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THEMA: Greta Thunberg in Davos und Klimawandel

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 07 Okt 2019 19:37 #58525

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Hi Cim,

... das ist so herrlich süffisant ... :evil:

... ich glaube noch im Ohr zu haben wie sie (vor etwa 10 Jahren?) sagte:

Man dürfe der Industrie nicht vorschreiben kleinere Autos zu bauen ...

Naja, dies Ziel hat sie ja mit den E-Suffs gut erreicht - die drei-Tonnen-Marke an vernutzter Welt pro verfettetem Hintern wird anvisiert ... o.s.ä.


mvg Philzer

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 09 Okt 2019 19:07 #58703

Marvin schrieb:

Ich habe die Befürchtung dass die Umweltbewegung wiedér abflauen könnte.

Und ich habe die Hoffnung, dass die Hysterie und der ganze Zirkus um das Thema wieder abflauen, damit besonnen damit umgegangen wird und ökonomische und ökologische Interessen ausbalanciert werden. Den Königsweg wird es nicht geben, Federn werden zu lassen sein.
PS: Eine Bekannte, die in einer dt. Großstadt wohnt, schilderte, wie der Platz aussah, wo die ganzen "umweltbewussten" F4F Kids und Sympathisanten ihre Demo abhielten. Das soll kein Pauschalurteil über alle Demo-Teilnehmer sein, aber so manche haben schon schrille Attitüden. Da hatten die Leute von der Stadt echt was zu tun.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 09 Okt 2019 20:20 #58709

Auf den Bahamas werden nach dem Hurrikan immer noch 1500 Menschen vermisst.
Die Nordinseln sind völlig zerstört, schon vergessen?
Japan wird jetzt am Wochenende von einem Wirbelsturm bedroht, der jetzt noch im Westpazifik tobt.
Gestern mit Windgeschwindigkeiten von 306 km/h.
Die Ökonomie wird die Auseinandersetzung mit einem sich ändernden Klima verlieren.
Mit der Atmosphäre werden wir nicht diskutieren können.
Eigentlich klar, oder?

Thomas
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 09 Okt 2019 21:13 #58720

Thomas schrieb:Mit der Atmosphäre werden wir nicht diskutieren können.
Eigentlich klar, oder?


Ja, gibt keine Hoffnung mehr, wir werden untergehen wie die Titanic. Nix kann uns mehr helfen, alles zu spät.
Wir sind am Ende, nix bringt mehr was. Alles war umsonst, wir können einpacken. Wir sind schuld und bekommen
jetzt unsere Quittung.
Das war es für uns, der Natur und der Erde...
Nix kann uns mehr retten. Auch unser Großhirn nicht was uns befähigt hat Lösungen zu finden in all den vielen
Jahrtausenden. Wir und alle anderen Arten von Lebewesen gehen unter. Armageddon (Harmagedon) steht vor der
Haustür.

Also nach Apostel Paulus: So lasset uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot.
:woohoo:

(ironisch gemeint)

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 09 Okt 2019 21:31 #58726

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Rufet nicht Satan, er ist schnell da!
Oder der Vogonenkommandant: Schluss mit der Erde!
Nein, selbstverständlich finden wir den Weg denn wir sind intelligent.
Und Satan oder den Vogonen gibt es nicht.
Vorwärts zu neuen Ufern!

Ich habe ein Gehirn von der Größe eines Planeten, aber ich muss Türen öffnen!
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 09 Okt 2019 21:38 #58728

Danki Marvin :)
Wir dürfen nicht aufgeben, schon gar nicht unsere Kinder !
Liebe Grüße
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 09 Okt 2019 21:53 #58734

Thomas schrieb:

Die Ökonomie wird die Auseinandersetzung mit einem sich ändernden Klima verlieren.
Mit der Atmosphäre werden wir nicht diskutieren können.
Eigentlich klar, oder?

Ökonomie und Gesellschaft werden sich an verändernde Bedingungen anpassen (müssen), unabhängig wie hoch der anthropogene Anteil ist.
Am allerwenigsten hilft aber euer Jammern und diese ganze Larmoyanz, die hier viele an den Tag legen. Wieso sich erwachsene Menschen von dieser schwedischen Hysterikerin so anstecken lassen, ist mir ein Rätsel. Und das, was sie euch sagt, wisst ihr doch schon seit ca. 50 Jahren (Club of Rome). Jahrzehntelang habt ihr mitgespielt (gehe davon aus, dass die meisten hier 50+ sind) und doch auch selber Karriere gemacht und das Bankkonto eher wachsen als schrumpfen lassen. Jetzt bricht die große Hysterie aus, weil eine junge Schwedin mit dem Schuleschwänzen ernst gemacht hat. Schon seltsame Attitüden, findest du nicht?
Natürlich wird diese kommende Adaption durch Klimaerwärmung und disruptive technologische Veränderungen (Digitalisierung, KI, Cyborgisierung etc) nicht ohne Verwerfungen und schmerzliche Einschnitte abgehen. Aber wichtig ist doch, dass moderate vernünftige Mittelwege beschritten werden, denn es wird weder den Köngisweg für die Ökonomie noch für die ökologischen Belange geben, so wie die 8 und bald 10 Milliarden Artgenossen von uns ticken. Wir sind Trockennasenaffen und müssen die Ansprüche an uns bescheiden im Hinblick auf unser evolutions-biologisches Erbe. Da heißt es, der Wirklichkeit der eigenen kollektiven Unfähigkeit ins Auge schauen.
Es ist schon richtig und dennoch platt und einseitig, zu sagen, man könne mit der Atmosphäre nicht diskutieren. Hast du schon mal versucht, mit Massen von Arbeitslosen zu diskutieren, die Zukunftsängste haben oder mit Leuten, die hungern, und ihnen zu erklären, wie nützlich ihre künftige wirtschaftliche Perspektivlosigkeit bzw. ihr Hunger für das Weltklima wären? Da kippen Gesellschaften ganz schnell um und die Zeiten der Demokratie finden sich dann nur noch in Geschichtsbüchern.
Und außerdem, was ist in diesem Langläufertrhead jetzt schon passiert, außer das Sammeln skurriler und weltfremder Ideen, wie Autobahnen zu Gleisen, Seilbahnen über Städte, CO2 aus der Luft absaugen (Wirkungsgrad? lächerlich) etc. und das Hochstilisieren dieser weinerlichen Thunberg zur Jeanne d’Arc des 21. Jhd? Ich sage es dir: Nichts!
Ich wette, über 90 %, die hier im Thread schreiben, leben und konsumieren im Großen und Ganzen so wie vor 10-20 Jahren.
Und ich bin so frech und frage, natürlich längst keine Antwort mehr erwartend, zum dritten Male, wieviel PS denn das Auto z.B. von dir oder Harald Lesch hat, der ja auch im Chor der Weltuntergangspropheten eifrig mit singt.
Nix für ungut, das musste jetzt mal raus.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 09 Okt 2019 22:07 #58736

Der Vergleich mit der Titanic ist gar nicht so schlecht.
Man wollte einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufstellen und fuhr deshalb sehr schnell. Diese hohe Geschwindigkeit führte am Ende dazu, dass der Riss am Unterwasserschiff sehr lang ausfiel.
Wären sie langsamer gefahren, wäre er kürzer gewesen.
Durch die Länge wurden dann später soviele Räume geflutet, dass die eingebauten Schotten auch nichts mehr halfen.
Es war sozusagen der „Kipppunkt“ überschritten.

Überträgt man dieses Beispiel auf unsere rasante Klimafahrt, dann kann man sich ausrechnen, was passiert, wenn Kipppunkte erreicht und überschritten werden.
Also wenn der Golfstrom kippt oder wegen der Übersäuerung der Ozeane die Korallen kaputt gehen und das Plankton vor die Hunde geht. Oder wenn die Permafrostböden ihr Methan freisetzen.....

Dann nützen alle Schotten (=Klimakonferenzen) auch nichts mehr.

Noch ein kleines Sprichwort gefällig?: Nichtwissen schützt vor Strafe nicht.
Und: Nix wissen, macht auch nix!
Doch, in diesem Falle schon, zumindest aus menschlicher Sicht.

Aus der Sicht der Erde stimmt der letzte Satz auch.

Thomas

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 09 Okt 2019 23:04 #58737

Ganymed19,

ich versteh dich ja, du bringst nur etwas durcheinander. Du meinst, die Natur hätte ein Einsehen mit uns und wird am Ende Bedingungen schaffen, in denen wir auch wieder einen Platz finden werden.
Stimmt wahrscheinlich sogar.
Aber die Lebensbedingungen werden sich in den nächsten Jahrhunderten dramatisch verändern.
Das können wir in Euro gar nicht beziffern.
Dass in diesem Thread nichts passiert sei, glaube ich nicht.
Bei über 40.000 Aufrufen haben sicher die einen oder anderen das Nachdenken begonnen.

Zu meinem eigenen Umweltverhalten befragt, kann ich dich beruhigen. Ich bewohne ein Zero-Emission Haus, das sich zu 97% von der Sonne füttern lässt. Auf meinem Flachdach gibt es eine Luftwärmepumpe, eine Photovoltaikanlage und Kollektoren, die mir das warme Wasser liefern. Maximale Wassertemperatur 60 Grad. Das reicht auch!
Zu meiner Mobilität: ich fahre einen SUV, 7 Jahre alt, meine einzige Sünde. Dann hab ich ein Motorrad, mit dem ich etwa 100 Liter Super im Jahr verfahre und dann ein selbst konstruiertes E-Bike. Das ist mein Lieblingsgefährt. 6-7000 km im Jahr! So benutze ich das Auto nur, wenn es gar nicht anders geht.
Dem Fliegen hab ich abgeschworen. Ich muss auch nicht mehr, Gott sei dank.
Ab und zu, einmal im Jahr, geh ich segeln und lass mich vom Wind treiben,
Ich bewirtschafte einen kleinen Schrebergarten, der mir viel Freude macht, denn er liefert viel frisches Gemüse und allerlei Getier tummelt sich darin.

Desweiteren beherberge ich gerade 150 E-Roller in einer Halle, die unsere Gazetten mit immer neuen Aufregern füllen und noch keinen Vergleich mit den Fahrrädern gefunden haben.
Nur das Neue wird diskutiert, das Alte nicht.
Ich trage also dazu bei, dass es eine neue möglichst saubere Fortbewegungsmöglichkeit in unserer Stadt gibt.
Soll ich noch mehr aufzählen? Einiges gäbe es noch....

Thomas
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 10 Okt 2019 06:29 #58746

Ich denke, wir müssen in beide Richtungen aufpassen. Wir haben wir in Deutschland gar nicht die Möglichkeit, einen global merklichen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Wenn unsere 2% Emissionen über Nacht verschwinden würden, rettet das unseren Planeten nicht.

Unsere einzige Chance ist, der Welt zu zeigen, dass Wohlstand, Lebensqualität und Wettbewerbsfähigkeit trotz Klimaschutzmaßnahmen weiterhin möglich sind, so dass wir möglichst viele Nachahmer auf der Welt finden. Dies geht nur, in dem wir unsere Wirtschaft eben nicht abwürgen. Daher macht mir die in den Medien und in der Öffentlichkeit derzeit auftretende Klimastimmung ebenso viel Angst wie der Klimawandel an sich. Wir dürfen eben nicht in Panik verfallen, auch wenn Greta uns das suggerieren will. Nicht jede auftretende Naturkatastrophe ist eine Folge des Klimawandels, einige sind es, andere aber nicht. Hurricane der Stufe 5 gab es auch schon vor 50 Jahren, in wiefern auch ohne Klimawandel ein Hurrican der Stufe 5 über die Bahamas gezogen wäre wissen wir nicht.

Die Gelbwestenbewegung in Frankreich hat gezeigt, wie schnell Gesellschaften kippen können, wenn sie einen sozialen Abstieg befürchten (Ursache war eine Klimaschutzmaßnahme, die Verteuerung von Benzin). Beispiele in der westlichen Welt gibt es genug, dass insbesondere Regionen, die abgehängt sind oder sich abgehängt fühlen, verstärkt extremistisch wählen. Unsere westlichen Gesellschaften sind offenbar instabiler als wir alle denken und auch hier gibt es irreversible Kipppunkte.

Die Aufgabe unserer Politik ist daher der Ritt auf einer Rasierklinge. Im Gegensatz zu manch anderen Zeiten beneide ich die Politiker derzeit nicht um ihre Aufgaben.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 10 Okt 2019 10:18 #58755

„Noch sind wir zwar keine gefährdete Art, aber es ist nicht so, daß wir nicht oft genug versucht hätten, eine zu werden.“ — Douglas Adams

Referenz: beruhmte-zitate.de/autoren/douglas-adams/
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 10 Okt 2019 10:35 #58759

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Von Douglas Adams, der nicht nur köstliche galaktische Abenteuergeschichten erzählt hat, gibt es das gemeinsam mit Mark Carwardine geschriebene Buch "Die Letzten ihrer Art". Ein Reisebericht, kann ich Douglas-Fans wärmstens empfehlen.

Ein perfekter Morgen startet mit einem Mord.
Oder Kaffee, Kaffee geht auch.
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Ein perfekter Morgen startet mit einem Mord.
Oder Kaffee, Kaffee geht auch.

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 10 Okt 2019 21:01 #58809

Ganymed19 schrieb: Ökonomie und Gesellschaft werden sich an verändernde Bedingungen anpassen (müssen), unabhängig wie hoch der anthropogene Anteil ist.
Am allerwenigsten hilft aber euer Jammern und diese ganze Larmoyanz, die hier viele an den Tag legen. Wieso sich erwachsene Menschen von dieser schwedischen Hysterikerin so anstecken lassen, ist mir ein Rätsel. Und das, was sie euch sagt, wisst ihr doch schon seit ca. 50 Jahren (Club of Rome). Jahrzehntelang habt ihr mitgespielt (gehe davon aus, dass die meisten hier 50+ sind) und doch auch selber Karriere gemacht und das Bankkonto eher wachsen als schrumpfen lassen. Jetzt bricht die große Hysterie aus, weil eine junge Schwedin mit dem Schuleschwänzen ernst gemacht hat. Schon seltsame Attitüden, findest du nicht?
Natürlich wird diese kommende Adaption durch Klimaerwärmung und disruptive technologische Veränderungen (Digitalisierung, KI, Cyborgisierung etc) nicht ohne Verwerfungen und schmerzliche Einschnitte abgehen. Aber wichtig ist doch, dass moderate vernünftige Mittelwege beschritten werden, denn es wird weder den Köngisweg für die Ökonomie noch für die ökologischen Belange geben, so wie die 8 und bald 10 Milliarden Artgenossen von uns ticken. Wir sind Trockennasenaffen und müssen die Ansprüche an uns bescheiden im Hinblick auf unser evolutions-biologisches Erbe. Da heißt es, der Wirklichkeit der eigenen kollektiven Unfähigkeit ins Auge schauen.

Ich für meinen Teil bin beschämt, dass unsere Generation in vollem Wissen um die Folgen unseres Handelns nicht korrigierend eingegriffen hat.

Daher finde ich die opportunistischen Scheinargumente unangebracht, mit denen der eigene Wohlstandsbauch gerettet werden soll, indem einem jungen Mädchen übles unterstellt wird, obgleich sie endlich das tut, was, wie du ausführst, bereits seit 50 Jahren hätte getan werden müssen.

Die Mär der verlorenen Arbeitsplätze wird immer wieder gebetsmühlenartig vorgetragen, obgleich mittlerweile jeder durch einfache Recherche herausbekommen kann, dass mit den erneuerbaren Energien mehr Arbeitsplätze entstehen, als durch die Ablösung fossiler Energien verloren gehen.

Anbetracht des immensen Artensterbens und der Verlagerung der Klimazonen, die beide nicht in für die Menschheit absehbarer Zeit umkehrbar sind, sind Begriffe wie „moderate vernünftige Mittelwege“ nur Platzhalter für Bestrebungen, den Eigennutz über die Belange anderer zu stellen, geschweige denn die Mitverantwortung für kommende Generationen – und seien es auch die eigenen Kinder und Enkel – oder für andere Arten auf diesem Planeten zu übernehmen.

ClausS schrieb: Ich denke, wir müssen in beide Richtungen aufpassen. Wir haben wir in Deutschland gar nicht die Möglichkeit, einen global merklichen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Wenn unsere 2% Emissionen über Nacht verschwinden würden, rettet das unseren Planeten nicht.

Claus, Du bringst dieses Argument immer wieder vor, dass unser Anteil den Planeten nicht rettet. Dies kann doch aber nicht bedeuten, dass wir ernsthaft erwarten, dass andere Völker, die eine geringere Belastung je Person verursachen dies regeln sollen und wir halten uns da raus, obgleich unser Pro-Kopf-Anteil zu den höchsten gehört.

ClausS schrieb: Nicht jede auftretende Naturkatastrophe ist eine Folge des Klimawandels, einige sind es, andere aber nicht. Hurricane der Stufe 5 gab es auch schon vor 50 Jahren, in wiefern auch ohne Klimawandel ein Hurrican der Stufe 5 über die Bahamas gezogen wäre wissen wir nicht.

Als Physiker weißt Du natürlich auch, dass für ein einzelnes Ereignis die Ursache nicht bestimmbar ist, jedoch die Häufigkeit mittlerweile einheitlich von den Wissenschaftlern dem Klimawandel zugeschrieben wird.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 10 Okt 2019 21:36 #58813

Jürgen schrieb:

Ich für meinen Teil bin beschämt, dass unsere Generation in vollem Wissen um die Folgen unseres Handelns nicht korrigierend eingegriffen hat.

Daher finde ich die opportunistischen Scheinargumente unangebracht, mit denen der eigene Wohlstandsbauch gerettet werden soll, indem einem jungen Mädchen übles unterstellt wird, obgleich sie endlich das tut, was, wie du ausführst, bereits seit 50 Jahren hätte getan werden müssen.

Die Mär der verlorenen Arbeitsplätze wird immer wieder gebetsmühlenartig vorgetragen, obgleich mittlerweile jeder durch einfache Recherche herausbekommen kann, dass mit den erneuerbaren Energien mehr Arbeitsplätze entstehen, als durch die Ablösung fossiler Energien verloren gehen.

Anbetracht des immensen Artensterbens und der Verlagerung der Klimazonen, die beide nicht in für die Menschheit absehbarer Zeit umkehrbar sind, sind Begriffe wie „moderate vernünftige Mittelwege“ nur Platzhalter für Bestrebungen, den Eigennutz über die Belange anderer zu stellen, geschweige denn die Mitverantwortung für kommende Generationen – und seien es auch die eigenen Kinder und Enkel – oder für andere Arten auf diesem Planeten zu übernehmen.

Alles schöne Worte und sonst nichts. Du müsstest mal politische Verantwortung in hoher Funktion übernehmen, dann würdest sehr schnell merken, wie grau da jede Theorie wird.

Da es hier der Greta Thread ist eine kleine lustige Anekdote: Ein Bekannter eines Kollegen hat sich nun einen tollen Carrera GT gekauft. Schweineteuer, aber er kann es sich leisten, hat entsprechend dafür beruflich was getan. Finde ich auch ehrlich gesagt dann ok.
Nun wird er schon von den Spezlen gehänselt und aufgezogen, ob das GT nun denn für Greta Thunberg Edition steht. :cheer: Er hält es aus und recht hat er.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 10 Okt 2019 21:59 #58814

Jürgen,

deinen Argumenten möchte ich beipflichten.

Und Claus,

Wir Deutschen mit 80 Mio. Einwohnern liefern 2%, die Afrikaner mit 1,4 Mrd. Einwohnern liefern 4,8%.

Auf die Köpfe bezogen, verursacht jeder Deutsche 17,5 mal mehr CO2 Belastung als jeder Afrikaner.

Und allgemein:

Hab mir gestern mal die aktuellen Flugzeugbewegungen und Schiffsbewegungen weltweit zum Zeitpunkt, es dürfte so gegen 11Uhr gewesen sein, angeschaut. Die DLR stellt solche Positionsdaten ins Netz.

Unglaublich, was da unterwegs war.

1000ende Flugzeuge und noch mehr Schiffe, eingeteilt in Tanker, Frachter, Personenschiffe und Fischer.
Und das alles nur zu einem Zeitpunkt. Das geht ja ständig so, ohne Pause!
Würde es so etwas auch für Autos und LKW geben, wären zwar die Meere halbwegs sauber, aber die Kontinente wären voll von Bewegungen dieser Fahrzeuge.

Und alle verbrennen sie fossile Energieträger!

Und das ist nur der Mobilitätssektor!

Wenn man das sieht und 1+1 zusammen zählen kann, dann versteht man auch, warum die Klimabesorgnis derzeit einen solchen Rang in der Prioritätenliste erreicht.

Thomas

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 10 Okt 2019 22:23 #58817

Ganymed19,

frag doch mal deinen Porschefahrer, ob er auch einen Laden kennt, der im Angebot Wissen, Verstand, Nachdenken und Vernunft im Angebot hat und rabattiert für 100.000,- Euro fürs Paket.

Da schickste ihm dann mal hin.

Thomas

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 10 Okt 2019 22:36 #58818

ClausS schrieb:Ich denke, wir müssen in beide Richtungen aufpassen. Wir haben wir in Deutschland gar nicht die Möglichkeit, einen global merklichen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Wenn unsere 2% Emissionen über Nacht verschwinden würden, rettet das unseren Planeten nicht.

Unsere einzige Chance ist, der Welt zu zeigen, dass Wohlstand, Lebensqualität und Wettbewerbsfähigkeit trotz Klimaschutzmaßnahmen weiterhin möglich sind, so dass wir möglichst viele Nachahmer auf der Welt finden. Dies geht nur, in dem wir unsere Wirtschaft eben nicht abwürgen. Daher macht mir die in den Medien und in der Öffentlichkeit derzeit auftretende Klimastimmung ebenso viel Angst wie der Klimawandel an sich. Wir dürfen eben nicht in Panik verfallen, auch wenn Greta uns das suggerieren will.

Ich sehe das so ähnlich. Panik, Angst, gegenseitige Vorwürfe oder Weltuntergangsstimmung nützen uns garnix ( auch wenn ich mir der
Bedrohung die auf uns zu kommt durchaus bewusst bin).Tatsache ist aber auch: Deutschland ist ein kleines Land. Klar müssen wir auch alle
Energie sparen und versuchen alles zu tun was in unsere Macht steht den CO2 Ausstoß bei uns zu minimieren, evtl. so was wie ein Vorbild
für andere sein, und ändern müssen wir auch vieles, usw...

Tatsache ist aber:
Wir können unseren CO2 Ausstoß von jetzt auf gleich nicht auf 0 fahren und selbst wenn wir das machen würden,
so würde das am globalen Weltklima nix ändern. Wir haben leider keinen Einfluss darauf dass weltweit täglich neue Kohlekraftwerke gebaut
werden, dass Indien laut Prognose in den nächsten 20 Jahren seinen Energiebedarf verdoppeln wird und wir haben auch wenig
Einfluss darauf dass sich die Weltbevölkerung alle 12 Jahre um 1 Milliarde Menschen erhöht. Da können wir uns auf den Kopf stelle,
das wird die anderen Länder nicht interessieren.

Wir tragen nun mal halt nur mit ca 2% zum CO2 Ausstoß weltweit bei und es nutzt der Menschheit überhaupt nix wenn wir jetzt
vor lauter Panik unsere Wirtschaft gegen die Wand fahren. Wir sind zwar nur ein kleines Land aber was wir haben sind gut
ausgebildete Wissenschaftler, Ingenieure, einen hohen Bildungsgrad, usw.. Das was wir jetzt am meisten brauchen sind junge und
gut ausgebildete Menschen die mit Erfindungsgeist, Innovationskraft und Know how neue Technologien sehr schnell entwickeln
und das muss gefördert werden ( zum Teil sind sie in Ansätzen ja auch bereits schon da). Das ist was ganz wichtiges was wir tun
können.

Wenn wir schon nicht verhindern können dass neue Kohlekraftwerke gebaut werden so
könnten wir aber dazu beitragen dass diese durch neue Techniken umweltfreundlicher werden ( nur mal als Bsp.). Was
bleibt uns denn sonst? Wir können Ländern wie China, Indien, Russland, usw... nicht vorschreiben wie sie ihre
Energiepolitik gestalten.

Was Greta angeht:
Weder "verherrliche" ich sie, noch bringe ich dem Mädel irgendwelche Hassgefühle entgegen ( wie so manche in den Medien), das
wäre ja lächerlich.
Als eine Art von Botschafterin, die es geschafft hat Druck auf die Klimapolitik auszuüben und dabei wachzurütteln finde ich,
das hat sie gut gemacht und sollte das auch weiterhin tun. Ich habe allerdings den Eindruck dass sich die Bewegung immer mehr
radikalisiert und zunehmend anklagt. Das führt aber nur dazu dass sich immer mehr Gegenbewegungen bilden und die Gesellschaft
weiter gespalten wird und das kann ja nicht das Ziel sein. Man sollte auch nicht mehr aus ihr machen als sie ist. Ich habe doch
gestern tatsächlich einen Bericht von einem Theologen gelesen der Greta mit den Propheten des alten Testaments verglichen hat.
Sowas finde ich nur noch krank.

Sie hat den Klimaschutz nicht erfunden. Sie stammt aus einem wohlhabenden, einflussreichen Elternhaus (beide sind prominent
in Schweden). Sie setzte sich mit einem Pappschild vor den schwedischen Reichstag und wurde "zufällig"? von einem
einflussreichen PR Unternehmen entdeckt was sie direkt mediengerecht / professionell ( sofort in englischer Sprache) über
Fotos, You Tube, Facebook und Co publizierte und in Szene setzte. Das "Glück" hatten andere Klimaaktivisten vorher nicht.
In früheren Jahren gab es noch kein Internet usw., auch war der Klimawandel wettermäßig noch nicht wirklich spürbar für
die Menschen und da hatten es andere die sich für die Umwelt einsetzten viel schwerer in der Öffentlichkeit ernst genommen zu werden.
Da muss man ja auch mal dran denken wenn man sagt: Keiner vor ihr hatte es je geschafft die Thematik so weit in die
Öffentlichkeit zu bringen.
Naja, wollte heute eigentlich nix mehr schreiben, zu müde, noch nicht lange von der Arbeit zuhause.
LG
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 11 Okt 2019 00:16 #58826

Schaut doch mal auf den Taifun, der am Samstag Japan treffen wird.

Kommt morgen wahrscheinlich noch nicht in den Nachrichten. Aber am Samstag bestimmt.

Extrem bedauerlich für dieses Land.

Wieder eine Rechnung.

Thomas

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 11 Okt 2019 00:31 #58828

Heute ist der Tag, an dem Greta Thunberg nicht den Nobelpreis erhält, was sehr gut ist, weil es da noch viele nicht so bekannte Gesichter gibt, die ihn verdient haben. Außerdem ginge es logisch nicht, wenn sie ihn bekäme, müsste das Nobelpreiskomitee (wenn es bei seiner Entscheidung konsequent ist) bei den f4f -Demos sein und dann könnten sie nicht den Preis vergeben.
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Das Internet und der Mobilfunk ist ein riesiger Energiefresser. Immer mobil erreichbar sein ist ein abgedrehter Luxus, den letztlich kein Mensch braucht. Auch ist nicht einzusehen, dass sämtliche Dateien dieses Forums und sämtliche Videos ständig zur Verfügung stehen. Es reicht doch ein kleiner Teil, der andere könnte einen Tag im Monat erreichbar sein, da könnte jeden Tag eine andere Festplatte angeschlossen werden.
Wenn das weltweit gemacht würde, könnte man viel CO2 -Emissionen einsparen. Ebenso mit stark eingeschränktem Mobilfunk.
Das sind noch mal so spontan spintisierte Vorschläge, wahrscheinlich kann man das noch effizienter und intelligenter machen.
Mag sein, dass wir Digitalisierung brauchen. Aber wir brauchen auch De-digitalisierung, sonst ist der Planet nicht zu retten. Wer sich für mehr Mobilfunk und mehr Computer einsetzt, der will das Klima anheizen. Auch das Internet der Dinge ist klimamäßig die falsche Richtung. Wenn der Irrsinn immer weiter in die Höhe getrieben wird, dann wird der Energieverbrauch entsprechend steigen und von Einsparung kann erst recht keine Rede sein.

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2

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Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 11 Okt 2019 01:17 #58830

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Vor 35 Jahren, im September 1984, traf das Kabinett Kohl eine höchst umstrittene Entscheidung: die Einführung des Katalysators für alle Benziner wurde beschlossen.

Im Vorfeld wurde diese Maßnahme heiß diskutiert. Die Befürworter der Regelung, die das Blei aus der Umwelt bringen, die Übersäuerung des Regens eindämmen und damit insbesondere dem sterbenden Wald helfen sollte, wurden als Arbeitsplatzvernichter beschimpft, wenngleich das damals mangels Internet und asozialer Medien moderater ausfiel als heute.

Die Gegner des Katalysators malten den Untergang der Westdeutschen Industrie und die Verarmung der Bevölkerung an die Wand, schließlich hing auch damals jeder siebte Arbeitsplatz in der BRD in irgendeiner Form an der Autoindustrie. Auch das per PKW erreichbare Ausland war not amused, denn schließlich mussten auch dort die Tankstellen flächendeckend auf bleifreien Kraftstoff umgestellt werden. "Unfug, Irrsinn, viel zu teuer, das geht nicht" hieß es landauf, landab.

Und siehe da, ganz schnell funktionierte das alles. Französische und italienische Autobauer zogen nach, schließlich wollten sie ihre Fahrzeuge ja weiterhin auch hier verkaufen. Heute haben wir kein Blei mehr im Benzin, der Regen ist nicht mehr sauer, der Wald ist noch oder wieder krank und die Deutsche Industrie verzeichnet ein Rekordjahr nach dem anderen. Dass es in Deutschland viel zu vielen Menschen heute wirtschaftlich schlechter geht als 1984, daran ist dieser Katalysator ganz sicher nicht schuld.

Ein perfekter Morgen startet mit einem Mord.
Oder Kaffee, Kaffee geht auch.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 11 Okt 2019 01:18 #58831

Ganymed19 schrieb: Ein Bekannter eines Kollegen hat sich nun einen tollen Carrera GT gekauft. Schweineteuer, aber er kann es sich leisten, hat entsprechend dafür beruflich was getan. Finde ich auch ehrlich gesagt dann ok.


Wer entscheidet was jemand beruflich für sein Gehalt getan hat damit er es auch verdient hat?
Diejenigen die schon von Geburtswegen die besseren Karten für eine Karriere hatten?
Diejenigen welche uns jeden Tag den Dreck wegräumen oder die Brötchen backen, in einem Job, den die wenigsten freiwillig machen würden?
Diejenigen welche gar nicht Möglichkeit bekamen, obwohl sie vielleicht talentiert genug waren, um Jobs zu bekommen, in denen das Geld in Strömem fließt?
Was sind beruflichen Leistungen und wie sind sie materiell zu bewerten?

Ich hab gelernt, die Menschen, welche Tätigkeiten ausüben, vor denen mir graust, mit höchstem Respekt zu begegnen.
Dazu gehören diejenigen, die den ganzen Tag für einen Appel und Ei am Fließband stehen oder in einer Wäscherei arbeiten genauso, wie diejenigen, welche z.B. als Bauleiter auf Großbaustellen höchste Leistungen in Organisation und Koordination vollbringen.

Ein gekaufter Carrera GT ist für mich kein Maß, was jemand tatsächlich zum Nutzen der Gesellschaft getan hat.
Ich schau mir die Gesichter an, welche hinter dem Steuer sitzen. Manchmal kann schon in ihnen viel erkennen.
Um so größer Auto und Jacht, desto mehr für mich ein Geschwür am Nabel der Gesellschaft.
Gemeinnützige Gedanken dürften jedenfalls beim Kauf solcher Dinge keine Rolle gespielt haben.
Von Einsicht und Verstehen um die Probleme auf diesem Planeten ganz zu schweigen.

Aber eines ist aber wohl auch sicher. Es gibt sehr viele Menschen auf der Welt (egal wo), die, wenn sie die Möglichkeit dazu hätten, sich auch einem maßlosen Luxus hingeben würden. Da spielt die Herkunft keine Rolle.
Gebremst werden sie nur durch den Mangel an Möglichkeiten.

Gene brauchen Vielfalt und der Grips auch
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Gene brauchen Vielfalt und der Grips auch

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 11 Okt 2019 08:51 #58833

Eine Frage zu Deutschlands CO2 Ausstoß (ca. 2,4%):

Ich vermute, dass es sich dabei um Emissionen handelt, die in Deutschland durch Haushalte und Produktion entstehen.

Da sich jedoch Die Weltwirtschaft extrem vernetzt hat und ein großer Teil der Produktion nach Asien und Osteuropa verlagert wurde, sagt das aus meiner Sicht wenig über unsere tatsächlichen Lebensverhältnisse aus.

Kennt jemand eine Statistik, die den CO2 Ausstoß auf den Konsum umrechnet und daraus eine Verteilung auf die Regionen der Welt darstellt?

Ich habe dazu bislang nichts gefunden.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 11 Okt 2019 10:09 #58836

Thomas schrieb:

frag doch mal deinen Porschefahrer, ob er auch einen Laden kennt, der im Angebot Wissen, Verstand, Nachdenken und Vernunft im Angebot hat und rabattiert für 100.000,- Euro fürs Paket.
Da schickste ihm dann mal hin.

Er war gerade dort. Fehlanzeige, musste wieder abziehen. Alles ausverkauft, meinte der Ladenbesitzer, weil du schon dort warst.:P
Auch nicht so lieb, jemand gleich so in eine Ecke zu stellen, ohne sonst etwas über ihn zu wissen.

Nach dieser kleinen Retourkutsche aber mal etwas ernster:
Wehret den Anfängen, heißt es doch immer sonst schnell aus gewissen Kreisen. Aber kommen wir so nicht allmählich in Richtung eines Öko-Jakobinertums, wo bald jeder jeden bespitzelt, wieviel Energie er verbraucht, wieviele KM er fährt oder fliegt? Eine ungesunde Entwicklung aufgrund eines mittlerweile doch schon etwas überzogenen Hypes ums Thema mit Tendenz hin zu Hysterie und Panik. Naja, wohl auch typisch deutsch (German-Angst), der nur noch Klima, Klima, Klima sieht und die wirtschaftlichen und sozialen Gesamtimplikationen negiert.

ClausS spricht mir aus der Seele:

Daher macht mir die in den Medien und in der Öffentlichkeit derzeit auftretende Klimastimmung ebenso viel Angst wie der Klimawandel an sich. Wir dürfen eben nicht in Panik verfallen, auch wenn Greta uns das suggerieren will.

Diese Thunberg hatte bereits Panikattacken und weitere psychische Auffälligkeiten deswegen. Was wäre von einem Psychiater zu halten, der sich von so einer Patientin ebenfalls verrückt machen lässt.
Ja, ja, heißt es dann wieder von den sich für so an Fakten orientierenden: Es sind doch die wissenschaftlichen Daten, die uns aufhorchen lassen, nicht die Greta selber, die wäre nur das Medium, das auf uns wirkt, der Katalysator, den wir brauchten, um nach über 50 Jahren Dornröschenschlaf aufzuwachen.
Aber ich bleibe dabei: Die Modelle sind längst noch nicht so gut und ausgereift, das Klimageschehen zu komplex, um wirklich verlässliche Prognosen treffen zu können. Gehör finden in den Medien nur die Apokalyptiker, denn sie sorgen für Quoten.
Und wie gesagt, Klimawandel hin oder her, unser Leben wird auch von der sozialen und eben makroökonomischen Wirklichkeit geprägt. Was hilft das Erreichen eines 2°C Zieles, wenn die Wirtschaft kollabiert, ganze Gesellschaften in den Bürgerkrieg, Terror und Diktatur abdriften?
Und noch mal zum Porsche haben oder nicht haben: Meine Steigerung von liberal heißt: liberal, liberaler, libertär. (bitte nicht bierernst nehmen :)

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 11 Okt 2019 10:18 #58838

Hallo Ganymed19,

Was hilft das Erreichen eines 2°C Zieles, wenn die Wirtschaft kollabiert, ganze Gesellschaften in den Bürgerkrieg, Terror und Diktatur abdriften?


Gegenfrage: Was hilft das Verfehlen eines 2°C Zieles durch Weitermachen wie gehabt, wenn dann ebenfalls die Wirtschaft kollabiert, ganze Gesellschaften in den Bürgerkrieg, Terror und Diktatur abdriften?

Das was getan werden muss, um das 2°C Ziel zu erreichen, muss ohnehin getan werden, um den Druck auf die Ökosysteme zu drosseln. Siehe dazu auch diesen lesenswerten Artikel von Florian Freistetter:

scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/20...imawandel-mythen-10/

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 11 Okt 2019 10:45 #58840

Diagnostiker,
Artikel wie diesen von Freistetter und die darin enthaltenen Attitüden findest zu hauf. Willst du wissen, wie oft darin der Konjunktiv "wir könnten, müssten, hätten, sollten" vorkommt. Ich sag es dir lieber nicht, sonst hältst du mich noch für einen Chatbot. :cheer: :cheer:
Mein Standpunkt ist: Mit der evolutions-biologisch geprägten Menschheit und ihrer herrschenden conditio humana wird sich das 2°C nicht erreichen lassen. Andererseits wird auch die Wirtschaft unter der jetzigen Prämisse des Kapital akkumuliereden Kapitalismus nicht so weiter wachsen können.
Das geringste Leid, seine Minimierung im utilitaristischen Sinne für die weiter wachsende Weltbevölkerung wird in "faulen" Kompromissen bestehen. Die maximale Minimierung von Leid für die Gesamtheit aller empfindungsfähigen Wesen dieses Planeten wäre das Verschwinden der gesamten Menschheit, so hart das auch klingt.
Vivat artificial intelligence, zum Wohle aller, die fühlen, empfinden oder (nicht und) sogar auch hochkomplex denken (Homo sapiens dabei nur als Teilmenge gedacht)? Vielleicht, gut möglich. ;)

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 11 Okt 2019 10:47 #58841

@ Jürgen
Ich bin mir nicht sicher, welche Zahl Deine 2,4 % angibt.
Bei den Einzelnen Produkten gibt es ja solche Berechnungen, was ein T-Shirt, ein Kleinwagen, eine Banane so an CO2-Bilanz hat. Daraufhin kann man ja seinen ökologischen Fußabdruck berechnen. Diese Berechnungen gibt es dann auch für ganze Staaten.
Fußabdruck Wikipedia
Das ist allerdings eine zusammengesetzte Größe. Aber es müsste doch ebenso leicht möglich sein, den CO2-Verbrauch aller Deutschen in etwa zu berechnen, der ja in den Fußabdruck einfließt.

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2
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Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 11 Okt 2019 11:10 #58842

Hallo Ganymed19,

Mein Standpunkt ist: Mit der evolutions-biologisch geprägten Menschheit und ihrer herrschenden conditio humana wird sich das 2°C nicht erreichen lassen. Andererseits wird auch die Wirtschaft unter der jetzigen Prämisse des Kapital akkumuliereden Kapitalismus nicht so weiter wachsen können.


Ja eben. Einerseits so, andererseits eben doch nicht. Wie löst Du denn diesen Widerspruch auf? Der feuchte Traum der Transhumanisten kann es ja nicht sein, denn der setzt noch eine längere Zeit unbegrenzten Wachstums voraus, die uns angesichts der immer teurer werdenden (und damit die Wirtschaft ruinierenden) Klimafolgeschäden nicht mehr bleiben wird. Die komplette Extinktion ist zwar möglich, aber keine rational händelbare Option sondern allenfalls das Resultat völlig durchgeknallter Amokläufer, die einen Atomkrieg auslösen. Das kann es also auch nicht sein. Weiter so ohne Rücksicht auf Verluste geht ebenfalls nicht.

Also wie denn nun, wenn nicht so, wie es Florian Freistetter am Ende seines Beitrags ausführt:

Den Klimawandel können wir nicht verhindern. Er findet schon statt. Wir können nur noch dafür sorgen, dass die Auswirkungen des Klimawandels möglichst glimpflich verlaufen und uns darum kümmern, dass nicht alles noch schlimmer wird als es schon ist. Und das wäre jetzt eigentlich gar nicht so viel Aufwand. ...

Denn tun werden wir früher oder später auf jeden Fall etwas müssen. Entweder jetzt, solange wir noch dafür sorgen können, dass die Auswirkungen des Klimawandels nicht allzu massiv werden. Oder dann halt später, wenn die Auswirkungen massiv geworden SIND und wir irgendwie mit ihnen klar kommen müssen.

Und eigentlich könnten wir den ganzen Klimawandelskram auch völlig ignorieren. Selbst wenn sich der am Ende doch nur als Hoax hinterhältiger Wissenschaftler herausstellen sollte (was nicht passieren wird!): Wäre es nicht nett, in ein paar Jahrzehnten auf die Welt zu schauen und zu sehen, dass wir dafür gesorgt haben, dass die Umwelt nicht mehr so stark verschmutzt wird? Dass wir keinen Dreck mehr in die Atmosphäre blasen, sinnlos Wälder abholzen und Ökosysteme zerstören? Dass wir unseren Energiebedarf aus erneuerbaren und sauberen Quellen stillen können, ohne auf Erdöl aus politisch zweifelhaften Weltgegenden angewiesen zu sein? Dass die Meere und Flüsse sauber sind, die Wälder grün und die Artenvielfalt intakt?

Das was wir tun sollten, um den Klimawandel zu bekämpfen, sind genau die Dinge, die wir sowieso tun sollten. Weil es die richtigen Dinge sind, die wir als verantwortungsvolle Menschheit schlicht und einfach tun sollten. Dass sie auch noch dem Klimaschutz dienen, ist günstig, sollte aber nicht die alleinige Notwendigkeit unseres Handels darstellen.


?

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Letzte Änderung: von Diagnostiker. Begründung: Tippfehler bereinigt und Rechtschreibfehler im Zitat korrigiert. (Notfallmeldung) an den Administrator

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 11 Okt 2019 11:19 #58843

Diagnostiker Freistetter zitierend:

Das was wir tun sollten um den Klimawandel zu bekämpfen sind genau die Dinge die wir sowieso tun sollten. Weil es die richtigen Dinge sind, die wir als verantwortungsvolle Menschheit schlicht und einfach tun sollten. Dass sie auch noch dem Klimaschutz dienen ist günstig, sollte aber nicht die alleinige Notwendigkeit unseres Handels darstellen.

Wie ich schon sagte, außer Konjunktivs nur heiße Luft und immer wieder nur hätte, hätte, Fahrradkette.
Hätte ich ein Patentrezept, würde ich es hier hinschreiben. Mehr als Lavieren und möglichst die besten aller denkbaren faulen Kompromisse wird nicht drin sein. Federn werden zu lassen sein.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 11 Okt 2019 11:24 #58844

Hallo Ganymed19,

Hätte ich ein Patentrezept, würde ich es hier hinschreiben.


Es geht nicht um Patentrezepte, sondern um Vorschläge, was man als Alternative zum "Nach mir die Sintflut!"-Handeln tun könnte, da dieses Handeln ja nun ebenfalls nicht verhindern wird, dass die Wirtschaft kollabiert usw.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 11 Okt 2019 11:28 #58845

Hallo Ganymed, du schreibst:

Das geringste Leid, seine Minimierung im utilitaristischen Sinne für die weiter wachsende Weltbevölkerung wird in "faulen" Kompromissen bestehen. Die maximale Minimierung von Leid für die Gesamtheit aller empfindungsfähigen Wesen dieses Planeten wäre das Verschwinden der gesamten Menschheit, so hart das auch klingt.
Vivat artificial intelligence, zum Wohle aller, die fühlen, empfinden oder (nicht und) sogar auch hochkomplex denken (Homo sapiens dabei nur als Teilmenge gedacht)? Vielleicht, gut möglich.

Das ist jetzt etwas erstaunlich, dass du nun eine Heilserwartung über AI aufbaust. Das ist für mich disparat zu deinem sonstigen verlangten Realitätssinn bzw. die Einsicht in das Unvermeidliche. Was lässt dich vermuten, dass sich eine AI überhaupt um biologische Entitäten kümmert? Das ist mehr so Blümchen-AI. Eine AI braucht sich doch fast gar nicht um die Umwelt zu kümmern. Es sei denn, das Kühlungsproblem würde sich verschärfen, welches eh noch ungelöst ist. Die AI ist inzwischen ja so etwas wie der Heiland der Enttäuschten und Misanthropen. Sind wir da nicht wieder bei einer subtilen Form des Anthropozentrismus?
In deinem Vorpost bist du dann wieder in eine Attitüde gerutscht, über die wir schon einmal sprachen. Ich weiß jetzt nicht ob du die 10 Beiträge von Freistetter gelesen hast. Ich finde, dass er schon ganz gut auch die Argumente der Klimaleugner würdigt. Ich denke, man kann schon nachvollziehen, wie er zu seiner Position gekommen ist. Du wechselst dann jedoch zu Argumenten ad hominem (Anzahl der Konjunktive, habe ich schon öfters gelesen, conditio humana verhindert 2°-Grad-Ziel, das Freistetter nach meiner Erinnerung gar nicht formuliert hat). Heißt das, dass du ihm im Faktischen Recht gibst?


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