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THEMA: Video: Außerirdische Nachbarn? Warum sind wir allein im Universum?

Video: Außerirdische Nachbarn? Warum sind wir allein im Universum? 16 Aug 2019 10:49 #55526

@Martin-O

Wenn der Threadersteller diese Diskussion hier nicht wünscht, können wir sie gerne verlagern. Daher nur ganz kurz:

Dass ich eine naturalistische Sichtweise einnehme, ist mir sehr bewusst. Von daher scheint mir noch zu helfen zu sein. Die Frage, "was ist Wahrnehmung dann", ist in der Tat eine philosophische. Die Tatsache, dass unser Bewusstsein und unsere Wahrnehmung durch unseren Körper generiert wird, und dass dieser den physikalischen Gesetzen folgt, dagegen nicht. Ich habe den Eindruck, dass du anhaltend die wissenschaftliche Forschung inkl. ihres aktuellen Kenntnisstands mit dem verwechselst, was die Physik als wissenschaftliche Disziplin beschreibt. Es ist vollkommen egal, ob die heutige Physik einen Sachverhalt (bereits) beschreiben kann - wir wissen mit Sicherheit, dass alles aus den elementaren Grundbausteinen aufgebaut ist, die in den Bereich der Physik fallen. Und wir wissen mit Sicherheit, dass diese Grundbausteine den Naturgesetzen folgen, auch wenn wir bei deren Beschreibung "immer nur auf dem Weg" sind, und auch ob der menschlichen Erkenntnisfähigkeit generell Grenzen gesetzt sind oder nicht. Die Natur ist uns eben keine Rechenschaft schuldig.

Dass ich mir selbst widerspreche ist deine Meinung, die ich dir nur lassen kann. Dasselbe empfinde ich aber auch, wenn ich deine Argumentation lese. Sobald du die Wahrnehmung von den Naturgesetzen ausnimmst, nimmst du sie auch von der Natur aus. Wie sollte ich das anders bezeichnen, als ein Glaube an etwas Übernatürliches? Eine Seele? Aber das bestreitest du ja...

"Deine weltanschaulichen Voraussetzungen sind eben verbesserungswürdig" ist übrigens eine Aussage, die überheblicher nicht sein könnte. In diesem Kontext wirkt deine Einschränkung, dass deine Überzeugungen "natürlich" nur eine begrenzte Sichtweise seien, nicht sonderlich überzeugend.

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Video: Außerirdische Nachbarn? Warum sind wir allein im Universum? 16 Aug 2019 14:15 #55542

@ Arrakai
Es tut mir leid, dass ich bei Dir Dinge herausgelesen habe, die Du nicht so gemeint hast. Ich will nicht den Ton verschärfen, sondern scharf zeigen, dass jeder mit seiner Diagnose in einem anderen Paradigma steckt.
Wahrnehmung ist keine naturwissenschaftlich erfassbare Sache. Dazu verweise ich auf die Qualia, die nicht objektivierbar sind.
Es gibt also Dinge, die nicht in den Bereich der Naturwissenschaften fallen, die aber real existieren. Dass es mich als eine Einheit gibt, ist eine Tatsache. Ob man das mit Seele beschreibt oder der aristotelischen Entelechie oder sonstwie, ist mir egal.
Dies ist kein zwingender Widerspruch dazu, dass alles eine physikalische Dimension hat. Der Widerspruch ergibt sich erst, wenn man das Supervenienzprinzip akzeptiert. Ich denke aber, dass es gute Gründe gegen dieses Prinzip gibt.
Ich merke selber, wie dieses Thema eine eigene Dynamik hat und grundsätzliche Fragen anspricht, die diesen Thread sprengen.
Dazu habe ich einen neuen Thread aufgemacht:
Physik und Leben

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
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Video: Außerirdische Nachbarn? Warum sind wir allein im Universum? 16 Aug 2019 14:25 #55543

Was ist Wahrnehmung?
Eigentlich kann man sie auch mit dem Begriff Informationsaufnahme in Verbindung bringen. Wenn ich etwas sehe,
höre, rieche, taste, nehme ich mit meinen Sinnesorganen Information aus der "Außenwelt" auf, verarbeite sie und
speichere sie ab. Ich bin ein offenes (sich selbst organisierendes) System was in ständiger Wechselwirkung mit seiner
Umwelt steht. Sprache ist auch Informationsaustausch und die Schrift ein Speichern der Information über die Zeit.
Meine ICH- Wahrnehmung habe ich auch nur weil es ein Du gibt von dem ich mich unterscheiden kann und mein ganzes
Leben mache ich nix anderes als Information aufzunehmen, abzugeben und zu lernen. Das alles kann ich nur weil meine
Bausteine ( ich bestehe ja aus Materie) hoch komplex strukturiert / geordnet sind, ich ein Nervensystem habe und ein Gehirn
(auf der Erde die komplexeste, dichteste und kleinste vernetzte, strukturierte Form von Materie). Damit das alles funktioniert
muss ich ständig konzentrierte Energie aufnehmen und sie wieder in unkonzentrierter Form abgeben (ich erhöhe die Entropie).
Für mich ist es unverständlich den Informationsbegriff aus der Biologie auszuklammern. Genau so unverständlich wie
physikalische-, chemische Evolution getrennt zu sehen von der biologischen Evolution. Es ist bestimmt sinnvoll in den
Naturwissenschaften die einzelnen Disziplinen zu trennen ( da zu komplex) aber letztendlich beschreiben sie aus ihrer
jeweiligen Sicht nur eine Wirklichkeit. Ich finde es macht ganz viel Sinn sie auch ganzheitlich zu betrachten und zu versuchen
sie zusammenzufügen im Sinne einer kosmischen Evolution.

Lulu schrieb:

Die biologische Evolution ist eingebettet in die umfassendere Evolution des Kosmos als Ganzem.

Bei von Weizsäcker drückt sich der Holismus unter anderem so aus:

"Mit der Quantentheorie, so wie wir sie rekonstruiert und gedeutet haben, ist der Gedanke voll vereinbar, dass die Wirklichkeit ein nichträumlicher individueller Prozess ist, den wir mit den uns geläufigen Worten als geistig zu beschreiben haben. Es ist eine alte Tradition, dass unser persönliches Bewusstsein nur eine Erscheinungsweise eines umfassenden Geistes ist."


So ähnlich wie Weizsäcker es ausdrückte stelle ich es mir auch vor. Materie trägt mit Hilfe der Naturgesetzte und den 4 Grundkräften
Eigenschaften in sich, sich zu ordnen zu immer komplexeren Strukturen. Ab einer bestimmten Komplexität zeigen sich dann "geistige"
Eigenschaften in der Natur. Sie sind das wirklich fundamentale, offenbaren sich jedoch erst ab einer gewissen Ordnungszustand der Materie.
Materie besitzt informationelle Eigenschaften. Da ist etwas was wir (noch) nicht wirklich zu erkennen vermögen.
Gibt viele Wissenschaftler die versuchten das zu beschreiben. Dürr nannte Materie "geronnener Geist".
Wheeler: Das Seiende aus Information (it from bit), Zeilinger: Am Anfang könnte die Information gestanden haben, usw, usf...
Naturgesetzte tragen auch einen Informationsgehalt ( etwas immaterielles) und sind die Grundlage dafür dass sich das Universum überhaupt
entwickeln konnte. Ohne die Eigenschaft der Raumzeit (der Gravitation) und ohne die anderen 3 Grundkräfte (starke, schwache-,
elektromagnetische Wechselwirkung) als Eigenschaften der Materie wären wir nicht entstanden, kein Leben, kein nix.

Was außerirdisches Leben angeht:

Organische Lebensbausteine (Biopolymäre) gibt es in großer Vielfalt im Universum ( z.B. Meteoriten, Wolken, usw..). Warum sollte
sich die Entwicklung hin zu Leben nur auf der Erde zugetragen haben im Unterschied zu dem restl. Kosmos?
Die Sonne ist ein Gasball von ca 1,5 Millionen km Durchmesser. 100 Milliarden solcher Gasbälle bilden Sterne in unserer
Milchstraße. Geht man davon aus dass nur ca 6% von ihnen von Planeten umkreist werden (wie bei der Sonne) kommt man
alleine in der Milchstraße schon auf 6 Milliarden Planetensysteme. Galaxien in dieser Größenordnung gibt es jedoch ( alleine
in dem für uns sichtbaren Bereich)des Universums aber mehr, als unsere Milchstraße Sterne enthält. Selbst dann wenn wir annähmen
es wäre nur die Erde von Leben bewohnt in unserer Galaxie so kämen wir doch auf mehr als 100 Milliarden Lebensansätze in dem Teil
des Kosmos den wir mit unseren Instrumenten erfassen können

(aus dem Buch "der Geist viel nicht vom Himmel").

Wieso sollte sich die Entwicklung auf der Erde von dem ganzen riesigen Universum unterscheiden? Man hat zwar keinen
Beweis aber ich finde die Wahrscheinlichkeit dass das Universum insgesamt Leben hervorbringt viel höher als dass wir
nur die einzigen sind. Trotzdem kann ich mir vorstellen dass die unterschiedlichen Lebensformen universal auf ihre Art
einzigartig sind. In der Form, wie auch auf der Erde jedes einzelne Lebewesen ( auch der Mensch) einzigartig ist.
Naja, wissen tut es ja keiner aber Sinn macht es schon sich Gedanken darüber zu machen (für mich jedenfalls).

LG
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Video: Außerirdische Nachbarn? Warum sind wir allein im Universum? 16 Aug 2019 16:15 #55556

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Leben existiert auch anderswo im Universum.
Es dürfte ähnliche Strukturen aufweisen wie auf der Erde.
Schaut man in die Tiefsee dann gibt es dort die abstraktesten Formen .
Dennoch basieren sie auf den gleichen Grundlagen die wir hier oben kennen.
Wie weit das Leben in seiner Entwicklung anderswo gekommen ist, kommt ist eine andere Frage.
Auch wird es intelligentes Leben anderswo geben.
Aber ich bin.der Meinung dass das äusserst selten vorkommen dürfte.
Und bei den immensen Entfernungen ist es auch wieder sehr unwahrscheinlich dass es zu Begegnungen kommt.
Wenn es so etwas wie ein vorgegebenes Grundprinzip des Universums geben sollte und darin das Leben gespeichert ist steht es ausser Frage dass es eine Art Ziel ist bewusstes Leben entstehen zu lassen.
Wir haben als Menschen noch lange nicht den Weitblick entwickelt welcher uns möglicherweise vorgegeben ist aber diese Entwicklungsstufe wird noch kommen.

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Video: Außerirdische Nachbarn? Warum sind wir allein im Universum? 16 Aug 2019 17:20 #55563

@ Sonni1967
Der Drang zur Vereinheitlichung ist ein Urbedürfnis des Menschen, es hat schon etwas Religiöses. Mit Karl Rahner würde ich es „gnoseologische Konkupiszenz“ nennen.
Zwängt man nicht die Wirklichkeit in ein Prokrustesbett, wenn man alles in einem einheitlichen Bogen beschreibt? Die eine Wirklichkeit ist eben nicht einfach, sondern komplex Alles benötigt gesonderte Methoden und damit auch eigene Sichtweisen auf die Wirklichkeit.

Ab einer bestimmten Komplexität zeigen sich dann "geistige"
Eigenschaften in der Natur. Sie sind das wirklich fundamentale, offenbaren sich jedoch erst ab einer gewissen Ordnungszustand der Materie.
Materie besitzt informationelle Eigenschaften. Da ist etwas was wir (noch) nicht wirklich zu erkennen vermögen.

Wenn man Information von der Entropie her versteht, dann ist es nichts Geistiges. Es stimmt, dass heute viele dazu neigen, die Materie geistig zu verstehen, weil sie merken, dass der Materialismus gescheitert ist. Letztlich ist es dann eine Spielart des Protopanpsychismus. Damit will man den Monismus retten. Aber es ist m. E. eine abenteuerliche Spekulation.

@ Marvin

Leben existiert auch anderswo im Universum.

Amen. Wenn Du es sagst, wird es stimmen. :) Die Tiefsee als Teil unserer Ökosphäre ist der schlagende Beweis.

Wenn es so etwas wie ein vorgegebenes Grundprinzip des Universums geben sollte und darin das Leben gespeichert ist steht es ausser Frage dass es eine Art Ziel ist bewusstes Leben entstehen zu lassen.

Wenn… Diese kosmische Teleologie riecht nach T. de Chardin – bist Du katholisch?

Ansonsten läuft es bei Euch darauf hinaus: „Eigentlich weiß man es nicht, aber ich denke…“
Wenn man einen Philzer braucht, der was vom Meinungsnihilismus redet, dann ist er nicht da.

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Video: Außerirdische Nachbarn? Warum sind wir allein im Universum? 16 Aug 2019 17:44 #55565

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Ja ich bin katholisch.
Bin wohl der einzige paranoide Android der das ist vielleicht gerade deshalb.

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Video: Außerirdische Nachbarn? Warum sind wir allein im Universum? 16 Aug 2019 19:10 #55571

Hallo Martin,

Der Drang zur Vereinheitlichung ist ein Urbedürfnis des Menschen, es hat schon etwas Religiöses. Mit Karl Rahner würde ich es „gnoseologische Konkupiszenz“ nennen.


Komisch, ich hab eher das Gefühl der Drang des Menschen besteht darin das Gesamte in Stücke zu zerlegen um es besser
im Detail betrachten zu können. Finde ich auch irgendwie sinnvoll sich auf Teilbereiche zu konzentriere um deren Komplexität
besser beschreiben zu können. Das ist ja auch ein Grund dafür dass die Wissenschaften so erfolgreich sind, genau darum weil
sie sich spalteten und ins Detail gingen. Da ergeben sich natürlich verschiedene Sichtweisen bezüglich der Natur aber man
darf dann doch nicht hingehen und eine spezielle Sichtweise in einem Teilbereich auf die gesamte Wirklichkeit (die ja eine Einheit ist) zu
übertragen sondern man muss versuchen die vielen speziellen Sichtweisen der Naturwissenschaften ( Physik, Chemie, Biologie,
Informationswissenschaften, Geisteswissenschaften, usw...) in Verbindung zu bringen. Ich versuche das so gut ich kann
Ich weiß zwar dass ich das als kleines Würmchen nie hin bekommen werde, aber ist ja egal :)

Du schriebst zu Marvin`s Post:

Ansonsten läuft es bei Euch darauf hinaus: „Eigentlich weiß man es nicht, aber ich denke…“


Da bist du aber auch nicht besser , hihi....:lol:

LG
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Video: Außerirdische Nachbarn? Warum sind wir allein im Universum? 16 Aug 2019 19:47 #55573

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Oh wie wichtig ist für mich gerade hier im Forum der eigene Gedanke!!!
Nachplappern kann jeder. Soll nicht bedeuten dass man nicht auf wissenschaftliche Referenzen zugreifen soll.

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Video: Außerirdische Nachbarn? Warum sind wir allein im Universum? 16 Aug 2019 19:55 #55574

Liebe Sonni, du schreibst:

Komisch, ich hab eher das Gefühl der Drang des Menschen besteht darin das Gesamte in Stücke zu zerlegen um es besser im Detail betrachten zu können. Finde ich auch irgendwie sinnvoll sich auf Teilbereiche zu konzentriere um deren Komplexität besser beschreiben zu können.

Ich nutze hier im Wesentlichen die Position aus David Bohms "Fragmentierung und Ganzheit", die ich schon einmal in einem anderen Thread vorgestellt habe. Deinen Ausführungen ist insoweit zu folgen, da es so gemacht wurde und es sich scheinbar als sehr erfolgreich herausgestellt hat. Allerdings hat sich die Fragmentierung verselbständigt und als einzig wahr verstanden worden. Wenn wir fragmentiert fragen, erhalten wir fragmentierte Antworten, was uns davon überzeugt, dass wir es richtig gemacht haben. Der Blick für die größeren Zusammenhänge ist verloren gegangen und beraubt uns eines wesentlichen Aspekts. Ich würde also nicht folgern wollen, dass Fragmentierung sinnvoll ist, sondern "bloß" faktisch geworden ist.


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Video: Außerirdische Nachbarn? Warum sind wir allein im Universum? 16 Aug 2019 20:47 #55576

Wenn man fragt. Wofür will man jemanden bezahlen? Dann ist die Antwort: Für die konkreten Fragestellungen von Metallurgie bis Medikamente. Da findet also der Alltag statt. Aber wenn man hier ins Forum sieht: Dann sind es die Themen, die nach dem Ganzen fragen, die, die starke Beachtung finden.
In der Physik gilt GUT als größtes anzustrebende Glück, auch wenn man sich davon nichts kaufen kann.
Von diesem Bestreben lebt die Wissenschaft: Sonst hätten wir kein Periodensystem und einen ungeordneten Teilchenzoo. Das ist doch das Faszinierende, wenn man große Bögen hinbekommen kann. Ich bin ja selber begeistert davon. Nur frage ich, was man gewonnen hat, wenn man die ganze Welt in eine Formel packen kann.
Es kommt mir vor wie in der Geschichte von Herrn Keuner von Bert Brecht:
Herr K. betrachtete ein Gemälde, das einigen Gegenständen eine sehr eigenwillige Form verlieh. Er sagte: Einigen Künstlern geht es, wenn sie die Welt betrachten, wie vielen Philosophen. Bei der Bemühung um die Form geht der Stoff verloren. Ich arbeitete einmal bei einem Gärtner. Er händigte mir eine Gartenschere aus und hie mich einen Lorbeerbaum beschneiden. Der Baum stand in einem Topf und wurde zu Festlichkeiten ausgeliehen. Dazu mußte er die Form einer Kugel haben. Ich begann sogleich mit dem Abschneiden der wilden Triebe, aber wie sehr ich mich auch mühte, die Kugelform zu erreichen, es wollte mir lange nicht gelingen. Einmal hatte ich auf der einen, einmal auf der anderen Seite zu viel weggestutzt. Als es endlich eine Kugel geworden war, war die Kugel sehr klein. Der Gärtner sagte enttäuscht: Gut, das ist die Kugel, aber wo ist der Lorbeer?"

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Video: Außerirdische Nachbarn? Warum sind wir allein im Universum? 16 Aug 2019 23:00 #55591

Die Theologie lebt von Gleichnissen, die Naturwissenschaft vom Gleichheitszeichen (=)

Thomas

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Video: Außerirdische Nachbarn? Warum sind wir allein im Universum? 16 Aug 2019 23:16 #55592

@ Thomas: War Brecht Theologe oder hast Du das gleichnishaft gemeint?

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Video: Außerirdische Nachbarn? Warum sind wir allein im Universum? 16 Aug 2019 23:35 #55593

Brecht war kein Theologe. Die Aussage steht, so wie sie dasteht, für sich selbst.
Thomas

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Video: Außerirdische Nachbarn? Warum sind wir allein im Universum? 17 Aug 2019 00:27 #55597

@ Thomas
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@ Marvin
Eigene Gedanken haben wir hier wohl alle. Aber wenn es um Wahrscheinlichkeitsrechnungen geht und klar ist, dass man da nichts genaues weiß ober doch denkt, wie wahrscheinlich etwas ist, dann wünsch ich mir den Philzer herbei.

@ Sonni1967
Du findest es sinnvoll, sich auf Teilbereiche zu konzentrieren, weil man so die Komplexität wahrnehmen kann (genau darauf zielte ich mit dem mein Brecht-Zitat), ich finde es einen wichtigen drive, nach dem Ganzen zu streben, denn davon lebt die Wissenschaft. Dann haben wir doch eine Wertschätzung der jeweils anderen Position.
Worum ging es denn in dieser Frage? Mir geht es darum, dass wir die Einheit der Entwicklung des Unbelebten und Belebten nicht haben.
Von der Differenzierung der 4 Kräfte über die Stern-Phasen bis zu Planetensystemen in der 2. Sternengeneration und der chemischen Prozesse dort kommen Mutation und Selektion nicht vor, vom Kampf um den Sexualpartner ganz zu schweigen. In der biologischen Evolution gelten Gesetze, in denen das Handeln von holistischen Größen eine Rolle spielen. Dies mit dem Spiel der 4 Grundkräfte in ein Wort zu packen, ist doch eher irreführend. Genauso könnte man Quarks, Photonen, Elefanten, politische Revolutionen, Sexualität und die Singularität als Sachen auffassen, dann hat man sie alle mit einem Wort umfasst und somit als Einheit erfasst. Schließlich sind es grammatisch auch alles Nomen, na bitte, geht doch?
Was hat man außer der Illusion eines einheitlichen Bogens damit erreicht?
Und wenn alles vereinheitlicht ist, kommt 42 heraus.

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Video: Außerirdische Nachbarn? Warum sind wir allein im Universum? 17 Aug 2019 00:49 #55600

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Martin-O schrieb: Und wenn alles vereinheitlicht ist, kommt 42 heraus.


Im Nachlass des leider allzu früh verstorbenen Douglas Adams fanden sich kürzlich handschriftliche Aufzeichnungen die vermuten lassen, dass es sich bei "42" um einen Zahlendreher handeln könnte. Meine Güte, nicht auszudenken. Man muss das aufmerksam verfolgen.

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Video: Außerirdische Nachbarn? Warum sind wir allein im Universum? 17 Aug 2019 14:13 #55619

D.Rajic schrieb: Der Blick für die größeren Zusammenhänge ist verloren gegangen und beraubt uns eines wesentlichen Aspekts. Ich würde also nicht folgern wollen, dass Fragmentierung sinnvoll ist, sondern "bloß" faktisch geworden ist.


Hallo Dieter,
mit meiner Aussage dass ich es für sinnvoll halte das Ganze in Stücke zu zerteilen um die Details besser verstehen zu können
meinte ich eigentlich nur folgendes:

Wir Menschen sind aufgrund unserer begrenzten Kapazität der einzelnen Gehirne nicht in der Lage das große Ganze im
Blickfeld zu haben. Die Welt ist zu kompliziert und deswegen haben wir keine andere Möglichkeit als uns Details aus
einer utopischen Fülle von Erscheinungen herauszugreifen und isoliert zu betrachten. Das könnte der Grund sein dass sich
die Wissenschaften in Teilbereiche aufgesplittet und spezialisiert haben. Für einen einzelnen Menschen ist es unmöglich
aus der Komplexität noch das Gesamte wahrzunehmen. Wenn ich alleine nur über Details der Biologie lese und wie komplex da alles ist
wird mir schwindelig :silly:

Ich weiß aber dass es in der Natur solche Grenzen nicht gibt. Sie lässt sich nicht aufsplitten, zerteilen weil dort alles mit allem
zusammenhängt als großes Ganzes. Ich glaub auch dass uns der Blick für die größeren Zusammenhänge verloren gegangen
ist.
Irgendwie so: Ich kann einen Baum physikalisch-, chemisch- und biologisch betrachten aber das wichtigste übersehen.
Die Gesamtheit, den Baum an sich (wie Harald Lesch mal sagte: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile).

Ich bin halt der Meinung dass man die kosmische- von der biologischen Evolution, oder die "unbelebte" (tote) von der
"belebten" Materie nicht trennen sollte, weil es gibt nur eine Wirklichkeit. Ich verstehe die Entwicklung der ersten
Lebensformen als Fortführung der vorangegangenen Entwicklungsphasen des Universums bis hin zum Urknall.
Ich glaube die belebte Materie ist ganz natürlich mit Hilfe von physikalischen und chemischen Abläufen aus der toten
hervorgegangen und letztendlich besteht alle Materie ( ob tot oder lebendig) aus Up / Down Quark und Elektron.
Auf der Ebene gibt es überhaupt keinen Unterschied zwischen mir und einem Tisch.

Erst auf höherer Ebene ( höherer Organisationsstruktur und Komplexität / höherer Informationsgehalt) hat sich dann das
Leben herauskristallisiert. Durch das Leben offenbaren sich dann geistige Prozesse die aber von Anfang das wirklich
fundamentale waren / sind. Die höchste Komplexität auf der Erde hat das menschliche Gehirn und dort zeigen sich auch
die geistigen Prinzipien am meisten.

Naja, ich und meine seltsamen Phantasien. Ich weiß, hihi....
Niemand weiß wie Leben entstanden ist (noch nicht) und ob es außerirdische intelligente Lebensformen gibt.
Bei mir ist noch kein Ufo gelandet und hat mich entführt :woohoo: .
Kann ich aber auch verstehen. Ich würde auch net auf einem Planeten landen wo sich die eigene Art gegenseitig
die Köpfe einschlägt. Was würden die dann erst mit mir mache wo ich doch sooo ganz anders wäre ?

Liebe Grüße
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Video: Außerirdische Nachbarn? Warum sind wir allein im Universum? 17 Aug 2019 15:17 #55621

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Betrachtet man die Grundlagen für das Leben respektive des höheren Lebens kann man nur staunen.
Allein die Vorgänge in einer einzigen Zelle sind unvorstellbar. Millionen von chemisch physikalische Prozesse passieren unentwegt. Und das nur in einer einzigen Zelle. Von den atomaren und QM Vorgängen ganz zu schweigen.
Dann das Zusammenspiel der Zellen durch ihre Verbindungen, welche letztlich den Organismus darstellen.
Unsere heutige Technik basiert auf Si Technik- Transistoren und Bit- Verarbeitung- wie einfach gestrickt gegenüber dem Leben.
Verschiedene Aufgaben werden im Organismus verteilt und Lebensprozesse werden sicher aufrechterhalten.
Äußere Einflüsse welche sich ständig änderen müssen laufend angepasst werden- in Echtzeit.
Die meisten Prozesse finden unter der Oberfläche statt- ohne das Bewusstsein zu tangieren.
Und dann als Krönung sozusagen: Das bewusste Denken und Handeln.
Das alles als Konsequenz einer über Mrd Jahre währenden Entwicklung.
Ist es dann ein Wunder wenn sich dieses Wesen anschaut sich selber hinterfragt und in Anbetracht der Größe des von ihm vermessenen Universums fragt: Bin ich der Einzige?

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Video: Außerirdische Nachbarn? Warum sind wir allein im Universum? 17 Aug 2019 23:07 #55649

Die September Ausgabe von Spektrum der Wissenschaft hat eine in diesem Zusammenhang interessante Titelgeschichte: Künstliches Leben.

Hier wird erzählt, was Forscher heute anstellen, um Leben im Labor nachzubauen.

In 10 Jahren, so wird prognostiziert, hat man die erste Zelle, die alle Lebensbedingungen erfüllt im Labor nachgebaut.

Sich selbst reproduzierend, sich selbst mit Energie versorgend und sich selbst organisierend!

Die Zellen bedürfen einer Hülle: eine lipophile und hydrophobe Zellmembran, Liposomen genannt.

Ich spar mir jetzt die ganzen Details. Aber das ist schon eine Hausnummer!

Thomas
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Video: Außerirdische Nachbarn? Warum sind wir allein im Universum? 18 Aug 2019 11:12 #55663

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Thomas schrieb: In 10 Jahren, so wird prognostiziert, hat man die erste Zelle, die alle Lebensbedingungen erfüllt im Labor nachgebaut.


Dann kommt sicher ein Fax aus Stockholm, wenn das gelingt.

Schauen wir mal, wer bei dem Wettlauf die Nase vorne hat:
- erste lebende Zelle im Labor gebaut
- Dunkle Materie entdeckt
- Fusionsreaktor liefert billigen Strom ins Netz
- am BER hebt der erste Flieger ab.

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Video: Außerirdische Nachbarn? Warum sind wir allein im Universum? 18 Aug 2019 11:20 #55664

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Letzeres wird wohl nie passieren, weil niemand mehr fliegen will. Und wenn wir dann in die DM stürzen brauchen wir auch keine künstliche Zelle mehr. Und unser Fusionsreaktor fkt noch einige Mrd Jahre.

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Video: Außerirdische Nachbarn? Warum sind wir allein im Universum? 18 Aug 2019 21:36 #55695

Cim Borazzo schrieb: - am BER hebt der erste Flieger ab.


das wird nie passieren , vorher wird er vom Meer überflutet

Wir leben zwar alle unter dem gleichen Himmel, aber es haben nicht alle den gleichen Horizont.
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AUF Zug
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