Willkommen, Gast
Benutzername: Passwort: Angemeldet bleiben:
  • Seite:
  • 1

THEMA: Information überlebt den Tod eines lebendigen Organismus

Information überlebt den Tod eines lebendigen Organismus 29 Aug 2016 13:28 #8031

  • Ralf
  • Ralfs Avatar Autor
  • Besucher
  • Besucher
Das ist ja denn so etwas wie die aus dem Körper austeigende Seele eines Menschen oder Tieres.
Wenn das Universum einen tieferen Sinn haben sollte,dann könnte es möglich sein, dass die in einem lebenden Organismus entstehende Information weitergegeben wird. Nicht nur durch die DNA sondern mehr oder weniger direkt durch einen Überraum. Es gab schon früher solche Überlegungen.
Ist dieser Gedanke nur daraus geboren, dass wir uns nicht damit zurechtfinden können, dass wir endlich sind, oder steckt da noch mehr dahinter?
Hier kann jetzt die Religion loslegen. Was meint ihr dazu?
Letzte Änderung: von Ralf. Begründung: Rechtschreibung (Notfallmeldung) an den Administrator
Dieses Thema wurde gesperrt.

Verwandte Themen

Betreff des ThemasRelevanzDatum des letzten Beitrages
Wie überlebt die Menschheit den Big Freeze?6.95Mittwoch, 15 November 2017
Urknall und Information5.27Samstag, 27 Mai 2017
Hat Information eine Masse5.21Dienstag, 20 März 2018
Raum-Zeit und Information5.21Donnerstag, 21 April 2016
Information oder Irreführung?5.21Samstag, 31 August 2019
Alles ist Information: Von der Relativitäts- zur Quantentheorie5.15Montag, 27 November 2017
Information / Grundlagen / Film von Peter Fischer5.1Dienstag, 24 November 2015
Die Komponenten des Universums:Energie, Materie und Information5.1Donnerstag, 16 März 2017
Ist Bewegungsrichtung die bestimmende Information aller physikalischen Prozesse?5.04Mittwoch, 31 Oktober 2018
Gravitation eines SL4.67Donnerstag, 04 April 2019

Information überlebt den Tod eines lebendigen Organismus 29 Aug 2016 18:42 #8035

Dies erinnert mich an das Ratten-Experiment von Sheldrake ( de.wikipedia.org/wiki/Morphisches_Feld ):
"Eines von Sheldrakes Beweismitteln war die Arbeit des Forschers William McDougall von der Harvard-Universität, der in den 1920er Jahren die Fähigkeit von Ratten untersucht hatte, aus Labyrinthen herauszufinden. Er hatte herausgefunden, dass Ratten, nachdem andere vor ihnen das Labyrinth gelernt hatten, schneller hindurch fanden. Zuerst brauchten die Ratten 165 Fehlversuche, bevor sie jedes Mal ohne Fehler durch das Labyrinth fanden, aber nach einigen Generationen waren es nur noch 20 Fehlversuche. McDougall glaubte, dass der Grund dafür in einer Art von Lamarckschem Evolutionsprozess lag. Sheldrake hingegen sah darin den Beweis für die Existenz eines Feldes. Die Ratten, welche das Labyrinth zuerst durchliefen, schufen nach seiner Ansicht ein Lernmuster innerhalb eines „Rattenfeldes“, auf das die Nachkommen dieser Ratten zurückgreifen konnten, auch wenn sie nicht verwandt waren. Für die Versuche wurde stets dasselbe Labyrinth verwendet, Geruchsspuren wurden außer acht gelassen."

Hier hätte man genau das Überleben von Informationen über den Tod hinaus. Aber mit dem letzten Satz (wenn es denn so stimmt) wäre auch gleich die Auflösung mit dabei.

Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind normale private Beiträge. Sie sollten genauso diskutiert und kritisiert werden wie alle anderen Beiträge auch.
Folgende Benutzer bedankten sich: Ralf
Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind normale private Beiträge. Sie sollten genauso diskutiert und kritisiert werden wie alle anderen Beiträge auch.
Dieses Thema wurde gesperrt.

Information überlebt den Tod eines lebendigen Organismus 09 Sep 2016 16:06 #8115

Lernmuster innerhalb eines Rattenfeldes?

Ich nehme an, das Labyrinth sah immer gleich aus... Wenn es dann auch noch immer am gleichen Ort war, also immer das selbe Labyrinth, dann könnte dieses "Rattenfeld" auch einfach aus Geruchsstoffen bestanden haben^^ Ich sollte Beiträge manchmal wirklich zweimal lesen, du hast es ja schon selbst geschrieben. Das heist, die Bühne des Morphischen Feldes ist die Umgebungsluft und das Feld selbst beschreibt die raumzeitliche Entwicklung der Geruchsstoffe von deren Freisetzung bis zu deren verschwinden im Rauschen ;)

...
Also, wenn ich meinen Computer ausschalte und mit einem starken Magneten die Festplatten lösche -- den Computer also töte -- dann ist die Information die drauf war futsch, weg und für immer verloren. Es gibt keinen Grund anzunehmen das es bei einem biologischen Computer anders wäre.

assume good faith
assume good faith
Dieses Thema wurde gesperrt.

Information überlebt den Tod eines lebendigen Organismus 09 Sep 2016 17:00 #8117

Merilix schrieb:

Also, wenn ich meinen Computer ausschalte und mit einem starken Magneten die Festplatten lösche -- den Computer also töte -- dann ist die Information die drauf war futsch, weg und für immer verloren. Es gibt keinen Grund anzunehmen das es bei einem biologischen Computer anders wäre.


Es gibt Mrd. x 10hochxxx Schneeflocken. Keine einzige Schneeflocke gleicht einer anderen. Das gleiche gilt auch für Sandkörner. Nimmst du einen Stein und zermalmst ihn zu Sand, dann wird kein einziges Sandkorn eine Form annehmen wie auch nur ein einziges anderes. Auch wird kein einziges Sandkorn so aussehen, wie auch nur ein einziges Sandkorn auf einem Mrd. Lichtjahre entfernten Planeten. Woher wissen die Sandkörner, dass sie beim Zermalmen keine Form annehmen dürfen, die schon existiert?

Aber es kommt noch schlimmer. Woher wissen die Sandkörner, dass sie auch keine einzige Form annehmen dürfen, welche schon einmal existiert hat und diese Form es schon vielleicht seit Milliarden Jahren nicht mehr gibt. Woher wissen sie, welche Formen es jemals schon gegeben hat? Wo ist diese Information gespeichert und wie wird sie abgerufen?

Wenn du deinen PC zermalmst, warum sollten dann die Informationen, die darauf gespeichert waren, verloren gehen wenn sogar die Späne von den zermalmten Metallteilen wissen, dass sie nicht die Formen annehmen dürfen, welche die Formen der Späne angenommen haben, die beim Zermalmen eines anderen PC vor vielen Jahren irgendwo weit weg angefallen sind, den kein Span gleicht einem anderen? Wenn sogar die Formen aller Späne, Sandkörner, Schneeflocken usw von jetzt und von längst vergangenen Tagen gespeichert sind und überall von den gerade entstehenden Spänen, Schneeflocken, Sandkörner usw. augenblicklich abgerufen werden können, warum dann nicht auch deine Informationen, die du auf deinem PC gespeichert gehabt hast.

Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten, aber sie ist zu beantworten. Sie hängt zusammen mit der Allmacht, die immer und überall, in jedem Augenblick und in aller Ewigkeit, existiert.

Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

Dieses Thema wurde gesperrt.

Information überlebt den Tod eines lebendigen Organismus 09 Sep 2016 19:19 #8121

badhofer schrieb: Wenn du deinen PC zermalmst, warum sollten dann die Informationen, die darauf gespeichert waren, verloren gehen ........................


Mach doch mal einen Selbstversuch, zerstöre deine Festplatte mittels Magneten (es wird dabei nur die Information zerstört, die Festplatte selbst bleibt rein äußerlich heil, Späne fallen da nicht an) und baue sie sodann wieder in den PC ein ........................... mach das doch mal, gemäß deinen Ausführungen können diese Informationen ja gar nicht verloren gehen, es kann also gar nichts passieren.

wenn sogar die Späne von den zermalmten Metallteilen wissen, dass sie nicht die Formen annehmen dürfen,...............


Also Dinge haben kein Bewusstsein, daher können sie auch nichts "wissen". Du solltest in Zufälligkeiten nicht mehr hineininterpretieren, als drin ist: Alles reine Zufälle eben.

Wenn sogar die Formen aller Späne, Sandkörner, Schneeflocken usw von jetzt und von längst vergangenen Tagen gespeichert sind..............


Wo und wie sollten diese Informationen "gespeichert" sein? Und vor allem: wozu? Und von wem?

Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten, aber sie ist zu beantworten. Sie hängt zusammen mit der Allmacht, die immer und überall, in jedem Augenblick und in aller Ewigkeit, existiert.


Aha, die Allmacht. Wer, bitte, soll das sein? Gott? Der unvollkommene Gott? Das Universum selbst?

So etwas wie "Allmacht" gibt es im realen Leben nicht, kann es nicht geben.


Grüße
Udo

Das Verzichtbare ist nutzlos. J.F. Hingeklammert
Das Verzichtbare ist nutzlos. J.F. Hingeklammert
Dieses Thema wurde gesperrt.

Information überlebt den Tod eines lebendigen Organismus 09 Sep 2016 19:21 #8122

badhofer schrieb: Aber es kommt noch schlimmer. Woher wissen die Sandkörner, dass sie auch keine einzige Form annehmen dürfen, welche schon einmal existiert hat und diese Form es schon vielleicht seit Milliarden Jahren nicht mehr gibt. Woher wissen sie, welche Formen es jemals schon gegeben hat? Wo ist diese Information gespeichert und wie wird sie abgerufen?

Hier irrst du. Das wissen sie nicht und müssen sie auch nicht wissen. Denn es gibt kein Gesetz das ihnen vorschreibt eine bestimmte Form nicht annehmen zu dürfen. Die Wahrscheinlichkeit das sie eine bereits existierend Form annehmen ist genau so groß oder klein als die Wahrscheinlichkeit eine bestimmte noch nicht existierende Form anzunehmen. Insgesamt sind allerdings die Möglichkeiten so groß das eine bestimmte beliebig unwahrscheinlich wird. Es ist also überhaupt nicht nötig irgendwo irgendwie eine Information zu speichern was es bereits gegeben hat.

Nachtrag:

badhofer schrieb: Keine einzige Schneeflocke gleicht einer anderen.

Schönes Beispiel... Man kann fragen warum ist eine Schneeflocke derart symmetrisch? Wieso sieht jede der 6 Zacken so aus wie die anderen 5? Woher wissen die Wassermoleküle wo sie sich anlagern müssen? Die Antwort ist einfach. Die einzelnen Teile der Schneeflocke liegen so nah beieinander das sie auf ihrem Weg nach unten den gleichen Umweltbedingungen ausgesetzt sind (Temperaturschwankungen, Feuchtigkeit etc.) und deshalb entwickeln sie sich gleich. So könnte man auch sagen: jede Schneeflocke gibt es genau 6 mal und diese 6 sind miteinander verbunden...

assume good faith
assume good faith
Letzte Änderung: von Merilix. Begründung: Typo (Notfallmeldung) an den Administrator
Dieses Thema wurde gesperrt.

Information überlebt den Tod eines lebendigen Organismus 09 Sep 2016 21:14 #8124

udogigahertz schrieb:

So etwas wie "Allmacht" gibt es im realen Leben nicht, kann es nicht geben.

Dann versuche mal, irgend etwas zu vervollkommnen. Ganz egal, was. Da merkst du gleich, dass es etwas gibt, dass dich daran hindert, etwas zu vervollkommnen. Die Unvollkommenheit selbst ist es, die das verhindert. Was auch immer du machst, die Unvollkommenheit verhindert, dass du es vollkommen machst. Die Unvollkommenheit ist nur ein System. Das hat einen ursächlichen Grund. Es ist unbestritten, dass es nicht nichts gibt. Warum gibt es eigentlich nicht nichts? Weil dann wäre das Nichts vollkommen, ist es aber nicht. Diese Unvollkommenheit des Nichts ist das Grundsystem, die Grundstruktur, das Grundmuster, auf dem alles folgende aufgebaut ist und verhindert, dass irgend etwas vollkommen sein kann.

@Merilix
Vielleicht sind die Beispiele mit den Schneeflocken und den Sandkörner tatsächlich kein passender Beweis dafür, warum vom System her nichts gleich sein kann. Das muss ich selbst nochmal hinterfragen und gegebenenfalls korrigieren oder nach anderen Beispielen suchen.
Hier ein Link dazu: warum-sind-schneeflocken-immer-sechseckig

Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

Dieses Thema wurde gesperrt.

Information überlebt den Tod eines lebendigen Organismus 09 Sep 2016 21:54 #8127

badhofer schrieb: udogigahertz schrieb:

So etwas wie "Allmacht" gibt es im realen Leben nicht, kann es nicht geben.

Dann versuche mal, irgend etwas zu vervollkommnen. Ganz egal, was. Da merkst du gleich, dass es etwas gibt, dass dich daran hindert, etwas zu vervollkommnen. Die Unvollkommenheit selbst ist es, die das verhindert. Was auch immer du machst, die Unvollkommenheit verhindert, dass du es vollkommen machst. Die Unvollkommenheit ist nur ein System.


Also DAS ist ................ ich sags mal lieber nicht, was ich denke.

Erstens: Es gibt kein "System Unvollkommenheit"!

Zweitens: Wieso sprichst du hier pauschal jedem einzelnen die Fähigkeit ab, etwas vollkommenes zu erschaffen? Das ist herabwürdigend und arrogant.

Drittens: Es gibt sehr wohl viele Dinge, von Menschen erschaffene, gemachte und ideelle Dinge, die man als "vollkommen" bezeichnen kann, es sei an die Formel "E=mc²" erinnert, die ist perfekt, vollkommen, da fehlt nichts, die kann man nicht verbessern. Auch sehr viele andere Formeln anderer Wissenschaftler haben sich als vollkommen herausgestellt. Es sei an bestimmte Musikkompositionen erinnert, manche davon waren (und sind) so vollkommen in ihrer harmonischen Entfaltung, die KANN man nicht verbessern, auch einigen andere Kunstwerke lassen sich kaum verbessern, sie sind in ihrer Art vollkommen.

Oder geometrische Formen, die Kugelgestalt lässt sich nicht verbessern, eine exakte Kugel ist nun mal vollkommen.

Du hast dich da in etwas hoffnungslos verrannt, durch ständiges Wiederholen in anderen Threads wird das nicht besser, das ist falsch, was du da schreibst.


Grüße
Udo

Das Verzichtbare ist nutzlos. J.F. Hingeklammert
Das Verzichtbare ist nutzlos. J.F. Hingeklammert
Dieses Thema wurde gesperrt.

Information überlebt den Tod eines lebendigen Organismus 09 Sep 2016 22:38 #8130

udogigahertz schrieb:

Es gibt sehr wohl viele Dinge, von Menschen erschaffene, gemachte und ideelle Dinge, die man als "vollkommen" bezeichnen kann, es sei an die Formel "E=mc²" erinnert, die ist perfekt, vollkommen, da fehlt nichts, die kann man nicht verbessern.

Wenn du anstatt c die Lichtgeschwindigkeit mit unendlich vielen Nachkommastellen einsetzt, dann wäre die Formel exakt. So, wie du sie schreibst, ist sie (exakt genommen) falsch. Sie müsste heißen: E = ungefähr mc2

Würdest du 1 Millionen von den besten Atomuhren, die jemals gebaut wurden, 1 Milliarde Jahre lang laufen lassen, sie würden dir 1 Million verschiedene Zeiten anzeigen. Warum glaubst du, ist das so?
Hier ein Link dazu: Atomuhren sind die genauesten Messinstrumente überhaupt, sie gehen erst nach Milliarden Jahren um eine Sekunde vor oder nach

Nachtrag: Wenn wir schon bei der Exaktheit sind, sollte man gleich dazu erwähnen, dass 1 Million Atomuhren schon nach einer Sekunde 1 Million verschiedene Zeiten anzeigen. Das nur zum Thema Exaktheit.

Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

Dieses Thema wurde gesperrt.

Information überlebt den Tod eines lebendigen Organismus 09 Sep 2016 23:31 #8131

@badhofer
bei \(E=mc^2\) irrst du. Die Krummheit der Lichtgeschwindigkeit mit der Einheit \(km/s\) resultiert aus der krummen, historisch bedingten Definition des Meters, Der genaue Zahlenwert der Einheit ist willkürlich von Menschen so definiert und keine mathematische oder Naturkonstante. Die Formel bleibt richtig egal wie die Einheiten skaliert sind (lineare Skalierung vorausgesetzt).

Mit den Atomuhren hast du vermutlich recht da diese auf Quanteneffekten basieren und diese (bisher) nur statistisch beschrieben werden können.

Nachtrag:
Um Exakt zu sein muss man sagen: c bezeichnet NICHT die Geschwindigkeit von Licht sondern eine von Einstein postulierte Grenzgeschwindigkeit. Licht (so wie alle EM Wellen) breiten sich aufgrund ihrer Natur mit eben dieser Geschwindigkeit aus. Die Formel kann man in ihrere Einfachheit als vollkommen bezeichnen. Allerdings ist sie ein mathematisches Konstrukt und kein "Ding" das es in der Natur gibt. Das gleiche gilt für den Kreis oder die Kugel. Kann man mathematische Gebilde dem Sinne wie du meinst als vollkommen oder unvollkommen bezeichnen? Ich denke nicht.

assume good faith
assume good faith
Letzte Änderung: von Merilix. Begründung: Typo (Notfallmeldung) an den Administrator
Dieses Thema wurde gesperrt.

Information überlebt den Tod eines lebendigen Organismus 10 Sep 2016 11:17 #8135

Merilix schrieb:

Kann man mathematische Gebilde dem Sinne wie du meinst als vollkommen oder unvollkommen bezeichnen? Ich denke nicht.

In meinem Sinne ist die Unvollkommenheit das höchste, das es gibt. Sie sorgt auch dafür, dass nichts vollkommen ist. Die Mathematik ist jedoch vollkommen. Wo liegt da der Widerspruch? Der Widerspruch liegt in der Auslegung des Wortes „Unvollkommen“. Die Unvollkommenheit ist in Wirklichkeit aufgrund dessen, dass sie unvollkommen ist, vollkommen. So wie das Perfekte nur dann perfekt ist, wenn es fehlerhaft ist.

Symbolisches Beispiel: Ich habe mir mein Auto frisch lackieren lassen. „Ich das Auto auch perfekt lackiert“, frage ich den Meister? „Selbstverständlich“ sagt er, „sie können sich davon überzeugen“. Ich suche und suche und sage zum Meister: „Das Auto ist nicht perfekt lackiert“. „Sicher“, schauen sie noch einmal genauer“. Plötzlich finde ich einen Fehler in der frischen Lackierung und sage: „Ok, passt, das Auto ist perfekt lackiert“. (Der Fehler in der Lackierung muss natürlich klein genug sein, damit es der Systemfehler ist, nachdem ich gesucht habe. Ist er zu groß, dann ist er nicht der zwingende Systemfehler, sondern er entstand durch unsachgemäße Arbeit. Da werde ich natürlich reklamieren.) Fazit: Die Unvollkommenheit ist in Wirklichkeit aufgrund ihrer Unvollkommenheit vollkommen.

Die Mathematik ist nur dann vollkommen, wenn man die Unvollkommenheit miteinbezieht durch das Zeichen „Ungefähr.“ Zwei Liter Wasser + 2 Liter Wasser = 4 Liter Wasser. Falsch. Ungefähr 2 Liter Wasser + ungefähr 2 Liter Wasser = ungefähr 4 Liter Wasser. Diese Formel ist vollkommen, eben aufgrund seiner Unvollkommenheit.
Symbolisches Beispiel. Der Mond kreist in einer bestimmten Entfernung rund um die Erde, sagen wir (+/- 1 Meter). Ein Elektron kreist mit einer bestimmten Entfernung um den Atomkern, ebenfalls (+/- 1 Meter). Aufgrund seiner großen Toleranz erscheint es so, wie wenn das Elektron sich überhaupt nicht so verhält, wie der Mond, denn es ist einmal dort, einmal da. Es ist einfach nach Belieben irgendwo. Nein, es kreist genauso um den Atomkern wie der Mond um die Erde, nur die große Toleranz lässt zu, dass es einmal dort und einmal da ist.
Die Toleranz nimmt mit der Größe des Objektes ab, jedoch nicht linear. Ähnlich wie bei der relativistischen Geschwindigkeit, die sich erst bei annähernd Lichtgeschwindigkeit extrem bemerkbar macht. Genauso verhält sich die Toleranz. Auf atomarer Ebene wird die Toleranz plötzlich relativ zur Größe gigantisch groß. Das ist meines Erachtens der einzige Unterschied zwischen der Quanten und der klassischen Physik. Die Nichtlinearität der Toleranz lässt auf Quantenebene bei gleichem Verhalten einen ungleich größeren Spielraum zu, sodass man das Gefühl hat, Quantenobjekte verhalten sich anders als klassische Objekte.

Herr Gaßner hat bei einem Vortrag (in einem anderen Zusammenhang) gesagt, wir haben in unseren Berechnungen keinen „Gottesterm“. Oh doch, es gibt einen, nämlich das „Ungefähr-Zeichen“ , dass sich je nach Größe nichtlinear verhält. Die Tragweite wird nur zu wenig wahrgenommen. Außerdem ist das Wort „Gottesterm“ irreführend. Da hat Herr Gaßner natürlich recht gehabt. So, wie man den Begriff „Gottesterm“ interpretiert, gibt es ihn wirklich nicht. Er hat damit gemeint, dass der „Gott der Religionen“ in den Berechnungen der Naturwissenschaft nicht enthalten ist. Das stimmt natürlich.

Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

Dieses Thema wurde gesperrt.

Information überlebt den Tod eines lebendigen Organismus 10 Sep 2016 11:34 #8136

badhofer,

Ich wollte mit dem Argument (nur mathematisches Gebilde) eher Udos Argumentation etwas aushebeln.
Du hast natürlich recht, die Perfektion liegt in der Unvollkommenheit denn das Vollkommene ist langweilig.und uninteressant. Die Unvollkommenheit verleiht Dingen Ihre Individualität -- Du wirst Dein Auto an diesem winzigen Fehler, den kein anderer sieht, stets erkennen können. Der Fehler verleiht ihm eine neue Eigenschaft und macht es damit perfekt...

assume good faith
assume good faith
Dieses Thema wurde gesperrt.

Information überlebt den Tod eines lebendigen Organismus 10 Sep 2016 17:45 #8138

Das Beispiel mit den verschiedenen Toleranzen in einem Experiment:

Eine 100 Meter lange Stange befestigt man auf einer Seite an einen Drehpunkt, auf der anderen Seite bindet man mit einer 1 Meter langen Leine einen Hund. Dann dreht man die Stange um den Drehpunkt. Der Hund wird um den Drehpunkt mittlaufen. Aufgrund der 1 Meter langen Leine wird er nicht ganz exakt einen Kreis laufen, einmal ist er mehr außen, dann innen, dann wieder vorne dann hinten. Aber er läuft um den Mittelpunkt. Das ganze filmt man von oben und retuschiert die Stange und die Leine weg. Auf dem Film ist nun ein Hund zu sehen, der um einen Mittelpunkt läuft.

Das gleiche macht man mit einem Hund an einer 99 Meter langen Leine. Der Hund wird genauso um den Mittelpunkt laufen, seine Bahn ist dann jedoch aufgrund der 99 Meter langen Leine alles andere als rund. Laufen wird er jedoch genauso seine Runden.

Bei einem Film retuschiert man dann den Hund samt dem Mittelpunkt weg und ersetzt ihn durch den Mond und den Mittelpunkt durch die Erde. Im Film ist dann zu sehen, dass der Mond um die Erde kreist. Beim anderen Film ersetzt man den Hund durch ein Elektron und den Mittelpunkt durch einen Atomkern. Im Film ist dann der Atomkern zu sehen und das Elektron, das kreuz und quer sich bewegt. Einmal dort, dann wieder da, irgendwo.

Diese zwei Filme zeigt man dann einen klassischen und einen Quantenphysiker mit der Frage: „Verhalten sie der Mond und das Elektron gleich?“ Die Antwort wird von beiden sein: „Nein, der Mond kreist um die Erde, das Elektron schwebt ständig irgendwo undefinierbar mehr oder weniger nahe am Atomkern umher“.
Die Antwort ist falsch! Mond und Elektron verhalten sich genau gleich. Beider umkreisen ihren Mittelpunkt. Beim Elektron ist das jedoch aufgrund der relativ großen Toleranz nicht erkennbar.

Aufgrund des strukturellen Aufbaus unserer Welt müsste sich das so verhalten.
Ob das wirklich so ist oder überhaupt so sein kann? Ich bin kein Physiker, ich wage da keine Prognose.

Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

Dieses Thema wurde gesperrt.

Information überlebt den Tod eines lebendigen Organismus 10 Sep 2016 20:03 #8139

Googel mal nach den Begriff "Atomorbitale".
Wenn diese Modelle so stimmen dann erscheint deine Vorstellung, es sei lediglich ein Toleranzproblem, eine Sache der Unschärfe eher unplausibel.

Die Aufenthaltswahrscheinlichkeiten angeregter Elektronen bilden dabei keine Kugelschalen mehr sondern sind eher mit Lissajousfiguren oder stehenden Wellen mit mehreren Knoten vergleichbar. Oder vielleicht passt "Interferrenzmuster" besser. Nicht wie beim Doppelspaltexperiment in 1-D sondern in 3D. Dabei gibt es auch recht scharf abgegrenzte Bereiche wo keine Elektronen zu finden sind. Die Metapher mit dem ungenau in Kreis laufenden Hund passt da irgendwie nicht mehr.

assume good faith
assume good faith
Dieses Thema wurde gesperrt.

Information überlebt den Tod eines lebendigen Organismus 10 Sep 2016 20:52 #8140

Merilix schrieb:

Googel mal nach den Begriff "Atomorbitale".

Vielen Dank für die Information. Eigentlich war das Beispiel nicht als Metapher gedacht, sondern eher als eine Grundaussage, nämlich dass sich Toleranzen bei veränderten Größen nicht-linear mitverändern und deshalb in den verschiedenen Größen sich verschieden auswirken können. Das müsste bis in die Welt des kleinsten so sein und sich dort eventuell besonders stark auswirken. Das ist nur so eine Vermutung. Dass der Vergleich des Verhaltens von einem Elektron zu einem sich im Kreis drehenden Hund falsch ist, wäre dabei eigentlich bedeutungslos. So wie wenn ein Bauer in einem Jahr 1 Tonne Kartoffel erntet, dann erntet er in 200 Jahren 200 Tonnen Kartoffel. Dass diese Aussage falsch ist, weil kein Bauer 200 Jahre lebt, ändert nichts daran, dass die Aussage 1 x 200 = 200 richtig ist. Das bedeutet, auch wenn der Inhalt eines Vergleiches oder einer Metapher falsch ist, muss nicht zwingend auch das falsch sein, was damit ausgesagt werden soll. Natürlich wird alles wesentlich verständlicher, wenn man einen Vergleich bringt, der auch inhaltlich richtig ist. Den zu finden ist jedoch nicht immer ganz leicht.

Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

Dieses Thema wurde gesperrt.

Information überlebt den Tod eines lebendigen Organismus 11 Sep 2016 14:38 #8144

  • Chris
  • Chriss Avatar
  • Offline
  • Platinum Boarder
  • Platinum Boarder
  • Beiträge: 1490
  • Dank erhalten: 204
Nein die Metaphern passen da nicht zusammen, also der Bauer wo sein Hund in 200 Jahren nur 99 Meter erntet, ist selber schuld :D na spaß bei Seite.

Ich kann dich gut verstehen worum es dir geht aber im vergleich Elektron zum Mond, geht nicht.... denn wieso kann dann Strom Fliesen? dabei handelt es sich um reines Ausgleich bestreben dieser. Ein Elektron hat immer noch und seit paar Jahren für immer nur eine Aufenthaltswahrscheinlichkeit um sein kern. Kommst du damit nicht klar hast du mit, Mond, Elektron und mir ein großes Problem.

Zum Genetischem Gedächtnis gibt es paar Ideen aber die finde ich hier noch nicht in dem Thema,
also wenn jetzt ein Gedanke dem Tod überdauern soll dann aber nur indem der von Ralf postulierte Überraum sich auf Buch Seiten vorfindet, so das ein Lebende es aufschreibt und sein Nachfolger dieses lesen und verstehen kann.

Gruß Chris

Ja ich kann alles, sogar definieren was ich nicht kann.

Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
**Der Friedrich**
Ja ich kann alles, sogar definieren was ich nicht kann.

Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
**Der Friedrich**
Dieses Thema wurde gesperrt.

Information überlebt den Tod eines lebendigen Organismus 11 Sep 2016 21:58 #8148

Naturgesetzt gelten immer. Haben die ein Gedächtnis bzw. wie sind die gespeichert ?

Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

Dieses Thema wurde gesperrt.

Information überlebt den Tod eines lebendigen Organismus 12 Sep 2016 13:07 #8153

badhofer schrieb: In meinem Sinne ist die Unvollkommenheit das höchste, das es gibt. Sie sorgt auch dafür, dass nichts vollkommen ist. Die Mathematik ist jedoch vollkommen. Wo liegt da der Widerspruch?


Der Widerspruch liegt darin, dass du hier einmal etwas dogmatisch postulierst ("In meinem Sinne ist die Unvollkommenheit das höchste, das es gibt. Sie sorgt auch dafür, dass nichts vollkommen ist.") und gleich im nächsten Satz selbst widerlegst ("Die Mathematik ist jedoch vollkommen.").

Also entweder gilt deine erste Aussage dann wäre der zweite Satz aber falsch, oder der zweite Satz wäre richtig, was den ersten Satz ad absurdum führt.

Im übrigen kann ich dir mit deiner nachgerade "Anbetung der Unvollkommenheit" nicht folgen, was soll das?

Die Welt ist so, wie sie ist, vieles ist nicht ideal, man kann es auch "unvollkommen" nennen, so ist die Form der Erde weit weg von einer idealen Kugelgestalt. Na und? Ist die Erde deswegen "unvollkommen"? Was fehlt ihr denn zur Vollkommenheit?

Nochmal: Du hast dich da in etwas seltsames verrannt, hör damit auf, sonst bekommst du noch einen Knoten im Gehirn.

Die Unvollkommenheit ist KEIN System.

Es gibt sehr wohl die Vollkommenheit, so betrachte ich unser Sonnensystem als vollkommen, da fehlt nichts. Beweis: Unsere Existenz.

badhofer, mach dich mal locker und sieh zu, dass du von diesen komischen, schrägen Ansichten weggkommst, das führt zu nichts.


Grüße
Udo

Das Verzichtbare ist nutzlos. J.F. Hingeklammert
Das Verzichtbare ist nutzlos. J.F. Hingeklammert
Dieses Thema wurde gesperrt.

Information überlebt den Tod eines lebendigen Organismus 15 Sep 2016 08:39 #8189

  • Ralf
  • Ralfs Avatar Autor
  • Besucher
  • Besucher
Also ich kann badhofer verstehen. Vollkommenheit ist in der letz ten Konsequenz Stillstand.
Nur die Unvovllkommenheit, die ewig weiter existieren muss, ergibt eine Entwicklung.
Man kann durchaus unter dem Begriff Unvollkommenheit eine Art System sehen, wenn es auch schwer fällt.
Unser Sonnensystem ist perfekt? Es hat zu unserer Enrtwicklung geführt. Eine geradezu fast unmögliche Anzahl von gewissen Umständen, die man als perfekt bezeichnen könnte hat uns ermöglicht.
Der Saurier, welcher den großen Steinbrocken hat fallen sehen, wird sich wohl gedacht haben: "was für ein Pech!"
Dieses Thema wurde gesperrt.
  • Seite:
  • 1
AUF Zug
Powered by Kunena Forum