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THEMA: Greta Thunberg in Davos und Klimawandel

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 19 Feb 2019 12:43 #48858

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Hi badhofer,
nochmal zu deiner Frage..

Was steckt dahinter?


Psychologie, Massenpsychologie, Ideologie gesteuert.
Menschen werden mit Halbwahrheiten, Lügen und falschen Zielen vollgestopft, sodas sie keinen klaren Gedanken fassen können.
(Bsp. Brutkasten und Giftgas-Lüge/Irak)
Kriege werden in Filmen verherrlicht, Waffen an die Bevölkerung ausgegeben, Mutter Natur als Ersetzbar dargestellt.
Wirtschaftliche Misseren, wie Arbeitsplatzmangel, rigeros dazu ausgenutzt das Millitärpersonal anzufüttern.
Billionen von Menschen erarbeitetes Kapital in die Kriegsindustrie gesteckt.

Wir können die Faktoren sehr gerne im einzelnen, Schritt für Schritt angehen, vor allem auch was wir tun können die Umwelt zu entlasten.
HG Z.

Vorher vlt. noch ein bisschen Auflockerung?

Je suis Julián Assange et je porte un gilet jaune.


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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 19 Feb 2019 14:22 #48860

Z. schrieb: Hi badhofer,
nochmal zu deiner Frage..

Was steckt dahinter?


Psychologie, Massenpsychologie, Ideologie gesteuert.


Eine typische Meinungsäußerung des Homo sapiens im frühen 21. Jahrhundert.

Die eigenen Abgründe sind einfacher zu bewältigen, wenn man sie auf gesellschaflich-mem-basierte Phänomene statt auf das eigene Ich projeziert.
Damit man die Entscheidung zwischen Egoismus und Altruismus auch weiterhin nicht final beantworten muss.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 19 Feb 2019 14:33 #48861

MrQubit schrieb:
Damit man die Entscheidung zwischen Egoismus und Altruismus auch weiterhin nicht final beantworten muss.

Und was ist die finale Antwort?

Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

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Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 19 Feb 2019 15:07 #48863

badhofer schrieb:

MrQubit schrieb:
Damit man die Entscheidung zwischen Egoismus und Altruismus auch weiterhin nicht final beantworten muss.

Und was ist die finale Antwort?


Die Antwort ist eine Auflösung des Fermi-Paradoxons.

(Nein, hoffentlich nicht!)

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 19 Feb 2019 15:31 #48865

Z.schrieb: vor allem auch was wir tun können die Umwelt zu entlasten.

Ich fange dann mal an. Also wenn ich was zu sagen hätte würde ich als allererstes versuchen die Massentierhaltung
stark einzuschränken und vor allem die Lebensbedingungen für diese Tiere verbessern.
Klar steigen dann die Preise, aber na und?!
Ich zahle lieber das doppelte für ein Schnitzel wenn ich weiß das Schweinchen hatte in seinem kurzen Leben wenigstens
ein artgerechtes lebenswertes Leben gelebt und wurde nicht gequält.

Wenn ich mir es nicht leisten kann ( und ich bin mit Sicherheit kein Großverdiener) dann muß ich halt weniger Schnitzel essen.
Ist sowieso gesünder und wir essen in Deutschland ja auch viel zu viel Fleisch und sind zu dick.
Ich glaub dass wenn jeder sich bewußt wäre welche Qualen das Massentierhaltungsschweinchen in seinem kurzen Leben
erleiden mußte und in Form eines Schnitzels auf dem Teller vor einem liegt, die meisten würden keinen Bissen davon mehr
herunter bekommen :dry:

Ich mache da aber niemandem einen Vorwurf. Wir sehen das Fleisch nur noch als "Ware"wie alles andere und vielen
ist überhaupt nicht mehr bewußt dass da ein Wesen dahinter steckt dass da mal gelebt und gelitten hat.
Da könnte man z.B. was ändern. Wenn wir die Achtung ( weil wir uns da keine Gedanken drum machen und jeder nur in
seiner "kleinen Welt" versucht zu überleben) vor dem Leben der Tiere verloren haben, wie sollen wir denn dann den "Rest"
der Natur bewahren?

Ich kaufe Billigfleisch schon lange nicht mehr und auch keine Eier aus Käfighaltung. So eine Tierquälerei müsste sofort
verboten werden und das würde ich als erstes in Angriff nehmen und versuchen zu ändern (wenn ich es könnte).

Für den Menschen ist es einfach Leben auszulöschen, aber alle die besten Wissenschaftler in der Welt sind nicht im
entferntesten in der Lage auch nur einen lebenden Käfer zu erschaffen.

Die Achtung vor dem Leben und der Natur ist uns irgendwie verloren gegangen im Zeitalter der Industrialisierung und die
müssen wir wieder finden (ganz schnell).

Irgendwie sehe ich es so:
Die Menschi`s haben über jahrtausenden von Jahren so viel Leid erfahren und kämpfen
müssen um in der Natur zu überleben. Ich glaub auch dass es keine Lebensart auf der Erde je gab die so viel
leiden musste wie der Mensch (z.B. als es ihm bewußt wurde dass er und seine Angehörigen sterben müssen).

Jetzt schlägt er immer noch halb blind und wild um sich um die Natur "zu besiegen" um darin weiter zu existieren aber so langsam
dämmert es ihm dass er gegen Windmühlen kämpft ( wie Don Quijote) und langsam kommt ihm die " Erleuchtung" dass er selbst Bestandteil dieser einen Natur ist
( gegen die er so lange gekämpft hat um zu überleben ) und dass er ohne diese überhaupt nicht existieren kann.
Jetzt muss er ganz schnell umdenken, wenn er das nicht schafft hat seine Spezis halt pech gehabt, das Universum ist riesig,
dann machen halt andere Lebensformen weiter....
HLG

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 19 Feb 2019 21:14 #48871

Sonni1967 schrieb:

Z.schrieb: vor allem auch was wir tun können die Umwelt zu entlasten.

Ich fange dann mal an.
HLG


Sonni, Thema verfehlt, dieser Thread dreht sich um die Aktivitäten der Schwedin Greta Thunberg, die sich hauptsächlich um das Klima sorgt, daher trug sie ja in der Schweiz zu eben diesem Thema vor.

Das mit der Umweltverschmutzung und der Ausbeutung von Rohstoffen ist zwar irgendwie artverwandt, letztlich aber ein ganz anderes Thema.

Und wieso fängst du jetzt erst an, dich um solche Dinge zu kümmern? Muss da erst ein junges Mädchen aus einem fremden Land anreisen? Mir jedenfalls ist schon seit zig Jahren bewusst, dass unsere Nahrungsmittel von Landwirten längst industriell gefertigt werden, man muss das so drastisch ausdrücken, mit einer bäuerlichen Landwirtschaft mit viel Handarbeit und jeder Menge Schweiß, der fließen muss, hat das nichts mehr zu tun, auch jegliche Form von Nahrungspflanzenanbau geht rein mechanisch vonstatten, mit Hilfe von jeder Menge Pestiziden und Fungiziden, alles natürlich harmlos ........ wers glaubt.

Jedem steht es seit langem frei, auf diverse noch natürlich erzeugte Lebensmittel zuzugreifen, es gibt seit zig Jahren diese diversen Labels, nur, das ist teuer!

Ich sehe da zuerst mal die Regierung in der Pflicht, die müssen für andere Rahmenbedingungen sorgen, damit alle Landwirte gleiche Bedingungen vorfinden.

So lange die Bauernverbände allerdings politisch mehr als ein Wörtchen mitzureden haben, wird das nichts. Die wollen den leichten Profit. Ob sie dazu den Boden vergiften, das Grundwasser nachhaltig schädigen oder ihre Tiere unter erbärmlichsten Bedingungen existieren, juckt die nicht die Bohne. Einige schon, muss ich zugeben, die machen das alles nur sehr widerwillig mit, um in der Gewinnzone zu bleiben, müssen sie aber mitspielen.


Zum Thema zurück:

Das Klima "retten" können wir gar nicht, wie sollte das gehen? Klimaveränderungen gab es schon immer und wird es auch in Zukunft geben, allenfalls können wir durch bestimmte Massnahmen ein ganz klein wenig an einigen Stellschrauben drehen und somit bestimmte Folgen beschleunigen oder abmildern, aber umdrehen werden wir das Klima nicht können.

Zum anderen gebe nochmal zu bedenken, dass wir hier in diesen Breiten ohne Energiezufuhr gar nicht existieren können, wir MÜSSEN unsere Behausungen im Winter beheizen, sonst ist kein Leben hier möglich.

Und allein mit erneuerbaren Energien wird das nicht funktionieren, weil es das böse Wort der "Dunkelflaute" gibt, was leider ein Faktum ist.

Ergo: Wir können Energie sparen, wir können noch mehr isolieren, wir können noch mehr Ressourcen einsparen als ohnehin schon, aber irgendwann ist das Ende der Fahnenstange erreicht, dann wird es fest stehen, dass wir eben trotz allen Einsparens und der Verwendung von erneuerbarer Energie wo es nur geht, dennoch fossile Energieträger verwenden MÜSSEN ........... oder wir werden auswandern müssen in Gefilden, wo es auch im Winter noch warm ist.


Grüße
Udo

Das Verzichtbare ist nutzlos. J.F. Hingeklammert

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 20 Feb 2019 01:07 #48874

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Hallo Udo,
ich kann ja Deine meist sehr negative Sicht auf den Menschen durchaus verstehen. Allzu viel Anlass zur Hoffnung geben unsere Verhaltensweisen der letzten Jahrzehnte nicht. Da ich allerdings genauso Verantwortung dafür mittrage wie alle anderen bleib ich auch ein wenig optimistisch :)

Deine Argumentationskette enthält ja durchaus richtige Punkte (Landwirtschaft), allerdings auch ein paar Ungenauigkeiten.

Das mit der Umweltverschmutzung und der Ausbeutung von Rohstoffen ist zwar irgendwie artverwandt, letztlich aber ein ganz anderes Thema.

Man kann den Ausstoß von CO2 durchaus Umweltverschmutzung nennen und das Verbrennen von Rohstoffen führt zur Erwärmung.
Da die Idee dahinter "kurzfristiger Gewinn ist wichtiger als langfristige Kosten, insbesondere wenn die erst unsere Nachkommen zahlen" in allen Fällen die Gleiche ist, gehören die Themen schon zusammen.

Das Klima "retten" können wir gar nicht, wie sollte das gehen? Klimaveränderungen gab es schon immer und wird es auch in Zukunft geben, allenfalls können wir durch bestimmte Massnahmen ein ganz klein wenig an einigen Stellschrauben drehen und somit bestimmte Folgen beschleunigen oder abmildern, aber umdrehen werden wir das Klima nicht können.

"Klimaänderungen gab es schon immer..."
Wird wohl niemand bestreiten, nur was hat das mit der aktuellen Situation zu tun? Das Klima ist seit Jahrtausenden relativ stabil, nur deshalb haben wir uns so extrem entwickeln können. An der Stellschraube zur aktuellen Erwärmung haben wir gedreht, wer wenn nicht wir können das stoppen.
Bin mir bewusst das ich hier die Sicht der Wissenschaft der letzten Jahrzehnte vertrete und es dazu auch "Meinungen" gibt...

Zum anderen gebe nochmal zu bedenken, dass wir hier in diesen Breiten ohne Energiezufuhr gar nicht existieren können, wir MÜSSEN unsere Behausungen im Winter beheizen, sonst ist kein Leben hier möglich.
Und allein mit erneuerbaren Energien wird das nicht funktionieren, weil es das böse Wort der "Dunkelflaute" gibt, was leider ein Faktum ist.

Selbstverständlich benötigen wir Energie, sogar echt viel. Grundsätzlich ist es aber kein Problem die Energie welche unsere technische Zivilisation benötigt komplett regenerativ zu erzeugen, die Primärenergie (Wind, Solar, Wasser) ist im Überfluss vorhanden. Die Technik dazu haben wir, der aktuelle Ausbau ist allerdings noch ein Witz.
Oh ja die böse "Dunkelflaute" (ähnlich seltsam wie der "Flatterstrom"). Sobald wir innerhalb eines Versorgungsgebietes (recht großflächig da wir ein Verbundnetz haben) regenerativ auch die Grundlast mit abdecken braucht es natürlich entsprechende Speicher (Akku, Wasserstoff, Methanisierung, Wärmespeicher, Druckluft, ...).

Ergo: Wir können Energie sparen, wir können noch mehr isolieren, wir können noch mehr Ressourcen einsparen als ohnehin schon, aber irgendwann ist das Ende der Fahnenstange erreicht, dann wird es fest stehen, dass wir eben trotz allen Einsparens und der Verwendung von erneuerbarer Energie wo es nur geht, dennoch fossile Energieträger verwenden MÜSSEN ........... oder wir werden auswandern müssen in Gefilden, wo es auch im Winter noch warm ist.

Dein Fazit ist also das wir den Sturz in den Abgrund (Klima so das Gesellschaften kaputt gehen, Rohstoffe alle) nur verlangsamen aber nicht verhindern können.

Ob wir die Kurve kriegen? Vielleicht bin ich naiv, ein wenig Optimismus habe ich mir erhalten....immerhin weiß ich das es technisch grundsätzlich machbar ist.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 20 Feb 2019 06:17 #48875

Lutz schrieb: Das Klima ist seit Jahrtausenden relativ stabil, nur deshalb haben wir uns so extrem entwickeln können. An der Stellschraube zur aktuellen Erwärmung haben wir gedreht, wer wenn nicht wir können das stoppen.
Bin mir bewusst das ich hier die Sicht der Wissenschaft der letzten Jahrzehnte vertrete und es dazu auch "Meinungen" gibt...


Soweit ich es verstehe, ist ein gewisser erhöhter Anteil von Klimagasen in der Atmosphäre nötig, um die ansonsten kommende Eiszeit zu verhindern. Wir übertreiben hierbei nur deutlich, so dass nun eine Warmzeit kommt - und das so schnell, dass viele Arten sich nicht anpassen können und aussterben.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 20 Feb 2019 10:11 #48880

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 20 Feb 2019 10:29 #48881

7 Milliarden Menschen kämpfen verbissen um ihren Untergang. Keiner will es aber alle tun es.
Was steckt dahinter? Das ist die relevanteste Frage des 21. Jahrhunderts.
Ich habe bereits die Antwort gegeben.

Nochmals die Antwort eingeklappt:
Versteckter Inhalt oder OFF-Topic [ Zum Anzeigen klicken ]

Doch dieses Kapital ist noch nicht perfekt. Es fehlt noch der Tempel von Salomon. Der muss zuvor wiederaufgebaut werden. Dummerweise steht die zweitheiligste Stätte der moslemischen Welt auf diesem Platz. Wehe, sie wagen es, diesen Platz anzurühren. Dann ist Feuer am Dach. Und sie werden es tun, es ist nur eine Frage der Zeit. Dann brennt die ganze Welt. Gegen diesen Flächenbrand ist dann der Klimawandel noch harmlos.
.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 20 Feb 2019 11:59 #48883

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Warum es mit der Energiewende bzw. dem Klimaschutz nichts werden wird:

Die ökonomischen und finanziellen Gründe:

Die Ölmultis kalkulieren mit starkem Anstieg der Öl- und Gasnachfrage bis 2040, und zwar von  ca. 330 heute auf 390 Billiarden BTU (British Termal Unit). Bis 2025 alleine rechnen die Big5 mit einem Anstieg um 25% im Vergleich zu  2017. Die wachsende Weltbevölkerung  bis 11 Mrd. in 2050 ist der Auslöser, um deren Wohlstand zu mehren. Alleine schon Exxon will bis 2025 ca 200 Mrd. Dollar dafür reinstecken als Investition. Dabei liegt der Fokus bei fossilen Brennstoffen.
Vor kurzem verkündeten Total vor der Küste Südafrikas und BP im Golf von Mexiko die Entdeckung neuer, riesiger Ölfelder, die es zu erschließen gilt mit bewährter Technik und die gut zugänglich sind.
Der Grund für neue Investionen ist simpel: Die veritablen Margen. Exxon  will  bis 2025 geschätzte  23 Mrd. USD ver­dienen.
Während es  für Sparbücher oder Bundesleihen fast schon Negativzinsen gibt, lassen sich die Dividenden der Ölmultis aktuell sehen: 
Exxon  4,5% , Shell 6,0%, oder  BP 5,7%.etc
Die ökonomische Logik: Investitionen in Klima­schädigung ist lukrativ! In der Öffentlichkeit lässt man natürlich „grüne“ Beteuerungen  verlauten. So steigerten sogar Großinvestoren ihre Anteile  in Ölmultis in den letzten Jahren, während Anlagen in Erneuerbare sogar in Relation dazu rückläufig sind. Kein Wunder, denn die Gewinne bei Erneuerbaren bleiben spärlich und abhängig von  Subventionen. Da dürfte das Hauptmotiv wohl eher ein geschicktes Green-Washing sein, um in der öffentlichen Wahrnehmung halbwegs gut wegzukommen und die Attacken der Umweltaktivisten ins Leere laufen zu lassen. 
Die Entwicklung des E-Autos wird auch kaum vorankommen. Im Grunde auch kein Verlust, denn seine Gesamtenergiebilanz von der Herstellung über Lauf- und Einsatzzeit und Entsorgung (Akkus!) ist schlechter als der jetzige Standard bei den Verbrennern. Selbst eine deutliche Zunahme von Erneuerbaren im Strommix ändert daran nichts Wesentliches. Der Diesel ist in der Mittelklasse im Moment beim CO2 am Besten.
Im Lichte dieses globalen ökonomischen Kontextes werden der deutschen Gesellschaft im Hinblick auf die Energiewende mit überhastetem Ausstieg aus Kernkraft und Kohle noch die Augen aufgehen, was die wirtschaftliche Entwicklung angeht. Ohne Arbeit und mit leerem Magen, womöglich noch in einer kalten und dunklen Bude nach einem landesweiten Blackout sitzend, wird den Leuten schnell die Freude am Klimaschutz vergehen, siehe auch weiter unten der NZZ Artikel.
Die Energiewende wird also weniger an technischen Problemen (auch hier noch große Herausforderungen) scheitern, sondern vor allem an knallharten ökonomischen und finanziellen  Interessen. Erneuerbare generieren zu kleine Margen, um Investoren im großen Stile auf den Plan zu locken, denn niemand investiert ernsthaft und nachhaltig in Technologien, die auf staatliche Subventionen angewiesen sind, die wiederum durch Regierungswechsel langfristig fraglich sind.
Außerdem habe ich neulich gelesen, dass auch die Umweltbilanz der chinesischen Solarmodule für PV-Anlagen auch ziemlich ernüchternd sein soll. Und mittlerweile werden ja fast alle Module dort produziert, denn die Chinesen haben z.B. auch die deutschen Hersteller vom Markt gefegt. 

Die psychologischen und soziologischen Gründe:

Hervorragend erklärt und prägnant auf den Punkt gebracht von Manfred Milinski und Harlad Welzer:

www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=73605

www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=73674

Quintessenz:

Menschen handeln nicht oder nur kaum auf der Grundlage von Wissen, sondern auf der von Beziehungen.
Menschen bearbeiten in Bezug auf Probleme wie Klimaerwärmung nicht das Problem, sondern nur dessen Wahrnehmung.
Das Kernproblem besteht nicht in einem erforderlichen Umdenken (das wäre ja großteils vorhanden und abrufbar), sondern in einer Unfähigkeit zum "Umhandeln", und zwar global gesehen.
Unter der jetzigen ökonomischen Gesellschaftsform des Kapitalismus ist die Ökonomie, das mag einem schmecken oder nicht, der ganz klare und eindeutige Primat über die Ökologie. 

Und ich meine ergänzend zu Welzer und Milinski, das Dilemma sitzt noch tiefer und lässt sich nicht mal auf den Kapitalismus und seine Mechanismen reduzieren: Wie Milinski ausführt, ist der Mensch aufgrund seiner genetischen Prägungen im Kollektiv darauf ausgerichtet, alle ihm zur Verfügung stehenden Ressourcen aufzubrauchen. Nichts und niemand, weder Vernunft noch Einsicht noch schmerzliche Erfahrungen einzelner oder in regional begrenzten Regionen bringen ihn im kollektiven Handeln davon ab.

Beispiel einer einfachen Prüfung dieser Tatsache für jeden, der meinen Post liest:
Fast jeder weiß, dass der Fleischkonsum neben dem schrecklichen Leid für die Tiere in der Massentierhaltung auch für das Klima schädlich ist. Wer von euch, der das weiß, verzichtet auf Fleisch wirklich und nachhaltig?



Nachdenklich sollte auch der Artikel in der NZZ machen:

Wachstum ist besser als sein Ruf. Darauf zu verzichten, dient weder dem Menschen noch der Natur

www.nzz.ch/meinung/wachstum-ist-besser-a...der-natur-ld.1459913

Das Dilemma der Industriestaaten und der 1. Welt bringt der Autor auf den Punkt:

Mit vollem Magen und dem Wissen über ein materiell sorgenfreies Leben lässt sich entspannt über den Reiz der Genügsamkeit philosophieren.

Und der Autor folgert m.E. zudem richtig:

Dass die protestierenden Klimaschützer auch für einen radikalen Sozialabbau zu begeistern wären, darf bezweifelt werden.


Nee, Leute, das wird nichts. Da können ruhig da und dort mal ein paar Gretas und co die Schule schwänzen und sich die Füße in den Bauch stehen und Plakate hochhalten, die Energiemultis und Großinvestoren werden allenfalls darauf mit noch geschickterem Green-Washing reagieren, denn in ihren PR-Büros sitzen schließlich verdammt kluge Köpfe, die ihr Treiben wahrscheinlich sogar noch mit einem guten Gefühl verbinden ("Wir tun doch was!"). Und dann werden auch die Massen sagen: "Die tun doch was, das wird schon allmählich."
Aber das ist Selbstbetrug! Stellt euch auf die Folgen der Klimaerwärmung und der sonstigen gewaltigen Veränderungen des 21. Jhd ein und sorgt so gut es geht für euch und alle vor, die euch wichtig sind, denn abzuwenden sind sie nicht und damit auch nicht die kommenden Verwerfungen und wohl auch Katastrophen.
Es wird verdammt ungemütlich werden, aber auch auf vielen Feldern der Entwicklung spannend.

Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)
Folgende Benutzer bedankten sich: udogigahertz, Sirius

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Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 20 Feb 2019 16:38 #48884

Hi Udo,
du schriebst:

Und wieso fängst du jetzt erst an, dich um solche Dinge zu kümmern? Muss da erst ein junges Mädchen aus einem fremden Land anreisen?

Was meinst du denn damit (fängst du jetzt erst an)?
Ich hab in meiner kleinen Welt schon versucht (schon lange) mit meinen Mitteln dazu beizutragen dass die Welt ein bisschen besser wird.
Hab Vollwärmeschutz auf dem Haus, fahre ein Auto mit wenig PS, drehe die Heizung ab oder halte die Temperaturen im Haus niedrig,
kaufe schon viele Jahre keine Eier mehr aus Käfighaltung und kaufe das Fleich beim örtlichen Metzger ( der noch selber schlachtet mit
Tieren aus unserer Region). Ich brauch kein Rumpsteak aus Argentinien, grrr....
Meine Tochter z.B. hatte zu Weihnachten ne Freilandgans vom örtlichen Bauernhof gekauft. Die hatte 90 Euro gekostet.
Die war aber nicht "gestopft" sondern ist natürlich aufgewachsen. Dann isst man halt zur Weihnachtszeit nur eine Gans und nicht
zusätzlich 2 aus Massentierhaltung in der Vorweihnachtszeit.

Du schriebst: Sonni, Thema verfehlt, dieser Thread dreht sich um die Aktivitäten der Schwedin Greta Thunberg, die sich hauptsächlich um das Klima sorgt,

Aber Massentierhaltung trägt doch bei zu dem Klimawandel.

Anlagen zur Massentierhaltung erzeugen eine große Menge von Treibhausgasen, die direkt in die Atmosphäre gelangen – mehr als die weltweite Transportindustrie. Die Luft in manchen Regionen der USA, in denen Massentierhaltung betrieben wird, ist laut Tests dreckiger als die Luft in Großstädten, die mit einer starken Luftverschmutzung zu kämpfen haben, was das Environmental Integrity Project herausfand. Laut einem Bericht der Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO), der 2006 veröffentlicht wurde, ist die Massentierhaltung für 18 % aller von Menschen produzierten Treibhausgase verantwortlich. Sie stellt außerdem 37 % des Methanausstoßes und 65 % des Lachgasausstoßes dar. Pro Tonne ist das Methan, das von Massentierhaltungsanlagen ausgestoßen wird, 70 Mal schädigender für die Erdatmosphäre als Kohlendioxid.


http://energieinitiative.org/wie-massentierhaltung-zur-erderwaermung-beitraegt/
Aber ansonsten gebe ich dir total recht:

Udo:Ich sehe da zuerst mal die Regierung in der Pflicht, die müssen für andere Rahmenbedingungen sorgen, damit alle Landwirte gleiche Bedingungen vorfinden.
So lange die Bauernverbände allerdings politisch mehr als ein Wörtchen mitzureden haben, wird das nichts. Die wollen den leichten Profit. Ob sie dazu den Boden vergiften, das Grundwasser nachhaltig schädigen oder ihre Tiere unter erbärmlichsten Bedingungen existieren, juckt die nicht die Bohne. Einige schon, muss ich zugeben, die machen das alles nur sehr widerwillig mit, um in der Gewinnzone zu bleiben, müssen sie aber mitspielen.


Aber was soll ich als kleines Licht da machen? Ich bin ja keine Politikerin und hab auch nicht die finanziellen Mittel um weltweit was zu verändern.
Ich brauche bestimmt kein junges Mädchen wie Greta oder irgendwelche wissenschaftlichen Analysen um mir bewusst zu sein
dass wir da auf dem falschen Weg sind. Hab selber Augen und hab mit denen selbst gesehen was sich alles in meiner Heimat seit
ca 30 Jahren verändert hat.

So ein Mist, wer kann die Natur des Homo sapiens ändern sodass er nicht mehr machthungrig und geldgierig ist?
Ich bestimmt nicht. Die Natur (das Universum) evtl.,denn Sie / Es hat uns hervor gebracht.
Ich denke mal Sie / Es wird es für uns regeln (früher oder später) wie immer schon... :whistle:

So ähnlich wie Cyborg schrieb:
Es wird verdammt ungemütlich werden.
LG

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 20 Feb 2019 18:40 #48885

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badhofer schrieb: Niemand wage es, das wahnwitzigste Kapital aller Zeiten anzurühren. Es ist dazu da, um es dem wiederkehrenden Erlöser zu Füßen zu legen. Die Guten haben es als Gabe an den Erlöser aufgebaut, damit er sie ins Himmelreich mitnimmt. Die Bösen bleiben zurück in der zerstörten Welt.
Doch dieses Kapital ist noch nicht perfekt. Es fehlt noch der Tempel von Salomon. Der muss zuvor wiederaufgebaut werden. Dummerweise steht die zweitheiligste Stätte der moslemischen Welt auf diesem Platz. Wehe, sie wagen es, diesen Platz anzurühren. Dann ist Feuer am Dach. Und sie werden es tun, es ist nur eine Frage der Zeit. Dann brennt die ganze Welt. Gegen diesen Flächenbrand ist dann der Klimawandel noch harmlos.

Hallo Badhofer,
kannst du das irgendwie belegen oder verbreitest du hier Verschwörungstheorien? In meinen Ohren klingt das reichlich abenteuerlich.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 20 Feb 2019 20:26 #48887

udogigahertz schrieb: Zum Thema zurück:

Das Klima "retten" können wir gar nicht, wie sollte das gehen? Klimaveränderungen gab es schon immer und wird es auch in Zukunft geben, allenfalls können wir durch bestimmte Massnahmen ein ganz klein wenig an einigen Stellschrauben drehen und somit bestimmte Folgen beschleunigen oder abmildern, aber umdrehen werden wir das Klima nicht können.

Zum anderen gebe nochmal zu bedenken, dass wir hier in diesen Breiten ohne Energiezufuhr gar nicht existieren können, wir MÜSSEN unsere Behausungen im Winter beheizen, sonst ist kein Leben hier möglich.

Und allein mit erneuerbaren Energien wird das nicht funktionieren, weil es das böse Wort der "Dunkelflaute" gibt, was leider ein Faktum ist.

Ergo: Wir können Energie sparen, wir können noch mehr isolieren, wir können noch mehr Ressourcen einsparen als ohnehin schon, aber irgendwann ist das Ende der Fahnenstange erreicht, dann wird es fest stehen, dass wir eben trotz allen Einsparens und der Verwendung von erneuerbarer Energie wo es nur geht, dennoch fossile Energieträger verwenden MÜSSEN ........... oder wir werden auswandern müssen in Gefilden, wo es auch im Winter noch warm ist.


Grüße
Udo


Es ging nie darum das Klima zu retten sondern Menschen .

Wir müssen eine neue Art des wohnen und bauen entwickeln was Altimmobilien wertlos macht .
Wir müssen die Art der Energieerzeugung ändern was Fossile Energieerzeuger wertlos macht .

Dem Wandel stehen also Eigentümer von Gütern die vom Wertverlust bedroht sind entgegen .

Um 100% Erneuerbare Energie zu erreichen braucht es globale Energienetze .

Wir leben zwar alle unter dem gleichen Himmel, aber es haben nicht alle den gleichen Horizont.

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Wir leben zwar alle unter dem gleichen Himmel, aber es haben nicht alle den gleichen Horizont.

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 20 Feb 2019 21:23 #48890

Cyborg schrieb: Wie Milinski ausführt, ist der Mensch aufgrund seiner genetischen Prägungen im Kollektiv darauf ausgerichtet, alle ihm zur Verfügung stehenden Ressourcen aufzubrauchen. Nichts und niemand, weder Vernunft noch Einsicht noch schmerzliche Erfahrungen einzelner oder in regional begrenzten Regionen bringen ihn im kollektiven Handeln davon ab.


Ich bin mir nicht sicher, ob man das so pauschalisieren kann.
Einerseits wissen wir heute, dass bereits frühe menschliche Hochkulturen an ihrem eigenen Wachstum zugrunde gegangen sind (beim Khmer-Reich ist das besonders gut belegt).
Andererseits gibt es auch auch heute noch auf dem Erdball kleinere Ansammlungen von Naturvölkern in Stammesgröße, die ohne jeglichen Wachstumsanspruch mit Subsistenzwirtschaft im Einklang mit der Natur leben.

Die Abgrundszenarien scheinen also mit der Größe der Organisationsstruktur zusammenzuhängen, in der ein Mensch sich aufhält.
Kleinere Gruppen sind unproblematisch. Aber ab einer gewissen Größe geht der Überblick bzw. der Sinn fürs Detail verloren.
Dann setzt das Phänomen der „Sozialisierung“ ein, bei der normierte Denk- und Verhaltensmustern konditioniert werden, die uns von der Natur als unserer Lebensgrundlage abkoppeln.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 21 Feb 2019 00:01 #48891

heinzendres schrieb:
Dem Wandel stehen also Eigentümer von Gütern die vom Wertverlust bedroht sind entgegen .

Die Global Player sind alles börsennotierte Gesellschaften. Wer ist denn der größte Aktienbesitzer der Welt, der dem Wandel entgegensteht, weil seine Güter vom Werteverlust bedroht sind?

stm schrieb:
Hallo Badhofer, kannst du das irgendwie belegen oder verbreitest du hier Verschwörungstheorien? In meinen Ohren klingt das reichlich abenteuerlich.

Ich weiß, zu diesem Thema sind viele Verschwörungstheorien in die Welt gesetzt worden von Geheimbünden, dunklen Machenschaften, irgendwelchen geheimen Zirkeln, Geheimtreffen und geheimen Verschwörungen usw. Das ist alles Blödsinn. Da steckt nichts Geheimes dahinter, alle Akteure handeln ganz offen, nach ihrer Meinung nach handeln sie im Auftrag Gottes, da ist alles legal, sogar eine göttliche Pflicht, da braucht man nichts zu verheimlichen. Das größte Kapital aller Zeiten schiebt gnadenlos an und die Fanatiker aller Richtungen sind ein dankbares Opfer. Da ist nichts Geheimes dahinter, es liegt alles ganz offen da. Darüber wird auch über alles ganz offen geredet.

Aber, ich merke schon längere Zeit, dass dieses Thema hier fehl am Platz ist. Eine Wissenschaft, welche einen noch größeren und schnelleren Teilchenbeschleuniger bauen will, hat auch im 21. Jahrhundert noch immer nicht begriffen, dass im weiteren Wachstum kein Segen liegt, sondern der Untergang. Ich lasse das Thema wieder fallen hier. Es hat keinen Sinn.
.

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Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 21 Feb 2019 01:55 #48892

Kleines Gedankenexperiment um beim Thema zu bleiben.

Nehmen wir mal an, uns stünden keine fossilen Energieträger zur Verfügung. Die Sonne hätte ihre Energie im Laufe der Jahrmilliarden zwar zuverlässig geliefert, aber die Erde hätte nichts eingelagert.
Das Zeitalter Carbon hätte nicht stattgefunden.

Dann könnten wir heute nur die Energie verbrauchen, die die Sonne täglich, jährlich liefert.

Die Erde hat mit der Erfindung des Lebens den Sauerstoff in die Atmosphäre gebracht und dann das Eisen eingelagert und dann im Karbon den überschüssigen Kohlenstoff entsorgt.

Sie hat alles getan, um ein bescheidenes und sich mäßigendes Leben zu ermöglichen.

Wir holen die Geschichte aus dem Boden und bringen damit in kurzer Zeit die chemischen und in Folge die biologischen Gleichgewichte durcheinander und zum kippen.

Ohne Metalle, ohne Öl und Gas gelänge uns dieser selbstmörderische Kurs gar nicht.

Und wenn die Reihenfolge richtig ist, dass zuerst der Gedanke kommt, dann das Wort und zuletzt die Tat, dann muss man zuerst nachdenken, woher das ganze Unheil eigentlich kommt.

Ist es allein der Zuwachs an Erkenntnis (Wissenschaft), oder in der Folge die technische und ökonomische Verwertung oder unser gieriges Naturell oder unsere kapitalistische, nach immer mehr Wachstum orientierte Gesellschaftsform?

Ich vermute, von allem etwas.

Badhofer:
Wobei das Streben nach Erkenntniss per se nichts verwerfliches an sich hat. Der Umgang damit aber schon. Die Entdeckung von Gravitationswellen wird man Gott sei dank nicht in neue Waffen umsetzen oder verwerten können.

Der Umgang mit Rohstoffen und fossilen Energieträgern ermöglicht ein Fest, das die Menschheit gerade feiert. 2 - 300 Jahre. Dann ist die Party aus, der Tanzboden verwüstet und gegen die Kopfschmerzen gibt es kein Medikament. Die Apotheken werden da nichts anzubieten haben.

Das meint die Greta, wenn sie von Panik spricht.

Wir werden mit der Erde nicht verhandeln können.

Thomas

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 21 Feb 2019 06:30 #48893

Thomas schrieb: Kleines Gedankenexperiment um beim Thema zu bleiben.

Nehmen wir mal an, uns stünden keine fossilen Energieträger zur Verfügung. Die Sonne hätte ihre Energie im Laufe der Jahrmilliarden zwar zuverlässig geliefert, aber die Erde hätte nichts eingelagert.
Das Zeitalter Carbon hätte nicht stattgefunden.


Dann würden wir heute schon mit den Auswirkungen der kommenden Eiszeit kämpfen oder dies stünde uns "kurz" bevor. Auch nicht besser.


Thomas schrieb: Und wenn die Reihenfolge richtig ist, dass zuerst der Gedanke kommt, dann das Wort und zuletzt die Tat, dann muss man zuerst nachdenken, woher das ganze Unheil eigentlich kommt.

Ist es allein der Zuwachs an Erkenntnis (Wissenschaft), oder in der Folge die technische und ökonomische Verwertung oder unser gieriges Naturell oder unsere kapitalistische, nach immer mehr Wachstum orientierte Gesellschaftsform?

Ich vermute, von allem etwas.


Aus meiner Sicht ist das Grundübel, dass der Mensch von der Evolution her als Herden-Wesen entstanden ist und daher wohl ein genetisches Programm hat, für sich und "seine Gruppe" zu kämpfen und das beste herauszuholen. Einen Evolutionsschritt, den Menschen an seine jetzige Rolle als global dominierendes Wesen anzupassen, kann es nicht gegeben haben und wird es fürchte ich auch nicht geben.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 21 Feb 2019 09:20 #48896

Thomas schrieb:
Wobei das Streben nach Erkenntniss per se nichts verwerfliches an sich hat. Der Umgang damit aber schon. Die Entdeckung von Gravitationswellen wird man Gott sei dank nicht in neue Waffen umsetzen oder verwerten können.

Natürlich ist das nichts Verwerfliches. Aber alles zu seiner Zeit. Die Menschheit steht vor seiner größten Herausforderung aller Zeiten. Um diese zu meistern, helfen uns Gravitationswellen nichts und auch kein Teilchenbeschleuniger. Wenn wir die Situation wieder im Griff haben, dann treten solche Erkenntnisse natürlich wieder in den Vordergrund. Momentan ist die Erkenntnis wichtig, warum die gesamte Menschheit verbissen an seinem Untergang arbeitet, keiner will es, aber alle tun es. Der Grund ist, weil diese Vorgangsweise historisch gewachsen ist, im Kleinen nie ein Problem darstellte (zumindest für die westliche Welt) aber in einer globalisierten Welt an seine Grenze gestoßen ist und niemand den Sachverhalt aufgreift. Die Grenze ist doch schon längst überschritten, dass wir noch weiterwachsen, liegt daran, dass wir (Zitat Harald Lesch) "sowohl die Vergangenheit als auch die Zukunft ins jetzt holen". Würden wir das nicht tun, würden wir schon lange nicht mehr wachsen und das Problem, vor dem wir heute stehen, würde überhaupt nicht existieren.

ClausS schrieb:
Dann würden wir heute schon mit den Auswirkungen der kommenden Eiszeit kämpfen oder dies stünde uns "kurz" bevor. Auch nicht besser.

Ist es jetzt gut oder schlecht, dass wir die Erde künstlich aufheizen? Das scheint ungeklärt zu sein?

Aus meiner Sicht ist das Grundübel, dass der Mensch von der Evolution her als Herden-Wesen entstanden ist und daher wohl ein genetisches Programm hat, für sich und "seine Gruppe" zu kämpfen und das Beste herauszuholen.

Das kann ich nicht glauben. Das gilt nur für künstlich geschaffene Bedürfnisse, nicht aber für natürliche. Bei natürlichen Bedürfnissen hat die Menschheit kein Problem, global zu agieren. Bei der Sicherheit im Straßenverkehr z.B. agiert der Mensch global und nicht nur in kleinen Gruppen. Verkehrsregel, Verkehrszeichen, Fahrschulen usw. beschränken sich nicht auf kleine Gruppen, sondern global. Das Bedürfnis, wieder gut nach Hause zu kommen, ist ein natürliches Bedürfnis. Alle natürlichen Bedürfnisse beschränken sich nicht auf kleine Gruppe, sie funktionieren genauso global.

Ich glaube nicht, dass es an einem genetischen Programm liegt, sondern an einer historisch gewachsenen Situation. Angefangen vielleicht bei den Ägyptern, dass irgendein Ägypter auf die Idee gekommen ist, er ist etwas Besseres als alle anderen. Er wurde vom Sonnengott gesandt. Da ist alles losgegangen und hält bis ins globalisierte Zeitalter an. Aber selbst der Pharao hätte sich damals an alle Verkehrszeichen gehalten und wäre in eine Fahrschule gegangen, hätte es damals einen Straßenverkehr schon gegeben. Er hätte kein Problem damit gehabt, dass er sich in dieser Sache von den niedrigsten Sklaven nicht unterscheidet.

Die Annahme, dass es genetisch bedingt ist, dass die Menschheit nur in kleinen Gruppen agieren kann, nicht aber global, ist so wie die Annahme im alten Rom, dass die Sklaven deshalb Sklaven sind, weil sie ein schlechtes Blut haben oder die Herrenmenschen das 3. Reiches. Pfui Teufel, grauslich.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 21 Feb 2019 09:52 #48897

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ClausS schrieb: Soweit ich es verstehe, ist ein gewisser erhöhter Anteil von Klimagasen in der Atmosphäre nötig, um die ansonsten kommende Eiszeit zu verhindern. Wir übertreiben hierbei nur deutlich, so dass nun eine Warmzeit kommt - und das so schnell, dass viele Arten sich nicht anpassen können und aussterben.

Du hast Recht, es gibt Hinweise das es ohne unsere Eingriffe kälter werden würde. Das Problem sind die Zeiträume / Änderungsgeschwindigkeiten.
Innerhalb der Klimageschichte (ich nehme die Namens-Definitionen der Klimawissenschaft) befinden wir uns in einer Warmzeit (seit etwa 11.000 Jahren) eines Eiszeitalters (Quartär, seit etwa 2,6 Millionen Jahren). Der Umschwung in die heutige Warmzeit ging über mehrere Tausend Jahre, was als abrupte Klimaveränderung gilt....
Aktuell müssen wir uns wohl besondere Steigerungsformen von "abrupt" überlegen.


Hier kommen relativ viele Erläuterungen dazu warum Menschen nicht reagieren / umsteuern oder es prinzipiell nicht können.
Soziologische, Natur des Menschen, Wirtschaftliche, ein größtes Kapital aller Zeiten (badhofer, ich gehöre auch zu denen die nicht verstehen wovon Du redest), ...
Klar haben Menschen und Gesellschaften ein starkes Beharrungsvermögen. Nur, was hilft es uns wenn wir darüber spekulieren warum etwas irgendwie nicht funktionieren kann?
Im Job wäre das der Punkt der Diskussion wo ich sage: Schluss jetzt, wir haben ein Problem und dafür brauchen wir eine Lösung! Bitte daran arbeiten.
In der Menschheitsgeschichte gibt es ja genügend Beispiele das nicht lamentiert wurde warum es nicht geht sondern das Dinge entwickelt und umgesetzt wurden.
Bei einigen hätte ich mir lamentieren gewünscht :)
Typischerweise gab es irgendeine Motivation damit Menschen aus dem Quark kommen.
Mein Ansatz wäre also, wie können wir entsprechend motivieren das Menschen / Gesellschaften mitziehen? Motivation müsste natürlich stärker sein als die Beharrungsmomente...

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 21 Feb 2019 12:08 #48907

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Das, was heute geschieht hat keine genetische Ursache, sondern wir handeln aufgrund uralter Traditionen. Wenn der Österreichische Bundespräsident Italien besucht, dann schreitet er die Ehrengarde des dortigen Militärs ab. Wieso macht er denn das? Wieso schreitet er nicht Schulklassen ab oder sonstige wertvolle Organisationen (z.B. Müllmänner, die leisten wesentlich mehr für das Land als das Militär) Er macht es deshalb, weil das schon immer so war. Seit Jahrhunderten oder seit Jahrtausenden ist das so, Darum mach er das. Wir handeln nach uralten Traditionen.

Es ist Tradition, dass wir unsere Umwelt zerstören. Auch kleine Gruppen im Urwald (die Urmenschen) zerstören die Natur. Das war nie ein Problem, denn die Natur hat sich immer schneller regeneriert, als der Mensch sie zerstören konnte. Aber jetzt ist es zum Problem geworden, denn die Natur kann sich nicht mehr so schnell regenerieren, wie wir sie zerstören. Und wir machen trotzdem weiter, weil es Tradition ist und schon immer so war, und nicht weil wir genetisch darauf programmiert sind.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 21 Feb 2019 17:03 #48914

badhofer schrieb:

ClausS schrieb:
Dann würden wir heute schon mit den Auswirkungen der kommenden Eiszeit kämpfen oder dies stünde uns "kurz" bevor. Auch nicht besser.

Ist es jetzt gut oder schlecht, dass wir die Erde künstlich aufheizen? Das scheint ungeklärt zu sein?


Aus meiner Sicht ist das nicht unklar.

Ein leichtes Aufheizen, das bewirkt, dass die Erde nicht in die nächste Eiszeit schlittert, sehe ich als sehr positiv an.

Was die Menschheit derzeit macht, geht aber weit darüber hinaus und hat daher katastrophale Folgen.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 21 Feb 2019 17:08 #48915

badhofer schrieb: Es ist Tradition, dass wir unsere Umwelt zerstören. Auch kleine Gruppen im Urwald (die Urmenschen) zerstören die Natur. Das war nie ein Problem, denn die Natur hat sich immer schneller regeneriert, als der Mensch sie zerstören konnte. Aber jetzt ist es zum Problem geworden, denn die Natur kann sich nicht mehr so schnell regenerieren, wie wir sie zerstören. Und wir machen trotzdem weiter, weil es Tradition ist und schon immer so war, und nicht weil wir genetisch darauf programmiert sind.
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Die Indianer im Amazonas betreiben ihren Brandrodungs-Wanderfeldbau meines Wissens im Einklang mit der Natur. Sie brennen ein kleines Areal nieder, bewirtschaften es und ziehen dann weiter. Diese Areale sind so klein, dass sie binnen kurzem wieder zuwachsen.

Den Urwald zerstören Holzindustrie, "moderne" Landwirtschaft, Goldsucher, ....

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 21 Feb 2019 21:35 #48925

ClausS schrieb:
Ein leichtes Aufheizen, das bewirkt, dass die Erde nicht in die nächste Eiszeit schlittert, sehe ich als sehr positiv an.

Das würde ja bedeuten, dass wir nicht wieder zurückklettern müssten auf die Bäume, sondern lediglich nur das Tempo runterfahren. Und was unseren Rohstoffverbrauch von den zukünftigen Generationen betrifft: Nahe an 100% recyclen und schon wäre es gewesen.

Das Tempo herunterfahren würde die gesamte Menschheit als Befreiungsschlag empfinden. Niemand kommt mehr wirklich mit dem derzeitigen Tempo zurecht. Und nahe an 100% recyclen hat die DDR schon vorgezeigt. Nicht aus Überzeugung, sondern aus Not. Der Beweis ist dadurch erbracht: Es funktioniert.

heinzendres schrieb:
Dem Wandel stehen also Eigentümer von Gütern die vom Wertverlust bedroht sind entgegen.

Der einzige Verlierer wäre der größte Aktionär von den Global Playern. Er würde aber dem ganzen keine Träne nachweinen, denn er ist ohnehin tot. Tote weinen nicht.

So im gesamten gesehen alles in allem eigentlich gar nicht so ein großes Problem. Vielleicht erscheint dieses Problem nur dadurch so groß, weil man in ihm ein großes sieht?
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 23 Feb 2019 00:10 #48950

Wenn die Greta recht hat, dass Panik das richtige Wort für den Zustand unseres Klimas und damit für unser Überleben ist, dann wird es höchste Zeit, dass wir grundsätzlich unseren Lebensstil infrage stellen.
Da wir mit der Natur nicht über eine Fristverlängerung diskutieren können, wird es für das biologische Leben auf diesem Planeten bitter ernst.
Ob wir auf die Politik hoffen oder die Politik aufs Volk hofft, wird sekundär sein.
Unabhängig von allen gesellschaftlichen Strukturen oder Organisationsformen wird sich unser Klima zu unserem Nachteil weltweit verändern, es wird einfach wärmer in unserer Biossphäre.
Kein Spaß, das wird Wirklichkeit!
Um es physikalischer zu formulieren: wenn die Energiebilanz zwischen Zugewinn und Abstrahlung dauerhaft positiv bleibt, wird es weltweit ungemütlich!!!

Ich hab das schon mal an anderer Stelle bemerkt: die Titanic sinkt und trotzdem spielt noch die Kapelle.

Interessant wäre die Frage, wie sieht die Welt in 1000 oder 2000 Jahren aus.

Öl, Kohle, Gas gibt es schon längst nicht mehr. Alles verfeuert oder zu Kunsstoff verarbeitet.
Das Mikroplastik wurde zu Mikro-Mikro-Mikroplastik und ist mit den verbliebenen biologischen Restorganismen, die es aufgenommen haben, bei deren Tod im Sediment der Meere eingelagert worden.
Der Kohlenstoff in der Atmosphäre hat zwar vorübergehend das Pflanzenwachstum angeregt, aber die hohen Temperaturen haben dasselbe wieder gebremst. Die Planzen und das Phytoplankton im Meer haben den Wettlauf, den Kohlenstoff zu binden und damit den Temperaturanstieg zu bremsen, verloren.
Die Polkappen sind ganzjährig eisfrei.
Am Äquator 40 - 50 Grad und mehr. Stürme ungeahnten Ausmaßes verwüsten das Land und Hurrikans mit mehr als 300 km/h Windgeschwindigkeit verwüsten die Küstenregionen.
Der Meeresspiegel ist um 50 Meter gestiegen.

Man muss sich nur mal ausmalen, was passiert, wenn so ein Szenario tatsächlich Wirklichkeit wird.

Dann ist uns jegliche staatliche Ordnung wurscht. Dann gehts nur noch ums Überleben.

Und genau das steckt in dem kurzem Wort „Panik“, das die Greta verwendet hat und in dem Buchtitel von Harry: Wenn nicht jetzt, wann dann.

Thomas

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 23 Feb 2019 03:03 #48951

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Thomas schrieb: Wenn die Greta recht hat, dass Panik das richtige Wort für den Zustand unseres Klimas und damit für unser Überleben ist, dann wird es höchste Zeit, dass wir grundsätzlich unseren Lebensstil infrage stellen.

badhofer schrieb: Dass man tatsächlich ernsthaft auch nur daran denkt, einen noch größeren, schnelleren und stärkeren Teilchenbeschleuniger zu bauen, lässt mich ernsthaft an dem ganzen Thema zweifeln.

Thomas schrieb: ...die Titanic sinkt und trotzdem spielt noch die Kapelle.

Physiker sind halt auch nur Menschen. Hoffentlich spielt die Kapelle gut genug.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 23 Feb 2019 05:45 #48953

stm schrieb:
Physiker sind halt auch nur Menschen

Physiker brauchen nicht in Panik geraten, die sollen noch einen Gang höher schalten, denn das sind halt auch nur Menschen. Mütter, welche die Heizung aufdrehen, damit ihre Kinder nicht frieren, die sollen in Panik geraten, die sind doch keine Menschen.

Das hält man im Kopf nicht aus
.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 23 Feb 2019 17:28 #48964

.
. . . . Das Kapitalozän

Treibt ein historisch gewachsenes, lebloses und besitzloses Kapital
die gesamte Menschheit in den totalen Wahnsinn?


Getragen von religiösen Fundamentalisten, die das wahnwitzigste Kapital aller Zeiten den vermeintlich wiederkehrenden Messias zu Füßen legen wollen?
Gehalten von radikalen Kreationisten, welche an der Tradition festhalten, um sich mit dessen Ritualen von ihrem Gewissen befreien zu können?
Angetrieben von skrupellosen Shareholder, die mit diesem Kapital die börsennotierten Global-Player mit immer höheren und schnelleren Transaktionen immer schneller vor sich hertreiben?

1) Was spricht dafür?
2) Was spricht dagegen?

Greta Thunberg
„Jetzt ist es an der Zeit, deutlich zu sein“.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 23 Feb 2019 19:34 #48971

badhofer schrieb: Treibt ein historisch gewachsenes, lebloses und besitzloses Kapital
die gesamte Menschheit in den totalen Wahnsinn?

Also das kapital das du ansprichst sind Gebäude und Grundstücke und üben keinen Renditeerwartung aus , im Gegensatz zu den Investmentfonds die mehr Rendite erwirtschaften müssen als die Konkurrenz .

Wir leben zwar alle unter dem gleichen Himmel, aber es haben nicht alle den gleichen Horizont.

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Wir leben zwar alle unter dem gleichen Himmel, aber es haben nicht alle den gleichen Horizont.

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 23 Feb 2019 23:02 #48977

Badhofer,

das Kapitalozän und die fossilen Energiereserven sind zeitkongruent.

Begründung:
jedes Haus, jedes Auto, jedes Flugzeug und jedes Schiff, das gebaut wird, wird mit Hilfe von Rohstoffen und mithilfe von Energie gebaut und zwar zumeist mit Energie, gewonnen aus fossilen Reserven.

Wenn dieser Energievorrat zur Neige geht, dann geht auch das Kapital zugrunde, spätestens dann.
Auch wenn das Kapital in der Lage wäre, die ganze Welt mit Solarzellen zuzupflastern, gewänne es nur 100 - 200 Jahre.
Das heißt, das Kapitalozän ist erdgeschichtlich nicht mal ein Wimpernschlag!
Es steigt hoch und scheint die Welt zu regieren und wird gleichzeitig nötig sein, den Schaden, den es angerichtet hat wieder einzudämmen.
Das Kapitalozän ist erdgeschichtlich lediglich ein Strohfeuer.

Thomas

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