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THEMA: Greta Thunberg in Davos und Klimawandel

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 04 Mär 2019 14:29 #49310

Jürgen schrieb: Wenn Du mal nicht die Pendler betrachtest, sondern den gesamten Individualverkehr, dann wird der sehr wohl subventioniert. Zu den Infrastrukturkosten des Automobils gehören
Straßenbau und -instandhaltung, Brückenbau und -instandhaltung, Straßenreinigung,
ein großer Anteil des Rettungswesens, Verkehrspolizei und ein Anteil der Ordnungsdienste, Straßenverkehrsämter, Renaturierung, Behandlungs- und Versorgungsleistungen für Unfallopfer des Straßenverkehrs usw.

Diese Infrastruktur wird zu einem wesentlichen Teil aus der Einkommensteuer und Sozialabgaben aus Einkommen finanziert.


Das ist faktisch falsch!

Die Einnahmen aus der Kraftfahrzeug- und vor allem der Mineralölsteuer sind sehr viel höher als die entsprechenden Ausgaben des Staates für den Straßenbau/Brückenbau, das Rettungswesen wird durch die Krankenversicherten finanziert (die schicken ganz schön fette Rechnungen nach einem Einsatz) und die Polizei hat im wesentlichen ganz andere Aufgaben als nur den Verkehr zu überwachen, das machen die nur nebenbei.
Auch die Ordnungsdienste finanzieren sich nicht nur selber, sondern nehmen mehr Geld ein als sie kosten, sonst würde die Gemeinden die nicht bezahlen.

Im Gegenteil sind die Einnahmen aus dem Verkehrswesen so hoch (man denke nur an die LKW-Maut!), dass der Staat damit ganz andere Lücken füllt, wenn man NUR die genannten Kosten des Verkehrs diesem finanziell aufbürden würde, wäre der Sprit von heute auf gleich um einiges billiger.

Es sei daran erinnert, dass die letzte Mineralölsteuranhebung damit begründet würde, dass man Geld für die Renten bräuchte, das war noch eine SPD/Die Grünen-Regierung.

Ich verstehe nicht, wieso halbwegs intelligente Menschen immer wieder dieses Mär von den angeblichen Kosten, die der Verkehr verursacht, nicht bezahlen würde, kommt, warum kann man sich denn nicht im Vorfeld schlau machen?


Nur weil gewisse Leute diese Mär immer wieder verbreiten, muss sie doch nicht stimmen.


Grüße
Udo

Das Verzichtbare ist nutzlos. J.F. Hingeklammert

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Das Verzichtbare ist nutzlos. J.F. Hingeklammert

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 04 Mär 2019 15:21 #49312

udogigaherzt schrieb: und fordert und fordert und fordert ........

Man könnte ja mal ne Art von Gegenforderung stellen:
Wie viele von euch Jugendlichen wären denn bereit für nur 3 Monate ihr Handy abzugeben um ein
Zeichen zu setzten für den Klimaschutz?
Da wäre ich aber mal gespannt was da raus kommt :lol:
LG

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 04 Mär 2019 15:49 #49313

@udogigahertz

Hallo Udo,

wenn ich Deine Ausführungen zusammenfasse bedeutet das:

Du widersprichst nicht den Erwartungen der Klimaforscher.

Was mit kommenden Generationen geschieht und auch mit Menschen in Bangladesch, ist Dir egal, ja Du machst dich, wie Du selbst schreibst, auch noch darüber lustig.

Du bist als „Erwachsener“ ein höherwertiges Lebewesen und untersagst Minderjährigen auf ihr Recht auf ein lebenswertes Leben hinzuweisen. Ja, du sprichst Ihnen auch das Recht auf ein solches Leben ab.

Wenn Minderjährige eine Forderung stellen, so sollten sie das gefälligst als dissertationsfähigen Antrag einreichen.
Wenn sie dazu nicht in der Lage sind, sind sie Wichtigtuer.

Die Finanzzahlen der Steuerverwaltung und der Sozialkassen hast Du sorgfältig recherchiert und weißt daher, dass die Einnahmen höher sind als die Ausgaben.

Habe ich das soweit richtig zusammengefasst?
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 04 Mär 2019 16:24 #49314

Udo schreibt:

Sie ist doch selbst Teil der Ausbeutung, was regt sie sich denn auf, wenn sie per Düsenflieger nach Davos reist?

Und wieder die Diffamierung, die schon wiederholt aufgezeigt wurde. Meinst du nicht, dass es langsam mal Zeit wird Fakenews nicht weiter zu verbreiten? Ich kenne nur Berichte, die sogar ausdrücklich darauf hinweisen, dass Greta darauf bestanden hat mit dem Zug zu fahren. Ich denke, dass so ein Handeln auch einen Kommentar der Moderatoren verdient hätte.


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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 04 Mär 2019 16:38 #49315

Sonni1967 schrieb:
Wie viele von euch Jugendlichen wären denn bereit für nur 3 Monate ihr Handy abzugeben um ein
Zeichen zu setzten für den Klimaschutz?

Hurra, wir haben einen schuldigen gefunden. Die Kinder sind an allem schuld. Weil die Kinder den Erwachsenen kein Zeichen setzen, können die Erwachsenen nicht aufhören, die Welt zu zerstören. Na ja, jetzt, wo der Schuldige gefunden ist, sind wir freigesprochen und können endlich mit ruhigem Gewissen noch mehr Gas geben :(
.

Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

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Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 04 Mär 2019 16:46 #49316

Sonni schreibt:

Man könnte ja mal ne Art von Gegenforderung stellen:
Wie viele von euch Jugendlichen wären denn bereit für nur 3 Monate ihr Handy abzugeben um ein
Zeichen zu setzten für den Klimaschutz?
Da wäre ich aber mal gespannt was da raus kommt

Na ja, Sonni, spannend könnte es sein, aber sicher nicht mit der geringsten Öffentlichkeitswirkung. Das interessiert doch kein Schwein, ob sich jemand ein Handyverbot auferlegt. Ich weiß sogar, dass das schon gelegentlich passiert. Das ist dann mehr so allgemeine Askeseübung. Ich bin mir aber ganz sicher, das dieser Verzicht es in die Öffentlichkeit und auch hier ins Forum nicht schafft. Mal ganz davon ab, wie man den Verzicht nachweisen soll.
Ich bin weiterhin aus ganzem Herzen davon überzeugt, dass unsere Jugend alles Recht der Welt hat von uns Ihre Zukunft zu fordern. Und ja, die Kritik von Jürgen ist auch gerechtfertigt. Die Erwachsenen bekommen nichts auf die Kette, aber Jugendliche sollen bereits einen voll funktionierenden Megaplan entwickelt haben.


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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 04 Mär 2019 17:02 #49317

Udo schreibt:

Im Gegenteil sind die Einnahmen aus dem Verkehrswesen so hoch (man denke nur an die LKW-Maut!), dass der Staat damit ganz andere Lücken füllt, wenn man NUR die genannten Kosten des Verkehrs diesem finanziell aufbürden würde, wäre der Sprit von heute auf gleich um einiges billiger.

Es sei daran erinnert, dass die letzte Mineralölsteuranhebung damit begründet würde, dass man Geld für die Renten bräuchte, das war noch eine SPD/Die Grünen-Regierung.

Na, Udo, ich glaube dein Mantel der Kenntnis, den du dir umhängst, ist kurz geraten. Bei der Besteuerung gilt weiterhin der Haushaltsgrundsatz der Non-Affektation. Das heißt, Steuer dürfen nicht zweckgebunden erhoben werden. Die Besteuerung im Rahmen der Kosten im Verkehr dienen ebenso dem Verteidigungshaushalt wie auch der Besoldung von Staatsbediensteten, wie auch Infrastrukturmaßnahmen. Hintergrund ist, das an sich alle Ausgaben als gleich priorisiert zu gelten haben. Tatsächlich kann keiner die direkten und indirekten Kosten auch nur annähernd solide beziffern. Straßenbau ist da wohl eher ein mäßiger Faktor. Zweckgebundenheit kann lediglich durch Gebühren oder Beiträge stattfinden.


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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 04 Mär 2019 17:52 #49318

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Hallo Udo,

ich weiß nicht wirklich warum Du so empfindlich auf Greta Thunberg reagierst und gegen ihre Person argumentierst bzw. ihr das Recht absprechen möchtest ihre Meinung zu äußern.
Menschen geraten aus ganz verschiedenen Gründen in den Fokus der Öffentlichkeit, oft ist das recht zufällig. Wir scheinen auch gerne Gesichter als Projektionsflächen anzunehmen, meiner Einschätzung nach sehr menschlich.
Ich finde wir sollten aber auch über die Themen sprechen, auch wenn das gemäß Deiner Argumentation im Fall CO2 durch Verbrennung eigentlich gar nicht geht:

auch diese Greta Thunberg profitiert von all diesen modernen Segnungen, wie kommt sie sonst weltweit herum? Etwa zu Fuß? Oder per Pferd? Wohl doch eher durch einen Düsenflieger, alternativ noch per Bahn und Bus oder aber mit dem von ihr viel geschmähten Auto?

Sie hat deshalb kein moralisches Recht, uns diese Dinge, von denen sie selbst auch profitiert, madig zu machen, was ein Quatsch hoch drei.

Ohne die technischen Segnungen der Moderne wäre ein zivilisiertes Leben nach westlichem Standard gerade auch in ihrer Heimat gar nicht möglich!
Dann würden dort die Menschen in vereinzelten Holzbuden leben und müssten sich ihren Heizbedarf für den langen Winter im umgebenden Wald selber schlagen, auf Südfrüchte müsste man verzichten wie auch auf moderne Kleidung aus fernöstlichen Ländern, Millionen von Kindern wären dort ohne jede Arbeit! Man stelle sich das vor! Wovon sollen deren Familien denn dann leben? Sie würden verhungern. Na ja, durch die Klimaerwärmung würde Bangladesh ja sowieso bald ganz absaufen, weil es so niedrig gelegen ist, insofern sind die Tage dieser Menschen sowieso gezählt. (Das ist Sarkasmus pur für diejenigen, die Sarkasmus nicht gleich erkennen)
Und Fernreisen wären dann ganz und gar unmöglich bzw. wieder wie früher ein mehrmonatiges Abenteuer per Pferd, Kutschen und zu Fuß.

Wenn sie das will, soll sie doch heute schon so leben und uns in Ruhe lassen.

Folge ich dieser Logik darf ich die Nutzung von Erdöl für die Fortbewegung nicht kritisieren weil ich ein Auto habe und damit ja von dieser Technik profitiere?
Schlimmer, ich hätte vor knapp 40 Jahren gar nicht gegen Kernkraftwerke demonstrieren dürfen...hab ja auch von Energie profitiert, hatte keine Lebenserfahrung (hattest Du an anderer Stelle als Argument gebracht), war sogar noch jünger als Greta heute...und hab den Erwachsenen erzählt das die was falsch machen.

Deine Darstellung "ab in die Holzhütte und mit Kamin heizen" ist doch gar nicht Thema, auch bei Greta nicht. Es geht um ein möglichst schnelles Absenken vom CO2-Ausstoß und damit um ein Umschwenken wie wir Energie erzeugen. Auch wenn das eine echt große Aufgabe ist, die Technik dazu haben wir...muss man halt wollen.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 04 Mär 2019 20:16 #49319

"Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen." (Ludwig von Mises)

Dazu noch ein Link:
www.misesde.org/?p=21339

Und eine kleine Anekdote (zu dem Bild mit dem Plastikmüll):
Jahrelang habe ich nicht nur das Rheinufer im Rahmen meiner Möglichkeiten vom Plastikmüll gesäubert, sondern auch mal einem Schwan einen Angelhaken mit einer Restangelschnur von etwa 20 Metern entfernt.
Die vorher gerufene Feuerwehr schaffte es nicht, diesen Schwan einzufangen, also habe ich diesen mit Geduld gefüttert und so zahm bekommen, dass ich es nach ein paar Tagen schaffte, den Haken aus dem Schnabel zu lösen.

Das erzähle ich nicht, um als Held dazustehen, auch wenn ich nach der Rettung des Schwanes vor Glück weinte, sondern aus folgendem Grunde:
In den Jahren, in denen ich am Rheinufer Plastikmüll einsammelte, kamen oft Spaziergänger, ganze Familien, und fanden das toll, was ich da mache. NICHT EINMAL hat einer dieser "dankbaren Spaziergänger" mitgeholfen.
Außer an einem Tag, an dem Green-Peace-Aktivisten daraus eine öffentliche Aktion machten und den Müll dann am deutschen Eck aufstapelten.

Das ist meine persönliche Erfahrung. Diese muss gar nicht mit der öffentlichen Meinung kompatibel sein.

Natürlich zerstören Menschen den Planeten, das ist doch unbestritten und überall offen sichtbar.
Gute Filme dazu, der neueste klärt über Bio-Bio-Bio- auf, macht Werner Boote.

So, und jetzt hüpfen da also ein paar Kinder in ihren Plastik-Klamotten aus Bangladesch und mit ihren I-Phones aus China auf der Straße rum, weil es sich eine Propaganda-Maschinerie so ausgedacht hat UND NICHT, weil es die Kinder so wollen.
Sonst hätte es doch schon wesentlich früher Proteste gegeben, oder sehe ich auch das falsch?

Was finde ich am häufigsten am Rhein? Plastik-Kinderspielzeug. Zumindest hier, vielleicht sind es woanders ja die Plastikhüllen von Bio-Bio-Gurken (REWE)... man weiß es nicht.

Warum demonstrieren die Kinder denn nicht auch gegen Glyphosat, oder Plastikmüll, oder Kinderarbeit oder für Mindestlohn?
Na, weil es gerade hipp ist... und wenn es morgen hipp ist, Pokemons zu suchen, dann sitzen um die Tausend junge Leute (wieder) am deutschen Eck mit ihren Ei- und Smart-Phones und laufen wie die Zombies auf einen geheimen Befehl los, um im Blumenhof irgend so ein "virtuelles Must-Have" zu fangen. Wie danach das deutsche Eck aussah mag ich gar nicht sagen, weil ich als Frührentner dort eine gute Einnahmequelle durch Leergut fand und von dem Hype partizipierte.
Und auch dort räumte ich den Müll weg, den die Jugend von heute meist unter sich fallen lässt.

Ich würde ja gerne mal nach so einem "Hüpf-Event" den Plastik-Müll auf einem Haufen sehen, den diese Kinder während des Events erzeugt haben. Oder besser nicht.

DAS nenne ich "gespaltene Zunge", was mir unterstellt wurde. Was ja möglicherweise auch so ist.

Jedenfalls schließt sich hier mein Kreis:
"Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält..."
In diesem Satz ist sicher auch "andere Meinung" enthalten.

Ich ertrage es.

Lieben Gruß
Roger

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 04 Mär 2019 20:59 #49322

Roger Reichert schrieb:
DAS nenne ich "gespaltene Zunge", was mir unterstellt wurde. Was ja möglicherweise auch so ist. Ich ertrage es.

Na ja, mir ergeht es ja ähnlich. Seit ich gehört habe, dass man am CERN auch nur einen Gedanken darüber verschwendet, einen neuen Teilchenbeschleuniger zu bauen, denke ich zumindest schon mit einem gespaltenen Hirn. Ich weiß selber nicht mehr genau, was ich von dem ganzen halten soll. Ich glaube aber, dass das Thema Klimawandel ohnehin komplett überflüssig ist. Es verführt nur zu endlosen Diskussionen mit endlos vielen Für und Wider, welche lediglich bewirken, dass die Zeit verrinnt, ohne dass etwas geschieht.

Auf einem Planeten, der selbst nicht wächst, wird ein auf Wachstum aufgebautes System irgendwann zur Katastrophe.
Dieser Satz genügt eigentlich schon, um einen Handlungsbedarf zu orten. Und dieser Satz steht außer Diskussion.
.

Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

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Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 04 Mär 2019 21:29 #49323

Roger Reichert schrieb: ... Und eine kleine Anekdote (zu dem Bild mit dem Plastikmüll) …

Hallo Roger

ich finde es gut, dass Du dich für verletzte Tiere einsetzt und den Müll weg räumst, wo Du ihn siehst, auch wenn andere dies nicht tun.

Allerdings verstehe ich dann nicht, dass Du jedem, der Missstände benennt unterstellst es nicht ernst zu meinen.

Sicherlich gibt es auch Menschen, die sich einen grünen oder sozialen Anstrich geben, dies jedoch selbst nicht praktizieren. Dieses Verhalten werden wir jedoch bei jungen UND alten Menschen finden.

Grundsätzlich sollten wir uns über alle freuen, die die richtige Anschauung teilen und darauf hoffen dass sie jetzt oder hoffentlich in Zukunft nach den Richtlinien leben, die sie propagieren.

Was wir wirklich benötigen sind Vorbilder, die andere durch ihr Handeln zum Nachdenken bewegen. Z.B. Menschen, die Unrat wegräumen und nicht liegen lassen.

Wenn Spaziergänger das toll fanden ist das ein Feedback. Ziehe doch die Möglichkeit in Betracht, dass Deine Botschaft, wenn nicht sofort, dann doch langfristig wirkt. Möglicherweise wird der eine oder andere, wenn er auch nicht beginnt den Unrat aufzusammeln, so doch den eigenen Müll zur nächsten Tonne zu tragen. Das wäre ein Anfang.

Ebenso sehe ich die aufkeimende Protestwelle. Wo bislang Gleichgültigkeit war, entsteht Aufmerksamkeit für dieses Thema. Es wird Menschen geben, denen das Thema unangenehm ist, weil sie sich nicht verändern wollen und den sozialen Druck nicht mögen. Andere werden dem ganzen gleichgültig gegenüberstehen und einige werden ihr eigenes Handeln überdenken und sich verändern. Politiker jedenfalls werden verunsichert sein und befürchten, dass sie Wähler verlieren, wenn sie ökologische Grundsätze missachten.

Roger Reichert schrieb: Warum demonstrieren die Kinder denn nicht auch gegen Glyphosat, oder Plastikmüll, oder Kinderarbeit oder für Mindestlohn?
Na, weil es gerade hipp ist...

Wenn ich die Naturgesetze richtig verstehe, warst Du auch einmal jung.
Auch zu deiner Kindheitszeit gab es bereits DDT.
Hast Du gegen DDT demonstriert?
Wenn nicht, warum verlangst Du von den Kindern heute, dass sie gegen Glyphosat demonstrieren?
Stattdessen kannst Du deine Vorbehalte gegen dieses Mittel zum Kriterium für die nächste Wahl machen, politisch aktiv werden und ein Forum suchen um auf Deine Meinung aufmerksam zu machen.
Möglicherweise ist das ja auch ein gutes Thema für UWudL.

Jürgen
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 04 Mär 2019 21:58 #49325

Hi badhofer,

du schriebst: Hurra, wir haben einen schuldigen gefunden. Die Kinder sind an allem schuld.

Wieso? Wo hab ich denn geschrieben dass die Kinder an allem schuld sind :unsure:

Wer trägt denn überhaupt die Schuld für den ganzen Schlamassel:
Unsere Generation? Die unserer Großeltern ( meine mußten noch in den 2. Weltkrieg ziehen / ganz schlimme Zeiten),
die davor, oder die Menschen zu Beginn des industriellen Zeitalters, usw... ?
Ich denke mit Schuldfragen muss man vorsichtig sein, gibt ja auch noch Menschen die Albert Einstein die
Schuld am Bau der Atombombe geben wegen seiner Formel die er damals formulierte, grrr....
Schuldfragen lösen bei vielen Menschen nur Abwehrreaktionen aus und bringen nix. Wir alle (zu allen Zeiten
und an allen Orten in die wir hinein geboren wurden) wurden ja in so ne Art von "Hamsterrad" hinein katapulliert
und laufen / liefen darin mit, ohne zu wissen wie man es anhalten kann.


Lieber Gruß
__________________

Hi lieber D.Rajic,

du schriebst: Ich bin weiterhin aus ganzem Herzen davon überzeugt, dass unsere Jugend alles Recht der Welt hat von uns Ihre Zukunft zu fordern. Und ja, die Kritik von Jürgen ist auch gerechtfertigt.

Find ich auch! War mir auch klar dass mein kleiner Post Reaktionen hervor ruft :)
Mir brauch auch keiner zu erzählen dass der Klimawandel nicht von Menschen verursacht ist (gibt aber noch ganz
viele die das nich wahrhaben wollen und verdrängen / sieht man an den vielen Kommentaren darüber im Internet
wenn man da liest).

Ich finde das auch gut was die Greta da macht und ich glaube dass die "Uridee" von Greta selbst stammt.
Ich denke aber auch dass sie im Hintergrund mittlerweile von Erwachsenen gesteuert wird.
Ist ja auch gut solange sie in ihren Ansichten nicht nur "gesteuert" sondern auch unterstützt wird, hmmm...
Am besten finde ich dass sie die Politiker damit anspricht.
Vielleicht bringt sie manche von ihnen zum Nachdenken sodass sie nicht mehr "Dackel der Industrie" sind :woohoo:

Naja, ich hatte den Vergleich zun Handyverzicht nur angebracht weil ich der Meinung bin dass auch die
meisten jungen Menschen wenig bereit sind zu verzichten.
Auch junge Leute wollen mobil sein, von den heutigen Wissenschaften (z.B. der Medizin) gebrauch nehmen,
usw., usf....
Hab selbst ne Tochter ( und kenne auch viele junge Menschen) und wenn ich damals zu der gesagt hätte:
Liebes Töchterlein: Fahre doch lieber mit dem Fahrrad, gibt kein Auto, denke an das Klima...
Auweia, die hätte mich angeguckt (schlimmer, die wäre mir an die Gurgel gegangen)
Alles nicht so einfach und viel bla,bla, bla.., und ich weiß auch nicht :dry:
HLG

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 04 Mär 2019 22:51 #49327

Greta Thunberg hat mit ihren Bahnfahrten gezeigt, dass sie eigene Konsequenzen zieht.
M. E. sollte die f4f-Bewegung dies auch in den Fokus nehmen – zB eine Liste von best-practise-Beispielen, die zur Nachahmung anregen sollen.
Ich habe dies in einer Mail an parents4future angeregt, das wurde aber zurückgewiesen, weil man Angst hat, dass dies als Bevormundung angesehen wird.
Da gebe ich udogigahertz insofern recht, dass man nicht gut Forderungen an Politiker stellen darf, wenn man keine an die eigenen Eltern und an sich selbst stellt.
Es ist ja nicht so, dass da nichts geschieht. Viele junge Menschen essen vegetarisch bzw. vegan u. a. wegen dem Methan, das die Tiere in die Luft pupsen. Viele wollen kein eigenes Auto und versuchen es mit ÖPV, MfGs, (E-)bikes, Carsharing, und ähnlich bei anderen Lebensbereichen.
@ Sonni: Unsere Entscheidung, ohne Auto zu leben, wurde von allen in der Familie getragen, also nicht von Deiner Tochter auf alle schließen!
(btw: Natürlich wird sie auch gegen Glyphosat demonstriert, ist in Leverkusen jedenfalls geschehen)
Nur wäre es gut, sich da gegenseitig zu befeuern, Anregungen, den eigenen ökologischen Fußabdruck zu vermindern.
Denn es fehlt am Vorstellungsvermögen, wie man anders lebt, Das hatten wir hier schon mit dem Einkauf ohne Auto. Das gilt genauso für fleischloses bzw. veganes Kochen. (Wo es für viele schon unvorstellbar ist, dass man alles selber kocht). Oder fluglosen Urlaub. Das Mobilgerät nur an einigen kurzen Zeitfenstern am Tag an zu haben oder anders drastisch einschränken – das ist eine sehr schwere Übung, die ich nicht zum Einstieg in einen ökologischen Lebensstil empfehlen würde.
Den Meisten fällt bei ökologischem Handeln nur die Mülltrennung ein. Dabei gibt es im Netz viele Ideen, hier 2 Seiten als Beispiele:
natur-ratgeber.de/
www.bund.net/bund-tipps/
Nach dem Motto: Auch Kleinviel macht Mist.
Das Wichtigste dabei: Mit einer Sache anfangen, konkret umsetzen und dann das nächste anpacken! Eine gute Chance bietet Aschermittwoch: 7 Wochen mal ohne xy auskommen: Einfach mal ausprobieren, dann nach 7 Wochen sehen, wie man das weiter führen kann.
Ich merke bei mir selber, dass das langsam geht. Aber je mehr um einen herum mitmachen, je mehr etwas normal ist, umso einfacher wird es.
Denn jetzt muss man sich meist dafür rechtfertigen, wenn man zB kein Fleisch isst. Leben ohne Auto wird aber schon eher akzeptiert.

Zur Mobilität:
Autofahren macht krank: Durch Unfälle, durch Abgase, durch Lärm. Der Autoverkehr macht die höchste Lärmbelästigung in Deutschland aus. Die Kosten trägt die Allgemeinheit (ob Steuer oder Krankenkassen).
Auf autofrei.de wird behauptet: „Das Umweltbundesamt hat ausgerechnet, dass der Straßenpersonenverkehr jährlich ca. 47 Milliarden Euro und der Straßengüterverkehr rund 13 Milliarden Euro mehr Kosten verursacht, als der Staat durch Abgaben dieser Verkehrszweige einnimmt. Diese Kosten sind Umweltschäden, Gesundheitsausgaben und Kosten für den Erhalt der Straßen.“ Ich konnte das nicht überprüfen, weil die Seite vom uba nicht recherchierfreudig ist.

@ Roger Reichert
Dein Link führt zu einem Vortrag eines Wirtschaftswissenschaftlers, dessen blumigen physikalischen Behauptungen einfach nur Stuss sind.
Warum gehst Du nicht auf Sachargumente ein, die Dir hier geboten wurden? Wie willst Du hier ernst genommen werden, wenn Du das nicht machst?

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2
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Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 04 Mär 2019 23:12 #49329

Hi Sonni,

das Hamsterrad ist unsere Erde! Die anzuhalten, wird nicht gelingen. Aber wahrscheinlich meinst du die Zeit, die du gerne anhalten möchtest. Das geht auch nicht. Die Prozesse laufen und laufen und laufen........
Die Sonne fusioniert ihren Wasserstoff, die Planeten ziehen ihre Bahnen um die Sonne, der Mond umkreist die Erde und diese dreht sich in 24 h um sich selbst.
Das wird noch lange so sein, ja sogar sehr lange.

Darauf haben wir Menschen keinen Einfluss.

Wir beeinflussen, Kraft unserer Vielzahl, Kraft unserer Technik und vor allem Kraft der Ausbeutung fossiler Energiereserven, unser Klima. Und das in dramatischer Weise. Die Folgen werden für die Nachfolgegenerationen verheerend sein.

Die Menschen im letzten Jahrhundert haben während der Kriege viele Gerätschaften gebaut, Flugzeuge, Schiffe, Panzer und Kanonen.
Das alles ist verschwunden, liegt auf dem Schrottplatz der Geschichte.
Das, was wir heute auf die Beine stellen, auch Flugzeuge, Schiffe, Autos und Kanonen etc. , wird demnächst auch auf diesem Schrottplatz landen.

Die Energie, die wir dafür aufwenden, stammt aus fossilen Vorräten.

Wenn die zu Ende gehen, ist das Fest vorbei. Dann hat sich auch der Plastikmüll erledigt.

Unsere Jugend scheint diesen Zusammenhang besser zu begreifen, als unserer Generation das gelungen ist.

Deshalb ist späte Einsicht besser als gar keine.

Hoffentlich hält Gretas Bemühen noch lange an.
Auf deiner nächsten Großdemonstration lauf ich mit, versprochen!

Thomas
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 05 Mär 2019 08:14 #49337

Thomas schrieb:
Die Energie, die wir dafür aufwenden, stammt aus fossilen Vorräten. Wenn die zu Ende gehen, ist das Fest vorbei. Dann hat sich auch der Plastikmüll erledigt.

Wenn die fossilen Vorräte durch Kernfusionsreaktoren ersetzt werden, dann war das, was wir heute als Plastikmüll-Problem bezeichnen, erst der Anfang. Dann geht es erst richtig los mit lustig.

Sonni1967 schrieb:
Wir alle (zu allen Zeitenund an allen Orten in die wir hinein geboren wurden) wurden ja in so ne Art von "Hamsterrad" hinein katapultiert und laufen / liefen darin mit, ohne zu wissen wie man es anhalten kann.

Wir kommen auf die Welt und das Hamsterrad war schon da.
Dieses Hamsterrat, in das wir hineingeboren wurden, hat auch einen Namen.
Der Name ist: EURO 79.884.224.558.037.038.468.658.553.235.113.547.783,--

Für endloses herum diskutieren empfiehlt es sich, die Augen vor diesem Namen zu schließen.
.

Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

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Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 05 Mär 2019 09:24 #49339

@ Roger Reichert
Dein Link führt zu einem Vortrag eines Wirtschaftswissenschaftlers, dessen blumigen physikalischen Behauptungen einfach nur Stuss sind.
Warum gehst Du nicht auf Sachargumente ein, die Dir hier geboten wurden? Wie willst Du hier ernst genommen werden, wenn Du das nicht machst?

Zu Anfang haben auch viele Einstein als "Idioten" abgestempelt. Einer hätte doch gereicht.

Sachargumente und Ernstnahme:
Auch wenn man mich jetzt auch in diesem Forum sperrt (Google sowieso, eigentlich alle Foren), möchte ich Folgendes zum Abschluss meiner virtuellen Dareichungsform äußern:

"Ich glaube an Liebe und Wahrheit. An die echte, freie, nicht an die indoktrinierte, manipulierte Wahrheit. Diese hat mit Denken nichts zu tun. Diese kommt aus dem Herzen. Oder aus dem Nichts. Als Kind hatte ich seherische Fähigkeiten, die mein Vater als "Du bist ein kleiner Teufel" definierte.
Ich habe Dinge vorausgesehen, die außerhalb der mathematischen Wahrscheinlichkeit und dem gängigen Weltbild lagen, zum Beispiel die Lottozahlen. Und habe gewonnen, weil ich mir trotz aller Manipulation und Indoktrination noch immer vertraue.

Grundsätzlich glaube ich mal gar nichts. Weder einem Link, den ich gepostet habe, um mal die andere Seite der Münze zu zeigen, noch dem, was ich glaube wahrzunehmen. Denn auch in der realen Welt gab es Erlebnisse, die außerhalb mathematischer und physikalischer Gesetze lagen, die ich mir nicht einmal selbst geglaubt hätte, gäbe es keine Zeugen.

Wenn ich jetzt noch anführe, das ich während eines Besuches der Pyramiden in Mexico-City möglicherweise einer Zeit-Dissonanz unterlag, so wird es jetzt sehr einfach, mich anzugreifen.

Ich kann viele Dinge nicht erklären, die in meinem Leben passierten. Doch traue ich mich im Gegensatz zur Allgemeinheit, diese Dinge öffentlich zu äußern. Auch, dass ich Zeit für eine Illusion halte. ALLES PASSIERT JETZT.

Ich bewundere alle Wissenschaftler, im Besonderen Herrn Gassner mit seiner ansteckenden Enthusiastik, den Dingen, der Welt, dem Universum, immer weiter auf den Grund zu gehen. Ganz tiefe Demut.

Für mich und meine Existenz gilt jedoch: Wahrheit, Liebe, Mitgefühl.

Diese Größen kann ich nicht aus Formeln ableiten."

Lieben Gruß

Roger

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 05 Mär 2019 10:08 #49342

@udogigahertz
Ist es tatsächlich dein ernst, dass du unseren Kindern und Enkeln das Recht absprichst sich ernsthaft Sorgen um ihre Zukunft zu machen und in dieser Konsequenz Forderungen an die Entscheidungsträger von heute zu stellen? Schon einmal darüber nachgedacht, dass ein wachsender Teil der jungen Generation bereits durchschaut haben könnte, was hinter den von dir zitierten „modernen Segnungen“ steckt – welchen tatsächlichen Preis, den man nicht mit Geld ausdrücken kann, ihre und nachfolgende Generationen zu zahlen haben?
Greta lebt auf diesem Planeten und weder sie noch irgend ein anderer Mensch soll leben wie in der vorindustriellen Zeit. Es ist auch falsch ihr zu unterstellen, sie und ihre Familie würde nicht persönliche Konsequenzen ziehen. Schon Jahre zuvor erkannte sie, wie leichtfertig wir mit unseren wichtigsten Ressourcen und Lebensgrundlagen umgehen, beispielsweise durch die Vermüllung der Meere. Es ist übrigens auch nicht richtig, dass (wie du an anderer Stelle schreibst) diese „lokale“ Umweltzerstörung nichts mit dem Klimawandel zu tun hätte. Keine Ahnung ob Greta es nun weiß oder nicht – die Zersetzung von Polyethylen im Wasser setzt nämlich ebenfalls Treibhausgase frei. Auch andere Themen, für die sich Greta mit eigenen Konsequenzen schon vor langer Zeit einsetzt hat sind letztlich mehr als artverwandt und wirken sich ihrer Summe auf das Klima aus.
Vielleicht muss man keinen akademischen Grad heben (oder er könnte gar manchmal hinderlich sein) um bestimmte Zusammenhänge zu erkennen – und eine Frage des Alters ist es auch nicht – manchmal genügt schon der gesunde Menschenverstand. Fehlende „Lebenserfahrung“? Wir sehen doch deutlich, wie wenig die wert sein kann und es gibt Erfahrungen, die von der Greta-Generation auf keinen Fall gemacht werden sollte. Dafür zu sorgen ist unsere Aufgabe, heute !
Es bring nun wirklich auch nichts, wenn man von einer 16-jährigen erwartet, dass sie entweder die Lösung für alle Probleme in der Tasche hat oder lieber den Mund halten sollte. Erkannt hat sie mit Sicherheit wo ihr eigener Beitrag liegen kann und dass das alleine nicht ausreicht! Mit ihren Forderungen an Politik und Wirtschaft macht sie sich nicht nur Freunde, das spricht ebenfalls für sie. Greta hat die Stärke Hass- und Shitstorm zu ertragen und die Kritik an dieser Jugendbewegung positiv zu sehen. Wenn sie dabei „Unterstützung“ erfährt – umso besser! Was sie in meinen Augen am meisten auszeichnet ist ihre Erkenntnis, dass die Jugend nicht zu unwissend und zu unbedeutend ist Dinge in Bewegung zu setzen, Ignoranz und Profitgier die Stirn zu bieten.
Ja, wer sich in die Öffentlichkeit begibt gerät automatisch in Gefahr für politische Zwecke und Machtinteressen missbraucht zu werden. Ich denke, gerade deshalb braucht sie unsere Solidarität, nicht unsere Verurteilung.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 05 Mär 2019 10:22 #49343

@Roger Reichert
Seit meiner Kindheit sehe ich Dinge, die sonst niemand sieht in folgender Weise:
Ganz banale, lupenreine Zufälle setzen sich in meinem Gedächtnis fest. Auch wenn ich viele wesentlich wichtigere Dinge wieder vergesse, diese banalen Zufälle bleiben im Gedächtnis. Und irgendwann haben alle diese Zufälle eine Kette gebildet. Fast ein Jahrzehnt lang habe ich mit der selektiven Wahrnehmung gekämpft. Aber dann hat diese Kette mit einer Tragödie, die 223 Menschenleben gekostet hat, einen Kreis gebildet. Irgendwann habe ich angefangen, ein Grundprinzip herauszulesen, nachdem sich das alles verhält und es auf meiner HP niedergeschrieben.

Reden kann man darüber mit niemandem. Wer die Zusammenhänge nicht selbst erlebt, hat keine Chance, da etwas herauszulesen. Ist auch nicht notwendig. Es genügt, wenn man sein eigenes Leben danach ausrichtet.
Roger, als ich geschrieben habe, dass du mit gespaltener Zunge redest und du geantwortet hast, dass du das locker erträgst, habe ich mir schon gedacht, dass du jemand sein musst, der etwas mehr sieht. Denn dann steht man über solchen Dingen. Dann kratzt einem so etwas nicht mehr.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 05 Mär 2019 10:30 #49344

@ Roger Reichert
Natürlich gibt es viel mehr als Naturwissenschaft und Sachargumente. Liebe, Hoffnung, Geborgenheit, Vertrauen… davon leben wir, das ist auch das Wichtigste, daraus besteht menschliches Leben. Und die Zeit, die wir erleben, richtet sich auch nicht unbedingt nur nach der physikalischen Zeit. Manche Augenblicke dauern ewig, manche Zeiten fliegen schnell vorbei. Jeder spürt Dinge, die man nicht so leicht erklären kann, das ist nur unterschiedlich stark ausgeprägt.
Das stellt niemand ernsthaft in Frage, aber es gibt eben einige Dinge in der Welt, die sind davon unabhängig. Damit beschäftigen sich die Naturwissenschaften.
Du hältst Zeit für eine Illusion. Das ist eine unzulässige Verallgemeinerung Deiner persönlichen Erfahrungen. Denn sehr viele physikalische Formeln enthalten die Zeit, wenn Du Herrn Gassner bewunderst, musst Du auch diese Formeln anerkennen, denn ohne die Zeit sind alle seine Vorträge nur Nonsense.
Dieses Forum beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit diesem objektiven Teilbereich der Welt. Wenn Du leugnest, dass es das überhaupt gibt, dann erübrigt sich jedes Gespräch hier.
Im Moment widersprechen sich Deine Aussagen. Vielleicht klärst Du erst mal für Dich selber, wie es mit den Vorträgen von Herrn Gassner, der Physik, der Zeit und wissenschaftlichen Erkenntnissen ist.

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 05 Mär 2019 10:45 #49345

Sonni1967 schrieb: ...
Man könnte ja mal ne Art von Gegenforderung stellen:
Wie viele von euch Jugendlichen wären denn bereit für nur 3 Monate ihr Handy abzugeben um ein
Zeichen zu setzten für den Klimaschutz?
Da wäre ich aber mal gespannt was da raus kommt :lol:
LG

Da wäre es doch schon besser, diese Forderung (freilich nicht in dieser überspitzten Form) generationsübergreifend zu stellen. Dieser Umweltbelastungsfaktor lässt sich durch den Energieverbrauch der Internet-Serverfarmen extrem gut in Zahlen umsetzen und beweisen.
Übrigens sind es nicht Kinder und Jugendliche, die den Löwenanteil in der Smartphone-Statistik ausmachen. ...Und die Senioren holen von Jahr zu Jahr auf.

Ein gesundes Maß finden, das gilt für alles und alle!

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 05 Mär 2019 12:21 #49348

udogigahertz schrieb:
Vor allem haben Minderjährige kein Recht, uns Erwachsene irgendwelche Vorschriften machen zu wollen oder gut gemeinte Ratschläge öffentlich zu geben mit dem Anspruch auf Beachtung. Dazu fehlt ihr als Kind noch einiges an Wissen und vor


Zum einen hat man so früher über Frauen geredet und zum anderen ist es mit deinem wissen auch so eine Sache
Und Lebenserfahrung wird überbewertet , vor allem wenn sie einen nicht weiße macht sondern verbittert.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 05 Mär 2019 13:48 #49350

Hi Thomas,

das Hamsterrad ist unsere Erde! Die anzuhalten, wird nicht gelingen. Aber wahrscheinlich meinst du die Zeit, die du gerne anhalten möchtest. Das geht auch nicht. Die Prozesse laufen und laufen und laufen........

Nee, ich meinte mit dem Hamsterrad in das wir hineingeboren werden nicht die Erde oder den Versuch die Zeit anzuhalten sondern die
Lebensumstände und Abhängigkeiten denen wir (je nachdem an welchen Orten wir leben) ausgesetzt sind.
Ohne die großen Energieversorger geht in der westlichen Welt nix mehr. Würde die dauerhaft zusammen brechen käme es ganz schnell zur
Katastrophe (kein fließendes Wasser mehr, usw..). Das gleiche gilt für Mobilität. Gäbs die nicht mehr würden viele nicht mehr auf die Arbeit
kommen und ohne Güterverkehr würden etliche verhungern. Ich z.B. lebe auf dem Land und da sind viele auf ein Auto angewiesen. Hier
fahren kaum Busse und (vor allem ältere Menschen) wissen oft nicht mal wie sie zum Arzt kommen sollen. In den Städten ist das was
anderes, dort sind die Busverbindungen viel besser ausgebaut.

Klar müssen wir Energie sparen wo immer es geht! Ich befürchte aber dass "nur" einsparen uns nicht retten wird, es verzögert nur.
Wir laufen im Hamsterrad mit weil wir ohne / wenig Energie überhaupt nicht mehr in der Lage sind "vernünftig" zu leben. Wir sind total
abhängig von ihr und wir können das Hamsterrad nicht einfach zum Stillstand bringen (was wir aber eigentlich im Angesicht der
Bedrohung sofort tun müssten). Dann aber würde alles zusammenbrechen, wir können ja die Zeit nicht zurück drehen
und dies meinte ich mit meiner Aussage: Alles nicht so einfach und viel bla,bla,bla....

Ich finde das toll was Greta da macht und bin bestimmt kein Gegner, im Gegenteil (falls mich da jemand missverstanden haben sollte).
Ich befürchte aber dass unsere Kinder auch nicht in der Lage sein werden das Rad anzuhalten weil sie ebenfalls in diese
Energieabhängigkeit hinein geboren wurden. Die jungen Leute die ich kenne wollen auch mobil sein, ne eigene Wohnung haben, mal
in Urlaub fahren / fliegen oder sich ne Playstation anschaffen, kann man ihnen ja auch mit Sicherheit nicht zum Vorwurf machen.
Gibt bestimmt Ausnahmen so wie Greta aber ich persönlich kenne keine.

Naja, den Energiebedarf wird man nicht vollkommen abstellen können (im Gegenteil, er wird weltweit weiter steigen) also sehe ich nur
einen Ausweg damit wir evtl. noch mit nem blauen Auge davon kommen:
Wir müssen alles , wirklich alles. daran setzten um die Entwicklung von erneuerbaren umweltfreundlichen Energien voranzutreiben.
Da müssten sofort Unmengen investiert werden in Forschung, Fördergelder, usw. und das alles muss umgehend passieren damit
wir schnellstens von den fossilen Brennstoffen weg kommen aber trotzdem unseren Energiebedarf decken können. Da ist die Politik gefordert
(die schlafen aber noch oder wollen nicht, von dem Lobbyismus fange ich gar nicht erst an, weiß sowieso jeder).
Gegenseitige Schuldvorwürfe (z.B.wer wann und wie oft in Urlaub fliegt) bringen aber nix ( außer noch mehr Gezanke).
Das alles umzusetzten wird viiiieeel, ganz viel Geld kosten aber Deutschland ist ein reiches Land und die entwickelten Technologien
könnten später auch den armen Ländern zu mehr Wohlstand verhelfen. Das wäre machbar wenn alle an einem Strang ziehen würden.
Wohlhabende industrielle Länder könnten sich ja auch miteinander verknüpfen und zusammen arbeiten.
Ich höre aber gedanklich schon viele schreien: Waas, soo viel Geldverschwendung für den Klimaschutz !!! Das ist doch Geld aus
dem Fenster geworfen, der Mensch hat doch mit dem Klimawandel gar nix zu tun. Genau wie diejenigen die hier bei uns rum meckern
weil die vielen Windräder ja den Blick auf die Natur verschandeln.

Ich habe meine Naivität und den Optimismus in dieser Hinsicht über die Jahre verloren. Ich las damals in den 80igern ein Buch
"so lasst uns denn ein Apfelbäumchen pflanzen" (Hoimar von Ditfurth). Damals dachte ich: Ohjeee..., der sieht das aber alles viel
zu negativ, heute denke ich ganz anders darüber.
Du schriebst:

Auf deiner nächsten Großdemonstration lauf ich mit, versprochen!

Ich verspreche dir auch ich komme auf deine (falls du mit dem organisieren schneller bist als ich) ;)

Schon zu viel geschrieben, lieben Gruß Sonni

ollelinse schrieb: Da wäre es doch schon besser, diese Forderung (freilich nicht in dieser überspitzten Form) generationsübergreifend zu stellen.

Hihi, das ist ne gute Idee! 3Monate kein Handy, kein Internet und am besten auch keine Glotze. Auweia, da kenne ich aber einige Erwachsene
aus meinem Umfeld die würden die fürchterlichsten Höllenqualen in der Zeit erleiden, hier gibts bestimmt auch einige :lol:

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 05 Mär 2019 15:40 #49353

D.Rajic schrieb: Udo schreibt:

Im Gegenteil sind die Einnahmen aus dem Verkehrswesen so hoch (man denke nur an die LKW-Maut!), dass der Staat damit ganz andere Lücken füllt, wenn man NUR die genannten Kosten des Verkehrs diesem finanziell aufbürden würde, wäre der Sprit von heute auf gleich um einiges billiger.

Es sei daran erinnert, dass die letzte Mineralölsteuranhebung damit begründet würde, dass man Geld für die Renten bräuchte, das war noch eine SPD/Die Grünen-Regierung.

Na, Udo, ich glaube dein Mantel der Kenntnis, den du dir umhängst, ist kurz geraten. Bei der Besteuerung gilt weiterhin der Haushaltsgrundsatz der Non-Affektation. Das heißt, Steuer dürfen nicht zweckgebunden erhoben werden. Die Besteuerung im Rahmen der Kosten im Verkehr dienen ebenso dem Verteidigungshaushalt wie auch der Besoldung von Staatsbediensteten, wie auch Infrastrukturmaßnahmen. Hintergrund ist, das an sich alle Ausgaben als gleich priorisiert zu gelten haben. Tatsächlich kann keiner die direkten und indirekten Kosten auch nur annähernd solide beziffern. Straßenbau ist da wohl eher ein mäßiger Faktor. Zweckgebundenheit kann lediglich durch Gebühren oder Beiträge stattfinden.


Das ist korrekt, Steuereinnahmen sind nie zweckgebunden.

Man braucht sich ja nur mal die Steuereinnahmen aus der Kraftfahrzeugsteuer plus den Einnahmen aus der Mineralölsteuer anschauen und diese Einnahmen mit den Ausgaben für Verkehr (darin sind auch Baumassnahmen für die Eisenbahn und die Binnenschifffahrt enthalten sowie Zuschüsse für Flughäfen usw., also nicht nur Straßenverkehr) zu vergleichen, dann wird auch dem dümmsten Theoretiker und Autohasser klar, dass die Einnahmen aus dem Straßenverkehr nicht nur ALLE anfallenden Ausgaben tragen, sondern darüber hinaus auch anderen staatliche Ausgaben zu gute kommen.

Hier wird ja immer so getan, als würden die autolosen Mitbürger mit ihren Steuergeldern auch noch den Straßenbau mitfinanzieren, was faktisch eben NICHT stimmt!


Grüße
Udo

Das Verzichtbare ist nutzlos. J.F. Hingeklammert

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 05 Mär 2019 15:42 #49354

heinzendres schrieb:

udogigahertz schrieb:
Vor allem haben Minderjährige kein Recht, uns Erwachsene irgendwelche Vorschriften machen zu wollen oder gut gemeinte Ratschläge öffentlich zu geben mit dem Anspruch auf Beachtung. Dazu fehlt ihr als Kind noch einiges an Wissen und vor


Zum einen hat man so früher über Frauen geredet und zum anderen ist es mit deinem wissen auch so eine Sache
Und Lebenserfahrung wird überbewertet , vor allem wenn sie einen nicht weiße macht sondern verbittert.


Nun ja, du könntest Recht haben, aber weiß bin ich schon genug, du wolltest wohl "weise" schreiben? Blöd, wenn man Kritik übt, man selber jedoch in der Grundschule nicht aufgepasst hat.

Nichts für ungut, bei der Steilvorlage konnte ich nicht anders.


Grüße
Udo

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 05 Mär 2019 15:47 #49356

Jürgen schrieb: @udogigahertz

Hallo Udo,

wenn ich Deine Ausführungen zusammenfasse bedeutet das:

Du widersprichst nicht den Erwartungen der Klimaforscher.

Was mit kommenden Generationen geschieht und auch mit Menschen in Bangladesch, ist Dir egal, ja Du machst dich, wie Du selbst schreibst, auch noch darüber lustig.


Schon wieder jemand, der meine Bemerkung, dass es sich hierbei um puren Sarkasmus handelt, nicht gelesen oder nicht verstanden hat, Sarkasmus ist eben NICHT sich über jemanden lustig machen, sondern das genaue Gegenteil, ich bedauere diese schlimmen Zustände, sowohl die Kinderarbeit/Frauenarbeit in Bangladesh und anderen fernöstlichen Ländern, die zumeist unter sehr schlechten Bedingungen für einen Hungerlohn schuften müssen, als auch den drohenden Meeresspiegelanstieg durch die Klimaerwärmung, die ja früher oder später kommen wird.

Da ich aber auch kein Patentrezept habe, wie man all diese Zustände schnell und nachhaltig ändern kann, bleibt mir doch nur Sarkasmus.


Grüße
Udo

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 05 Mär 2019 15:52 #49357

Sonni1967 schrieb:
. . . wir können das Hamsterrad nicht einfach zum Stillstand bringen (was wir aber eigentlich im Angesicht der
Bedrohung sofort tun müssten).

Und was treibt dieses Hamsterrad an? Eigentlich liegt der Antrieb eh offen da, man darf nur die Augen nicht davor verschließen.
.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 05 Mär 2019 16:04 #49358

Lutz schrieb: Hallo Udo,

ich weiß nicht wirklich warum Du so empfindlich auf Greta Thunberg reagierst und gegen ihre Person argumentierst bzw. ihr das Recht absprechen möchtest ihre Meinung zu äußern.


Ich bin deshalb darüber so aufgebracht, weil sie keine konkreten Massnahmen aufzeigt, wie man denn dem Übel schnell abhelfen sollte, ohne auf den gewohnten Lebensstandard zu verzichten. Da kommt nichts, gar nichts, nur Forderungen eines Kindes.

Das KANN ich nicht ernst nehmen, wirklich nicht.

Ich weiß doch selbst (wie ihr alle, unterstelle ich mal), dass wir augenblicklich unsere Ressourcen, die die Natur in Millionen Jahren angelegt hat, in Nullkommanichts aufbrauchen, dass wir (alle Menschen, vor allem die in den westlichen Ländern, an vorderster Stelle die Amis) den nachfolgenden Generationen die heute noch so billige fossile Energie wegnehmen, das an sich ist schon unverantwortlich, ganz abgesehen von den Folgen fürs Klima, das Thema kommt ja noch obendrauf.

Aber was sollen wir denn konkret tun? Wir Deutsche gehen da ja schon mit sehr gutem Beispiel voran, in keinem anderen Land gibt es so viele Windräder, so viele Solarkollektoren, in keinem anderen Land ist Strom so teuer wie hier, eben wegen der Finanzierung des "Öko-Stroms".

Auch halten wir unsere Umwelt sauber durch ein umfassendes Recyclingsystem, das zwar objektiv betrachtet noch nicht der Weisheit letzter Schluss ist (das wäre Müllvermeidung), aber im Weltmassstab dennoch Spitze ist, auch unsere Natur vermüllen wir nicht so wie andere das machen und wenn irgendwo mal Müll herumliegt, wird dieser alsbald von der Gemeinschaft entsorgt.

Wie gesagt: alles noch weit ab von Perfektion, aber dennoch im Weltvergleich Spitze, auch was das Einsparen von Heizenergie angeht, unsere Häuser brauchen ca. ein Drittel weniger Heizenergie als alle amerikanischen Häuser, von deren Stromverschwendung durch die dortigen Klimaanlagen mal ganz abgesehen.

So, was will denn die Greta dagegen machen? Wir sparen schon genug ein, sollen doch jetzt mal die wirklichen Verschwender (Amis und Chinesen) mal sparen, aber da traut sie sich nicht hin, nach China oder in die USA, in den USA würde sie von Trump-Anhängern mit faulen Eiern beworfen werden und in China wird sie gar nicht erst öffentlich sprechen dürfen.

Stattdessen sollen wieder mal WIR sparen, sparen, sparen und noch mehr für Energie zahlen, ist ja alles noch viel zu billig.

Nein, nicht mit mir.

Grüße
Udo

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 05 Mär 2019 16:12 #49359

ollelinse schrieb: @udogigahertz
Ist es tatsächlich dein ernst, dass du unseren Kindern und Enkeln das Recht absprichst sich ernsthaft Sorgen um ihre Zukunft zu machen und in dieser Konsequenz Forderungen an die Entscheidungsträger von heute zu stellen?


Sorgen dürfen sie sich machen, keine Frage.

Aber nicht vor Publikum sinnlose, populistische Forderungen zu stellen ohne konkrete Masssnahmen zu nennen, was ihr denn so vorschwebt.

Das ist Populismus pur, dieses Mädchen ist schon berühmt, sie wird die Schule abbrechen und gegen fürstliches Honorar in der Welt umherreisen und Vorträge halten vor ihrer Zielgruppe, von der sie dann bejubelt werden wird, sie wird demnächst Bücher schreiben (lassen) von deren Tantiemen sie gut leben können wird.

Das ist doch schlecht, sie sollte lieber zur Schule gehen, etwas lernen, eventuell Physik studieren oder Biologie oder sowas und sodann Methoden erfinden, mit denen man die von ihr erkannte Problematik lösen kann. DANN hätte sie einen wirkungsvollen Beitrag zur Klimarettung beigetragen, nur mit Empörung und mit Worten kann man das Klima nicht retten, falls man das überhaupt kann oder noch kann.


Grüße
Udo

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 05 Mär 2019 17:02 #49363

udogigahertz schrieb:
Nichts für ungut, bei der Steilvorlage konnte ich nicht anders.


Grüße
Udo

ich musste schmunzeln

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 05 Mär 2019 17:42 #49364

udogigahertz schrieb: …Sorgen dürfen sie sich machen, keine Frage.
Aber nicht vor Publikum sinnlose, populistische Forderungen zu stellen ohne konkrete Masssnahmen zu nennen, was ihr denn so vorschwebt.

Das ist Populismus pur, dieses Mädchen ist schon berühmt, sie wird die Schule abbrechen und gegen fürstliches Honorar in der Welt umherreisen und Vorträge halten vor ihrer Zielgruppe, von der sie dann bejubelt werden wird, sie wird demnächst Bücher schreiben (lassen) von deren Tantiemen sie gut leben können wird.

Das ist doch schlecht, sie sollte lieber zur Schule gehen, etwas lernen, eventuell Physik studieren oder Biologie oder sowas und sodann Methoden erfinden, mit denen man die von ihr erkannte Problematik lösen kann. DANN hätte sie einen wirkungsvollen Beitrag zur Klimarettung beigetragen, nur mit Empörung und mit Worten kann man das Klima nicht retten, falls man das überhaupt kann oder noch kann….


Sie sagt doch sehr konkret was sie erwartet und wozu sie auffordert. Greta hat erkannt, dass die wichtigsten Maßnahmen zur Abwendung des beschleunigten Klimawandels nicht erst entwickelt, sondern umgesetzt werden müssen. Das ist kein Populismus, sondern Klugheit. Und wenn die Welt der „Erwachsenen“ dazu nicht in der Lage ist, dann braucht es offenbar auch den Anschub von „unten“. Die Welt braucht Menschen die etwas in Bewegung setzen können. Wenn du das als „sinnlos“ betrachtest, dann mache ich mir so meine Gedanken warum das bei dir so ankommt… Und was sollen diese diffamierenden Unterstellungen, die ich nicht noch einmal wiederholen möchte?
Natürlich braucht es auch die gebündelte Kraft von Forschung, Industrie und politischer Weichenstellung damit das Ganze in die richtige Richtung läuft (Energie, Infrastruktur, Landwirtschaft…).

So wichtig dies auch ist, es braucht seine Zeit. Wir haben aber nicht die Zeit uns auf ausgewählten Erfolgen der letzten Jahre auszuruhen und den „Rest“ dem kapital-gesteuerten Selbstlauf zu überlassen. Und deshalb ist das Wachrütteln der trägen und allzu bequemen Masse so wichtig!

Eines dürfte doch klar sein… wenn wir (möglichst alle) heute nicht anfangen Verzicht zu üben und unsere, oft künstlich erzeugten Bedürfnisse herunterfahren, wird unsere Generation Verantwortung der Superlative auf sich laden. Und niemand wird da sein und sagen: „sie haben es ja nicht besser gewusst“ …


Gretas ehrliches Engagement ist bereits seit vielen Jahren ein Teil ihrer Persönlichkeit, die sie viel zu lange zu einem Dasein als Außenseiter zwang. Gut wenn sich das jetzt ändert, das gibt Hoffnung!
Übrigens … den versäumten Schulstoff holt sie außerhalb des Unterrichts nach und ich bin mir sicher, dass mehr drauf hat aus von Tantiemen leben zu wollen.

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