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THEMA: Das Universum,die Folge eines Mangelzustands?

Das Universum,die Folge eines Mangelzustands? 08 Okt 2016 19:44 #8719

Ist es denkbar ,dass der Urknall ein sekundäres Ereignis war?
Und das Universum ein Symptom für eine Fehlfunktion innerhalb eines ganz anderen Zusammenhangs ist?
Gibt es irgendwelche Phänomene die in keinster Weise erklärt werden können?

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Das Universum,die Folge eines Mangelzustands? 12 Okt 2016 19:25 #8805

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Wenn der Urknall seinen Namen zurecht hat, kann er kein sekundäres Ereignis sein. Wenn das Universum die Gesamtheit von allem ist, kann es keine Fehlfunktion innerhalb eines anderen Zusammenhanges sein. Urknall und Universum sind Phänomene, die nicht erklärt werden können. Sie markieren die Grenze jeder Erklärung.
Natürlich ist die Frage „Was war vor dem Anfang“ in mehrfacher Hinsicht höchst interessant. Sie zeigt sehr schön, wie unser Denkapparat hier funktioniert. Wir können gar nicht anders, als uns zu fragen, was vor dem Anfang war, was den Anfang verursacht hat. In logischer Hinsicht führt uns diese Frage in einen unendlichen Regress, denn wenn der Anfang eine Ursache hat: was war die Ursache dieser Ursache? Dann drehen wir uns endlos im Kreis und landen bei der „ewigen Wiederkehr des Gleichen“.
Die Frage „Was war vor dem Urknall“, „Was ist außerhalb des Universums“ ist keine wissenschaftliche Frage, wenn die Begriffe „Urknall“ und „Universum“ das bedeuten, was sie zu bedeuten vorgeben, und sie nicht das Schicksal des Begriffs „Atom“ teilen. Beim heutigen Atom kann ja von Unteilbarkeit keine Rede mehr sein.

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Das Universum,die Folge eines Mangelzustands? 13 Okt 2016 23:54 #8833

Ich hätte eine Antwort in Richtung zu wenig Antimaterie erwartet.
Nur weil wir einen Urknall für ein Ganzes benennen bzw. voraussetzen,kann es nicht nur ein Teilgeschehen gewesen sein ?
Was wenn der Dualismus vorhanden/nicht vorhanden ,entweder eine Täuschung ist, oder aber auch, auch astronomisch, aber zeitlich gedehnt ,quantenmechanisch fluktuiert?

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Das Universum,die Folge eines Mangelzustands? 14 Okt 2016 15:37 #8848

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Bei der "Fluktuation" entstehen spontan Teilchen-Antiteilchenpaare, die sich hinterher wieder vernichten. Dass sich Materie und Antimaterie bei der Entstehung des Universums nicht wieder vollständig vernichtet haben, liegt an einer Asymmetrie, die meines Wissens bisher nicht recht erklärbar ist. Unter 5 Milliarden Paaren ist ein Materieteilchen übrig geblieben (wenn ich die Zahl richtig im Kopf habe). Der Rest ist als Hintergrundstrahlung messbar.
Spekulationen über eine ursprüngliche Quantenfluktuation, der das Universums selbst seine Entstehung verdankt, sind natürlich auch interessant. Nur sollte man dabei dann nicht von einer Ursache für das Universums sprechen, die Fluktuation kann ja nicht außerhalb des Universums stattgefunden und dieses verursacht haben, wenn der Begriff "Universum" sinnvoll gebraucht wird. Wenn diese erste Fluktuation der Ursprung des Universums sein soll, dann kann sie aber auch nicht innerhalb des Universums gedacht werden - sie ist das Universum selbst, bzw. die Vorstellung, die wir uns vom Anfang des Ganzen machen.
Schwierig wird es, wenn unsere Begriffe ebenfalls zu fluktuieren beginnen, wenn das Ganze gleichzeitig ein Teil ist, wenn das Vorhandene gleichzeitig nicht vorhanden ist. Gerade weil die Phänomene in der Mikrowelt und die Vorstellung eines Weltganzen unsere gewohnte Anschauung auf eine harte Probe stellen, muss man sorgfältig mit den Begriffen hantieren. Das Interessante dabei ist, dass sich quantenmechanische Phänomene so wunderbar genau berechnen lassen. Da die Mathematik auch nur eine spezielle Sprache ist, die ihrer eigenen Sprachlogik folgt, sollte man diese Logik auch ohne Zahlen ausdrücken können. Diese Logik auf den Begriff zu bringen, ist nun genau der Punkt, der mich interessiert.

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Das Universum,die Folge eines Mangelzustands? 16 Okt 2016 14:07 #8876

Unsere Begriffe fluktuieren womöglich .Richtig.Allerdings ist alles innerhalb der Grammatik auszudrücken .Das macht es schwer ,Unsagbares zu denken.Unlogisch ganz klar ,wie das Ganze mal ein Teil und mal das Ganze sein soll,aber u. U. dennoch zutreffend .Bevor man in Mystik abgleitet :Die Sprache war ein entscheidender Intelligenzverstärker laut Hirnforschung .Existieren tut nur das, was man beschreiben kann.
Wie kann man anhand zunächst absurd anmutender Modelle und Spekulationen ,zu seriösen Schlussfolgerungen kommen?

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Das Universum,die Folge eines Mangelzustands? 16 Okt 2016 17:11 #8878

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Was ich meinte ist: wenn wir nicht sauber formulieren, wenn wir mit schwammigen Begriffen arbeiten, kommen wir ins Schwadronieren. Ein 'fluktuierender Begriff' ist zu nichts nütze. Und so war ja der Hinweis auf die Mathematik gemeint: dass es möglich sein muss, die Sache präzise auf den Punkt zu bringen. Zumindest sollte das das Ziel sein.
Dass man von absurd anmutenden Modellen zu seriösen Schlussfolgerungen gelangen kann, ist für mich keine Frage. Neue Theorien haben öfter zunächst den Anschein des Absurden. Entscheidend ist, ob sie in sich stimmig sind, ob sie die beobachtbaren Tatsachen hinreichend gut beschreiben, ob sie womöglich neue Prognosen implizieren, die dann zum Testen der Theorie dienen können.
Die Behauptung, dass nur existiert, was wir beschreiben können, finde ich sehr gewagt. Nun hat vermutlich jeder seine eigene Vorstellung davon, was es heißt, zu sagen, dass etwas "existiert". Existieren Äpfel? existieren Zahlen? existieren Ideen und Begriffe? existiert das Universum als Ganzes oder existieren nur die Dinge im Universum? existieren Dinge, von denen wir überhaupt keinen Begriff haben? Und wenn wir Neues dazulernen und neue Zusammenhänge beschreiben können: existieren dann auch neue Dinge, die vorher noch nicht existiert haben?

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Das Universum,die Folge eines Mangelzustands? 16 Okt 2016 17:48 #8879

Philou schrieb: Ist es denkbar ,dass der Urknall ein sekundäres Ereignis war?


Wir werden diese Frage nie mit naturwissenschaftlichen Mitteln beantworten können.

Daher ist meine Antwort: Ja es ist denkbar, wie vieles andere auch (z.B. unendlich viele Paralleluniversen). Wenn es aber keine guten Gründe für diese Annahme gibt, ist sie für mich ein Fall für Ockhams Rasiermesser.

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Das Universum,die Folge eines Mangelzustands? 17 Okt 2016 00:11 #8887

"Existieren tut nur ,was man beschreiben kann".
Eine Behauptung die verschieden interpretiert werden kann.
Ich gehe hier von dem Ansatz aus ,dass Denken auf Sprache (Mathematik als Sprachform incl.)basiert.Es kommt zu Bewusstwerdung von Zusammenhängen und zur Formulierung derselben.Für eine zweidimensionale Wanze z.b. existiert vieles einfach nicht.
Daraus würde sich ergeben ,dass der Mensch in "seiner " Welt lebt.
Was natürlich nicht bedeutet ,dass man die Welt des Vorhandenen nicht korrekt beschreiben kann .Die alte metaphysische Frage wie die Welt denn an sich beschaffen ist ,darf allerdings niemals eine Rolle spielen.Wir leben in einem Universum, wie es vom Menschen wahrgenommen wird.

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Das Universum,die Folge eines Mangelzustands? 17 Okt 2016 00:25 #8888

Ockhams Rasiermesser wählt zwischen mehreren gültigen Theorien die einfachste.Dieser Reduktionismus erscheint mir gefährlich.Als Scholastiker war ihm allerdings auch daran gelegen ,in letzter Konsequenz alles auf Gott zurückführen zu können.

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Das Universum,die Folge eines Mangelzustands? 17 Okt 2016 09:57 #8891

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Philou schrieb: Daraus würde sich ergeben ,dass der Mensch in "seiner " Welt lebt.

Wenn jeder Mensch in "seiner" Welt lebt - hat dann auch jeder seine eigene, private Physik?

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Das Universum,die Folge eines Mangelzustands? 17 Okt 2016 13:28 #8894

Gemeint war der Mensch als solcher ,der mit Hirnleistung im menschlichen Rahmen in seiner Welt lebt.

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Das Universum,die Folge eines Mangelzustands? 17 Okt 2016 15:14 #8897

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Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.

Ludwig Wittgenstein, Tractatus 5.6

Das schließt natürlich nicht aus, dass es eine Welt jenseits "meiner" Welt gibt, und dass ich meine Welt durch Anrennen gegen die Grenzen meiner Sprache zu erweitern trachten kann, auch wenn sich der Verstand dabei gelegentlich ein paar Beulen holt. Womit wir wieder bei der Ausgangsfrage wären, ob der Urknall ein sekundäres Ereignis sein könnte. Das ist auch so eine Grenze, wo der Verstand sich regelmäßig ein paar Beulen holt.

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Das Universum,die Folge eines Mangelzustands? 18 Okt 2016 17:27 #8933

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Das Universum,die Folge eines Mangelzustands? 18 Okt 2016 19:40 #8935

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Nein, ich glaub, die Antwort war 42.

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Das Universum,die Folge eines Mangelzustands? 18 Okt 2016 19:51 #8936

Richtig.Jenseits menschlicher Wahrnehmung ,warum sollte es da nichts mehr geben.Darin besteht die Aufgabe .Mit den Bordmitteln möglichst viel in Erfahrung zu bringen.
Aber ,ich wiederhol mich ,ohne in den platonischen Irrtum zu verfallen ,dass es hinter dem Schein ein wahres Sein gäbe.
Wie sagte Nietzsche so schön (der von einer ewigen Wiederkunft des Gleichen überzeugt war): "Es gibt weder Schein ,noch Sein"

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