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THEMA: Schach

Schach 19 Apr 2016 00:04 #5669

Nirusu schrieb:

Daher wählen Schachspieler eine Eröffnung psychologisch

Das bedarf jetzt aber einer extra Erklärung, wie ein Programm eine psychologische Entscheidung treffen kann? :whistle:
Aber es stimmt. Ich spiele auch Schach. Man hat vom Anfang an eine Strategie, je nach Gegner. Diese ändert man, je nach Verlauf des Spieles, beliebig oft. Diese Strategien sind psychologisch beeinflusst. Die Psychologie des Programmierers im Vorfeld kann da maximal eine Rolle spielen. Das Programm selbst weiß nämlich gar nicht, dass es Schach spielt. :P

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Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

Schach 19 Apr 2016 00:12 #5670

Das ist sehr leicht zu programmieren.
Im Endeffekt erkennen wir die Schwächen unseres Gegners und spielen eben nicht den objektiv besten Zug, sondern den Zug, mit dem der Gegner am schlechtesten umgehen kann. (siehe Major Kottan)
Das meine ich mit psychologisch spielen. Und das kann man einen Programm leicht beibringen, in dem man entweder es das Spiel analysieren lässt und Schwächen des Gegners finden lässt, oder die einfach vorher eingibt.
Nur dass Klischee aus dem Western mit "Auge in Auge" und andere Verunsicherungstaktiken geht nicht, gehört ja aber auch eher zum Poker

"Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen
Den Vorhang zu und alle Fragen offen"
- Berthold Brecht, Der Gute Mensch von Sezuan

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Schach 19 Apr 2016 07:41 #5672

Major Kottan schrieb: Schach ist grundsätzlich remis.
Das kann man nicht gewinnen, wenn der Gegner keinen (keine) Fehler macht.
Und oft nicht einmal dann ....


Bist Du Dir sicher, dass Schwarz bei optimalem Spiel stets ein Remis halten kann? Bei Dame hat man das herausfinden können, aber Schach ist doch einiges komplexer.

Nirusu schrieb: Im Endeffekt erkennen wir die Schwächen unseres Gegners und spielen eben nicht den objektiv besten Zug, sondern den Zug, mit dem der Gegner am schlechtesten umgehen kann. (siehe Major Kottan)
Das meine ich mit psychologisch spielen. Und das kann man einen Programm leicht beibringen, in dem man entweder es das Spiel analysieren lässt und Schwächen des Gegners finden lässt, oder die einfach vorher eingibt.


Bei Schachturnieren, etwa bei dem Kandidatenturnier vor ein paar Wochen kommt noch ein Aspekt dazu. Die Spieler wählen gerne auch Überraschendes (z.B. eine unerwartete Eröffnung), damit der Gegner seine Vorbereitung nicht mehr 1:1 benutzen kann, er früher Nachdenken muss und ihm dann die Zeit ausgeht.

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Schach 19 Apr 2016 18:42 #5679

ClausS schrieb: Bist Du Dir sicher, dass Schwarz bei optimalem Spiel stets ein Remis halten kann? Bei Dame hat man das herausfinden können, aber Schach ist doch einiges komplexer.


Absolut - sag mir einen Anfangszug und ich sag Dir die dazugehörige Eröffnung für Schwarz die Weiß auch bei besten Spiel nicht überwinden kann.
Aus meiner aktuellen Fernschachdatenbank (wo der Mensch heutzutage nur mehr Computerengines zur Analyse verwendet) von 425.981 Partien.
Weiß gewinnt 30,8%. remisiert 47,4 % und verliert 21,8 %.

Schau Dir die Remisquote beim zur Zeit stärksten beendeten Fernschachturnier an:

www.iccf.com/event?id=37632

weit über 80% der Partien sind remis. Da spielen nur die stärksten Computerprogramme, administriert von Menschen.

Zudem ist die Remisbreite im Schach ernorm hoch.
Zahlreiche Stellungen mit einem Mehrbauern, oder sogar 2 Mehrbauern im Turmenspiel sind theoretisch remis.
Auch eine Mehr(leicht)figur reicht im Endspiel oft nicht zum Sieg.
Folgende Benutzer bedankten sich: ClausS, Nirusu

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Schach 19 Apr 2016 23:50 #5683

Diese Vorstellung finde ich sehr romantisch: Man gewinnt nur, in dem man den Anderen dazu bringt, Fehler zu machen, selbst aber keine macht.

So ein Spiel ist doch schöner als eines, wo es nur darauf ankommt, wer zuerst anfängt.

Nichtdestotrotz habe ich leichte Zweifel: Warum ist es nicht wie bei Mensch-ärgere-dich-nicht, da hat der erste Spieler einen kaum merklichen Vorteil weil so oft gewürfelt wird, dass das quasi irrelevant ist. Den Anfangsvorsprung kann der Zweite mit 2 guten Würfe. wettmachen.

Da es auch im Schach zweifelsohne nicht den besten Zug gibt (zumindest kann in im Mittelspiel niemand berechnen), könnte der minimale Vorsprung von Weiß auch "auslaufen", und daher würde man ihn in Statistiken nicht finden...
Aber im Endeffekt läuft beides ja aufs Gleiche raus: Schwarz und Weiß sind mehr oder weniger gleichberechtigt und haben die gleichen Chancen (im Spiel ;) )

Viele Grüße,
Nirusu

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Schach 20 Apr 2016 00:10 #5684

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