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THEMA: Greta Thunberg in Davos und Klimawandel

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 19 Sep 2019 21:13 #57456

Martin-O,
ein letzter Versuch, es dir zu erklären:
Ich simplifiziere mal: Wie von mir oben erwähnt, wird erst mal ohnehin noch lange der Kohlebedarf weltweit steigen, denn es kommen erst mal ca. 1400 neue KKW dazu und die jetzigen gehen wohl nur sukzessive vom Netz. Aber gehen wir mal davon aus, dass die Kohle durch regenerative Energieformen allmählich in den nächsten Jahrzehnten unter Druck kommt. Was passiert? Sie wird sich wehren. Vergiss das kleine Deutschland, ich rede vom ganzen Globus.
Noch weiter vereinfacht: Die Länder A-D und ihre Firmen wollen Kohle verkaufen, event. auch selber verbrauchen. Die Länder E-H steigen nun allmählich aus der Kohle aus, wodurch das Angebot steigt, der Preis damit sinkt. Nun kommen Entwicklungs- und auch Schwellenländer auf die Idee, erneut wieder in Kohle zu investieren, weil sie weiter lukrativ ist bzw. wieder wird im Vergleich zu regenerativen Energien. Der Energiehunger ihrer Gesellschaften und die Sehnsucht nach steigendem Wohlstand zu erschwinglichen Preisen zwingt Regierungen dazu, wollen sie im Amt bleiben.
Dass es in der Wirklichkeit natürlich weitaus komplexer und diffiziler ist, wie sich globale fossile Rohstoffkartelle noch behaupten werden und es so sogar zu einem sog. grünen Paradoxon kommt, erklärt Dr. Johannes Bachmann in seiner Arbeit "Zur Wirkung marktkonformer Klimapolitik auf den Abbau fossiler Energieträger: Eine Untersuchung der gewinnoptimalen Abbauintensität von Rohstoffkartellen bei Substitutionskonkurrenz." Klar, mit Substitutionskonkurrenz sind die Regenerativen gemeint.
Vielleicht hast du Glück und kommst bei Interesse an die Arbeit bzw. zumindest an einen Abstract ran. Ich glaube sogar, es war seine Dissertation.

Ich fürchte, die meisten hier, die ihr munter eure Weltrettungsgedanken hier postet, scheint die Macht der Mechanismen und vor allem die Macht derjenigen zu unterschätzen, die noch Jahrzehnte lang vorhaben, mit fossilen Brennstoffen viel Geld zu verdienen. Und du kannst dir sicher sein, dass da jetzt bereits sehr kluge Köpfe mit sehr viel Geld versorgt werden, damit sie perfide PR-Strategien entwickeln, um Bewegungen wie F4f oder Extinction Rebellion ins Leere laufen zu lassen. Außerdem werden diese Aktivistengruppen sich gegenseitig zermahlen, siehe Artikel von Anja Stehle:
Wie Extinction Rebellion die Umweltbewegung aufmischt
www.nzz.ch/international/extinction-rebe...egung-auf-ld.1509637
Und noch ein Irrtum grassiert hier ganz virulent: Mit der Abschaffung des Kapitalismus wäre kaum etwas gewonnen, womöglich würde es sogar schlechter werden, wie der Artikel von Hubertus Knabe heute ausführt:
Der Kapitalismus und der Irrtum der Klimaschützer
www.nzz.ch/meinung/der-kapitalismus-und-...schuetzer-ld.1508865

Klar wird alles mal vergehen, aber dann ist nicht die Frage, wie ich persönlich überlebe, sondern wie der Untergang menschlich gestaltet wird: Egoismus und Apfelbaum pflanzen sind nicht kompatibel.

Wärst du auf der Titanic gewesen mit sagen wir Frau und Kindern. Was wäre dir lieber gewesen? Deine Angehörigen im Rettungsboot oder wildfremde Menschen? Ich bitte um ehrliche und direkte Antwort und kein großes moralisches Geschwafel.
Guter Mann, das ganze Leben besteht aus einer Mischung aus gesundem Egoismus und Apfelbaum pflanzen. Oder wie es die Evolutionsbiologen bzw. die Spieltheorie formulieren: Die beste Überlebensstrategie besteht im gesunden Alternieren zwischen gesundem Egoismus und Kooperation mit anderen, eben situationsbedingt. Man kann das anerkennen oder eben leugnen, aber die Welt tickt nun mal so.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 19 Sep 2019 21:50 #57459

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Mooin Ganymed19,
mal abgesehen von den letzten Textwänden und schade drum das meine Posts weg sind, die ua. deine Aussagen bereits behandelt..

Wie sehr gut gemeinte Ansätze sich als Schuss nach hinten erweisen, zeigt auch eine erste Auswertung der Gesamtbilanz des Verbots von Einwegplastiktüten in Kalifornien seit 2014.
Der Verbrauch an Plastik ging deutlich weniger zurück als erhofft. Die Tüten wurden früher auch als Müllbeutel oder z.B. zur Entsorgung von Hundedreck verwendet, aber nun werden dafür extra Beutel mit stärkeren Wänden gekauft.
Der Verbrauch von Papier zur Verpackung nahm deutlich zu und gerade Papier hat gegenüber Plastik eine deutlich schlechtere CO2-Bilanz, was dazu führte, dass insgesamt sogar mehr CO2 emittiert wurde als wenn man auf die Maßnahme verzichtet hätte.


Das ist mM. doch total irreführender Blödsinn...mit Verlaub.
Wahrscheinlich hast du nur irgendwelche Zeitungsartikel... weit... gelesen, die massenweise und Grossindustrie gerecht verbreiten, Plastik-Tüten wären gar nicht so schlecht... von wegen CO2 Vergleich. Kein Wunder... denn wenn man mal versucht zu googeln, Jute vs. Plastik-Tüte, kommen erstmal nur Seitenweise Grossindustrie gerechte "Zeitungs-Analysen"... die suggerieren Plastik wäre eine Alternative.
1. wird meist verschwiegen, besser, garnicht erst aufgeführt, was P-Tüten so alles beinhalten:
Quecksilber
Antimon
Bisphenol A (hormonaktive Substanz, die die Fruchtbarkeit männlicher Säugetiere verringern kann)
Phthalate (Weichmacher)
PCB (Polychlorierte Biphenyle - krebsauslösende chemische Chlorverbindung).

Etc. etc....
Diese Stoffe gelangen in den Boden, ins Wasser und damit in den gesamten natürlichen Kreislauf und damit auch in das menschliche Blut.

2. wird naiv geschlossen, das eine Jute-Tasche erst dann CO2 reduzierend wirke, wenn diese zwischen 15-30 mal benutzt würde....(blödes Schein-Argument, was sind schon 20 mal benutzt...) Mal abgesehen davon das die meisten Artikel Jute schreiben, aber Baumwolle meinen, Jute mit Ökodaten betr. Baumwolle gleichsetzen...Da wird einem schon beim Lesen schlecht. Und dann noch der hierige Mülltüten und Hundescheiss-Tüten Vergleich...
Oh man oh man...

Hier mal was zur Jute, später hab ich noch ein wenig mehr Zeit. ;)

Jute ist ein natürlicher Luftreiniger - Ein Hektar Jutepflanzen kann bis zu 15 Tonnen Kohlendioxid aufnehmen und 11 Tonnen Sauerstoff abgeben, viel mehr als jede andere Faser. Während ihres Wachstums assimilieren sie dreimal mehr CO2 als der durchschnittliche Baum und wandeln das CO2 in Sauerstoff um. Jutekulturen erhöhen die Bodenfruchtbarkeit, da die Reste und Abfälle der Jutekulturen viele Nährstoffe auffüllen und das Feld für die nächste Kultur vorteilhaft machen

goldenfibre.asia/why-jute.html

Mal abgesehen davon dass WW bis zu 12 Millionen Kleinbauern, meist in Entwicklunsländern, profitieren würden. Die weit aus meisten davon, weder Pestizid noch Dünger zum Anbau benötigen...
Bis dann
NGse Z.

Ps:
Ich empfehle den Film Plastic Planet aus 2009 anzuschauen.... um mal erste Eindrücke zu gewinnen was Plastik so alles anrichtet..
Hier in Englisch:
www.documentarymania.com/player.php?title=Plastic%20Planet
Auch auf Deutsch, aber die Seite "Kino..." darf ich wohl nich verlinken...
Als dann

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 19 Sep 2019 23:41 #57473

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Ganymed19 schrieb: Dass es in der Wirklichkeit natürlich weitaus komplexer und diffiziler ist, wie sich globale fossile Rohstoffkartelle noch behaupten werden und es so sogar zu einem sog. grünen Paradoxon kommt, erklärt Dr. Johannes Bachmann in seiner Arbeit "Zur Wirkung marktkonformer Klimapolitik auf den Abbau fossiler Energieträger: Eine Untersuchung der gewinnoptimalen Abbauintensität von Rohstoffkartellen bei Substitutionskonkurrenz." Klar, mit Substitutionskonkurrenz sind die Regenerativen gemeint.
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Dein Glaube hat Dich nicht im Stich gelassen. Es war seine Dissertation, und es braucht kein Glück, sondern man liest einfach hier :
edoc.sub.uni-hamburg.de/hsu/volltexte/20...mann_1_ohne_Logo.pdf

Bachmanns Arbeit basiert auf der Bildung eines Rohstoffkartells. Na, dann bin ich gespannt, wie und wann sich z.B. China, Südkorea und Polen in Sachen Steinkohle zusammenraufen.

Viel wichtiger aber: weshalb bist Du in Deinem Aufsatz mit keinem Wort auf das Kyoto-Protokoll und die Lenkungswirkung des Zertifikatehandels eingegangen ? Der Preis der Kohle ist doch nur ein Kostenelement in der Kalkulation.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 20 Sep 2019 13:23 #57485

Zur Abwechslung einmal eine sehr erfreuliche Nachricht:
Es kann nur mehr bergauf gehen. Die Blödheit hat seine Grenze erreicht. Blöder ginge es beim besten Willen nicht mehr.
www.badhofer.at/bloedheit.jpg

Ps: Das Bild lässt sich leider nicht direkt einfügen???
Gibt es da vielleicht einen Blödheitsfilter :)

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 20 Sep 2019 14:10 #57491

badhofer schrieb: Die Blödheit hat seine Grenze erreicht. Blöder ginge es beim besten Willen nicht mehr.

nun da bin ich nicht sicher .

images.app.goo.gl/jtXLZmBdR1NcmVH1A
images.app.goo.gl/7HMzVd52X9bevq627
images.app.goo.gl/jZSjnQEvPYUQYXyE8
images.app.goo.gl/VzkyoCqXn2GViPbm7
images.app.goo.gl/vgNyPDiXQjxt4RyCA

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 20 Sep 2019 14:54 #57493

LOL die doppelten Verpackungen sind in der Tat lächerlich, aus welchen Land sind diese Photos, so was habe ich in echt noch nie gesehen (: Oder ist das jetzt die neueste Sicherheitsmaßnahme gegen die aktuelle Food Lick Challenge?

,

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 20 Sep 2019 15:17 #57494

Also, eine Coladose so zu verpackt ist wirklich das schärfste, was ich jemals gesehen habe. Darüber hinaus ist es ja auch ein logistischer Unsinn, das braucht ja alles viel Platz in den Regalen und die ganze Verpackung muss ja auch produziert und mit LKWs herangeschafft werden. Und der ClausS überlegt sich, wie er mit seiner Länge in ein kleineres Auto passt, um die Umwelt zu schonen. Hallo Claus, mit der Belastung der Umwelt, die ein Supermarkt in einem Tag anrichtet, kannst du dein ganzes Leben lang mit einem BMW X7 herumfahren.

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Greta Thunberg in Peking 20 Sep 2019 15:39 #57495

Wie man am Preisschild sieht ist die doppelt verpackte Coladose in China. Insofern wird dann auch nachvollziehbar dass 90% des Plastikmülls aus Asien und Afrika kommen.

Als nächstes Ziel für Greta Thunbergs Reise Peking vorschlagend,

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Greta Thunberg in Peking 20 Sep 2019 16:10 #57496

@ Yukterez
mal was zu China und unserem Plastikmüll,

den Spieß umkehrend.

www.quarks.de/umwelt/muell/so-wirkt-sich...en-plastikmuell-aus/

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Greta Thunberg in Peking 20 Sep 2019 17:34 #57498

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Da wird auf Biegen und Brechen der letzte Tropfen Öl aus der Erde geholt und dann den produzierten Plastikmüll zu recyclen geht nicht?

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Greta Thunberg in Peking 20 Sep 2019 18:44 #57503

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Yukterez schrieb: Wie man am Preisschild sieht ist die doppelt verpackte Coladose in China. Insofern wird dann auch nachvollziehbar dass 90% des Plastikmülls aus Asien und Afrika kommen.

Als nächstes Ziel für Greta Thunbergs Reise Peking vorschlagend,


Ja mM. besser, als Kriegsverbrechern die Hand zu schüttlen, wie gerade kürzlich.

Zum Thema Verschmutzung, so ganz gehen die obigen 90% Rechnung wohl nicht auf...

Zb. Einwegplastik-Produktion weltweit, davon anteilg:
Asien-Pazifik 38% / 4.4 Mrd. Einwohner
Nordamerika-EU 37% / 1.1 Mrd. Einwohner
Sprich der Westen produziert ca 4x mehr Plastik pro Kopf...
www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/...lastikatlas_2019.pdf

Z.

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Greta Thunberg in Peking 20 Sep 2019 18:47 #57504

Das ist die Produktion, ich meine den Müll der im Meer landet. In Asien und Afrika wird anscheinend weniger recycled, dort wirft man einfach alles in den Fluss der dann hernach ins Meer fließt während man bei uns zumindest die Möglichkeit seinen Müll ins Altplastik zu werfen.

Unterscheidend,

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 20 Sep 2019 18:57 #57505

@ Ganymed19
Ein letzter Versuch, es Dir zu erklären.
Die Länder E-H steigen nun allmählich aus der Kohle aus, wodurch das Angebot steigt
Du hat es nicht verstanden: Kohleausstieg bedeutet, Ausstieg aus der Kohleförderung, d. h. das Angebot sinkt, der Preis steigt.

Du bastelst Dir ein Feindbild zusammen, das so nicht existiert. Natürlich ist alles komplexer, aber hier muss man mal deutlich werden.
Auch wer den jetzigen Kapitalismus kritisiert, will ihn nicht unbedingt abschaffen. Die soziale Marktwirtschaft ist oft unsozial und unökologisch zugleich. Der heutige Kapitalismus ist: Die Kosten (Folgen der öko-Katastrophen, aber auch Gesundheitsschäden etc.) werden vergesellschaftet, die Gewinne aber privatisiert. Das Verursacherprinzip liegt tief vergraben in einer Schublade. Dieser Kapitalismus gehört in der Tat abgeschafft. Es muss ein sozialer und v. a. ökologischer Kapitalismus her. Damit bin ich noch lange kein Sozialist. Die gibt es sicher auch bei f4f, aber sie sind – nach meiner Wahrnehmung – nicht dominant. Sozialistische und marxistische Gruppen versuchen, mit Bannern f4f-Demos optisch zu beherrschen, ich habe vorhin auf der Demo erlebt, wie dem Einhalt geboten wurde. Auch hier bastelst Du Dir einen Gegen zurecht.

Du argumentierst auch daran vorbei, was f4f sein will: Eine Protestbewegung, keine politische Partei. Sie erwarten von der Politik politisches Handeln, was logischerweise Kompromisse mit einschließt.
Auch hier wirst Du bei 14-Jährigen sicher naive Auffassungen finden, und auch bei 18-Jährigen. Aber damit die ganze Bewegung in eine bestimmte Ecke zu stellen, hat schon etwas Böswilliges.
Beim Thema Egoismus haben wir wohl aneinander vorbei geredet. Egoismus ist die Einstellung, dass das eigene ich immer zuerst kommt. Das hat mit der Ausgewogenheit, eigene und fremde Interessen zu berücksichtigen, nicht viel zu tun.
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Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
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Greta Thunberg in Peking 20 Sep 2019 19:03 #57506

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Marvin schrieb: Da wird auf Biegen und Brechen der letzte Tropfen Öl aus der Erde geholt und dann den produzierten Plastikmüll zu recyclen geht nicht?


Ca. lasche 15.6 % werden in BRD receycelt, zumindest von dem was im Abfalleimer landet.
Die Länder die den meisten P-Müll nach Asien transportieren (muss man sich mal vorstellen, dass das Zeugs um den 1/2 Globus transportiert wird..apropo Öl-Verbrauch... und übles Schiffsdiesel ist einer der schlimmsten Klimakiller) sind natürlich auch die Grösten Produzenten des Mülls pro Einwohner...
Platz 1 USA 2 Japan und 3. BRD... die ihren Müll nach Asien exportieren....

Dennoch lieber Marvin, es geht ja nicht drum auf die Ölvorräte zu achten, sondern darum das Klima zu besänftigen...
Auch receycling von altem Gift-Müll, zu neuem Gift-Müll macht es nicht besser,...
HG Z.

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Greta Thunberg in Peking 20 Sep 2019 19:11 #57507

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Ich sehe in den Müllimportländern oft die Armut und den Wirtschaftszweig Müllverwertung.
Über dem offenen Feuer Leiterplatten "entschmelzen".
Oder Plastik von der Kippe holen für ein paar Cent.
Scheinbar können davon viele leben.
Also fkt. doch auf primitive Weise.
Die verkaufen dann doch das Zeug und es wird Geld dafür bezahlt.

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Greta Thunberg in Peking 20 Sep 2019 20:12 #57509

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Yukterez schrieb: Das ist die Produktion, ich meine den Müll der im Meer landet. In Asien und Afrika wird anscheinend weniger recycled, dort wirft man einfach alles in den Fluss der dann hernach ins Meer fließt während man bei uns zumindest die Möglichkeit seinen Müll ins Altplastik zu werfen.

Unterscheidend,


Hmm mein lieber Y. gesamte Weltbevölkerung 7.6 Mrd.
Asien und Afrika gesamt ca. 5.8 Mrd Köpfe ca. 75%
Rest ca. 1.8 Mrd Köpfe ca. 25%

Das 75% der Welt-Bevölkerung ca .90% des gesamten Plastik-Mülls (der ins Meer fliesst) erzeugen, ist nicht gerade überraschend überhängig... :huh:
Klingt aber gut im Ami TV.

Besonders dann wenn man nicht bedenkt, dass der Rest der Welt, große Teile seines Plastik-Mülls... nach Asien und Afrika schippert....

Auf Grund Global zusammenhängender Fakten analysierend...
Z.

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Greta Thunberg in Peking 20 Sep 2019 20:33 #57512

Wie dem auch sei, dieses Foto stammt auf jeden Fall aus China.

Weder in Europa noch in Amerika jemals was Vergleichbares gesehen habend,

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Greta Thunberg in Peking 20 Sep 2019 20:55 #57514

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Verehrter Y.

Wenn du mit deinen Augen gesehen hättest, was ich mit meinen Augen 2000 an der Küste in Süd-Spanien gesehen habe...
dann würdest du mit Vorliebe nur noch solcher Art verpackte Cola-Dosen kaufen, wenn das Gesehene sich dafür niemals wiederholte...

HG Z.

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Greta Thunberg in Peking 20 Sep 2019 21:03 #57515

Yukterez schrieb.
Weder in Europa noch in Amerika jemals was Vergleichbares gesehen habend,


für dich fündig geworden.
utopia.de/absurde-plastikverpackungen-17699/

man muss sich schon am Kopf kratzen, was manche Marketingabteilungen sich heutzutage noch alles erlauben können.
Geschwüre des Absurden und Unverantwortlichen.
Wahrscheinlich in Geschäften für die Superedlen dieser Welt.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 20 Sep 2019 21:16 #57516

Nachdem du im Supermarkt an der Kassa bezahlt hast und dir denkst, dass das heute wieder eine hohe Rechnung ist, bist du beruhigt, du hast ja eh viel um dein Geld bekommen, denn der Einkaufswagen ist bis oben voll gefüllt. Ja eh, ist er eh wirklich, vollgefüllt mit Plastik.

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Greta Thunberg in Peking 20 Sep 2019 21:24 #57519

Tatsächlich, da steht

Nachdem sich daraufhin viele Leute bei uns gemeldet haben, sind wir heute ein wenig schlauer: In China, aber auch in Japan und in New York soll es durchaus aus üblich sein, dass Getränkedosen in Kühlregalen nochmal extra in Plastik verpackt sind. Aus hygienischen Gründen – denn schließlich berührt man ja mit seinem Mund eine Dose, mit der wer weiß was vorher passiert sein könnte.

also gibt es so was doch auch in Amerika. Dann liegt es wohl doch an solchen Dingen wie der Food Lick Challenge, der andere Verdacht den ich gehabt hätte wäre der gewesen dass das vermutlich ein extra Behälter für Eiswürfel ist, was ich im heißen Spanien so ähnlich gehandhabt habe, wo nach einer halben Stunde im Auto alles fast gekocht hat was nicht mit extra Eis ins Kühlsackerl kam.

Immer wieder was dazulernend,

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Greta Thunberg in Peking 20 Sep 2019 22:47 #57522

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Ganz schlimme Zustände...

www.asianews.it/news-en/Two-thirds-of-pl...rom-China-44832.html

Alles ordentlich, normaler Zustand. Zumindest.. noch nichts gesehen habend.

www.merkur.de/wirtschaft/schlimmer-verda...eer-zr-12274133.html

...auch Ich wundere mich mehr und mehr, was da so läuft.
Spass beiseite.

Z.

Ps:

was ich im heißen Spanien so ähnlich gehandhabt habe, wo nach einer halben Stunde im Auto alles fast gekocht hat was nicht mit extra Eis ins Kühlsackerl kam.


Tip mobile mini solar kühlschränke.
Soll ich dir meine gebrauchten schicken? :silly:

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Greta Thunberg in Amerika 21 Sep 2019 04:35 #57525

Der gestrige Generalstreik in New York war anscheinend eine Katastrophe, wie man hört hatten die Forderungen überhaupt nichts mehr mit dem Klima zu tun; zumindest laut Tim Pool: Climate strike demands have nothing to do with climate und Tucker Carlson: Climate protests are not about the environment ging es nur noch um Politik.

Gleich befürchtet habend dass das so enden wird,

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Greta Thunberg in Amerika 21 Sep 2019 11:41 #57536

Es gibt hierzu auch im Focus einen Artikel: www.focus.de/politik/fridays-for-future-...-es_id_11165631.html .

Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind normale private Beiträge. Sie sollten genauso diskutiert und kritisiert werden wie alle anderen Beiträge auch.

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Greta Thunberg in Peking 21 Sep 2019 12:50 #57541

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Yukterez schrieb: Das ist die Produktion, ich meine den Müll der im Meer landet. In Asien und Afrika wird anscheinend weniger recycled, dort wirft man einfach alles in den Fluss der dann hernach ins Meer fließt während man bei uns zumindest die Möglichkeit seinen Müll ins Altplastik zu werfen.

Unterscheidend,


Hallo Yukterez,

ich schätze Deine Beiträge, aber mit dem Unterscheiden scheinst Du es selbst zumindest in diesem Beitrag nicht sehr genau zu nehmen. Ich zitiere: "Dort wirft man einfach alles in den Fluss". Wenn es Dir mit dem Unterscheiden ernst ist, dann schau Dir gelegentlich mal die Vorgaben Namibias bezüglich der Mitnahme von Plastiktüten in Nationalparks und der dafür angesetzten Strafen an. Wohlgemerkt, bereits für die Mitnahme, und nicht nur für die illegale Entsorgung in der Natur.

Nachdenkend,
CB

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Greta Thunberg in Amerika 21 Sep 2019 13:08 #57542

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ClausS schrieb: Es gibt hierzu auch im Focus einen Artikel: www.focus.de/politik/fridays-for-future-...-es_id_11165631.html .


Wer, so wie ich gestern in Darmstadt, sich am Demonstrationszug beteiligt (bequemere Alternativen zurückstellend), ist glücklicherweise nicht auf die Meinung der Presse angewiesen, sondern hat sich selbst einen authentischen Eindruck verschafft.

Ich stehe im siebten Lebensjahrzehnt und könnte mir das Thema am Allerwertesten vorbeigehen lassen, meine Restlaufzeit werde ich noch irgendwie trockenen Fußes und mit Trinkwasser versorgt hinbekommen.

Ja, unter den geschätzten 10.000 Teilnehmern waren neben Schülern und Eltern auch Vertreter politischer Vereinigungen wie Ver.di, Die Linke, lokale Gruppen oder auch die Interventionistische Linke. Sie haben Flagge gezeigt. Ja und ? Jungliberale, Jungdemokraten, Jungsozialisten oder Jungblaue konnte ich nicht ausmachen. Zu feige ? Desinteressiert ? Weiß nicht.

Alles friedlich verlaufen. An temporär besetzten Knotenpunkten wurden Gassen gebildet, um die Fahrzeuge des ÖPNV passieren zu lassen. Demo mit Köpfchen.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 21 Sep 2019 13:16 #57543

Cim Borazzo schrieb:
Wenn es Dir mit dem Unterscheiden ernst ist, dann schau Dir gelegentlich mal die Vorgaben Namibias bezüglich der Mitnahme von Plastiktüten in Nationalparks und der dafür angesetzten Strafen an. Wohlgemerkt, bereits für die Mitnahme, und nicht nur für die illegale Entsorgung in der Natur.

Genau so ist das. Was die großen im großen Stil machen, wird den kleinen verboten. In Deutschland ist es verboten, eine Plastikflasche in einem Park zu entsorgen. Deutschland entsorgt jedoch ganze Schiffsladungen von Plastikflaschen nach Asien. So wie in der Kirche. "Du sollst nicht stehlen" gilt nur für die kleinen. Keine Organisation der Welt hat in der Geschichte der Menschheit soviel gestohlen wie die Kirche selbst, aber die kleinen kommen dafür in die Hölle :evil:

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 21 Sep 2019 23:06 #57562

z. schrieb:

Wahrscheinlich hast du nur irgendwelche Zeitungsartikel... weit... gelesen, die massenweise und Grossindustrie gerecht verbreiten, Plastik-Tüten wären gar nicht so schlecht... von wegen CO2 Vergleich. Kein Wunder... denn wenn man mal versucht zu googeln, Jute vs. Plastik-Tüte, kommen erstmal nur Seitenweise Grossindustrie gerechte "Zeitungs-Analysen"... die suggerieren Plastik wäre eine Alternative.

Es gibt darüber sogar sehr detaillierte wissenschaftlich fundierte Studien, die meine Aussagen belegen. Da aber erfahrungsgemäß sowieso das hier kaum jemand liest, wenn es ins Eingemachte geht (z.B. die von mir erwähnte Dissertation von Dr. Bachmann über Kohle und die Schwierigkeit sie zu substituieren), hier "nur" ein kurzer Überblick dazu im Spiegel, der nun gewiss nicht im Verdacht steht, es mit den Grünen so böse zu meinen
Plastiktüten sind nicht das Problem
www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/plast...wirkt-a-1281524.html
Der Teufel steckt halt im Detail. Und wer nimmt schon x-Male eine Baumwolletüte, wenn es einfach auch um hygienische Aspekte geht? Das sind doch Träumereien, wo die Masse nicht mitmacht.
Cim Barazzo schrieb:

Bachmanns Arbeit basiert auf der Bildung eines Rohstoffkartells. Na, dann bin ich gespannt, wie und wann sich z.B. China, Südkorea und Polen in Sachen Steinkohle zusammenraufen.

Hättest du sowie auch Martin-O euch die Mühe gemacht die Dissertation von Dr. Bachmann zu lesen, würdet ihr solche Fragen nicht stellen.
Es braucht doch nicht mal ein wirkliches Kartell mit Absprachen. Auch hier ist in gewisser Weise die ominöse unsichtbare Hand von Adam Smith am Werk. Es wird bei fallender globaler Nachfrage nach Kohle doch weiter global gesehen genügend Anbieter geben (noch mal: denkt in globalen Dimensionen und den damit verbundenen Realitäten). Fallende Nachfrage generiert fallende Preise bei global genügend Angebot. Damit die Margen weiter positiv bleiben, wird es wohl auch Kostensenkungsprojekte geben (die McKinsey Leute sagen gerne: 10% geht immer und es ist meistens auch so): Die fallenden Preise stabilisieren die Nachfrage aber wieder, ja lassen sie temporär sogar wieder steigen. Jedenfalls werden noch jahrzehntelang die fossilen Energieträger dadurch Preisvorteile gegenüber den regenerativen haben und der Substitutionsprozess wird sich global lange und zäh hinziehen, wozu aber aus ökologischer Sicht keine Zeit ist. Und das vor allem eben auch in Indien, China, Brasilien und sicher auch in USA und Russland, denn dort wird der "Krieg" entschieden bzw. wohl eher verloren.
Cim Barazzo schrieb:

Viel wichtiger aber: weshalb bist Du in Deinem Aufsatz mit keinem Wort auf das Kyoto-Protokoll und die Lenkungswirkung des Zertifikatehandels eingegangen ?

Weil nach keiner globalen Klimakonferenz bisher der Anstieg aufgehalten werden konnte, allenfalls marginal gedämpft. Weiß im Grunde jeder, aber bitte:
de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffdioxid_...a_Carbon_Dioxide.svg

Jetzt schimpfen die Umweltjünger zwar über die dt. Beschlüsse von gestern zum Klima, aber sowohl Ökonomie und Ökologie abwägend und mit dem Ziel zwischen diesen Zielkonflikten gesellschaftsfähige Kompromisse herzustellen, ist eben einfach auch nicht mehr drin.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 21 Sep 2019 23:45 #57564

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Ganymed19 schrieb:
Cim Barazzo schrieb:

Bachmanns Arbeit basiert auf der Bildung eines Rohstoffkartells. Na, dann bin ich gespannt, wie und wann sich z.B. China, Südkorea und Polen in Sachen Steinkohle zusammenraufen.

Hättest du sowie auch Martin-O euch die Mühe gemacht die Dissertation von Dr. Bachmann zu lesen, würdet ihr solche Fragen nicht stellen.
Es braucht doch nicht mal ein wirkliches Kartell mit Absprachen.


"Mit Blick auf die Struktur des derzeit weltweit größten Marktes für Primärenergien –dem Erdölmarkt–wird in dieser Arbeit ebenfalls von der Annahme vollständiger Angebotskonkurrenz abgewichen und stattdessen vorausgesetzt, dass die Rohstoffproduzenten ein Kartell bilden. "
schreibt Bachmann auf Seite 6 seiner Dissertation.

Aber sei's drum. Deine Argumentation ist ja: wenn wir die Kohle nicht verfeuern, dann kaufen andere die Kohle und verfeuern sie.

Ein perfekter Morgen startet mit einem Mord.
Oder Kaffee, Kaffee geht auch.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 22 Sep 2019 09:53 #57579

Cim Barazzo schrieb:

"Mit Blick auf die Struktur des derzeit weltweit größten Marktes für Primärenergien –dem Erdölmarkt–wird in dieser Arbeit ebenfalls von der Annahme vollständiger Angebotskonkurrenz abgewichen und stattdessen vorausgesetzt, dass die Rohstoffproduzenten ein Kartell bilden. "
schreibt Bachmann auf Seite 6 seiner Dissertation.

Ok, dann war ich an der Stelle ungenau und habe dir Unrecht getan, entschuldige bitte. Mir geht es eben darum, dass die Wirkungen die gleichen sind. Ob nun offene oder geheime Kartellabsprachen oder eben die freien Kräfte des Marktes, bei denen die imaginäre Hand Adam Smiths immer ihre Finger im Spiel hat. Diese Kräfte sind im herrschenden globalen Wirtschaftssystem nun mal um das Vielfache mächtiger sind als die Regulatorien oder gar Verbote einzelner Staaten, deren Einfluss auf die eigene Nation begrenzt bleibt.

PS: Ich war gestern auf einer Familienfeier. An unserem Tisch war das Hauptthema, wo man schon überall in der Welt war und wo es noch überall hingehen solle. Kreuzfahrten wurden sehr empfohlen, weil Erholung pur und man sieht auch was. Eine entfernte Verwandte brachte es mit dem Spruch auf den Punkt: "Reise vor dem Sterben, sonst lachen nur deine Erben."
Ich sagte dazu wenig, sondern schmunzelte in mich hinein. Als Skeptikerin in Bezug auf die eigene Spezies, von denen manche sogar dem Wahn verfallen sind, das Ebenbild Gottes zu sein, dachte ich mir nur: So sind wir eben, wir bald 10-11 Milliarden Trockennasenaffen, die sich in der 1. Klasse des Planeten eingerichtet haben und fröhlich weiter feiern. Wie lange halt noch?

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