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THEMA: Greta Thunberg in Davos und Klimawandel

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 19 Mär 2019 18:18 #50006

Cyborg schrieb: ...
Vielleicht erinnert sich noch der eine oder andere von uns an die Panorama-Sendung von damals, in der Prof. Damholzer seine Erfindung vorstellte, die so bahnrechend und problemlösend gewesen wäre.
Im Beitrag ab Minute 3

Der Fehler war wohl die "Freiwilligkeit" ... und vielleicht sollten sich Wissenschaftler wie Prof. Damholzer nicht so klein machen. Man sieht ja, was dabei herauskommt. :dry:
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 19 Mär 2019 21:03 #50017

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Cyborg schrieb:

Lulu schrieb:
auch wenn ich manchmal zu satirischen Beiträgen neige, das meine ich ganz seriös.
Bei den Seilbahnen gebe ich Dir Recht. Da musste ich auch lachen. Hoffentlich war das von Thomas auch satirisch gemeint.

Gut, dann nehme ich das zur Kenntnis. So haben wir halt alle unsere Steckenpferde und Phantastereien. Thomas die Seilbahn, du die Künstliche Photosynthese und ich die KI.
Klingt alles verrückt, aber das aller Verrückteste wird sein, dass alles real werden wird, eben nur eine Frage der Zeit. Und das meine ich nun auch ernst.


Photosynthese ist immer noch ein hochaktuelles Forschungsthema. Da ist noch längst nicht alles erforscht. Von einer technischen Nachahmung, die diese Bezeichnung wirklich verdient hätte, ganz abgesehen. Da gehört schon mehr dazu als nur eine Photozelle und eine Batterie.

physicsworld.com/a/is-photosynthesis-quantum-ish/

Aber die künstliche Photosynthese habe ich auch nur pars pro toto genannt, als einen Schlüsselschritt für eine umfassende Transformation der wissenschaftlichen-technischen Zivilisation. Der Zauberwort heißt Bionik. Der Mensch muss den Metabolismus der Technosphäre dem der Biosphäre anverwandeln.
Zugegeben das ist eine technische Utopie, die manchen allzu realistischen, allzu nüchternen Zeitgenossen als Träumerei erscheinen mag.

Martin-O schrieb: Das sind doch alles Illusionen. Nüchternheit ist dagegen angesagt, nüchtern unser Menschsein zu betrachten. Da bin ich nahe bei Philzer. Nur der flüchtet in den Satz: „Auf einer Metaebene alles richtig analysiert zu haben wird es schon richten, aber das macht ja außer mir kein Schwein.“
Leute leugnen den menschengemachten Klimawandel, weil sie sich ihr bequemes Leben nicht nehmen lassen wollen.



Aber denen halte ich mit Robert Musil entgegen:

Wenn es Wirklichkeitssinn gibt, muß es auch Möglichkeitssinn geben

Wenn man gut durch geöffnete Türen kommen will, muß man die Tatsache achten, daß sie einen festen Rahmen haben: dieser Grundsatz, nach dem der alte Professor immer gelebt hatte, ist einfach eine Forderung des Wirklichkeitssinns. Wenn es aber Wirklichkeitssinn gibt, und niemand wird bezweifeln, daß er seine Daseinsberechtigung hat, dann muß es auch etwas geben, das man Möglichkeitssinn nennen kann.

Wer ihn besitzt, sagt beispielsweise nicht: Hier ist dies oder das geschehen, wird geschehen, muß geschehen; sondern er erfindet: Hier könnte, sollte oder müßte geschehn; und wenn man ihm von irgend etwas erklärt, daß es so sei, wie es sei, dann denkt er: Nun, es könnte wahrscheinlich auch anders sein. So ließe sich der Möglichkeitssinn geradezu als die Fähigkeit definieren, alles, was ebensogut sein könnte, zu denken und das, was ist, nicht wichtiger zu nehmen als das, was nicht ist. Man sieht, daß die Folgen solcher schöpferischen Anlage bemerkenswert sein können, und bedauerlicherweise lassen sie nicht selten das, was die Menschen bewundern, falsch erscheinen und das, was sie verbieten, als erlaubt oder wohl auch beides als gleichgültig. Solche Möglichkeitsmenschen leben, wie man sagt, in einem feineren Gespinst, in einem Gespinst von Dunst, Einbildung, Träumerei und Konjunktiven; Kindern, die diesen Hang haben, treibt man ihn nachdrücklich aus und nennt solche Menschen vor ihnen Phantasten, Träumer, Schwächlinge und Besserwisser oder Krittler.

Wenn man sie loben will, nennt man diese Narren auch Idealisten, aber offenbar ist mit alledem nur ihre schwache Spielart erfaßt, welche die Wirklichkeit nicht begreifen kann oder ihr wehleidig ausweicht, wo also das Fehlen des Wirklichkeitssinns wirklich einen Mangel bedeutet. Das Mögliche umfaßt jedoch nicht nur die Träume nervenschwacher Personen, sondern auch die noch nicht erwachten Absichten Gottes. Ein mögliches Erlebnis oder eine mögliche Wahrheit sind nicht gleich wirklichem Erlebnis und wirklicher Wahrheit weniger dem Werte des Wirklichseins, sondern sie haben, wenigstens nach Ansicht ihrer Anhänger, etwas sehr Göttliches in sich, ein Feuer, einen Flug, einen Bauwillen und bewußten Utopismus, der die Wirklichkeit nicht scheut, wohl aber als Aufgabe und Erfindung behandelt.


Ganz in diesem Sinne verstehe ich den Schöpfungsauftrag der Genesis. Nicht eine Verzichtskultur ist gefragt, sondern Phantasie.

Vorstellungen von Martin-O, ollelinse & Co., die in den Vordergrund stellen, worauf man alles verzichten könnte, sollte, müsste, kann ich nur eine klare Absage erteilen. Wer für ein bisschen zumutbaren Verzicht ist, der verkennt die Dimension des Problems. Wer für massive Einschränkungen eintritt, der hat das Zeug zum Helden einer griechischen Tragödie, weil er genau das erreichen wird, was er zu verhindern sucht, indem er den Populisten Auftrieb verschafft.

Gruß,
Lulu

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 19 Mär 2019 23:06 #50021

Lulu,

beides ist angebracht. Verzichten und Phantasie.
Aus meiner Erfahrung kann Verzicht zu ungeahnten Optionen führen. Ich stelle die operative Hektik ein und gewinne Zeit. Zeit zum Nachdenken und zur Kontrolle meines eigenen Handelns.

So gesehen kann Verzicht zu etwas Sinnvollem führen, im besten Falle zu Visionen, keine Spinnereien, nein zu Vorstellungen, wie wir in Zukunft leben möchten.


Wenn die Reihenfolge stimmt, dass man erst hinreichend nachdenken sollte, dann darüber diskutieren und streiten sollte und dann erst zur Tat kommen sollte, dann ist Verzicht auf operatives Handeln die beste Voraussetzung, um dem 1.Schritt, dem Nachdenken, den ihm zustehenden Raum zu verschaffen.

Wenn die fff- Bewegung dieses Kunsstück schaffen würde, eine breite Diskussion anzustoßen, wie wir in Zukunft umweltverträglich leben wollen und wie wir das konkret ausformen wollen, dann wäre ein Ziel erreicht, das wünschenswerter gar nicht sein könnte.

Denn die Grundlagen unserer Existenz ist der Erhalt der Bewohnbarkeit unseres Planeten.

Alle anderen Dinge sind diesem Ziel unterzuordnen, auch wichtig, aber unterzuordnen.

Insofern stehen die Seilbahnen zur Abstimmung im Raum.?

Thomas

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 19 Mär 2019 23:34 #50023

@ Lulu
Ja, die Menschen, die meinen, man nehme ihnen etwas, haben noch nicht verstanden, wie Leben so läuft.
Man kann es an natürlichen Prozessen klar machen: In der Pubertät muss man sein Kindsein loswerden, um das Erwachsenensein zu gewinnen. Das ist auch ein schmerzlicher Prozess. Man muss das Selbst als Kind überschreiten.
Wer sein Leben verliert, der wird es finden.
Letztlich ist es kein Verlust, sondern ein Gewinn. Aber trotzdem muss klar gesagt werden, dass es nicht so bleiben kann, wie es ist. Wer meint, der Mobilitätswahn könnte so weiter gehen, irrt.
Ich erlebe das, was Du beschreibst:
Die Leute sagen zu mir: „Warum haben Sie mir nicht Bescheid gesagt, ich hätte Sie doch mit dem Auto abgeholt.“ (So letzte Woche wieder erlebt)
Es ist mühsam, zu erklären, dass ich nicht bedauert werden will, weil ich auf sportliche und gesunde Weise mobil bin, dass es schön sein kann, zu einem Termin 45 Minuten eine umgebaute Bahntrasse im Grünen bergauf zu strampeln, statt 25 Minuten in einem Auto zu sitzen, davon etwa die Hälfte, weil die Baustellenampel im Berufsverkehr einen so ausbremst.
Ich bin mit dem Fahrrad schneller beim Einkaufen als Leute mit dem Auto, ich transportiere dabei mehr als der Durchschnitts-Einkäufer, der mit dem Auto kommt. Ich könnte beliebig viele solcher Sachen aufzählen.
Was man zuerst OPPFERn muss, sind die gewohnten Vorstellungen. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, er mag keinen Wandel.
Zu sagen: Das Bisherige muss aufhören! Ist eben nur ein Baustein, aber den kann man nicht ganz umgehen. Dazu kommen positive Beispiele, praktisch zeigen, wie toll das sein kann. Inzwischen kenne ich keinen schöneren Urlaub, als mit meiner Frau zu pilgern, was ich vor 5 Jahren nie gedacht hätte (ich habe ein wenig widerwillig ihrem Wunsch nachgegeben und dann Blut geleckt).
Forderungen an Politik, Utopien (wie ein autofreier Stadtteil), Listen von guten Ideen, Stellschrauben (wie Steuern auf Energieverbrauch), Stärkung von technischen Innovationen, die Bereicherung durch einfaches Leben, Emotionen durch die Gedanken an die eigenen Urenkel, nüchterne Analysen, Bestärkung des Willens durch Bewegungen (wie flugscham), Trendsetter, Hoffnungsgeber, …
Das eine tun und das andere nicht lassen: Das ist meine Devise.

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2

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Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 20 Mär 2019 09:25 #50028

Lulu schrieb: ...
Ganz in diesem Sinne verstehe ich den Schöpfungsauftrag der Genesis. Nicht eine Verzichtskultur ist gefragt, sondern Phantasie.

Vorstellungen von Martin-O, ollelinse & Co., die in den Vordergrund stellen, worauf man alles verzichten könnte, sollte, müsste, kann ich nur eine klare Absage erteilen. Wer für ein bisschen zumutbaren Verzicht ist, der verkennt die Dimension des Problems. Wer für massive Einschränkungen eintritt, der hat das Zeug zum Helden einer griechischen Tragödie, weil er genau das erreichen wird, was er zu verhindern sucht, indem er den Populisten Auftrieb verschafft.

Ich glaube, dass stellt nicht die Essenz unserer Meinungen und Wortmeldungen dar. Wenn gesagt wird Verzicht ist zumutbar (also kein Opfer), dann ist das nicht gleichbedeutend mit "wir sind für ein bisschen zumutbaren Verzicht". Zudem sind das Aspekte, die jeweils grade mal in Antworten zu herausgegriffenen Teil des Problems (des eigenen Handelns) angesprochen wurden. Die Dimension des Themas ist wohl den meisten hier bewusst was auch in anderen Wortmeldungen mehr als deutlich wird. Alles muss ineinander greifen: Verzicht (zurück zu einem bewussten und maßvollem Lebensstil mit Vorbildfunktion), Druck von unten nach oben (auf Politik, Industrie und Handel), Wissenschaft und Technik (Innovation und Aufklärung, aber auch Druck auf die Politik und Wirtschaft). Phantasie ist da, dass Hauptproblem ist, dass sie keine Lobby hat. Ich meine - wer kennt schon unsere Bundesforschungsministerin "Anja Karliczek"? Zu wenige Bürger, denke ich - und zu wenige nageln seit Jahren die Politiker an ihren Aussagen und Ankündigungen fest. Vor wenigen Tagen hat sie in einer Aktuellen Stunde im Bundestag zum Thema „Haltung der Bundesregierung zu den Klimastreiks der Friday for Future Bewegung und der Petition Scientists for Future“ gesprochen.
Zitat, komplett hier nachzulesen: ( www.bmbf.de/de/wir-handeln-nicht-erst-se...-protesten-8114.html )

"Eine solche gewaltige Herausforderung ist der Klimawandel. Wir werden den Klimawandel nur bewältigen, wenn wir alle unsere Kräfte bündeln. Wenn wir uns auf unsere Stärken besinnen. Auf unsere Innovationskraft. Auf die Stärke unserer Forschung. Wir setzen auf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich einmischen. Die uns allen evidenzbasiert vor Augen führen, wie unsere bisherige Art zu leben unser Klima verändert. Damit Klimaleugner keine Chance haben, zu überzeugen. Selbst wenn sie an der Spitze der Weltmacht USA stehen.

Deswegen ist es auch richtig und wichtig, dass sich Wissenschaftler wie die „scientists for future“ öffentlich einmischen. Wir brauchen ihr Engagement. Wir brauchen, und wir fördern ihre Lösungsoptionen für eine nachhaltige Zukunft. Wir setzen auf Forschung und Innovation. Seitdem unsere Bundeskanzlerin im Amt ist, haben wir mehr als fünf Milliarden Euro in Forschung für mehr Nachhaltigkeit investiert."


Tatsache ist doch aber, dass die Politik immer wieder vor der Industrie einknickt (Beispiel Automobilindustrie). Da werden Arbeitsplatzabhängigkeiten vorgeführt, die so einfach nicht stimmen, nicht einmal annähernd. Die größten Arbeitsplatzkiller der Branche sind die Automobilhersteller selbst, wie wir mal wieder und zeitgleich mit der oben erwähnten Bundestagsdebatte erfahren mussten.

Wir haben auch eine Bundesumweltministerin "Svenja Schulze", die immer wieder mit großem Engagement zu bewegen versucht. Hier ein Beitrag des SWR vom 22.2.19, siehe auch Videokommentar SWR>>Aktuell (ganz unten) zum Thema Verantwortlichkeiten der Ministerien: www.swr.de/swraktuell/Klimaschutzgesetz-...ulze-scholz-100.html

Also, Damen und Herren des Ministeriums für Forschung und Bildung: Holt euch die richtigen Berater mit ins Boot!
Seit 12 Jahren hat unsere Bundeskanzlerin einen Beinamen: "Klimakanzlerin". Es wird Zeit, dem auch gerecht zu werden statt Sonntagsreden zu halten.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 20 Mär 2019 12:15 #50034

Nachdem 300-400 km/h starke Stürme die Windräder umknicken wie Streichhölzer und die Solaranlagen hinweg gefegt haben wie welke Blätter, werden auch die letzten Ökoträumer merken, dass mit sinnlosen Demonstrationen und Diskussionen nichts erreicht wird.


Wenn es die fossilen Brennstoffe nicht gegeben hätte wären wir heute nicht dabei uns darüber zu streiten, denn es gäbe keine Raumfahrt und damit auch kein Internet.

Wenn man von der Energie der Zukunft spricht dann ist es ganz sicher nicht die Ökoenergie (Windräder und Solarpanel) weil man damit keine Raumfahrt betreiben kann. Ich weiss heute zwar auch nicht wie diese Energie aussehen soll aber ich weiss, dass man mit dieser Energie der Zukunft, Raumfahrt problemlos betrieben werden muss/kann.

In diesem ganzen Thread gibt es nur einen einzigen konkreten Vorschlag was man gegen diese von menschen verursachte Co2 Emissionen tun kann oder muss und kein Mensch hat darüber auch nur ein Wort verloren.




Vielleicht darf ich mir auch erlauben zu bitten den Bann gegen UDO aufzuheben denn er ist einer der wenigen hier im Forum, die den Mut haben anderer Meinung zu sein.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 20 Mär 2019 12:29 #50035

Adelheid schreibt

Nachdem 300-400 km/h starke Stürme die Windräder umknicken wie Streichhölzer und die Solaranlagen hinweg gefegt haben wie welke Blätter, werden auch die letzten Ökoträumer merken, dass mit sinnlosen Demonstrationen und Diskussionen nichts erreicht wird.
Wenn es die fossilen Brennstoffe nicht gegeben hätte wären wir heute nicht dabei uns darüber zu streiten, denn es gäbe keine Raumfahrt und damit auch kein
Internet

Ich glaube, da muss man keinem Lager angehören, um diese Stellungnahme - mal logisch auseinandergenommen - als (W)irrsinn zu erkennen. Daher keine weiteren Kommentare.


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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 20 Mär 2019 13:01 #50037

Adelheid-Minerva schrieb: Nachdem 300-400 km/h starke Stürme die Windräder umknicken wie Streichhölzer und die Solaranlagen hinweg gefegt haben wie welke Blätter, werden auch die letzten Ökoträumer merken, dass mit sinnlosen Demonstrationen und Diskussionen nichts erreicht wird.
Ich weiss heute zwar auch nicht wie diese Energie aussehen soll aber ich weiss, dass man mit dieser Energie der Zukunft, Raumfahrt problemlos betrieben werden muss/kann.

Wenn Stürme mit 300-400 km/h übers Land fegen, dann sind umgeknickte Windräder auch schon Wurst. Raumfahrt wirst dann auch keine brauchen, sondern ordentliche Nägel, mit denen du deinen Hintern ans Bett nageln kannst, damit er nicht hinweggefegt wird :(
.

Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

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Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 20 Mär 2019 16:29 #50040

Adelheid-Minerva schrieb: ...Vielleicht darf ich mir auch erlauben zu bitten den Bann gegen UDO aufzuheben denn er ist einer der wenigen hier im Forum, die den Mut haben anderer Meinung zu sein.


Dem Kommentar von D.Rajic ist nichts hinzuzufügen.
Was Udo betrifft, so ist es doch unnötig um etwas zu bitten. Die Sperre ist doch nur für eine Woche, danach ist er wieder auf Bewährung drin ;)
Übrigens... Es gehört absolut kein Mut dazu, hier eine andere Meinung zu vertreten. Das ist nicht verboten und wird logischerweise auch in diesem Forum praktiziert. Auch sich im Irrtum zu befinden ist keine Schande. Wir sind doch hier um etwas einzubringen und vor allem auch etwas mitzunehmen (zu lernen). Man sollte jedoch nie vergessen, welcher Art dieses Forum ist und in jedem Fall die Netiquette beachten.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 20 Mär 2019 16:49 #50041

Adelheid-Minerva schrieb:In diesem ganzen Thread gibt es nur einen einzigen konkreten Vorschlag was man gegen diese von menschen verursachte Co2 Emissionen tun kann oder muss und kein Mensch hat darüber auch nur ein Wort verloren.

Ich hab mir aber auch hier schon Gedanken gemacht was man jetzt tun könnte um dem Klimawandel entgegenzuwirken.
Ich schrieb das ja in einem von meinen Post:

urknall-weltall-leben.de/urknall-weltall...html?start=450#49920

Wir müssten jetzt sofort massiv aufforsten, das könnte helfen den CO2 Gehalt den wir durch fossile Brennstoffe in die Atmosphäre geblasen haben
wieder "einzufangen". Das wäre doch etwas, was man als "Sofortmaßnahme" tun könnte um evtl. in naher Zukunft die Katastrophe wenigstens abzumildern.
Bin aber da wohl überlesen worden, hmmm…, kam nix dazu :(

Rund 10 Mio. ha zusätzlicher Wald würden demnach den jährlichen CO2-Ausstoß in der Europäischen Union (EU) auffangen. Dabei könne die Holzindustrie nicht nur zur CO2-Reduktion beitragen. Innerhalb der wachsenden Bioeconomy würden gleichzeitig Geschäftsmöglichkeiten in Höhe von mehreren Milliarden Euro entstehen.

https://www.forstpraxis.de/klimaschutz-aufforstung-von-10-mio-ha-wald-macht-eu-co2-neutral/

Ist bestimmt nicht die Endlösung für unsere Probleme, aber immer noch besser wie nix gemacht.

Gibt ja auch noch mehr junge Leute wie Greta die sich Gedanken machen was man jetzt tun kann um dem Klimawandel zu mildern

https://www.focus.de/perspektiven/mutmacher/1000-milliarden-baeume-als-ziel-felix-finkbeiner-will-die-welt-mit-baeumen-pflastern-und-so-das-klima-retten_id_10388413.html

Adelheid-Minerva schrieb:

Wenn man von der Energie der Zukunft spricht dann ist es ganz sicher nicht die Ökoenergie (Windräder und Solarpanel)

Ich weiß nicht was die "Energie der Zukunft" ist (evtl. die Kernfusion), aber in unserer Situation heute sind doch Wind-, Solarenergie die Energieformen
deren Technologie wir jetzt haben (abgesehen von der Kernspaltung) und deren Technologie müssten wir eigentlich massivst fördern,
verbessern usw., usf.... ( bis wir noch bessere Technologien haben).
Ich denke da oft an die Computertechnologie der letzten Jahrzehnte. Die Computer waren vor wenigen Jahrzehnten noch riesig groß und
heute? Die wurden immer leistungsstärker, kleiner und "schneller" mit der voranschreitender Technik . Das könnte evtl. mit den Techniken der Windkrafträder /Solarenergien auch so gehen. Im Moment "dem Jetzt" haben wir nix besseres als diese (hab da allerdings wenig Ahnung von)
aber wir können ja heute nur das weiterentwickeln was wir auch verstanden haben.

Ach egal, ich glaube nicht dass man den Klimawandel aufhalten kann indem man zu den Menschen sagt:
Fahrt weniger Auto, fliegt weniger, dreht die Heizung runter, fahrt nicht soweit in Urlaub, usw., bla,bla,bla…..
Das "juckt" die wenigsten. Die Menschen die ich kenne sparen sowieso überall (nicht wegen Überlegungen bezüglich des Klimawandels)
sondern wegen den Kosten die sie haben. Kenne viele die nicht wissen wie sie im Winter heizen sollen, die überlegen ob sie
von A nach B fahren ( wg. den Kosten des Sprits) usw...
Wurscht, hab eigentlich keine Zeit und bin dann mal weg.

LG

Ps: Wenn auch Udo andere Meinungen wie ich vertritt (im Bezug zu dem Klimawandel), ich fände es schade wenn er
nicht mehr hier wäre :dry:
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 20 Mär 2019 17:21 #50042

Sind Stürme von 300 - 400 km/h ein realistisches Szenario? In der Kreidezeit war es denke ich mindestens ebenso warm wie es durch den Klimawandel werden soll. Wenn dort derartig starke Stürme Alltag gewesen wären, dann dürfte es solche Riesensaurier nicht gegeben haben.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 20 Mär 2019 17:54 #50044

Sonni1967 schrieb: ...
Wir müssten jetzt sofort massiv aufforsten, das könnte helfen den CO2 Gehalt den wir durch fossile Brennstoffe in die Atmosphäre geblasen haben
wieder "einzufangen". Das wäre doch etwas, was man als "Sofortmaßnahme" tun könnte um evtl. in naher Zukunft die Katastrophe wenigstens abzumildern.
Bin aber da wohl überlesen worden, hmmm…, kam nix dazu :(
....
Ist bestimmt nicht die Endlösung für unsere Probleme, aber immer noch besser wie nix gemacht. ...


Auch ein ganz heikles Thema, das sich mit (zumindest meiner) Logik nicht vollständig abklären lässt. Grundsätzlich kommt natürlich sofort ein klares JA, schon deshalb weil ich den Wald liebe. Es gibt aber ein Problem - und das ist die Tatsache, dass wir den Wald zugunsten der Landwirtschaft (und da sind wir u.a. wieder beim maßlosen Fleischkonsum) bereits extrem nahe an den Kipp-punkt gefahren haben. Der Wasserkreislauf (auch in den Wäldern) ist bereits massiv gestört und so kann es geschehen, dass sich der Klimaschutz durch Aufforstung in sein Gegenteil wandeln könnte. WDR5 Quarks stellte gestern eine neue Studie der Columbia University in the City of New York vor. Demnach werden trockene Böden das Baumwachstum ausbremsen. Bei einem Waldsterben drohe erhöhte CO²-Freisetzung durch Verrottungsprozesse. Hört mal rein und schreibt eure Meinung. Der Beitrag dauert keine 5 Minuten: www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/quarks/...zen-stossen-100.html


@Sonni,
Du liest doch hier mit. Wir "kämpfen" mit unseren Argumenten doch an vielen Fronten. Natürlich ist es nicht damit getan zu predigen "Fahrt weniger Auto, fliegt weniger, dreht die Heizung runter, fahrt nicht soweit in Urlaub, usw., bla,bla,bla…..". Das sagen wir doch alle. Aber wer nicht bei sich selbst anfängt, kann auch nichts von anderen erwarten. Der Anteil des CO²-Ausstoßes aus privaten Haushalten bewegt sich im 2-stelligen Bereich. Das ist eine Hausnummer die wir nicht mit "bla, bla" unter den Tisch fallen lassen können. Und es stimmt leider auch nicht, dass die Preisschraube das alles von ganz alleine regelt. Lebensmittel werden im Überfluss produziert und vernichtet, auf dem Feld, in den Supermärkten und beim Verbraucher. Ich fürchte auch, dass die Energie- und sonstig sparsam handelnden Menschen deiner Bekanntschaft nicht repräsentativ für den Durchschnitt sind. Wenn ich alle 14 Tage so sehe, wie viele gelbe Säcke vor den Einfamilienhäusern stehen, frage ich mich immer wieder, wie man das wohl schaffen kann...

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 20 Mär 2019 18:12 #50045

Wenn ich alle 14 Tage so sehe, wie viele gelbe Säcke vor den Einfamilienhäusern stehen, frage ich mich immer wieder, wie man das wohl schaffen kann...


Seit 20 Jahren wird an Kunststoffen geforscht die aus natürlichen Materialien wie Holzabfälle, Soja oder Kunststoff-Proteinen bestehen.
Ich verstehe nicht, warum das nicht umgesetzt wird. Nur weil der Kostenfaktor höher ist?

www.spektrum.de/news/kunststoff-protein-...idmaterialien/349839
www.agrarheute.com/wochenblatt/feld-stal...holzabfaellen-527603
www.spektrum.de/news/plastik-aus-soja/574987
www.spektrum.de/news/bakterien-erzeugen-biokunststoff/1015024

Hypothese: Hoffnung ist, etwas zu 51% nicht genau wissen zu können, Glaube ist die Überzeugung 1% Unwissenheit hätten einen Sinn.

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Hypothese: Hoffnung ist, etwas zu 51% nicht genau wissen zu können, Glaube ist die Überzeugung 1% Unwissenheit hätten einen Sinn.

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 20 Mär 2019 18:39 #50046

Sirius schrieb: ...Seit 20 Jahren wird an Kunststoffen geforscht die aus natürlichen Materialien wie Holzabfälle, Soja oder Kunststoff-Proteinen bestehen.
Ich verstehe nicht, warum das nicht umgesetzt wird. Nur weil der Kostenfaktor höher ist?

Ja, denn genau so funktioniert unsere Wirtschaft, die ausschließlich auf Profit und Wachstum basiert (die wenigen Ausnahmen mal ausgeklammert).
Bei manchen Lösungen (z.B. Plastik aus Soja) muss man natürlich auch bedenken, wie viel Regenwald wir bereits jetzt schon durch den Massenanbau von Soja vernichten.Irgendwie hängt immer das eine am anderen... Die Reduzierung des Verpackungswahnsinns und maßvoller Konsum bleibt wie immer geartet die Plastikherstellung auch ist, ein Gebot der Stunde. Da wir aber in gewissem Umfang immer Verpackungen brauchen ... müssen die Hersteller "überzeugt" werden, auf umweltverträgliche Verpackungen umzustellen. Gibt es ja schon ... nur viel zu wenig.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 20 Mär 2019 19:05 #50047

@ ollelinse
Ich sage ja nicht man soll alles Plastik durch Sojaplastik ersetzen.
Aber wieso kann man die verschiedenen Technologien nicht kombinieren?
Bevor man Tonnenweise Soja wegschmeißt weil es nicht "marktkonform" in die Ernte kam, kann man es auch zu Plastik verarbeiten.

Da wäre ich wieder bei dem Punkt das wir werkstoff.- und ressourceneffizienter arbeiten müssen. gerade was nachwachsende Rohstoffe angeht.
Alles verarbeiten was geht, nach einer Prioritätenliste wie z.B. Nahrung > med. Versorgung > Gebrauchsgüter > Transport > Luxusgüter.

Anfangs fand ich die Idee Plastikverpackung einfach im Supermarkt zu belassen für sinnlos.
Langsam denke ich mir es ist vieleicht sinnvoller den Mist den Leuten zu überlassen; die für dessen fachgerechte Entsorgung zahlen müssen.
Sicher auch nur ein Tropfen auf einen heißen Stein, aber irgendwo muss man ja anfangen; auch wenn es nur Zeichen setzen ist.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 20 Mär 2019 19:12 #50048

ollelinse schrieb:

Sonni1967 schrieb: ...
Wir müssten jetzt sofort massiv aufforsten, das könnte helfen den CO2 Gehalt den wir durch fossile Brennstoffe in die Atmosphäre geblasen haben
wieder "einzufangen". Das wäre doch etwas, was man als "Sofortmaßnahme" tun könnte um evtl. in naher Zukunft die Katastrophe wenigstens abzumildern.
Bin aber da wohl überlesen worden, hmmm…, kam nix dazu :(
....
Ist bestimmt nicht die Endlösung für unsere Probleme, aber immer noch besser wie nix gemacht. ...


Auch ein ganz heikles Thema, das sich mit (zumindest meiner) Logik nicht vollständig abklären lässt. Grundsätzlich kommt natürlich sofort ein klares JA, schon deshalb weil ich den Wald liebe. Es gibt aber ein Problem - und das ist die Tatsache, dass wir den Wald zugunsten der Landwirtschaft (und da sind wir u.a. wieder beim maßlosen Fleischkonsum) bereits extrem nahe an den Kipp-punkt gefahren haben. Der Wasserkreislauf (auch in den Wäldern) ist bereits massiv gestört und so kann es geschehen, dass sich der Klimaschutz durch Aufforstung in sein Gegenteil wandeln könnte. WDR5 Quarks stellte gestern eine neue Studie der Columbia University in the City of New York vor. Demnach werden trockene Böden das Baumwachstum ausbremsen. Bei einem Waldsterben drohe erhöhte CO²-Freisetzung durch Verrottungsprozesse. Hört mal rein und schreibt eure Meinung. Der Beitrag dauert keine 5 Minuten: www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/quarks/...zen-stossen-100.html


Ich bin gewiss keiner von den Realitätsleugnern, die den Klimawandel nicht wahrhaben wollen.
Allerdings kann ich diese Studie nicht nachvollziehen.
Die Natur funktioniert in Kreisläufen. Dazu gehören insbesondere auch Wälder.
Wenn trockene Regionen aufgeforstet werden, wird der Boden beschattet und gleichzeitig aufnahmefähiger für Wasser.
Die Schlussfolgerung, dass die Klimaerwärmung trotz frühzeitiger Aufforstung zum Austrocknen und verminderten Pflanzenwachstum führt scheint mir daher nicht plausibel.
Die Tropen zeigen uns, dass hohe Temperaturen nicht gleich Wassermangel sein müssen.

Allerdings haben sich evolutionär viele Symbiosen entwickel. Wenn jetzt durch das Artensterben unter den Insekten ein Teil der Kreisläufe wegfällt könnte dies das eigentliche Problem bei der Aufforstung werden.

Wir sollten uns nicht entmutigen lassen und jetzt die richtigen Entscheidungen treffen.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 20 Mär 2019 19:17 #50049

Wir sollten uns nicht entmutigen lassen und jetzt die richtigen Entscheidungen treffen.


Vieleicht könntest du diese mal stichpunktartig zusammenfassen, denn ich sehe mehr Probleme als Ansätze diese zu lösen.
Und ich lebe schon sehr minimalistisch.
Also was müssen wir tun, und wie bringt man die meisten Menschen und die Wirtschaft dazu, da mitzuziehen?

Hypothese: Hoffnung ist, etwas zu 51% nicht genau wissen zu können, Glaube ist die Überzeugung 1% Unwissenheit hätten einen Sinn.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 20 Mär 2019 19:30 #50051

@Sirius,
Goldrichtig deine Ideen und man kann nur hoffen, dass sie zumindest punktuell umgesetzt werden. Der freie kapitalgetriebene Markt funktioniert aber nun einmal anders. Maximaler Profit wird immer durch maximale Produktionsmenge generiert. Die Vernunft ist dabei ausgeschaltet. Es wird bis in die X-te Stelle hinter dem Komma kalkuliert. Dabei bleibt Umwelt und Klima der Zukunft ausgeklammert. Ich kann dir nicht sagen, ob sich das Problem ohne Verbote oder extreme Besteuerung von bestimmten Werkstoffen regeln lässt.

Das Belassen von Verpackungen in den Märkten ist gut und kann Zeichen setzen, das stimmt. Aber mach dir nichts vor, unter dem Strich zahlt es der Verbraucher trotzdem wieder. Auch hier gibt es positive Ausnahmen und in letzter Zeit auch schon einige Lockerungen des Verbotes der Nutzung kundeneigener Verpackungen. Aber eine Tendenz ist nicht wirklich zu sehen.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 20 Mär 2019 19:51 #50052

@ ollelinse
Hm ja, ich such nur nach Möglichkeiten selber etwas zu tun.
Ich leb schon extrem minimalistisch und würde trotzdem gerne noch mehr tun.
Auch wenn es nicht viel bewirkt, es ist besser als nichts.

Ich lese gerade das darf man nicht mal...
"Verpackungen direkt im Geschäft lassen – das wäre eine gute Methode, Handel und Unternehmen zu zeigen, welche Verpackungen wir für unnötig halten. Offiziell dürfen wir aber nur sogenannte "Umverpackungen" im Laden lassen. Grund dafür: Das Duale System übernimmt ja die Verwertung von Verkaufsverpackungen – somit ist der Supermarkt, der Drogeriemarkt oder der Elektrohandel dafür nicht mehr zuständig. Laut der Verpackungsverordnung sind Geschäfte dennoch verpflichtet, die "Umverpackungen" direkt im Laden zurückzunehmen."
www.daserste.de/information/ratgeber-ser...-rechtslage-100.html

Hypothese: Hoffnung ist, etwas zu 51% nicht genau wissen zu können, Glaube ist die Überzeugung 1% Unwissenheit hätten einen Sinn.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 20 Mär 2019 19:59 #50053

Jürgen schrieb:

ollelinse schrieb: .... Es gibt aber ein Problem - und das ist die Tatsache, dass wir den Wald zugunsten der Landwirtschaft (und da sind wir u.a. wieder beim maßlosen Fleischkonsum) bereits extrem nahe an den Kipp-punkt gefahren haben. Der Wasserkreislauf (auch in den Wäldern) ist bereits massiv gestört und so kann es geschehen, dass sich der Klimaschutz durch Aufforstung in sein Gegenteil wandeln könnte. WDR5 Quarks stellte gestern eine neue Studie der Columbia University in the City of New York vor. Demnach werden trockene Böden das Baumwachstum ausbremsen. Bei einem Waldsterben drohe erhöhte CO²-Freisetzung durch Verrottungsprozesse. Hört mal rein und schreibt eure Meinung. Der Beitrag dauert keine 5 Minuten: www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/quarks/...zen-stossen-100.html


Ich bin gewiss keiner von den Realitätsleugnern, die den Klimawandel nicht wahrhaben wollen.
Allerdings kann ich diese Studie nicht nachvollziehen.
Die Natur funktioniert in Kreisläufen. Dazu gehören insbesondere auch Wälder.
Wenn trockene Regionen aufgeforstet werden, wird der Boden beschattet und gleichzeitig aufnahmefähiger für Wasser.
Die Schlussfolgerung, dass die Klimaerwärmung trotz frühzeitiger Aufforstung zum Austrocknen und verminderten Pflanzenwachstum führt scheint mir daher nicht plausibel.
Die Tropen zeigen uns, dass hohe Temperaturen nicht gleich Wassermangel sein müssen.

Allerdings haben sich evolutionär viele Symbiosen entwickel. Wenn jetzt durch das Artensterben unter den Insekten ein Teil der Kreisläufe wegfällt könnte dies das eigentliche Problem bei der Aufforstung werden....


Vielleicht finde ich ja noch mal etwas Detailliertes von dieser Studie. Ich kann es schwer einschätzen, die vorgetragenen Zusammenhänge jedoch schon nachvollziehen. Aber mit meinen vorhandenen Informationen (gerade vorhin erst darauf gestoßen) kann ich es erst einmal als eine mögliche Bedrohung zur Kenntnis nehmen. Ich fürchte aber, der tropische Regenwald wird als "Beruhigungspille" für unsere Breitengraden nicht tauglich sein. Aber es wäre auch extrem wichtig, dessen Vernichtung umgehend zu stoppen.
Deinen Bemerkungen zum Artensterben der Insekten kann man leider nur zustimmen.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 20 Mär 2019 20:03 #50054

Sirius schrieb:

Wir sollten uns nicht entmutigen lassen und jetzt die richtigen Entscheidungen treffen.


Vieleicht könntest du diese mal stichpunktartig zusammenfassen, denn ich sehe mehr Probleme als Ansätze diese zu lösen.
Und ich lebe schon sehr minimalistisch.
Also was müssen wir tun, und wie bringt man die meisten Menschen und die Wirtschaft dazu, da mitzuziehen?

Lokale Produkte bevorzugen statt Produkte von Übersee,
das richtige Transportmittel für den Personentransport,
Transporte soweit möglich vermeiden
Gebrauchsgegenstände länger nutzen
ökologische Aspekte bei Wahlen berücksichtigen
politisch aktiv werden
die Freizeitgestaltung regional organisieren
Arbeitsplatz und Wohnort, soweit die Entscheidung möglich ist, in räumlicher Nähe wählen,
möglichst nachhaltige Produkte verwenden
soweit ein Garten vorhanden ist, Raum für die Artenvielfalt bereitstellen.
Die Liste kann sicherlich noch länger werden.

Jeder kann für sich prüfen, ob und wie er beitragen möchte.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 20 Mär 2019 21:51 #50058

" politisch aktiv werden"

Also sinnlose Petitionen unterschreiben da ich generell kaum unter Menschen gehe, schon gar nicht auf eine Demo...
Oder gibt es noch weitere Wege politisch aktiv zu werden?
Ich könnte Emails schreiben und Grün wählen.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 20 Mär 2019 23:28 #50063

Kleiner Einwurf in die Diskussion:

Was ist der Unterschied zwischen einem Naturgesetz und einem von Menschen gemachten Gesetz oder einer Verordnung?

Der Begriff Gesetz ist da wie dort der gleiche

Der Unterschied zwischen da und dort ist gravierend.

Ein Naturgesetz ist dauerhaft, also zeitlich und räumlich von prägender Qualität.
Ein von Menschen gemachtes Gesetz oder Verordnung ist variabel in der Zeit. Kann sich morgen ändern, abgeschafft oder neu aufgesetzt werden..

Bei einem Naturgesetz ist diese Variabilität keine Option.

Ich hoffe, dass dieser Einwurf für den ein oder anderen nützlich ist.

Thomas

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 21 Mär 2019 09:01 #50066

Letzte Nacht bei Markus Lanz (ZDF), sehr interessante Diskussion passend zu unserem Thema, Minute 7-46:


Die Schülerin Julia Oepen (17) im Gespräch mit Katja Suding (FDP). Stellenweise nähert sich die Diskussion wirklich sehr nahe an das Kernproblem heran: die Verantwortung der Politik für die Umsetzung der bereits vorhandenen technologischen Lösungen und Erkenntnisse. Die Antworten fallen natürlich so aus, wie sie von der FDP zu erwarten sind. Ein sehr engagierter M.Lanz moderiert gut durch das Thema, einzig gegen Ende verliert er sich zu sehr in den Diesel-Skandal statt den von Julia Oepen zugespielten Ball treffender zu nutzen. Gute Diskussionsbeiträge auch von den anderen Gästen... aber seht euch das am besten selbst an.
Diese Schülerin zeigt einmal mehr wie lächerlich es ist f4f als Aktion von Schulschwänzern abzutun. Auch darauf hat sie die passende Antwort.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 21 Mär 2019 18:20 #50071

Was ich rein psychologisch auch problematisch finde, es ist vorallem die Generation die den Wechsel von releativ normalen Klima, zu einem extremeren mitmacht.
Die Folgegenerationen werden quasi mit den Extremen groß und damit werden sie zur Normalität.
Der Handlungsdrang nimmt dann stetig ab, einfach weil man gar nichts anderes kennt.

(Die Dynamik habe ich nach dem Handyboom bemerkt, anfangs war das Netzverhalten von Kinder und Jugendlichen noch eher zurückhaltend.
Die Generationen die mit dem ständigen Onlinesein aufwachsen, stellen das nicht mehr in Frage. Mir fehlt leider das Fachwort für diesen "Gewohnheits-drive".)

Das die Dame von der FDP jetzt die Verantwortung an die Wissenschaftler abgibt (weil ja angeblich keine Technologien da wären), verwundert mich nicht. Genau damit habe ich schon gerechnet und ja vor ein paar Tagen angesprochen.
Hier müssen also Forschungsergebnisse und langjährig entwickelte Alternativen noch einmal vorgelegt werden um zu zeigen das es in vielen Bereichen bereits Optionen gibt.
Es muss ja nicht gleich der CO2 Ausstoß auf 0 gesenkt werden, aber man kann durchaus andere Technologien auf den Weg bringen indem man die passenden Gesetze verabschiedet die der Wirtschaft den Zwang auferlegt aktiv Stück für Stück die ganze Produktion nachhaltiger zu gestalten.
Der CO2 Zertifikatenhandel hat nicht funktioniert, was vermutlich jeder auch schon bei dessen Entstehung ahnen konnte. Auch hier hat man massiv vom Staat aus gefördert und finaziert.
Wieso subvensioniert man dann nicht neue Technologien wie Brennstoffzellen? Wenn man schon nicht die Wirtschaft durch Gesetzgebungen regulieren will weil es das "scheue Reh" (die Wirtschaft) verschreckt?

Ich versteh die ganze Argumentation nicht, gefördert wird nicht; sanktioniert wird nicht; reguliert -> wird nicht!
Natürlich versagt hier die Politik auf ganzer Linie mit einer Ignoranz, die kaum zu übertreffen ist.

Auf der anderen Seite ist noch eine "Gruppe" die ich nicht verstehen kann. Ich kenne einige ältere Menschen die viel in und mit der Natur arbeiten.
Wenn man die fragt: "Was denkst du, gibts den Klimawandel?", dann bekommt man ganz klar die Antwort: "Ja!".
Die Leute merken wie sich die Natur verändert, früher keimen, länger blühen, später Früchte tragen; wie sich das Verhalten von Insekten, Fischen, Vögeln und Wild anpasst
Sie erleben also den Klimawandel mit Fachkenntnis direkt im beruflichen und privaten Alltag und leugnen den auch nicht.
Und trotzdem wird das Verhalten nicht angepasst.
Diese Generation ist in eine Lethargie der Gleichgültigkeit verfallen, wohlwissend das es auch IHR Verhalten ist und ihre politische Untätigkeit die diesen Umstand erst ermöglicht hat.

Wir haben also eine sehr große Gruppe, ich nenn sie mal die Verursacher, und zwei kleinere Gruppen. Die jetzige junge Generation, die zu Recht, immer panischer wird, und die noch jüngere Generation die sich vermutlich einfach damit abfinden wird so lange die Konsequenzen überschaubar bleiben (sicher letzteres ist Spekulation aber durchaus denkbar).

Das heißt das GANZE derzeitige genutze Aktionspotenzial liegt bei einer äußerst kleinen Gruppe, die von allen anderen als geradezu übertrieben hysterisch wahrgenommen wird.
Ich habe schon öfter die Vermutung gelesen die Bewegung wird gerade deswegen vermutlich bald versanden und denke das dürfte ein durchaus wahrscheinliches Szenario sein.

Dieser Gruppe steht eine gewaltige Lobby gegenüber die durchaus auch schon politische Verbindungen gesucht und gefunden hat.
Ein sehr gutes Video dazu:


Wenn das Ganze nicht schon so deprimierend wäre, könnte man wirklich von einem Kampf: David gegen Goliath sprechen.
Und auch diese Strukturen, des Lobbyismus, hinterlassen WIR den nächsten Generationen.
Sich seiner Verantwortung zu entziehen mit Hilfe der Ignoranz, ist einfach und bequem, aber genau diese Verhaltensweise könnte wirklich irgendwann des Menschen Untergang sein.
Gerade bei Problemen die direkt erstmal wenig negative Konsequenzen aufwerfen.
Wenn man ein Kind ständig schlägt, sieht man auch nicht direkt die negativen Konsequenzen; die kommen dann schleichend aber dafür oft unumkehrbar.

Mit welcher Dreistigkeit sich manche (auch Politiker) hinstellen und Dinge sagen wie: "Streik mal lieber dafür, das ist viel wichtiger.", ist unfassbar. Selber politisch total verdrossen, gefangen in der eigenen täglichen Lethargie des Alltags und dem Leistungsdruck der Industrie und Wirtschaft unterworfen, fühlt man sich handlungsunfähig; ist es in Wirklichkeit aber gar nicht.

Die Schüler haben uns eins voraus, hier ist die Spaltung durch Gesellschaftsschichten noch weitesgehend unwirksam. Man setzt sich zusammen und arbeitet gemeinsam für etwas was die relevante Zukunft betrifft, ungeachtet der Diskrepanzen.
Sind wir darauf vieleicht ein wenig neidisch?
Kommt daher vieleicht auch der ganze Hass?
Ich weiß es ehrlich gesagt nicht.

Wo ich mir recht sicher bin, wenn wir diese Bewegung nicht mit aller Tatkraft unterstützen, vertun wir vieleicht den letzten günstigen Zeitpunkt den Lobbyisten und der Wirtschaft etwas entgegen zu setzen; bevor es schwerwiegende Konsequenzen gibt.

Doch was kann ich tun? Auch ich habe meine Ausreden warum ich mich der Demonstrationsbewegung nicht anschließe, nun sind es keine Verpflichtungen gegenüber einem Arbeitgeber, sondern eher private Probleme überhaupt unter Menschen zu gehen und vorallem große Gruppen von Menschen verursachen regelrechte Panikzustände bei mir.
Doch mach ich es mir nicht ein wenig zu einfach mit meinen privaten Gründen?
Um so mehr ich darüber nachdenke, muss ich die Frage mit Ja beantworten.
Also wie finde ich einen Zwischenweg zwischen Verantwortung wahrnehmen und persönliche Grenzen achten?

Ich habe mir überlegt das ich einmal die Woche Müll sammeln gehe (in Parks in meiner Stadt) und ich werde Flyer drucken lassen mit Tipps wie man seinen Müll reduziert und CO2 einsparen kann und diese in meiner Nachbarschaft verteilen.
Vieleicht kann ich den Einen oder Anderen dazu bewegen im Rahmen seiner Möglichkeiten auch etwas zu tun, das wäre schön.
Aber vorallem will ich mir nicht vorwerfen müssen untätig gewesen zu sein nur aufgrund persönlicher Probleme.
Auch ich trage eine Teilschuld daran, das Lobbyismus mehr Gewicht in der Politik hat, als gesunder Menschenverstand, auch ich habe eine Teilschuld daran verschwenderisch gelebt zu haben, auch wenn ich hier schon viel geändert habe.

Vieleicht habt ihr ja noch andere Tipps was ich tun kann, ich habe die Zeit die vielen fehlt. Nur kann ich einfach nicht wie Greta mit Menschen reden und sie persönlich überzeugen. Aber das heißt ja nicht, ich könnte gar nichts tun.
Ich bin also dankbar für jede Idee, die ich im Rahmen meiner Möglichkeiten umsetzen kann.

Nachtrag: ich habe außerdem gerade gelesen das ich im Bezirk ein Kohlekraftwerk habe vor dem könnte ich mich nach dem Müllsammeln auch ein paar Stunden hinstellen mit Flyern und ein paar Schildern.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 21 Mär 2019 19:18 #50074

Sirius schrieb: " politisch aktiv werden"
Also sinnlose Petitionen unterschreiben da ich generell kaum unter Menschen gehe, schon gar nicht auf eine Demo...
Oder gibt es noch weitere Wege politisch aktiv zu werden?
Ich könnte Emails schreiben und Grün wählen.

Man kann z.B. einer Partei beitreten und dort über Abstimmungen zu Mitgliederentscheidungen Einfluss nehmen.
Das Stimmgewicht ist dort deutlich höher als bei Bundestagswahlen (vermutlich ca. Faktor 1000).

Sirius schrieb: Wieso subvensioniert man dann nicht neue Technologien wie Brennstoffzellen? Wenn man schon nicht die Wirtschaft durch Gesetzgebungen regulieren will weil es das "scheue Reh" (die Wirtschaft) verschreckt?

Ich versteh die ganze Argumentation nicht, gefördert wird nicht; sanktioniert wird nicht; reguliert -> wird nicht!

Viel schlimmer: Flugbenzin wird stattdessen subvensioniert.

Warum?
Vielleicht wird die Subvention nicht aufgehoben, damit Menschen in Entwicklungsländern und Schwellenländern weiterhin ausgebeutet werden können.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 21 Mär 2019 19:22 #50075

Sirius schrieb: ....Auf der anderen Seite ist noch eine "Gruppe" die ich nicht verstehen kann. Ich kenne einige ältere Menschen die viel in und mit der Natur arbeiten.
Wenn man die fragt: "Was denkst du, gibts den Klimawandel?", dann bekommt man ganz klar die Antwort: "Ja!".
Die Leute merken wie sich die Natur verändert, früher keimen, länger blühen, später Früchte tragen; wie sich das Verhalten von Insekten, Fischen, Vögeln und Wild anpasst
Sie erleben also den Klimawandel mit Fachkenntnis direkt im beruflichen und privaten Alltag und leugnen den auch nicht.
Und trotzdem wird das Verhalten nicht angepasst.
Diese Generation ist in eine Lethargie der Gleichgültigkeit verfallen, wohlwissend das es auch IHR Verhalten ist und ihre politische Untätigkeit die diesen Umstand erst ermöglicht hat.

Diese Gruppe gibt es leider tatsächlich, ich kann aber aus meinem Erfahrungshorizont heraus nicht sagen, dass die ältere Generation ihr persönliches Handeln weniger in Richtung Klimaschutz korrigiert als die Generation der 30-50 jährigen. Aber das ist sicher auch dem geschuldet, dass ich in einem überaltertem Dorf lebe und dort schon die Bedingungen für ein verantwortlichen Umgang mit den Natur eher gegeben sind als in der Stadt.



Wenn ich mir dieses schockierende Video von Ignoranz und Pseudowissenschaft anschaue ist unschwer zu übersehen, aus welcher Generation ein sehr großer Anteil der Klimaleugner kommt und wie ihr Einfluss auf Politik und Wirtschaft ist. Es schnürt mir den Hals zu und ich empfinde für einen Moment Ohnmacht gegenüber diesen Kräften. Wenn man dann aber wieder "runterkommt" offenbart sich dieser ganze, beinahe lächerliche Zirkus und meine Wut springt auf die politischen Verantwortungsträger sowie Industrie- und Wirtschaftsgiganten, denen jede Ideologie recht ist, solange sie damit ihren Profit steigern können.

Und deshalb "muss" ich dir in einem widersprechen. Die durch die Schüler entstandene Bewegung wird nicht versanden, weil sie es einfach nicht darf! Damit das kein frommer Wunsch bleibt, muss sich die Wissenschaft und alle fortschrittlichen Kräfte in der Gesellschaft mit den Schülern aktiv solidarisieren. Wie Julia Oepen bei Lanz sehr richtig (sinngemäß) sagte: "Wir sind die erste Generation, die vom Klimawandel direkt betroffen sein wird und gleichzeitig auch die letzte die das Ruder noch herumreißen kann". Diese Erkenntnis setzt sich bei der Jugend durch - und deshalb diskutiere ich hier im Forum mit, denn auch ich habe Kinder und Enkel.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 21 Mär 2019 23:28 #50080

An die Vorredner,

Katastrophe durch einen Wirbelsturm im Südosten Afrikas, jetzt wirbeln zwei Wirbelstürme im Norden Australiens.
Die Natur gibt Contra. Was muss denn noch passieren, bis es der Letzte begriffen hat?

Die Folgen für das Verbrennen fossiler Reserven sieht man überall und zu immer häufiger Anzahl und zu immer heftigeren Auswirkungen.

Sieht das außer mir auch noch jemand?

Wenn mich meine Beobachtung nicht trügt, dann sind unsere Kinder geradezu verpflichtet, richtig Krach zu machen.

Es geht um die zukünftige Bewohnbarkeit unseres Planeten.

Das sollte das Thema Nummer 1 sein. Nur so werden unsere Kinder wieder ruhiger werden.

Wieso sollen unsere Kinder wieder Kinder in die Welt setzen, wenn sie zunehmend der Meinung sind, dass sie ihren Kindern keine zuverlässige Lebensgrundlage mehr bieten können.

Das wird noch ein Thema werden in unserer Gesellschaft
Ein ganz großes!!!

Thomas

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 22 Mär 2019 01:26 #50083

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Moin Moin Sonni ;)

Sonni schrieb: Wir müssten jetzt sofort massiv aufforsten, das könnte helfen den CO2 Gehalt den wir durch fossile Brennstoffe in die Atmosphäre geblasen haben wieder "einzufangen".


Nun wenn man sich den Gesprächsverlauf bisher so ansieht (allg. persönlich Kritiklos), merkt man doch, dass es nicht nur längst... viel zu spät ist... (man bekommt hier, und sonst, ja noch nicht mal ne "geschlossene Front" hin, die sich vehement gegen Krieg ausspricht, der bereits den Menschen zum "Müll" macht**.), sondern, dass es eigentlich "noch nie soweit war".. Meint, man ist sich selbst noch viel zu unsicher, als dass man sich auch noch ums Klima kümmern könnte. Man hat genug eigene Probleme, die sich ...augenscheinlich... nicht wirklich lösen lassen... Wie man so liesst und daraus schliesst.

Also sprach ... : Das Beste ist... sich darauf vorzubereiten! Keine Zeit mit Reden zu verschwenden, die sowieso nix ändern werden weil... sagen wir, der Wille fehlt. Die die eh schon älter sind, sollten sich noch ein gutes Leben machen. Die Natur geniessen und mit sich ins Reine kommen... Viel viel Arbeiten, zum Beispiel, hilft ungemein letzteres anzugehen. Mal son privater Tip.
Wie auch immer.

Zum Klima und zu Gretchen, formuliert Fasbender ganz gut. Was soll man da noch lange um den heissen Brei reden!?


Das einzige welches... noch etwas ändern könnte, sind die Massen selbst...
Aber die sind nicht soweit...geschweige denn bereit ...

Herzliche Grüsse Z.


** Lieber badhofer, dies ging auch an dich. Jedoch nicht weil du nicht der gleichen Meinung... wie ich vermute... sondern wie weiterhin vermutet, verstehst...
HLG

Wir gehen mit dieser Welt um, als hätten wir noch eine zweite im Kofferraum.

Jane Fonda

Je suis Julián Assange et je porte un gilet jaune.


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Je suis Julián Assange et je porte un gilet jaune.


Letzte Änderung: von Z.. (Notfallmeldung) an den Administrator

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 22 Mär 2019 06:52 #50085

Thomas schrieb: Katastrophe durch ...
Sieht das außer mir auch noch jemand?

"Sehen" tut sowas eigentlich jeder, der noch ab und zu diesen komischen Kasten einschaftet. Denn da läuft sowas ja rund um die Uhr.

Die Frage ist nur, ob man das glaubt, was über diesen Kasten so alles reinkommt, oder ob man den für ein Lügenmedium hält, was man, wenn, dann höchstens für Fussblallübertragungen und Lottozahlen verwenden kann, ohne befürchten zu müssen, belogen zu werden.

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AUF Zug
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