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THEMA: Greta Thunberg in Davos und Klimawandel

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 05 Mär 2019 17:53 #49365

udogigahertz schrieb: Schon wieder jemand, der meine Bemerkung, dass es sich hierbei um puren Sarkasmus handelt, nicht gelesen oder nicht verstanden hat, Sarkasmus ist eben NICHT sich über jemanden lustig machen, sondern das genaue Gegenteil,

Zur Information (Duden):
beißender, verletzender Spott, Hohn, der jemanden, etwas lächerlich machen will

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 05 Mär 2019 18:23 #49366

ollelinse schrieb:

udogigahertz schrieb: …Sorgen dürfen sie sich machen, keine Frage.
Aber nicht vor Publikum sinnlose, populistische Forderungen zu stellen ohne konkrete Masssnahmen zu nennen, was ihr denn so vorschwebt.

Das ist Populismus pur, dieses Mädchen ist schon berühmt, sie wird die Schule abbrechen und gegen fürstliches Honorar in der Welt umherreisen und Vorträge halten vor ihrer Zielgruppe, von der sie dann bejubelt werden wird, sie wird demnächst Bücher schreiben (lassen) von deren Tantiemen sie gut leben können wird.

Das ist doch schlecht, sie sollte lieber zur Schule gehen, etwas lernen, eventuell Physik studieren oder Biologie oder sowas und sodann Methoden erfinden, mit denen man die von ihr erkannte Problematik lösen kann. DANN hätte sie einen wirkungsvollen Beitrag zur Klimarettung beigetragen, nur mit Empörung und mit Worten kann man das Klima nicht retten, falls man das überhaupt kann oder noch kann….


Sie sagt doch sehr konkret was sie erwartet und wozu sie auffordert. Greta hat erkannt, dass die wichtigsten Maßnahmen zur Abwendung des beschleunigten Klimawandels nicht erst entwickelt, sondern umgesetzt werden müssen. Das ist kein Populismus, sondern Klugheit.


Nein, das ist Klugscheißerei, weiter nichts.

Wusstest du das denn nicht, dass man die "wichtigsten Maßnahmen zur Abwendung des beschleunigten Klimawandels" auch umsetzen sollte, und zwar so schnell als möglich? War dir das neu? Muss da erst ein 15 oder 16jähriges schwedisches Schulmädchen kommen und dir das sagen?

Wie armselig.

Die Welt braucht Menschen die etwas in Bewegung setzen können.


Ja, unbedingt. Aber keine kleinen Schulmädchen, sondern Macher, möglichst mit politischer Verantwortung.


So wichtig dies auch ist, es braucht seine Zeit. Wir haben aber nicht die Zeit uns auf ausgewählten Erfolgen der letzten Jahre auszuruhen und den „Rest“ dem kapital-gesteuerten Selbstlauf zu überlassen.


Ja was denn jetzt? Entweder dauert es seine Zeit, dann muss man warten, oder wir haben keine Zeit, auf Lösungen zu warten, was nun? Nichts tun, da ja jede Hilfe sowieso zu spät kommt?

Wer hat denn was von Ausruhen gesagt? Natürlich muss es weitergehen mit der Entwicklung hin zu erneuerbaren Kreisläufen, die der Natur nicht weiter schaden.

Es wäre aber doch schön, wenn andere Länder zunächst mal auf unseren Standard kämen was die Ressourcenschonung betrifft.

Das kann aber nur politisch geregelt werden und nicht von einem Schulmädchen.


ines dürfte doch klar sein… wenn wir (möglichst alle) heute nicht anfangen Verzicht zu üben und unsere, oft künstlich erzeugten Bedürfnisse herunterzufahren, wird unsere Generation Verantwortung der Superlative auf sich laden.


Wieso soll gerade ich Verzicht üben? Auf was denn? Auf die Beheizung meines Hauses? Auf Kleidung? (Fast alle Kleidungsstücke und Schuhe stammen aus Fernost). Auf den Computer?

Warum gehst du denn nicht mit gutem Beisiel voran und schaltest deinen Computer aus?

Aber so ist das eben: Wenn man selbst Verzicht üben soll, weigert man sich, sollen doch die anderen ........

So sind wir Menschen eben, insofern dieser Satz von dir reiner Hohn.

Bezüglich Verantwortung: Immer schon haben die Älteren den Jüngeren eine wie auch immer kaputte, zerstörte Welt hinterlassen, haben etwa die Nachkriegsgeborenen ihren Eltern den 2. Weltkrieg vorgeworfen? Ich kann mich an so etwas nicht erinnern, die jüngeren müssen IMMER mit der Situation zurechtkommen, die sie vorfinden, das war schon immer so.

Insofern müssen wir uns nichts vorwerfen, gar nichts.


Grüße
Udo

Das Verzichtbare ist nutzlos. J.F. Hingeklammert

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Das Verzichtbare ist nutzlos. J.F. Hingeklammert

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 05 Mär 2019 18:32 #49367

Martin-O schrieb: Auf autofrei.de wird behauptet: „Das Umweltbundesamt hat ausgerechnet, dass der Straßenpersonenverkehr jährlich ca. 47 Milliarden Euro und der Straßengüterverkehr rund 13 Milliarden Euro mehr Kosten verursacht, als der Staat durch Abgaben dieser Verkehrszweige einnimmt. Diese Kosten sind Umweltschäden, Gesundheitsausgaben und Kosten für den Erhalt der Straßen.“ Ich konnte das nicht überprüfen, weil die Seite vom uba nicht recherchierfreudig ist.


Die Frage ist, ob da auch die Einnahmen von den Firmen und Betrieben eingerechnet, es ohne Autos und Güterverkehr nicht geben würde (das wäre nicht nur die Automobilindustrie)? Und die Einkommensteuer der Mitarbeiter jener Firmen? Und die ansonsten anfallenden Arbeitslosenkosten mit berechnet?

Bei solchen Statistiken bin ich erstmal vorsichtig.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 05 Mär 2019 18:37 #49368

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 05 Mär 2019 18:46 #49369

udogigahertz schrieb: ...
Wie armselig...

Nun, das ist mir auch gerade durch den Kopf gegangen. Allerdings, da bitte ich um Entschuldigung, nicht im Zusammenhang mit Gretas Aktivitäten.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 05 Mär 2019 18:51 #49370

ClausS schrieb:

Martin-O schrieb: Auf autofrei.de wird behauptet: „Das Umweltbundesamt hat ausgerechnet, dass der Straßenpersonenverkehr jährlich ca. 47 Milliarden Euro und der Straßengüterverkehr rund 13 Milliarden Euro mehr Kosten verursacht, als der Staat durch Abgaben dieser Verkehrszweige einnimmt. Diese Kosten sind Umweltschäden, Gesundheitsausgaben und Kosten für den Erhalt der Straßen.“ Ich konnte das nicht überprüfen, weil die Seite vom uba nicht recherchierfreudig ist.


Die Frage ist, ob da auch die Einnahmen von den Firmen und Betrieben eingerechnet, es ohne Autos und Güterverkehr nicht geben würde (das wäre nicht nur die Automobilindustrie)? Und die Einkommensteuer der Mitarbeiter jener Firmen? Und die ansonsten anfallenden Arbeitslosenkosten mit berechnet?

Bei solchen Statistiken bin ich erstmal vorsichtig.

Warum sollte man die mit einrechnen?
Keine PKWs bedeutet nicht kein Bedarf.
Auch öffentliche Verkehrssysteme müssen produziert und gewartet werden.
Das Gesamtnetz des ÖPNV war früher deutlich dichter.

Eine Gesellschaft ohne Verkehrsmittel auf Pneus wird die Servicelücke wieder schließen.
Wenn nicht jeder Konsument in die Vororte fährt, um die Waren des tägliche Bedarfs zu erwerben, werden die Waren in Läden gebracht, die dort sind, wo die Menschen wohnen. Es werden entsprechend mehr Mitarbeiter in vielen Läden benötigt.

Möglicherweise hätten wir längst ein Verteilsystem, das einer Rohrpost ähnelt.
Auch solche Systeme müssen produziert und gewartet werden.

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 05 Mär 2019 19:00 #49372

@ udogigahertz
Ja, an der f4f-Bewegung von Greta Thunberg kann man viel kritisieren. In einigem stimme ich Dir zu:
- Konkrete Forderungen sind nötig (haben sie: Kohleausstieg vor 2030, aber das ist deutlich zuwenig)
- Sich an die eigene Nase fassen (was können wir als Einzelne tun?) Auch da hat Greta schon zeichenhaft klargemacht: Auf das Fliegen verzichten (auch hier müsste es deutlich mehr sein)
- Schule schwänzen: Jeder Streik hat negative Auswirkungen. Streik ist wie Krieg ein Vorgehen, dass ethisch betrachtet eine lose-lose-Situation ist. So eine Ausnahmesituation kann nur ultima ratio sein. Das hat auch Wirkung gehabt: So hat Greta die große Aufmerksamkeit bekommen. Ethisch kann man nicht Gretas Bewegung aus diesem Grund total ablehnen, aber gewerkschaftliche Streiks befürworten. Und ich glaube nicht, dass man Letzteres durchhalten kann.
Also: Berechtigte Fragen, aber den Ball flach halten.
Ein Tsunami in Japan hat den Ausstieg aus dem Ausstieg aus der Atomenergie gekippt. Der Druck der Schüler ist in den Medien spürbar, dem kann sich Politik nicht ganz entziehen, denn das sind die Wähler von Morgen. Bisher sind die Interessen der künftigen Generationen in der Politik nicht vertreten gewesen. Ob es der große Sprung wird, weiß ich nicht. Ich fände es gut, wenn endlich Kerosin besteuert wird. Sich darauf international zu verständigen, wäre ein enormer Schritt.
Auf den sinnlosen Fliegerei-Tourismus kann man gern verzichten.

Greta kann man als außerparlamentarische Opposition verstehen. Opposition fordert immer viel, ohne immer genau zu sagen, wie das funktionieren kann. Trotzdem ist das eine wichtige Funktion, man Stelle sich Demokratie ohne Opposition vor! Und solange Demokratie es nicht schafft, künftige Interessen mit zu bedenken, ist diese „Apo“ nötig.
Irgendwie wissen sicher alle, dass man etwas tun sollte, aber dass man jetzt unbedingt viel tun sollte, und das dann auch anpackt: Das ist nicht der Fall.

Zu den Kosten: Du unterschlägst, dass der Autoverkehr Lärmbelästigung mit erheblichen gesundheitlichen Kosten verursacht, dazu erhebliche Gesundheitskosten durch die Abgase. Und natürlich die Kosten des Klimawandels. Da habe ich die Unfallkosten noch gar nicht benannt.
Unterm Strich wird der Autoverkehr wohl doch gesellschaftlich subventioniert.
@ ClausS: Es stimmt, dass solche Berechnungen schwierig sind, den volkswirtschaftlichen Nutzen der Autoindustrie von Arbeitsplätzen bis Steuern und wie Mobilität (von Personen und Sachen) auf andere Weise andere Kosten hat, wäre m. E. eine andere Ebene.

Zum Beitrag Deutschlands: Deutschland hält seine Zusagen nicht ein, es hinkt hinter dem Pariser Abkommen gewaltig hinterher. Glaubwürdig geht anders. So geben wir den andern Ländern ein Alibi: Wenn die Deutsches es nicht ernst nehmen, wieso sollten wir dann…?

Was ist an Greta so ärgerlich? Fällt uns ein Zacken aus der Krone, wenn ein Teenager unsere Lebenswidersprüche benennt?

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 05 Mär 2019 20:13 #49377

Hallo Martin,

du schriebst: Ich fände es gut, wenn endlich Kerosin besteuert wird. Sich darauf international zu verständigen, wäre ein enormer Schritt.
Auf den sinnlosen Fliegerei-Tourismus kann man gern verzichten.

Ich finde das schrecklich aber unsere Bemühungen Abgase zu filtern, den Flugverkehr zu reduzieren, usw... könnte die Erderwärmung
sogar noch beschleunigen wegen der globalen Verdunkelung. Sie kühlt das Klima noch ab, echt grausam so ein Teufelskreis :evil:

Eine globale Verdunkelung wirkt entgegengesetzt zur globalen Erwärmung. Während die globale Verdunkelung durch Reflexion der Sonnenstrahlen das Klima abkühlt, erhitzen Treibhausgase wie Wasserdampf, CO2, Methan und FCKW die Atmosphäre. Mit der zunehmenden Filterung von Abgasen in der Welt nimmt die globale Verdunkelung seit der Mitte der 1980er Jahre wieder ab. Die globale Erwärmung steigt aber durch den erhöhten Energieverbrauch der Menschen weiter an – die globale Durchschnittstemperatur ist zwischen 1906 und 2005 um 0,74 °C gestiegen.
Die globale Verdunkelung hat durch ihre abkühlende Wirkung das bisherige Ausmaß des Treibhauseffekts gedämpft, das Ausmaß ließ sich bislang nicht genau quantifizieren.[1] Sollten erfolgreich Maßnahmen zur Bekämpfung der globalen Verdunkelung ergriffen werden – Verringerung des Partikelausstoßes durch Filter usw. – und deren abkühlender Effekt dadurch wegfallen, könnte dies bedeuten, dass das bisher vorhergesagte Ausmaß der globalen Erwärmung noch übertroffen wird. Erwarteten manche Klimaforscher bisher eine Zunahme der Durchschnittstemperatur um etwa 5 °C bis zum Jahr 2100, könnte eine Verringerung der globalen Verdunkelung zu einer Erhöhung von 8 bis 10 °C führen.

Einige Klimaforscher hatten die Hypothese aufgestellt, dass die von Flugzeugen verursachten Kondensstreifen einen Beitrag zur globalen Verdunkelung leisten, der stetige Luftverkehr ließ eine Überprüfung der Hypothese jedoch nie zu. Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 galt für drei Tage ein Flugverbot für die gesamten USA. In dieser Zeit wurde beobachtet, dass die Differenz zwischen der höchsten Tagestemperatur und niedrigsten Nachttemperatur über den USA um 1,1 °C höher war als das Mittel der Jahre 1971–2000, während sie in den drei Tagen vor dem Flugverbot knapp darunter lag, nach dem Flugverbot sogar fast 1 °C darunter. Ein so hoher Unterschied im Tagesgang der Lufttemperatur war dort für die Tage 11–14 September in den vergangenen dreißig Jahren nicht gemessen worden.[

https://de.wikipedia.org/wiki/Globale_Verdunkelung
Hier noch ein erschreckendes Video dazu:

vimeo.com/137683661
LG

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 05 Mär 2019 21:45 #49379

.
Auf einem Eisenbahnwagon befindet sich ein Ameisenhaufen. Der Wagon wird von einer führerlosen 10.000 PS starken Lokomotive in den Abgrund geschoben. Fragen sich die Ameisen, was sie dagegen tun könnten? Ok, alle aufstehen, dann wird der Windwiderstand, den wir erzeugen, die Fahrt in den Abgrund abbremsen.

Damit sich dieser Beitrag in den gesamten Verlauf von diesem Thread nahtlos einfügt, nehmen wir noch an, dass die Ameisen zum Streiten anfangen, ob sie sich vorne aufstellen sollen, hinten oder in der Mitte, wie das Aufstehen Steuerbegünstigt werden sollte und ob die Kinder oder die Erwachsenen damit anfangen sollten, aufzustehen.
.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 05 Mär 2019 22:15 #49380

@ sonni
Das Problem entsteht, wenn man co2 in die Luft pustet, aber gleichzeitig den Ruß filtert. Fällt beides weg, so wird der Treibhauseffekt gemildert. Die Treibhausgase bleiben auch länger in der Atmosphäre als die Staubpartikel.
Versteckter Inhalt oder OFF-Topic [ Zum Anzeigen klicken ]
Was aber deutlich wird, dass es mit der Klimaerwärmung ernster bestellt ist, als bisher zu merken.
Wenn sich der Treibhauseffekt ungebremst auswirkt, dann könnte alles viel schneller gehen.
Und dann rasen wir auf die ersten Kipp-Punkte zu:
- der Permafrostböden in Sibirien,
- Methanentweichung bei Auftauung der Meeresböden
- Abschmelzung des Grönlandeises und der Gletscher
- Verdorrung der Tropenwälder
- Abtauung des Antarktischen Festlandeises
Die Frage ist, ob der erste Kipppunkt unweigerlich einen Dominoeffekt hervorbringt, so dass die anderen folgen. Dann sieht es bereits in 300-500 Jahren echt mau aus, aber schon in diesem Jahrhundert könnte es richtig unangenehm werden, denn Artensterben, Bodenerosion, Trinkwasserknappheit etc. werden durch den Klimawandel mit angeschoben.
Die Situation in Badhofers Gleichnis mag also gar nicht so weit weg sein, aber jetzt aufzugeben ist auch keine Option. Noch ist Zeit zur Gestaltung und zur Umkehr.
Wenn die Ameisen schnell genug sind, können sie in die Lokomotive gelangen und mit vereintem Gewicht einen entscheidenden Knopf drücken.
Denn das Gleichnis hinkt: Es waren die Ameisen, die die Lok in Bewegung setzten.
Aber wer keine Hoffnung hat, der ist schon tot.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 05 Mär 2019 22:55 #49381

Badhofer,

„Wenn die fossilen Energieträger durch Kernfusionsreaktoren ersetzt sind, geht das Fest erst richtig los...“

Das stimmt so gar nicht. Denn Kernfusionsreaktoren müssten sehr groß gebaut werden, also ziemlich groß, wenn sie nur ein Dorf mit Energie versorgen sollen.
Der Investitionsaufwand im Verhältnis zur Energieausbeute wird nie in ein vertretbares Verhältnis kommen.

Wir haben mit der Kernspaltung schlechte Erfahrungen gemacht und mit der Fusion steht uns das noch bevor.

Die natürlichste Energiequelle ist unsere Sonne (Sonni 67)! Wir haben mit ihr, der Sonne eine Art Arbeitsteilung.
Sie liefert die Energie und wir hier auf der Erde nutzen diese und verarbeiten sie. Das geht eigentlich schon seit Milliarden Jahren so.
Mit dieser Arbeitsteilung sind tolle Erfindungen gelungen. Es entstand u. a. das Leben. Das Leben hat die Atmosphäre beeinflusst und die Atmosphäre das Leben. Asteroideneinschläge oder heftiger Vulkanismus haben dem Leben oft hart zugesetzt, aber am Ende blieben immer Lebensformen übrig, die sich erneut entfaltet haben.
Aber noch nie in der Geschichte dieses Lebens hat das Leben durch sein eigenes Verhalten eine solche Katastrophe heraufbeschworen wie das jetzt der Fall zu sein scheint.
Das Artensterben kommt einem Asteroideneinschlag faktisch gleich.
Mit einer Ausnahme: Als die ersten Lebensformen in der Lage waren, Sauerstoff zu produzieren, setzten sie diesen massenhaft frei, mit der Folge, dass dieser mit Eisen eine heftige Verbindung einging. Es entstanden riesige Eisenerzblagerungen. Die bauen wir heute großzügig ab.

Das Gleiche gilt für Kohlenstoff, das Carbon, 300 Mio. Jahre wurde Kohlenstoff eingelagert.

All das war für unsere Vorfahren ein verborgener Wissensschatz.

Im letzten Jahrhundert haben die Naturwissenschaften enorme Fortschritte erziehlt.
Relativitätstheorien und Quantenmechanik. Die technischen Folgen haben ein ungeahntes Ausmaß erreicht.

Konklusion:
Der Erkenntnisfortschritt einerseits und die natürlichen Ressourcen andererseits führen zu einer menschlichen Heuschreckenexplosion, deren Aufkeimen ein genauso schnelles Absterben bevorsteht.

Man muss nur die Zeiträume richtig in Einklang bringen.

Unsere täglichen Probleme und politischen Betrachtungsweisen sind völlig irrelevant im Vergleich zu dem, was schon bald, aber garantiert mittelfristig hier auf der Erde passieren wird.

Am kommenden Montag wird hier auf unserem Marktplatz das Flugtaxi als mögliches zukünftiges Mobilitätselement feierlich enthüllt. Die Politiker stehen dabei ganz vorne.
Ein völlig falsches Signal. So schön die Ingenierskunst hier aufblitzt, so schädlich erscheint so ein Teil in den Augen der Greta.
Thomas
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 05 Mär 2019 23:37 #49383

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Warum wurde der Cyborg-Thread geschlossen, da ging es auch um die Zukunft dieser
komischen Spezies ....?


Man hat den Eindruck, es gab ja schon mehrere Threads zu dem Thema, man beginnt einfach mal oberflächlich sich bissl abzureagieren, dann macht man aber nicht mehr weiter, Tiefgang Fehlanzeige, und paar Tage später fängt man wieder von vorn an .... alles dreht sich im Kreis .... ääähhh man möchte sagen im Kreislauf des Kapitals ... :-)

Hi Thomas,

Thomas schrieb: Kernfusionsreaktoren ...
Der Investitionsaufwand im Verhältnis zur Energieausbeute wird nie in ein vertretbares Verhältnis kommen.

Wir haben mit der Kernspaltung schlechte Erfahrungen gemacht und mit der Fusion steht uns das noch bevor.


Ist das so? Sehr interessant! Kannst Du das bissl ausbauen?


... Der Hauptfehler vieler Erörterungen hier - und nicht nur hier - ist der, dass man dem Kapitalismus die Schuld gibt, statt dem Menschen.
Denn der Kapitalismus ist vom Menschen gemacht. (und im Großversuch letztes Jahrhundert von der Masse bevorzugt worden, weshalb er heute so felsenfest wie noch nie in der Brandung steht, und ihn nun vermutlich wirklich nur noch der große, totale Klimacrash aus den Latschen kippen kann ... o.s.ä.)

Das kognitive Defizit

Der Mensch konnte m.E.n., mit marginalen Ausnahmen wie Tikopia, noch nie mit seinem Lebensraum haushalten.
Wie das Tier (bzw. das ganze 'niedere' Leben) auch nicht.

Ein Biotop ist nur deshalb stabil, weil sich alle Unvernunft der beteiligten Lebensformen im gegenseitigen Fressen und gefressen werden ausgleicht.
Warum das so ist? Ist da Gott im Spiel? :-)

Nee, nicht anders als bei den Naturkonstanten, weil es sonst nicht mehr da wäre!

Malthus war wohl einer der ersten dem das 'Problem des Unendlichwachstums' aufgefallen ist, nur sind seine Erklärungen dazu (Wissen der Zeit) nicht sehr gelungen.... m.E.n.

Wir haben uns seit dem 'Auszug aus Afrika' schon zweimal vertausendfacht!
Alles Leben was untermächtig in der Welt ist, hat gar keine andere Wahl, als soviel Genkopien wie nur irgendmöglich in die Welt zu werfen und diese dann dem Kampf zu überlassen. Das tun wir heute, indem wir sie dem Kampf mit einer kaputten Welt 'überlassen'.

Untermächtig soll heißen, alles Leben was nicht zu vierdimensionaler Kognition und/oder vierdimensionalem Verhalten befähigt ist, und aber trotzdem in einer vierdimensionalen Welt ist.

Dieses Kognitions und -verhaltensdefizit zwingt logischerweise Korrekturen 'herbei' um eben trotzdem in der Dimension der Zeit bestehen zu können.

Im Tierreich ist es das Fressen und Gefressen werden, als Korrektiv zur totalen Dreidimensionalität des Verhaltens, und beim Menschen mit seinem Kurzzeitdenken (Eibesfeldt), also eine Art 'Dreikommafünfdimensionalität', ist dieses Korrektiv dann der Zyklus Krieg-Frieden-Krieg. (siehe auch Heinsohn: 'Söhne und Weltmacht' -> YouthBulge)

Tja, und mehr Vernunft, also mehr als nur billige instrumentelle Vernunft als Sklave des 'Es', ist eben nicht. Basta.
... Alles darüber hinaus ist nur verdrängende Rhetorik ...

Konkludierend muss man wohl sagen, alle Weltbilder dieser Spezies, die in größerem Umfang praktische Bedeutung erlangten, sind voll mit religiöser Hybris, mit einem gnadenlosen sich selbst belügen um den eigenen gelebten Opportunismus zu legitimieren.


mvg Philzer

Das Unverzichtbare ist nutzlos - F.J.Hinkelammert

Außerinstrumentelle Denker sind die liebenswerten Verrückten - Philzer
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 06 Mär 2019 00:19 #49386

Philzer,
der Cyborg Thread wurde geschlossen, weil dort nichts neues zu erwarten war und weil Cyborg selbst seinen Abschied verkündet hat. Wenn der Inititaror seines Threads seinen Abscied verkündet, dann machen wir den Diskussionsfaden zu.

Zum Thema Kernfususionsreaktoren:

Nur soviel: wenn man Teilchen auf fast Lichtgeschwindigkeit beschleunigen muss, um diese dann in Kollisionen zu fusionieren, dann braucht man dafür nicht nur viel Energie, sondern auch viel Platz.
Wenn man den nicht hat, geraten einem die Teilchen außer Rand und Band und kollidieren mit den Wänden.
Das war bisher so.
Jetzt hat man festgestellt, dass man das Problem nur dann umgehen kann, wenn man den Reaktionsraum vergrößert, also nach größer skaliert.
Ein solcher Tokamak wird gerade in Südfrankreich gebaut.
Trotz der Vergrößerung wird er kaum mehr Energie liefern, als die Energie, die man reinstecken muss, um überhaupt die Fusion aufrecht zu erhalten.

Forschung gut, ökonomische Verwertung eher schlecht.

Das Skalierungsproblem ist das eigentliche Problem. Um genügend viel Energie zu gewinnen, wachsen die Dimensionen des Reaktors in nicht mehr vertretbare Größenordnungen.

Thomas
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 06 Mär 2019 01:05 #49388

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1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 06 Mär 2019 01:19 #49389

Hallo Philzer

Wie das Tier (bzw. das ganze 'niedere' Leben) auch nicht.
Ein Biotop ist nur deshalb stabil, weil sich alle Unvernunft der beteiligten Lebensformen im gegenseitigen Fressen und gefressen werden ausgleicht.


Wie sehr man doch irren kann, mit seinen in Stein gemeißelten Sätzen, wenn man mit verbissenem Blick die ganze Menschheit verachtet .


Der hier unten hatte die Augen offen.

Wer seinen Wohlstand vermehren möchte, der sollte sich an den Bienen ein Beispiel nehmen. Sie sammeln den Honig, ohne die Blumen zu zerstören. Sie sind sogar nützlich für die Blumen. Sammle deinen Reichtum, ohne seine Quellen zu zerstören, dann wird er beständig zunehmen.

Buddha

Du:
Tja, und mehr Vernunft, also mehr als nur billige instrumentelle Vernunft als Sklave des 'Es', ist eben nicht. Basta.



Schließe Frieden mit dem „ES“
Es lässt dich in Ruhe, wenn du es nicht zum Abfalleimer deiner ungewünschten Gedanken machst.
Manche Religionen haben einen anderen Namen dafür gefunden.
Sie nennen es Teufel oder Luzifer.
Aber, welche Instanz möchte schon Schuld an allem sein, ohne sich verteidigen zu können?
Wenn das „ES“ existiert, gehört es zur Welt Psyche und wird um seine Existenz kämpfen.
Und,...es gibt nicht nur das „ES“ allein. Was sollte es auch allein?

Letzter Absatz, ein bisschen Privatpsycho von mir.
Muss ja nicht alles glauben, was andere schreiben.


Brooder

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 06 Mär 2019 01:48 #49390

Auf ARD teletext ab Seite 187 wird die tägliche Tagessumme des Windertrages und der Solarstromerzeugung in GWh angezeigt.
Dazu auch der Anteil, den diese Erzeugung am täglichen Gesamtbedarf in Deutschland hat.
Gestern war ein guter Tag ( viel Wind). Etwa 60 Prozent wurden durch diese Energiearten bereitgestellt.
Wenn viele Staaten ein umfangreiches Verbundnetz auf dieser Basis und auch noch Wasserkraft dazu aufbauen würden, wäre schon viel gewonnen.
Irgendwo scheint immer die Sonne, weht der Wind oder fließt Wasser.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 06 Mär 2019 08:00 #49394

Thomas schrieb:
Denn Kernfusionsreaktoren müssten sehr groß gebaut werden, also ziemlich groß, wenn sie nur ein Dorf mit Energie versorgen sollen.
Der Investitionsaufwand im Verhältnis zur Energieausbeute wird nie in ein vertretbares Verhältnis kommen. Wir haben mit der Kernspaltung schlechte Erfahrungen gemacht und mit der Fusion steht uns das noch bevor.

Das habe ich nicht gewusst. Ich war der Meinung, dass die Kernfusion die geniale Lösung wäre und wollte eigentlich nur folgendes sagen: Geht der erste Reaktor dann ans Netz, wenn die Menschheit bereits erkannt hat, dass es auf einem endlichen Planeten kein unendliches Wachstum geben kann, dann würde die herauskommende Energie für die Menschheit eingesetzt werden. Geht jedoch der erste Reaktor schon ans Netz, wenn das noch nicht erkannt wurde, dann würde die Energie für das Wachstum eingesetzt werden. Die Katastrophe würde damit nur beschleunigt.
.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 06 Mär 2019 09:02 #49397

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Wir haben schon jeher ein Problem mit der Eneroie.
Die fossilen Energieträger haben uns einen Schub gegeben welcher uns jetzt langsam auf die Füsse fällt.
Kernkraft erübrigt sich und die erneuerbaren Energien bringen auch manche Nachteile sind aber sicher die besten.
Energie wird wohl immer ein Problem bleiben und wir werden wohl nie in die komfortable Lage kommen ohne Beschränkung über Energie zu.verfügen.
Es gibt genügend Ressourcen aber es ist schwer ranzukommen.
Also Energiesparen wird wohl immer angesagt bleiben.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 06 Mär 2019 09:06 #49398

Thomas schrieb: ...Kernfusionsreaktoren müssten sehr groß gebaut werden, also ziemlich groß, wenn sie nur ein Dorf mit Energie versorgen sollen.
Der Investitionsaufwand im Verhältnis zur Energieausbeute wird nie in ein vertretbares Verhältnis kommen....

Thomas schrieb: ...
Forschung gut, ökonomische Verwertung eher schlecht.
... Das Skalierungsproblem ist das eigentliche Problem. Um genügend viel Energie zu gewinnen, wachsen die Dimensionen des Reaktors in nicht mehr vertretbare Größenordnungen.


Derzeitig und auch noch in den kommenden 20-30 Jahren wird auf diesem Gebiet noch Grundlagenforschung betrieben. Durch die Fortschritte der letzten Jahre wird man jedoch vermutlich danach die tatsächlichen Nutzungsprognosen auf den Tisch legen können. Dann wird man evtl. sagen können, ob sich nicht vielleicht auch das Stellaratorkonzept (ohne Stromfluss im Plasma) als Fusionskraftwerk eignet (siehe auch Wendelstein 7-X ).
Ich bin im Gegensatz zu dir etwas zuversichtlicher, was Wirtschaftlichkeit und das Verhältnis Investitionsaufwand zu Energieausbeute betrifft. Freilich nicht dezentral für ein Dorf oder eine Stadt ;)
Ein "nie" schließe ich persönlich aus, schon in Anbetracht der Tatsache, dass wir immer einen Mix in der Energieversorgung benötigen werden. Kurzfristig werden wir aber noch verstärkt andere Technologien (der Sonnen- und Windenergie ...) einsetzen und auf jeden Fall auch den Verbrauch minimieren müssen.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 06 Mär 2019 09:39 #49399

Marvin schrieb:
Also Energiesparen wird wohl immer angesagt bleiben.

Wir brauchen nicht Energie sparen, wir brauchen nur die künstlich erschaffenen Bedürfnisse, welche mittels Marketing als ein natürliches Bedürfnis dargestellt werden, wegzulassen. Die Befriedigung dieser künstlich erschaffenen Bedürfnisse sind es, die uns in den Wahnsinn treiben.

Vor ca. 15 Jahren hat es im österreichischen Wissenschaftsministerium (oder Wirtschaftsministerium, ich weiß es nicht mehr genau), eine Veranstaltung gegeben, dass ein sogenanntes „EU-Weißbuch der Förderungen“ geschaffen hat. Von Steyr waren 2 Leute (zumindest mir bekannte, wahrscheinlich waren es eh mehr) dabei, einer davon war ich. Vertreter der gesamten Industrie Österreichs waren anwesend. 600 Leute, die Creme aller Creme der österreichischen Industrie.

Ein Vertreter eines österreichischen Industriebetriebes hat sich folgend zu Wort gemeldet:
"Ihr Produkt würde mittels öffentlicher Förderung geplant und mittels öffentlicher Förderung zur Marktreife geführt. Jetzt hat der Betrieb angesucht um eine Förderung für das Marketing dieses Produktes. Die Förderung wurde jedoch abgelehnt. Eine Frechheit. Wenn etwas gefördert wird, dann sollte es zu Ende gefördert werden, denn sonst wäre jede Förderung sinnlos".

Darauf habe ich mich zu folgend zu Wort gemeldet.

„Wenn ein Produkt ein gefördertes Marketing benötigt, um verkauft werden zu können, könnte es dann sein, dass es sich um ein Produkt handelt, dass ohnehin kein Mensch braucht. Ein sinnloses Produkt, bei dem den Käufern mittels geförderter Werbung eingeredet wird, dass es sich da um ein natürliches Bedürfnis, dieses Produkt zu besitzen, handelt?“

Aufruhr im Saal. Ich bin untergegangen. Am Ende ist ein Sektionsleiter des Wissenschaftsministeriums zu mir gekommen und hat mich gefragt, warum ich mich unterkriegen habe lassen? Ha ha, der war gut. Ich gegen die gesamte österreichische Industrie, wie soll man sich da durchsetzen können, noch dazu ohne Mikrofon, das wurde mir gleich abgenommen.

Das wahnwitzigste Kapital aller Zeiten, besitzlos und leblos, erfindet ständig neue Bedürfnisse, um aus dessen Befriedigung Kapital zu schlagen. Und alle sind gezwungen, mitzumachen, denn dieses System ist inzwischen globalisiert worden.
.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 06 Mär 2019 12:00 #49400

badhofer schrieb:
Wir brauchen nicht Energie sparen, wir brauchen nur die künstlich erschaffenen Bedürfnisse, welche mittels Marketing als ein natürliches Bedürfnis dargestellt werden, wegzulassen. Die Befriedigung dieser künstlich erschaffenen Bedürfnisse sind es, die uns in den Wahnsinn treiben.



Stimmt:
Nur ein Beispiel.
www.mineralwasser.com/nc/presse/marktdaten.html

12 Milliarden Liter Mineralwasser wurden alleine in Deutschland letztes Jahr getrunken.
Da sind sicherlich 8 Milliarden Plastikflaschen mit dabei.
Insgesamt 12 Milliarden Flaschen einfaches Wasser kreuz und quer durch Deutschland kutschieren. Das sind ca. 12 Millionen Tonnen.
Wenn ein vollbeladener LKW ca. 20 Tonnen transportiert, das sind unvorstellbare 600000 LKW jährlich zusätzlich auf der Straße.
Ein LKW mit 20 Meter Länge gerechnet, ein Konvoi von 12000 km Länge, nur um Wasser und ungeheure Mengen Plastikmüll durch dieses Land zu transportieren.
Jetzt stelle man sich ganze für Europa vor.

Ein sinnlos neu geschaffenes Bedürfnis, wie so viele viele andere dazu.
Wir bekommen das meistens gar nicht mehr mit, da vieles schleichend zur Gewohnheit wird.
Wirklich der Wahnsinn. Ungezügeltes Wachstum ist wie ein Krebsgeschwür.
Und,..im gut bezahlten Marketing können wohl nur Leute sitzen, welche ihr Gewissen und die Vernunft ausblenden um auf Teufel komm raus zu verscheuern.
Menschen, denen das bewusst ist, können dort gar keinen Fuß fassen.
Ich bin der Meinung, es gibt viele Berufsgruppen, in denen es eine Konzentration bestimmter Charaktereigenschaften des Menschen gibt. Leider sind manche Konstellationen nicht günstig für die Zukunft der Menschheit.



Nebenbei: bei mir gibt es max. 10 Flaschen im Jahr, den Rest Leitungswasser.
Spart mir viel Schlepperei und Flaschenmüll.


Interessant folgender Vergleich, Leitungswasser/ Mineralwasser. Außerdem, ein Liter Leitungswasser kostet 0,5 Cent
utopia.de/stiftung-warentest-leitungswas...mineralwasser-26788/

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 06 Mär 2019 12:15 #49401

Thomas schrieb: Philzer,
der Cyborg Thread wurde geschlossen, weil dort nichts neues zu erwarten war und weil Cyborg selbst seinen Abschied verkündet hat. Wenn der Inititaror seines Threads seinen Abscied verkündet, dann machen wir den Diskussionsfaden zu.

Zum Thema Kernfususionsreaktoren:

Nur soviel: wenn man Teilchen auf fast Lichtgeschwindigkeit beschleunigen muss, um diese dann in Kollisionen zu fusionieren, dann braucht man dafür nicht nur viel Energie, sondern auch viel Platz.
Wenn man den nicht hat, geraten einem die Teilchen außer Rand und Band und kollidieren mit den Wänden.
Das war bisher so.
Jetzt hat man festgestellt, dass man das Problem nur dann umgehen kann, wenn man den Reaktionsraum vergrößert, also nach größer skaliert.
Ein solcher Tokamak wird gerade in Südfrankreich gebaut.
Trotz der Vergrößerung wird er kaum mehr Energie liefern, als die Energie, die man reinstecken muss, um überhaupt die Fusion aufrecht zu erhalten.

Forschung gut, ökonomische Verwertung eher schlecht.

Das Skalierungsproblem ist das eigentliche Problem. Um genügend viel Energie zu gewinnen, wachsen die Dimensionen des Reaktors in nicht mehr vertretbare Größenordnungen.

Thomas


Wenn du damit Recht hättest, wäre eine weitere Forschung und damit ein weiteres Geldverschwenden für die Fusionstechnik doch nicht zu verantworten? Warum macht man denn trotzdem weiter?

Ich glaube das so nicht, deine These, hat man erst mal so einen Fusionsreaktor am Laufen, also kann die Fusion endlos aufrechterhalten, wird man auch bald so weit sein, daraus Energie zu gewinnen und in weiteren Schritten die Anlagen zu verkleinern und auch billiger fertigen zu können.

Wenn du Recht hättest, müsste man sofort jede weitere Forschung an diesem Projekt einstellen und die frei werden Mittel in eine Technik zur Energiespeicherung von erneuerbaren Energien stecken.


Grüße
Udo

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 06 Mär 2019 12:29 #49402

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Die religiöse Hybris des Tieres, was keines sein will ...

(frei nach Gabriel)

Hi,

Martin-O schrieb: @ Philzer
Konkreten Fragen nach dem Handeln hast Du Dich ja immer konsequent verweigert.
Mit der Hybris Deiner Philosophie der Hoffnungslosigkeit legitimierst Du Deinen gelebten Opportunismus. Deswegen kannst Du mit einer Greta, die mit ihren Appellen hofft, etwas bei den Menschen zu bewirken, auch nichts anfangen und so sagt auch Dein Posting nichts zum Thema dieses Threads.


Hier sieht man doch sehr schön, dass Du entweder lügst oder gerade verwirrt bist.
Ganz im Gegenteil, ich habe mit simplen aber konkreten praktischen Beispielen angefangen.
Von Dir kommt dergleichen logischerweise nichts, denn alles was Du/Ihr erlaubt ist der wirkungslose Appell zur Gewissensberuhigung bei gleichzeitig weiter gelebtem Opportunismus.

Vermutlich glaubst Du auch, Tikopia hätte auch funktioniert, wenn die Obersten dort gesagt hätten:
'Es wäre sinnvoll- auf Grund der geringen Größe unseres Lebensraumes - wenn außer dem jeweils erstgeborenen Sohn niemand Kinder zeugt'

Jaja, so grenzenlos naiv seid ihr. Nein, alle Kinder die unerlaubt zur Welt kommen sind unweigerlich dem Tod geweiht.
Man sieht daran auch sehr schön, dass eben das religiöse Individuum keine vernünftige/gerechte Lösung hinbekommt, sondern nur mit Gewalt aufrechterhaltene Dogmen. Aber immerhin, es hat dort einige Jahrhunderte funktioniert, bis wir kamen ....

Man schaue sich diesen Post von mir an , und die Reaktion der Opportunisten darauf.

Tausend Einwände, den einen war der Wagen zu klein (obwohl hier gar keiner mehr Kinder hat, sondern nur noch Kind), die anderen wollen mehr Leistung - quasi tausend Einwände gegen die Vernunft kamen, nur ein einziger, wl01, hat sich auf meiner Seite positioniert.

Das ist das wahre Bild dieser Spezies.

Die Irrationalität des Glaubens, des Kernbewusstseins, des Fühlwollens.

Brooder schrieb: @ Philzer:
Wie sehr man doch irren kann, mit seinen in Stein gemeißelten Sätzen, wenn man mit verbissenem Blick die ganze Menschheit verachtet .


Kannst Du dir deine unanalytischen, rein emotionalen 'Hinweise' nicht besser sparen? :-)


Schopenhauer:

Die große Mehrzahl der Menschen ist so beschaffen, daß, ihrer ganzen Natur nach, es ihnen mit nichts Ernst seyn kann, als mit Essen, Trinken und sich Begatten.
Diese werden Alles, was die selten erhabenen Naturen, sei es als Religion, oder als Wissenschaft, oder Kunst in die Welt gebracht haben, sogleich als Werkzeuge zu ihren niedrigen Zwecken benutzen, indem sie meistens es zu ihrer Maske machen.


(nun, Kunst und Religion geht zusammen, das weiss jeder, denn beides ist an das 'Es' (3D-Kognition/Dingkognition) adressiert,
Die Wissenschaft dagegen ist reine Vernunftsache (4D-Kognition/Prozesskognition), nur ihre Anwendung als pure instrumentelle Vernunft ist dann wieder Sache des 'Es' ... )

... ansonsten habe ich den Schopie soweit aber auch schon in meinem Modell drin:

4D-creativity of minority -> abused by 3D-behaviour of mass :)


mvg Philzer

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 06 Mär 2019 12:36 #49403

Marvin schrieb: Energie wird wohl immer ein Problem bleiben und wir werden wohl nie in die komfortable Lage kommen ohne Beschränkung über Energie zu.verfügen.
Es gibt genügend Ressourcen aber es ist schwer ranzukommen.
Also Energiesparen wird wohl immer angesagt bleiben.


Nein, Energie ist überhaupt kein Problem, Sonne und Wind und andere erneuerbare Energien könnten schon heute ganz allein unseren benötigten Strom produzieren, da müsste nur noch wenig dazu gebaut werden.

Allerdings mangelt es an billigen und zuverlässigen Zwischenspeichern, die zu viel gewonnen Strom während günstiger Wetterlagen abspeichern könnten um den so gespeicherten Strom auch zu den Zeiten, in denen das Wetter eher ungünstig ist, allgemein verfügbar ins Netz zu geben.

Energiesparen an sich ist ja gut und schön, machen wir doch alle schon, bleibt uns angesichts der höchsten Strompreise weltweit ja auch nicht viel anderes übrig, aber irgendwann ist dann auch Schluss mit Sparen, mehr sparen geht dann nicht, Strom benötigen wir jedoch IMMER, ansonsten wäre Steinzeit angesagt.


Auch den Verkehr benötigen wir (leider) wiewohl man fragen muss, inwieweit so manche Transporte gerechtfertigt sind, warum muss ich hier in NRW Milch aus Bayern in den Verkaufsregalen finden? Warum gibt es Milch aus Schleswig-Holstein in Mecklenburg-Vorpommern? Warum ist Fleisch so billig wie nie, Käse jedoch sehr teuer?

Warum wird fast all unsere Kleidung in Fernost gefertigt? Brauche ich ein T-shirt für ein Euro fünfzig, das nach zwei Wäschen ausfärbt oder dessen Fasern nach 4 Wäschen zerfallen? Ich hätte lieber eines für 10 oder 20 Euro, wenns denn jahrelang hält und eine gute Passform hat.

Fragen über Fragen.

Dennoch, auch wenn man an Transporten so einiges einschränken könnte, brauchen wir den Verkehr als Ausdruck und Garant unseres Lebensstandards, heute wird von jedem Arbeitnehmer Flexibilität verlangt, der muss seine Arbeitskraft heute überregional anbieten, man kann nicht mehr erwarten am gleichen Ort eine gut bezahlte Arbeit zu finden, also muss man flexibel sein, um auch eine Firma im ländlichen Bereich, zu der leider kein öffentliches Transportmittel fährt, erreichen zu können, also Autobesitz ist Pflicht für einige Menschen, leider.

Auch die Warenlieferungen in die Städte und Geschäfte müssen sein, auch wenn sie nur aus der Region kommen, muss Lieferverkehr stattfinden.

Wer hier das Ende jeglichen Verkehrs fordert, hat nicht mehr alle Tassen im Schrank, das würde nämlich das Ende einer jeden Stadt bedeuten, auch Lastenfahrräder können daran nichts ändern, sie können allenfalls eine Bereicherung/Ergänzung im großstädtischen Bereich für einige wenige Unternehmen sein, wenn kleine Lasten in geringen Entfernungen transportiert werden müssen.

Grüße
Udo

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 06 Mär 2019 12:37 #49404

badhofer schrieb: Darauf habe ich mich zu folgend zu Wort gemeldet.
„Wenn ein Produkt ein gefördertes Marketing benötigt, um verkauft werden zu können, könnte es dann sein, dass es sich um ein Produkt handelt, dass ohnehin kein Mensch braucht. Ein sinnloses Produkt, bei dem den Käufern mittels geförderter Werbung eingeredet wird, dass es sich da um ein natürliches Bedürfnis, dieses Produkt zu besitzen, handelt?“

Einerseits kann und muss man dir natürlich zustimmen. Auf der anderen Seite könnte es auch sein, dass sinnvolle aber gänzlich unbekannte Produkte sich nicht oder zu spät am Markt durchsetzen. Wenn das Produkt gut und sinnvoll ist kann die Produktvorstellung auf Fakten und echten Informationen basieren und sich somit auch in Marketing aus der Masse abheben. Die Frage der Förderung steht auf einem anderen Blatt, das muss schon der Förderer zum Zeitpunkt der Marktreife neu bewerten und entscheiden.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 06 Mär 2019 13:00 #49405

Ui, Thomas, das mit der Verschwendung im Zusammenhang mit der Kernfusion ist aber gerade im Forum UWudL eine steile These. Immerhin werden gerade in der korrespondierenden Video-Reihe doch eine Menge Information durch Zohm und andere verbreitet. Das klang mir aber nicht nach: Das Geld hauen wir mal weg, aber es ist sinnlos. Ist das jetzt die allseits geteilte Ansicht der Mods und Gründer? Schließlich sind gerade 2 Poster wegen einem vergleichbaren Konflikt gesperrt worden.
Ich bin der Meinung, dass aus der Position eine Befürwortung eines neuen Teilchenbeschleunigers in jedem Fall unmöglich ist. Ja, die Kernfusion kann scheitern. Aber es scheitert dann immer noch ein Versuch die Energieprobleme zu lösen. Der noch riesigere Teilchenbeschleuniger soll uns - vielleicht - Teilchen zeigen, von denen wir noch nichts wissen (müssen wir unbedingt etwas wissen?), oder die DM kann (vielleicht) eine Grundlage erhalten. Angesichts anstehender Probleme kommt mir so etwas wie die Streicher auf der Titanic vor, die während des Untergangs aufspielten. Coole Sache, aber für was?
Megalie war auch schon einmal in der Evolution ein Konzept, dass bei Warmblütern wegen des Verhältnisses von Oberfläche zu Volumen scheinbar erfolgreich war, bis dann der Kipppunkt erreicht ist.
Dazu passt als Kontrapunkt ganz gut, was ich in der März-Ausgabe von bild der Wissenschaft gelesen habe. Am CERN (man staune, eben da) wurde eine Technik entwickelt, die Elektronen auf einer "Bugwelle" durch einen Protonenstrahl im Plasma extrem beschleunigen kann. Die Technik ist wohl schon abgesichert und soll für 2024 zur Fahndung nach DM dienen. Das Erstaunlichste: Die Anlage ist wohl nur einige Meter groß!


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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 06 Mär 2019 13:35 #49406

Wenn man gewusst hätte, wie schwierig das mit AKWs ist, hätte man da nicht geforscht. Heute weiß man, wie solche Großtechnologie nicht hält, was sie verspricht, das sollte zumindest vorsichtig machen, so verstehe ich Thomas. Denn so viel Ressourcen und Geld in etwas zu stecken, wo bei herauskommen kann: Nö, ist nichts! Das können wir uns nicht erlauben.
Statt in Kernfusion zu investieren, sollte man die Wasserstoff-Brennzelle voranbringen. Dann könnte man in der Wüste Sonnenstromkraftwerke errichten, die Ressource Sonne ist noch lange nicht ausgeschöpft!

Wasser kaufen wir auch nicht. Neben Leitungswasser pur trinke ich – v. a. in der kalten Jahreszeit auch gerne Früchte-Tee. Übrig gebliebenen kalten Tee trinke ich auch kalt. Ab und zu mische ich Apfelsaft ins Wasser. So ähnlich hält es die übrige Familie. Nicht asketisch, nicht ganz konsequent, aber eine gesunde Mischung.
Wer hat Erfahrungen auf andern Lebensfeldern?

@ Philzer: Ich bezog mich auf Fragen nach dem persönlichen ökologischen Leben, da kam von Dir nur Schweigen. Tut mir, leid, von diesem Vorschlag wusste ich nichts. Allerdings ist es nicht ganz so einfach (Lärmmessung ist doch wohl schwieriger zu kontrollieren als Abgasmessungen…?)
Das läuft doch auf ein kompliziertes Überwachungssystem hinaus. (dem Weg eines jeden Produktes nachlaufen?) Politik kann Eckpunkte setzen: Energiesteuer scheint mir da besser zu sein.

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Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 06 Mär 2019 14:11 #49407

Thomas schrieb: Die natürlichste Energiequelle ist unsere Sonne (Sonni 67)! Wir haben mit ihr, der Sonne eine Art Arbeitsteilung.
Sie liefert die Energie und wir hier auf der Erde nutzen diese und verarbeiten sie.

Ja ich weiß: In einer 1/2 Stunde kommt so viel Sonnenenergie auf der Erde an wie der gesamte Energieverbrauch eines Jahres!
Ich hab sogar ein Beispiel für einen Lösungsansatz der evtl. zeigt was man mit der bestehenden Technologie heute schon alles
erreichen kann. Greta hatte ja gesagt dass wir die Technologie besitzen um die Klimakatastrophe zu verhindern und da gebe ich ihr
zu 100% recht, man muss nur wollen. In meiner "kleinen Welt" in der ich lebe wurde die Energiewende zum Teil schon umgesetzt :) .

Ich hatte ja schon mal geschrieben dass ich in unmittelbarer Nähe von Atombomben aufgewachsen bin ( direkt neben dem größten
Munitionslager der US Waffe in Europa). Wir wären wahrscheinlich das erste Ziel der Sowjetunion gewesen wenn damals der
kalte Krieg eskaliert wäre, grrr..., egal OT hier.

Naja, nach Abzug der Amerikaner wurde dann auf dem Gelände eine Energielandschaft erbaut und die spart heute 32.500
Tonnen CO2 jährlich, erzeugt im Jahr 50 Millionen Kilowattstunden sauberen Strom und das reicht für 15000 Haushalte.
Ihr Ziel bis 2020 : 100% erneuerbare Energie für unsere Region. Das Projekt hat schon einige Preise gewonnen z.B. 2009
den Europäischen Solarpreis und es gilt als Leuchtturmprojekt der Energiewende. Gibt bestimmt da auch "Hacken" weil
z.B. die Windräder herzustellen kostet ja auch Energie aber da kenne ich mich nicht aus (gibt aber Experten dafür) und sind
nur Überlegungen von mir.

Hier im Forum gibt es ja viele stille Mitleser und deshalb verlinke ich mal 3 Seiten dazu. Könnte ja sein dass der eine oder andere,
welcher in Gemeinderäten oder sonst politisch aktiv ist, sich dafür interessiert um sowas evtl. auch in seiner Region umzusetzen.
Das Projekt zeigt auf jeden fall Wege wie man die Probleme angehen könnte (finde ich).
Ist echt blöd, wir sind viel zu langsam, die Zeit läuft uns davon um das Kippen des Klimas noch zu verhindern
und ich glaub ich pflanze auch noch ein Apfelbäumchen :dry:
Wer sich trotzdem da mal informieren will kann ja mal in den Links gucken ( da sind auch Kontaktadressen angegeben).

https://www.energielandschaft.de/

https://www.windbranche.de/news/presse/pm-4290-10-jahre-energielandschaft-morbach-brger-feiern-leuchtturmprojekt-im-hunsrck

https://de.wikipedia.org/wiki/Energielandschaft_Morbach

Ätsch (ist Spaß), ich brauche kein schlechtes Gewissen mehr zu haben wenn ich den Laptop oder die Glotze anschmeiße, die
laufen mit sauberem Strom, hihi... , tschuldigung :lol:
LG

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 06 Mär 2019 14:32 #49409

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Wer das Tierreich nicht verstanden hat, soll über das Menschenreich nicht philosophieren. - Philzer

Hi Brooder,

Brooder schrieb: Hallo Philzer

Philzer schrieb: Wie das Tier (bzw. das ganze 'niedere' Leben) auch nicht.
Ein Biotop ist nur deshalb stabil, weil sich alle Unvernunft der beteiligten Lebensformen im gegenseitigen Fressen und gefressen werden ausgleicht.


Wie sehr man doch irren kann, mit seinen in Stein gemeißelten Sätzen, wenn man mit verbissenem Blick die ganze Menschheit verachtet .
Der hier unten hatte die Augen offen.

Wer seinen Wohlstand vermehren möchte, der sollte sich an den Bienen ein Beispiel nehmen. Sie sammeln den Honig, ohne die Blumen zu zerstören. Sie sind sogar nützlich für die Blumen. Sammle deinen Reichtum, ohne seine Quellen zu zerstören, dann wird er beständig zunehmen.

Buddha


Dass Buddha dies nicht verstanden hat, nicht verstehen konnte (Metzinger: Philosophie ist die Synthese des Wissens der Zeit), kann man verzeihen.
Dir kann man dieses Nicht-verstehen-wollen nicht verzeihen. Also ich kann das jedenfalls nicht.

Denn ich habe exakt dargelegt wie ein Biotop funktioniert, in all seiner 'Dreidimensionalität', Unvernunft, mit gegeneinander gerichteten Strebungen nach Unendlichkeit die im Kampf ausgefochten werden.

Hinweis/keine Metapher - sondern Limesbildung:

Wenn es nach der Eiche 'gänge', wäre die ganze Welt nur noch Eiche, und wenn es nach der Ente 'gänge', wäre die ganze Welt nur noch Ente ... etc etc
:)

Brooder schrieb: Schließe Frieden mit dem „ES“
Es lässt dich in Ruhe, wenn du es nicht zum Abfalleimer deiner ungewünschten Gedanken machst.


Ich mache das 'Es' zu gar nichts, ich analysiere, erkenne und beschreibe.
Das ist die Aufgabe des Philosophen, so er Systematiker, und nicht Okkasionalist, ist.

Frieden mit dem 'Es' schließen macht der Opportunist, heute sind das 8 Milliarden mit 200 PS-Autos (haben oder haben möchten), morgen 80 Milliarden mit 20.000 PS-Autos (haben oder haben möchten) .... o.s.ä.

Kognitives Defizit

Brooder schrieb: Aber, welche Instanz möchte schon Schuld an allem sein, ohne sich verteidigen zu können?
Wenn das „ES“ existiert, gehört es zur Welt Psyche und wird um seine Existenz kämpfen.
Und,...es gibt nicht nur das „ES“ allein. Was sollte es auch allein?


Ja, das 'Es' gehört zu unserer Psyche, leider.
Ein schweres, vielleicht zu schweres Erbe aus dem Tierreich.
Die Frage ist vielmehr, gelingt es das 'Es' zu Begrenzen, auf 'Wein, Weib und Gesang' oder bestimmt es weiterhin in seiner 3D-Beschränktheit den Lauf der Kulturen?

( Zyklus Krieg-Frieden-Krieg )

Vielleicht schaust Du dir mal Freuds Instanzenmodell an, oder liest Hegels 'Herr und Knecht' (Kapitel in der Phänomenologie des Geistes), dort nimmt er Freud wunderbar vorweg ...

Brooder schrieb: Letzter Absatz, ein bisschen Privatpsycho von mir.
Muss ja nicht alles glauben, was andere schreiben.


Ich glaube generell nicht, ich analysiere.
Das Ergebnis sind Modelle.
Wer keine Modelle/Systematizität hat, analysiert auch nicht.
Er ist einfach nur kämpfend im Sein, wie die niederen Lebensformen auch.

Systematiker (marginal, Promille-Bereich) versus Okkasionalisten/Opportunisten (Masse der Spezies) ... exakt nach Schopenhauer möchte man meinen :)

Ganz einfach.

mvg Philzer

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 06 Mär 2019 18:03 #49410

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Hallo Roger,
hier artikulierst Du ganz klar eine Meinung.

Roger Reichert schrieb: Zitat:
"Man braucht nur noch die Kinderpropaganda von KIKA dazu nehmen, die auch zu Chemnitz die Kinder passend indoktrinierten, um zu erkennen, dass hier eine ganz miese Nummer läuft, nämlich die Jungen gegen die Alten aufzuhetzen, die angeblich versagt haben. Die Jungen haben aber keine eigenen Ideen, sondern sie verfolgen den gleichen irrsinnigen Plan der Eliten, den diese zur Weltenrettung vorgesehen haben."
aus
derwaidler.wordpress.com/2019/03/02/klimajuenger-nahaufnahme/

So und nicht anders sehe ich das auch.

Auch nachfolgend kommen weitere Meinungsäußerungen, von Dir auch so gekennzeichnet.
Nach einigen Gegenargumenten und Fragen kommt:

Grundsätzlich glaube ich mal gar nichts. Weder einem Link, den ich gepostet habe, um mal die andere Seite der Münze zu zeigen, noch dem, was ich glaube wahrzunehmen. Denn auch in der realen Welt gab es Erlebnisse, die außerhalb mathematischer und physikalischer Gesetze lagen, die ich mir nicht einmal selbst geglaubt hätte, gäbe es keine Zeugen.

Tja, das ist dann schwierig. Du glaubst an Deine eigenen Meinungsäußerungen gar nicht.

Deine persönliche Realität, wie problematisch ich die auch sehe, ist Deins. Warum soll das ein Grund sein für einen Angriff?
Das Du jegliche Diskussion verweigerst, aber den verschwurbelten Unfug der Klimawandel-Leugner verbreitest...doch, das kritisiere ich :)

Zu

Zu Anfang haben auch viele Einstein als "Idioten" abgestempelt. Einer hätte doch gereicht.

Jep, das waren hauptsächlich die Nazis und die Vertreter der "Deutschen Physik". Sinnvolle Kritik war da eher nicht so in Mode.

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