt zu setzen zu können, weiß der Mensch viel zu wenig.
eine gewisse Demut und Bescheidenheit zum Wissen von den Möglichkeiten in diesem Universum ist darin nicht zu erkennen.

Gene brauchen Vielfalt und der Grips auch
Gene brauchen Vielfalt und der Grips auch
Dieses Thema wurde gesperrt.

Könnte die Urknall-Singularität ein indeterministisches Chaos gewesen sein? 12 Okt 2018 01:03 #43417

Hallo Brooder,
meine Antwort beruht auf dem, was für mich Glaube ist. Wenn Gott sich in Sprache und Geschichte offenbart hat, geht es eben nicht ohne das. Das gehört zur Erdung meines Glaubens. Mein zweiter Satz lässt aber sowohl offen, was das für Gott heißt inklusive ob er sich dann nochmal irgendwie offenbart. An dieser Stelle habe ich mich aber zurück gehalten, weil da tatsächlich jede Antwort eine Anmaßung wäre.
Dein Urteil war etwas voreilig, vermutlich, weil Glaube an Gott für Dich etwas anderes ist

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2
Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2
Dieses Thema wurde gesperrt.

Könnte die Urknall-Singularität ein indeterministisches Chaos gewesen sein? 12 Okt 2018 08:02 #43419

Hallo Martin

du schreibst:

Übrigens: Dem Universum sind exakt Null Informationen bekannt, denn das Universum ist kein Lebewesen, dass etwas weiß. Es kennt auch nicht die Naturgesetze. Man sollte doch mit märchenhafter Sprache vorsichtiger umgehen.



Das sehe ich anders, auch tote Materie besitzt einen Informationsgehalt unabhängig von einem sich selbst bewussten Lebewesen was
etwas "wissen" kann.
Sie besitzt Struktur und Anordnung , kann nur dadurch voneinander unterschieden werden. Eine Kaffetasse hat eine andere Form / innere
Struktur als ein Stein usw..., besitzt damit einen Informationsgehalt.
Teilchen entstehen ja erst wenn sie in Wechselwirkung treten und das ist nix anderes wie Informationsaustausch.
Alle Materie besteht aus Up / Down Quark und Elektron, darauf baut alles auf und die Art wie sie aufgebaut ist bestimmen die Naturgesetzte.
Wenn das Universum die Naturgesetzte nicht "kennen" würde, gäbe uns gar nicht denn sie wirkten von Anfang an.
Das fängt ja schon beim Higgs-Feld an wo durch Wechselwirkung (Informationsaustausch) unterschieden wird welches
Elementarteilchen von dort welche Ruhemasse bekommt, man weiß zwar noch nicht wie dies geschieht, aber auch dort wirken
Naturgesetzte. Wäre das anders, gäbe es uns nicht, kein Leben, überhaupt keine "feste" Materie.

LG
Dieses Thema wurde gesperrt.

Könnte die Urknall-Singularität ein indeterministisches Chaos gewesen sein? 12 Okt 2018 08:29 #43420

Sonni 1967 schrieb:

auch tote Materie besitzt einen Informationsgehalt unabhängig von einem sich selbst bewussten Lebewesen was
etwas "wissen" kann.

Genau um diesen Unterschied zwischen Informationsgehalt besitzen und wissen ging es mir. Das war nur eine sprachliche Anmerkung, keine inhaltliche. Ich war mir nicht mehr sicher, ob das, was sich hier in Beiträgen esoterisch anhört, auch so gemeint war.

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2
Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2
Dieses Thema wurde gesperrt.

Könnte die Urknall-Singularität ein indeterministisches Chaos gewesen sein? 12 Okt 2018 09:12 #43421

Hi, Martin
Ja, du hast recht, märchenhafte Dinge werden hier abgespeichert. Aber ich denke darum geht es hier aber nicht wirklich.
Und daher bin ich jetzt auch einmal so frei, gleichwertigen Unfug von mir zu geben,
weil ich mir jetzt ganz sicher bin, es werden sowieso nur wenige begreifen, was ich sagte.

Sein oder nicht Sein, das ist hier wirklich nicht die Frage.
Denn es geht um das Hohle, was er in der Hand hält, ob jenes ursprünglich bereits gefüllt oder leer.

Die Frage also lautet vielmehr:
War es bereits gefüllt mit Information bevor es zu funktionieren begann?
Oder war es leer und es organisierte sich der „Arbeitspeicher“ mit neuen Informationen.
Oder war es vielleicht schon überfüllt und es gingen daher keine neuen Informationen mehr hinein,
womit mir auch plausibel erscheint, wieso das Erhaltungsgesetzt seine Wirkung zeigt.
Oder ist es immer noch Leer, weil sich ja zu viele Löcher darin befinden,
die Information daher nicht gehalten wird, womit mir der Begriff „Hohlkopf“ gut assoziiert erscheint.

Ja, du hast recht, die Ignoranz von Fakten ist schon so beträchtlich,
dass man es mit märchenhaften Dingen vergleichen möchte und es einem dabei in den Sinn kommt,
ob das hier eine Quatschbude ist oder ein Diskussions-Forum.

Unter Anderem habe ich in meinen Eröffnungs-Beitrag noch etwas hinzugefügt:
„Auch respektlose gewollte Beiträge gegenüber Gläubigen empfinde ich als destruktive Beiträge“
Weil ich sehe, dass es nötig ist.

Hi, wl01
Lass dich nicht davon abringen das es nicht gespeichert werden muss, denn wie bereits Martin erwähnte, das Universum ist kein denkendes Ding, sonder nur ein Funktionierendes. Die Kernfrage wurde doch eingehend vom Video Information aus wissenschaftlicher Sicht begleitet, worin festgestellt wurde „Und es gibt schon Leute die den Verdacht haben dass Information schon vor der Welt war...“ womit ich in meinen letzten Beitrag noch einmal erinnern wollte:

Und somit steht noch offen,
wie es zu der Information im Raum kam oder kommen könnte,
ob sie bereits vorhanden waren oder ob sie erst gebildet wurden.

Meinst du nicht auch, dass der Raum der Träger besagter Information ist, der sich ständig verändernd die nächstmögliche Wirkung verursacht.
Am Rande erwähnt:

Jede Wirkung hat eine Ursache, bzw eine Kombination von Ursachen.

Die Kombination von Ursachen kann nicht “eine“ sein. Genauso ist es überhaupt nicht notwendig etwas Überlichtschnelles zu bemühen, um die gleichen Argumentation plausibel zu begründen, wenn man die Frage nicht ignoriert, ob der Raum schon vorher oder erst später die Ablauf steuernde Informationen trug.

Es mag sein, dass meine Erklärung der konkret vorliegen Information, die meisten hier überfordert, sie daher ignoriert wird, dennoch muss der gegenwärtige substanzielle „Speicher“ letztendlich existieren um zu bestätigen das ich wirklich bin…

Pssst Martin: … … denn sie wissen ja nicht was sie tun.
ich glaube eher an: … … denn sie begreifen ja selbst nicht über was sie da reden.

Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind meine eigene Meinung. Sie können dennoch diskutiert und kritisiert werden.
Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind meine eigene Meinung. Sie können dennoch diskutiert und kritisiert werden.
Dieses Thema wurde gesperrt.

Könnte die Urknall-Singularität ein indeterministisches Chaos gewesen sein? 12 Okt 2018 13:46 #43431

Martin-O schrieb:

Genau um diesen Unterschied zwischen Informationsgehalt besitzen und wissen ging es mir.


Tote Materie besitzt aber nicht nur einen Informationsgehalt, sie besteht aus Wechselwirkung, besser sie entsteht
erst durch Informationsaustausch. Das ganze Universum mit all seinen Feldern, Materie, Energie wechselwirkt mit sich selbst und
alles ist ineinander verwoben.

Also kommt man dann wieder zu der alten Frage:
Wo liegt der Unterschied zwischen "toter" und "lebendiger" Materie die sich in uns zu einem sich selbst bewußten, denkenden
und fühlenden Lebewesen entwickelt hat.
Dann ist man wieder bei der Urfrage:
Was ist Leben, wie ist es entstanden, wie geschah der Übergang von "toter" zur "lebendigen" Materie und warum sind die
Naturgesetzte so fein aufeinander abgestimmt dass überhaupt so etwas wie Leben entstehen konnte.
War alles nur Zufall dass sich aus der Ursuppe Leben entwickeln konnte oder war von Anfang an alles durch den
Informationsgehalt der Naturgesetzte bereits so gesteuert dass das Universum Leben und auch Bewußtsein irgendwann hervorbringen
mußte (und das nicht nur bei uns sondern im gesamten Universum) ?


ComputerPeter schrieb:

Die Frage also lautet vielmehr:
War es bereits gefüllt mit Information bevor es zu funktionieren begann?
Oder war es leer


In meinem aktuellen Weltbild tendiere ich dazu dass es nicht leer (was Information angeht) war.
Ich denke dass zumindest die Naturgesetzte mit ihrem Informationsgehalt als "Steuerungsmittel" von Anfang an schon da waren
und wenn das Universum wirklich durch einen Symmetriebruch im Quantenvakuum entstanden ist müssen dort zumindest
die Gesetzte der Quantenphysik schon gegolten haben.

Die Evolution ( auch der toten Materie) begann schon mit dem Urknall und entwickelte sich gesteuert durch die Naturgesetzte
zu immer komplexeren Strukturen ( von der Einfältigkeit zur Vielfältigkeit). Je vielfältiger ein System wird, je höher ja auch seine Entropie.
Werfe ich 2 Blätter auf den Boden so ergibt das weniger "Unordnung" als wenn ich 100 Blätter dahin werfe, naja so denke ich gerade :silly:

Und wir Menschen sind gerade das "Endprodukt" auf der Erde aber bestimmt nicht die Krone der Schöpfung, eher so eine Art
Zwischenprodukt auf das ganze Universum bezogen. Wenigstens sind wir komplex genug um uns über solche Fragen den Kopf
zu zerbrechen und gegenseitig einzuschlagen, hihi....

Naja, Märchenstunde halt, aber egal, jedes Märchen trägt einen Wahrheitsgehalt in sich :P
LG allen
Dieses Thema wurde gesperrt.
AUF Zug
Powered by Kunena Forum