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THEMA: Historische Astronomie

Historische Astronomie 18 Aug 2019 22:36 #55701

Frage:

Wie hätte sich die Astronomie und unser Kalender entwickelt wenn es eine ständige Wolkendecke gäbe und es nie die Möglichkeit gäbe den Mond, die Planeten und die Sterne zu sehen ?

Also tagsüber ist einfach nur hell (die Sonne ist max. schemenhaft zuerkennen) und nachts ist am Himmel rein gar nichts zu erkennen.

Über Antworten wäre ich dankbar.

m.f.G.

Jörg

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Historische Astronomie 18 Aug 2019 22:43 #55702

da keine erkenntnisse gewonnen werden können , gar nicht .

Wir leben zwar alle unter dem gleichen Himmel, aber es haben nicht alle den gleichen Horizont.

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Wir leben zwar alle unter dem gleichen Himmel, aber es haben nicht alle den gleichen Horizont.

Historische Astronomie 18 Aug 2019 22:48 #55703

Interessant wäre wie sich die menschliche Kultur ohne jegliche astronomische Erkenntnisse entwickelt hätte.

m.f.G.

Jörg

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Historische Astronomie 19 Aug 2019 00:09 #55710

Irgendwann hätte man

a) dennoch Teleskope ins All geschickt.
b) erkannt, dass es neben dem sichtbaren Spektrum auch andere Bereiche gibt, die Aufschluss über Struktur, Zusammensetzung, Grösse etc. geben können.

Also meiner Meinung nach hätte es halt einfach nur etwas länger gedauert, um den Stand der Kenntnis zu erreichen, den wir heute haben.

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Historische Astronomie 19 Aug 2019 19:26 #55742

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Eine sehr interessante Idee.
Wohl kaum etwas anderes hat in der Entwicklung der Menschheit soviel Einfluss genommen wie der Sternhimmel.
Er hat schon in der frühesten Entwicklung die Phantasie beflügelt und damit viele Grundlagen der ersten Wissenschaften gelegt.
Hätte er wie oben genannt gefehlt dann wäre die wissenschaftlich kulturelle Entwicklung sicher ganz anders verlaufen.
Man hätte sich mehr auf das unmittelbar umgebende konzentriert denn da oben ist nichts weitet als ein undefinierbarer Bereich.

Ich habe ein Gehirn von der Größe eines Planeten, aber ich muss Türen öffnen!

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Historische Astronomie 19 Aug 2019 19:44 #55744

Manche sagen ja, dass wir unter anderem wegen der zunehmenden Lichtverschmutzung den Respekt vor der Natur verloren haben. Der Sternenhimmel ist nicht nur wunderschön, sondern eben auch Respekt einflößend. So richtig habe ich das erst nach einer Nacht in Mitten der Sahara verstanden...

The truth is often what we make of it; you heard what you wanted to hear, believed what you wanted to believe.
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Historische Astronomie 19 Aug 2019 20:14 #55745

Arrakai schrieb: Manche sagen ja, dass wir unter anderem wegen der zunehmenden Lichtverschmutzung den Respekt vor der Natur verloren haben. Der Sternenhimmel ist nicht nur wunderschön, sondern eben auch Respekt einflößend. So richtig habe ich das erst nach einer Nacht in Mitten der Sahara verstanden...

Als ich Kind war hab ich oft in der Nacht den Sternenhimmel geguckt und nach Sternschnuppen gesucht (weil es hieß man könne sich
etwas wünschen wenn man eine sieht und das würde dann in Erfüllung gehen).
Damals wurde die Straßenbeleuchtung noch in der Nacht ab einer gewissen Urzeit komplett abgeschaltet und alles lag in der Dunkelheit.

Vor ein paar Jahren waren wir in Schweden (Betriebsausflug) und dort waren wir in einer Blockhütte untergebracht, mitten in der Pampa
und ganz einsam im Wald. In der Nacht bin ich dann mal vor die Tür nach draußen gegangen, ich kann mich noch gut erinnern.
Ich sah den Sternenhimmel und war total überwältigt. Sooooo klar und wunderschön ! Da war mir bewusst geworden dass ich
vergessen hatte wie schön die Nacht sein kann. Schade dass man den Sternenhimmel heute wg. der Lichtverschmutzung hier nicht mehr
so wahrnehmen kann (vor allem auch wegen der Kinder). Ich bräuchte in der Nacht keine Straßenbeleuchtung, ohne fände ich es
viel schöner :).
LG
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Historische Astronomie 19 Aug 2019 20:31 #55746

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Für mich vor einigen Jahren im Hochland von Bolivien.
Wir hatten extra ein Taxi gemietet um eine lichtschmutzfreie Gegend aufsuchen zu können.
Südlicher Sternhimmel ohne Streulicht.
In 4000 m Höhe.
Ich konnte mich kaum sattsehen.
Welche Gedanken hatten die Urvölker die das jeden Tag hatten nee jede Nacht.

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Historische Astronomie 19 Aug 2019 22:05 #55757

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In meiner einige Jahrzehnte zurückliegenden Jugend konnte ich, damals in einem kleinen Dorf lebend, noch die Milchstraße hell und klar sehen. Kürzlich war ich im Rahmen einer Wandertour in den Cañadas am Teide auf Teneriffa. Sternenklare Nacht, was für ein wunderbares, selten zu beobachtendes Schauspiel. Zufällig war ein Astronom in der Gruppe, der einen Teil seiner Ausrüstung dabei hatte. Grandios, was er uns zeigte.

Manchmal liege ich in einer sternenklaren Nacht draußen weit weg vom Licht der Siedlungen, lege mich auf den Rücken und schaue ins All. Nach einer Weile gelingt mir die Vorstellung, dass ich stehend mit dem Rücken an meinem Heimatplaneten "klebe" und so den Blick geradeaus ins Universum richte. Der Himmel ist nicht mehr über mir, ich bin nicht mehr unten, diese Hierarchie ist weg. Plötzlich fühle ich mich gleichberechtigt mit diesen Sternen, wir sind auf der gleichen Ebene, auf Augenhöhe. Verblüffend, was diese geänderte Perspektive an Veränderungen in der Wahrnehmung auslöst. Ob bei dieser Sichtweise die Götter jemals so viel Macht über die Menschen hätten gewinnen können, vermag ich nicht zu beurteilen.

Ein perfekter Morgen startet mit einem Mord.
Oder Kaffee, Kaffee geht auch.
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Historische Astronomie 19 Aug 2019 22:32 #55759

Arrakai schrieb: Manche sagen ja, dass wir unter anderem wegen der zunehmenden Lichtverschmutzung den Respekt vor der Natur verloren haben. Der Sternenhimmel ist nicht nur wunderschön, sondern eben auch Respekt einflößend. So richtig habe ich das erst nach einer Nacht in Mitten der Sahara verstanden...

Ich kann immer nicht glauben das die Fotos von der Erde aus gemacht wurden . der anblick muss ehrerbietend sein

Wir leben zwar alle unter dem gleichen Himmel, aber es haben nicht alle den gleichen Horizont.
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Historische Astronomie 20 Aug 2019 09:09 #55770

Kalender hat was mit Landwirtschaft zu tun, mit der Notwendigkeit den richtigen Zeitpunkt für Aussaat und Ernte zu treffen. Es hängt also davon ab ob es Wetter gibt das einem regelmäßigen Zyklus unterworfen ist. Ohne Jahreszeiten kein Kalender.

Ok, gehen wir davon aus wir haben Jahreszeiten
Man wird zunächst mal herausfinden das es einen 365 Tage Zyklus gibt. Man wird auch beobachten das Tag und Nacht zu verschiedenen Zeiten verschiedene Länge haben. Man wird sehen das die schemenhafte Sonne unterschiedlich hoch steht. Aus Regionen jenseits des Polarkreises wird man erfahren das es Zeiten gibt wo es garnicht Nacht wird und Zeiten wo es nicht hell wird. Man wird vieleicht auch eine regelmäßig wiederkehrende nächtliche Lichterscheinung feststellen (die die wir Mond nennen) mit Zyklen die vom Jahreszyklus abweichen. ...

Also ganz so ahnungslos wären die Menschen unter einer Wolkendecke denn doch nicht ;)

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