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THEMA: Wer schaut aus dem Fenster von Einsteins Zug?

Wer schaut aus dem Fenster von Einsteins Zug? 22 Jan 2019 13:13 #47510

Mich interessiert der Zusammenhang zwischen Bewegung, Form und Verzerrung. Gibt es hier einen grundlegenden Zusammenhang? Ich hab eine Lösung gefunden, die ich gerne hier diskutieren möchte. Beginnen will ich an der Stelle, an denen auch meine Überlegungen angefangen haben.
Es gibt diese schöne Betrachtung eines fahrenden Zugs vom Bahnsteig aus, um die Bewegung eines Körpers zu beschreiben. Die Bewegung des Zuges lässt einen nach oben geworfenen Ball statt einer geraden auf- und ab Bewegung den Lauf einer Wurfparabel folgen. Geschwindigkeit lässt einen ruhenden Körper schwingen und aufgrund der Längenänderungen der Lorentz Transformation verzerren.



Diese Betrachtung gilt allerdings nur für die Perspektive eines Beobachters, aus Sicht des bewegten Körpers gibt es weder eine Schwingung noch eine Verzerrung.
Ich habe mir die Frage gestellt, was wäre, wenn wir im Zug sitzen und auf den Bahnsteig auf einen sich bewegenden Ball schauen schauen? Das Problem am Zugbeispiel ist, dass der Zug sowohl Bewegung als auch Störung modelliert. Dadurch wird der Perspektivwechsel widersinnig. Daher etwas anders formuliert: Ist es möglich, dass die lichtschnelle Bewegung die einzig ungestörte Bewegung ist?



Eine Beschleunigung würde in diesem Fall zu einer Entzerrung führen. Die Ursache der beobachteten Oszillation wäre nicht mehr eine Änderung des beobachteten Körpers, sondern das Sichtbarwerden unserer eigenen Verzerrung. Der andere Körper wird in seiner Bewegung ruhiger und die Messung beginnt dafür unsere eigene Bewegung wider zu spiegeln. Wir sitzen also im Zug der Unschärfe und betrachten ein uns zuwinkendes Photon am Bahnsteig.

Die Grundidee ist, dass alle Partikel, die sich frei bewegen, eine konstante Geschwindigkeit besitzen. Partikel können in Fallen eingefangen werden, die flexibel sind. Die Teilchen bewegen sich innerhalb der Grenzen seines Gefängnisses weiterhin mit ihrer konstanten Geschwindigkeit, die Distanz zwischen der Begrenzung bestimmt die Frequenz ihrer Oszillation.



Zwei Partikel mit Impulsen bewegen sich frei A. Sie treffen aufeinander, sind gefangen und beginnen zu oszillieren B. Der Mechanismus ist für die nachfolgende Betrachtung unerheblich, das schwingende Band wurde nur wegen seiner Anschaulichkeit verwendet. Wenn verknüpfte Partikel in gleicher Frequenz oszillieren, steht ein solcher Körper still, unterscheiden sie sich jedoch, bestimmt die Relationen der Frequenz der gefangenen Impulse den Gesamtimpuls des Körpers. Das Zusammenspiel der eingefangenen Impulse bestimmen Form und Bewegung, die jedoch nur ein Bruchteil der freien Bewegung sein kann.



Als Beispiel sind drei oszillierende Impulspartikel gefangen, deren Vektoren sich überkreuzen. Die Oszillation des konstanten Impulses ist mit einem Doppelpfeil dargestellt, wobei der umrandete Pfeil den Volumenanteil beschreibt und der gefüllte Pfeil Richtung und Anteil am Impuls des Körpers anzeigt. Ist die umrandete Volumenspitze näher am Kreuzungszentrum, bedeutet dass eine in der Relation zu den übrigen Impulsfallen geringere Größe, die jedoch eine höhere Frequenz des gefangenen Impulses bedingt und somit auf den Körper einen Impuls ausübt.
Die gefüllten Pfeilspitzen bilden die Impulsform, während die leeren Pfeilspitzen die Störungsform bilden. Im ersten Fall A sind beides perfekte Kreise. Die nach innen und nach außen gerichteten Impulse sind in der Summe jeweils Null, der Körper steht still.
Der Körper wird durch einen kinetischen Stoß gestört, eine der Fallen schrumpft, die Frequenz des gefangenen Impulses steigt an, die nach innen und außen gerichteten Impulse heben sich nicht mehr auf und der Körper bewegt sich B. Der dunkelblaue Pfeil zeigt den zusätzlichen Impuls des Körpers und den proportional fehlenden Volumenimpuls. Der Körper schrumpft.

Mit dem Ansatz des gefangenen Impulses kann die Impulserhaltung C1, eine Verformung C2 und der Zerfall C3 eines Körpers erklärt werden.



Zwischen der wirklichen Form eines Körpers und der Störungsform besteht nur ein indirekter Zusammenhang. Ein Körper kann Regionen mit unterschiedlichen Störungs- und Impulsformen in sich tragen, wie z.B. eine Sprungfeder. Wenn sie zusammen gedrückt wird, ändert sich je nach den Materialeigenschaften entsprechend die Störungsform und die Feder übt einen Impuls aus, der sich messen lässt. Wird die Feder los gelassen, führt der unterdrückte Impuls zu einer Vergrößerung der Form, die wiederum hemmend auf den Gesamtimpuls wirkt, bis die Feder ihr Gleichgewicht wieder erlangt.
Es findet im Grunde keine Impulsübergabe statt, sondern nur eine Übertragung einer Verzerrung. Da diese aber für die beteiligten Körper immer gleich sind, wird die Verzerrung verlustfrei übertragen, solange es nicht zur Desintegration von gebundenen Impulsen führt, und erzeugt somit nur eine Illusion der Impulsübertragung.
Zur Erzeugung von kinetischer Energie ist nur eine Störung notwendig. Diese muss nicht zwingend von einem Objekt mit eingeschlossenen Impulsen stammen. Felder, wie die Gravitation, müssen daher nicht selbst über ein kinetisches Moment verfügen. Eine solche Wechselwirkung lässt sich gut am Lichtdruck erklären. Die Kollision mit den masselosen Lichtteilchen stört die gebundenen Impulse eines Körpers, lässt ihn minimal schrumpfen und erzeugt somit Bewegung.

Um aus dem Fenster des Einstein-Zugs blicken zu können, müssen wir dieses Modell noch um ein weiteres Konzepte erweitern. Normalerweise sollte ein Körper aus gefangenen Impulsen vollständig zum Stillstand kommen. Gibt es jedoch Quellen, welche die Oszillation systematisch verzerren, dann würde der gesamte Körper auch bei einem Stillstand nicht zur Ruhe kommen und er würde weiterhin schwanken. Denkbare Ursachen für dieses Phänomen wären z.B. Ressonanz-Effekte. Ein ruhender Körper wäre dann die perfekte Verzerrung A.



Wird ein solcher stillstehender Körper durch störende Einflüsse aus seinem Gleichgewicht gebracht und beschleunigt, schrumpft er und bewegt sich heftig oszillierend. Je mehr der Körper beschleunigt wird, desto mehr schrumpft er und desto ruhiger wird seine Bewegung.

Jede Bewegung hat eine korrespondierende Störungsform und diese ist verknüpft mit einem jeweiligen Inertialsystem. Eine Bewegung benötigt eine Störung des vorherrschenden Gleichgewichts der gefangenen Impulse und das neue Gleichgewicht ist wiederum mit einem anderen Inertialsystem verbunden. Wenn sich Körper von verschiedenen Inertialsystemen gegenseitig messen würden, dann sähen sie das gleiche Messergebnis. Dies ist ein Beispiel für ein hypothetisch stillstehendes Photon A, ein stillstehender und oszillierender Körper B und ein gravitativ verzerrter, sich bewegender Körper C. Die Darstellungen sind nichts anderes als die Impulsformen ihres entsprechenden Inertialsystems.



Die Gegenseitige Messung bei A und B ergibt eine zitternder Punkt, wobei B sich ständig bewegt während A still steht. Die Messung zwischen A und C ergibt eine Schwingung, wobei sich die Frequenz mit der Bewegungsrichtung von C verändert. Zwischen B und C entsteht eine überlagerte Schwingung, wobei eine der Schwingungen von der Bewegungsrichtung von C abhängt.
Die gemessene Schwingung hängt also immer von den Störungen oder Bewegungen aller an der Messung beteiligten Körper ab, der des Beobachters und der des beobachteten Körpers. Wichtig ist hierbei die Rolle des Inertialsystems des Beobachters. Der Beobachter, die Messgeräte, die Messstrecke unterliegen alle der Verzerrung der geteilten innewohnenden Impulses und der Störungsform. Aus Sicht des unverzerrten Inertialsystems schrumpfen und entzerren sich die Messstrecken um den Betrag, um den sich der Beobachter Beschleunigt und entzerrt. Es ist dieser proportionale Zusammenhang zwischen Verzerrung, der Form und Bewegung, welche die Messung unverzerrter Objekte konstant hält. Messe ich ein Photon, bewegt es sich mit Lichtgeschwindigkeit. Bewege ich mich auf das Photon zu, schrumpfe ich selbst, meine Messgeräte und die Messstrecke um den Betrag, um den sich alles schneller bewegt. Trotz meiner zusätzlichen Bewegung messe ich aufgrund meiner eigenen Verzerrung und der meiner Umwelt weiterhin dieselbe Lichtgeschwindigkeit des unverzerrten Photons.
Da Messgeräte wie eine Uhr ebenso den Verzerrungen unterliegen wie der Beobachter selbst, bleibt das Phänomen der Zeitdiletation bestehen. Das Problem der Gleichzeitigkeit hingegen wäre gelöst, da es ein allgemeines Referenzsystem der lichtschnellen Bewegung gibt.
Nach dem Modell des eingefangenen Impulses wäre die vierte Dimension der Raumzeit nicht Zeit, sondern Störung bzw. Oszillation und sie hatte eine Störungsform.

Fehlt zwischen der unvorhersagbaren, probabilistischen Quantenwelt und der sturen Prinzipientreue der Kausalität nicht ein Bindeglied? Wenn es eines geben sollte, dann wäre für mich die Struktur eingefangener Impulse ein aussichtsreicher Kandidat. Innerhalb und außerhalb dieser Struktur mag es allerlei Unglaubliches geben, aber auf die Struktur an sich sollte man sich verlassen dürfen.

Trägheit, kinetischer Impuls, Impulserhaltung, Bewegung, Verformung, relativistische Verzerrung, Unschärfe, Vergleichbarkeit der Inertialsysteme, Zeitdiletation und ein absolutes Referenzsystem lassen sich mit einem einzigen Mechanismus des gefangenen, konstanten Impulses modellieren.
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Wer schaut aus dem Fenster von Einsteins Zug? 25 Jan 2019 21:18 #47699

stillewasser schrieb: einer Wurfparabel folgen. Geschwindigkeit lässt einen ruhenden Körper schwingen

Du weißt, dass Wurfparabel und Schwingung nicht viel gemeinsam haben? Etwa soviel wie ein Schritt und ein 100 m Lauf.
Dieses Thema wurde gesperrt.

Wer schaut aus dem Fenster von Einsteins Zug? 26 Jan 2019 19:28 #47755

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