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THEMA: Frage zur Längenkontraktion

Frage zur Längenkontraktion 06 Nov 2017 22:40 #21859

Udo, bezugnehmend auf deinen Beitrag 81826,

mal gaaanz langsam.
Das Zwillingsparadoxon löst sich nicht auf, wenn man das ganze symmetrisch betrachtet, also wenn man Hinreiseanteile und Rückkehranteile miteinander verrechnet und sie am Ende gleich groß setzt. Verführerisch zwar, aber nicht erlaubt.
Wenn man den Erdzwilling in ein ruhendes System Erde setzt und den Raketenzwilling mit gleichförmiger Beschleunigung bis zu relativistisch relevanten Geschwindigkeiten beschleunigt, dann unterscheiden sich beide Systeme dadurch, dass das eine kräftefrei ist und das andere kräftebehaftet und dass das eine in nichtrelativistischen Geschwindigkeitsverhältnissen verbleibt und das andere nicht.
Der erste Fall führt zu einer unterschiedlichen Alterung, der Reisende bleibt jünger als der Zurückgebliebene und der zweite Fall, also die relativistische Reisegeschwindigkeit des Raketenzwillings führt zu einer Vergrößerung des Effekts.
VG
Thomas

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Frage zur Längenkontraktion 06 Nov 2017 22:53 #21860

.
Der Zwilling, der bis zu einer relativistischen Geschwindigkeit beschleunigt, wird auch relativistisch schwerer. Wenn sich sie beide nach der Rückkehr auf die Waage stellen, wie schaut dann das aus? Wenn der relativistische Effekt die Zeit und den Weg verändert, dann müsste er auch das Gewicht verändern? Entweder/Oder

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Frage zur Längenkontraktion 06 Nov 2017 22:57 #21862

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badhofer schrieb: .
Der Zwilling, der bis zu einer relativistischen Geschwindigkeit beschleunigt, wird auch relativistisch schwerer. Wenn sich sie beide nach der Rückkehr auf die Waage stellen, wie schaut dann das aus? Wenn der relativistische Effekt die Zeit und den Weg verändert, dann müsste er auch das Gewicht verändern? Entweder/Oder

Badhofer, planst du eine relativistische Diät?:lol:

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Frage zur Längenkontraktion 06 Nov 2017 23:08 #21863

.
Meine Frau lässt fragen, ob bei einer relativistischen Geschwindigkeit etwas länger und schwerer wird?
Das mit der Spagettisierung ist ja auch nicht gerade das Gelbe vom Ei :(

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Frage zur Längenkontraktion 06 Nov 2017 23:22 #21865

@ Merilix #21848
Vielen Dank, ich war zu faul zu rechnen. Wenn noch mehr Leute ihren inneren Schweinehund überwinden und einfach mal nachrechnen, bevor das große Vermuten losgeht, wer nun älter ist, dann verkürzt sich die Diskussion und die Vewirrung nimmt ab.

@ Badhofer
Auch Du kannst einige Deiner Fragen selber beantworten, zB die letzte nach dem Gewicht (vermutlich meinst Du die Masse, aber wenn die sich auf der Erde befinden, ist das egal).
Also: Wenn E=mc^2 hier für die Bewegungsenergie angewandt wird, und beide Brüder am Anfang sich die Hand schütteln und am Ende auch, also an Ausgangs- und Endpunkt der Geschichte jeweils die gleiche Geschwindigkeit haben: Wie muss man dann Deine Frage beantworten?

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2

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Frage zur Längenkontraktion 06 Nov 2017 23:54 #21868

Badhofer,

Die Masse nimmt zwar bei zunehmenden relativistischen Geschwindigkeiten extrem zu, aber beim Abbremsen auch wieder extrem ab. Am Ende spielt sie keine Rolle.
Sie hat mit dem Zillingsparadoxon deshalb nichts zu tun .
VG
Thomas

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Frage zur Längenkontraktion 07 Nov 2017 00:05 #21869

.
Thomas, aber warum wirkt dann bei der Zeit bzw. Länge das Beschleunigen und Abbremsen nicht gegenseitig aufhebend? Also, leicht zu verstehen ist das nicht.

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Frage zur Längenkontraktion 07 Nov 2017 00:28 #21873

Ergänzung zur München-Hamburg Reise: Längenkontraktion

Aus dem Bezugssystem Straße betrachtet ist die Längenkontraktion nicht relevant. Das die bewegten Fahrzeuge während der Fahrt ein paar Zentimeter kürzer sind spielt keine Rolle.
Ganz anders sieht es aus den Bezugssystem von A und B aus. Für diese ist die Straße das bewegte BS.
Für A hatten wir Lorentzfaktor 1,18; das macht 847,5 km Strecke mit einer Geschwindigkeit 847,5 / 5,28 = 160 km/h
Für B müssen wir die beiden Abschnitte wieder getrennt betrachten.
Die ersten 250km verkürzen sich auf 250/1,06=235,85 km was die Geschwindigkeit 235,85/2,36 = 100 km/h ergibt.
Die restlichen 750 km verkürzen sich auf 750/1,36=559,7 km und 559,7 / 2,79 ergibt wieder 200 km/h.
Die zurückgelegte Gesamtstrecke für B ist mit 795,55 km über 50km kürzer als die von A zurückgelegte Strecke.
Das die Geschwindigkeiten unverändert sind liegt einfach daran das sich der Lorentzfaktor wegkürzt -- was nicht verwunderlich ist.

assume good faith

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assume good faith

Frage zur Längenkontraktion 07 Nov 2017 00:41 #21875

badhofer schrieb: .
Thomas, aber warum wirkt dann bei der Zeit bzw. Länge das Beschleunigen und Abbremsen nicht gegenseitig aufhebend?


Das tut es ja. "Abbremsen" als Gegenstück zu "Beschleunigen" führt dazu, dass die beiden Objekte am Ende wieder am selben Ort sind und sich gegenseitig nicht bewegen.

Dazwischen ist allerdings einiges passiert. Und zwar hat sich der Reisende zunächst einmal entfernt (dabei sah er die Erde langsamer altern und wurde auch als langsamer alternd wahrgenommen) und ist dann zurückgekommen (dabei passierte dasselbe).

Der Effekt ist im Umkehrpunkt aufgetreten: Während der Reisende - weit entfernt von der Erde - die Richtung gewechselt hat, ist aus seiner Sicht die Eigenzeit der Erde seeeeehr schnell vergangen. Und zwar umso schneller, 1. je größer die Geschwindigkeitsänderung war, und 2. je weiter er dabei von der Erde entfernt war.

Der gesamte Alterungsunterschied entsteht in der Phase des Wendens. Während dieser Phase wird der Reisende beschleunigt. Diese Beschleunigung hat dieselben Auswirkungen wie ein Gravitationsfeld - sie lässt die Uhr des beschleunigten Beobachters langsamer laufen. Die Uhr des Erdlings läuft währenddessen normal weiter - er altert aus Sicht des Reisenden also sehr viel schneller. "Würde altern", muss man jedoch sagen, denn der Bereich, in dem diese Verzerrung auftritt, ist "raumartig" vom Reisenden getrennt, also außerhalb des für ihn beobachtbaren Teils der Raumzeit.

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Frage zur Längenkontraktion 07 Nov 2017 01:08 #21876

Reisender,
du sagst, der gesamte Alterungsunterschied entsteht in der Phase des Wendens.
Das ist nicht der Fall.
Der Altersunterschied entsteht dadurch, dass sich der eine Zwilling in Ruhe befindet(Erde), und der andere sich beschleunigt bewegt.
Er tut dies, indem er erst beschleunigt und dann bremst und dann am Zielort umkehrt und dann wieder beschleunigt und nach der Hälfte der Strecke bremst, also ständig einer Beschleunigung, sprich Kraft ausgesetzt ist.
Und genau das ist der Unterschied zwischen SRT und ART.
In der SRT gibt es diese Kräfte nicht. In der ArT schon.
Der Wechsel oder der Vergleich vom kräftefreien Fall in den kräftebehafteten Fall führt zum Zwillingsparadoxon.
VG
Thomas

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Frage zur Längenkontraktion 07 Nov 2017 01:19 #21877

Thomas,

ich muss deinen Ausführungen insgesamt widersprechen.

Eine dauerhafte Beschleunigung, wie du sie beschreibst, ist nicht erforderlich für den Ausgang des Experiments. Auch das Wendemanöver darf quasi instantan erfolgen. Keineswegs muss man die ART bemühen, um das Zwillingsparadoxon zu erklären. Die Beschleunigungsphasen kann man aus der Rechnung einfach ausklammern.

Der Betrag des Alterungsunterschieds hängt ausschließlich davon ab,
1. wie weit die beiden Zwillinge beim Wendemanöver voneinander entfernt sind, und
2. wie groß der Lorentzfaktor vorher und nachher ist.

Da die Entfernung zur Erde bei Start und Landung gering ist, ist der Effekt während der Beschleunigung beim Start und bei der Abbremsung vernachlässigbar. Am Punkt der Wende jedoch nicht.


Der Einfachheit halber bin ich nun davon ausgegangen, dass der Reisende beim Start quasi instantan auf "beinahe c" beschleunigt, sich dann mit konstanter Geschwindigkeit entfernt, wendet (sic!), und bei der Rückkehr auf der Erde wieder instantan auf 0 abbremst. Die Phase der Beschleunigung am entferntesten Punkt nenne ich "Wenden".

Wenn man diese Begrifflichkeiten zugrunde legt, dann ist das, was ich schrieb, doch korrekt.


Siehe auch:

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Frage zur Längenkontraktion 07 Nov 2017 01:40 #21878

Reisender,
deine Betrachtungen sind falsch.
Das, was du erzählst, ist eine hypothetische Betrachtung, ohne Orientierung an der physikalischen Realität.
Wie weit die Start und Umkehrpunkte voneinander entfernt sind, spielt hier nur eine untergeordnete Rolle......
Was soll ich damit anfangen?
SRT und ART spielen hier die entscheidende Rolle!
VG
Thomas

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Frage zur Längenkontraktion 07 Nov 2017 01:44 #21879

Mensch Thomas,

wenn wir hier schon klugscheißen, dann doch bitte richtig, oder?

Vielleicht fragst du am besten nochmal bei Josef oder Harald nach, ob meine Betrachtungen wirklich soo grundfalsch sind.

Oder du liest einfach in der Wikipedia nach.
Dort heißt es:

Für den Altersunterschied der Zwillinge ist neben der Relativgeschwindigkeit vor allem die zwischen den Richtungsänderungen zurückgelegte Distanz von Bedeutung. Da die Dauer der Beschleunigung während der Umkehr im Vergleich zur Reisezeit bei gleichförmiger Bewegung beliebig klein gehalten werden kann, ist sie von vernachlässigbarer Bedeutung für die Größe des Altersunterschieds.


Ich hoffe, damit ist klar, dass du dich da in was verrannt hast.

Grüße vom Reisenden
P.S.:

Thomas schrieb: Reisender,
deine Betrachtungen sind falsch.
Das, was du erzählst, ist eine hypothetische Betrachtung, ohne Orientierung an der physikalischen Realität.
Wie weit die Start und Umkehrpunkte voneinander entfernt sind, spielt hier nur eine untergeordnete Rolle......
Was soll ich damit anfangen?
SRT und ART spielen hier die entscheidende Rolle!

Das man sich sowas hier von einem Moderator gefallen lassen muss, geht echt auf keine Kuhhaut.

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Frage zur Längenkontraktion 07 Nov 2017 02:05 #21880

Reisender,
ich will hier nicht klugscheissen, wie du das nennst.
Ich will nur für Klarheit sorgen.
Die Distanz spielt tatsächlich keine Rolle. Nur die Relativgeschwindigkeit und damit die Summe der Beschleunigungsphasen im Vergleich zum ruhenden Beobachter.
Wieoft soll ich denn das noch sagen, bis du es begriffen hast.?

Eine Kuhhaut scheint viel zu klein zu sein für deine Begriffstutzigkeit, ich zahl mal mit gleicher Münze zurück.
VG
Thomas

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Frage zur Längenkontraktion 07 Nov 2017 02:08 #21881

Lieber Thomas,

entweder hast du Recht und Wikipedia hat sich geirrt, oder es ist umgekehrt.
Ihr könnt jedenfalls nicht beide Recht haben.

Ich werde jetzt schlafen gehen. Dir würde ich - bei allem Respekt - dasselbe empfehlen.
Morgen sehen wir bestimmt klarer.

Gute Nacht.

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Frage zur Längenkontraktion 07 Nov 2017 02:20 #21882

Schlaf gut! Ich geh jetzt auch ins Bett.

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Frage zur Längenkontraktion 07 Nov 2017 12:25 #21888

Über die Zwillingsfrage bin ich auch mal gestolpert. Ich dachte immer, man benötigt eine Beschleunigung zur dauerhaften Zeitdilatation, die SRT sei nur perspektivisch. Aber es ist wohl tatsächlich so, daß der Wechsel des Inertialsystems beim Wenden entscheidend ist.
Man kann die Betrachtung wohl auch mit drei Beobachtern anstellen, die sich relativ zueinander nur gleichförmig bewegen: A bewegt sich von B weg auf C zu, der sich seinerseits auf B zubewegt. Auf gleicher Höhe werden jeweils die Uhren verglichen/synchronisiert. In diesem Beispiel haben wir gar keine Krafteinwirkung aber wohl doch einen meßbaren Effekt auf die Uhren.

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Frage zur Längenkontraktion 07 Nov 2017 12:29 #21889

.
Heinz Jürgen, wie wurden die Uhren anfangs synchronisiert, um dann später einen Unterschied anzeigen zu können?

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Frage zur Längenkontraktion 07 Nov 2017 12:41 #21891

Da das wohl wirklich zu Verwirrung führt:
- Es ist ein (verbreitetes) Missverständnis, dass man in der SRT keine beschleunigten Bewegungen beschreiben kann und dass es dafür der ART bedürfe. Das ist natürlich nicht so. Genauso wie in der euklidischen Geometrie Längen unter Rotationen invariant bleiben, ist das auch für Längen im Minkowskiraum unter Lorentztransformationen der Fall, aber genauso wenig wie einen etas davon abhält, gekrümmte Kurven im eukl. Raum zu betrachten, hält uns in der SRT etwas davon ab
- Massen sind nicht von der Geschwindigkeit abhängig.
- Es ist egal, aus welchem Inertialsystem man die Bahn der beiden Zwillinge beschreibt, in jedem Fall wird man sehen, dass die Eigenzeit des Raketenzwillings kleiner ist als die des Erdzwillings.
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Frage zur Längenkontraktion 07 Nov 2017 13:03 #21894

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Ferragus schrieb: Da das wohl wirklich zu Verwirrung führt:
- Es ist ein (verbreitetes) Missverständnis, dass man in der SRT keine beschleunigten Bewegungen beschreiben kann und dass es dafür der ART bedürfe. Das ist natürlich nicht so.
...

Es ist egal, aus welchem Inertialsystem man die Bahn der beiden Zwillinge beschreibt, in jedem Fall wird man sehen, dass die Eigenzeit des Raketenzwillings kleiner ist als die des Erdzwillings.

Das müssen wir jetzt nur noch Thomas verklickern..:-)

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Frage zur Längenkontraktion 07 Nov 2017 13:38 #21896

badhofer schrieb: .
Heinz Jürgen, wie wurden die Uhren anfangs synchronisiert, um dann später einen Unterschied anzeigen zu können?


Nun A und B können Lichtimpulse austauschen, um die Uhren zu synchronisieren, es reicht aber auch, einfach die Uhr des jeweils anderen abzulesen und diese Information teilt man dann dem C mit, ebenso verfahren AC und BC bei den jeweiligen Begegnungen. Natürlich muß sichergestellt sein, daß die Uhren selbst normiert sind.

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Frage zur Längenkontraktion 07 Nov 2017 17:23 #21900

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Zusammenfassung (Das scheinbare) Zwillingsparadoxon in der SRT

Aufgrund der Zeitdilatation - bewegte Uhren gehen langsamer - wird behauptet: Verbleibt von zwei gleichartigen Uhren eine in einem Inertialsystem in Ruhe, während man die zweite auf eine Reise mitnimmt und an deren Ende schließlich wieder an den Ort der ersten zurückbringt, so wird die zweite Uhr gegenüber der ersten nachgehen. In der Zwillingsversion desselben Gedankenversuchs bedeutet das: Geht einer von zwei Zwillingen auf eine "Raumfahrt", so ist er nach seiner Rückkehr zur Erde jünger als sein zu Hause gebliebener Zwillingsbruder.

Nicht paradox
Man sieht also, dass sich die scheinbaren Widersprüche des Zwillingsparadoxons im Rahmen der speziellen Relativitätstheorie lösen lassen, wenn man nur die Lorentztransformation richtig durchführt. Dass aus der Sicht des Reisenden die Erdzeit langsamer vergeht während für die Erdbevölkerung die Zeit des Reisenden langsamer vergeht, ist kein Widerspruch, wenn man die Verzerrung der Weltsicht während der Beschleunigungen berücksichtigt. Das ist die Relativität der Gleichzeitigkeit.
Der reisende Zwilling ist der, der die Beschleunigungen durchführt. Dadurch ist er stets weniger gealtert als sein zuhause gebliebener Zwilling.

Trotz verschiedener Gammafaktorberechnungen*, auf Impuls von Martin hin, ↷ bleibt es trotzdem schwer vorstellbar, dass mein imaginärer Zwilling nach einer extrem langen Weltraumreise „nicht nur etwas zu erzählen hat“, sondern auch weniger gealtert ist. Es wird leichter, wenn ich nicht „von den Zahlen“ ausgehe, sondern von seiner „inneren" Uhr – seinem "biologischen" Alter)!
Guten Abend,
Chalawan


γ > 1
zum vergrößern: dito
zum verkleinern: durch γ dividieren
-

Lorentz-Faktor gleich oder vergleichbar 1: nicht-relativistisch (engl. non-relativistic),
Lorentz-Faktor größer als 2: relativistisch (engl. relativistic),
Lorentz-Faktor größer als 10: 'mittelrelativistisch' (engl. mid-relativistic),
Lorentz-Faktor größer als 100: ultrarelativistisch (engl. ultra-relativistic).

__________________________________________________________________________

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Frage zur Längenkontraktion 07 Nov 2017 17:28 #21901

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Lieber badhofer!

Du schriebst
#21860


Der Zwilling, der bis zu einer relativistischen Geschwindigkeit beschleunigt, wird auch relativistisch schwerer.

Der bewegte Zwilling ist nach der SRT weniger älter – IMMER.
Der mit dem höheren Gravitationspotenzials in der Raumzeit ist laut ART dito – IMMER.
-
Beachten: Masse - hier wie da - identisch. Gewicht hängt vom Ort ab.

Du schriebst #21863

Das mit der Spagettisierung ist ja auch nicht gerade das Gelbe vom Ei


WENN du der Länge nach in ein SL fällst, also hinter den EH, wirst du spagittifiziert, weil deine Füße in Relation zu deinem „Rest“ NÄHER an der Gravitationsquelle sind.
-
Zwillingsparadoxon SRT nur scheinbar – siehe weiter oben.
Der nah c Reisende ist IMMER älter, das ist längst bewiesen (zumindest an Hand der Differenz von Uhren auf der Erde und im Orbit).
Dies ist eine Folge der Zeitdilatation.
Die Höhe des Altersunterschieds zwischen den Zwillingen bei der Rückkehr wird durch die Geschwindigkeit der Reise und durch die zurückgelegte Entfernung bestimmt.
Beim UNTERSCHIEDLICHEN ALTERN DER BRÜDER sind 2 Varianten zu beachten: Mit und ohne Beschleunigungsphasen.
Guten Abend,
Chalawan

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Frage zur Längenkontraktion 07 Nov 2017 17:52 #21902

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Ferragus schrieb:

Es ist egal, aus welchem Inertialsystem man die Bahn der beiden Zwillinge beschreibt, in jedem Fall wird man sehen, dass die Eigenzeit des Raketenzwillings kleiner ist als die des Erdzwillings.

Wenn ich für mich die bisherigen Erkenntnisse zusammenfasse, dann heißt das:
Die Beschleunigungsphasen spielen keine Rolle.
Die Geschwindigkeitsunterschiede (ausgedrückt über den Lorentzfaktor) und die Entfernung bestimmen den Zeitunterschied.

Mal den ganz einfachen Fall angenommen, einer ruht und der andere bewegt sich gleichförmig und linear. Weil keine Inertialsystem bevorzugt ist, kann jeder für sich rein theoretisch für sich die Ruheposition postulieren und jeder mit Recht sagen, dass gesehen von seiner Ruheposition aus seine Uhr schneller läuft als die des Bewegten.
Trotzdem ist es auch in diesem Fall so, wenn sich nichts verändert (der eine ruht, der andere bewegt sich gleichförmig linear weiter, also keine Umkehr im Sinne des Zwillingsparadoxon) läuft die Uhr des WIRKLICH Ruhenden schneller als die des Reisenden. Aber ist so eine Aussage im Sinne der SRT überhaupt erlaubt, denn das klingt ja so als gäbe es so etwas wie eine objektive Sicht auf die beiden? Da bin ich jetzt verunsichert aufgrund eurer Beiträge. Wäre nett, wenn einer da 1-2 Sätze kurz schreibt und aufklärt.
Grüße Cyborg

Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)

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Frage zur Längenkontraktion 07 Nov 2017 17:55 #21903

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Lieber Cyborg!

Beim UNTERSCHIEDLICHEN ALTERN DER BRÜDER sind 2 Varianten zu beachten: Mit und ohne Beschleunigungsphasen.
Siehe #21901
Chalawan

PS:
Wenn ich auf der Erde immerfort ruhe und du in deiner Rakete voraussichtlich nicht zurückkommt und immer linear fliegst, hast du beim Start beschleunigt und das Inertialsystem ist keines mehr, sondern irgendein Bezugssystem. Egal. Wenn wir beide nun nicht wissen was wir wissen, kann keiner von uns beiden mit Sicherheit sagen, wer von wem wegfliegt, ob wir beide fliegen, ich in meinem Fall mit der Erde um sich selbst bzw. um die Sonne, (UNDwelche Theorien wir zuhilfe nehmen) ODER keiner fliegt und wir einer Illusion erliegen oder nur ich mich auf der Erde nicht bewege oder nur relativ zu dir ODER wie auch immer – FALLS wir irgendwie miteinander kommunizieren können: Dies wäre ein Hinweis, wenn die Verbindung eine bestimmte Zeit benötigt bei dir anzukommen und umgedreht, können wir auf unsere Entfernung schließen.
Gruß,
Chalawan

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Frage zur Längenkontraktion 07 Nov 2017 18:09 #21904

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Mein lieber Chalawan,
mir geht es nur um das Prinzip, nicht um Unterschiede, die mit und ohne Beschleunigung noch zusätzlich auftreten und ich rechne da auch gar nicht groß irgendwelchen Beispiele mit Lorentzfaktor durch.
Kurzum, ist es so, wie ich es in 21902 beschrieben habe?
LG Cyborg

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Frage zur Längenkontraktion 07 Nov 2017 18:11 #21905

@ Cyborg
Alle Bezugssysteme sind gleichberechtigt - wenn man konsequent in einem bleibt und nicht "springt" (was bei der Umkehr des einen der Fall wäre). Also gibt es auch keinen "wirklich" ruhenden, jeder darf sich als ruhend vorkommen. Nur hat jeder eine andere Beobachtung, weil unterschiedliche Geschwindigkeit bedeutet, dass die sich aufeinander zu- oder wegbewegen. So kann man vom anderen nicht direkt erfahren, wie spät es bei dem ist, weil alle Infos "nur" mit Lichtgeschwindigkeit übertragen werden können. Deshalb erleben sie es unterschiedlich und alle haben doch gleich recht.

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2

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Frage zur Längenkontraktion 07 Nov 2017 18:14 #21906

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Chalawan, jetzt habe ich erst gemerkt, dass du noch ergänzt hast.
Also mein Fall wäre, dass ich seit Ewigkeit ruhe und du seit Ewigkeit mit nahe LG fliegst. Wenn nun der liebe Gott von außen auf uns schaut und weiß, dass ich ruhe und du fliegst, sagt er dann auch, dass meine Zeit schneller vergeht als deine. Um das geht es mir.
Du hast schon Recht, wenn wir nicht entscheiden können, wer von uns für immer ruht und wer für immer fliegt, dann kann jeder für sich die Ruhepostion postulieren und mit Recht behaupten, dass seine Zeit schneller vergeht.
LG Cyborg

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Frage zur Längenkontraktion 07 Nov 2017 18:25 #21907

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Lieber Cyborg!
Ich weiß nicht, ob der liebe Gott SAGEN WÜRDE, in Relation zu dir, werde ich immer weniger alt sein als du, wenn du mein Zwilling wärst und WENN ich zu dir zurückkommen würde.
Genau, können wir behaupten, wenn ich nicht zurückkehre an meines Bruders Brust…hihi.
Chalawan

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Frage zur Längenkontraktion 07 Nov 2017 18:34 #21908

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@Martin-O
Genau, nicht nur ruht NIEMAND, weil sich ALLES bewegt, sondern nur in Bezug zu einem anderen System; wird "geruht und bewegt".
Ja, sehe ich ebenso, die Perspektiven von 2 Beobachtern (oder mehr) sind nicht identisch, die Zeit AUCH nicht, hypothetisch die v NUR DIE LICHTGESCHWINDIGKEIT IST IN DEN RELATIVITÄTSTHEORIEN GLEICH.
Herzliche Grüße,
Chalawan

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