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THEMA: Der Mond von hinten

Der Mond von hinten 23 Nov 2016 01:53 #9856

Nabend !

Ich hab mir mal Gedanken zu der Mondlandung gemacht.
Es ist ja angeblich so, dass die Astronauten auf dem Mond nur 1/6 ihres Körpergewichts gespürt haben, als sie auf dessen Oberfläche herumspazierten.
Ist es denn nicht so, dass die Leute, wenn sie auf der Sichtseite des Mondes sind, trotzdem von der Erde angezogen werden? Somit die Gravitation des Mondes minus der Gravitation der Erde zu der angegebenen gefühlten Gewichtskraft führen?

Wäre es somit denkbar, dass auf der Rückseite des Mondes ein ganz anderer Wert für das gefühlte Gewicht herauskommen müsste, da sie dort ja vom Mond und von der Erde gegen die Mondoberfläche gezogen werden?

Nach meiner Vorstellung sollte man sich dort deutlich schwerer fühlen.

Liebe Grüße !

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Der Mond von hinten 23 Nov 2016 03:56 #9859

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Da müssten wir auf der Erde bei (Vollmond) auch deutlich (messbar) leichter werden wenn der Mond uns Nahe steht und Gezeiten verursacht, uns mit seiner Gravitation am meisten zieht.
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Der Mond von hinten 23 Nov 2016 06:57 #9860

Der Mond fällt frei im Schwerefeld der Erde, genauso wie die Erde im Schwerefeld des Mondes.

Daher wirkt auf der Mondoberfläche nur das Schwerefeld des Mondes und auf der Erdoberfläche nur das Schwerefeld der Erde.

Was auf beiden Körpern wirkt, ist die Gezeitenkraft des anderen Körpers. Im Fall des Mondes hat dies ja bereits zu gebundener Rotation geführt.

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Der Mond von hinten 23 Nov 2016 08:55 #9865

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Die Gezeitenkräfte ergeben sich aus den Gezeitenbeschleunigungen, das sind die Unterschiede in der Fallbeschleunigung, die verschiedene Teile des ausgedehnten Körpers in dem durch andere Körper erzeugten äußeren Gravitationsfeld erfahren. (Wikipedia)

Also wenn ich das richtig verstehe, hat DBA mit seiner Vermutung völlig recht. Der Punkt ist doch eher, dass das Gravitationsfeld der Erde auf dem Mond verschwindend gering ist aufgrund der größeren Entfernen, sodass man unmöglich einen Gewichtsunterschied spüren kann.

Ergänzung: die Fliehkraft auf der erdabgewandten Seite gleicht den Unterschied durch die Erdanziehung völlig aus. Dieser Ausgleich entfällt auf einem Punkt, senkrecht zur Achse Erde-Mond.
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Der Mond von hinten 23 Nov 2016 17:09 #9879

DerBauAnfänger schrieb: Nach meiner Vorstellung sollte man sich dort deutlich schwerer fühlen.


~10 m/s² abgeschwächt durch den Abstands-Faktor (~400.000.000m)²

S = k log W
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S = k log W

Der Mond von hinten 23 Nov 2016 19:03 #9882

Kann mir jemand den Wert ausrechnen?
Also wenn man auf der Vorderseite 1/6 des (9,81)-Gewichtes hat, wie viel Gewicht hätte man dann hinter man Mond?

Ist nur so ein Gedankliches Steckenpferd, daher das Interesse^^

Liebe Grüße und Dank für die Antworten !

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Der Mond von hinten 23 Nov 2016 21:36 #9883

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Hallo,

wieviel Schwerkraft hätten wir, wenn sich die Erde nicht dreht?

Gruß 1234

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Der Mond von hinten 23 Nov 2016 21:39 #9884

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Geh mal auf den Nordpol.

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Der Mond von hinten 23 Nov 2016 21:51 #9885

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DBA,
da gibt es nichts zu berechnen. STM hat es doch bereits angedeutet.

die Fliehkraft auf der erdabgewandten Seite gleicht den Unterschied durch die Erdanziehung völlig aus. Dieser Ausgleich entfällt auf einem Punkt, senkrecht zur Achse Erde-Mond

Der Mond bewegt sich im inhomogenen Gravitationsfeld der Erde, was letztlich die Erklärung für die Gezeitenkraft ist.
Vielleicht hilft auch folgende Vorstellung, um das zu verstehen:
Der Flutberg auf der mondabgewandten Seite auf der Erde entsteht, weil die Fliehkraft der um das gemeinsame Baryzentrum kreisenden Erde die Gravitationskraft des Mondes übertrifft. Auf der mondzugewandten Seite jedoch überwiegt die Gravitationskraft des Mondes diese Fliehkraft (wichtig: in beiden Fällen sind die jeweiligen Vektoren der Gravitationskraft des Mondes und der Fliehkraft der um das gemeinsame Baryzentrum kreisenden Erde entgegengesetzt. Die Resultierenden erzeugen die Flut).
Ein weiteres Beispiel zum Verständnis:
Auf der ISS, die ebenfalls frei um die Erde fällt, wird jeder in ihr frei schwebende Gegenstand unterhalb ihres Schwerpunktes nach "unten" richtig Erde, jeder über ihrem Schwerpunkt schwebende Gegenstand nach "oben" weg von der Erde driften.
Oder nehmen wir den Mond Metis, der innerhalb der Roche-Grenze um Jupiter seine Bahn zieht:

Metis befindet sich innerhalb der Roche-Grenze für Flüssigkeitsmonde, d. h., er ist nur durch den Zusammenhalt seines Materials stabil. Die Fluchtgeschwindigkeit gilt nur für eine Bewegung im rechten Winkel zum Gasplaneten. (Quelle Wiki)

D.h, falls jemand von euch vor hat, auf Metis zu landen, dann bitte einen Landeplatz in oder gegen seine Flugbahnrichtung auswählen. Nur dort hält euch seine Schwerkraft fest. Auf der dem Jupiter zugewandten Seite zieht euch dessen Schwerkraft weg, auf der abgewandten schleudert euch die Fliehkraft ins All auf Nimmerwiedersehen.
Zusammenfassung:
Auf dem Erdmond erfahren wir auf der erdzugewandten und erdabgewandten Seite die gleiche Schwere. In und gegen die Richtung seiner Flugbahn ist die auf uns wirkende Kraft etwas größer, siehe Metis. Der Unterschied ist nur marginal und wir würden ihn nicht merken. Bei Metis kommen aufgrund der bereits beträchtlichen Gezeitenkräfte innerhalb der Roche-Grenze die Unterschiede bereits zum Tragen. Vielleicht hat ja einer der vielen Physiker hier Lust, den marginalen Unterschied im Falle des Erdmondes zu berechnen.

Madouc schrieb

~10 m/s² abgeschwächt durch den Abstands-Faktor (~400.000.000m)²

Erstens sind es nur ca. 1,6 m/s2 im Mittel und der Zusammenhang ist nicht linear, somit kann von keinem Faktor die Rede sein

Grüße Cyborg

Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)

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Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)
Letzte Änderung: von Cyborg. Begründung: Ergänzungen (Notfallmeldung) an den Administrator

Der Mond von hinten 24 Nov 2016 07:45 #9895

Das hatten wir alles schon sehr ausführlich in einem früheren Thread.

Leicht beieinander wohnen die Gedanken. Doch hart im Raume stoßen sich die Sachen. Schiller, Wallenstein

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Der Mond von hinten 24 Nov 2016 12:01 #9898

Ich meinte nicht die G-Kraft des Mondes sondern die der Erde. Die Erdanziehung wirkt auf dem Mond und damit auch auf Objekten au dem Mond, ich hoffe das will keiner hier abstreiten. Sie ist nur sehr stark abgeschwächt (das war was ich mit dem Faktor zum Quadrat andeuten wollte) und wird von anderen Kräften neutralisiert oder übertroffen.

Trotzdem sollte man ausrechnen können, dass ein Objekt in der Position Objekt-Mondoberfläche-Mondmittelpunkt-Erdmittelpunkt mehr Gravitation erfährt als ein Objekt in der Position Mondmittelpunkt-Mondoberfläche-Objekt-Erdmittelpunkt.

S = k log W

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Der Mond von hinten 24 Nov 2016 15:24 #9905

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@DBA
Wenn du auf dem Mond stehst und senkrecht über deinem Kopf funkelt die Erde, dann zieht dich eine Kraft von \(F = G\, \frac{m\,M}{r^2}\) nach oben. Bei deinem geschätzten Gewicht von mindestens 100 Kilo :whistle: , einer Erdmasse von gerundet \(M=6·10^{24}\) kg und einem Abstand von knapp \(r=400 000\) km und der Gravitationskonstante mit \(G=6{,}674\;08\cdot 10^{{-11}}\,{\mathrm {{\frac {m^{3}}{kg\cdot s^{2}}}}}\) kannst du dir leicht ausrechnen, um wie viel du dann leichter bist. (Die Fliehkraft, die auch hier wirkt, musst du natürlich wieder drauflegen). Die gute Nachricht ist: Auf der gegenüberliegenden Seite des Mondes hast du keine zusätzlichen Gewichtsprobleme.
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Der Mond von hinten 24 Nov 2016 15:34 #9906

Auf der gegenüberliegenden Seite des Mondes hast du keine zusätzlichen Gewichtsprobleme.


echt nicht? :dry:

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Der Mond von hinten 24 Nov 2016 16:28 #9907

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@Madouc: Das größte Gewicht hat DBA dort, wo sich Anziehungskraft und Fliehkraft exakt aufheben, also auf dem Radius senkrecht zur Verbindungslinie Erde-Mond. Am erdnächsten und am erdfernsten Punkt hat unser Kollege den günstigsten Body-Mass-Index.
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Der Mond von hinten 24 Nov 2016 19:22 #9909

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Bei der Gezeitenbeschleunigung geht der Abstand mit der dritten Potenz ein.
Laut Wiki:

Ein Zentralkörper der Masse M verursacht auf der Oberfläche eines Trabanten, der den Radius R hat und sich mit seinem Mittelpunkt im Abstand r befindet, im nächsten und fernsten Punkt die Gezeitenbeschleunigung:
ag (ca) = + 2RGM/r3
Das Vorzeichen ist hier auf den Mittelpunkt des Zentralkörpers bezogen. Vom Mittelpunkt des Trabanten aus gesehen weist die Gezeitenbeschleunigung hingegen an beiden Punkten nach außen.


Nur so ist auch verständlich, warum die Gezeitenkräfte zwischen Erde und Mond höher sind als zwischen Erde und Sonne, wo dort doch die Gravitationskraft selber wesentlich höher ist, weil bei deren Berechnung eben das Quadrat des Abstandes eingeht.

Und Denobio hat Recht, hatten wir schon mal:
www.urknall-weltall-leben.de/urknall-wel...ter-nachgefragt#7379

Grüße Cyborg

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