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THEMA: Nix, doch was und wer guckt

Nix, doch was und wer guckt 04 Dez 2016 10:09 #10096

stm schrieb: Quanten-Fluktuationen außerhalb von Raum und Zeit - eine durchaus sympathische Vorstellung, ..................


Ja, das hat was, das entbehrt nicht eines gewissen Charmes ................... allein, die dazu notwendige Existenz eines "Außerhalb", eines "Überraumes", einer "Sphäre" oder wie immer man das bezeichnen möchte, wäre dazu zwingend notwendig.

Wenn es so wäre (nichts spricht zur Zeit dafür, aber auch nichts dagegen), stünden wir wiederum am Anfang ganz neuer, unbeantwortbarer Fragen: Was ist dieses "Außerhalb"? Seit wann existiert es? Wer hat es wie und warum erschaffen? War es schon immer da? Oder entstand dieser "Überraum" wiederum aus einer rein zufälligen Quantenfluktuation? Dazu war dann wiederum ein "Über-Überraum" notwendig .......... und immer so weiter.

Also zielführend ist diese Vorstellung eines aus einer rein zufälligen Quantenfluktuation hervorgegangenen Urknalls nicht, weil sie letztlich keine Fragen beantwortet, nur auf höhere Ebenen verschiebt und auch mit dem Standardmodell vom Universum nicht korreliert.


Für mich steht damit fest, dass die Ursache des Urknalls eben KEINE rein zufällige Quantenfluktuation gewesen sein kann.


Grüße
Udo

Das Verzichtbare ist nutzlos. J.F. Hingeklammert
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Nix, doch was und wer guckt 04 Dez 2016 12:35 #10103

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Die Gedankengänge bewegen sich innerhalb unseres 3 bzw.4 dimensionalen Raums.
Unsere Konstrukte, welche sich an unserem Wissen und unseren Erfahrungen festgemacht haben. Aber wir lernen dazu und mit jeder neuen Erkenntnis werden wir in Zukunft sicher einen weiteren Baustein finden, der uns zur Lösung dieser Frage bringen wird,
Ich finde es interessant, dass alte Kulturen es auf ihre Weise so dargestellt haben. Woher haben sie diese "Weisheiten" genommen?
Was befindet sich außerhalb unseres Gehirns? Es sind unsere Interpretationen der Welt. Und wir werden immer nach dem letzten Schluss suchen und das ist gut so.
Meiner Ansicht nach gibt es ein "Außerhalb" aber auf eine Art und Weise, welche den Rahmen unserer Vorstellungen sprengen.
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Nix, doch was und wer guckt 04 Dez 2016 13:26 #10105

udogigahertz schrieb: Für mich steht damit fest, dass die Ursache des Urknalls eben KEINE rein zufällige Quantenfluktuation gewesen sein kann.


Hallo Udo,

auch von mir ein herzliches willkommen.

Nach meiner Anschauung liegt die Ursache des Urknalls außerhalb des jemals mit physikalischen Methoden messbaren. Daher sind alle Erklärungsversuche für mich spekulativ. Bislang habe ich noch keine möglichen Erklärungen gehört, die nicht Kandidaten für Ockhams Rasiermesser sind. Laut wikipedia sind hierfür die Kriterien:

1. Von mehreren möglichen Erklärungen für ein und denselben Sachverhalt ist die einfachste Theorie allen anderen vorzuziehen.
2. Eine Theorie ist einfach, wenn sie möglichst wenige Variablen und Hypothesen enthält und wenn diese in klaren logischen Beziehungen zueinander stehen, aus denen der zu erklärende Sachverhalt logisch folgt.

Für mich folgt daraus, dass man Ockhams Rasiermesser erst anwenden kann, wenn man eine bessere Erklärung hat. Die Gründe, warum eine zufällige Quantenfluktuation ein Kandidat für Ockhams Rasiermesser ist, habe ich durchaus verstanden. Nur was ist eine einfachere Erklärung?

Solange mir keine bekannt ist, würde ich diese Idee nicht ausschließen.

Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind normale private Beiträge. Sie sollten genauso diskutiert und kritisiert werden wie alle anderen Beiträge auch.
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Nix, doch was und wer guckt 04 Dez 2016 14:13 #10107

ClausS schrieb:

udogigahertz schrieb: Für mich steht damit fest, dass die Ursache des Urknalls eben KEINE rein zufällige Quantenfluktuation gewesen sein kann.


Hallo Udo,

auch von mir ein herzliches willkommen.


Solange mir keine bekannt ist, würde ich diese Idee nicht ausschließen.


Danke für das nette Willkommen, ja, du hast Recht, ganz ausschließen sollte man diese Idee nicht, so lange man noch nicht mehr weiß.

Allerdings impliziert die Akzeptanz dieser Vorstellung, dass unser Universum aus einer zufälligen Quantenfluktuation hervorgegangen sein soll, die Existenz eines "Außerhalb" unseres Universums, eines wie auch immer gearteten "übergeordneten" Kontinuums, in dem sich dieses Ereignis manifestiert hatte, anders geht das nicht, rein logisch betrachtet.

Damit wäre jedoch das gegenwärtige Standardmodell der Wissenschaft hinfällig, das immer davon ausgeht, dass "alles was ist" IN diesem Universum sein soll, dann muss es doch ein Außerhalb geben.

Beides gehört unbedingt zusammen, wenn man als Ursache des Urknalls eine zufällige Quantenfluktuation postuliert, muss man zwingend auch von einem Außerhalb ausgehen, sonst funktioniert das nicht. Oder nur im Märchen (Münchhausen lässt grüßen).

Na ja, eines Tages wird man mehr wissen, mal abwarten.


Grüße
Udo

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Nix, doch was und wer guckt 05 Dez 2016 12:17 #10129

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Die Qantenfluktuation als Impuls von einer Seite einer Welt zur anderen. Und wenn alles seinen normalen Gang geht, dann passiert nichts weiter.
Kommt es aber zu einer außergewöhnlichen Situation, Störung, Umständen oder ähnlichem, dann kann das kurze "Herausschauen der einen Welt in die andere einen Staudamm zum Brechen bringen (Urknall).
Kommt immer wieder mal vor, oder ist einmalig? Wenn einmalig, dann stehe ich nah beim lieben Herrn, wenn nicht einmalig, dann läßt die Wissenschaft grüßen und ich bin purer Materialist.
Verschiedene Welten, welche Berührungspunkte haben das ist ja auch wieder ein System. Und wenn es 2 verschiedene Welten gibt, dann kann es doch noch mehr geben, oder?
Als Kind hatte ich mal die Vorstellung, dass die allerkleinsten Teile des Atoms (Proton, Neutron) jeweils alle ein Universum beinhalten Das hat sich natürlich im Laufe der Jahre zerschlagen, seitdem man weiß, welche Bestandteile der QW Proton und Neutron aufbauen.
Aber die Idee, das Kleinste mit dem Größten quasi wie in einem Kreislauf zu vereinen, hat was.
Meine Vorstellung von Quantenfluktuationen sind so: Wir haben ein Lochmuster, durch das wir schauen können. Darunter befindet sich ein Meer. Immer wieder spritzt kurz Wasser durch die Löcher hoch und verschwindet genausoschnell. Die Größe der Löcher können wir nicht beeinflussen. Auch wissen wir nie, wo gerade Wasser hochspritzen wird. .
Wenn aber ein "Loch" aufreist....
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Nix, doch was und wer guckt 05 Dez 2016 21:24 #10168

stm schrieb: @derwestermann
Noch eine kurze Bemerkung zu deinem Eröffnungspost. Du schreibst da unter anderem:

Aber Nichts ist ja nicht nichts, wenn nicht etwas ist, zu welchem es als nichts definiert werden kann, also irgendeinem Sein.

Das bestreite ich. Jedes Seiende kann man abgrenzen gegen alles, was nicht dieses Seiende ist. Für das Seiende als Ganzes ist diese Abgrenzung aber ebenso sinnlos wie für das Nichts.

Hm....wenn man Dich und mich nicht klar voneinander abgrenzen kann, sollten wir einen Mindestabstand halten, bevor wir verschmelzen und eine Gravitationswelle auslösen. Also entweder haben wir nichts, oder etwas anderes seiendes und Heisenberg schlägt erst im Quantenreich zu.

"`Oh dear,' says God, `I hadn't thought of that,' and promptly vanished in a puff of logic.
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