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THEMA: Greta Thunberg in Davos und Klimawandel

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 16 Mär 2019 19:43 #49843

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Instrumentelle Vernunft

Hi Yukterez,

Yukterez schrieb: Ich bin aber dennoch der Meinung dass wir zur Lösung der Energieprobleme eher einen wohlverdienten Physiknobelpreisträger brauchen werden, und nicht eine medial gehypte Friedensnobelpreisträgerin.


Das heißt, wenn wir nur genug gute Physiker haben, können auch 1000 Milliarden Menschen * mit Flugautos a 1000 Milliarden-PS ** auf dieser Erde realisiert werden? :-)

* wir haben uns seit dem Auszug aus Afrika schon zweimal vertausendfacht! - eine weitere Verhundertfachung also nur ein Katzensprung ...

-> das Wachstum der letzten 200 Jahre gerechnet, wären wir in 400 Jahren dann so 800 Milliarden .... in 500 Jahren also über 1000 Milliarden ... :-)

** Leistungsdurchschnitt bei PKW-Neuzulassung in D.: 155 PS !
-> Leergewicht geht in Richtung 2 Tonnen -> Gewicht wie Leistung wären früher 3 Autos gewesen! -> ökologischer Rucksack !

Wettlauf Katechon versus Apocalypse ...

PS: dass der Friedensnobelpreis hier apologetisch/ als autopoietischer Brennstoff *** vom opportunistischen System verheizt wird und wurde (Obama), klar, keine Widerrede von mir ... :-)

*** generieren von unwissenschaftlicher Hoffnung -> Fühlwollen -> Religion ist eine Ode an das 'Es' ....


mvg Philzer

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 16 Mär 2019 22:13 #49849

Udo,

dass du gerade deinen Keller auspumpen musst, tut mir leid.

Hast du wenigstens versucht, vorher mit dem Starkregen zu diskutieren und versucht, ihn zu überzeugen, dass er möglichst woanders niedergehen möge?

Sollte das der Fall gewesen sein, wirst du wahrscheinlich keine Antwort bekommen haben.

Ich selber hab mit Starkregen, Windhosen oder starker Sommerhitze auch noch nie diskutiert.
Diese Ereignisse geben zwar Schallwellen ab, aber als Sprache würde ich diese nicht bezeichnen wollen.

Genau das ist es, wenn wir dauernd wiederholen, dass wir mit der Natur nicht diskutieren können.

Nichts für ungut Udo, aber der kleine Seitenhieb musste jetzt schon sein.?

Thomas

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 17 Mär 2019 09:00 #49865

Martin-O schrieb: @ ollelinse:
Das ist eine für mich neue Variante: Strom-Pipeline. Das ist etwas anderes als Wasserstoff-Tanks. Der hört sich ja zuversichtlich an, dass das machbar ist.,.

... weil es ja auch keine neue Erfindung ist. HGÜ-Trassen werden anderswo in der Welt schon lange betrieben. Bei uns in Deutschland kommen wie so oft nur die kleinen Brötchen auf den Tisch, und das schon seit Anfang der 40er Jahre.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 17 Mär 2019 13:26 #49872

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Hi,

ollelinse schrieb: HGÜ-Trassen werden anderswo in der Welt schon lange betrieben. Bei uns in Deutschland kommen wie so oft nur die kleinen Brötchen auf den Tisch ...


Ja, ich erinnere mich an einen Artikel im Sputnik (Gegenstück zu Reader's Digest) vor 40 (?) Jahren ... die hatten das auch schon ...

Nur ist es eben nicht billig, und lohnt also nur für große Entfernungen, für bisherige 'Energieversorgungsweisen' für kleine Länder wie D. also kaum irgendwie interessant ... für große Verbundnetze über dutzende Länder hinweg, große Entfernungen um saisonal oder wetterlagenbedingt die Erneuerbaren glätten zu können, aber sicher absolut interessant ...

... all das ist technisch interessant, auch machbar, aber weit davon entfernt ein Perpetuum Mobile zu sein für das Unendlichwachstum dieser unvernünftigen Spezies ...


mvg Philzer

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 17 Mär 2019 13:56 #49874

Thomas schrieb: Nichts für ungut Udo, aber der kleine Seitenhieb musste jetzt schon sein.?

Thomas


Wieso "Seitenhieb"? Habe ich irgendwo behauptet, dass man mit der Natur verhandeln kann? Das Gegenteil ist der Fall, daher sehe ich diese Proteste der Greta Thunberg als sinnlos an, da man eben mit der Natur NICHT verhandeln kann.

Sie protestiert gegen den Klimawandel an sich, sie geht irrigerweise davon aus, dass NUR wir Menschen in Mitteleuropa diesen Klimawandel verursacht haben, sonst niemand, sie geht NICHT davon aus, dass der Klimawandel AUCH natürliche Ursachen haben könnte. Daher der Protest: WIR sollen JETZT "etwas tun", damit es doch nicht so schlimm kommt, wie befürchtet.

Alles honorige Absichten, allein, sie gehen von falschen Annahmen aus.

Erstens haben gar nicht wir Mitteleuropäer die Macht, am CO²-Ausstoß wirklich gravierend etwas zu ändern, da wir nur einen kleinen Teil des CO²-Ausstoßes verursachen, also selbst wenn wir CO² auf Null reduzieren würden, würde es immer noch einen gewaltigen Anstieg der CO²-Emissionen geben.

Zweitens ist der Anteil der Menschen am Treibhauseffekt gar nicht exakt bestimmt, ist es Null? Oder 20%? Oder 50%? Oder gar 100%? Alles wäre möglich, wahrscheinlich ist eine Zahl irgendwo dazwischen.

Dennoch hat diese Aktion etwas Gutes, da nämlich der Klimaaspekt nur ein Teil ist, viel wichtiger ist der Ressourcenverbrauch an sich.


Daher sind alle Anstrengungen zu unternehmen, den Verbrauch zu reduzieren.


Aber Katastrophen Scenarien und Schulschwänzen sind nicht hilfreich.


Grüße
Udo

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 17 Mär 2019 14:39 #49875

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Der Zyklus Krieg-Frieden-Krieg des gelebten Opportunismus

Hi,

udogigahertz schrieb: Daher sind alle Anstrengungen zu unternehmen, den Verbrauch zu reduzieren.


Exakt!

Und wenn sie das, was eben notwendig wäre, von Joe-Sixpack verlange würde, erreichen könnte man dies ganz einfach ohne jegliche Kosten über logarithmische Besteuerung des Konsums überall auf der Welt, dann würde ihr Joe-Sixpack nicht mehr hinterherjubeln!

Das ist eben die Verlogenheit des religiösen Individuums (3D-Behaviour trotz 4D-Kognitionsfähigkeit) , bzw. sein kognitives Defizit .

Normauto

(ist nur ein Beispiel, müsste auf allen Gebieten der Weltvernutzung gemacht werden, wie globale Transporte etc etc ... )


... gerade gelesen:

"Denn die Auswirkungen des Klimawandels seien im großen Maße mitverantwortlich für Kriege und Konflikte."

Interessant, begreifen die Opportunisten endlich, was ich schon längst ins Modell gegossen habe... :-)

Zyklus Krieg-Frieden-Krieg


"Greta Thunberg wurde für den Friedensnobelpreis nominiert. Es wäre besser, wenn sie ihn nicht bekommt – es würde ihrer Sache nicht nützen"
"Sie braucht Konsequenzen – und die kommen nicht vom Nobelpreiskomitee, sondern aus der Politik."

Ja, aber welche?
Davon spricht niemand!


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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 17 Mär 2019 14:44 #49876

Philzer schrieb :
Greta Thunberg wurde für den Friedensnobelpreis nominiert. Es wäre besser, wenn sie ihn nicht bekommt – es würde ihrer Sache nicht nützen"
"Sie braucht Konsequenzen – und die kommen nicht vom Nobelpreiskomitee,

Genau

Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

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Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 17 Mär 2019 14:53 #49877

Also ich finde die Bewegung gut, mal dahingestellt ob die Eltern das nicht nur aus moralischen Gründen befeuern.
Hier geht es ja nicht darum: wer ist der bessere Mensch, deswegen verstehe ich erst recht nicht, warum man aber hauptsächlich auf dieser Basis argumentiert. von der Gegenseite.
Es geht auch nicht um die 2 Optionen: ganz oder garnicht umweltbewusst zu leben.
Es geht darum das Thema ernster zu nehmen, wobei hier jeder Beitrag zählt, und sei er noch so klein. Denn alles was wir nicht unnötig verschwenden, geht für die Folgegenerationen ja nicht verloren, gewissermaßen ist es sogar ihre Lebensgrundlage mit dem zu wirtschaften, was wir "übrig" lassen.
Das wiederspricht natürlich der Illusion vom ewigen Wachstum ungemein, etwas einfach nicht zu produzieren was gar nicht verbraucht wird.
Hier kann man vieleicht auch mal in modernere Systsem investieren, vieleicht gesteuert über k.I.´s die den tatsächlichen Mindestverbrauch berechnen und nur noch kleine Überschüsse herstellen.

Rein psychologisch sehe ich riesige Probleme überhaupt eine große Masse an Konsumenten für ein Umdenken im Konsumverhalten zu überzeugen. Vorallem wenn man ein sparsames Verhalten nicht belohnt, sondern einen Überkonsum bestrafen will.
Das wird einfach auf viel Gegenwehr treffen, auch wenn die Argumente richtig und nützlich sind. Wir sind einfach so gestrickt das wir uns nichts aufzwingen lassen wollen, was in anderen bereichen ja auch durchaus Vorteile hat.
Ich denke deswegen gibt es einen solchen massiven Gegenwind.
Wenn die Politik beim Thema privates Umweltbewusstsein ansetzen will, dann muss sie gewünschtes Verhalten belohnen.
Wenn man jetzt z.B. jedem Bürger ein bestimmtes Maß an ökologisch schädlichen Gütern und Dienstleistungen zugesteht und es die Möglichkeit gäbe, alles eingespaarte an wiederum andere zu "verkaufen", ist der Anreiz ganz anders.
Sicher ist das nicht einfach umzusetzen, und es soll auch nur ein Beispiel sein, aber langfristig wird man so sicher mehr Erfolg haben, weil sich jeder zwangsläufig fragt: "Brauche ich das jetzt wirklich dringend?"

Auch wenn man ein Belohungssystem erfolgreich umsetzt, wird es aber trotzdem noch Menschen geben die äußerst unzufrieden damit sein werden.
Umd hier kommen wir zu Problem Nummer 2: Hat man erstmal einen bestimmten Lebensstandard ereicht, will man natürlich auch nicht davon abweichen. Der Lebensstandard wird ja nicht selten auch mit Lebensfreude und Lebenssinn verknüpft.
Jeder Abstieg lößt also zwangsläufig gewissermaßen Existenzängste aus.
Als kleines Denkexperiment: Theoretisch braucht kein Mensch, der nicht wirklich hart körperlich arbeitet, 3 Mahlzeiten am Tag. Und doch denken die Meisten schon es wäre ein Umstand der lebensnotwendig , oder nötwendig für eine gute Gesundheit wäre.
Wir haben uns so lange an diesen Lebensstandard gewöhnt, dass wir in irrationale Ängste verfallen, wenn wir auch nur kurz darüber nachdenken, 1-2 Mahlzeiten pro Tag einfach zu streichen.

Wir reden hier also von inneren Konflikten die zu mindest Generationsübergreifend durch den jetztigen Standard weiter gegeben werden.
Das jeder Abstieg aber als Risiko oder gar Gefahr wahrgenommen wird, scheint mir stammesgeschichtlich geprägt zu sein. Und was in den Genen steht, kann echt schwer verlernt werden.

Ein akzeptierter Abstieg ohne direkte negative Konsequenzen, scheint mir fast unmöglich für die Meisten, es ist einfach nicht rational sich einzuschränken ohne das man es muss.
Und hier haben wir das 3. Problem: Die Wahrnehmung des Klimawandels und die Abschätzung von Folgen, die zum jetzigen Zeitpunkt weitesgehend theoretisch sind, wenn auch hochstwahrscheinlich zutreffend.

"Wenn wir jetzt nicht handeln, ist in 100-200 jahren der Großteil der Welt nahezu unbewohnbar!"
Das ist ein richtiges und gutes Argument, aber es veranlasst nicht zum Handeln aus psychologischer Sicht, und schon gar nicht in einer Gesellschaft die auf totale Ignoranz, Ellebogengesellschaft und Narzissmus beruht, diese auch propagiert und nicht nur gefördert, sondern vorallem gefordert wird.

Hier liegt also auch ein kulturelles Problem vor, wie ich auch schon bei Anderen gelesen habe.
Wie man hier die "Folgen" des Turbokapitalismus überwinden kann, ist mir ohne geeignetes Belohnungssystem schleierhaft.

Würde ich die Problematik noch aus ökologischer, wirtschaftlicher und technischer Sicht beleuchten, könnte ich vermutlich noch einige tausend Wörter schreiben, deswegen beschränke ich mich erstmal auf den psychologischen Aspekt.

Und selbst wenn es nur ein "Trend ist", einige Kinder nur schwänzen wollen oder manche Geld daran verdienen, die Intention ist wichtig und richtig und wer sagt denn das jeder Trend schlecht wäre?


Noch eine kleine Bitte an jeden der das liest: Wenn ihr raus geht in die Natur, sei es ein Park oder ein Wald oder an den Strand,
Bitte nehmt eine kleine gefaltene Papiertüte mit um jeden Müll der zu mindest um euch herum liegt, und sei er noch so klein, mitzunehmen und zu entsorgen.
Ihr würdet staunen wieviel Kleinteile man findet wenn man erstmal diesen Blick drauf hat.
Keiner erwartet das man stundenlang Müllsammeln geht, aber das mitnehmen was um einen herum liegt ist genauso für die nächsten Generationen sorgern, wie selber umweltbewusst leben.
Nie vergessen, hier geht es nicht um Schuld oder wer der bessere Mensch ist, sondern einzig um die PFLEGE unserer Ökosysteme und da ist es auch nötig, die Fehler anderer zu beseitigen.

Schönen Sonntag noch allen :D

Hypothese: Hoffnung ist, etwas zu 51% nicht genau wissen zu können, Glaube ist die Überzeugung 1% Unwissenheit hätten einen Sinn.
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Hypothese: Hoffnung ist, etwas zu 51% nicht genau wissen zu können, Glaube ist die Überzeugung 1% Unwissenheit hätten einen Sinn.

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 17 Mär 2019 17:23 #49880

Philzer schrieb:

ollelinse schrieb: HGÜ-Trassen werden anderswo in der Welt schon lange betrieben...

... Nur ist es eben nicht billig, und lohnt also nur für große Entfernungen, für bisherige 'Energieversorgungsweisen' für kleine Länder wie D. also kaum irgendwie interessant ... für große Verbundnetze über dutzende Länder hinweg, große Entfernungen um saisonal oder wetterlagenbedingt die Erneuerbaren glätten zu können, aber sicher absolut interessant ...

Übertragung über groß Entfernungen hinweg, regelbare Systeme (Speichersysteme), also Energieabnahme immer dann wenn wir sie brauchen ... genau das ist es doch, was uns fehlt um klimaverträglich die Versorgungslücken unseres Solar- und Windstromes auszugleichen. Das ist die Lösung für einen schnellen Kohle-Ausstieg und zwar ohne Neubau von Gaskraftwerken. Seht euch das Video an, wenn ihr es noch nicht kennt. Ganz nebenbei werden auch Regionen wie die Sahara-Wüste in Marokko wirtschaftlich gestärkt, Fluchtursachen vermindert. Und natürlich könnte das ein hervorragendes europäisches Projekt sein, und es ist ja nicht so, also würden sich die großen Energieriesen dabei nicht auch noch eine goldene Nase verdienen können...

Greta Thunberg hat sowas von Recht, wenn sie einen schnellen Kohleausstieg fordert. Wir haben in Deutschland die fähigsten und innovativsten Technologiekonzerne. Aber politisch umgesetzt wird das immer woanders. Seit 2015 wirbt Chinas Präsident Xi Jinping für ein weltumspannendes Energienetz. State Grid und weiter chinesische Firmen investieren bereits seit 2013 in den Ausbau der Stromnetze (UHV). Unter anderem in Chile, Brasilien, Russland, Portugal, Nigeria, Südafrika, Pakistan, Australien und auf den Philippinen. In Deutschland sind sie abgeblitzt, keine Wunder - wir haben ja eine Klimakanzlerin, die wird das schon richten...

Zitat Spiegel Online 7.6.2018:
Der Plan, ein globales Stromnetz zu schaffen, wird erst durch eine neue Technologie möglich, in der China immer mehr die Vorherrschaft übernimmt: die sogenannte Ultrahochspannungstechnik (UHV), bei der 800.000 Volt über Gleichstromkabel oder bis zu 1,1 Millionen Volt über Wechselstromsysteme geleitet werden. Diese Technik erlaubt es, Strom über sehr weite Distanzen mit vergleichsweise geringen Verlusten zu transportieren.

Während deutsche Konzerne an solchen Lösungen arbeiten, sind UHV-Leitungen in China bereits seit Jahren im Einsatz - und das im großen Stil. Der ehemalige US-Energieminister Steven Chu nannte den Durchbruch bei der UHV-Technik einmal Chinas "Sputnik-Moment". Wie damals im Jahr 1957, als die Russen vor den Amerikanern einen Satelliten ins All schossen, hätten sich nun die Chinesen bei den Stromleitungen einen technologischen Vorsprung erarbeitet.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 17 Mär 2019 17:44 #49882

udogigahertz schrieb: ...
Wieso "Seitenhieb"? Habe ich irgendwo behauptet, dass man mit der Natur verhandeln kann? Das Gegenteil ist der Fall, daher sehe ich diese Proteste der Greta Thunberg als sinnlos an, da man eben mit der Natur NICHT verhandeln kann.

Sie protestiert gegen den Klimawandel an sich, sie geht irrigerweise davon aus, dass NUR wir Menschen in Mitteleuropa diesen Klimawandel verursacht haben, sonst niemand, sie geht NICHT davon aus, dass der Klimawandel AUCH natürliche Ursachen haben könnte. Daher der Protest: WIR sollen JETZT "etwas tun", damit es doch nicht so schlimm kommt, wie befürchtet.

Wenn du bis heute noch nicht mitbekommen hast, wogegen sich Greta Thunbergs Protest richtet, schlage ich vor du beginnst diesen Thread noch einmal von ganz vorne an zu lesen, und zwar ganz in Ruhe.
Wem hilft es darüber zu debattieren, in wie weit auch andere - inkl. natürliche Faktoren das Klima in die gleiche Richtung beeinflussen. Die maßgebliche menschliche Komponente ist vorhanden, welche Gründe die Leugnung dieser Tatsache auch immer haben mag (mir fallen da spontan schon einige ein). Es gibt auch keine Grenzen für den Klimawandel. Und deshalb breitet sich die Bewegung auch nicht nur in Mitteleuropa, sondern weltweit aus. (Daumen hoch!)
Protest als "Beruhigungspille", das Greta Thunberg zu unterstellen ist schon ganz schön dreist. Diese "Pillen" werden durch unsere Politiker verteilt und genau dagegen wird protestiert.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 17 Mär 2019 18:28 #49883

Philzer schrieb: ...
... gerade gelesen:
...
"Greta Thunberg wurde für den Friedensnobelpreis nominiert. Es wäre besser, wenn sie ihn nicht bekommt – es würde ihrer Sache nicht nützen"
"Sie braucht Konsequenzen – und die kommen nicht vom Nobelpreiskomitee, sondern aus der Politik."

Ja, aber welche?
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Die Diskussion über den Friedensnobelpreis für Greta Thunberg (an dieser Stelle) halte ich für kontraproduktiv und überflüssig. Da gab es Kommentare und Meinungen schon seit dem 1. Tag der Nominierung. Eine Nominierung ist sicher gerechtfertigt und hat weitere Signalwirkungen auf die Bewegung erzeugt, aber die Preisverleihung und die Diskussion darüber sollte schon das Komitee nach seinen Statuten führen.

Diskussionswürdiger finde ich da schon Meldungen, wonach Greta Thunberg "Regierungsberaterin" werden soll. Da platzt mir dann doch schon der Kragen.
„In Sachen Umwelt- und Klimaschutz tun wir noch nicht genug“, so eine Sprecherin des Bundesumweltministeriums zur Nachrichtenagentur fna, „deshalb haben wir uns nach Rücksprache mit dem Bundeskanzleramt dazu entschlossen, die schwedische Klimaaktivistin Geta Thunberg als Beraterin zu engagieren, damit wir weltweit diesbezüglich eine Vorreiterrolle einnehmen können.“
Da fragt man sich doch, wie naiv kann sich eine Regierung denn nun noch darstellen, welche Steigerungsformen gibt es da? Die Forderungen des Schülerprotestes ernst zu nehmen und danach zu handeln statt nach einem Feigenblatt zu greifen, darum geht es. Ja, dann nehmt Berater aus der Klimaforschung und informiert euch über die entsprechenden Kanäle (z.B. im Rahmen dieser Webseite). Bei Sichtung der Videoreihen UWL und zukunfterde finden sich ausreichend Ansatzpunkte für Konsequenzen. Es stimmt also nicht, dass niemand "davon spricht".

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 17 Mär 2019 19:00 #49885

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Gegen was richtet sich der Protest Gretas?

Thomas schrieb: „Mit einem emotionalen Apell hat die 16 Jahre alte Klimaaktivistin Greta Thunberg die Topmanager und Spitzenpolitiker in Davos zu sofortigen Maßnahmen gegen den Klimawandel aufgerufen.
„Ich will, dass ihr handelt, als wenn euer Haus brennt, denn das tut es“


Emotionaler Appell heißt, das Kernbewusstsein (Freuds 'Es') hat das Sagen.
Das Kernbewusstsein und seine gegen unendlich gerichteten Strebungen sind aber genau die Ursache für das entstehen des Problems überhaupt! :-)
Verantwortlich für die Strebungen dieser Spezies nach unendlich vielen Genkopien bei gleichzeitig unendlich hohem Pro-Kopf-Verbrauch.
Die quadrierte Unendlichkeit auf einem endlichen Planeten.

ollelinse schrieb: wogegen sich Greta Thunbergs Protest richtet

&

Thomas schrieb: "Die Klimakrise zu lösen, ist die größte und komplexeste Herausforderung, der die Menscheit je gegenüberstand ", so Thunberg.


Greta nimmt kein Wort von irgendwelcher Wachstumsbegrenzung in den Mund, ich vermute weil sie in ihrem Alter sich noch nie darüber Gedanken gemacht hat ....


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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 17 Mär 2019 19:29 #49886

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Philzer schrieb: Gegen was richtet sich der Protest Gretas?

Thomas schrieb: „Mit einem emotionalen Apell hat die 16 Jahre alte Klimaaktivistin Greta Thunberg die Topmanager und Spitzenpolitiker in Davos zu sofortigen Maßnahmen gegen den Klimawandel aufgerufen.
„Ich will, dass ihr handelt, als wenn euer Haus brennt, denn das tut es“


Emotionaler Appell heißt, das Kernbewusstsein (Freuds 'Es') hat das Sagen.
Das Kernbewusstsein und seine gegen unendlich gerichteten Strebungen sind aber genau die Ursache für das entstehen des Problems überhaupt! :-)
Verantwortlich für die Strebungen dieser Spezies nach unendlich vielen Genkopien bei gleichzeitig unendlich hohem Pro-Kopf-Verbrauch.
Die quadrierte Unendlichkeit auf einem endlichen Planeten.

ollelinse schrieb: wogegen sich Greta Thunbergs Protest richtet

&

Thomas schrieb: "Die Klimakrise zu lösen, ist die größte und komplexeste Herausforderung, der die Menscheit je gegenüberstand ", so Thunberg.


Greta nimmt kein Wort von irgendwelcher Wachstumsbegrenzung in den Mund, ich vermute weil sie in ihrem Alter sich noch nie darüber Gedanken gemacht hat ....


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Greta Thunberg schrieb:
On Friday March 15th 2019 well over 1,5 million students school striked for the climate in 2083 places in 125 countries on all continents.
The favorite argument here in Sweden (and everywhere else…) is that it doesn’t matter what we do because we are all too small to make a difference. Friday’s manifestation was the biggest day of global climate action ever, according to 350.org. It happened because a few schoolchildren from small countries like Sweden, Belgium and Switzerland decided not to go to school because nothing was being done about the climate crisis. We proved that it does matter what you do and that no one is too small to make a difference.

People keep asking me ”what is the solution to the climate crisis.” And how do we ”fix this problem”. They expect me to know the answer.
That is beyond absurd as there are no ”solutions” within our current systems. No one ”knows” exactly what to do. That’s the whole point. We can’t just lower or heighten some taxes or invest in some ”green” funds and go on like before.

Yes there are many many things that are very good and necessary, and improves the situation. Such as solar- and wind power, circular economy, veganism, sustainable farming and so on. But even those are just a parts of a greater picture.

We can no longer only focus on individual and separate issues like electrical cars, nuclear power, meat, aviation, bio fuels etc etc. We urgently need a holistic view to adress the full sustainability crisis and the ongoing ecological disaster. And this is why I keep saying that we need to start treating the crisis as the crisis it is. Because only then - and only guided by the best available science (as is clearly stated throughout the Paris Agreement) can we together start creating the global way forward.

But that can never happen as long as we allow the ”yeah-but-what-about-nuclear-power-then-debate” to go on and on and on. This is wasting our time. This is climate delayer-ism. We need to keep a great number of thoughts in our head at same time and yet move forward with the changes at unprecedented speed.

Nuclear power, according to the IPCC, can be a small part of a very big new carbon free energy solution, especially in countries and areas that lack the possibility of a full scale renewable energy supply - even though its extremely dangerous, expensive and time consuming. But let’s leave that debate until we start looking at the full picture.

Some people seem so desperate to go on with the comforts and luxuries of their every day life that they tell others to not have any children. As children, speaking for our little sisters and brothers, we don’t find that very encouraging. It is not us or future generations who have created this. And yet - once again - you blame us.

If not even the scientists, politicians, media and the UN currently can speak up on what exactly needs to be done to ”solve” the climate crisis (in other words, dramatically lowering our emissions starting today) , then how could we, some schoolchildren, know? How can you leave that burden to us?

Once you have done your homework, you realize that we need new politics. We need a new economics, where everything is based on our rapidly declining and extremely limited carbon budget.

But that is not enough. We need a whole new way of thinking. The political system that you have created is all about competition. You cheat when you can because all that matters is to win. To get power. That must come to an end. We must stop competing with each other. We need to start cooperating and sharing the remaining resources of this planet in a fair way. We need to start living within the planetary boundaries, focus on equity and take a few steps back for the sake of all living species.
We are just passing on the words of the science. Our only demand is that you start listening to it. And then start acting.

So please stop asking your children for the answers to your own mess.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 17 Mär 2019 19:29 #49887

Philzer schrieb: ... Greta nimmt kein Wort von irgendwelcher Wachstumsbegrenzung in den Mund, ich vermute weil sie in ihrem Alter sich noch nie darüber Gedanken gemacht hat ....


Nun, das stimmt so auch nicht.

Klimaaktivistin Greta Thunberg
21.02.2019 Wachstum / Beschäftigung erstellt von K.W.Willemsen

… kritisiert die Bedeutung von Geld und Wachstum in unserer Gesellschaft. Diese präzise Zuspitzung der Situation ist jedoch selbst für wohlwollende Erwachsene so tabuisiert, dass sie nicht in der Lage sind, die Bedeutung der Aussage zu erfassen.

Die Bildungsdezernentin der ev. Landeskirche, Oberlandeskirchenrätin Prof. Dr. Gudrun Neebe, äußert sich in einem Interview zum Engagement von Greta Thunberg und den Aktivitäten der Landeskirche für den Klimaschutz. »Wir müssen raus aus der Komfortzone und auch unbequeme Entscheidungen fällen und vertreten«, fordert die Bildungsdezernentin. Frau Neebe ist voll des Lobes über Greta Thunbergs Äußerungen, hat aber deren Bedeutung und Tragweite überhaupt nicht erkannt.

Der Redakteur Christian Küster bringt Thunbergs Kritik auf den Punkt, doch die Bildungsdezernentin antwortet am Kern der Kritik vorbei. »Beim Weltwirtschaftsforum in Davos merkte Thunberg kritisch in einer Diskussionsrunde an, dass es - wie überall - nur ums Geld ginge: ›Es hat den Anschein, dass Geld und Wachstum unsere einzige Sinnerfüllung sind.‹ Was kann die Kirche tun, um dem Klimaschutz im öffentlichen Diskurs lauter Gehör zu verschaffen?«

In einer Ökonomie, die permanentes Wirtschaftswachstum regelrecht erzwingt, haben Nachhaltigkeit und die Bewahrung der Schöpfung letztlich keine Chance. Prozentuales Wachstum hat zwingend eine Verdoppelung der Größe in einem bestimmten Zeitraum zur Folge. Unsere Produktion, unsere Geldanlagen und viele andere gesellschaftliche Parameter verlangen dieses Wachstum. Greta Thunberg hat in der Schule gelernt, dass exponentielles Wachstum, egal ob 1,5 %, 3 % oder 6 %, zwingend eine zerstörerische Dynamik auslöst. Helmut Creutz hat dies vor 30 Jahren in seinem Hauptwerk »Das Geldsyndrom« sehr anschaulich beschrieben und nicht zuletzt auch immer wieder den führenden Ökonomen der evangelischen Kirche vermittelt.

Klimaschutz, wie ihn die sechzehnjährige Greta Thunberg einfordert, verlangt ökonomische Antworten auf den derzeitigen Wachstumszwang, der durch unsere Geld- und Bodenordnung erzeugt wird. Die Ausblendung der ökonomischen Gesetzmäßigkeiten ist ein Schlag ins Gesicht dieses schlauen Mädchens und aller zukünftigen Generationen. Das Religionspädagogische Institut der EKKW und EKHN hat unter dem Titel »Von Greta lernen?!« aktuelles Unterrichtsmaterial zum Klimafasten entwickelt. Der Respekt vor der Schülerin würde jedoch eine Auseinandersetzung mit den ökonomischen Zusammenhängen verlangen, wie sie seit Silvio Gesell und Helmut Creutz zur Verfügung stehen.

Äußerungen wie »bei allen Bauvorhaben ist Klimaschutz ein wichtiges Thema: Dämmen, selbst Energie sparen oder auch erzeugen, Heizung austauschen, auf das Fahrrad umsteigen, bewusst Essen und einkaufen etc.« sind vor dem Hintergrund des weltweiten Wirtschaftswachstums reines Blabla. Greta Thunberg weiß das sehr genau. Die Vereinnahmung durch Personen wie Oberlandeskirchenrätin Prof. Dr. Gudrun Neebe ist Teil ihrer Verzweiflung.

Lesen Sie dazu auch »Wohlstand ohne Wachstum«, »Mythos grünes Wachstum« und »Wer Wachstum fordert wird TTIP ernten«.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 17 Mär 2019 19:31 #49888

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Die Greta braucht kein Klima retten, sie braucht auch nicht wissen, wie man das macht, auch ist sie nicht dafür zuständig. Sie braucht lediglich den Leute in den Hintern treten, die sich auskennen und wissen, wie das geht und auch zuständig dafür sind.

Wie eine Sirene bei einem Feuer. Die Sirene weiß weder, was ein Feuer ist, noch weiß sie, wie man es löscht, auch ist sie nicht zuständig fürs löschen. Sie heult nur den Menschen die Ohren voll, damit sie begreifen, dass es brennt.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 17 Mär 2019 19:37 #49890

badhofer schrieb: .
Die Greta braucht kein Klima retten, sie braucht auch nicht wissen, wie man das macht, auch ist sie nicht dafür zuständig. Sie braucht lediglich den Leute in den Hintern treten, die sich auskennen und wissen, wie das geht und auch zuständig dafür sind.

Wie eine Sirene bei einem Feuer. Die Sirene weiß weder, was ein Feuer ist, noch weiß sie, wie man es löscht, auch ist sie nicht zuständig fürs löschen. Sie heult nur den Menschen die Ohren voll, damit sie begreifen, dass es brennt.
.

Ja, aber es ist um so bedeutsamer, dass sie sehr wohl die grundlegenden Zusammenhänge erkannt hat und diese auch benennt.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 17 Mär 2019 23:54 #49892

Badhofer,

die Sirene Greta Thunberg, ich halte sie auch für einsichtsvoller als eine Sirene, zeigt uns auf, dass ein Feuer ausgebrochen ist.
Das Problem, die Sirene heult und die Feuerwehr rückt nicht aus.

Viele Feuerwehrleute glauben der Sirene nicht.
Die Sirene heult, weil sie sich wichtig machen will oder weil Sirenenfachleute wieder mal zeigen wollen, dass sie ihre Sirene im Griff und in Funktion haben.

Die Sirene heult nicht um ihrer selbst Willen. Sie heult, weil es brennt.

Uns allen, gleich welcher Couleur, würde es gut tun, zu erkennen, dass es brennt, nicht ob es brennt.

Thomas

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 18 Mär 2019 04:21 #49897

fff fordert change, Veränderung. Zu Recht, denn so kann und darf es nicht weiter gehen. Das Kernproblem ist der Mensch. Der muss überwunden werden.
Das Wichtigste ist also, dass Menschen ihr Leben opfern. Ohne das wird es nicht gehen. „Ihr Leben“ meint: Ihr Wohlstandsleben, ihr ich-habe-Rechte-Leben usw.
Bei den Schülerstreiks nehmen Jugendliche in Kauf, dass Ihnen Fehlstunden angekreidet werden. Sie gefährden damit ihren Schulabschluss, ihre berufliche Zukunft. Das sehe ich als ein positives Zeichen: Menschen sind bereit, sich zu opfern.
Ihre Zukunft ist auch gar nicht gefährdet. In diesem Jahrhundert wird es vielleicht Schlimm werden, in Europa aber gar nicht so extrem, außer, wenn die Ökoflüchtlinge und die Wasser-Kriegs-Flüchtlinge zu uns kommen. Aber in den nächsten Jahrhunderten wird es die Hölle sein. Die Jugendlichen gehen also nicht für ihre Zukunft auf die Straße, sondern für die Ihrer Enkel und Urenkel.
Sich selbst zu opfern geschieht aber nicht so ohne Weiteres. Wissen um die Zusammenhänge im Ökosystem und wie wir das stören, ist sicher hilfreich, aber wie wir sehen, reicht das nicht aus. Erkenntnisse und Analysen helfen allein nicht viel.
Menschen brauchen eine Hoffnung, dass es sich lohnt, sich selbst zu opfern. Sie brauchen einen größeren Horizont als das eigene biologische Leben, der auch mehr Gewicht hat. (Das Leben nachfolgender Generationen ist dabei nicht unbedingt gewichtiger als das der jetzt lebenden Generationen, da muss also noch etwas mehr werden.) Da die Ökosphäre sowieso einmal vergehen wird, ist das opfern des eigenen Lebens für einen sowieso endliche Sache nicht sehr überzeugend. Eine entsprechende Hoffnung muss also weit mehr sein als optimistische Prognosen, sie muss transrational sein.
Diese drei Komponenten: Großer Horizont, transrationale Hoffnung und sich selbst opfern: Das liefern klassischerweise die Religionen. Diese Kombination gibt es sonst nirgendwo. Nötig ist also, die religiöse Überwindung des Menschen zu aktivieren. Leider haben die Religionen ihre diesbezüglichen Traditionen vergessen oder versteckt. Die Aufforderung, sich selbst zu verlieren, den eigenen Leib als Opfer zu geben: Davon bleibt oft nur, die Schöpfung zu bewahren, also nicht mehr, als was Greta sagt.
Der weite Horizont des Reiches Gottes hatte im Urchristentum zur Folge, dass selbst das Heiraten und Kinderkriegen, der übliche Hoffnungshorizont, relativiert werden konnte.
Hilfreich wäre also, die Kräfte der Religionen fruchtbar zu machen, die die Selbstüberwindung des Menschen zum Ziel haben: Bhakti im Hinduismus, das Anhangen am Sein zu überwinden im Buddhismus, Tötung des Alten Menschen im Christentum und Großer Jihad im Islam.
Die Aufklärung hat die Selbstanbetung und Verabsolutierung des Menschen betrieben. Heute erweist sich, dass diese Pseudoreligion tödliche Nebenwirkungen hat. Es ist tragisch, dass gerade dann alle Komponenten für die Selbstüberwindung des Menschen beiseite gedrängt wurden, als sie bitter nötig wurden.
In der jüdisch-christlichen Tradition waren es die Propheten, die den Tiefschlaf der Religion mit lauten Weckrufen störten. Greta Thunberg hat so etwas Prophetisches.
Es gilt die weitgehend ungenutzten Möglichkeiten der Selbstverleugnung zu aktivieren.

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2

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Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 18 Mär 2019 08:49 #49898

Thomas schrieb:
Das Problem, die Sirene heult und die Feuerwehr rückt nicht aus.

Wir sind die Feuerwehr

Nicht diejenigen von der Vergangenheit sind die Feuerwehr,
auch nicht diejenigen von der Zukunft, sondern wir, die vom Jetzt.

Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

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Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 18 Mär 2019 09:43 #49899

@Martin-O
Ich persönlich möchte lieber bevorzugt an gesunden Menschenverstand appellieren und die Mächtigen der Welt zum Handel zwingen. Wenn sich Menschen über ihren religiösen Glauben aktivieren lassen – dann auch gerne damit soweit es den Menschen hilft über ihren eigenen Vorteil und die eigene Generation hinauszudenken und auch danach zu handeln. Meiner Ansicht nach kann das aber nicht der Hauptansatzpunkt sein. In Anbetracht der Geschichte der Religionen, ihrer zwiespältigen Traditionen und destruktiven Kräfte, des Handelns der Gläubigen und Kirchen vermag ich nicht zu sehen, wie aus dieser Bewegung hier und heute der entscheidende Impuls zum Umdenken kommen kann. Es bedarf Transparenz und Aufklärung unter Einbeziehung der fortschrittlichsten Kräfte aus Wissenschaft und Technik. Auch das ist ein Thema, mit dem sich die Religionen doch eher schwer tun.

Ob tatsächlich die Aktivierung der Selbstverleugnung in der Masse für ein nachhaltiges Ergebnis möglich oder erstrebenswert ist, bleibt für mich eine offene Frage. Selbstverleugnung, so positive Impulse in den zwischenmenschlichen Beziehungen daraus auch entstehen können, beinhaltet auch die Ausblendung objektiven Tatsachen und birgt die Gefahr von Selbstbetrug und Enttäuschung.

Das was mich in deinen Ausführungen aber am meisten stört ist die Opferrolle, die du auf Greta Thunberg projizierst. So sieht sie sich auch selbst als allerletztes. Verzicht und ein maßvolles Leben zu führen bedeutet nicht sich zu opfern. Wer wirklich wissen will was Opfer sind, der sehe sich die Zahl der Opfer beider Weltkriege, des Holocaust und des Stalinismus an (nur mal als Beispiel genannt). Oder auch die wachsende Zahl der Opfer von Naturkatastrophen in unserem Jahrhundert. Die WHO geht bereits ab 2030 von jährlich 250.000 mehr „Klima-Opfern“ aus, als wir bereits jetzt zu beklagen haben.

Was soll das für ein Opfer sein, wenn die Menschheit sich einig und beschließt, sobald als möglich nicht mehr die klimabelastende Ressourcen der Vergangenheit in Gegenwart zu beamen. CO², seit Jahrmillionen tief in der Erde gebunden und verbogen muss offensichtlich mit jedem Trick und solange herausgerissen und in die Luft geblasen werden, bis kein einziger Cent mehr damit zu verdienen ist. Das kann doch nicht gut gehen! Das zu sehen, dazu braucht es keinen Propheten.
Es gibt Lösungen – und ja, später wird es mit Sicherheit noch bessere und effektivere Lösungen geben. Gehandelt werden muss aber HEUTE!
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 18 Mär 2019 11:39 #49901

Martin-O schrieb: fff fordert change, Veränderung. Zu Recht, denn so kann und darf es nicht weiter gehen. Das Kernproblem ist der Mensch. Der muss überwunden werden.
Das Wichtigste ist also, dass Menschen ihr Leben opfern. Ohne das wird es nicht gehen.


Ich kann nicht glauben, was ich hier lesen muss!

Hier ruft jemand ganz offen zur Massentötung von Menschen auf, weil "das Problem" wir Menschen sind!

Gehts noch?


Wiewohl ich dir nicht unterstelle, dass du genau das meinst, wie das rüberkommt, wiewohl ich dir nur eherne Absichten unterstelle, kann ich diese inhumane Einstellung NICHT teilen!

Gerade auch im Lichte von Gläubigen, der du ja einer sein willst, erscheint mir dein Ansinnen blasphemisch und gotteslästerlich zu sein, denn Gott gefiele eine von Menschen überbevölkerte Welt gemäß seinen Worten (in der Bibel) doch sehr wohl, denn steht da nicht drin, dass man sich vermehren soll?

Aber auch als gottloser Agnostiker mit einer humanen Einstellung muss man doch das Leben an sich, alles Leben, als hoch einstufen, es achten und so einrichten, dass alle in Würde leben können.

Von diesem Ziel sind wir noch meilenweit entfernt, so lange es Massentierhaltung und Artensterben gibt, so lange Menschen wegen ihres Glaubens, ihrer Herkunft oder Abstammung verfolgt und getötet werden, so lange es terroristische Anschläge aller Art gibt, ist die Welt nicht wirklich lebenswert.

Ich hingegen, im Gegensatz zu dir, behaupte, dass wir Menschen ALLE auf dieser Erde in Frieden UND Wohlstand leben könnten ............. wenn wir alle vernünftig und mit gegenseitigem Respekt und Verständnis miteinander umgehen würden.

Man könnte nämlich, wenn man nur wollte, alle Menschen mit genügend regenerativer Energie versorgen, ein Verbrennen fossiler Energie wäre gar nicht erforderlich, schon heute mit der bekannten Technologie.

Dazu aber müsste es zunächst mal Frieden geben, einen allumfassenden, weltumspannenden Frieden, der eine internationale Zusammenarbeit möglich machen würde, dann wären saharaweite Sonnenkollektoren denkbar, die genügend Strom liefern, um damit Wasserstoff zu synthetisieren, Wasserstoff aus Meerwasser, den man universell einsetzen könnte.

Heute geht das nicht, weil die politische Situation unklar, ungewiss und unsicher ist, man müsste diese Anlagen militärisch schützen, weil religiöse Fanatiker Anschläge darauf verüben würden.

Fazit:

Wollen wir ernsthaft das Klima retten, müssen wir zuerst den Frieden schaffen, also alle Religionen abschaffen oder diese so weit befrieden oder zurückdrängen, dass sie keine Rolle in der Politik mehr spielen.

Schaffen wir das nicht, diese Befriedung, so sehe ich das wirklich so kommen, dass sich die Menschheit gegenseitig auslöscht.


Grüße
Udo

Das Verzichtbare ist nutzlos. J.F. Hingeklammert

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Das Verzichtbare ist nutzlos. J.F. Hingeklammert

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 18 Mär 2019 11:57 #49903

udogigahertz schrieb:

Martin-O schrieb: fff fordert change, Veränderung. Zu Recht, denn so kann und darf es nicht weiter gehen. Das Kernproblem ist der Mensch. Der muss überwunden werden.
Das Wichtigste ist also, dass Menschen ihr Leben opfern. Ohne das wird es nicht gehen.


Ich kann nicht glauben, was ich hier lesen muss!

Hier ruft jemand ganz offen zur Massentötung von Menschen auf, weil "das Problem" wir Menschen sind! ...

Martin-O hat doch unmissverständlich klar gemacht, dass es um das "Wohlstandsleben" geht. Das hast doch auch du gelesen. Indem du hier polemisierst, verdirbst du alle anderen richtigen Gedanken, die in deinem Beitrag vorhanden sind. Schade eigentlich.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 18 Mär 2019 13:28 #49905

Vieliecht kann mir mal einer erklären warum diese Debatte, selbst hier, in solche Extreme abdriftet, denn ich verstehe es nicht.
Genau das Fokusieren auf diese Extreme, macht die ganze Debatte hinfällig.
Man muss weder den modernen Wohlstandsmenschen "abschaffen", noch sollte man sich guten Gewissens zurücklehnen und denken: "Wird schon jemand richten, entweder die Politik oder eben die Folgegenerationen."

Immer wenn es um Schuld und Verantwortung geht, scheint mir die Debatte sinnlos emotional zu werden. Das ist der Sache nicht zuträglich und so wird nie ein ausgewogener aber effektiver Konsens herrschen.
Das ist aber nur eine Vermutung, bitte erklärt mir warum ihr thematisch in Extreme verfallt?

Hypothese: Hoffnung ist, etwas zu 51% nicht genau wissen zu können, Glaube ist die Überzeugung 1% Unwissenheit hätten einen Sinn.
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Hypothese: Hoffnung ist, etwas zu 51% nicht genau wissen zu können, Glaube ist die Überzeugung 1% Unwissenheit hätten einen Sinn.

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 18 Mär 2019 14:13 #49906

https://scontent-amt2-1.xx.fbcdn.net/v/t1.0-9/54041337_2535219456519328_4863038808943230976_n.jpg?_nc_cat=104&_nc_ht=scontent-amt2-1.xx&oh=1682f26b94ed927aeb3cd709b96a93db&oe=5D1E0D73

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 18 Mär 2019 14:36 #49909

Sirius schrieb: Immer wenn es um Schuld und Verantwortung geht, scheint mir die Debatte sinnlos emotional zu werden. Das ist der Sache nicht zuträglich und so wird nie ein ausgewogener aber effektiver Konsens herrschen.

Sehe ich genauso. Schuldzuweisungen bringen überhaupt nix in unserer Situation und halten uns nur davon ab zu überlegen was wir jetzt
tun können ( oder müssen). Über die Ursachen ( oder über die Schuldigen) die den ganzen Schlamassel verursacht haben kann man
analysieren / diskutieren wenn die Kriese "überwunden" ist. Jetzt haben wir aber keine Zeit dafür !

Sirius schrieb: Genau das Fokusieren auf diese Extreme, macht die ganze Debatte hinfällig.

Das ist nicht nur hier so, das hab ich die letzte Zeit ganz oft bei Kommentaren / Foren usw. im Internet gelesen.
Da wird diskutiert wer die Schuld an allem trägt, wer die meiste Energie verschwendet usw, usf....
Bringt uns aber alles nix weil es uns davon abhält uns auf das zu konzentrieren was wir jetzt tun können und das ist am wichtigsten.
Mir kommt es gerade so vor: Es brennt, aber anstatt zu überlegen wie der Brand zu löschen ist wird überall debattiert wer den Brand
gelegt hat :dry:

Gibt ja Lösungen. Wir müssen erneuerbare Energien (Wind / Solarenergie) weiter ausbauen und in deren Entwicklung (Forschung)
noch viel stärker investieren. Man könnte ja auch die Kinder in den Schulen mit Fächern wie Umweltschutz , erneuerbare
Energien usw... für das Thema noch mehr sensibilisieren und deren Interesse wecken ( als meine Tochter noch zur Schule ging gab
es solche Fächer nicht). Wie es heute ist? Keine Ahnung, aber ich glaub da hat sich nicht wirklich viel getan, hmmmm....

Hab ja hier mal geschrieben: Ich glaub ich pflanze ein Apfelbäumchen. Evtl. war das ja garnet so blöd :silly: .
Wäre evtl. gut wenn wir heute ganz viele Bäumchen pflanzen (überall wo nur irgendwie Platz ist). Könnte helfen (neben anderem).

https://www.effekt-voll.com/news/neue-studie-massive-aufforstung-der-wälder-kann-die-co2-emissionen-eines-jahrzehnts-ausgleichen
Gibt noch viele andere Links im Internet die Auskunft darüber geben wie wichtig der Wald für das Klima ist.
Lieben Gruß an alle
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 18 Mär 2019 14:46 #49910

Sirius schrieb:
Genau das Fokusieren auf diese Extreme, macht die ganze Debatte hinfällig

Die Zerstörung unseres Lebensraumes ist nun mal ein extrem. Eine weiche um den Brei herum Debatte kann die Situation nicht erfassen.

borgi64er schrieb:

Dass wir unseren Lebensraum zerstören, hängt nicht davon ab, dass er freitags hier ist und samstags nicht hier wäre. Würden die Erwachsenen nicht schlafen, er bräuchte weder freitags noch samstags hier sein.

Irgend ein Deutscher Politiker hat einmal gesagt:
In Deutschland ist nicht derjenige ein Verbrecher, der ein Verbrechen begeht, sondern derjenige, der auf ein Verbrechen hinweist.
.

Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

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Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 18 Mär 2019 15:01 #49911

Die Zerstörung unseres Lebensraumes ist nun mal ein extrem. Eine weiche um den Brei herum Debatte kann die Situation nicht erfassen.



Ich meinte damit nicht das die Folgen nicht in Extremen gipfeln, das sind durchaus gute Argumente. Mir ging es eher um die Argumentation drum herum:
Z.B.
Man müsse den Konsum so weit zurück drehen wies nur geht.
Oder:
Solange du Fleisch isst, Auto fährst oder mit dem Flieger reist; wird sich gar nichts ändern. Also muss man auch gar nichts dagegen tun.

Das sind jetzt keine explizieten Beispiele aus dem Forum, doch ich bin nicht verwundert das Ähnliches hier ebenso angedeutet wird.
Und genau dieser Drive bringt uns nirgendwo hin.
Zugegeben das Beispiel ist "etwas" Offtopic, aber hier geht man an eine ähnliche Debatte ganz anders ran:

Das scheint mir langfristig viel sinnvoller als sich darum zu streiten was der Idealzustand wäre oder das worst-case-Szenario.
Die Leute abholen bei etwas Gutem mitzumachen, sie auffordern kreative zu werden und nachzudenken was kann man denn selber alles verändern?

Sicher muss man auch andere Debatten führen, denn die Wirtschaft kann nunmal nur von der Politik reguliert werden, aber vieleicht kann man hier auch anders rangehen, mit Ideen und Vorschlägen.
Hier wurde geschrieben das dies schon seit Jahren passiert, doch jetzt ist die nötige Aufmerksamkeit da.
Wieso werden jetzt nicht nochmal diese Vorschläge unterbreitet?

Hypothese: Hoffnung ist, etwas zu 51% nicht genau wissen zu können, Glaube ist die Überzeugung 1% Unwissenheit hätten einen Sinn.

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Hypothese: Hoffnung ist, etwas zu 51% nicht genau wissen zu können, Glaube ist die Überzeugung 1% Unwissenheit hätten einen Sinn.

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 18 Mär 2019 16:48 #49918

Sirius schrieb: Vieliecht kann mir mal einer erklären warum diese Debatte, selbst hier, in solche Extreme abdriftet, denn ich verstehe es nicht.

Das kommt daher dass solche Celebrities wie Bill Nye immer wieder das Klima vergiften:
Global warming skeptics should be jailed says activist Bill Nye, the self proclaimed science guy
Das trägt natürlich wenig zur Verständigung bei, und führt eher dazu dass die verschiedenen Lager sich in ihren jeweilgen Positionen einigeln.

Eine friedliche Lösung bevorzugend,

Folgende Benutzer bedankten sich: Sirius

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 18 Mär 2019 17:16 #49919

Sirius schrieb:

...Mir ging es eher um die Argumentation drum herum:
Z.B. Man müsse den Konsum so weit zurück drehen wies nur geht.
Oder:
Solange du Fleisch isst, Auto fährst oder mit dem Flieger reist; wird sich gar nichts ändern. Also muss man auch gar nichts dagegen tun....


Ich sehe diese Extreme nicht als Mittelpunkt der Debatte, aber das wird man in einem offenen Forum nicht ganz vermeiden können. Diejenigen, die hier mahnend dazu auffordern, dass jeder einzelne zunächst einmal bei sich selbst beginnen muss, sein Leben auf den Prüfstand zu stellen, fordern meines Erachtens nicht den Konsum auf das absolute Minimum zurückzufahren, sondern einfach nur maßvoller und umweltbewusster zu Leben und zu handeln. Niemand soll "Opfer" bringen, sondern zurückfinden zu einem maßvollen Leben. Und da ist es auch schon mal nützlich, über deutsche und europäische Grenzen hinauszusehen.

Das andere Extrem entsteht (wie ich finde) u.a. aus einer egoistischen Sichtweise heraus. "Warum soll denn gerade ich mich mäßigen? Wenn alle anderen etwas tun ... na dann ..." Merkwürdig ist allerdings, dass diese Kräfte sich oftmals trotzdem gegen die Argumentation und den Aufrufen zu einem maßvollen Konsum für ALLE richten. Das müsste doch genau das sein was sie wollen. Also liegt die Vermutung nahe, dass diese Leute wohl eher niemals auf irgendetwas zugunsten der nachfolgenden Generationen verzichten würden.

Ideen und Vorschläge prägen doch durchaus einen guten Teil Beiträge in diesem Thread, werden aber zu selten ausdiskutiert. Und wie du schon schreibst, etliche Lösungsansätze sind schon lange bekannt und müssten unbedingt noch einmal frisch auf die Schreibtische der politischen Entscheider. Vielleicht sollte es auch an uns hier im Forum sein, aus unserer Diskussion heraus direkt an die Kräfte, Wissenschaftler und Firmen heranzutreten von deren Vorschläge und Lösungen man nichts mehr hört?

PS. Das Video finde ich sehr gut, da sollte jeder mal in sich gehen und überlegen, ob man sich davon nicht eine Scheibe abschneiden könnte ...
Folgende Benutzer bedankten sich: Sirius

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 18 Mär 2019 17:33 #49920

Ich wollte die Debatte keinesfalls nur auf den Aspekt lenken, was jeder für einen ökologischeren Lebensstil tun kann.
Ich beobachte nur immer wieder das sich die Argumentation im Kreis dreht und das finde ich in Anbetracht der Thematik einfach schade.

Was ich mich gerade frage, warum die Stars und Sternchen dieser Welt, die ja auch Einfluss haben zu mindest auf ihre Fans, sich so wenig für den Klima.- und Umweltschutz einsetzen.
Wiederspricht ein bewusster Umgang mit Gütern und Natur unserem gesellschaftlichen Bild ranghöherer und angesehener Menschen?
Das wäre schlecht, denn das Rangstreben und der Rangmimikry ist ein stammesgeschichtlicher Trieb den man auch für Gutes nutzen könnte. (Verhaltensbiologie).

Ich weiß das es diesen Ökohype gibt, hinter dem oft leider auch nicht mehr steckt, als plakatives Darstellen einer gewissen "Überlegenheit" in Form einer quasi moralischen Aufwertung weil man ja nur Ökoprodukte konsumiert.
Vieleicht bekommt die Debatte deswegen auch so schnell einen negativen Drive.
Die Gruppendynamik paralel zu der Bewegung "Friedays for future", ist jedenfalls äußerst aufgeladen und mir fällt nur das, als Grund ein.

Ich sehe allerdings auch keinen Weg die öffentliche Debatte wieder zurück zur eigentlichen Thematik zu führen, da bleibt wohl nur die Problemanalyse.

Danke für den Hinweis, vieleicht wäre es eine Idee wenn sich Wissenschaftler auch an berühmte Menschen wenden würden.
Menschen orientieren sich an Vorbildern, nicht umbedingt an guten Argumenten.

Wie man nun die Politik zum handeln bringt, ich denke da sind die Demonstrationen ein guter Anfang. Aber natürlich muss die Wissenschaft hier im konstanten Dialog mit der Politik bleiben. Man kann nicht erwarten das Schüler die Antworten haben, die wir bis jetzt nicht umgesetzt haben.

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