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THEMA: Greta Thunberg in Davos und Klimawandel

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 22 Sep 2019 10:23 #57583

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Ganymed19 schrieb: Ok, dann war ich an der Stelle ungenau und habe dir Unrecht getan, entschuldige bitte.

Akzeptiert, aber kein Problem, ich bin nicht aus Zuckerwatte.
Deine Befürchtung geht doch dahin, dass Andere die Kohle kaufen und verfeuern, wenn wir anfangen zu sparen. Natürlich wollen die Verkäufer weiterhin ihren Reibach machen. Ob der Preis mal ein bisschen volatiert, ist dabei doch wurscht. Um das anzunehmen, muss man Bachmann weder lesen noch nachvollziehen.

Die Verbrennung fossiler Energieträger wie Erdöl und Kohle können nur internationale rechtsstaatliche Vereinbarungen stoppen. Schauen wir, was die 68. UN-Generalversammlung dieser Tage in New York bringt.

Die Diskussionen auf der von Dir geschilderten Familienfeier sind wohl der Normalfall. Das findest Du überall. Für sich selbst ein möglichst großes Stück vom Kuchen abschneiden ist ein weit verbreitetes Lebensmotto. Diese Schmalspurdenker finden sich großartig dabei und halten genau das für ein erfülltes Leben. Verzicht und Achtsamkeit werden viele von uns wohl niemals lernen.

Ein perfekter Morgen startet mit einem Mord.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 22 Sep 2019 12:32 #57594

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Was ist richtig?
Kapitalozän oder Anthropozän?


Ganymed19 schrieb: Hättest du sowie auch Martin-O euch die Mühe gemacht die Dissertation von Dr. Bachmann zu lesen, würdet ihr solche Fragen nicht stellen.
Es braucht doch nicht mal ein wirkliches Kartell mit Absprachen. Auch hier ist in gewisser Weise die ominöse unsichtbare Hand von Adam Smith am Werk.


Konsens.
Ich denke aber vielmehr das ominöse Bewusstsein dieser Spezies ist das wirklich primäre, denn dieses hat auch dieses 'Machwerk' (Der Wohlstand der Nationen) geschrieben. :)


mvg Philzer

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 22 Sep 2019 13:01 #57596

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Verzicht als allereinzigste Lösung

oder

Die Überwindung des Wildwachstums


Vorab. Verzicht ist nicht so gemeint, 'zurück in die Steinzeit', sondern als vernünftiger Konsum.

Das aber will weder die Bourgeoisie noch das Volk, denn anderenfalls wären sie keine funktionierende dialektische Einheit ...

Was also ganzheitlich getan werden muss:


Progressive Besteuerung von Weltverbrauch pro Individuum.


Auf alle, wirklich alle Aspekte des Weltverbrauchs.
(auch Bevölkerungsexplosion, das wird wieder niemand verstehen wollen, deshalb Emotionalisieren sie lieber herum und lassen dies dann die entsprechenden Kriege/Crash's regeln - siehe Gegenwart -> Crashs durch YouthBulges ... Syrien etc tc)

Im Kapitalismus aber bezahlt (siehe Analysen von Marx) man ja nur die in den Produkten enthaltene menschliche Arbeit (plus Profit).
Genau das muss sich ändern.

Den Preis für Weltvernutzung kann nur der Mensch festlegen.
Ziel dabei muss eine reale, wirkliche Langzeitstabilität sein. Nichts sonst.

Reinhold Messner:

"Es gibt ein Bewusstsein, das wächst, aber konkret wird sich nichts ändern." Falls Greta Thunberg eines Tages Politikerin werde, komme es darauf an, was sie durchsetze. Es nütze nichts, gute Ideen zu haben, wenn man nicht gewählt werde.

Generell sehe er für die Welt "relativ schwarz"


mvg Philzer

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 22 Sep 2019 15:58 #57603

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Hi Ganymed19

steht das 19 für dein Alter?

Es gibt darüber sogar sehr detaillierte wissenschaftlich fundierte Studien, die meine Aussagen belegen.

Ach ja... her damit! Würde auch ganz gut in ein wissenschaftlich orientiertes Forum passen, findest du nicht.
Ich habe ja bereits einiges wissenschaftlich fundiertes verlinkt...... Mach er/sie mal, bitte.

hier "nur" ein kurzer Überblick dazu im Spiegel, der nun gewiss nicht im Verdacht steht, es mit den Grünen so böse zu meinen
Plastiktüten sind nicht das Problem


Wies wo was?? Der Spiegel die Grünen... das damit verbundene, ääh, Argument... dass ist also was Du unter wissenschaftlicher Analyse verstehst!?

Mit Verlaub solcher art "Ableitungen" sind eher welche, die sich am Ausgang einer Waschmaschine befinden... und zwar einer Propagandawaschmaschine. Du solltest bitte, auf meine Argumente eingehen. Nicht was runterbeten....und dann noch Grossindustrie Gelabber anhängen wie..... "Plastiktüten sind nicht das Problem"... Meine Nerven. :blink:

Schau er(sie) mal im Vergleich, global erzeugt die Herstellung von EK-Plastiktüten 31 Millionen Tonnen CO2.
Man produziert Weltweit ca. 1 Billion Tüten p.A. die zu 90% auf der Müllhalde, im Meer oder sonstwo landen. Schlappe 10% werden receycelt.
Du erinnerst sicher die von mir aufgelisteten Umweltgifte, die diese Tüten an Mensch und Natur abgeben (übrigens kam kein Wort von dir dazu)

Während die Jute (Gattung Corchorus), beim Wachstum enorme Mengen CO2 bindet (wie fast keine andere Pflanze, nur Kenaf scheint noch mehr zu binden) , fällt bei der Herstellung von P-Tüten CO2 an... Und selbst wenn ich nun davon ausgehe das eine J-Tüte 15-20 mal (was sich wohl in der Hauptsache aus dem unterschiedlichen Transportgewichten ergibt) benutzt werden müsste, um eine bessere CO2 Billanz aufzuweisen, vermeiden wir somit die enorme Menge an Umweltgiften... die solcher Gift-Tüten-Müll in Natur und Mensch einbringt. So ein Blödsinn den Mehrfachgebrauch von Naturfassertüten als "Träumerei" abzutun...

.....trifft sich sehr gut mit deinem Argument aus Florida, P-Tüten ja später auch als Mülltüten zu benutzen.. Was erst recht der Hohn ist, den P-Tüten sind viel dicker als norm Mülltüten, was deren Öko-Bilanz nochmal bösartigist verschlechtert. Statt sie mehrfach zu gebrauchen, was bei derer Dicke durchaus möglich, werden sie umgehend als Müll entsorgt...

Weniger Zeitungen lesen, die sich aus Anzeigen der Grossindustrie finanzieren und mehr wissenschaftlich orientiertes.... vor allem wenn es um deine Gesundheit und deine Umwelt geht ;)

Du kannsts aber auch mit der Antwort lassen, keiner zwingt dich wissenschaftliches rauszusuchen... (freundlich) oder gar aufzuwachen..

Nette Grüße Z.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 22 Sep 2019 18:25 #57611

Freitag wurde auf der f4f-Demo skandiert: Er gibt kein Recht auf SUV – oder so ähnlich.
So ein Gefährt zu besitzen (oder anderes nicht-ökologische Verhalten) ist demnach illegal.
Nach der Inflation der Rechte, die man angeblich hat, kommt jetzt der Gegenschlag?
Das Denken in Rechten, die man hat, ist jedenfalls in eine Sackgasse geraten. Die Erfindung der Menschenrechte war gedacht als Bollwerk gegen die Mächtigen da oben, also den Staat in die Pflicht nehmen. Es war aber von Anfang an schief gewickelt, die Aufklärung hat den Menschen auf ein zu hohes Podest gestellt. So wurde die Idee der Menschenrechte eins der schlimmsten Wendungen der Menschheitsgeschichte.
Das Gegenmodell ist das der Pflichten: Menschen haben die Aufgabe, die Erde zu bewahren / behüten. Traditionell wurde dies als Repräsentant (=Ebenbild) Gottes beschrieben.
Wer Verzicht verlangt, verstößt gegen die Grundregeln der Neuzeit, dass der Mensch Rechte hat und keiner ihm da reinreden darf.
All die Lebenskonzepte, sich selbst zu verlieren, wurden vor 200 Jahren über Bord geworfen, jetzt ist es schwierig, die wieder zu angeln.
Am Freitag hatte ich am Rand der Demo eine längere Diskussion mit einem älteren Ehepaar, die f4f nicht gut fanden. Im Gespräch stellte sich heraus, dass es hauptsächlich der moralische Druck ist, die Abwertungen des eigenen Lebensstils, was sauer aufstößt. Meine Perspektive, sich gegenseitig in der jeweiligen Lebenssituation zu respektieren, aber sich Hinweise zu geben, wie man sich ökologisch besser aufstellen kann und sich auf den Weg zu machen, konnten sie sich anschließen. Ob die beiden da jetzt Tempo machen, weiß ich nicht. Es kostet Mühe, Menschen aus den Sackgassen der Moderne und Postmoderne herauszuführen.
Jahrtausendelang wurde Verzicht durch die Weitergabe von dem, was einem zusteht oder nicht, von Sittlichkeit, realisiert. Seit den 68’ern ist das brüchig und jetzt muss schnell sehr viel davon her. Damit sind die Meisten wohl überfordert.
Natürlich gibt es noch mehr Aspekte zum Thema Verzicht.
Menschen sind jedenfalls geschichtliche Wesen; Verzicht ist durch Sitte, Anstand, Selbstverleugnung usw. geschichtlich-kulturell geprägt. Allgemeine anthropologische Aussagen helfen deshalb nicht weiter, sie gehen am Wesentlichen des Menschseins vorbei und dienen nur dem Ego dessen, der sie vertritt.
Es gibt Gegenbewegungen der Genügsamkeit von Tiny-Häusern bis Pilger-Urlaub. Es kommt darauf an, das sich-bescheiden positiv zu besetzen, den Ehrgeiz zu wecken, darin voran zu kommen.

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 22 Sep 2019 20:00 #57620

Z. schrieb:

Hi Ganymed19
steht das 19 für dein Alter?

Fast, aber nicht ganz. Aber eher für den IQ., denn ich lache am liebsten über mich selbst :P
Da musst du eher aufstehen, um mich zu provozieren.
Steht was in den Mainstremamedien, was euch in den Kram passt, dann sind alle, die daran zweifeln die Bösen Populisten oder sonstwas. Steht aber was drin, was nicht in die eigene weltfremde, verträumte Utopie-Blase passt, die sich im Hirn so schön bunt abmalen lässt, dann sind genau die gleichen Medien ganz schnell so was wie Lügenpresse oder eben gekauft oder gesteuert. Das ist schon drollig. Man macht eben die Welt, wie sie einem gefällt und neben Greta ist dann noch eine weitere Schwedin ein großes Vorbild: Pippi Langstrumpf. Köstlich.
Der Forist Philzer hat Messmer zitiert, der "ziemlich schwarz" sieht. Messmer ist ja sicher kaum in der Welt rumgekommen, kümmert sich auch wohl sonst nicht um das große Treiben und ist....ich rate mal, sicher auch erst 19 Jahre alt. Stimmts oder meine ich da einen anderen?
Seltsam, beim Lesen deines Posts musste ich an den amüsanten Artikel von Norbert Gstrein in der NZZ denken, nein allumfassender, ich musste eigentlich daran denken, ob die dort vorkommenden Psychogramme und Charaktere wohl gut auf 80-90 % der Foristen und ihre Sprösslinge passen würden, die hier im Thread posten. Wäre interessant, da mal Mäuschen zu spielen in den Wohn- und Kinderzimmern und bei abendlichen, generationenübergreifenden Soirees:
Der Moralismus unserer Tage nervt gewaltig und bringt auch noch furchtbaren Kitsch hervor
Wenn es um den Erhalt des Planeten geht, kennt das Gutgemeinte keine Grenzen mehr. Aber manchmal steckt das Böse im vermeintlich Guten
.
www.nzz.ch/feuilleton/die-klimadebatte-b...ch-hervor-ld.1507111
Na, daran lässt sich ja heute gut anschließen, denn wie wird heute eure zur Heiligen hochstilisierte Greta zitiert: "Uns kann niemand stoppen!"
Rhetorik und Habitus dieser pubertierenden, zum Schule schwänzen anstiftenden und hoch professionell vermarkteten Schwedin lassen mich eher an die Ausdrucksweise einer Göre denken, die die Möglichkeiten und Einfluss ihrer f4f Bewegung maßlos überschätzt. Ist das die Sprache eines neuen noch smarten zeitgemäßen Diktats an die Welt, das rudimentär an Formen des aufkommenden Jakobinertums erinnert? Die Frage muss erlaubt sein und sie macht mir mehr langfristig mehr Angst als der ganze Klimawandel.
Aber wenn Regierungen, Sozialverbände, Kirchen, UNO etc. ihnen für ihre unausgegorenen und nicht realisierbaren Forderungen angesichts der gegenseitigen globalen Implikationen von Wirtschaft, Ökologie und Gesellschaft eine dermaßen große Plattform bieten, dann braucht man sich darüber nicht zu wundern.

PS: Ich kann es dir nicht versprechen, ob ich die Originalarbeiten zur Bilanz in Kalifornien noch finde, brauche dazu auch ein professionelleres Query als hier daheim. Mal sehen. Aber ich fürchte, da wirst da ja ohnehin wahrscheinlich ohnehin den Belzebub selber als Auftraggeber vermuten. Von daher mache ich mir die Mühe wohl eh für die Katz.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 22 Sep 2019 20:27 #57622

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Ganymed19 schrieb: Da musst du eher aufstehen, um mich zu provozieren.


Ach will ich dass... Verfolgungswahn gefolgt von, diesen üblich begleitendem, Schubladendenken, ohne jegliche themenbezogene wissenschaftlich fundierte Fakten. Und gleich mal 80% der hierigen mitunterbuttern. cool)

Sehr aufschlussreich.
Z.

Ps. Ab Min 52:00 bis 54:22

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 22 Sep 2019 20:38 #57623

Ganymed19,
schau dir die Fieberkurven der Erde an. Das sind physikalische Messdaten. Nix Propaganda! Messkurven!

Denen kannst du genauso vertrauen wie der Tachonadel in deinem Auto. Da wird etwas gemessen und nicht gewünscht oder politisch verdreht, nein, es wird gemessen!

Die Kinder wissen das und gründen ihre Bewegung auf Messdaten!

Keine Fakes, nein, Messdaten! Nochmal, Messdaten!!!

Thomas

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 22 Sep 2019 21:28 #57628

@ Ganymed19
95 Minuten, nachdem ich hier gepostet habe, dass es darum geht, moralischen Druck abzubauen, postest Du das Gleiche – zugegeben deutlicher – und meinst Dich damit von den Mitdiskutierenden hier abzusetzen.
Es gibt hier nicht 2 Lager, sondern mindestens so viele wie Foristen. Und es gibt immer auch Gemeinsamkeiten. Dein letztes Posting kommt mir doch sehr moralisch-überheblich vor ;)
(So nehmen mich hier auch andere wahr, ich sitze da also im gleichen Boot)
Mit ca. 10 Jahren sind Kinder auf einem Trip der absoluten Gerechtigkeit. Das differenziert sich dann in der Pubertät, da kann es extreme Formen annehmen. Ich war als Jugendlicher auch sehr moralisch, habe keinen Führerschein gemacht, weil PKW-Fahren 100-pro bescheuert war. (Als Student habe ich dann das Versäumte nachgeholt).
In dem Satz „Wer mit 18 kein Kommunist ist, hat kein Herz, wer es Jahre später noch ist, hat kein Verstand“ steckt ein wahrer Kern.
Um es persönlich zu sagen: Als unser Sohn bei Demos Kontakt zur Antifa bekam, bin ich innerlich fast explodiert, aber ich habe mich ruhig verhalten. Wir konnten offen über kritische Situationen bei den Demos sprechen und er ist dann selber dahinter gekommen, dass es fast egal ist, ob Nazis rotlackiert sind oder nicht, jedenfalls hat ihn die gewaltbereite und ausgrenzende Szene (Nazis raus: Ja wohin denn? In KZs oder was?) angewidert. Diese Phase hat zum Glück nur einige Monate gedauert. Bei anderen dauert das länger und einige Themen sind eben schwer zu durchschauen, wenn einem Lebenserfahrung fehlt.
F4f ist eine Jugendbewegung. Dafür sind die recht gemäßigt und grenzen sich so gut es geht von radikalen Strömungen ab. Sie durchleben ähnliche Prozesse wie USPD und SPD bzw. Realos und Fundis bei den Grünen. Die Phase der regelmäßigen Schulstreiks wird enden, ab Freitag sind verstärkt die älteren Generationen mit im Boot. Wie das die Bewegung verändert, ist nicht vorhersehbar.
Man muss nicht den sozialistischen, moralischen und sonstigen Teufel an die Wand malen.
Greta ist eine historische Person, aber f4f ist alles Andere als ein Greta-Kult. Sie will Panik machen, das hat eine gute Funktion: Nämlich Wecker zu sein. Aber mit Panik lässt sich die Welt nicht gestalten.
Am Freitag hat die Bundesregierung gezeigt, dass sie nicht nur pille, sondern auch palle kann. Sie schläft weiter einen Dornröschenschlaf. 1 Cent für 1 kg co2-Steuer: Das ist weniger als die Hälfte wie beim jetzigen Emissionshandel. Das hat mit Augenmaß nichts mehr zu tun.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 22 Sep 2019 21:56 #57631

Ökologischer Umbau der Gesellschaft: Da ist viel möglich, wenn man will.
Ich habe als Laie folgende Phantasie: Bei allen sog. Autobahnen wird die Hälfte der Spuren in Schienenstränge umgebaut. Dazu gibt es ein intelligentes Container-System und ein modernes Kupplungs-System, dazu noch ein Weichensystem, das durch die Schrägstellung der Räder erfolgt, also ohne Weichgenstellung auskommt und Züge in Sekundenabstand möglich macht.
Den Umbau kann man in 15 Jahren hinbekommen, es braucht gewaltige Investitionen – warum nicht per Wertpaieremissionen finanzieren?
Und wenn der Strom aus Solarenergie aus der Sahara kommt: Das wäre beinahe klimaneutrale Mobilität. Der Güterverkehr wäre weitgehend von der Straße weg.
Ich weiß, eine verrückte Idee. Ich höre jetzt schon die Kritiker, zB: Außerhalb der norddeutschen Tiefebene nicht machbar (jetzt stört es keinen, dass der Spritverbrauch auf sog. Autobahnen u. a. in die Überwindung von Höhenunterschieden geht und dazu riesige Motoren nötig sind).
Es soll auch erst mal nur eine verrückte Idee sein.
Eine ganz Andere:
Regionalisierung – ein Markt der kurzen Wege fördern. Mehr Lagerhaltung vor Ort, weniger ständige Transporte mit immensem Zeitdruck.
Auch das ist eine verrückte Idee mit einige ökologischen Stolperfallen. Aber wenn Denkverbote fallen, und Brainstorming ernsthaft geschieht, kann man unsere mobile Welt vielleicht völlig anders denken – und auch darin umwandeln.
Gibt es solche Denkfabriken? Was gibt es für Pläne in welchen Schubladen?
Es wird nicht ausreichen, immer nur ein wenig zu ändern und hier ein Reförmchen und da eine kleine Umstrukturierung.
Bestimmte Pläne gibt es. Komplete Innenstädte und Wohnviertel zu Fußgängerzonen machen (was ja immer Ausnahmen erlaubt). Da fehlt nur der Wille, das auch umzusetzen, v. a. die rechtlichen Hürden zu nehmen.
Nichts ist einfach umsetzbar. Aber ich vermisse den Willen, ökologisch zu klotzen.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 22 Sep 2019 21:57 #57632

Ökologischer Umbau der Gesellschaft: Da ist viel möglich, wenn man will.
Ich habe als Laie folgende Phantasie: Bei allen sog. Autobahnen wird die Hälfte der Spuren in Schienenstränge umgebaut. Dazu gibt es ein intelligentes Container-System und ein modernes Kupplungs-System, dazu noch ein Weichensystem, das durch die Schrägstellung der Räder erfolgt, also ohne Weichgenstellung auskommt und Züge in Sekundenabstand möglich macht.
Den Umbau kann man in 15 Jahren hinbekommen, es braucht gewaltige Investitionen – warum nicht per Wertpaieremissionen finanzieren?
Und wenn der Strom aus Solarenergie aus der Sahara kommt: Das wäre beinahe klimaneutrale Mobilität. Der Güterverkehr wäre weitgehend von der Straße weg.
Ich weiß, eine verrückte Idee. Ich höre jetzt schon die Kritiker, zB: Außerhalb der norddeutschen Tiefebene nicht machbar (jetzt stört es keinen, dass der Spritverbrauch auf sog. Autobahnen u. a. in die Überwindung von Höhenunterschieden geht und dazu riesige Motoren nötig sind).
Es soll auch erst mal nur eine verrückte Idee sein.
Eine ganz Andere:
Regionalisierung – ein Markt der kurzen Wege fördern. Mehr Lagerhaltung vor Ort, weniger ständige Transporte mit immensem Zeitdruck.
Auch das ist eine verrückte Idee mit einige ökologischen Stolperfallen. Aber wenn Denkverbote fallen, und Brainstorming ernsthaft geschieht, kann man unsere mobile Welt vielleicht völlig anders denken – und auch darin umwandeln.
Gibt es solche Denkfabriken? Was gibt es für Pläne in welchen Schubladen?
Es wird nicht ausreichen, immer nur ein wenig zu ändern und hier ein Reförmchen und da eine kleine Umstrukturierung.
Bestimmte Pläne gibt es. Komplete Innenstädte und Wohnviertel zu Fußgängerzonen machen (was ja immer Ausnahmen erlaubt). Da fehlt nur der Wille, das auch umzusetzen, v. a. die rechtlichen Hürden zu nehmen.
Nichts ist einfach umsetzbar. Aber ich vermisse den Willen, ökologisch zu klotzen.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 22 Sep 2019 22:11 #57633

Martin-O schrieb: Nichts ist einfach umsetzbar. Aber ich vermisse den Willen, ökologisch zu klotzen.


Unsere Wirtschaft ist so global verzahnt und so im globalen Wettbewerb, dass wir weniger Spielräume haben, absolute Sonderwege zu gehen, als wir alle denken.

Das ökologische Klotzen ist nur möglich, wenn zumindest ein größerer Anteil der heutigen Industrieländer mitmacht. Wenn wir jetzt beispielsweise unsere Autoindustrie killen ohne adäquaten Ersatz (und den sehe ich momentan nirgends), dann bekommen wir Massenarbeitslosigkeit - mit allen negativen Folgeeffekten.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 22 Sep 2019 22:12 #57634

Z. schrieb:

Ganymed19 schrieb: Da musst du eher aufstehen, um mich zu provozieren.

Ach will ich (sic!) dass... Verfolgungswahn gefolgt von, diesen üblich begleitendem, Schubladendenken, ohne jegliche themenbezogene wissenschaftlich fundierte Fakten. Und gleich mal 80% der hierigen mitunterbuttern


Von jemand, der mir gleich mal Verfolgungswahn unterstellt, würde ich mir aber schon auch wünschen, dass er des Deutschen soweit mächtig ist, um zu wissen, wann man das bzw. dass schreibt. Passiert dir ja nicht zum ersten Male. Lass mich raten: Du bist selber erst 19 und hast in Berlin unter rot-rot-grüner Regierung Abi gemacht. Treffer, stimmt es? Nimm es locker und als kleinen Konter für deine doch etwas übertriebene Selbsteinschätzung andere bezgl. ihrer psychischen Stabilität und Verfassung online und aus der Ferne beurteilen zu können. :P
Ansonsten frohes Verweilen in der eigenen Blase. :P


Thomas,
ich stelle die sog. "Fieberkurven" nicht in Abrede. Hättest du meine früheren Posts gelesen, würdest du meine Meinung kennen, wonach nur ein zugegeben "dreckiger" Mittelweg und Kompromiss zwischen Ökologie und Ökonomie letztlich ein Minimum an globalem Leid generieren kann. Einfach weiter oben lesen. Aufschlussreich auch der Aufsatz von Niall Ferguson, also hier noch mal:

Das Klima wandelt sich, und wir wandeln uns mit ihm: Ein anderer Blick auf Greta Thunbergs Aufruf zur Panik
www.nzz.ch/feuilleton/niall-ferguson-wo-...sch-liegt-ld.1505790

Da wird nichts geleugnet, sondern nur der Realität nüchtern ins Auge geschaut und nicht nur der Rüssel des Elefanten (Metapher für Ökologie), sondern eben der ganze Elefant (plus Ökonomie, gesellschaftliche Dynamiken) betrachtet.
Diese idealistischen Posts, Träume von weltfremden unrealistischen Lösungen (Seilbahnen über Städten statt Autos etc) und das ewige, wie könnte doch alles so leicht sein, wenn die Menschheit nun endlich aufwachen und nicht nur das Problem erkennen, sondern auch gleich anpacken würde. Hätte, hätte Fahrradkette. So geht das in 90 % der Posts in diesem Thread, zumindest in meiner Wahrnehmung.
Die wenigsten von euch begreifen, dass die Beschlüsse vom Freitag in DE eben dem auch Rechnung tragen UND MEHR angesichts der vielen Implikationen und Konstellationen nicht möglich ist.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 22 Sep 2019 22:21 #57635

Martin-O schreibt:

Ökologischer Umbau der Gesellschaft: Da ist viel möglich, wenn man will.
Ich habe als Laie folgende Phantasie: Bei allen sog. Autobahnen wird die Hälfte der Spuren in Schienenstränge umgebaut.

Es gibt auch schon Vorschläge, wie man mit gezielten Ablenkungsmanövern von Asterioden aus dem A-Gürtel zwischen Mars und Jupiter bestimmte Objekte knapp so an der Erde vorbei lenkt, dass die gravitative Wirkung die Erde auf eine weiter von der Sonne entferntere Bahn hebt. Diese Vorschläge wären zwar erst für die Zeit gedacht, wenn sich die Sonne zum Roten Riesen entwickelt, aber warum nicht doch schon so jetzt die Klimaerwärmung aufhalten?
Ich denke, das ist mindestens genau so realtitätsnah wie deiner, mein bester Martin-O. :cheer: :P
PS: Ich bin übrigens auch Laie auf dem Gebiet der Manipulation des Erdbahnradius durch gravitative Einflüsse aus dem äußeren Sonnensystem.
Aber hätte, hätte, Fahrradkette ist halt ein toller Zeitvertreib.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 22 Sep 2019 22:57 #57636

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Totalitarismus - der totalitäre Individualismus des Kapitals

Hi Z.,

Schönes Video!

Ich hab das u.a. (abhängig welche Phänomenologie man betrachtet) mal so fomuliert:

Im Pantheismus der Bourgeoisie fällt die Sozialität unter den Selbsterhalt. - Philzer

Z. schrieb: Ps. Ab Min 52:00 bis 54:22


... gut gefällt mir auch nach 54:22 ff, ab 55:45

...unser System ist so raffiniert, dass wir unsere Knechtschaft * als Freiheit wahrnehmen ... :-)

* Konsumsklave

Es ist ein Pakt mit Mephisto.
Offroader und Riesenglotze wird mit dem Tod der Gene erkauft ... :)
Und weil sie das emotional 'wissen', ist ihnen auch die Zukunft des Planeten schnurz ... o.s.ä.


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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 22 Sep 2019 23:09 #57637

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Klotzen gegen die Welt des Menschen

Hi,

ClausS schrieb:

Martin-O schrieb: Nichts ist einfach umsetzbar. Aber ich vermisse den Willen, ökologisch zu klotzen.


Unsere Wirtschaft ist so global verzahnt und so im globalen Wettbewerb, dass wir weniger Spielräume haben, absolute Sonderwege zu gehen, als wir alle denken.

Das ökologische Klotzen ist nur möglich, wenn zumindest ein größerer Anteil der heutigen Industrieländer mitmacht. Wenn wir jetzt beispielsweise unsere Autoindustrie killen ohne adäquaten Ersatz (und den sehe ich momentan nirgends), dann bekommen wir Massenarbeitslosigkeit - mit allen negativen Folgeeffekten.


Ja, verständlich.
Habe vor kurzem einen Kommolitone getroffen.
Wir sind befreundet, hatten aber länger keinen Kontakt.

Ohne Umschweife hat er kurz und bündig formuliert:

Der Kapitalismus kann dieses Problem nicht lösen.
(Konkurrenz)

Das seh ich genau so. Für mich ist allerdings die entscheidende Frage:
Kann der Mensch das Problem überhaupt lösen?

Wohl eher nein, denn er hat ja den Kapitalismus erfunden und erhalten und liebt ihn als seinen Gott.

(Irrationalität des 'Es')


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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 22 Sep 2019 23:17 #57638

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Hi Ganymed12,
alles klar. Du zeigst den wahren Geist.

Die wenigsten von euch begreifen, dass die Beschlüsse vom Freitag in DE eben dem auch Rechnung tragen UND MEHR angesichts der vielen Implikationen und Konstellationen nicht möglich ist.


Die jeweiligen Fakten fehlen allerdings immer noch, Labertasche ;)

Z.

Da du zudem noch Zitate manipulierst, ohne dies kenntlich zu machen, ist mir schon klar was da auf deiner Seite so abgeht.
:cheer:

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 22 Sep 2019 23:35 #57640

@ Ganymed19
Das war mir klar, dass mein Posting so missverstanden wird. Es war die Frage, wo eigentlich ein ernsthaftes Brainstorming stattfindet und zur Illustrierung habe ich spontane Ideen beschrieben.
Die eine Idee ist aber schon 50 Jahre alt: In den 60’er Jahren wurde überlegt, für die LKWs eine Führungs-Schiene einzubauen, damit sie bei Müdigkeit des Fahrers auf der Spur bleiben, also eine Art LKW-Eisenbahn.
In diesem Thread sind sehr konkrete Tipps zu Umwelt-Handeln da (zB ein Video über Plastikvermeidung). Die Frage nach Brainstorming kam bisher nicht, so weit ich mich erinnere. Natürlich sind das erst mal Sandkastenspiele. Aber Fortschritt braucht auch Phantasie und Visionen. Manchmal ist ja etwas Brauchbares dabei.
Was ich kritisiere, ist die keine-Alternative-Mentalität. Zu dem Wahnsinn unserer Gesellschaft gibt es keine Alternative – dieses Credo ist einfach Unsinn. Leute wie Bill G., Steve J. und andere hatten Visionen – nicht nur technische, sondern darüber hinaus. Und die Welt verändert sich.
Visionen von Drohnen-Paket-Dienste, von Drohen-Taxis und Ferien auf dem Mond. Das ist alles erlaubt. Aber böse, böse, wenn die heile Welt des alles-geht-immer-so-weiter verlassen wird!
Dass es nicht machbar ist, die CO2-Steuer auf dem Niveau zu beginnen, wo sich der Emissionshandel eh schon befindet. Das kannst Du keinem erzählen.
Und dass durch die Pendler-Pauschale ein Anreiz zum PKW-Fahren gegeben wird: Dass das nötig ist, ist auch ein Märchen.
Es ist dieser offensichtliche Unwille der Regierung, die bitter aufstößt.
@ ClausS
Beispiele für spontane Ideen, die nichts taugen, kann man viele bringen, aber was besagt das? Dass das jetzige Modell von Mobilität: Jeder in einigen Tonnen Blech (Durchschnittsgewicht steigt ) mit Hochleistungsmotor unterwegs, Lagerraum ist die sog. Autobahn, Kurzstrecken in der City mit PKW, Inlandsflüge, Urlaubsflug als Standard, weit weg vom Arbeitsplatz wohnen, 47 Mio PKWs bei 43 Mio Erwerbstätigen, ... Das soll das einzig vernünftige und alternativlose sein? Die täglichen Staukilometer wachsen ständig. Auch in der Stadt behindern PKWs Verkehr und Leben.
Größerer Irrsinn ist kaum vorstellbar.
Der Verbrennungs-PKW ist eh ein Auslaufmodell. Mobilität spaltet sich immer mehr auf. E-Motorräder, E-Bikes, E-Lastenräder, Fahrräder, intelligente ÖPNV-Systeme, die auf spontanen Bedarf flexibel reagieren und mit Carsharing und Taxi-Diensten kombiniert ist: Da ist noch viel Luft nach oben. 40 km mit dem E-Bike radeln und 1 Stunde dafür unterwegs sein: Das ist eine Alternative für 40 Minuten Stop & go im Berufsverkehr und elende Parkplatzsuche. Man spart so eine vierstellige Summe im Jahr. Das ist jetzt schon machbar – wenn das Fernradwegenetz ausgebaut wird. Voraussetzung: Scheuklappen abmachen, Denkverbote ausschalten.
Es gab bisher viele Strukturwandel: Im Ruhrgebiet, in der Ex-DDR, dazu kommt die digitale Revolution inkl. Internet der Dinge.
Die zeigen, wie unterschiedlich so ein Strukturwandel sein kann. Der ökologische Umbau wird zum digitalen dazukommen, zT überschneidet es sich. Investitionen sind nötig, die die Wirtschaft ankurbeln. Letztlich kann man kaum sagen, wie es kommen wird und welche Folgen welche Entscheidungen haben. Aber dass der status quo das Beste von allem ist, halte ich für unwahrscheinlich.

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 23 Sep 2019 00:21 #57644

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Hi Philzer,

Hi Z.,
Schönes Video!


Ja komplett zu empfehlen. Da kann man auch solch Rauschverstärker-Argumente, wie die von Ganymed19, besser einordnen.
Viel Blubbern, Schubladen bedienen, Zeitungsartikel verstreuen, die ja bekannt für deren faktenorientierte Informationsweitergabe und am Schluss die Misere als, irgendwie unmöglich schnell änderbar darstellen. Aber Hauptsache nicht auf Zahlen und wissenschaftlich basierte Gegenargumente eingehen... Und dann muss man sich noch bieten lassen als "Grüner" vermutet zu werden. Diese Jugend glaubt doch tatsächlich noch heutige Parteien wären für irgendwas zu gebrauchen und man selbst bräuchte nurs Mundwerk auf- und ein Kreuzschen machen

Na ja froh sei, min 80 Einfamilienhäuser aus Holz mit Naturfaserisolierungen, Solar-Thermie und S-Voltaik Anlagen gebaut ... und somit schon im Arbeitsbereich meinen Beitrag zur Umwelt geleistet... zu haben... Ab nächstem Jahr gibts nur noch 100% Natur gewachsene Materialien (ausser Elektro- und Abwassersysteme), vom Boden bis zum Dach.. ;) inkl. Heizung, Strom und W-Wasser aus 95-100% regenerativen Quellen. Na ja hier in Portugal ists einfacher sowas umzusetzen..
Ein wenig Plastik wird dann betr. der Anlagen anteilig wieder anfallen... aber was solls das kann ich ja auf den Müll bringen ...

Weiterkämpfen mein lieber weiterkämpfen.. ;)
HG Z.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 23 Sep 2019 17:41 #57662

Martin-O schrieb: Und dass durch die Pendler-Pauschale ein Anreiz zum PKW-Fahren gegeben wird: Dass das nötig ist, ist auch ein Märchen.


Leute, die auf dem Land leben und in der Stadt arbeiten, gibt es einige. Und für eine Reihe von ihnen ist das Auto zumindest im Moment das alternativlose Transportmittel.

Da man Städte nicht beliebig groß werden lassen kann, ist es auch keine Alternative, diese Leute zum Umzug in die Stadt zu nötigen.


Martin-O schrieb: Der Verbrennungs-PKW ist eh ein Auslaufmodell. Mobilität spaltet sich immer mehr auf. E-Motorräder, E-Bikes, E-Lastenräder, Fahrräder, intelligente ÖPNV-Systeme, die auf spontanen Bedarf flexibel reagieren und mit Carsharing und Taxi-Diensten kombiniert ist: Da ist noch viel Luft nach oben. 40 km mit dem E-Bike radeln und 1 Stunde dafür unterwegs sein: Das ist eine Alternative für 40 Minuten Stop & go im Berufsverkehr und elende Parkplatzsuche. Man spart so eine vierstellige Summe im Jahr. Das ist jetzt schon machbar – wenn das Fernradwegenetz ausgebaut wird. Voraussetzung: Scheuklappen abmachen, Denkverbote ausschalten.
Es gab bisher viele Strukturwandel: Im Ruhrgebiet, in der Ex-DDR, dazu kommt die digitale Revolution inkl. Internet der Dinge.
Die zeigen, wie unterschiedlich so ein Strukturwandel sein kann. Der ökologische Umbau wird zum digitalen dazukommen, zT überschneidet es sich. Investitionen sind nötig, die die Wirtschaft ankurbeln. Letztlich kann man kaum sagen, wie es kommen wird und welche Folgen welche Entscheidungen haben. Aber dass der status quo das Beste von allem ist, halte ich für unwahrscheinlich.


Dass der Status quo das Beste von allem ist, habe ich auch nie behauptet und würde das auch nie tun. Nur gibt es noch viele schlechtere Varianten als den Status quo. Und wir müssen sehr aufpassen, dass wir beim Versuch eines ökologischen Umbaus nicht in eine viel schlechtere Variante hineinlaufen.

Bis auf die Einkaufsproblematik könnte man für Fahrten im Inneren von Großstädten bei einem vernünftigen Ausbau des ÖPNV mit relativ geringem Verlust von Lebensqualität auf das Auto verzichten. Sobald es in den ländlicheren Raum geht, sehe ich diese Möglichkeit nur eingeschränkt.

Ich bin kein Volkswirt, aber mir fehlt derzeit die Phantasie, wo denn beispielsweise die ganzen Arbeitsplätze entstehen sollen, die demnächst in der Autoindustrie wegfallen. Über konstruktive Ideen hierzu wäre ich sehr dankbar.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 23 Sep 2019 17:57 #57664

Z. schreibt:

Ja komplett zu empfehlen. Da kann man auch solch Rauschverstärker-Argumente, wie die von Ganymed19, besser einordnen.
Viel Blubbern, Schubladen bedienen, Zeitungsartikel verstreuen, die ja bekannt für deren faktenorientierte Informationsweitergabe und am Schluss die Misere als, irgendwie unmöglich schnell änderbar darstellen. Aber Hauptsache nicht auf Zahlen und wissenschaftlich basierte Gegenargumente eingehen... Und dann muss man sich noch bieten lassen als "Grüner" vermutet zu werden. Diese Jugend glaubt doch tatsächlich noch heutige Parteien wären für irgendwas zu gebrauchen und man selbst bräuchte nurs Mundwerk auf- und ein Kreuzschen machen

Na ja froh sei, min 80 Einfamilienhäuser aus Holz mit Naturfaserisolierungen, Solar-Thermie und S-Voltaik Anlagen gebaut ... und somit schon im Arbeitsbereich meinen Beitrag zur Umwelt geleistet... zu haben... Ab nächstem Jahr gibts nur noch 100% Natur gewachsene Materialien (ausser Elektro- und Abwassersysteme), vom Boden bis zum Dach.. inkl. Heizung, Strom und W-Wasser aus 95-100% regenerativen Quellen. Na ja hier in Portugal ists einfacher sowas umzusetzen..
Ein wenig Plastik wird dann betr. der Anlagen anteilig wieder anfallen... aber was solls das kann ich ja auf den Müll bringen ...


Nun, zu eurem „komplett zu empfehlenden“ Rainer Mausfeld: Was erzählt er da mehr als schematische Wahrheiten, die doch wenig originell sind? Das ist doch nicht mehr als Empörungsrhetorik für linke Wutbürger ohne echte Alternativen anzubieten, die auch mit dem 6sigma Anteil der Weltbevölkerung realisierbar wären. Im Grunde nur s/w: Neoliberalismus heißt in seiner zum Teil doch eher holzschnittartigen Auslegung: Die da oben sind fast alle böse, die da unten größtenteils gut, werden mit fragmentierten und aus dem Kontext gerissenen Informationen überflutet, um so mit vielen Nebeltöpfen die tatsächlichen Machtstrukturen zu verschleiern und die Demokratie auszuhebeln im Sinne einer Plutokratie und Meritokratie. Mir ist das zu einfach und wird der Realität nicht gerecht, auch wenn nicht alles - leider - von der Hand zu weisen ist, was er vertritt.

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In Portugal sei also so manches einfacher. Der Steuersatz ist wohl auch niedriger als in A oder DE, wie ich vermute, oder? Aber wie viele der ca. knapp 11 Millionen Portugiesen schätzt du, können sich diese natur- und energiegerechte Bauweise der Häuser leisten, die du „abgewickelt“ hast, was eine ordentliche Leistung ist und Respekt verdient. Aber uns geht es ja hier im Thread um das große Ganze: Für wie viele der bald 10-11 Milliarden Erdbewohner (Faktor noch mal 1000 zu Portugal) wird das in den nächsten Jahrzehnten erschwinglich sein und eine Alternative bilden zum Verbauen von schnödem Beton, der elendig viel CO2 Emissionen nach sich zieht?  Da ist halt immer schnell Ende Gelände mit den ökologischen Phantasien und Visionen ala Couleur eines Martin-O oder von dir und auch anderer hier im Thread.
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So, deine von dir so wenig geschätzte  Labertasche  hat  jetzt noch mal Daten zusammengetragen zur Bilanz des Plastiktütenverbots in Kalifornien seit 2014:
Die Datenbasis besteht aus  ca 550 Geschäften:
Im Jahr wurden ca.  20.000 Tonnen Plastik eingespart, also ohnehin schon 25% weniger als ursprünglich kalkuliert. Durch Ausweichreaktionender Kunden erhöhte sich der CO2 Ausstoß merklich, weil sie  zu Papiertüten griffen.
Durchschnittlich nutzen die Käufer über zehnmal mehr Papiertüten: Ab  2014 ca.  652 Mio.  zusätzliche Papiertüten!
Die CO2-Bilanz von Papiertüten ist schlechter als die von Plastiktragetaschen, da Papiertüten ca.  70% mehr luft- und 5000% mehr gewässerverschmutzende Stoffe als bei der Plastikproduktion entstehen.
Zwar wurden schon  ca. 31000 Tonnen plastiktütenbedingte Kohlendioxid-Emissionen  eingespart, aber die Paper-bags erhöhten den Ausstoß  um gut 78000 Tonnen CO2.
Außerdem wiegen Papiertüten mehr  als Plastiktüten.  Der Energieaufwand ist für das Recycling eines Kilos Plastik um 98% geringer als der für  das Papier. Dann gab es einen Nebeneffekt,  den niemand  voraussah.
Viele der Einwegplastikbeutel  wurden als Müllbeutel verwendet. Weil das wegfiel, stieg der Verkauf konventioneller Plastikmüllbeutel spürbar an, die allerdings im Schnitt größer sind.
So ist am Ende die Gesamtökobilanz des Plastiktütenverbots in Kalifornien doch arg  negativ.  Plastik wird schon gespart, aber die negativen Effekte sind deutlich größer als die positiven. Das ist Fakt und Realität eines Schusses, der ökologisch gesehen nach hinten losging.
 
Warum wohl kam bei den Klimabeschlüssen in DE nicht mehr raus?
Das Land des deutschen Michel schwächelt bei der Wettbewerbsfähigkeit bereits jetzt. Die  Lohnstückkosten erreichen wieder das Niveau der 1990er Jahre.
Quelle: Generalrevision der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen  (VGR) des Statistische Bundesamtes. Das gefährdet die Beschäftigungsquote demnächst. Der Arbeitsmarkt kommt zunehmend unter Druck.
Metall- und Elektroindustrie haben in DE die vierthöchsten Lohnstückkosten in der EU. Die dt. Regierung hat sukzessive sei Jahren die  Bedingungen für das Unternehmertum  verschlechtert. Vieles erhöht die Kosten der  Unternehmen, die im globalen Konkurrenzkampf stehen und Arbeitsplätze schaffen und so breiten Wohlstand sichern. USA und Frankreich haben dagegen die Unternehmenssteuern gesenkt. In Deutschland dagegen Fehlanzeige, statt dessen üppige Versprechen in künftige Renten und eine Aufblähung der Sozialausgaben, die in keinem guten Verhältnis zu  Investitionen stehen. Denn auch wenn es viele nicht mehr glauben wollen: Sozialausgaben müssen auch heute erst mal erwirtschaftet werden, und zwar langfristig und möglichst nachhaltig. FED- und EZB-Geld wird nicht ewig ohne großen Endknall vom Himmel regnen und die Party finanzieren.  
Deutschland ist im World Competitiveness Ranking der renommierten Hochschule IMD Lausanne im Vergleich zum letzten Jahr  um zwei Plätze auf den 17. Rang unter 63 Ländern abgerutscht. Tendenz wohl weiter anhaltend.
Vor diesem Hintergrund wären zu starke Zumutungen für die Wirtschaft wegen der Klimathematik äußerst problematisch. Um diese Kalamität  weiß man in der Berliner GroKo und versucht so gut es geht zu lavieren, um dem großen Zielkonflikt zwischen Wirtschaft und Umwelt gerecht zu werden. Niemand mit politischem Verantwortungsgefühl für die Gesamtsituation des Landes, der in Sorge um den sozialen Frieden ist, könnte es anders machen. Und ein Hauch von „Die tun was“ ist es ja auch bezüglich Umwelt, wonach sich die Bürger sehnen, bei all der Angst, die ihnen die gute Greta mit ihrer F4f macht.
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Apropos Brainstorming wie von Martin-O vorgeschlagen, warum nicht. Fangen wir an, die „Visionen“ zu sammeln und dann auch zu realisieren,  nachdem wir sie zuvor mit portugiesischen Therapeuten noch besprechen werden:
 
Schwebebahnen und Seilbahnen über die Städte und Autos raus, was  dann natürlich auch alternativlos ist
Flächendeckende Einführung von Jutesäckchen. Zuerst als Pilot in Berlin, dann in ganz Deutschland, letztlich wird der Planet insgesamt beglückt. Sicher gibt es dann auch mal einen Welt-Jute-Tag.
Häuser nur noch aus naturbelassenen Stoffen, biologisch natürlich vollkommen abbaubar oder wiederverwertbar (Jute-Säckchen ?)
50% der Autobahnen in Schienen und Gleise umwandeln.
25% der Autobahnen für Lkw’s mit Führungsschienen, damit die Fahrer schlafen können bis das autonome Fahren kommt (mein Gott,  könnten wir laut Martin  schon seit 50 Jahren haben. Das hätte man uns doch sagen können, nein sogar sagen müssen!!)
Stratosphärenschirme, möglichst bunte, zuerst wieder über Berlin, dann über ganz DE und letztlich  über den ganzen Globus
Anhebung und Vergrößerung der Umlaufbahn der Erde um die Sonne (das löst alle Probleme und ist noch dazu von mir). Hier allerdings müssen wir gleich in die Vollen gehen und es mit dem ganzen Planeten machen. Ich sehe da absolut keine Möglichkeit zuerst in Berlin oder Deutschland  Pilotprojekte zu machen. Oder fällt euch was ein?
Weitere Ergänzungen und Vorschläge sind willkommen
 
Nach so viel – entschuldigt – Schmarrn nun wieder zurück zur Realität, aber dennoch zum vorherigen Quatsch passend dazu der Bericht  des in Berlin lebenden emeritierten Professors Stephan Russ-Mohl:
Berlin: Bizarres aus Absurdistan
Vom «Anything goes» zum «Nichts geht mehr». Färbt Berlins rot-rot-grüne Befindlichkeit auf die deutsche Bundespolitik ab?

 
www.nzz.ch/feuilleton/berlin-bizarres-au...surdistan-ld.1509055
  
Warum ist dieser Jahrhunderte alte Hang zur  politischen Romantik und weltfremden Träumerei in Deutschland so hartnäckig und stets neu virulent in wechselnden Gewändern.  Ein echtes Rätsel, diese ewige Camouflage der Moralisten und Weltenretter sowie ihrer Adepten im gesetzten Alter, die sich nun beinahe schon sehnlichst  „Kinder an die Macht“ wünschen.
  
Mir ist klar: Mein Post wird keinen Deut an euren Überzeugungen ändern. Trotzdem war es ein Vergnügen, ihn zu schreiben und mit Ironie zu garnieren. Aber damit ist’s jetzt auch gut. Dreht sich ja nur alles im Kreis. Wir haben so gut wie keine Schnittmengen bezgl des Fazits unserer Analysen. So hofft jeder, der andere möge erwachen, denn dass man selbst schon längst erwacht ist, daran zweifelt ja niemand. Nichts ist so gerecht auf der Welt verteilt, wie die Vernunft. Oder kennt ihr jemand, der beklagt, er hätte davon zu wenig und wäre zu kurz gekommen? In Philzers Terminologie, der hier wohl im Forum euer  Haus- und Hofphilosoph ist mit der Lizenz zur finalen Analyse der Befindlichkeit aller 8 Milliarden Trockennasenaffen, ließe es sich wohl so formulieren: Jeder lebt bereits in D4, nur blöd, dass alle anderen noch im 3D oder allenfalls im 3,5D Modus sind. Was für ein Pech und Stolperstein auf dem Wege zum (ökologischen) Paradiese, zuerst in Berlin, dann in Deutschland und dann rund um den Globus.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 23 Sep 2019 18:42 #57667

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Unsere Bundesregierung verabschiedet ein Klimapäckchen, weil Klimaschutz ja ein ach so existentiell wichtiges Thema ist, steigt danach in zwei halbleere Regierungsflieger (ein dritter stand Stand-By) und fliegt parallel in die USA. Der mitfliegende Korrespondent Gätjen hat im Deutschlandfunk bestätigt, dass in Merkels A340 noch viele leere Plätze waren.

Verehrte Damen, die Ihr die Verantwortung für diese Entscheidung tragt: war das Euer Signal an die Bevölkerung, dass der Gürtel enger geschnallt werden muss ? Die Vertreter einer Partei, deren Namen nicht genannt werden muss (Zitat: "wir werden sie jagen"), reiben sich vergnügt die Hände ob solcher Munition.

Ein perfekter Morgen startet mit einem Mord.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 23 Sep 2019 19:43 #57670

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Ja sie gleichen das ja mit Umweltprojekten aus sodass ihre Verschwendung wieder klimaneutral ist.
Alles klar?
Marvins Planetenhirn fängt an zu glühen.

Ich habe ein Gehirn von der Größe eines Planeten, aber ich muss Türen öffnen!
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 23 Sep 2019 20:00 #57672

Das ging jetzt ziemlich schnell bergab; wozu man bei einem Protest für mehr Umweltschutz Mistkübel ausleert und anzündet ist mir ein Rätsel. Ich kann mich noch an eine Zeit erinnern in der Umweltaktivisten Dreck eingesammelt haben, und heute machen sie selbst den meisten Dreck. Anscheinend gab es auch ein paar die in erster Linie wegen dem Schulschwänzen, und erst in zweiter Linie für den Umweltschutz dabei waren: randalierende Klimaaktivisten verhaftet

Kopfschüttelnd,

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 23 Sep 2019 21:31 #57677

Heute in New York erschien der amerikanische Präsident auf der Klimakonferenz, hörte sich die kurze Rede von Frau Merkel an und verschwand wieder.
Frau Merkel verkündete, dass man in Deutschland die Mittel für Klimaschutz von 2,0 Mrd auf 4,0 Mrd. Euro erhöhen wolle.
Ich hatte den Eindruck, dass es dem Trump nur darum ging, seine amerikanische ökonomische Macht dahingehend zur Geltung zu bringen, dass er mit diesem kurzen Intermezzo deutlich machen wollte, dass ein paar Milliarden mehr für Klimaschutz tolerabel sind, wenn denn auch fürs Militär genug ausgegeben wird.
Es machte den Eindruck: liebe Angela, sei vorsichtig und pass auf, was du sagst und versprichst. I am watching you!!!
Der Rest der Veranstaltung schien ihm völlig egal zu sein.

Die emotionalen Worte der Greta, völliges Desinteresse.

In einer Nachtsitzung hat man in Deutschland das Klimapaket auf den Weg gebracht.
Harry hat dazu in einem ZDF Interview deutliche Worte gefunden.
Der Wettkampf des Sitzfleisches gegen das Gehirn!

Ja gehts noch?

Thomas Cook ist pleite! 600.000 Touris sitzen fest oder erleiden finanziellen Schaden.

Wenn das zur Folge hätte, dass weniger gereist wird und man sich zurück besinnt, wieviel schöner es ist, geruhsam seine freie Zeit mit sich selbst und im Kreis seiner Familie und seiner Freunde zu verbringen, hätte die Pleite einen klimafreundlichen Aspekt.

Ich fürchte, die Delle wird schnellstmöglich von anderen Mitbewerbern wettgemacht.

Vielleicht bringt tatsächlich nur eine richtige Katastrophe diesen Wahnsinn zum Einstürzen.

Thomas
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 23 Sep 2019 21:48 #57678

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Thomas schrieb: Heute in New York erschien der amerikanische Präsident auf der Klimakonferenz, hörte sich die kurze Rede von Frau Merkel an und verschwand wieder.

Man muss es Herrn Trump hoch anrechnen, dass er sich die Zeit für die kurze Stippvisite bei der Klimakonferenz nahm. Schließlich hatte er höchstselbst zu einer wichtigen, gleichzeitig stattfindenden Veranstaltung zum Thema Religionsfreiheit nach New York eingeladen. Bewundernswert, dass er sich dort für einige Minuten frei machen konnte.

Ein perfekter Morgen startet mit einem Mord.
Oder Kaffee, Kaffee geht auch.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 23 Sep 2019 22:42 #57681

Cim,

Religionsfreiheit ist in der amerikanischen Gesellschaft sicher ein wichtiger Faktor.
Diskussionwürdig allemal.

Wenn er dazu eingeladen hat, muss er da hingehen.

Die Klimaproblematik, die für unsere nachfolgenden Generationen so entscheidend wichtig ist, hätte dort seiner Anwesenheit bedurft.

Denn im Ranking unserer Probleme steht die Klimaproblematik an oberster Stelle. Die Religionsfreiheit sollte eh schon längst zu unseren Grundwerten gehören.

Prioritäten setzend,

Thomas

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 23 Sep 2019 22:57 #57683

Cim Borazzo schrieb: Man muss es Herrn Trump hoch anrechnen, dass er sich die Zeit für die kurze Stippvisite bei der Klimakonferenz nahm. Schließlich hatte er höchstselbst zu einer wichtigen, gleichzeitig stattfindenden Veranstaltung zum Thema Religionsfreiheit nach New York eingeladen. Bewundernswert, dass er sich dort für einige Minuten frei machen konnte.

Da die Klimabewegung selber auch schon religiöse Züge annimmt passt das eh perfekt ins Programm.

In Anbetracht dessen wie schlecht dort hinter seinem Rücken geredet wurde trotzdem verstehend dass er nicht länger geblieben ist,

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 23 Sep 2019 23:14 #57684

Yukterez,

Weitsicht ist nicht sein Ding! Tagesaktuelle Stimmung und was schreibt die Presse morgen, dagegen schon.

So einen Staatenlenker kann sich eigentlich keiner wirklich wünschen.

Demokratie ad Absurdum. Stimmungen statt Inhalte.

Amerikanisch extrem!

Die Klimaproblematik erlaubt eigentlich solch ein Verhalten gar nicht mehr.

Thomas

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 23 Sep 2019 23:42 #57686

Ein 46 Seiten langer Thread, gefühlt die Hälfte davon identischer Textbausteine dazu, dass wir 3D sind (oder so ähnlich), dazu verstärkt Analysen über die Blödheit von f4f, alles ach so schlaue Postings.
Da brauchte es mal einen Narr, der statt kluger Gedanken sich dazu hergibt, Unausgegorenes zu blubbern mit dem Ziel, etwas Konstruktives zu kreieren. Ich schlüpfe gerne in die Rolle des Hofnarrs und lasse mir auch entsprechende Witze gefallen.
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Was ich nicht verstehe, wie Ganymed19 jammert, dass Deutschland am Boden liegt – das ist ja überall spürbar: Keiner kann sich SUV, Mobilgerät, Ferienflug und Joghurts in Einwegbechern leisten.
Natürlich wird in der Wirtschaft einiges zusammen brechen. Die Party des Konsumterrors wird nicht ewig so weiter gehen.
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Es ist doch nur noch die Frage, wie man den Zusammenbruch gestaltet, nicht, wie man ihn verdrängt und verleugnet.
Warum sollten wir uns denn das Leben vermiesen lassen durch die PKW-Flut in den Städten? Warum sollten wir nicht besser leben?
Warum sollten wir nicht Geld in die Infrastruktur auf dem Land pumpen – so dass Dorfinitiativen ein Leben ohne PKW ermöglichen? Ich habe einige Jahre meines Lebens auf dem Dorf verbracht und ich weiß, was da für soziale Potentiale vorhanden sind.
Warum kann man Leben nicht mal anders aufziehen?
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Und wenn die Menschen nur halb so viel konsumieren, werden natürlich viele Arbeitsplätze wegfallen. Na und? Bei industriellen Revolutionen war es auch so, jetzt steht wieder eine an. Wird deshalb der technologische Fortschritt verboten, weil die Arbeitslosigkeit steigt?
Wirtschaftszweige brechen zusammen. Na und? Das gab es schon öfter.
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Welcher Mensch glaubt denn ernsthaft, dass Wirtschaftswachstum noch 200 Jahre so weiter geht? Der oder die melde sich mal und erläutere, wie er oder sie sich das vorstellt. Ich bezweifle, dass irgend jemand das für realistisch hält.
Wenn also der Wachstumswahn zuende geht: Was dann? Was geschieht mit der Ökonomie? Wie soll man sich das vorstellen?
Und ist es weniger schlimm, wenn das in 1-4 Generationen später geschieht?
Wenn also jeder halbwegs vernünftige Mensch davon ausgeht, dass wirtschaftliche Zusammenbrüche unvermeidlich sind: Warum sollten wir damit warten, bis der Planet hopps geht? Warum sollten wir das nicht sofort angehen?
Kann mir irgend jemand dafür einen vernünftigen Grund nennen?
Und was ist so schlimm, wenn Arbeiter nur so viel verdienen, dass sie sich keinen PKW, keinen Flug, keine Kreuzfahrt, kein neues Mobilgerät nach 2 Jahren, kaum Fleisch und kein Kaffee to go leisten können? Was ist schlimm, wenn Mobilität viel Zeit und Geld kostet und so zu einem kostbaren Gut wird, mit dem die Gesellschaft sparsam umgehen muss? Was wäre so schlimm, wenn die Mobilnetze nur 4 Stunden am Tag funktionieren würden und es auch Strom flächendeckend nur eingeschränkt gäbe? Was wäre so schlimm, wenn es nur noch Unverpackt-Läden gäbe? Was wäre so schlimm, wenn Flugreisen ein Privileg der Superreichen wäre?
Das Leben wäre einfach anders, es wäre in vielem besser und ob es unterm Strich schlechter wäre – wer will es sagen?
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Es ist immer entscheidend, was Menschen erwarten, woran sie sich messen.
Schrumpfen kommt nie gut an. Aber Menschen können damit leben. Es kommt darauf an, Zusammenbrüche so zu gestalten, dass Lebensqualität für die Menschen heraus springt.

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