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THEMA: Greta Thunberg in Davos und Klimawandel

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 27 Feb 2019 21:40 #49113

also den Inka war Geld unbekannt und es gab keinen mangel bei ihnen .

Wir leben zwar alle unter dem gleichen Himmel, aber es haben nicht alle den gleichen Horizont.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 27 Feb 2019 22:14 #49115

Jürgen schreibt

Unsere genetische Disposition ist nicht der Wettbewerb der Feldarbeit oder des Eigentums, sondern der Wettbewerb der Rangordnung, die in unserem System mit Statussymbolen einhergeht.
In anderen Systemen kann die Rangordnung durchaus anders bestimmt werden.
Der Kommunismus schließt eine solche Rangordnung aus und will den Staat abschaffen.
.. aber dies passt nicht zum Titel des Fadens.

Aha, du möchtest also mit deinem Post und seinem Ductus nachweisen, dass der Inhalt stimmt. Das In-sich-Selbst-Argumentieren scheint gelungen. :ohmy: :angry:)
Ich bin immer wieder überrascht, wie locker flockig jemand mal eben feststellt, was unsere genetische Disposition ist. Wo habt ihr das Wissen her? Soweit ich weiß, hat noch kein Genetiker*in das Wettbewerbs-Gen gefunden. Alle Aussagen hierzu haben einen dogmatischen Zug und sind eben deswegen auch so hartnäckig und aggressiv. So bestimmend war nicht einmal Dawkins mit seiner Mem-Theorie.
Kein Mensch kann wirklich abgrenzen, was seine "Gene" verursachen oder durch gehärtete Tradierung erfolgt.
Mir ist das sozusagen schon zu vorsorglich fatalistisch. Ich neige nicht dazu mein Versagen in der Sache mit meinen Genen zu begründen. Ich war einfach zu schwach, zu faul und was auch immer. Da braucht es für mich keine intellektuelle oder biologische Überhöhung.


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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 27 Feb 2019 22:37 #49116

D.Rajic schrieb
Kein Mensch kann wirklich abgrenzen, was seine "Gene" verursachen oder durch gehärtete Tradierung erfolgt.

Ich glaube schon, dass man das sehr gut abgrenzen kann. Das Streben, alle natürlichen Bedürfnisse zu befriedigen, ist genetisch bedingt. Die Befriedigung von künstlich geschaffenen Bedürfnissen entspringt aus gehärteter Tradirung und Indoktrierung.

Man kann nicht mit mehr als mit einem Löffel essen. Der Wunsch, einen Löffel zu besitzen, ist genetisch bedingt. 10 Millionen Tonnen Getreide an den Weltbörsen in einer Sekunde um die Welt zu schicken, um die Produzenten zu drücken, um die Konkurrenten niederzumachen zu können, ist nicht genetisch bedingt.
.

Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

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Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 27 Feb 2019 22:47 #49117

Naja, sagen wir mal so:
die Gene sind das Drehbuch und die Ausschmückung des Stückes verantworten die Schauspieler.

Wenn die Schauspieler von einer Grippewelle getroffen werden, wird die Aufführung abgesagt.
Das Drehbuch bleibt erhalten.

Das Drehbuch stirbt nur dann, wenn alle Schauspieler dieser Welt an der Grippe gestorben sind.

Dass die Klimaveränderungen das Drehbuch gefährden, glaube ich nicht. Die Schauspieler werden weniger.

Thomas

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 27 Feb 2019 23:02 #49118

Marvin schrieb: Sind wir eigentlich noch Herr unserer selbst?
Oder waren's wir noch nie? Oder werden wir es nie sein? Wir reden so als dass wir nur durch unsere Gene gesteuert werden.
Daran mag ich nicht glauben.


Die Ambivalenz der genetischen Herkunft des Menschen symbolisiert sich in seiner ewigen Zerrissenheit zwischen Egoismus und Altruismus, Kapitalismus und Sozialismus etc.
Auch Erkenntnisfähigkeit und Selbstreflexion scheinen langfristig nicht geeignet zu sein, sich für das eine oder für das andere final entscheiden zu können.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 27 Feb 2019 23:34 #49121

Und wenn die Bonobos und die Schimpansen gemeinsam von etwas leblosen bedroht werden, z. B. Feuer, würden sie dann ihre Konflikte weiter austragen?
.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 28 Feb 2019 11:28 #49129

Jürgen schrieb:
Da die persönliche Betroffenheit beim Klimawandel noch nicht erkennbar ist, müssen Vorbilder her, die allgemein anerkannt werden.

Genau so ist das. Politik und Religion fällt aus. Das Vertrauen in Politik und Religion ist 10 Meter unter dem Hund. Einzig vertrauenswürdig wäre die Wissenschaft, die plant jedoch einen neuen, noch schnelleren und noch größeren Teilchenbeschleuniger. Damit verliert sie ihr Vertrauen in Sachen Klimawandel. Sie produzieren damit lediglich Verschwörungstheoretiker.

Folgende Fiktion:
Beim einem Vortrag von Harald Lesch über den Klimawandel meldet sich ein Zuhörer zu Wort:
„Ich glaube das alles nicht, was sie da vom Klimawandel daherschwätzen. Das ist eine Verschwörung. Sie wollen uns nur einreden, dass wir kleinen weniger fossile Brennstoffe verbrennen sollen, damit ihr für eurem neuen TB mehr fossile Brennstoffe zu Verfügung habt. Und wir kleinen sollen nur deswegen die Rohstoffe der zukünftigen Generationen nicht angreifen, damit ihr diese Rohstoff für euren neuen TB verwenden könnt.“'
Denkt sich Harald Lesch: „Oha, eine neue Verschwörung, da muss ich gleich wieder einen neuen Film drehen, wo es gegen Verschwörungstheoretiker geht“

Das zum Thema: "Die Bösen sind im die anderen" :(
.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 28 Feb 2019 19:59 #49148

heinzendres schrieb: also den Inka war Geld unbekannt und es gab keinen mangel bei ihnen .


Und warum konnten sie dann von einer Handvoll Spanier als Staat ausgelöscht werden, bzw. was lernen wir daraus? Nichts.


Grüße
Udo

Das Verzichtbare ist nutzlos. J.F. Hingeklammert

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Das Verzichtbare ist nutzlos. J.F. Hingeklammert

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 28 Feb 2019 21:39 #49158

Badhofer,

Naturwissenschaften leben vom Messen und Sammeln von Fakten. Idealerweise kann man diese experimentellen Ergebnisse mit einer Theorie zusammenfassend beschreiben.
Die Methode ist gleich, die Arbeitsgebiete verschieden.
Die einen beschäftigen sich mit Atomphysik, dieanderen mit Kernphysik, die nächsten mit Astrophysik, wieder andere mit Geophysik und Klimaforschung und wieder andere mit reiner Theoriebildung.
Grob eingeteilt ergibt das drei Hauptströmungen: Theoretische Physik, Experimentelle Physik und Angewandte Physik.

Alle drei dienen dem Erkenntniszuwachs. Dafür wird Kapital aufgewandt., das ist richtig.

Im Verhältnis dazu sind die Ausgaben für die Gewinnung von Energie, fürs Militär, für die Luftfahrt, für den Verkehr, für Maschinenbau und Nahrungsmittelerzeugung..... fast überirdisch riesig.

Ich meine, dass man für den Erkenntnisszuwachs und für die Vermittlung naturwissenschaftliche erkannter Zusammenhänge nicht genug ausgeben kann. Bildung, Bildung und noch mal Bildung!!!

Über den Erkenntnisszuwachs eines größeren Beschleunigers wird übrigens z.Z. Lediglich diskutiert.
Beschlossen ist da nichts.

Weiß nicht, weswegen die Naturwissenschaft ihre Glaubwürdigkeit deswegen einbüßen sollte.???

Thomas
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 01 Mär 2019 02:05 #49164

Eine Schülerin verzichtet auf einen Teil ihrer staatlich subventionierten Schulausbildung, verschlechtert so ihre Ausbildungs- und Berufschancen. Persönlicher Verzicht um das Ökosystem vor dem Kollaps zu bewahren: Das rüttelt zumindest emotional auf.
Menschen haben schon immer gewusst, dass Leben durch das STerben wach bleibt. Sterben im Sinne von Verzicht auf lebensnotwendige Dinge: Also: Fasten - Verzicht auf Nahrung. Sich selbst zurücknehmen mit sienen Bedürfnissen, dass bvruchct es, um Leben zu bewahren.
Früher gab es vieel Wörter dafür: Sich zurücknehmen, sich bescheiden, sich in dem Gehörigen bewahren.
Sein Leben verlieren, um es zu gewinnen.
Um das aber umzusetzen, braucht es einen Hoffnung, dass es so ist, dass man sich gewinnt, man man sich verliert.
Heute ist die Hoffnung rar. Man sagt: "Wenn dei Chinesen alle ein Auto kaufen, lohnt sich unser Einsatrz für das Klima nicht."Diese Hoffnung ist rein ratinal, es ist genau genommenkeein Hoffnung, sondern schauen auf Prognosen.
Doch wenn alle auf Prognosen schauen, bewegt sich ncihts und di ePrognosen erfüllen sich.
Menschen brauchen eine Hoffnung, dass sie sich selbst verlieren.
Das sit das eine.
Aber es braucht auch Strukturen.
Flugbenhzin wird nicht besteuert, weil das einen lang zurück liegende Entscheidung war. Es gibt Bestandsschutz. Ohnen einen riesigen Druck (z. B., von unteen) wird sich da nichts ändern. Von unten kommt aber eher der Druck, dass jeder sioch den Urlaub nach Malle oder nochweiter leisten können muss. Also sind politidsche Strukturen und der Wile der Einzelnen zum Verzicht immer miteinander gekoppelt.
Die Gelbwesten kämpfen gegen Maßnahmen gegen den Klimawandel. Weil sie nicht die Großen treffen, sonderndi eKleinen.
Nötig ist, das Verursacherprinzip konsequent anzuwenden. Wenn Kreuzfahrtschiffe zu teuer sind, weil pro Liter Diesel 30 Euro bezahlt werden m üssen, dass trifft das die REichen und der Markt hierfür wird schrumpfen statt steigen. Ähnliches gilt für das Fliegen udn auch für das Auto, das sich ja auch viele nicht leisten können. Der Kampf gegn den Autowahn ist vergleochbar mit dem gegen die Tabakindustrie - nur um einige zehnerpotenzen härter. Aber er muss jetzt geführt werden. Der Massenindividualverkehr hat keine Zukunft. Das hat sich nur noch nciht herumgesprochen. Aber auch da beginnt das Umdenken imKopf: Kaum jemand klann sich vorstellemn, dass man den Fam,ilieneinkauf ohne 'Auto hnbekommt. Es sit aber sehjr gut möglich! Da aufs Auto zu verzichten ist letztlich ken Verzicht, sondern Gewoinn an Lebensqualität. Wer sich verliert, wird sich gewinnen.
Schulstreik von Schülern sind ein wichtiges Wecksignal, aber mehr auch nicht. Wachwerden, anfangen anders zu leben. Ob die Schüler ihr Leben und das der Eltern verändern?

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 01 Mär 2019 06:14 #49167

Mir fehlt die Phantasie völlig, wie ein Familieneinkauf ohne Auto funktionieren soll. Die Tüten, die da zusammenkommen, sind im Bus jedenfalls nicht zu transportieren.

Generell sehe ich in meiner Stadt, dass das Angebot der öffentlichen Verkehrsmittel durchaus angenommen wird. Im Gegenteil, wenn die "japanische Stopfmethode" für uns in Deutschland keine Anwendung finden soll, dann ist da nicht mehr viel freie Kapazität. Daher denke ich, bevor man einen Kampf gegen das Auto führt, müsste man als Gesellschaft Alternativen schaffen.

Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind normale private Beiträge. Sie sollten genauso diskutiert und kritisiert werden wie alle anderen Beiträge auch.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 01 Mär 2019 08:21 #49169

Hallo Martin-O,

Diese Nachricht enthält vertrauliche Informationen.


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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 01 Mär 2019 09:10 #49171

.
@Thomas: Stichwort Rüstungsindustrie. Zweifellos der größte und sinnloseste Posten in dem ganzen Wahnsinn.

Eine 2000 Jahre alte Tradition schiebt mit ihrem historisch gewachsenes Kapital an der Hälfte der weltweiten Rüstungsindustrie an. Der Rest der Welt schiebt an der anderen Hälfte an. Für sie ist das lediglich Notwehr. Und alle schauen zu, obwohl dieser Umstand nicht wirklich ein Geheimnis ist. Dahinter stecken keine Geheimorganisationen, es wird lediglich nur nicht an die große Glocke gehängt. Es steckt lediglich die christlich, abendländische Tradition dahinter. Der Besitzer dieses Kapitals ist nämlich diese Tradition. Menschen tragen lediglich diese Tradition. Frauen blieben die gesamte Zeit ausgeschlossen von dieser Tradition, denn Frauen hätten aufgrund ihrer Natur diesen Wahnsinn niemals mitgetragen.

@Yukterez, @Z.
ihr habe mir ausgerechnet, wie hoch das Kapital von Amazon wäre, wenn es vor 1000 Jahren gegründet worden wäre. Meine Angaben waren jedoch nicht geeignet, um es auf den tatsächlichen Sachverhalt übertragen zu können. Könnt ihr mir den Gefallen tun, das nochmals auszurechnen?

Folgende Annahmen:
1) Am 1. Jänner 300 beginnt das Kapital mit 1 EURO
2) Alle Jahre erhöht sich das Kapital aufgrund seiner eigenen Aktivitäten um 5 %
3) Der Zinssatz der Zinsen + Zinseszinsen beträgt jährlich 3 %
4) Jährlich fressen Aasgeier 2 % des jeweiligen Gesamt-Kapital 2 % herunter.
5) Alle 300 Jahre verringert sich das Kapital aufgrund von verlorenen Kriegen, Revolutionen und politischen Umstürzen um die Hälfte.

Wie hoch ist das Kapital am 01.01.2000?

Ich werde ein PDF schreiben mit dem Titel: „Das Kapitalozän“ Auf maximal 4 Seiten zusammengefasst, 2 Seiten wären optimal. Das schicke ich dann an allen jenen, welche ich es schon vor 20 Jahren in einer etwas nebligeren Version geschickt habe. Ich schicke es mit der Aufforderung, Stellung zu nehmen, versehen mit der Information, dass die Stellungnahme zugleich das Einverständnis zur Veröffentlichung beinhaltet.

Dann schauen wir mal, ob sich inzwischen die Erkenntnis durchgesetzt hat, dass wir alle in dem selben Boot sitzen und dieses Boot zu sinken beginnt. Dafür habe ich alles parat, bis auf die Rechnung, welche ich hoffentlich erhalten werde. Yukterez, M. oder sonst jemand, könnt ihr die Bitte erfüllen?

Die Zeit ist reif, deutlich zu werden!
.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 01 Mär 2019 13:32 #49184

@ClausS

Mir fehlt die Phantasie völlig, wie ein Familieneinkauf ohne Auto funktionieren soll.

Meine Eltern hatten 4 Kinder, kein Auto und wohnten am Stadtrand. Wichtigstes Utensil beim Einkauf war die "fahrbare Tasche" (= Einkaufskoffer auf Rädern). Ich kaufe mit dem Fahrrad ein, 2 riesige Hinterradtaschen können mehr aufnehmen als die meisten in ihr Auto packen. Selten kommt der große Fahrrad-Anhänger zum Einsatz. Bei uns wird aber auch viel Tee und Leitungswasser getrunken, aber auch mehr Getränkeeinkauf wäre kein Problem. Und noch brauche ich kein E-bike / Pedelec, auch wer gebirgiger wohnt oder nicht so sportlich ist, kann damit den Einkauf schaffen. Dazu gibt es immer mehr ausleihbare Lasten-E-Bikes. Es gibt eine Menge phantasievolle Ideen, die allmählich umgesetzt werden.

@ D.Rajic
Da ist nichts

@ badhofer
Zu den weit über 1 Mrd $ Rüstungsausgaben sind das doch verquere Verschwörungstheorien.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 01 Mär 2019 14:27 #49186

ClausS schrieb: Mir fehlt die Phantasie völlig, wie ein Familieneinkauf ohne Auto funktionieren soll. Die Tüten, die da zusammenkommen, sind im Bus jedenfalls nicht zu transportieren.

Nun wen der Kunde nicht zur Ware kommt muss die Ware wieder zum Kunden . Man braucht das Auto ja nur weil die rissigen Einkaufscenter alle kleinen Läden die man zu Fuß um die ecke erreicht hat platt gemacht hat .

Wir leben zwar alle unter dem gleichen Himmel, aber es haben nicht alle den gleichen Horizont.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 01 Mär 2019 15:57 #49187

Martin-O schrieb: ... Es gibt eine Menge phantasievolle Ideen, die allmählich umgesetzt werden...

Hallo in die Runde,
leider bleiben in ländlichen Gebieten entsprechende Fahrradwege zur nächsten Einkaufsquelle oftmals tatsächlich nur phantasievolle Ideen :S

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 01 Mär 2019 16:23 #49188

ClausS schrieb: Mir fehlt die Phantasie völlig, wie ein Familieneinkauf ohne Auto funktionieren soll. Die Tüten, die da zusammenkommen, sind im Bus jedenfalls nicht zu transportieren.

Generell sehe ich in meiner Stadt, dass das Angebot der öffentlichen Verkehrsmittel durchaus angenommen wird. Im Gegenteil, wenn die "japanische Stopfmethode" für uns in Deutschland keine Anwendung finden soll, dann ist da nicht mehr viel freie Kapazität. Daher denke ich, bevor man einen Kampf gegen das Auto führt, müsste man als Gesellschaft Alternativen schaffen.

In den 1960ern hatte nicht jeder ein Auto. Da waren die öffentlichen Verkehrsmittel dichter vernetzt und die Busse fuhren nicht alle 30-60 Minuten sondern alle 10-15 Minuten.

Es kann allerdings auch umweltverträglichen Individualverkehr geben.
Ende der 1960er gab es eine Versuchsstrecke, wenn ich mich recht erinnere von Siemens im Hagener Raum. Dort wurde ein Verkehrssystem getestet, das sich Kabinentaxi nannte.
Die Fahrzeuge sollten nicht auf der Straße fahren, sondern an Trägern aufgehängt. (ähnlich wie die Wuppertaler Schwebebahn, die als das sicherste Verkehrsmittel der Welt galt).
Die Idee war, dass der Fahrgast die Strecke nicht selbst steuert, sondern die Steuerung Computern überlässt und lediglich sein Fahrziel wählt. Die Energie musste nicht durch schwere Batterien mitgeschleppt werden, sondern konnte aus der Infrastruktur entnommen werden.
Nach meiner Erinnerung wurde das nicht weiter verfolgt, weil damals die Computertechnologie nicht leistungsfähig genug war.
Heute stehen wir mit den leistungsfähigsten Rechnern, die wir uns vorstellen können noch immer vor der Idee, SUVs und anderen PKWs beizubringen, wie sie ohne Schiene das sicher bewältigen können, was mit Schienen bei wesentlich höherer Energieeffizienz seit Jahrzehnten möglich gewesen wäre.
Die Erfindung, die den Fernverkehr hätte revolutionieren können, den Transrapid, wollte man zu einem Nahverkehrssystem kastrieren. Er sollte Zubringerdienste für den Münchner Flughafen erledigen und ein Schienenbus für das Ruhrgebiet werden. Aus Rentabilitätsgründen wurde dieser Unsinn schließlich eingestellt.
Mit den Geldern die seither für den Ausbau von Flughäfen aufgewandt wurden hätte man heute ein Fernverkehrssystem ohne Kerosin gehabt. Und es wäre möglicherweise auch ein Exportschlager für den weiteren Ausbau in anderen europäischen Staaten gewesen. Stattdessen fährt jetzt der einzige Transrapid in China hin und her.

Es bedarf nicht viel Fantasie sich ein anderes Verkehrskonzept vorzustellen, wenn wir alternativen haben, die lediglich nicht realisiert wurden.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 01 Mär 2019 16:33 #49190

heinzendres schrieb: Nun wen der Kunde nicht zur Ware kommt muss die Ware wieder zum Kunden . Man braucht das Auto ja nur weil die rissigen Einkaufscenter alle kleinen Läden die man zu Fuß um die ecke erreicht hat platt gemacht hat .

Wir sollten auch ehrlich genug sein, zu sehen, dass diese Einkaufszentren in Vororten nie funktioniert hätten, wenn die Kunden weiterhin im „Laden um die Ecke“ gekauft hätten.

Die Einkaufszentren sind also ein Ergebnis unserer „Schwarm-Intelligenz“.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 01 Mär 2019 16:54 #49192

@ olleliinse
Natürlich gibt es auch für den ländlichen Raum Ideen, die selten umgesetzt werden und manchmal auch funktionieren. :) Die Frage ist: Warum wird das Autofahren zur Arbeit subventioniert, aber Projekte zur Infrastruktur auf dem Land nicht im gleichen Maß? Ich bin nicht der Meinung, dass man das Auto vollständig abschaffen kann, aber als Massenverkehrsmittel gehört es auf den Müll der Geschichte. Im Kopf müssen die Weichen gestellt werden.
Als wir als Familie das Auto abgeschafft haben, wurde ich auch von den meisten Freunden und Bekannten besorgt gefragt, wie wir denn einkaufen können. Das ist das Problem, dass wir im Autowahn gefangen sind und selbst solche simplen Sachen uns nicht vorstellen können. Etliche Familien können sich ein Auto nicht leisten. (ich kenne einige). Die müssen doch auch leben können. Die finanzieren noch die Infrastruktur und vor allem die Folgekosten (Krankenhausaufenthalte, Krankheiten durch Lärmbelästigung usw.) mit.
Statt die Reichen, die anderen massiv schaden, zu subventionieren, sollte man Infrastrukturen für die andern schaffen.
Autos haben in Städten grundsätzlich nichts zu suchen (grundsätzlich heißt, dass es begründete Ausnahmen gibt). Städte sind zum Leben da, zum atmen, da soll man ohne ständigen Verkehrslärm leben und schlafen können. Da sollen Kinder sich ungefährdet bewegen können. Da soll wertvoller Platz nicht für totes Blech vergeudet werden. Städte sollen nicht Auto- sondern sozialraum sein. Autos sind fahrende Gefängniszellen, meist als Einzelzellen genutzt, die das unsoziale Verhalten geradezu ausbrüten. Meine tägliche Erfahrung: Autos behindern den Verkehr. Ohne Autos wär Fahrradfahren in der Stadt wesentlich schneller und attraktiver. Ich will ja keine 0-% -Lösung, das geht gar nicht, aber eine Vision, die für Verkehrsplanung leiten da sein muss. So gestehe ich dem individuellem Autoverkehr genauso viel Quadratmeter (für fahrenden und ruhenden Verkehr) zu wie dem Fahrradverkehr. In 40 Jahren wird es das Auto als Massenverkehrsmittel wahrscheinlich nicht mehr geben. Warum soll man bis dahin warten?


Zu Greta:
Sie verlangt eine starke Reduktion der co2-Emissionen. Sie sagt, dass klar ist, was man machen soll. Was meint sie denn genau? Was sind die Maßnahmen, die ergriffen werden sollen? Da sollte sie schon konkreter werden. Gibt es dazu etwas?

Was ich mich zudem frage: Was geschieht in den Familien, in denen Kinder bei den Freitagsaktionen mitmachen?
Reden die über Mobilität, Fleischkonsum (Rinder pupsen klimaschädlich) und andere Lebeensfelder, wie man sie praktisch klimafreundlciuher gestalten kann? Das würde die Glaubwürdigkeit erheblich erhöhen.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 01 Mär 2019 17:18 #49193

Martin-O schrieb:
Zu Greta:
Sie verlangt eine starke Reduktion der co2-Emissionen. Sie sagt, dass klar ist, was man machen soll. Was meint sie denn genau? Was sind die Maßnahmen, die ergriffen werden sollen? Da sollte sie schon konkreter werden. Gibt es dazu etwas?

Wenn ein 16-jähriges Mädchen uns nicht erklärt, was wir tun sollen, woher sollen wir dann wissen, was wir tun sollen? :(
Vielleicht sollten wir 9-jährige fragen? Die haben mehr Zeit. Die würden vielleicht bereit sein, uns zu sagen, was wir tun sollen :) :) :)
.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 01 Mär 2019 17:41 #49195

Martin-O schrieb: Zu Greta:
Sie verlangt eine starke Reduktion der co2-Emissionen. Sie sagt, dass klar ist, was man machen soll. Was meint sie denn genau? Was sind die Maßnahmen, die ergriffen werden sollen? Da sollte sie schon konkreter werden. Gibt es dazu etwas?

Greta ist ein Kind und hat das Recht zu fordern, dass wir mit dem verantwortungslosen Handel Aufhören.

Dies ist hier ein Wissenschaftsforum. Daher sollte die Frage, was genau zu tun ist besser an dieses Forum gestellt werden.

Und Du hast selbst in deinem Beitrag einen Ansatz für eine Forderung formuliert.

Die Kosten für den Treibstoff sollten so hoch sein, dass alle Infrastrukturkosten mit finanziert werden. Im Gegenzug sollen die Einkommensteuer und die Kosten für die Sozialversicherung in gleichem Umfang gesenkt werden.

Zu den Infrastrukturkosten gehören:
Straßenbau incl. Kosten für Brücken und Renaturierung von Straßenraum
Verkehrspolizei
Rettungswesen
Verkehrsbedingte Krankheitskosten und Folgekosten.

Mit statistischen Auswertungen über die wir bereits verfügen kann ein Regelsystem geschaffen werde. Die Kosten für die Infrastruktur wird aus der Mineralölsteuer an die Systemrelevanten Stellen transferiert.

Wichtig dabei ist, dass
Politiker keinen freien Zugriff auf diese Gelder erhalten und
dass dies EU-weit eingeführt wird, da sonst das System an den Grenzen untergraben wird.

Das Ergebnis wäre eine Wettbewerbsveränderung zugunsten der Bahn.
Und jeder kann am Ende selbst entscheiden, ob er sich mit der höheren Auszahlung aus seinem Einkommen eine teure Fahrt mit dem PKW oder eine andere Annehmlichkeit leisten will.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 01 Mär 2019 18:02 #49196

@ Badhofer
Wer etwas erreichen will, tut gut daran, so konkret wie möglich zu sagen, was er will. Das ist ein Gebot der Klugheit.
Greta Thunberg hat gesagt: "die Klimakrise ist bereits gelöst. Wir haben bereits alle Fakten und Lösungen. Alles, was wir tun müssen, ist aufzuwachen und uns zu verändern.“
Nun, wenn das so klar ist, dann soll sie es auch mal benennen.
Ich hoffe, dass diese Bewegung tatsächlich etwas bewegt. Dass es zu einer weltweiten Massenbewegung wird. (wahrscheinlich muss dann der Aktionszeitraum weitgehend von der Schulzeit entkoppelt werden, weil diese Hürde die meisten abschreckt, aber da kann ich mich irren) Ich hoffe, dass Eltern mit aufspringen, dass Erwachsene mit demonstrieren. Dass nicht nur Greta, sondern viele Kinder mit Regierungen und Parlamenten weltweit reden und verhandeln.
Lech Walensa konnte auch nicht nur beim Streik bleiben, irgendwann musste er mit Jaruzelski verhandeln. Obwohl er nur einfacher Arbeiter war und kein Politiker. Wenn man etwas will, muss man es auch durchziehen, dicke Bretter bohren. Das erhoffe ich von der fff-Bewegung. Schweden könnte ein Klima-Vorzeigeland werden, wenn die Kinder da erste Schritte erzielen, würde das dieser Bewegung weltweit hohen Auftrieb geben. Dazu muss man eben konkret werden. Globale pauschale Forderungen reichen da nicht aus.
Greta und ihre Mitstreiter wollen zu Recht ernst genommen werden. Wenn sie nur die Maximalforderung stellen, die Welt zu retten, wird man das als kindische Naivität abtun, und das wäre mehr als schade.
Aber ich hatte ja gefragt: Gibt es da schon mehr? Was soll denn das nächste Mal in Davos konkret besprochen werden?
Und vielleicht entsteht aus diesem Thread ja etwas, womit diese Bewegung unterstützt wird. Oder reden wir hier nur zur eigenen Erbauung?

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1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 01 Mär 2019 18:14 #49197

Martin-O schrieb:
Lech Walensa konnte auch nicht nur beim Streik bleiben, irgendwann musste er mit Jaruzelski verhandeln. Obwohl er nur einfacher Arbeiter war und kein Politiker. Wenn man etwas will, muss man es auch durchziehen, dicke Bretter bohren.

Lech Walensa handelte im Auftrag und mit der Unterstützung des Abendlandes, um den Kommunismus zu stürzen, damit das Abendland an das Kapital der kommunistischen Länder mit ihren riesigen Rohstoffvorräten kommt. Was ja großteils nicht gelungen ist, deshalb wird weiterhin aufgerüstet.

Greta Thunberg, so glaube ich zumindest, handelt aus Überzeugung und nicht aufgrund kapitalistischen Motiven.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 01 Mär 2019 22:16 #49208

Die Stadt Hamburg hat heute verkündet, dass Schuleschwänzen in Zukunft geahndet wird.
Sprich die Schüler werden zur Einhaltung der Schulpflicht gezwungen.
Es sieht so aus, dass die Behörden diese Bewegung langsam als Bedrohung für die gesellschaftliche Ordnung empfinden.
Ich glaube, dass die Bedrohung für unser irdisches Überleben eher von einem sich ändernden Klima verursacht wird, als von geschwänzten Schulstunden.
Vielleicht hat man auch Angst, dass sich junge Menschen aus dieser Bewegung heraus wieder mal radikalisieren und zu Klimakämpfern werden.
Die Fronten scheinen sich da zu verhärten.
Alt gegen Jung. Ende des Lebens bereits in Sicht gegen Ende desselben noch weit entfernt.

Da haben wir sie wieder, die Evolutionsprinzipien. Eine sich verändernde Umwelt erzeugt Anpassungsdruck. Wie aus dem Lehrbuch.

Die nächste Generation will diesen von uns jetzt Lebenden verursachten Anpassungsdruck nicht.
Sie wollen vernünftig auf diesem Planeten leben, ohne sich bekriegen zu müssen wegen massenhafter Migration, Hungersnöten, Wassermangel oder zunehmender Wetterkapriolen.

Und wir sagen, tut uns leid, aber wir haben ja mit den Problemen, die uns unsere Vorgängergeneration hinterlassen hat, auch fertig werden müssen.

Der Unterschied ist nur, dass ein Weltkrieg in der Regel nach ein paar Jahren vorbei ist.
Die Klimaproblematik wird die Menschheit über Jahrtausende beschäftigen.

Diesen Unterschied scheint die Jugend zu spüren.
Und sie haben recht!

Thomas
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 02 Mär 2019 02:25 #49222

Thomas schrieb: Die Stadt Hamburg hat heute verkündet, dass Schuleschwänzen in Zukunft geahndet wird.
Sprich die Schüler werden zur Einhaltung der Schulpflicht gezwungen.

Also keine Behörde kann zivilen widerstand beenden wen sich die gesamte Gruppe daran beteiligt .

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 02 Mär 2019 10:08 #49225

@Martin-O
Für erste Schritte zur Schaffung einer umweltfreundlichen Infrastruktur hatte ich mal die Idee, eine Kommune müsse dazu verpflichtet werden Fahrradwege zu schaffen, wenn im Ort keinerlei Versorgungseinrichtung (also weder Bäcker, noch Tante Emma-Laden) vorhanden ist und die Entfernung zu umgebenen Orten mit Einkaufsmöglichkeiten (oder einer Fahrradweg-Anschlussstelle in dessen Richtungen) unter einem definierten km-Bereich liegt. Die Städte als Nutznießer der zentralen Versorgungseinrichtungen müssten dazu verpflichtet sein, neben der innerstädtischen Infrastruktur diese auch in einem festzulegenden Radius um ihr Stadtgebiet herum auszubauen.
Der Ausbau sollte sich netzartig aus den Städten in das Umland ausbreiten, für die Schließung der Lücken wäre der Bund zuständig.

Es kann doch nicht sein, dass die Landbevölkerung im Zeitalter der E-Bikes und Pedelecs gezwungen ist, allein für die Sicherung des Grundbedarfs Kraftfahrzeuge anzuschaffen oder ständig zu nutzen. Neben den erheblichen Umweltbelastungen und KfZ-Haltungskosten ist die Benutzung der Landstraßen ist heute kaum noch einem Fahrradfahrer zuzumuten, der überalterten Landbevölkerung schon gar nicht. Denen hilft jedoch moderate Bewegung gleich mehrfach.
Zudem würden die Landstraßen nicht nur sicherer, sondern erheblich geringerem Verschleiß unterliegen. Ein Teil der Ausbaukosten kommen also später auch durch geringere Instandsetzungsaufwendungen wieder rein.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 02 Mär 2019 10:22 #49226

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@ollelinse
Ideen, was zu machen wäre, gibt es wie Sand am Meer. Einzig und alleine fehlt die Idee, was die Menschheit daran hindert, diese Ideen umzusetzen.
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Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

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Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 02 Mär 2019 19:04 #49240

badhofer schrieb: Ideen, was zu machen wäre, gibt es wie Sand am Meer. Einzig und alleine fehlt die Idee, was die Menschheit daran hindert, diese Ideen umzusetzen.

Ich glaube nicht, dass es an Ideen fehlt, warum und was die Menschheit daran hindert zukunftsorientierte Ideen umzusetzen. Nur leider geht es der "Menschheit" offenbar noch viel zu gut um aus ihrem Egotrip (in diesem Beispiel: Autoverkehr/Automobilindustrie first) zu erwachen. Leider wird dieses Umdenken erst massenwirksam und damit wahlentscheidend, wenn der individuelle Fahrzeugverkehr komplett unattraktiv geworden ist. Wer ausreichend Geld und Lebenszeit aus dem Fenster geworfen hat, wessen das Statussymbol "Auto" nur noch mitleidig belächelt wird und wer bereit ist über sein eigenes Leben hinaus zu denken in der Lage ist, dem sollte es nicht schwer fallen Ideen zu entwickeln. Die Zeit dafür ist allemal schon reif.
Aber ich denke, deine Aussage zielte schon in diese Richtung. Wir wissen doch was die Menschheit daran hindert ... und beginnen müssen wir immer bei uns selbst.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 02 Mär 2019 19:40 #49242

@ badhofer #49197
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Ad: Schulstreik
Es sind von Hamburgs Schülern nur relativ wenige gekommen, obwohl der Superstar Greta da war.
Ob es daran liegt, dass Drohungen seitens Schule / Politik im Raum stehen? Oder weil doch erst nur eine Minderheit das wichtig findet? Schwer zu sagen.
Die kritische Masse ist wohl noch nicht erreicht. Im Rheinland wäre angesichts des Karnevals eine Chance gewesen. Pappnasen sind wohl wichtiger als Klima.
Ich weiß nicht, wie die Schulpflicht in Schweden aussieht. Ist sie mit 16 verpflichtet? Die Hamburger sind es meines Wissens schon.
Immerhin hat Merkel Verständnis. Ob das zu zivilem Ungehorsam ermutigt?
Die Bewegung kommt in eine kritische Phase, sie kann schrumpfen oder wachsen. Es bleibt spannend.

Ad: Was zu tun ist
Autofreie Infrastruktur für ländliche Gebiete: Gute Idee. Es sollte dann aber noch die eine oder andere Idee umgesetzt werden, um spürbar etwas zu machen. :)
Doch mit Vorschriften wird der ökologische Umbau nicht gehen. Zentral befehlen, was konkret vor Ort geschehen soll: diese sozialistische Variante wird nicht effektiv sein. Es müssen finanzielle Rahmenbedingungen (Besteuerungen, Anreize) geschaffen werden, in diesem Fall: Geld für Projekte autofreier Infrastruktur.
Klar gibt es viele gute Ideen. Aber auch viele Widerstände. Diese Interessen werden auch in Zukunft in der Politik vertreten sein. Das Problem ist, dass die Interessen künftiger Generationen nicht vertreten sind. Eine konkretere Fassung der Schülerforderung wäre es, die erwartbaren Kosten des Klimawandels umzulegen auf die Verursacher (Klimagas-Emittenten).
Wenn man noch konkreter wird, wird es schnell kompliziert: Bei Benzin und Heizöl können einzelne Länder agieren, Kerosin geht wohl nur EU-weit, zumindest muss die garantierte Steuerfreiheit international aufgehoben werden.
Eine konkrete und relativ schnell umsetzbare Forderung wäre Benzin mit 5 € / Liter zu besteuern. (die gab es ja schon, aber niemand wollte der Autoindustrie schaden und die Autofahrer vor den Kopf stoßen) Dies muss aber durch einen sozialen Ausgleich (Lohnsteuer) ausgeglichen werden, denn welcher Politiker will Gelbwesten züchten?
Politiker und Bevölkerung müssen mit machbaren Gesamtkonzepten konfrontiert werden, die sich für die öffentliche Hand und für private Haushalte rechnet. Von dem damit verbundenen Strukturwandel der Industrie ist dann noch gar nicht die Rede. Aber der wird so oder so irgendwann kommen.
Nicht der letzte Depp und nicht der letzte Lobbyist, aber eine kritische Masse in der Bevölkerung muss merken, dass es möglich ist und nur auf den Willen ankommt.
Wenn es um die Entscheidung geht, ob man in Kauf nimmt, dass die eigenen Urenkel darben müssen oder ob man für den ökologischen Umbau ist, dann bin ich zuversichtlich, dass Gravierendes geschehen kann.
Deswegen kann die fff-Bewegung eine entscheidende Lawine lostreten.

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2

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1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 02 Mär 2019 22:45 #49245

Martin-O schrieb:
Ich weiß nicht, wie die Schulpflicht in Schweden aussieht. Ist sie mit 16 verpflichtet? Die Hamburger sind es meines Wissens schon.
Immerhin hat Merkel Verständnis. Ob das zu zivilem Ungehorsam ermutigt?

Schlimm genug, dass es schon soweit ist, dass die Regierungschefin dieses Landes für Schulschwänzerei Verständnis zeigt. Die können ja demonstrieren, aber außerhalb der Schulzeiten. Als Lehrer würde ich denen in der nächsten Stunde Exen reinknallen, dass es nur so raucht.

Eine konkrete und relativ schnell umsetzbare Forderung wäre Benzin mit 5 € / Liter zu besteuern. (die gab es ja schon, aber niemand wollte der Autoindustrie schaden und die Autofahrer vor den Kopf stoßen) Dies muss aber durch einen sozialen Ausgleich (Lohnsteuer) ausgeglichen werden, denn welcher Politiker will Gelbwesten züchten?

Pure Träumerei, Hirngespinste! Und gleicht man über Lohnsteuer aus, dann fahren sie ja doch wieder, weil dann das Benzin auch für 5Euro erschwinglich ist. Und was macht jemand, der auf dem Land wohnt und 20-30 KM zur Arbeit hat?
Ein ähnlicher Blödsinn ist die exorbitant hohe Besteuerung von Reichen, wie sie neulich ein Träumer in einer Sendung bei Lanz forderte (hab's selber nicht gesehen, wurde mir erzählt). Auf den Einwand von Lanz, wonach dann die Reichen massiv ihr Vermögen aus DE abziehen oder gar auswandern würden, meinte er, dann müsse man eben weltweit sich einig werden auf eine solche Besteuerung.
Tja, das nenne ich Weltfremdheit. Hohe Steuern auf Energie und die Reichen ordentlich zur Kasse bitten. Da werden ein Trump, Putin oder die Chinesen und co sicher die ersten sein, die das in ihren Ländern umsetzen werden.

Ich kann nur auf meinen früheren Post verweisen, damit ist alles gesagt. Die Menschheit rafft das nicht. Ebenso könnte man von einem 80jährigen verlangen, die 100 Meter in 10 Sek zu sprinten.

www.urknall-weltall-leben.de/urknall-wel...html?start=120#48883

Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)

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