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THEMA: Dunkle Materie, Schwarze Löcher.

Dunkle Materie, Schwarze Löcher. 18 Nov 2016 22:15 #9713

  • Alice
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Hier noch ne Frage zu dem ich bis jetzt keine vernünftige Antwort gehört habe!

Gravitationslinsen deuten daraufhin dass zwischen einer fernen Galaxis und uns, massenhaft dunkle Materie dazwischen ist, das Licht des Galaxisses (das kann nicht sein oder) von der dunklen Materie, mit seiner einzigen für uns sichtbaren Wechselwirkung gebeugt wird. Wie man weiss, sieht man rundgebogene, fragmentartige Regenwurmbögen als Ergebniss des Gravitativen Wechselwirkung der dunklen Materie und das Licht der Galaxis.
Meine Frage;
Wieso kann man ausschliessen, das sich für das angenommene Wechselwirkung anstatt dunkler Materie ein einsames schwarzes Loch verantwortlich ist. Auch ein schwarzes Loch, falls er seine ungebende Galaxis leergefressen hat und allein einsam und dunkel
durch das Universum zieht, wäre nur an seinem einzig erkennbaren Wechselwirkung mit Licht Z.B. Ist das Licht nicht fern genug und wird nicht vom Schwarzen Loch verschluckt, bilden sich womöglich ähnliche Gravitationslinsen.
Wer weiss mehr?
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Dunkle Materie, Schwarze Löcher. 19 Nov 2016 13:14 #9719

Meines Wissens kann man aufgrund der Form der Gravitationslinsenverzerrung auf die Art der Wechselwirkung schließen. Eine "Punkt-förmige" Linse (Schwarzes Loch) müsste man dadurch von einer ausgedehnten Linse (DM) unterscheiden können.

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Dunkle Materie, Schwarze Löcher. 19 Nov 2016 16:36 #9725

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Der Begriff Linse stammt ja aus der Optik. Eine Glaslinse hat den Effekt auf auftreffende Lichtsrahlen, dass sie zum einen gebündelt werden (Sammellinse konvex oder gestreut werden konkav).
Hervorgerufen wird das durch den verschiedenen Brechungsindex des jeweiligen Mediums, durch das das Licht läuft. Im Glas ist die Geschwindigkeit des Lichts geringer als in der Luft bzw. Vakuums. Dadurch werden die auftreffenden Wellenfronten des Lichts im Verlauf abgelenkt.
Die Richtung der Strahlen verändert sich. Es kommt zu einem Vergrößerungs bzw. Verkleinerungseffekt.
Die Ablenkung der Lichtstrahlen im gravitativen Bereich des Universums ist eine andere. Die Wirkung ähnlich.
Das heißt, dass man durch den ermittelten Strahlungsverlauf auf die Ursache rückschließen kann.
Ich denke auch, dass ein SL, welches punktförmig wirkt, ganz andere Auswirkung auf den Strahlenverlauf hat als eine diffuse Masse: DM.
Um zurück auf die konventionelle Optik zu kommen: Eine Mikrolinse verändert den Strahlenverlauf anders als eine große diffuse optische Form DM.

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Dunkle Materie, Schwarze Löcher. 20 Nov 2016 12:19 #9760

Dunkle Materie (d.h. "wir-wissen-nicht-was-es-ist-Materie") hat nur durch Gravitation eine Wechselwirkung mit der herkömmlichen Materie.
Schwarze Löcher können allerdings auch auf andere Wege mit Materie wechselwirken.
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Dunkle Materie, Schwarze Löcher. 20 Nov 2016 23:22 #9780

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Ash Dust schrieb: Dunkle Materie (d.h. "wir-wissen-nicht-was-es-ist-Materie") hat nur durch Gravitation eine Wechselwirkung mit der herkömmlichen Materie.
Schwarze Löcher können allerdings auch auf andere Wege mit Materie wechselwirken.


Mit dem ersten Satz bin ich einverstanden.

Ich weiss aber nicht, welche Möglichkeiten oder WW s du noch ausser Gravitation hast um allein im All befindliche eigentlich unsichtbare Schwarze Löcher. Wenn jede andere herkömmliche oder sonst welche Materie in der Umgebung fehlt, das die SL füttern können, werden Sie vielleicht wie inaktive Vulkane auf der Erde ganz einfach unsichtbar. Nur durch eine Gravitationslinse
aufspürbar.
Ich denke, mit etwas grundsätzlich anderem als Gravitationslinsen, werden wir derartige Objekte( Gelöschte Schwarze Löcher) im All, nicht erkennen können, da sie weder Licht sonst auch keine elektromagnetischen Strahlen emitieren.
Oder was passiert mit verhungerten Schwarzen Löchern Ausser WW mit Gravitation ???

Gruß

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Dunkle Materie, Schwarze Löcher. 21 Nov 2016 14:05 #9784

Hallo Alice,
bei meiner Antwort bezüglich der Wechselwirkung mit herkömmlicher Materie habe ich den Fehler gemacht es anzunehmen, dass die Ausswirkung von Dunkle Materie auf die Bewegung der Materie um das Zentrum der Galaxie eine unabdingbare Voraussetzung für den Gedankengang war. Diese Erkenntnis hat mich allerdings wahrscheinlich zu der richtigen Antwort zu deiner Frage geführt.

Du hast deine Frage mit folgender Annahme angefangen und ich glaube, dass der Fehler hier liegen könnte:
"Gravitationslinsen deuten daraufhin dass zwischen einer fernen Galaxis und uns, massenhaft dunkle Materie dazwischen ist"

Das ist auch korrekt, aber eine wichtige Information fehlt. Die unsichtbare Materie befindet sich zum größten Teil in der Nähe der Galaxie. Sie umwölkt die Galaxie quasi wie bei einem "Halo-Effekt" und beeinflusst somit die Bewegung der sichtbaren Materie um das Zentrum der Galaxie. Durch diese Bewegung wurde die Dunkle Materie entdeckt, nicht durch den Linseneffekt. Der letzte dient nur der Ortung und Messung von Dunkle Materie.

Demzufolge können Schwarze Löcher wahrscheinlich ausgeschlossen werden, denn für den gleichen Einfluß auf die sichtbare Materie wäre eine große Anzahl von um die Galaxie herum gleichmäßig verteilten Schwarzen Löchern nötig, die miteinander und mit der sichtbaren Materie wahrscheinlich "häufig" wechselwirken würden und eine Menge Gravitationswellen, Gammastrahlen und Radiowellen verursachen würden.

Des Weiteren müsste auch berücksichtigt werden, dass Schwarze Löcher das Licht absorbieren können. Das unterscheidet sie auch von Dunkle Materie, sodass für den gleichen Effekt auf die Drehbewegung der umwölkten Galaxie letztendlich wahrscheinlich mehr Licht verloren gehen würde als man bei dem Linseneffekt beobachten kann.

Auf weitere Imputs oder Korrekturen von den wahren Experten im Forum würde ich mich auch freuen.

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Dunkle Materie, Schwarze Löcher. 21 Nov 2016 17:33 #9791

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Blutiger Laie versucht mal hier seine Ansichten zu diesem Thema zu deklarieren.
1. Wieviele Informationen über die DM gibt es überhaupt schon? Mir kommt es so vor, wie die Planetenjäger, welche behaupten schon herausbekommen zu haben, welches Wetter auf Planeten exosolarer Systeme herrscht.
2. Wir können nur Rückschlüsse auf die DM nehmen, indem wir Wirkungen im Universum haben, die wir nur mit der Existenz dergleichen erklären können.
3. Es gibt noch keine weitergehenden Infos über mögliche Zusammensetzungen der DM.
4. Wenn man in einer Gleichung 1 bekannte Größe hat und mehrere Unbekannte, dann kann die Rechnung schnell schief gehen.
5. Es werden 2 Dinge zusammengebracht: DM und SL. Dort einen Zusammenhang herzustellen ist hochspekulativ.
6. Woher nimmt man die Gewissheit, dass die DM wie ein Halo um die Galaxien existieren? Gibt es keine DM in den Weiten des materiell unterbevölkerten Universums? Nur durch die Gravitationsbewegungen der Galaxien, welche durch DM in Schach gehalten werden?
Soweit meine amateurhaften Ansichten.

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Dunkle Materie, Schwarze Löcher. 21 Nov 2016 18:15 #9793

Hallo Ralf,
ich glaube folgende Arbeit kann deine Fragen beantworten:

Particle dark matter: evidence, candidates and constraints
Physics Reports Volume 405, Issues 5–6, January 2005, Pages 279–390
Gianfranco Bertonea (a), Dan Hooperb (b), Joseph Silkb (b)
(a) NASA/Fermilab Theoretical Astrophysics Group, Batavia, IL 60510, USA
(b) Department of Astrophysics, University of Oxford, Oxford, OX1 3RH, UK


Hier der vollständige Text:
http://www.gae.ucm.es/~pulsar/articles/master/dark-matter/bertone_phys-rep_2005.pdf

Beste Grüße
Ash
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Dunkle Materie, Schwarze Löcher. 22 Nov 2016 07:02 #9821

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Danke Ash Dust ,für die aufschlussreiche Erklärung der HALO Verteilung von SM.

Ash Dust, Ich bin Laie du bist Profi. Aber ich kann soweit deiner Argumentation folgen. Trotzdem Ich habe ich zu diesem hochspekulativen Thema ein paar zusätzliche Fragen;

In den letzten Jahren, Dank der Guten Teleskope und deren Benutzer natürlich, wurden immer größere SL s entdeckt Millionen sogar Milliarden Sonnen Massen gross teilweise kurz nach dem Urknall entstandene, so dass Wissenschaftler untereinander streiten und verstehen versuchen wie manches SL s in so kurzer zeit so dick werden konnten. Ausserdem werden 100 000 kleine SL s in unseren Universum vermutetet, genügend SL s wurden in fremden in fremden Galaxien beobachtet.
Meine Frage;
Was Passiert mit SL s die Z.B. im Zentrum einer Mini Kugelgalaxis praktisch alle Sterne verschluckt haben jetzt nun weit weg von anderen Galaxien und Materie praktisch verhungern. Ich nehme an das solce SL die keine Gamma Blitze mehr produzieren, können auch keine Radiowellen emitieren weil Futter zum Fressen fehlt. Ein Kinematischer Nachweis entfällt weil kein Materie mehr vorhanden. Kein erruptiver kein abberativer, Temporaler Nachweis keine Röntgenstrahlung weil keine weitere Materie zum Fressen in der Nähe, auch kein Temporaler Nachweis weil kein Stern umkreist das SL. Übrig bleibt Obskurativer Nachweis, kein akkretive Verifikation weil kein interstellarer Gas in der Nähe. Wie kann man unter diesen Umständen, einen womöglich Super,Super massereichen SL der seinen gesamten Kugelgalaxie restlos aufgefressen hat, nachweisen. Vor allem mit welcher Methode kann man ausser Gravi Linsen nachweisen?
Dann müssten die seltenen Gravi-Linsen (Voraussetzung ist immer ein dahinterligendes weit genug entferntes leuchtendes Galaxie) eher rund Kugelförmig sein, zumindest das Restlicht was nicht in SL verschwindet.
Frage; Auch wenn die Möglichkeit eines schwarz in schwarz Loches (SL in einer Raumumgebung ohne Materie) spekulativ ist, kann man es zu 100 % ausschliessen? (falzifizieren wie ihr Physiker sagt).
Werden nach solchen Linsen gesucht womöglich? Oder ist diese Möglichkeit ausgeschlossen.

Beste Grüsse

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Dunkle Materie, Schwarze Löcher. 22 Nov 2016 13:18 #9825

Hallo Alice,

Leider bin ich kein "Profi" zu den Themen Dunkle Materie und Schwarze Löcher. Es gibt bestimmt andere Kollegen/innen hier, die sich mit diesen Themen besser auskennen. Zu deiner Frage schaffe ich es als "nicht-Profi" aber noch etwas zu sagen. Danach müsste ich definitiv Platz für die Experten freimachen. ;)

Schwarze Löcher können in der Tat auf verschiedene Wege in einsame Reisen durch das Weltall geschickt werden. Sie können u.a. durch die Kollision von zwei Galaxien weggeschleudert oder durch die Beschleunigung in einem Doppelsystem ausgestoßen werden. Ein einsames Schwarzes Loch, dass seine Galaxie - auch wenn nur eine sehr kleine Zwerggalaxie - vollständig absorbiert haben soll, kommt mir eher unwahrscheinlich vor. Selbst die kleine Zweggalaxie M60-UCD1 hat ihr Schwarzes Loch von 24 Millionen Sonnenmasse überlebt, denn selbst in ihrem extremen Fall entspricht die Masse des Schwarzen Loches nur etwa 15% der Gesamtmasse der Zwerggalaxie. Man sagt aber lieber niemals Nie.

Ein solches einsames Schwarzes Loch ist aufgrund der vergleichsweise kleinen Masse wirklich sehr schwer zu finden. Sollte es nichts anderes geben, was eine Wechselwirkung ermögliche, wären Gravitationslinsen aktuell die wahrscheinlich einzige Lösung für die Suche nach solchen einsamen Schwarzen Löchern. Diese Suche würde allerdings sich als sehr schwierig und mühsam erweisen, denn die Krümmung des Lichtes wäre bei solchen Schwarzen Löchern zu klein und "punkt-förmig" - anders als bei Dunkle Materie wie ClausS erklärte.

Sorgen über ein solches heimtükisches Schwarzes Loch sollte man sich aber nicht machen. Die wahrscheinlichkeit wäre verschwindend klein, dass ein solches Monstrum uns mal den Weg kreuzt. Wir würden eher den Einschlag eines großen Asteroiden oder den Ausbruch eines Supervulkans wie Yellowstone erleben.

Beste Grüße
Ash
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Dunkle Materie, Schwarze Löcher. 22 Nov 2016 13:48 #9826

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Die von Alice beschriebene Situation der SL, welche praktisch inaktiv fungieren und sich in Bereichen des Universums befinden, die praktisch keine Materie beinhalten, ist vorstellbar. Nun wird ein solches SL sicher von sehr großer Abmessung sein, wenn es schlussendlich seine ganze Galaxie verschlungen hat. Die erste Frage, welche sich mir stellt, ist die nach der Zeit, nach der Entwicklung von Galaxien. Wir wissen, dass das Universum knapp 14.Mrd Jahre alt ist.
Ist es möglich, dass es bis jetzt schon so weit gekommen ist, dass ein SL eine Galaxie verschlungen hat? Oder liegt dieser Prozess noch in der Zukunft, da man davon ausgehen kann, dass unsere Galaxie (eine normale) Galaxie sich im zeitlichen Ablauf, in der Entwicklungsphase mit der großen Masse der anderen Galaxien verhält?
Das heißt, hat es bislang schon ein SL geschafft, all seine Materie zu verschlingen und treibt durch das leere Universum?
Wie kann man ein solches SL beobachten? Die Beobachten SLs durch Gravitationslinsen ist immer daran gekoppelt, dass sich ein beobachtbares Objekt dahinter befindet.
Weite Bereiche des Universums sind materiefrei. Wenn man davon ausgeht, dass solcherlei SL nur sehr selten sein könnten, stellt es sicher einen großen Glücksfall dar, eine solche Beobachtung zu machen.
Und wenn man bedenkt, dass sich die großen Massen des Universums immer an die Bienenwabenstruktuir orientieren, ist ein vagabundierendes SL in den großen Zwischenräumen eher unwahrscheinlich. Ich denke, das SL immer die Nähe der Materie suchen.

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Dunkle Materie, Schwarze Löcher. 22 Nov 2016 16:42 #9833

Hallo Ralf,

hierfür kann ich leider keine präzise Antwort geben, sondern nur meine Meinung.

Ein Schwarzes Loch könnte 14 Mrd. Jahre nach dem Urknall möglicherweise seine ganze Galaxie verschlungen haben, aber wahrscheinlich ist es nicht, denn Schwarze Löcher sind das Ergebnis von Supernovae gigantischer Sterne. Diese Sternen haben meistens bereits alles in ihren Bahnen verschlungen, was es zu verschliengen gab, wenn es soweit ist. Alles andere bewegt sich dann in der Regel in stabilen Bahnen um das Schwarze Loch herum.

Best Grüße
Ash
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Dunkle Materie, Schwarze Löcher. 22 Nov 2016 21:40 #9851

Wie sagte Harald in einem Video über galaktische Schwarze Löcher?
"Das Schwarze Loch im Zentrum unserer Milchstraße ist ein armes Schwein, es hat zur Zeit überhaupt nichts zu fressen weshalb wir es nicht sehen können"

assume good faith
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Dunkle Materie, Schwarze Löcher. 23 Nov 2016 03:38 #9858

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Supernovas mit 20 Milliarden Sonnenmassen sind kaum vorstellbar. So groß sind zwischenzeitlich die größten nachgewiesenen SL s.
Es wird auch diskutiert über "primordialeSL" Kurz nach dem Urknall etwa Drei, vier Hundert Millionen Jahre nach dem Urknall entstandene SL s
Oder SL s beobachtet in 13 Milliarden Lichtjahren Entfernung, also im jungen Universum entstanden und schon so riesig.
Jedenfalls klingt es so als könnte man einsam und hungrig durchs All ziehende SL s nicht ganz ausschliesen. Ist auch kein Wunder Wenn sie Unsichtbar bleiben. Die Astronomen richten Die Teleskope meistens gegen Lichtquellen. Bei Hubble deep field Photo war es anders, das wurde Teleskop Richtung schwarze hintergrundlose Weltall gerichtet, es wurde Tagelang belichtet und schon ein Photo mit grossen Überraschungen.
Meiner Ansicht nach sollte der schwarze Hintergrund im All mm für mm automatisch abgetastet werden. Man könnte bei Hubble oder besser in seinem Nachfolgerteleskop im All, ein Dedektor fürs einzelne oder wenige Photone einbauen so das der Teleskop sobald einige Photonen dedektiert , automatisch sein Ziel erfasst und lang genug (das heisst tagelang womöglich wochenlang)das auserwähle Gebiet belichtet. und wenn man das ganze automatisiert wird sowie bei der Planetensuche, kann ich mir vorstellen das auch einsame schwarze Löcher, vielleicht auch DM, dedektiert werden können.
Oder gibt es schon solche Früherkennungs-Sensoren, welche die dunklen Gebiete des Alls, automatisch sondieren?

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Dunkle Materie, Schwarze Löcher. 23 Nov 2016 08:37 #9864

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Guten Morgen,

Jedenfalls klingt es so als könnte man einsam und hungrig durchs All ziehende SL s nicht ganz ausschliesen.

Aus meiner Sicht kann man das schon ganz gut ausschließen.
Hätte bei Aussendung der Hintergrundstrahlung alle Materie elektromagnetisch wechselwirken können, wären im CMB Temperaturunterschiede im Millikelvin-Bereich zu erwarten, man misst sie aber nur im Microkelvin-Bereich, was gut zum Verhältnis Dunkle Materie und Baryonen passt. Da hat es dann selbst eine ausgeklügelte Theorie wie MOND schwer und die schnörkellose Überlegung, bei Dunkler Materie handele es sich um "einsam und hungrig durchs All ziehende" Schwarze Löcher natürlich erst recht.

Beste Grüße
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Dunkle Materie, Schwarze Löcher. 23 Nov 2016 10:52 #9867

Hi Alice

Alice schrieb: Wieso kann man ausschliessen, das sich für das angenommene Wechselwirkung anstatt dunkler Materie ein einsames schwarzes Loch verantwortlich ist. A


auch dies:
de.wikipedia.org/wiki/Dunkle_Materie#/me...k_matter_diagram.svg
wird mit DM versucht zu erklären.
Es müssten also auch in unsere Galaxie eine Menge einsame SLs geben. Diese würden auf Grund der Sternendichte nicht unerkannt bleiben.

Es könnte durchaus sein, dass es mal ein einsames SL gibt (es könnte in Zukunft viele davon geben, das ist aber eher eine Verschiebung der sichtbaren Materie), es gibt ja auch einsame Planeten:
www.nationalgeographic.de/aktuelles/eins...-in-der-milchstrasse
aber die DM lässt sich dadurch m.E. nicht ersetzen. Ich schließe mich Ropp an.

viele Grüße
seb

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Dunkle Materie, Schwarze Löcher. 24 Nov 2016 16:40 #9908

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Hi Seb 110

Das einsame schwarze Löcher geben könnte sowie einsame Sterne oder Planeten wie nachgewiesen, räumst du als Möglichkeit ein, jedoch gehst du von der Annahme aus, das die Gravitative Wirkung kein SM ersetzen kann. Es sind aber jetzt schon 20 Milliarden Sonnenmassen große SM entdeckt. und lokalisiert worden, und ein Ende für die Entdeckung noch grösseren schwarzen Löchern steht nichts im Weg. Wenn es im Umkreis von Galaxien SM dieser Größe existieren sollten, müsste eigentlich gravitative Wirkungen auf die Geschwindigkeit der in Nähe befindlichen Galaxie ähnlich wie bei DM vorstellbar sein!
Die Frage ist für mich, Können die SL s, was Gamma und Radio Strahlung betrifft, so weit "erkalten" das ausser Gravitationslinsen kein Nachweis zu geben scheint. Wären wir nur auf Gravi Linsen zum Nachweis angewiesen, und Mega SL ist weit genug weg um durch kreisende Sternbahnen um das SL nachgewiesen werden kann, so bleibt nichts anderes übrig als systematisch das All (insbesonders von dahinterliegenden Galaxien unbeleuchtete Gebiete) am besten automatisiert mm für mm abzudedektieren nach minimalen koronalen Strahlungseffekten des SL s, wie von Hawkins beschrieben, praktisch abzusuchen.
de.wikipedia.org/wiki/Hawking-Strahlung
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Dunkle Materie, Schwarze Löcher. 24 Nov 2016 23:15 #9915

Hi Alice

Alice schrieb: Das einsame schwarze Löcher geben könnte sowie einsame Sterne oder Planeten wie nachgewiesen, räumst du als Möglichkeit ein,


Man muss mit dem Begriff "einsam" bei Schwarzen Löchern vorsichtig sein. Bei Planeten die keinem Sonnensystem zu gehören scheinen und Sternen die keiner Galaxie zu gehören scheinen und "vagabundieren" ist der Begriff einsam noch nachzuvollziehen. Aber eigentlich sind alle Schwarzen Löcher einsam. Es gibt zwar Überlegungen, Modelle, Berechnungen wie hier:
scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/20...-sich-das-universum/
dass sich das gesamte Universum drehen soll und somit auch die SL-Bewegungen einer Drehung folgen. Und es erst dann einsame SL gibt, im Sinne von einsamen Planeten, die dieser Drehung nicht folgen. Aber das ist spekulativ. Dahingehend war mein Vergleich nicht ganz zu Ende gedacht.
Einfacher ausgedrückt: Wenn "einsame" SL, Schwarze Löcher ohne Materie darstellen. Gibt es da nicht auch "einsame" Materie ohne SL (das war mein Gedanke dahinter, als ich einsame Planeten ins Spiel brachte.)

Alice schrieb: jedoch gehst du von der Annahme aus, das die Gravitative Wirkung kein SM ersetzen kann. Es sind aber jetzt schon 20 Milliarden Sonnenmassen große SM entdeckt. und lokalisiert worden, und ein Ende für die Entdeckung noch grösseren schwarzen Löchern steht nichts im Weg. Wenn es im Umkreis von Galaxien SM dieser Größe existieren sollten, müsste eigentlich gravitative Wirkungen auf die Geschwindigkeit der in Nähe befindlichen Galaxie ähnlich wie bei DM vorstellbar sein!


Für mich sind die Unterschiede von 4% sichtbarer Materie zu 25 % DM zu groß. Ob schwarze Löcher in einem expandierenden Universum immer größer werden können, ist fraglich. Sicherlich sind die Verhältnisse schwieriger, denn es bewegen sich auch Galaxien aufeinander zu.
de.wikipedia.org/wiki/Wechselwirkende_Galaxien
Die Fragen sind aber: Wird eine Galaxienverschmelzung in Zukunft nicht immer unwahrscheinlicher? Wird eine Vergrößerung eines SL dadurch nicht auch immer unwahrscheinlicher? wieder spekulativ
und einfacher: Die Schwarzen Löcher werden durch sichtbare Materie größer. (das ist eher eine Verschiebung, als daß von irgendwo her noch sichtbare Masse auftaucht m.E.)

Alice schrieb: Die Frage ist für mich, Können die SL s, was Gamma und Radio Strahlung betrifft, so weit "erkalten" das ausser Gravitationslinsen kein Nachweis zu geben scheint.

Ja das sollten diese sehr großen SL können. Die Wellenlängen der postulierten Hawking Strahlung sind m.E. dann so groß (besser gesagt das Maximum der Wellenlängenverteilung liegt so weit rechts) , dass man -überspitzt- ein "Gleichstromteleskop" benötigen würde um so ein SL direkt zu beobachten. Von der sehr geringen Intensität dieser Strahlung ganz zu schweigen.
die Hawking Strahlung ist direkt nicht zu messen zu beobachten.
Es gab aber andere Versuche:
www.pro-physik.de/details/news/1111399/H...ng_nachgewiesen.html

Alice schrieb: Wären wir nur auf Gravi Linsen zum Nachweis angewiesen, und Mega SL ist weit genug weg um durch kreisende Sternbahnen um das SL nachgewiesen werden kann, so bleibt nichts anderes übrig als systematisch das All (insbesonders von dahinterliegenden Galaxien unbeleuchtete Gebiete) am besten automatisiert mm für mm abzudedektieren nach minimalen koronalen Strahlungseffekten des SL s, wie von Hawkins beschrieben, praktisch abzusuchen.
de.wikipedia.org/wiki/Hawking-Strahlung

ob so etwas technisch möglich oder bezahlbar ist, weiss ich nicht.

viele Grüße
seb110
PS: Metamaterialien können eine Linse für Radiosignale darstellen
news.mit.edu/2012/new-metamaterial-lens-...ses-radio-waves-1114
vielleicht gelingt dies bald auch für Strahlung größerer Wellenlänge, wer weiss

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