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THEMA: Kein Platz für Gott

Kein Platz für Gott 22 Jul 2015 21:42 #83

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Die allgegenwärtige Allmacht der Naturgesetze füllt den Platz vollkommen aus.
Das Leben als relativ ruhender Bezugspunkt der ewig leblosen Drehbewegung
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Kein Platz für Gott 22 Jul 2015 21:52 #90

Vor allem wirken sie nachweislich ohne des Zutun der Menschen. Um sie wirken zu lassen bedarf es der dazu notwendigen Bedingungen und keiner Gebete. Vielleicht gibt es ja Vorgänge in der menschlichen Gesellschaft, die durch psychotische Zustände verstärkt oder geschwächt werden können. Aber eins weiß ich, wenn Gebete hülfen, wäre die menschliche Gesellschaft eine Bessere. An den Naturgesetzen ändern sie nichts.
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Kein Platz für Gott 24 Jul 2015 12:46 #540

Hab da auch ne meinung zu.
Ich glaube nicht an gott und schon garnicht an die Kirche bin auch mit vierzen aus getreten.
Aber das prinzip von schrödingers Katze besagt wir müssen gaenauso annehmen das Giott exstiert wie nicht weil wir können es nicht beweisen weder das eine noch das andere. Also ich glaube nicht an Gott aber schlisse seine existenz nicht aus oder behaubte er existiere nicht. Weil is ja keiner Hellseher

Gibt es GOTT. Also möglich ja aber wahrscheinlich nein. :evil:
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Kein Platz für Gott 26 Jul 2015 09:32 #570

  • badhofer
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Der Drang zur Vollkommenheit als Erfinder von Gott
Religiöse Gefühle verdanken wir dem Relativitätsprinzip. „Ohne Bezugspunkt ist alles relativ.“
Ohne Bezugspunkt fühlen wir uns nicht absolut (perfekt, vollkommen). Ein Gott als Bezugspunkt macht uns absolut.
Religion, das Geschäft mit der Absolution: „ Nur wer sich auf Gott bezieht, ist absolut.“ :evil:
Das Bekenntnis "zur Unvollkommenheit" (im religiösen Sinn "zur Sündhaftigkeit")
schiebt alle Götter aller Religionen und Mythologien wieder in die Bedeutungslosigkeit.
Dorthin, von wo sie auch hergekommen sind.
Das Leben als relativ ruhender Bezugspunkt der ewig leblosen Drehbewegung
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Kein Platz für Gott 28 Jul 2015 11:46 #587

In der Naturwissenschaft wird Gott außen vor gelassen, denn man will ja Ursache-Wirkungszusammenhänge messen, die verschiedensten Dinge entdecken und erklären, Theorien objektiv belegen, und das ist ein anderes Thema als Gott. Man pflanzt ja auch keine Erbsen ein, wenn man Reis ernten will.

Es ist aber ein Fehler, wenn wir annehmen, wir könnten Gottes Existenz und Wirken durch massenweise naturwissenschaftliche Erkenntnisse widerlegen.
Es gibt, wie ich finde, sehr gute Gründe, an Gott zu glauben, wenn auch keine wirklichen Gottesbeweise.
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Kein Platz für Gott 28 Jul 2015 13:03 #588

Natürlich haben die Menschen Gründe, an Gott zu glauben, sonst täten sie es nicht. Nur haben die verschiedenen Menschen verschiedene Gründe es zu tun oder es nicht zu tun. Und diese sind so verschieden, wie Gründe nur sein können. Und diese entziehen sich vollständig den Naturwissenschaften. Es gibt weder einen Beweiß für den Glauben, noch kann es eine Widerlegung geben. Glauben in diesem Sinne ist eine Empfindung, die sich allem Messbaren entzieht. Genauso wie Schön oder Kalt oder Scharf oder Hell. Da gibt es kein Vertun. Religion, und darauf läuft es hinaus, Religion, etwas anderes als Glauben, ist eine Instrumentalisierung des Glaubens, eine Benutzung dessen, um Ziele zu verfolgen, Grundlagen für das gesellschaftliche Zusammenleben, für moralische Werte, für wirtschaftliche Ziele zu finden und zu festigen. Für die Naturwissenschaften und die Naturwissenschaftler ist es unerheblich, ob jemand an Gott glaubt, nicht aber, welcher Religion jemand angehört. Deshalb kann er das Eine tun, während er sich des Anderen besser enthällt.
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Kein Platz für Gott 28 Jul 2015 14:28 #589

Klaus_E schrieb: Für die Naturwissenschaften und die Naturwissenschaftler ist es unerheblich, ob jemand an Gott glaubt, nicht aber, welcher Religion jemand angehört. Deshalb kann er das Eine tun, während er sich des Anderen besser enthällt.


Das verstehe ich nicht. Warum kann denn nicht jeder, egal, welcher Religion er angehört, auch naturwissenschaftlich unterwegs sein?
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Kein Platz für Gott 28 Jul 2015 20:32 #594

Das kann er schon, doch ich kenne keine Religion, die nicht auf irgendeine Weise versucht hätte, ihre Gläubigen, und oft nicht nur diese, von weiterer wissenschaftlicher Erkenntnis abzuhalten. Die Christen haben Wissenschaftler verbrannt nachdem sie sie zum Widerruf gezwungen haben. Andere Religionen halten die ihren von Bildung fern, was in meinen Augen genauso verwerflich ist. Wieder andere erlassen feste Dogmen, an denen nicht gerüttelt werden darf, ohne dass man sich des Vorwurfs des Abfalls vom Glauben schuldig macht. Glauben ist das Gegenteil von Wissen, ist die Fessel der Forschung. Ein Anachronismus der Evolution. Glauben erlaubt keinen Wissenszugewinn, benötigt ihn nicht, ja bekämpft ihn. So segensreich eine Religion für die Existenz der menschlichen Gsellschaft, für deren Fortbestand gewesen sein mag, der Wissensevolution hat sie stets im Wege gestanden.
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Kein Platz für Gott 28 Jul 2015 21:44 #595

Klaus_E schrieb: Glauben erlaubt keinen Wissenszugewinn, benötigt ihn nicht, ja bekämpft ihn. So segensreich eine Religion für die Existenz der menschlichen Gsellschaft, für deren Fortbestand gewesen sein mag, der Wissensevolution hat sie stets im Wege gestanden.


Ja, das traf früher sicherlich zu. Natürlich gibt es auch heute Religionsgemeinschaften (z.B. kreationistisch fundamentalistische Christen), die naturwissenschaftliche Erkenntnisse ignorieren und leugnen. Aber heute kann beispielsweise ein Katholik in der Astrophysik forschen und Ideen verfolgen, wie er will, ohne, dass er verbrannt oder exkommuniziert wird. Viele Naturwissenschaftler sind ja Mitglieder religiöser Gemeinschaften, aber sie sind durch ihre Religion oder durch ihren Glauben nicht in ihrer Forschung eingeschränkt, weil sie Gott, bzw. sein Wirken, nicht in Konkurrenz zu naturwissenschaftlichen Erkenntnissen betrachten, sondern unabhängig davon.
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Kein Platz für Gott 10 Aug 2015 18:06 #661

Glaubt heute noch einer an Zeus? Wohl kaum.
Es muss die Frage nach dem "Warum" und "Woher" nach einem Gott gestattet sein. Das "Woher" kommt sicherlich aus der Unwissenheit der Menschen ueber den Ablauf der Dinge um sie herum. Das zieht sich bis heute hin, nur wird wieder und wieder von den Naturwissenschaftlern nachgewiesen das alle "unerklaerlichen Wunder" eine sehr reale Grundlage haben. D.h., dass "unerklaerlich=Gott" eigentlich keine Existenz mehr hat. Nun denn, jetzt schiebt man Gott halt hinter den "Big Bang" Vorhang........schliesslich koennen wir da im Moment nicht hinsehen. Allerdings ist mein Vertrauen in die Wissenschaft grenzenlos.....
Das "Warum" ist einfach zu erlklaeren......weil es weiter erzaehlt wird. KEINER ist selbst auf die Idee "Gott" gekommen. Ich kann jeden beliebigen Menschen Fragen " und wer hat Dir das denn erzaehlt " und die Antwort wird sein " das habe ich von soundso". Die Bibel lasse ich hier mal weg. Das Thema ist Mir zu dumm.
An was Menschen glauben haengt sehr stark davon ab in welcher Gesellschaft sie hineingeboren wurden. Leider faengt die Beinflussung schon bei den Kindern an. Man laesst Ihnen leider nicht die Wahl, ob nun aus soziologischen, oder gesellschaftlichem Zwang, sich unabhaengig von Glaubensrichtungen innerhalb Von Familien zu entwickeln. Ich halte das fuer unverantwortlich.
P.S.: es gibt das Universum Weil es keine andere Wahl hatte (Naturgesetze haben es so an sich keine Wahl zu lassen).
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Kein Platz für Gott 15 Aug 2015 10:58 #671

Ich bin ja völlig einverstanden, wenn es Gruppen von Menschen gab und gibt, die aus sozialen, gesundheitlichen oder anderen Gründen an Gott glauben.
Schon allein deshalb um einen Kompass zu haben, ihre mitunter sehr schwierigen Lebensumstände zu meistern.
Wenn es Gott wirklich gebe, dann müsste das ein Universalgenie als Lenker aller Naturgesetze sein. Dieses Unterstellen, das es so wäre, liegt nur der historisch determinierten Gedankenwelt des Homo Sapiens zu Grunde. Historisch deshalb weil es viele Götter des Menschen gibt und diese im Verlauf der Geschichte wesentlichen Wandlungen unterzogen wurden. Für mich ist Gott oder andere höher eingeordnete Fantasiegebilde der Menschen, nur ein Versuch der Erklärung von bis dato Unerklärbaren. An Gott glauben als soziale Komponente in einer immer brutaler werdenden Welt, ja aber als Hilfsmittel zur Verklärung von Unwissen über vom Menschen unabhängig wirkenden Naturgesetzen, ein klares nein. Übrigens die meisten heute existierenden sozialen, ökologischen etc. Problem sind menschengemacht.
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Kein Platz für Gott 15 Aug 2015 21:07 #674

Das Thema ist unendlich komplizierter, als es den Anschein hat. Ich schließe mich nun, da ich sie kenne, der Meinung der Autoren an. Die Wissenschaft ist das Eine und der Gaube an einen Gott ist das Andere. Das eine ist die Erfahrung der Realität und das andere ist das Bedürfnis der Persönlichkeit. Hier ist der Fall, dass die Annahme für wahr, wenigstens für möglich gehalten wird und dort ist der Fall, dass die Annahme überprüfbar sein muss und dieser Überprüfung stand halten muss. Das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge, die nichts miteinader zu tun haben. Und sie haben auch noch Anderes, was sie unterscheidet. Das Eine ist die Angelegenheit der Öffentlichkeit, muss Gegenstand der Veröffentlchung, der Lehre sein und das Andere ist Privatsache, ja Intimsphäre. Ein jeder Mensch tut gut daran, etwas für die Veröffentlichung zu leisten und etwas für die Privatsphäre zu haben. Wer nur eines hat, hat zu wenig und läuft Gefahr, die Dinge zu verwechseln und Erkenntnisse zu Verheimlichen oder private Angelegenheiten zu Veröffentlchen. Ein jeder wähle klug.
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Kein Platz für Gott 15 Aug 2015 22:51 #675

In der Tat sollten wir uns davon zurueckhalten Personen auf Grund Ihrer Ansichten in Bezug auf Gott zu verurteilen. Das geht fuer mich in beide Richtungen. Die Freiheit der Meinungsaeusserungen (ob nun in Wort Oder Schrift) ist unantastbar. Als vernuftbegabte Menschen die diesem Forum teilhaben sollte uns das nicht schwer fallen. Ich gehe sogar einen Schritt weiter und behaupte, dass wir alle (pro und kontra) einer Meinung sind wenn es darum geht der Instituierung des "Gottes" zur Vorteilverschaffung irgendwelcher Gruppierungen Einhalt zu gewaehren (bitte um Ruecksicht falls meine Grammatik schon ein bischen rostig ist).
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Kein Platz für Gott 16 Sep 2015 10:06 #774

Hallo an die Community,

es sind sehr interessante Beiträge hier im Forum. Ich möchte als erstes, in Bezug auf das Thema Gott starten. Man sollte immer beide Seiten respektieren, die eines Gläubigen und die eines Nichtgläubigen. Die Wissenschaft bringt viele interessante Beweise über den Ursprung des Universums. Mit den Detektoren die man Entwickelt hat ist man mittlerweile so weit, dass man präzise Messungen der Hintergrundstrahlung machen kann, der Mensch hat eine Maschine entwickelt die das Higgs-Teilchen bewiesen hat. Das ist in der Tat unglaublich aber wahr! Wir Menschen verfügen über ein Wissensapparat was die Fähigkeit hat, diese Detektoren zu bauen und sich zu Fragen: "Woher komme ich?" oder "Warum existiert das Universum?" vielleicht könnte man sich fragen: "Gibt es da eine höhere Macht?" Die Wissenschaft ist aber auch an Ihre Grenzen gestoßen. Heute können wir nicht sagen was Dunkle Materie oder was Dunkle Energie ist. Vielleicht gelingt es irgendjemand das herauszufinden. Laut Berechnungen macht ja die Materie nur 5% vom Universum aus. Möchten wir Gott auf 1,616 · 10−35 m schrumpfen lassen? Jeder kann das selbst entscheiden. Wenn man sich das Universum als ganzes ansieht, geht es nach einem Selbstorganisationsprinzip. Die Naturkonstanten sind so gut eingestellt, die genau ein Korridor für Leben erlauben. Ist es nicht erstaunlich, dass nach vielen Milliarden Jahren ein Wesen (Mensch) ins Dasein kam, und die Fähigkeit entwickelte, über sich selbst nachzudenken? Möchten wir den Menschen als "Biomatsch mit Überbau" klassifizieren oder hat er würde? War von der Evolution gewollt, dass Menschen über sich selbst nachdenken? Kann man das unter Selektion und Mutation einordnen? Hat die Evolution doch einen Fehler gemacht? Gibt es doch einen Anhaltspunkt für einen Schöpfer? Nun, ich glaube an Gott. Es ist ja nicht verkehrt an einem Wesen oder "Macht" oder Geist wie auch immer, zu glauben, dass dem Menschen Würde verleiht.
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Kein Platz für Gott 17 Sep 2015 18:41 #783

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Zitat Roberto:
Nun, ich glaube an Gott. Es ist ja nicht verkehrt an einem Wesen oder "Macht" oder Geist wie auch immer, zu glauben, dass dem Menschen Würde verleiht.


Würde kann nicht verliehen werden. Wenn du dich eines Menschen würdig verhältst, hast du Würde. Wenn du dich eines Menschen unwürdig verhältst, hast du keine Würde, auch dann nicht, wenn du glaubst, irgendein Gott hätte dir Würde verliehen. Niemand kann uns Menschen Würde verleihen. Wir selbst sind gefordert.

Niemand kann einem Menschen seine angeborene Würde nehmen, bis auf eine Ausnahme: Er selbst kann sich durch ein menschenunwürdiges Verhalten seine Würde nehmen. Deshalb kann auch nur er selbst sich seine Würde wieder zurückgeben, indem er sich wieder eines Menschen würdig verhält. Mit verleihen geht da nix.
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Kein Platz für Gott 18 Sep 2015 12:59 #785

badhofer schrieb:
Würde kann nicht verliehen werden. Wenn du dich eines Menschen würdig verhältst, hast du Würde. Wenn du dich eines Menschen unwürdig verhältst, hast du keine Würde, auch dann nicht, wenn du glaubst, irgendein Gott hätte dir Würde verliehen. Niemand kann uns Menschen Würde verleihen. Wir selbst sind gefordert.

Niemand kann einem Menschen seine angeborene Würde nehmen, bis auf eine Ausnahme: Er selbst kann sich durch ein menschenunwürdiges Verhalten seine Würde nehmen. Deshalb kann auch nur er selbst sich seine Würde wieder zurückgeben, indem er sich wieder eines Menschen würdig verhält. Mit verleihen geht da nix.


Da widerspreche ich aber ;) Nach der christlichen Überzeugung verleiht tatsächlich Gott dem Menschen seine Würde. Da erschafft Gott den Menschen nach seinem Ebenbild und verleiht ihm dadurch seine große Würde. Ob dem Menschen seine Würde (von Gott oder irgendeiner höheren Macht) verliehen wurde, ist also Glaubenssache.
Und nach unserem Grundgesetz ist die Würde des Menschen unantastbar. Das bedeutet, unabhängig davon, wie ich mich verhalte, meine Würde bleibt von meiner Entstehung bis zu meinem Tod immer gleich. Niemand kann mir diese (von Gott geschenkte?) Würde nehmen oder geben, selbst ich kann das nicht. Und da bin ich auch ganz froh drum :cheer:
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Kein Platz für Gott 18 Sep 2015 18:13 #788

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"Würde" ist ein künstlich geschaffener Begriff und kommt in der Natur nicht vor. Im Grundgesetz sollte deshalb stehen:
„Das individuelle Verhalten des Individuums ist unantastbar“. Das entspricht unserer Natur.

Die Religion hat schon sehr früh erkannt, dass, wenn man den Menschen ihr individuelles Verhalten gleichschalten will, muss man ihnen einen Ersatz dafür gebe. Dafür wurde die „Würde“ erfunden und wird von Würdenträgern beaufsichtigt. Über religiöse Erfindungen zu diskutieren ist sehr mühselig, denn man kann sie in alle Richtungen ziehen und nie kommt etwas Gescheites heraus.
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Kein Platz für Gott 18 Sep 2015 20:15 #791

badhofer schrieb: "Würde" ist ein künstlich geschaffener Begriff und kommt in der Natur nicht vor. Im Grundgesetz sollte deshalb stehen:
„Das individuelle Verhalten des Individuums ist unantastbar“. Das entspricht unserer Natur.


Aber wo bleibt dann der Wert des Menschen? Das ist ja eine wichtige Frage, da durch die aktuelle Wortwahl im Grundgesetz der Mensch vor staatlicher Willkür geschützt werden soll, und auch vor körperlicher Misshandlung oder anderer Rachehandlungen, oder der Todesstrafe. Dadurch, dass man sagt, der Mensch hat eine Würde, einen Wert, schützt man ihn, und darf die Freiheit eines Menschen nur dann einschränken, wenn es als notwendig angesehen wird, um andere zu schützen.

Die Religion hat schon sehr früh erkannt, dass, wenn man den Menschen ihr individuelles Verhalten gleichschalten will, muss man ihnen einen Ersatz dafür gebe. Dafür wurde die „Würde“ erfunden und wird von Würdenträgern beaufsichtigt. Über religiöse Erfindungen zu diskutieren ist sehr mühselig, denn man kann sie in alle Richtungen ziehen und nie kommt etwas Gescheites heraus.


Ich finde, wenn so etwas wie die Menschenwürde dabei herauskommt, wie sie im Grundgesetz verankert ist, kommt doch etwas gescheites dabei heraus ;)
Und das Grundgesetz ist ja an das christliche Menschenbild angelehnt. In der christlichen Religion können Gläubige die Begründung für unsere Würde finden. Als Atheist könnte ich das nicht. Als Atheist würde ich sagen: Wir sind Biomasse, ein Produkt des Zufalls, und überhaupt nichts wert. Wir wollen überleben, zufrieden sein, gesund sein, einfach nur, weil es die Evolution so bestimmt hat. Aber einen Wert haben wir nicht - woher auch? Was gibt uns diesen Wert? Was gibt uns denn ein Recht, zu existieren, wenn wir nur Zufallsprodukte sind? Und woher kommt unsere Willens- bzw. Entscheidungsfreiheit? Biochemische Reaktionen gehorchen den Naturgesetzen, also können wir in Wirklichkeit garnicht wählen, was wir denken und tun. Denn unsere Handlungen würden ja von der Biochemie in uns bestimmt, also wären wir garnicht frei, und somit auch nicht verantwortlich für das, was wir tun. Und wenn das so ist: Warum muss ich für das, was ich tue, gerade stehen? Was soll da das Grundgesetz? Vor diesen Gedanken bieten religiöse Diskussionen doch eine interessante alternative Perspektive.
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Kein Platz für Gott 19 Sep 2015 08:48 #794

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.
Glaube und Wirklichkeit sind zwei verschiedene Dinge. Die hängen nicht zusammen. Es gibt keine Wechselwirkung zwischen Glaube und Wirklichkeit, wenn man das so nennen darf.

Wenn es Gott gibt, dann gibt es Gott, unabhängig davon, ob man glaubt es gibt Gott oder ob man nicht glaubt, es gibt Gott.
Wenn es Gott nicht gibt, dann gibt es Gott nicht, unabhängig davon, ob man glaubt es gibt Gott oder ob man nicht glaubt, es gibt Gott.
Die Wirklichkeit kümmert sich nicht um das, was man glaubt.

Ob wir ein Zufallsprodukt sind, das rein biochemisch reagiert oder ob wir das nicht sind, hängt nicht davon ab, ob uns das passt oder nicht. Wenn wir das sind, dann sind wir es, wenn wir das nicht sind, dann sind wir das nicht. Die Wirklichkeit hängt nicht davon ab, ob sie uns passt oder nicht.

Eine Diskussion über Gott hat nur dann einen Sinn, wenn du eine Realität bezüglich Gott einbringen kannst. Also, erzähle mir bitte etwas über die Realität Gottes. Aber bitte beachte dabei, Glaube hat nichts mit Realität zu tun.
Folgende Benutzer bedankten sich: Klaus_E
Das Leben als relativ ruhender Bezugspunkt der ewig leblosen Drehbewegung
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Kein Platz für Gott 19 Sep 2015 12:47 #795

badhofer schrieb: .
Glaube und Wirklichkeit sind zwei verschiedene Dinge. Die hängen nicht zusammen. Es gibt keine Wechselwirkung zwischen Glaube und Wirklichkeit, wenn man das so nennen darf.

Wenn es Gott gibt, dann gibt es Gott, unabhängig davon, ob man glaubt es gibt Gott oder ob man nicht glaubt, es gibt Gott.
Wenn es Gott nicht gibt, dann gibt es Gott nicht, unabhängig davon, ob man glaubt es gibt Gott oder ob man nicht glaubt, es gibt Gott.
Die Wirklichkeit kümmert sich nicht um das, was man glaubt.

Ob wir ein Zufallsprodukt sind, das rein biochemisch reagiert oder ob wir das nicht sind, hängt nicht davon ab, ob uns das passt oder nicht. Wenn wir das sind, dann sind wir es, wenn wir das nicht sind, dann sind wir das nicht. Die Wirklichkeit hängt nicht davon ab, ob sie uns passt oder nicht.


Da stimme ich dir völlig zu.

Eine Diskussion über Gott hat nur dann einen Sinn, wenn du eine Realität bezüglich Gott einbringen kannst.


Das sehe ich anders. Wenn nämlich für uns wichtige Fragen, die unser Selbst- und Menschenbild oder unser Zusammenleben betreffen, auch von der Frage nach einem Schöpfer abhängen, dann sollten wir doch darüber spekulieren dürfen, und uns damit auseinandersetzen. Dass man am Ende keine endgültige Gewissheit hat, ist mir klar. Aber man kann Überzeugungen gewinnen, die sich auf diese ganzen Dinge auswirken. Ist das nichts? :silly:
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