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THEMA: Und es Ur-Knallte doch!

Und es Ur-Knallte doch! 20 Jan 2017 19:32 #11430

Die Kausalität ist das stärkste Argument gegen die Urknall-Theorie. Der Urknall musste eine Ursache gehabt haben. Diese Ursache wurde wiederum von einer Ursache verursacht, diese wiederum und wiederum und wiederum usw. Das Kausalprinzip schreibt das so vor. Oder doch nicht? Kann es im Kausalprinzip eine Wirkung ohne Ursache geben, die das Prinzip der Kausalität trotzdem nicht verletzt?

Infinite Monkey: Ein Affe hat eine Schreibmaschine mit unendlich vielen Tasten N (Null) Doch eine Taste unter den unendlich vielen Tasten ist die Taste U (Urknall) Und so sitzt er an seiner Schreibmaschine und tippt zufällig Tasten. Ewig tippt er verschiedene N. Dass er jemals die Taste U tippen würde ist so gut wie ausgeschlossen. Die Taste U, eine Taste unter unendlich vielen N-Tasten zufällig zu drücken ist unmöglich. Das kann man vollkommen vergessen. Und so tippt er eine Ewigkeit lang immer N-Tasten. Und doch geschieht irgendwann etwas, das auch ein mal geschehen musste, wenn die Wahrscheinlichkeit, dass es geschehen kann, größer ist als Null. Er drückt die Taste U (Urknall) Und alle fragten sich, wo denn die Ursache für den Urknall hergekommen ist? Die Ursache ist nirgendwo hergekommen, sie war schon immer da. Der Urknall hat die Ursache in sich mitgetragen, sie war nur nie aktiv. Der Zufall hat die Ursache aktiviert. Und wer hat dann den Zufall aktiviert? Den Zufall hat niemand aktiviert, der war bei jedem Tastendruck auf eine N-Taste aktiv, denn der Affe drückte immer zufällig die Tasten. Und wo kam dann der Affe mit seiner Schreibmaschine her? Der kam nirgendwo her, den gibt es nämlich gar nicht. Er symbolisiert nur den Zufall. Der Zufall hatte keine Ursache. Er war immer schon da und immer aktiv, bei jedem zufälligem Tastendruck.


Warum ist nicht NICHTS?

Punkt 1) Das nicht NICHTS ist, ist unbestritten. Sonst wären wir auch nicht da. Wäre jemals absolut NICHTS gewesen, es wäre immer so geblieben. Also gibt es ein „Etwas“, symbolisiert durch ein „Teilchen." Dieses Teilchen muss schon immer dagewesen sein, sonst würde es den Energieerhaltungssatz verletzen. Was ist dieses Teilchen? Man kann es auf nichts beziehen. Man hat keinen Bezugspunkt, es ist ja sonst nichts da, auf das man es beziehen könnte. Ohne Bezugspunkt ist das Teilchen lt. Relativitätsprinzip sowohl da – als auch nicht da (es fluktuiert).

Punkt 2) Wenn das Teilchen aber sowohl da ist als auch nicht da ist, dann widerspricht es genauso dem Energieerhaltungssatz. Denn wenn es da ist, ist Energie da, wenn es nicht da ist, ist keine Energie da. Das kann nicht sein. Folglich ist zugleich zum Teilchen auch ein Anti-Teilchen da. Die Summe beider Teilchen ist Null und widerspricht somit nicht dem Energieerhaltungssatz. Teilchen und Anti-Teilchen fluktuieren gleichzeitig. Sie sind gleichzeitig da und auch gleichzeitig nicht da. Die Summe ist immer Null, egal, ob sie gerade da sind oder nicht da sind.

Punkt 3) Die Summe von allem ist Null. Teilchen und Anti-Teilchen fluktuieren deshalb gleichzeitig. Wäre das Teilchen vor dem Anti-Teilchen da, wäre die Summe für diesen Augenblick nicht Null. Beide Teilchen fluktuieren deshalb gleichzeitig. Die Gleichzeitigkeit der Teilchen bewirkt eine Orientierungslosigkeit der beiden Teilchen zueinander. Wäre das Teilchen früher da, könnte sich das Anti-Teilchenüber den Standort des Teilchen orientieren. Bei gleichzeitigem Erscheinen ist eine Orientierung nicht möglich. Teilchen und Anti-Teilchen fluktuieren aufgrund ihrer gegenseitigen Orientierungslosigkeit an verschiedenen Stellen. Die unendlich vielen Möglichkeiten bewirken, dass beide niemals nahe genug fluktuieren und sich dadurch wahrnehmen können. Es ist unter unendlich vielen Möglichkeiten zu unwahrscheinlich, dass sie an derselben Stelle fluktuieren. Deshalb wissen sie voneinander nichts.


Punkt 4) Im NICHTS (unendlich vielen theoretischen Möglichkeiten) fluktuieren sie bei jeder Fluktuation nicht nur gegenseitig an verschiedenen Stellen, sondern auch bei jeder Fluktuation an verschiedenen Stellen, denn es gibt keinen Bezugspunkt, Bezugssystem oder Koordinatensystem, an den sie sich orientieren könnten. Von Ewigkeit zu Ewigkeit fluktuieren deshalb Teilchen und Anti-Teilchen irgendwo im NICHTS, beide an verschiedenen Stellen und auch bei jeder Fluktuationen an verschiedenen Stellen. Sie wissen voneinander nichts. Dass sie sich jemals treffen könnten, ist zu unwahrscheinlich. Bei unendlich vielen Möglichkeiten kann man das ausschließen.

Punkt 5) Und doch geschieht irgendwann etwas, das auch einmal geschehen muss, wenn die Wahrscheinlichkeit, dass es geschehen kann, größer ist als Null. Trotz der unendlich vielen Möglichkeiten geschieht das unmögliche. Teilchen und Anti-Teilchen fluktuieren nebeneinander und nehmen sich dadurch gegenseitig wahr (Wechselwirkung). Vom Doppelspaltexperiment weiß man, dass eine Wechselwirkung den Sachverhalt verändert. Die Wechselwirkung bei der Wahrnehmung der Teilchen bricht ihre Symmetrie. Teilchen und Anti-Teilchen sind nicht mehr symmetrisch. Asymmetrisch können sie sich gegenseitig nicht mehr aufheben. Sie können nicht mehr zurück ins NICHTS fluktuieren. Es gibt keinen Weg zurück. Ab jetzt geht es nach vorne. Entropie ist entstanden. Beim Takt zurück ins NICHTS können sich Teilchen und Anti-Teilchen aufgrund der gebrochenen Symmetrie gegenseitig nicht mehr aufheben. Teilchen und Anti-Teilchen fangen an, sich bei jedem Takt mehr und mehr ins NICHTS zu projizieren. An ihrer eigenen Projektion können sie sich jetzt auch orientieren. Sie selbst sind ab nun ihr eigenes Bezugssystem, von dem heraus sie sich als ganzes Universum projizieren werden. Takt für Takt und so wie sie auch schon ewig waren, gegensätzlich, komplementär (Engelchen und Teufelchen).

Urknall Animation - Dauer 9 Sek.

Bis zum Urknall kann man nicht zurückblicken. Auch kann man ihn durch kein Experiment nachvollziehen. Man kann ihn nur philosophisch betrachten. Doch auch eine philosophische Betrachtung darf keinem Naturgesetz widersprechen. Deshalb die Frage:
Welcher Punkt (Punkt 1 - 5) widerspricht einem Naturgesetz, welchem und warum?

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Und es Ur-Knallte doch! 20 Jan 2017 21:30 #11431

Um deine Frage zu beantworten, müsstest du deine Ideen wissenschaftlich präzise formulieren.
Und es würde dir gut tun, wenn du dich mal informieren würdest, was die Fachbegriffe, die du verwendest, wirklich bedeuten! Offensichtlich hast du z.B. keine Ahnung, was der Energieerhaltungssatz wirklich aussagt.
Aus falschen Annahmen kann man übrigens alles folgern! Das bedeutet nicht, das die Folgerungen der Realität entsprechen!

"Der Urknall musste eine Ursache gehabt haben" - warum muss das so sein? Beweis?

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Und es Ur-Knallte doch! 21 Jan 2017 00:43 #11436

Hallo Stargazer,

An badhofers eher philosophischen Stil muss man sich gewöhnen. ;)
Man beachte zum Beispiel aus seinen letzten Absatz:

badhofer schrieb: Man kann ihn nur philosophisch betrachten. Doch auch eine philosophische Betrachtung darf keinem Naturgesetz widersprechen.


Du verlangst einen Beweis für "Der Urknall musste eine Ursache gehabt haben"?
Nun, man sollte badhofers Texte wirklich ganz lesen. Es spricht nämlich das Kausalitätsprinzip an das in einen infiniten Regress mündet. Das "oder doch nicht?" sollte man nicht überlesen^^

stargazer schrieb: Um deine Frage zu beantworten, müsstest du deine Ideen wissenschaftlich präzise formulieren.

Nun, ich finde die Ideen durchaus präzise formuliert. Ich kann die abschließende Frage allerdings nicht so ad hoc beantworten.


Gruß
Merilix

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Und es Ur-Knallte doch! 21 Jan 2017 16:53 #11445

stargaze schrieb:

Um deine Frage zu beantworten, müsstest du deine Ideen wissenschaftlich präzise formulieren.

Ohne kompetenter Hilfe, die man sich immer erhofft, wenn man etwas in ein Forum schreibt, geht es leider nicht besser.

Aus falschen Annahmen kann man übrigens alles folgern! Das bedeutet nicht, das die Folgerungen der Realität entsprechen!

Die Frage ist nicht, ob das der Realität entspricht sondern ob die Wahrscheinlichkeit, dass das (philosophisch gesehen) so ungefähr sein hätte können, höher als Null ist.

"Der Urknall musste eine Ursache gehabt haben" - warum muss das so sein? Beweis?

Das Kausalitätsprinzip sieht das so vor.

Außerdem ist das nur ein philosophisches Gerüst, dass viele weitere Sichtweisen zulässt. Vielleicht sind die Teilchen keine Teilchen sondern Ladungen (+/-), die sich jedesmal, wenn sie erscheinen, sofort anziehen, der Takt jedoch nicht ausreicht, um zusammen zu stoßen. Bevor sie zusammenstoßen, verschwinden sie wieder. Doch eines Tages sind sie nahe genug, sodass die Zeit eines Taktes ausreicht, um zusammen zu stoßen. Die Bewegungsenergie des Zusammenstoßes explodiert in asymmetrische Teile, die dann nicht mehr ins NICHTS zurück können, weil sie sich gegenseitig nicht mehr aufheben können. Aber dass ist auch nur eine philosophische Spinnerei. Na ja, wie auch immer, das sind halt so meine Gedanken.

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Und es Ur-Knallte doch! 21 Jan 2017 22:41 #11447

Hi Merilix,
das hat nichts mit Philosophie zu tun. Der Typ ist nen Crackpot! Siehe auch den Unsinn auf seiner Homepage. Wir haben den Kram schon vor längerer Zeit auf Facebook auseinander genommen. (Ich warte jetzt nur noch auf Monika mit ihrer ominösen Seite 48)
In seinem Post hier verwendet er Begriffe, die er nicht definiert hat. Dann benutzt er Analogien, statt seiner eigentlichen "Theorie" und versucht sich an logischen Schlussfolgerungen - in deutscher Sprache. Die menschliche Sprache (incl. deutsch) ist jedoch nicht präzise genug für so etwas, deshalb benutzen Philosophen die Sprache der Logik für logische Schlussfolgerungen.
Der Herr Badhofer sollte seine Theoreme hier formal angeben, dann könnte man auch prüfen, ob sie korrekt und wahr sind, dafür gibt es nämlich exakte Regeln!

Und wenn man das ganze nur philosophisch betrachten kann, bedeutet das ja wohl, dass es kein konkretes physikalisches Experiment gibt, mit dem man seine Theoreme in der Realität beweisen oder widerlegen könnte. Damit wäre das alles dann eh sinnlos...

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Und es Ur-Knallte doch! 21 Jan 2017 23:35 #11448

Hallo Stargazer,
Badhofer hat sein Thema unter "Alternative Weltbilder" gestartet. Da ist es ganz gut verortet.
Seine Denkrichtung, Kausalität versus Nonkausalität beim Urknall ist durchaus eine Frage, die uns immer wieder auch in den Naturwissenschaften beschäftigt.
Insofern ist hier Offenheit in der Diskussion angesagt und keine Zensur. Im Übrigen musst du auf deinen Ton achten. Höflichkeit klingt anders!
Grüße
Thomas
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Und es Ur-Knallte doch! 22 Jan 2017 22:00 #11468

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@badhofer
Dein Beitrag ist ganz nach meinem Geschmack. Leider erkenne ich im Moment erstmal einen Widerspruch. In Punkt 1 schreibst Du, vollkommen folgerichtig:

Das nicht NICHTS ist, ist unbestritten

Ich interpretiere das wie folgt:
Diese Aussage sehe ich zunächst mal als oberste Priorität an. Alles was existiert muss zu Anfang in anderer Form existiert haben und ist zu dem transformiert worden, was heute existiert. Weiter gedacht, läuft die Transformation immer weiter bis alles wieder in den Urzustand zurück transformiert wurde.
Dies mal rein hypothetisch.

In Punkt 4 heißt es dann:

Im NICHTS (unendlich vielen theoretischen Möglichkeiten)

Man müsste also zunächst mal einen Namen für das „nicht NICHTS“ festlegen.
Ich möchte hier den Begriff Quantensphäre vorschlagen.
Quạnt Substantiv [das]
PHYSIK = kleinste, nicht teilbare Einheit einer physikalischen Größe
Die Sphäre [ˈsfɛːrə] (griechisch σφαῖρα sfaira ‚Hülle, Ball', lateinisch sphaera) ist eine Bezeichnung, die im Altertum für das Himmelsgewölbe verwendet wurde.

Das wäre dann schon wenigstens mal ein Etwas.

Ich denke der Bergriff Quantensphäre wird einem in diesem Werk näher gebracht:
lips.informatik.uni-leipzig.de/files/1999-3.pdf

Kovariante Dierentialrechnung auf Quantensphären ungerader Dimension. Ein Beitrag zur nichtkommutativen Geometrie homogener Quantenräume


Hier wird wird Deine Theorie, meiner Meinung nach, in mathematische Formeln gepresst.
Das ist aber sehr heftig und selbst nach dem zweiten Mal lesen nicht zu verstehen.
Darum ist Deine Erklärung viel schöner.

Was meinst Du zu diesem Vorschlag
Grüße EXCEL

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Und es Ur-Knallte doch! 24 Jan 2017 17:13 #11494

EXCEL schrieb:

Ich denke der Bergriff Quantensphäre wird einem in diesem Werk näher gebracht:
lips.informatik.uni-leipzig.de/files/1999-3.pdf

Danke für den Link, bei dem ich auf Anhieb verstanden habe, dass ich davon niemals auch nur ein einziges Wort verstehen werde.

Das Universum dehnt sich aus. Also war es früher kleiner, ganz früher noch kleiner und ursprünglich demnach ganz winzig. Das selbe gilt für die Kompliziertheit des Universum. Früher war es weniger kompliziert, ganz früher noch weniger kompliziert und ursprünglich demnach ganz einfach. Ich bezweifle deshalb, dass man für die ganz einfachen Anfangsbedingungen 163 Seiten pdf voll mit komplizierteste Beschreibungen mit umfangreichen Formeln benötigt. Das entspringt unserer komplizierten Denkweise. Diese Denkweise verhindert eher, dass man die Anfangsbedingungen erkennen kann.

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Und es Ur-Knallte doch! 24 Jan 2017 20:12 #11502

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Hallo badhofer,
Du hast vollkommen recht, mir geht es genauso. Es war nur der Versuch meinerseits sich auf erforschtes Terrain zu begeben. Dies muss natürlich zum Scheitern verurteilt sein, weil die Abläufe die Du beschreibst wohl noch nicht erforscht sind. Ich lasse mich gern korrigieren, falls dem nicht so ist. Die Gesetze der Quantenphysik hier anzuwenden könnte vollkommen falsch sein. Welche Gesetze könnten also gelten? Dies sollte mal geklärt werden um Deine Frage, die auch mich umtreibt, zu beantworten.
Zwei einfache Vorschläge hätte ich
Energieerhaltung und
Ausgleich (besteht ein unterschiedliches Niveau z.B. hohe und niedrige Konzentration, Arm und Reich, Hoch und Tiefdruck, Materie und Antimaterie, versucht die Natur immer einen Ausgleich herzustellen)
Gibt es dazu noch weitere Vorschläge von wissenschaftlicher Seite?
Grüße EXCEL

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Und es Ur-Knallte doch! 02 Feb 2017 21:03 #11707

neugierig schrieb: (in einem anderen Thread)'

Frage: Woher "weiss" ein Atom dass er zerfallen soll???

Ausgangspunkt ist der erste Beitrag in diesem Thread hier:
Es gibt unendlich viele Konstellationen, in denen sich Teilchen und Anti-Teilchen zueinander befinden können, aber nur eine einzige Konstellation, welche den Urknall auslöst. Dasselbe könnte beim radioaktiven Zerfall sein.

Atome bestehen aus mehreren Einzelteilen, welche ständig in Bewegung sind. Ist die Bewegung gequantelt, dann gibt es eine endliche Anzahl an Konstellationen, wie die einzelnen Teilchen zueinander sein können. Wenn man davon ausgeht, dass nur eine einzige Konstellation dem Atom ermöglicht, in einen für ihn energetisch besseren Zustand zu gelangen (zerstrahlen), dann geschieht das nach dem Zufallsprinzip. Angenommen, jedes Atom hat 1 Mill. Möglichkeiten an Konstellationen, eine davon ermöglicht die Zerstrahlung. Bei einer Million Atomen würde nach der statistischen Wahrscheinlichkeit beim ersten "Takt" ein Atom zerstrahlen. Beim zweiten Takt ist die Wahrscheinlichkeit schon geringer, da nur mehr 999.999 Atome vorhanden sind.
Bei jedem Zerfall eines Atoms nimmt die Wahrscheinlichkeit ab. Bei der Hälfte (Halbwertszeit) ist die Wahrscheinlichkeit, dass erst bei jedem 2. "Takt" ein Atom zerfällt. usw. usw.

Warum bei einer bestimmten Konstellation das Atom zerfällt? Es ist so wie bei einem Schiff. Es gibt viele Konstellationen der Ladung, ohne dass das Schiff untergeht aber nur eine einzige, das es kippt: Wenn die gesamte Ladung auf einer Seite ist. So könnte es auch bei einem Atom sein. Nur eine bestimmte Konstellation ermöglicht die Zerstrahlung.

Der Vorteil dieser Sichtweise ist, dass jedes Atom keine externe Information benötigt, wann es zerfallen muss, sondern der Zufall regelt das bei jedem einzelnen Atom intern.

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Und es Ur-Knallte doch! 02 Feb 2017 21:27 #11709

Angesichts des vielen nichts zwischen Atomkern und Elektronen, frage ich mich, wieso es erwiesen ist, das nicht NICHTS ist.
Wie ich zu Beginn meiner Reise hier mit Euch in einem Thread anmerkte, gehe ich eher davon aus, dass SEIN implizit vorhanden ist, weil sonst nur NICHTS wäre. Da nur ein BEWUSSTSEIN in der Lage ist, SEIN und NICHTS zu definieren, ergibt sich hieraus das Universum. BEWUSSTSEIN formt SEIN im NICHTS, wobei das BEWUSSTSEIN eher einem Feld entspricht, so wie das Higgs-Feld. So wie Masse den Raum krümmt und der gekrümmte Raum wiederum der Masse vorgibt, wie und wo es sich zu bewegen hat, so formt BEWUSSTSEIN das SEIN im NICHTS, wärend das SEIN dem BEWUSSTSEIN vorgibt, wo und wie es sein kann. Eine solche Betrachtung erklärte, warum es solcherlei Beobachtungen gibt wie die, dass die Feinabstimmungen in unserem Universum so spektakulär fein abgestimmt sind. de.wikipedia.org/wiki/Feinabstimmung_der_Naturkonstanten

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Und es Ur-Knallte doch! 03 Feb 2017 16:25 #11723

Das Infinite Monkey Theorem in Bezug auf den Urknall will glaube ich nur verdeutlichen, dass es wahrscheinlich nahezu unendlich viele sehr symmetrische Quantenfluktuationen gegeben hat, die in ein Universum mit anderen Naturkonstanten mündeten, welches sofort wieder ins sich zusammenfiel. Erst als der Affe per Zufall alle Naturkonstanten so runtergetippt hatte wie wir sie heute kennen/messen/errechnen gab es den Urknall den wir heute als den Anfang der Zeit kennen.

Da es davor weder Raum noch Zeit gab, können wir nicht sagen ob es unendlich lange gedauert hat oder unendlich kurz bis es soweit war, dass das Universum entstehen konnte, den vor dem Anfang der Zeit gab es keine Zeit. Oder grammatikalisch korrekt: "wird es keine Zeit gegeben haben werden hat wurde."

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S = k log W

Und es Ur-Knallte doch! 03 Feb 2017 21:03 #11727

Infinite Monkey Theorem konsequent zu Ende gedacht, deute ich so (da der Thread unter alternativen Weltbildern firmiert, sei dies erlaubt):
Innerhalb eines imaginären "Raumes" (z.B. n-dimensionaler Hilbertraum) und einer imaginären "Zeit" (es sei dahingestellt, was damit konkret gemeint ist und bleibt nebulös, eben imaginär) ereignen sich ständig und immer unendlich viele Quantenfluktuationen. Eine winzig kleine Teilmenge davon, die aber auch wieder unendlich ist, ergibt stabile Universen mit allen nur denkbaren Naturgesetzen und -konstanten, manche endlich, andere unendlich in ihrer Ausdehnung. Das ist kein logischer Widerspruch, da völlig offen ist, ob auch unser All unendlich oder endlich groß ist. Ist es unendlich groß, dann war es das auch schon im Urknall und jeder Punkt dieses ungeheuer dichten, heißen und bereits unendlich großen Anfangszustandes dehnt sich seitdem scheinbar aus. Das ist für den Hausverstand eine harte Nuss und nicht vorstellbar, aber verstößt nicht gegen elementare Logik (Unendliches kann sich ausdehnen und schrumpfen wie es mag, es bleibt immer unendlich groß).
Wieder eine Teilmenge (per se natürlich auch unendlich groß) dieser stabilen Universen entsteht mit exakt den gleichen Naturgesetzen und Naturkonstanten wie das unsere. Und davon wieder entwickelt sich eine unendliche große Teilmenge exakt so wie das unsere.
Ist unser Universum unendlich groß, habe ich bereits in unserem Universum unendlich viele Doppelgänger, die exakt die gleichen Zeilen schreiben, die ich jetzt schreibe. Und selbstverständlich gibt es dann unendlich viele Universen, in denen das gleiche geschieht. Alles Denkbare und von den Gesetzen der Logik und den Meta-Naturgesetzen, die die Vorgänge im fluktuierenden Quantenvakuum bestimmen, Mögliche GESCHIEHT, und zwar immer und unendliche Male.
Der Witz liegt dann darin, dass es unendliche viele Affen gibt, die unendlich lange tippen, ohne je müde zu werden - ohne Anfang und Ende.
Siehe dazu auch die Überlegungen zu den einzelnen Ebenen und Stufen der Unendlichkeit, die Max Tegmark in seinem interessanten Buch "Unser mathematisches Universum" beschreibt.
Ein Auszug aus Wiki über Tegmark: de.wikipedia.org/wiki/Max_Tegmark

Schon auf der Stufe 1 gibt es, so Tegmark, nach dem derzeit favorisierten Modell eines unendlichen Universums nicht nur unendliche viele belebte Planeten, sondern auch unendlich viele exakte Doppelgänger von uns. Sichtbar ist für jeden Beobachter wegen der Endlichkeit der Lichtgeschwindigkeit aber nur ein kleiner Ausschnitt des Universums. Gemäß der Vielwelteninterpretation der Quantenmechanik verzweigen sich (Stufe 3) Universen nach Tegmark zudem in alle möglichen denkbaren Alternativen, beschrieben in einem abstrakten mathematischen Funktionenraum (Hilbertraum). Stufe 2 sind nach Tegmark Universen mit verschiedenen Anfangsbedingungen und Werten der Naturkonstanten, wie sie etwa als inflationäre Blasen in Modellen chaotischer Inflation (Andrei Linde) auftauchen.


Und das große Genie Nietzsche sprach schon im 19. Jhd. von der Wiederkehr des ewig Gleichen:

ALLE LUST WILL EWIGKEIT

O Mensch! Gib acht!
Was spricht die tiefe Mitternacht?
"Ich schlief, ich schlief -,
Aus tiefem Traum bin ich erwacht: -
Die Welt ist tief,
Und tiefer als der Tag gedacht.
Tief ist ihr Weh -,
Lust - tiefer noch als Herzeleid:
Weh spricht: Vergeh!
Doch alle Lust will Ewigkeit -,
- will tiefe, tiefe Ewigkeit!"

Aus:
Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra

Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)

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Und es Ur-Knallte doch! 04 Feb 2017 23:05 #11773

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Hallo,
an dieser Stelle möchte ich anmerken, dass eines der obersten Prinzipien der Natur, die bedingungslose Effizienz ist. Eine unendliche Anzahl Universen oder die Unendlichkeit allgemein, legt die Vermutung einer gewissen Ineffizienz nahe. Besteht die Möglichkeit, dass die Unendlichkeit nur durch unsere mathematisch- physikalische Unschärfe interpretiert wird? Ich bin trotzdem der Meinung, dass es parallel mehrere Universen gibt. Dies macht aus Sicht der Natur auch Sinn. Sie hält sich immer mehrere Möglichkeiten offen. Steht man in der Sandwüste und kennt den Rest der Welt nicht, möchte man glauben die Menge Sand sei unendlich, ist das aber wirklich der Fall? Wir stehen m. M. n. momentan noch in einer Art Quantenwüste, sind aber auf einem guten Weg tiefer zu blicken bzw. unseren Standort zu ändern. Aus diesem Grund glaube ich auch nicht an Zufall bei der Entstehung unseres Universums. Ich denke alles ist eine logische Konsequenz von Zuständen (Kausalität = Ursache-Wirkung). Kausalität die anfangs nur aus Informationen besteht, getragen von einer „Informationsmaterie“. Weil die Wissenschaft diese Zustände derzeit nicht messbar machen kann, ziehen wir wohl den Zufall bzw. die Wahrscheinlichkeit in Betracht. Aus meiner Sicht auch eine Frage des Bezugssystems aus dessen Perspektive man die Dinge betrachtet, von den technischen Möglichkeiten mal abgesehen (mehr Energie dem LHC). Worin besteht nun die Kausalität für die Entstehung unseres Universums? Ich möchte vorschlagen, dass es sich um einen Kreislauf handelt. Die Ursache ist also die Natur selbst, die sich ständig so effizient wie möglich, verbessern möchte. Nun, die effizienteste Art, die Natur zu verbessern, ist intelligentes Handeln. Etwas ineffizienter wäre Evolution. Aus Rücksicht auf wissenschaftliche Aspekte möchte ich dies vorerst nicht weiter ausführen, hoffe aber, da wir ja über „alternative Weltbilder“ diskutieren, dass es für die Profis, tragbar ist mit solchen Amateurgedanken konfrontiert zu werden.

Oh, habe gerade das neue Video „Licht im Flug filmen“ gesehen und muss sagen, hier ist man der Natur wieder ein ganzes Stück näher auf die Pelle gerückt. Darf man an dieser Stelle die Hoffnung hegen, dass sich damit einige Zufälle und Wahrscheinlichkeiten in Kausalität verwandeln werden?
Grüße EXCEL

Zu Thema gelesene Quellen
de.wikipedia.org/wiki/Stringtheorie
de.wikipedia.org/wiki/M-Theorie
de.wikipedia.org/wiki/Schleifenquantengravitation
de.wikipedia.org/wiki/Große_vereinheitlichte_Theorie
de.wikipedia.org/wiki/Heisenbergsche_Unschärferelation

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Und es Ur-Knallte doch! 05 Feb 2017 10:56 #11781

Hi EXCEL

EXCEL schrieb: Hallo,
Aus diesem Grund glaube ich auch nicht an Zufall bei der Entstehung unseres Universums. Ich denke alles ist eine logische Konsequenz von Zuständen (Kausalität = Ursache-Wirkung). Kausalität die anfangs nur aus Informationen besteht, getragen von einer „Informationsmaterie“.

Das bleibt wohl noch sehr lange ein Thema:
lies dir mal hier:
books.google.de/books?id=Q6VqAwAAQBAJ&pg...sbedingungen&f=false
die letzten Sätze des Abschnittes "Der Schmetterlingseffekt" durch. Der "goldene Schnitt" wehrt sich dabei am effektivsten gegen die chaotische Determination.

EXCEL schrieb: Weil die Wissenschaft diese Zustände derzeit nicht messbar machen kann, ziehen wir wohl den Zufall bzw. die Wahrscheinlichkeit in Betracht. Aus meiner Sicht auch eine Frage des Bezugssystems aus dessen Perspektive man die Dinge betrachtet, von den technischen Möglichkeiten mal abgesehen (mehr Energie dem LHC).

Das Problem liegt, denke ich, daran, dass man versucht "sich selbst" zum messen. Das ist immer unscharf. Weil man den gleichen Bedingungen unterliegt wie das, was man messen will. Wenn ein Photon eine zu große Wellenlänge hat, interagiert es nicht mit einem Elektron und kann dieses auch nicht messen. Sobald ein Photon die richtige Wellenlänge hat, um ein Elektron messen zu können, verändert es das zu messende Elektron selbst. Das hat m.E. nichts mit Zufall oder nicht Zufall (weiss ich jedoch nicht genau) zu tun oder mit einer Bezugssystem/System Betrachtung. Man bräuchte, um das Elektron wirklich exakt messen zu können, etwas was nicht aus Materie oder Energie besteht. Das also mit dem Elektron interagiert (und dies messen kann) ohne es selbst zu verändern.
Du kannst auch noch einfacher vorgehen: und dir z.B. vorstellen die Flugbahn eines Tennisballes mit Tischtennisbällen zu messen. Das zu messende System hat etwa gleiche de Broglie Wellenlängen wie das, was es zu messen gilt. Ein Tischtennisball der zurück prallt vom Tennisball und diesen messen kann verändert den Impuls des Tennisballes.

Du schreibst sehr oft über Ausgleich.
Eine reine Ausgleichstheorie nennt sich steady state Theorie . und genau hier hätte man m.E. die idealen thermodynamisch nicht möglichen Bedingungen, die auch in den letzten Sätzen des Abschnittes "Der Schmetterlingseffekt" nötig sind, um wirklich alles berechnen zu können.

viele Grüße
seb110

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Und es Ur-Knallte doch! 05 Feb 2017 21:17 #11797

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@ seb110,
viele Dank für Deine Antwort und die interessanten Links. Nun zunächst ist wohl die Erkenntnis bei mir gereift, dass eine gewisse Unendlichkeit vorerst nicht vermeidbar ist.
Zum Thema Messung hast Du wohl vollkommen Recht. Bereits mehrfach habe ich hier vernommen, dass bereits die Tatsache der Messung, dass Ergebnis verändert. Am LHC soll doch ein größerer Detektor gebaut werden. Ich verknüpfe mit solchen Nachrichten, immer eine gewisse Hoffnung, in naher Zukunft von unbekannten Neuigkeiten aus dem Mikrokosmos zu hören.
Dank Urknall Weltall Leben auch für Amateure geeignet, super. :)

In Bezug auf die "steady state Theorie", bin ich da wohl noch etwas falsch verstanden worden. Prinzipiell sehe ich die Entwicklung unseres Universums so, wie es die Urknall-Theorie beschreibt. Lediglich beim Zusammenspiel von DM und DE sehe ich einen anderen Zusammenhang in Bezug auf die Expansion. Mir ist vollkommen bewusst, dass ich zunächst meine Terminologie sowie mein Verständnis vom Universum verbessern sollte. Eine Kurzversion denke ich, werden die Profis gerade noch durchgehen lassen.

Also, gegeben sei eine Quanten-Energie-Sphäre vor der Entstehung der Singularität. Gesetzt wird ein Informationscluster aus quantifizierter Informationsmaterie, welches sich die benötigte Energie in exakt der benötigten Menge mit einer unbekannten Wechselwirkung heranzieht. Ein Rest Quanten-Energie-Sphäre verbleibt. Die Singularität ist erschaffen. Sie stellt das gewaltigste Ungleichgewicht dar, welches die Welt je gesehen hat. Wer glaubt nun, dass dieses Ungleichgewicht ewig aufrechterhalten werden kann? Es beginnt sofort der Ausgleichsprozess, durch Expansion. Zunächst, wegen der geringen inneren Energie, eher langsam und später Inflationär. Die Ausgleichskraft bringt zusätzliche Energie ins System und mit der Inflation summieren sich innere und äußere Energie. Nur die Ausgleichskraft sorgt aber m. E. dafür, dass sich das Universum weiter beschleunigt ausdehnen kann. Die innere Urknall Energie würde im Laufe der Zeit abgebaut. Ob die Kraft der Expansion von außen oder von Innen wirkt, dürfte doch in etwa das gleiche Ergebnis bringen, oder? Eine Prognose könnte diese Theorie wohl aufstellen. Es müsste ein Zentrum geben von dem sich alles wegbewegt, ohne dass dort eine Kraft nachweisbar ist.

Nun, keine Beweise, keine Mathematik, hauptsächlich Spekulationen, Amateur halt. Seht es mir bitte nach. :whistle:
Grüße EXCEL

scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/20...war-vor-dem-urknall/


P.S. Frage an die Profis: Gab es schon mal so eine Theorie? Falls ja bitte um Link.

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Und es Ur-Knallte doch! 08 Feb 2017 18:58 #11852

Thomas schrieb:

Seine Denkrichtung, Kausalität versus Nonkausalität beim Urknall ist durchaus eine Frage, die uns immer wieder auch in den Naturwissenschaften beschäftigt.

Auch die Frage, warum nicht ausschließlich nichts ist, ist ein großes Thema in der Naturwissenschaft. Sogar Harald Lesch widmet diesem Thema 5 Filme. Auch sonst gibt es jede Menge Meinungen und Denkrichtungen dazu. Ich habe mir einige bis zu 2 Stundenfilme zu diesem Thema angesehen. Alle haben jedoch eines gemeinsam, sie kreisen um den Kern herum. Der Kern wird nicht erfasst. Wie sollte er auch? Es gibt ja keine Fakten dazu. Meine Frage im ersten Beitrag, ob eines oder mehrere Punkte gegen ein Naturgesetz verstoßen (gegen welches und warum) ist meines Erachtens schon eine naturwissenschaftliche Frage.

Madouc99 schrieb:

Das Infinite Monkey Theorem in Bezug auf den Urknall will glaube ich nur verdeutlichen, dass es wahrscheinlich nahezu unendlich viele sehr symmetrische Quantenfluktuationen gegeben hat, die in ein Universum mit anderen Naturkonstanten mündeten, welches sofort wieder ins sich zusammenfiel. Erst als der Affe per Zufall alle Naturkonstanten so runtergetippt hatte wie wir sie heute kennen/messen/errechnen gab es den Urknall den wir heute als den Anfang der Zeit kennen.

Diese Sichtweise benötigt genau sowenig unendlich viele Universen, bei denen alles unendlich oft vorkommt. Das es jetzt unendlich viele Universen gibt mit unendlich vielen Varianten, nur damit wir jetzt so sein können, wie wir sind, ist doch grotesk. Aber gerade das wird in das Infinite Monkey Theorem großteils hineininterpretiert Bei einer Variante mit unendlich vielen Tasten Null (Nichts) und einer einzigen Taste ISABI (Ich schreibe, also bin ich) würde unendlich lange nichts geschehen. Doch mit dem Tastendruck ISAB erkennt der Affe, dass er ist. Er nimmt sich nach unendlich langer Zeit selbst wahr und es fängt an, etwas zu entstehen. Und mit jedem Tastendruck erkennt er sich selbst mehr und mehr. Er schreibt sich selbst intelligent. Aus der ursprünglichen Wahrnehmung seiner selbst entsteht alles und auch seine Intelligenz, mit der er dann so manches gezielt schreiben kann.

Die Wahrnehmung seiner selbst ist auch heute noch ein wesentlicher Faktor im Verlauf unseres Lebens. Je mehr man sich selbst wahrnimmt, desto mehr geschieht etwas um einen herum. Selbst wahrnehmen kann man sich jedoch nicht durch irgendwelche Rituale oder Zeremonien wie z.B. Meditation, dem dümmsten Ritual überhaupt. Meditation bedeutet, in sich zu gehen. Aber man ist ohnehin von Geburt auf in sich und kann sein ganzes Leben lang sich selbst nicht verlassen. Meditation bedeutet, in sich zu gehen. Meditation bedeutet also, dorthin zu gehen, wo man ohnehin immer ist. Was soll das sein??? Selbst wahrnehmen kann man sich nur, indem man sich in den Spiegel schaut und nicht nur das Engelchen, sondern auch das Teufelchen erkennt. Wertfrei, denn die Gegensätzlichkeit ist unzertrennbar, sie kennt keine Bewertung. Bewertungen der Gegensätzlichkeit sind eine Erfindung der Religionen. Der gegensätzliche Sachverhalt ist wertfrei, man muss ihm wertfrei (ohne Schuldzuweisung) in die Augen schauen. Dann ist das gar nicht so schwer.

badhofer schrieb:

Ausgangspunkt ist der erste Beitrag in diesem Thread hier:
Es gibt unendlich viele Konstellationen, in denen sich Teilchen und Anti-Teilchen zueinander befinden können, aber nur eine einzige Konstellation, welche den Urknall auslöst. Dasselbe könnte beim radioaktiven Zerfall sein.

Dass einzelne Konstellationen von verschiedenen Möglichkeiten eine Sonderstellung haben und damit etwas bewirken, kommt im Leben sehr oft vor. Auch in der Technik. Paradebeispiel ist der Safe. Unter Millionen verschiedenen Konstellationen der vorhandenen Zahlen kann man nur mit einer einzigen Konstellation den Safe öffnen. Angenommen, eine Million Safes mit je einer Million Möglichkeiten. Der Zufall dreht jeden Tag eine Möglichkeit. Statistisch gesehen öffnet sich am ersten Tag ein Safe und scheidet aus (zerfällt) Mit jedem ausscheiden eines Safes wird die Wahrscheinlichkeit geringer, das wieder einer sich öffnet und ausscheidet. Wenn dann nur mehr 500 Tausend Safe übrig sind, öffnet sich statistisch gesehen an jedem 2.Tag ein Safe (Halbwertszeit) usw. Würden die Safes 2 Millionen Möglichkeiten zulassen, würde die Halbwertzeit doppelt sein usw. Dieses Prinzip deckt sich genau mit dem Prinzip des atomaren Zerfalls. Ich würde den Gedanken deshalb nicht so einfach wegwerfen, zumindest solange, solange man nicht wirklich weiß, woher Atome wissen, wann sie zerfallen müssen. Solange ist dieser Gedanke zumindest besser als gar nichts.

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Und es Ur-Knallte doch! 09 Feb 2017 13:49 #11863

Hi EXCEL

hier ein frischer Artikel, der ganz gut zu unserer Diskussion in Bezug auf Zufall oder nicht passen könnte:
www.spiegel.de/wissenschaft/natur/albert...h-lag-a-1133669.html
viele Grüße
seb110

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Und es Ur-Knallte doch! 09 Feb 2017 16:06 #11868

@badhofer: Hast du ein Problem mit Unendlichkeiten? Wenn man es ganz genau nimmt, dann schreiben unendlich viele Affen die unendlich lange auf unendlich vielen Schreibmaschinen unendlich lange Zufallstexte schreiben, tatsächlich auch unendlich viele Kopien von jedem (sic!) Text den die Menschheit je geschrieben hat. Das ist das "Infinite Monkey Theorem" mehr nicht.

Wenn man das nun auf Quantenfluktuationen und den Urknall überträgt dann braucht man sich nicht wundern warum das Universum (sic! Singular!) entstanden ist. Man kann sogar zum Schluss kommen, dass es genau so wie es ist auf genau diese Art und Weise entstehen musste.

Für Multiversen gibt es keine Belege und wir können es auch nicht überprüfen, also brauchen wir auch nicht drüber reden. Es ist Unsinn. Weg damit. Ablage G wie "Götter".

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Und es Ur-Knallte doch! 09 Feb 2017 20:36 #11870

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Hallo,

ich wußte von Anfang an, dass da eine Affe dahintersteckt. :ohmy:

Gruß 1234

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Und es Ur-Knallte doch! 09 Feb 2017 21:56 #11871

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@badhofer
Das mit den Tresoren ist wie mit einem Programm zum Passwörter knacken.
Alles eine Frage der Logik und vollkommen berechenbar. Da wir die Möglichkeit haben, die Startbedingungen zu kennen, denke ich, kein von Menschen gemachter Zufall ist ein wirklicher Zufall. Der Zufall, der die Tresore öffnet, müsste ein natürlicher Zufall sein. So einen Zufall habe ich just heute vernommen. Damit sieht es wieder richtig gut aus für den Zufall.

@seb110
Autsch, das ist dann wohl das Ende des lokalen Realismus, es lebe der Zufall. Wohl effektiv diejenige Eigenschaft der Materie, die uns ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht, ja der Natur eine Entfaltungsmöglichkeit bietet, die nicht vorherbestimmt ist. Ich überlege angestrengt wo hier der Haken sein könnte. Was 600 Jahre altes Licht mit Zufall zu tun hat erschließt sich mir noch nicht ganz, aber gut sollte noch zu verstehen sein. Ich reime mir mal einen Rettungsanker zusammen. Die Bestandteile unserer Materie waren ja alle mal auf engstem Raum zusammen. Ist es nicht möglich, ja sogar wahrscheinlich, dass viele Teilchen noch immer verschränkt sind? Vornehmlich die Teilchen, deren Entstehungszeitpunkt zeitlich nahe beieinander liegt? Nicht so verschränkt wie die Wissenschaft es derzeit abbilden kann, sondern auf einer tieferen Ebene. Nun ja, wie sich das nun auf das Experiment auswirken könnte vermag ich im Moment nicht zu mutmaßen. Vielleicht lichtet sich, bei Erforschung der tieferen Materie-Ebenen, der Nebel wieder. Meiner Theorie der Existenz einer Informationsmaterie hat die Erkenntnis, dass es auf Quantenebene keine Vorbestimmtheit gibt, keinen Abbruch getan. Ich bin ohnehin nicht der Meinung, dass die Vorbestimmtheit durch die Natur zu 100% signifikant ist. Eher wird eine Art von Impulsen in mein engeres Kalkül einbezogen. Wie hat Herr Gaßner so schön angedeutet, alle unsere Atome und deren Bestandteile, waren beim Urknall dabei und könnten uns davon berichten, wenn sie es denn könnten. Ich denke sie können es. :)
Grüße EXCEL

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Und es Ur-Knallte doch! 09 Feb 2017 22:08 #11872

Das Licht das 600 Jahre alt ist haben sie genommen um die Messmethode zu bestimmen. Das heißt auf ganz platt gesagt: der Stern der das Licht vor 600 Jahren abgeschickt hat, hätte wissen müssen das in 600 Jahren auf einem 600 Lichtjahre entfernten Planeten 4 verrückte versuchen ein Experiment zu machen, und dazu genau sein Licht benutzen wollen.

Das Ende des lokalen Realismus, bzw der Beweis, dass Einstein und Rosen hier falsch lagen war eigentlich schon in den 1960ern mit der Bell'schen Ungleichung erbracht. Es gab nur dieses eine theoretische Hintertürchen - an das ich zugegebener maßen auch selbst eine Weile glaubte - welches nun mit einer Wahrscheinlichkeit im Billionstel Bereich geschlossen wurde.

In diesem Sinne: Cogito ergo sum, et in eodem instanti, ego non sum.
(Ist bestimmt falsch, ich hatte nie Latein außer im Asterix)

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Und es Ur-Knallte doch! 10 Feb 2017 00:17 #11873

Madouc99 schrieb:

ogito ergo sum, et in eodem instanti, ego non sum.

Damit ist alles auf den Punkt gebracht. Mehr Worte bedarf es eigentlich gar nicht. Alles ist damit gesagt.

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Und es Ur-Knallte doch! 10 Feb 2017 09:25 #11874

Hi EXCEL

EXCEL schrieb: @badhofer
Meiner Theorie der Existenz einer Informationsmaterie hat die Erkenntnis, dass es auf Quantenebene keine Vorbestimmtheit gibt, keinen Abbruch getan. Ich bin ohnehin nicht der Meinung, dass die Vorbestimmtheit durch die Natur zu 100% signifikant ist. Eher wird eine Art von Impulsen in mein engeres Kalkül einbezogen.


stimmt, es heisst ja auch " Übergang ins Chaos " ob da das letzte Wort schon gesprochen ist, ist zu bezweifeln. Nicht wundern warum ich die Chaostheorie hier ansetze, ich hatte viel mit Populationsdynamik zu tun.

zur Informationsmaterie: Ziehst du "dunkle" Informationsmaterie in Betracht? Siehst du eine hypothetische Beziehung zwischen "deiner" Informationsmaterie und einer dunklen Informationsmaterie?
Mein Problem ist: Ich sehe im "VorUrknall" Brei (ich weiss darüber weiss man nichts) eigentlich als einen informationslosen Zustand an und das, was man als Urknall bezeichnet, als einen Übergang in einen informationshaltigen Zustand. Nun kann es aber durchaus sein, dass es, wenn man alles zusammen nimmt (also einen massebehafteten Körper, seine Energie, seine Raumzeit, seine Wellenlänge und diese "zusammenrechnet"), es wieder nur ein informationsloses Etwas ist. Genauso wie der "VorUrknall" Brei und sich eigentlich nur die Verteilung der angeblichen Informationsträger ändert und der Gesamtinformationsgehalt eigentlich immer gleich bleibt. Möglicherweise ein Grund: Warum wir immer nur "Brei" sehen, wenn wir so weit wie möglich in die Vergangenheit schauen egal in welche Richtung.
Nun sollte es aber trotzdem eine Art Kraft geben die eine Asymmetrie in diesem Brei erzeugt hat. Und jetzt kommt Einstein wieder ins Spiel. Diese Änderung der Verteilung der Informationsträger, und die daraus gebildeten Dinge wie Materie ist doch eigentlich auch eine Information, selbst wenn alles "aufgerechnet" wieder Informationslos ist. Es kommt dabei wohl doch auf den Standpunkt an. Das hattest du, glaube ich, auch irgendwann geschrieben.
Ich denke, dass man die SRT um den Raum erweitern müsste, und eine Äquivalenz von "Allem" also von Materie und Raum bilden müsste, um Einstein "zu retten". Dann wären auch so Dinge wie spukhafte Fernwirkung selbsterklärend. Ob das geht, tja? keine Ahnung.

viele Grüße
seb110

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Und es Ur-Knallte doch! 11 Feb 2017 10:05 #11898

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Hi seb110
Tausend Dank für Deinen Link, der kommt erstmal, kurz überflogen, in meine Sammlung. Leider bin ich mir nicht sicher, ob es dem Forum zuträglich ist, wenn ich meine Vorstellungen von Art, Wesen und Funktion der Informationsmaterie hier ausrolle. Ein dezenter Hinweis, seitens der Moderatoren, ob es Sinn macht, solch ein Unterfangen hier zu postulieren, wäre hilfreich. Badhofers Intention (Wink mit dem Zaunpfahl, Hoffnung) ging wohl eher dahin, in seinem Thread, das letzte Wort zu haben. Ich denke, das sollte man respektieren, da wir uns seiner Frage nicht adäquat nähern konnten. Daher würde ich dazu, bei grünem Licht, einen neuen Thread eröffnen, es sein denn badhofer selbst sieht das anders.

Die Frage ob Information verloren gehen kann oder nicht ist ja schon heiß diskutiert worden. Hier bin ich der Meinung Information kann grundsätzlich nicht verloren gehen. Ich folge da Denjenigen, die behaupten, dass Information eine Erhaltungsgröße ist „Erhaltungssatz für Information“. Information wird aber umgewandelt und entzieht sich zeitweilig unserem Zugriff, z.B. bei einem SL.

scilogs.spektrum.de/einsteins-kosmos/haw...e-schwarzer-loecher/

Im Gegensatz zur Buchverbrennung bin ich mir aber noch nicht sicher, wohin die Information transformiert wird, wenn man z. B. einen Datenträger thermisch umwandelt. Unterliegen die Informationen dann der Thermodynamik und verwandeln sich in thermodynamische Informationen? Irgend so etwas muss es wohl sein. Eine einfachere Erklärung wäre natürlich, sie gingen in Informationsmaterie über, leider hochgradig spekulativ.

Gehen wir also davon aus, wenn es einen Anfang gab, so sollte es, in ferner Zukunft, auch ein Ende des Universums geben. Gemäß dem Erhaltungssatz für Information, gab und gibt es also vermutlich nie eine informationslose Phase im Universum. Ich sag`s mal so, ja, die Natur korrigiert ihre Fehler, auch im makroskopischen Maßstab, eventuell sogar mit Hilfe des Zufalls. Wir Menschen sollten uns, in ihrem Sinne, nicht zur Sackgasse der Evolution machen. Das wäre dann eben nicht zufälliger Natur sondern eine menschengemachte Katastrophe. Herr Gaßner sagte sehr treffend: es wäre Zeit für ein Update, das Betriebssystem 2.0 für uns Menschen quasi. Dem ist ebenfalls Nichts mehr hinzu zu fügen.

www.jahrbuch-oekologie.de/Brocchi2013.pdf

Grüße EXCEL

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Und es Ur-Knallte doch! 11 Feb 2017 11:05 #11900

Hi EXCEL

die Wahrscheinlichkeit, dass Fragen des Themenstarters beantwortet werden, oder Anregungen gegeben werden können ist höher, wenn das Thema weiter diskutiert wird. Ich würde mich jedenfalls freuen wenn lebhaft weiter gemacht würde. Ich würde mir aber auch keine Sorgen machen, so ein Thema neu zu starten.
Ich versuche mich meistens :) an folgendes zu halten:
Solange man seiner eigenen Hypothese kritisch gegenüber steht und Hinweise oder Offensichtlichkeiten einbaut oder mit der eigenen Hypothese erklärt, anstatt diese Offensichtlichkeiten auszublenden, passiert nichts. Man ist ja auch hier, um etwas zu lernen. Ganz besonders lustig wirds dann, wenn du Jahre lang an etwas "knabberst" und plötzlich auf Links verwiesen wirst, wo genau dies steht. Ich hatte das z.B. beim Begriff "Hypertetraeder" und fragte mich dabei die ganze Zeit, warum man das nicht aus Papier basteln kann :). Na denn frisch ans Werk!

viele Grüße
seb110

P.S.. wir könnten hiermit bei deinem neuen Thema weitermachen: "Im Gegensatz zur Buchverbrennung bin ich mir aber noch nicht sicher, wohin die Information transformiert wird, wenn man z. B. einen Datenträger thermisch umwandelt. Unterliegen die Informationen dann der Thermodynamik und verwandeln sich in thermodynamische Informationen?" Julian Barbour hatte diesen Gedanken schon mal auf die Zeit übertragen. Ein Vergleich lohnt sich m.E. books.google.de/books?id=O0dZAgAAQBAJ&pg...ln%20barbour&f=false

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Und es Ur-Knallte doch! 03 Mai 2017 14:26 #14026

Badhofer, du schreibst, das Etwas und das Anti-etwas erscheinen wegen des Energieerhaltungssatzes gleichzeitig. Wenn man schon so denkt, kann man gleich weiterdenken. Nicht der Energieerhaltungssatz entscheidet über die Gleichzeitigkeit, sondern der Energieerhaltungssatz resultiert aus der Gleichzeitigkeit. Würde das Etwas früher erscheinen und dafür auch wieder früher verschwinden, hätten wir heute einen anderen Energieerhaltungssatz. Der würde dann heißen, das man manchmal Energie gewinnen kann und manchmal auch wieder verlieren kann und nicht, dass man Energie weder verlieren noch gewinnen kann. Eine andere Frage: Kann in einer Zeitlosigkeit überhaupt etwas nicht gleichzeitig sein?
Ich habe mir einige Zeit deine Seite physik.as angesehen. Du meinst, alles ist fehlerhaft, weil sich der ursprüngliche Fehler im Nichts, ohne dem es kein Nichts geben würde, vervielfacht hat und wir diesen Fehler deshalb auch in unserem Denken einbauen müssen. Wenn wir das nicht tun, können wir die Realität nicht erkennen und handeln deshalb irreal. So etwas habe ich mir auch schon oft gedacht.
Wie mein Herzschlag gehörst zu mir. Ein Herz schafft sich ein Hirn, um erkennen zu können, warum es schlägt. Bei solchen Aussagen kann es einem schon mal kalt über den Rücken herunter laufen. Badhofer, du hörst von mir.
Folgende Benutzer bedankten sich: badhofer

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Und es Ur-Knallte doch! 03 Mai 2017 17:42 #14027

er schreibt hier schon lange nicht mehr und das weltbild werten die wenigsten hier teilen .

Wir leben zwar alle unter dem gleichen Himmel, aber es haben nicht alle den gleichen Horizont.

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Und es Ur-Knallte doch! 03 Mai 2017 22:40 #14040

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Wo ist Badhofer? Ich finde seine Ideen sehr interessant. Obgleich auch ich nicht alles überzeugend finde.

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Und es Ur-Knallte doch! 04 Mai 2017 06:50 #14045

Wenn ihr einen User erreichen wollt, der hier länger nicht mehr gepostet hat, versucht es doch mit einer Privaten Nachricht. Ich bekomme bei einer PN eine Mail, vielleicht der User auch.

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