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THEMA: Wieso kann man das Geld nicht einfach abschaffen?

Wieso kann man das Geld nicht einfach abschaffen? 19 Feb 2017 01:38 #12073

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Guten Tag!

Ich habe letztens mit einem Freund eine Diskussion begonnen über das UBI.
Relativ schnell meinte er "Ich bin dafür, dass es garkein Geld gibt und nicht jeder das selbe verdient".
Wir diskutieren zwar gerne über solche Themen, aber ich muss ehrlich zugeben dass wir nicht die Bildung dafür haben realistisch die Folgen davon abschätzen zu können (er ist zwar anderer Meinung aber wenn wir uns ehrlich sind..)

Ich meinte dann als Beispiel, dass wenn man 1000 Paar Schuhe zur freien Verfügung stellen würde, würden zwar einige ein Paar Schuhe nehmen, aber irgendwann würde jemand kommen der mehr als notwendig mitnimmt (wenn nicht alle verbliebenen Paar).

Ich könnt mir einfach nicht vorstellen, dass die Menschen damit umgehn könnten und glaube, wenn es von heut auf morgen abgeschafft werden würde, wir eine totale Anarchie erleben würden. Ich glaub einfach nicht daran, dass alle Menschen gleich damit umgehen könnten, und dass es sehr viele Menschen geben würde, die die Situation ausnutzen würden.

Eure Meinung würd mich sehr Intressieren warum es funktionieren würde bzw nicht funktionieren würde.

Würd mich freuen wenn man sich hier, ohne Streiterein zu beginnen, darüber unterhalten könnt und jeder seine Argumente bringen kann :-)

lg

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Wieso kann man das Geld nicht einfach abschaffen? 19 Feb 2017 01:50 #12074

In Indien hat man ja immerhin schon mal das Bargeld abgeschafft - das Experiment lief wohl nicht so besonders gut.
In Star Trek kann man ja ein bisschen sehen, wie es funktionieren könnte, aber es hat sicher einen Grund, warum man es Science-Fiktion nennt...
Die Gesellschaft ist halt noch nicht so weit. Naja, der Zuckerberg arbeitet ja jetzt daran.

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Wieso kann man das Geld nicht einfach abschaffen? 19 Feb 2017 03:09 #12076

Was ist UBI?
Sieht für mich nach einem Akronym aus einem Mischmasch von englisch-deutschen Begriffen aus aber das ist nur ne Vermutung^^

assume good faith

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Wieso kann man das Geld nicht einfach abschaffen? 19 Feb 2017 08:39 #12078

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ficet schrieb: Ich meinte dann als Beispiel, dass wenn man 1000 Paar Schuhe zur freien Verfügung stellen würde, würden zwar einige ein Paar Schuhe nehmen, aber irgendwann würde jemand kommen der mehr als notwendig mitnimmt (wenn nicht alle verbliebenen Paar).


Hallo,

ein sehr gelungener Beispiel, finde ich.
Ich denke, dass eine Gesellschaft die ohne Geld auskommen will, erstmal die "Gier" unter Kontrolle bekommen soll. Und um dies realisieren zu können, müssen zu erst die einzelnen Individuen zu einem umdenken bewegt/animiert werden und das ist das größte Problem, wie ich denke. Viele sind in ihren Denkweisen so festgefahren, dass es kaum möglich ist mit Argumenten dagegen vorzugehen.

Grüße, M13P4.

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Wieso kann man das Geld nicht einfach abschaffen? 19 Feb 2017 11:03 #12079

Ich denke, die Gier "abzuschaffen" ist unmöglich, selbst bei einen vernunftbegabten Wesen. Es ist ein uralten Instinkt, der dazu da ist das Überleben zu sichern. Ein anderes Wort was nicht so schlimm klingt, ist sparen... einfach Geld oder irgendwelche Güter für schlechte Zeiten zu horten.

In der heutigen Zeit macht das sicher auch noch Sinn, es gibt zum Beispiel Naturkatastrophen und leider immer noch Kriege. Das Alter kommt, wofür wir was zur Seite legen wollen und für den Fall der Arbeitslosigkeit. Da müsste man meiner Meinung nach zuerst ansetzen und diese Sachen aus der Welt schaffen, so dass die Menschen eine gewisse Sicherheit haben. Dann wird sich die Einstellung zum sparen schon mal ändern. Der nächste Schritt wäre, für das Alter genau das gleiche Geld zur Verfügung haben müssten als wenn wir arbeiten, dass wir dann nicht auf den gewohnten Lebensstandard verzichten müssen.

Wenn das erreicht ist, was sicher eine sehr lange Zeit in Anspruch nimmt, könnte man daran gehen sich mit der Gier an sich zu befassen. Dazu müsste sich aber die gesamte Gesellschaft ändern. Das Problem ist, dass wir immer das Neueste, Modernste und dem aktuellen Stand der Entwicklung entsprechende Ding haben wollen und das macht auch Sinn. Es hält die Forschung und die Wirtschaft am laufen und sichert unseren Lebensstandard. Es müsste dazu über gegangen werden, dass jeder für seine Arbeit den gleichen Lohn bekommt, was eigentlich gerecht wäre... was wäre ein Hochstudierter ohne den kleinen Arbeiter? ... Nix. Im Vordergrund müsste die Arbeit an sich stehen und nicht die Bildung, die man braucht um diese zu erledigen oder den Posten, den man grad inne hat. Alle Ergebnisse der Arbeit müssten gleich verteilt werden. Erst wenn das geschafft ist, wird sich die Gier etwas legen, aber ich denke immer noch nicht vollkommen besiegen lassen.

Ich denke um wirklich ohne Geld auskommen zu können müssten alle Menschen Idealisten sein, die für die Gemeinschaft leben, dann könnte es funktionieren. Aber dann stellt sich die Frage, wird die Entwicklung stagnieren?

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Wieso kann man das Geld nicht einfach abschaffen? 19 Feb 2017 11:16 #12080

  • Chris
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m13p4 genau da ist alles begraben, schafft man Gier ab ist Geld ein sehr schöner Tauschmittel, der warenbezogen ein sehr konstanten Wert für alle haben kann, und ein Argument gibt es für so festgefahrene Menschen erst wenn sie eigenem nachwuchs haben.
StarTrek wird hier erst möglich sein wenn wir mal komplett alle Hirne waschen, oder die Menschen mal austauschen die Finanzen verwalten, sonst wird es nicht machbar sein auch wenn wir die Technik dazu besitzen werden, naja die lassen es erst gar nicht zu der Technik kommen wie es scheint. So gesehen ist aber auch der Konsument dran schuld,... wieso nicht einfach mal auf so ein Produkt verzichten welches da schadet, wobei wann erkennt man ein Smartphone als schädigend?,... das sollte man wenn es mehr als ein Gerät in 5 Jahren ist wo man sich Kauft, wenn die Firmen Jetzt was verdienen möchten müssen die genauer auf Kundenwünsche hören, wie polt man eine Gesellschaft so um? Das denke ich der kaum mögliche weg bei so vielen die da mit machen müssen. Und das ist nur ein Teil der Änderung wo in dem fall stattfinden sollte, denn die Firmen sind ausgerichtet Gewinn Optimierend zur Arbeiten nun müssen die sich auf eine Andere Richtung konzentrieren, der Kunde kauft erst wenn sein Wunsch erfüllt ist, man stelle sich vor, der Kontakt zum Fleischer dann so das man seine Speise auch noch beim Aufwachsen zusehen kann, ich bin sicher das wird als Utopie bezeichnet, ist also auf Kundenwunsch eine Sauna im Handy.....wobei,..... bei ausreichend Strahlung, wer weiß was alles die Miniaturisierung so bringt :D

Also ficet schafft man Gier ab dann wird Geld ein ihm zutreffendem Wert haben, ich finde es interessant wenn man es versucht für sich selbst mal, nur auf das eine wesentliche immer hin arbeiten sonst nix, also nach dem Motto ich möchte nur Gesundheit, kein Geld, kein Strom, kein Auto, nur Gesundheit und dahin hinarbeiten, dementsprechend ernähren mal die Natur anders erleben, in dem fall wohl mit ihr, komplett autark leben ist jedoch in dieser Gesellschaft nicht so für jedem Möglich.

Ja ich kann alles, sogar definieren was ich nicht kann.

Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
**Der Friedrich**

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Wieso kann man das Geld nicht einfach abschaffen? 19 Feb 2017 14:54 #12083

  • ficet
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Was ist UBI?
Sieht für mich nach einem Akronym aus einem Mischmasch von englisch-deutschen Begriffen aus aber das ist nur ne Vermutung^^

oh entschuldigung :)
Universal Basic Income

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Wieso kann man das Geld nicht einfach abschaffen? 19 Feb 2017 18:10 #12086

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Hi,
Vordenker wie Marx, Engels und Lenin haben bereits ein solches Gesellschaftsmodell entworfen. Sie propagierten die Unterordnung des Individuums unter die große Sache des Sozialismus/Kommunismus und das Interesse der Gesellschaft. Studierte Akademiker verdienten oftmals weniger als einfache Arbeiter und übernahmen folglich immer weniger Verantwortung. Abschaffung von Geld und Privateigentum standen ebenso auf der Tagesordnung. Niemandem ging es wirklich schlecht, selbst der letzte Penner wurde mitgezogen und es gab keine Arbeitslosen, von diversen systembedingten Ungerechtigkeiten mal abgesehen. Leider hat der große Feldversuch gezeigt, dass es aus heutiger Sicht nicht möglich ist, die Überlegenheit des Kapitalismus (soziale Marktwirtschaft), in Abrede zu stellen. Rückschritt statt Fortschritt sowie Mangel, Desorientierung und Flucht waren die Folge.

Der Grund liegt wohl in der Motivation des Individuums mehr Leistung zu erbringen, wenn es der Verbesserung des eigenen Wohls zuträglich ist. Die Abschaffung von Bargeld ist wohl nur noch eine Frage der Zeit und ein Gebot der Effizienz, das ändert jedoch nichts am Leistungsprinzip in unserer Gesellschaft. Die Vorstellung, mehr Leistung zu erbringen und damit keinen persönlichen Vorteil zu erzielen, ist für einen Großteil unserer Gesellschaft einfach nicht denkbar. An unserem Wertesystem wird sich daher, mit oder ohne Bargeld, wohl auch in naher Zukunft nichts ändern.

Letztendlich werden sich alle Gesellschaften unseres Planeten den Zwängen der Natur beugen müssen. Das Ende von Ressourcen bedeutet einschränken in jeder Hinsicht. Zu finden, ist hier wohl der goldene Mittelweg, zwischen Konsum- Wegwerfgesellschaft und Vernunftgesellschaft, um die gewaltigen Umbrüche der Zukunft, sozial verträglich zu gestalten. Dazu haben wir jede Menge Lernstoff aus unserer Geschichte mit auf den Weg bekommen. Aus diesen Gesichtspunkten sehe ich das UBI kritisch, es sollte so gestaltet sein, dass jeder bemüht ist so schnell wie möglich einen anderen Status zu erlangen. Die Gefahr, dass es sich viele darin häuslich einrichten, und keine Veranlassung haben etwas für die Gesellschaft zu tun, ist im Moment aus meiner Sicht, sehr groß.
Grüße EXCEL

Die Natur ist nicht grausam nur konsequent, sie möchte sich NUR verbessern.
NGC 6543

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Wieso kann man das Geld nicht einfach abschaffen? 19 Feb 2017 19:26 #12087

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Hallo EXCEL,

da muss ich dir recht geben. Die "goldene Mitte" ist das anzustrebende Ziel. Es müsste sozusagen alles im Gleichgewicht sein.

Ich glaube, dass es Herr Lesch war, der in einem Vortrag die heutige Gesellschaft auf der Ebene der Biologie betrachtet hat und eine Analogie mit der Zellteilung durchgeführt hat. Ein gesunder Wachstum ist die normale zellteilung, geraten die Zellen außer Kontrolle und fangen unkontrolliert zu wachsen und immer mehr Ressourcen zu verbrauchen, hat man schon einen krebsgeschwür.

Gesunder und effizienter aber nicht zerstörender Wachstum wahr für eine gesunde Gesellschaft angebracht. Das dürfte aber eine Utopie sein.

Grüße, M13P4.

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Wieso kann man das Geld nicht einfach abschaffen? 19 Feb 2017 23:47 #12090

Hallo EXCEL,

Ich denke, Marx und Engels wären sicher nicht einverstanden mit Lenin in einen Topf geworfen zu werden. Die hatten eine globale Änderung der Gesellschaft in den entwickelten Industrieländern im Sinne und nicht wiie es dann passiert ist eine Insellösung ausgehend von einem Land wie das zaristische Russland. Was Lenin und Stalin da gemacht haben hat mit Marx genausowenig zu tun wie die Entwicklung in Folge des 2. Weltkriegs.

Bedingungsloses Grundeinkommen... ich denke das wird früher oder später unausweichlich wenn der technische Fortschritt die Produktion immer mehr Maschinen überlässt und trotzdem soziale Frieden erhalten werden soll. Allerdings wird das sicher mit erheblichen Änderungen im Wirtschaftssystem einhergehen,
Einen Vorteil hätte es: "Arbeitgeber" müssten sich schon bemühen für Menschen attraktive Arbeitsplätze zu schaffen. "Entweder du machst die Überstunden oder du kannst morgen deine Papiere abholen" gäbe es dann nicht mehr. Gute und artgerechte Arbeitsbedingungen (der Spezies Mensch angepasst) sind vielleicht auch der persönlicher Vorteil um die Leute zu motivieren. Ich denke, soziale Anerkennung und Beachtung motivieren viel stärker als ein Haufen Geld verbunden mit negativen Leistungsstress^^

BTW: Das "selbst der letzte Penner wurde mitgezogen" will ich nicht gelesen haben. Die letzten Penner waren für mich immer die die Kraft ihrer Funktion anderen das Leben schwer gemacht und Steine in den Weg gelegt haben, die denen staatskonforme Gesinnung wichtiger war als Können, Kreativität und Leistung. Die von dir als "letzte Penner" bezeichneten waren nicht selten die Opfer. (wie heute übrigens auch)

In deinem mittleren Absatz hebst du das Leistungsprinzip in unserer Gesellschaft hervor. Meinst du das es gut ist daran festzuhalten? Ich weis ja nicht was ein Herr Schumacher oder Zuckerberg oder Piech oder... wie sie alle heisen so besonderes geleistet haben um derart viel mehr Geld zu bekommen als eine Hausfrau und Mutter die drei Kinder großzieht und nebenbei noch Putzen geht um über die Runden zu kommen. Was wir heute haben ist die Perversion des Leistungsprinzips. Würde ein bedingungsloses Grundeinkommen nicht viel eher zurück zu einem angemessenen Leistungsprinzip führen?

Gruß
Merilix

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Wieso kann man das Geld nicht einfach abschaffen? 20 Feb 2017 06:59 #12093

stargazer schrieb: In Indien hat man ja immerhin schon mal das Bargeld abgeschafft - das Experiment lief wohl nicht so besonders gut.
In Star Trek kann man ja ein bisschen sehen, wie es funktionieren könnte, aber es hat sicher einen Grund, warum man es Science-Fiktion nennt...
Die Gesellschaft ist halt noch nicht so weit. Naja, der Zuckerberg arbeitet ja jetzt daran.


Star Trek funktioniert nur weil sie Replikatoren haben die sämtliche Bedürfnisse befriedigen, und diese Replikatoren haben dazu noch unendlich Energie.

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Wieso kann man das Geld nicht einfach abschaffen? 20 Feb 2017 14:45 #12100

Silvia schrieb: Es müsste dazu über gegangen werden, dass jeder für seine Arbeit den gleichen Lohn bekommt, was eigentlich gerecht wäre... was wäre ein Hochstudierter ohne den kleinen Arbeiter? ... Nix. Im Vordergrund müsste die Arbeit an sich stehen und nicht die Bildung, die man braucht um diese zu erledigen oder den Posten, den man grad inne hat. Alle Ergebnisse der Arbeit müssten gleich verteilt werden.


Ein sehr interessanter Ansatz ........... leider nicht konsequent zu Ende gedacht, daher will ich das mal versuchen:

Wenn jeder für jede Arbeit am Ende genau die gleiche Entlohnung bekommt, warum sollte dann jemand Abitur machen und studieren? Hauptschule reicht doch auch, dann macht man "irgendwas" und verdient das gleiche Geld wie ein studierter Professor oder ein Chefarzt, allerdings viel früher als dieser, da die Akademiker ja erst mal studieren müssen, also verdient der Hilfsarbeiter ohne Ausbildung am Ende weit mehr als ein Studierter?

Unter diesen Voraussetzungen wird doch niemand mehr Abitur machen oder eine langwierige Lehre oder gar studieren und es wird niemanden geben, der bereit wäre, die Studierenden für lange Zeit finanziell zu unterstützen, wozu denn auch?


Das Problem mit diesen immer mal wieder auftauchenden Fantastereien in Richtung "bedingungsloses Grundeinkommen" (Geld von den arbeitenden Menschen nehmen ohne etwas dafür tun zu müssen) oder "Abschaffung des Geldes" ist die Nichtdurchführbarkeit, weil damit unsere gesamte Lebensgrundlage flöten ginge.

Warum gibt es denn überhaupt Geld?

Weil man vorher nur direkten Tauschhandel kannte, jemand, der was kaufen wollte, musste erst mal etwas finden, das der potenzielle Verkäufer auch haben wollte.

Man stelle sich das mal in der Praxis vor beim Kauf eines Autos ............... was könnte man dem Verkäufer zum Tausch anbieten, womit der auch was anfangen kann?

Also hat man das abstrakte Geld erfunden, das macht den Handel sehr viel einfacher.


Oder denkt man etwa daran, wenn man von der Abschaffung des Geldes redet, die Gegenleistung für etwas generell abzuschaffen? Sozusagen die idealisierte Endform des Kommunismus?

Jeder macht exakt das, was er oder sie am besten kann, was den Neigungen entspricht (ich bin sehr gut im Faulenzen, da macht mir niemand etwas vor, andere wollen den ganzen Tag mit einem großen Bagger Löcher graben oder Häuser einreissen, wieder andere möchten gerne Friseuse werden usw., niemand möchte jedoch Müllmann sein ...........), und bekommt dafür ........ nix.
Stattdessen bekommt jeder alles umsonst, denn es ist ja genug von allem da, da alle sehr fleißig arbeiten für nix.
Heute will ich also mal nen Rolls-Royce fahren, warum nicht?
Morgen nehme ich mir eine größere Wohnung ............

Wie man sieht, kommt man auch von selbst drauf, dass so etwas nicht geht.


Grüße
Udo

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Wieso kann man das Geld nicht einfach abschaffen? 20 Feb 2017 14:50 #12102

Merilix schrieb: Bedingungsloses Grundeinkommen... ich denke das wird früher oder später unausweichlich wenn der technische Fortschritt die Produktion immer mehr Maschinen überlässt und trotzdem soziale Frieden erhalten werden soll.
Gruß
Merilix


Da sehe ich anders, woher soll denn dieses Geld kommen? Woher nimmst du es?

Bitte erkläre das doch mal.


Grüße
Udo

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Wieso kann man das Geld nicht einfach abschaffen? 20 Feb 2017 16:07 #12106

All diese "Zukunftsmodelle" funktionieren nur unter gewissen Voraussetzungen, und diesmal sind es ausnahmsweise mal nicht kugelförmige Objekte in einem Vakuum, sondern Dinge wie:

Eliminierung des Gier-Faktors, Gier darf sich nicht mehr lohnen (Beispiel Star Trek Replikator), eine "verbotene/geächtete Gier" die sich trotzdem noch lohnt ist zum scheitern verurteilt, siehe Kommunismus/Sozialismus 1919 bis 1992. Leider sind wir Menschen nicht in der Lage über eine Gruppe von ein paar Individuen hinaus sozial und altruistisch zu agieren.

Produktion der Wirtschaftsgüter an den Bedarf angepasst, Überschüsse nur zur Sicherstellung der nahtlosen Versorgung. Wir produzieren hemmungslose Überschüsse, weswegen wir auch (fast) alle noch 40 Stunden die Woche beschäftigt sind. Wir könnten locker ein sorgenfreies Leben in Wohlstand führen und jeder von uns müsste nur 20 Stunden die Woche arbeiten, wobei aber auch jedem frei steht mehr zu tun wie z.b. einem Physiker der gerade an einem Forschungsdurchbruch arbeitet.

Eine solche Gesellschaft kann es sich auch erlauben die Kinder bis ins relativ hohe Erwachsenenalter in Ausbildung zu haben. Abitur, Studium stünden jedem offen, wer der Meinung ist genug gelernt zu haben darf produktiv werden. Nicht produktive Berufe wie Lehrer, Erzieher, Krankenwesen, Astro-Physiker, Autor, Schauspieler, Komponist, Musiker oder Bildhauer und Maler werden vom Kollektiv finanziert und das ganz bewusst. Alle haben die selben "finanziellen" Mittel pro Zeiteinheit zur Verfügung, und diese Mittel reichen aus um sich zu ernähren, und sich schöne Dinge zu leisten.

Meiner Meinung nach sollte jeder Haushalt in Deutschland z.B. mit 48.000,- € bis 60.000,- im Jahr gut zurecht kommen, wenn man sich die Kosten für Kindererziehung, Kranken- und Sozialversicherung weg denkt weil das über die Gemeinschaft finanziert ist, dann reicht das locker.

Einstellung sämtlicher Neid-Faktoren, wenn jemand etwas hat das ich auch haben will, dann bekomme ich es (das Gleiche, nicht das Selbe) alles muss für jeden Verfügbar sein.

Das alles klingt sehr utopisch und das ist es auch.

Wir haben noch nicht die Technik und die Infrastruktur um die Voraussetzungen für das Ende der "Gier" zu schaffen.Teilweise werden wir sie wohl auch nie erreichen können, ich denke da an Dinge die notwendig sind, die aber kaum einer freiwillig tun möchte, vor allem dann nicht, wenn die freie Auswahl besteht. Wie z.B. Straßenbau, Eisen oder Gold aus Bergwerken fördern oder Schwefel abbauen, Kloaken reinigen, Müll sortieren usw usf. Zudem bräuchten wir so viel "kostenlose" Energie (Solar/Wind/Wasser), sodass sich die Ausbeutung von und Gier nach Kohle-, Gas- und Ölvorkommen nicht mehr lohnt.

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Wieso kann man das Geld nicht einfach abschaffen? 20 Feb 2017 18:00 #12108

Madouc99 schrieb: All diese "Zukunftsmodelle" funktionieren nur unter gewissen Voraussetzungen, und diesmal sind es ausnahmsweise mal nicht kugelförmige Objekte in einem Vakuum, sondern Dinge wie:

Eliminierung des Gier-Faktors, Gier darf sich nicht mehr lohnen (Beispiel Star Trek Replikator),.........................


Mir scheint, bei dieser Diskussion wird immer vergessen, dass es sich bei dem "Replikator" um pure Science-Fiction handelt, wobei hier der Schwerpunkt auf "Fiction" liegt, denn so etwas wird es nie geben können. Dieser Replikator repliziert ja alles, von technischen Dingen, ganzen Geräten beliebiger Art bis hin zu einem saftigen Steak, das vom Original ununterscheidbar sein soll ................
das erinnert doch stark an den "Beamer" ("Scotty, beam mich up"), der ja ebenfalls real nicht vorstellbar ist, auch nicht "in Zukunft".

Lasst Star Trek doch bitte Star Trek sein, von dort kamen zwar interessante Impulse (wie den "Kommunikator"), aber auch unmögliche Dinge.

Wir werden immer ein auf Steigerung und Wachstum ausgelegtes Wirtschaftssystem haben, das letztlich auf einem Finanzsystem und damit auf Geld basiert, ob es uns nun passt oder nicht.

Irgendwer hat eine Idee, beschafft sich dafür, für die Umsetzung Geld und vermarktet etwas, das andere für Geld kaufen, wobei der Trick darin besteht, anderen einzureden, sie bräuchten dieses "Dings", das es vorher noch gar nicht gab, jetzt aber unbedingt, weil man sonst "out" ist, siehe die Geschäftsidee von Apple.

Hat man Erfolg, verdient man Geld, viel Geld, das man anderen Leuten wegnehmen muss, bzw. diese Leute (Kunden) drängen bei geschickter Vermarktung eines Produktes dem Verkäufer dieses Geld ja förmlich auf.

Mit dem auf diese Weise verdienten Geld können nun andere Investitionen getätigt werden, um in Zukunft noch mehr Geld zu verdienen. Ein kleiner Anteil fällt auch ab für die Gemeinschaft (Steuern usw.).

Ohne diese Möglichkeit, dass theoretisch jeder mit der richtigen Idee zum richtigen Zeitpunkt an das sauer verdiente (erarbeitete) Geld anderer kommen kann, wird es keine neuen Ideen, keine neuen Investitionen mehr geben, niemand wird neue Erkenntnisse der Wissenschaft umsetzen wollen, wozu auch? Wenn es kein Geld mehr gäbe, das man damit verdienen könnte?

Geld und die Gier danach ist der Motor des Fortschritts für den die Wissenschaft mit immer neuen Erkenntnissen den Treibstoff bereitstellt.

Alles andere ist Fantasterei.


Grüße
Udo

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Wieso kann man das Geld nicht einfach abschaffen? 20 Feb 2017 19:09 #12111

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Hallo udogigahertz,

udogigahertz schrieb: Irgendwer hat eine Idee, beschafft sich dafür, für die Umsetzung Geld und vermarktet etwas, das andere für Geld kaufen, wobei der Trick darin besteht, anderen einzureden, sie bräuchten dieses "Dings", das es vorher noch gar nicht gab, jetzt aber unbedingt, weil man sonst "out" ist, siehe die Geschäftsidee von Apple.

Was währe aber wenn jemand mal den spieß umdrehen würde? Eine Idee hat, sich dafür kein Geld beschafft, vermarktet es nicht, aber trotzdem mit der Welt teilt ohne dieses "Dings" jemanden andrehen zu wollen oder einreden zu wollen das man es braucht. Es wird einfach frei zur Verfügung gestellt.
Denkst du dass solch ein Konzept eine (auch wenn eine sehr kleine) Chance hätte?

udogigahertz schrieb: ... an das sauer verdiente (erarbeitete) Geld anderer kommen kann, wird es keine neuen Ideen, keine neuen Investitionen mehr geben, niemand wird neue Erkenntnisse der Wissenschaft umsetzen wollen, wozu auch? Wenn es kein Geld mehr gäbe, das man damit verdienen könnte?

Ja, dass ist auch derzeit so, wird sich wahrscheinlich auch in naher Zukunft nicht ändern. Aber meiner Ansicht nach ist diese Denkweise, der wir alle zum Teil verfallen sind, mich und dich inklusive, ein Resultat der Gier, nicht mehr nicht weniger.
Aber wenn die Gier, der einzige Antrieb für die Suche nach dem "wieso" (und die ganze Wissenschaft ist auf dieser einzigen Frage aufgebaut) sein soll, dann kann das "wieso" auch nicht beantwortet werden. Denn dann würde der betroffene "wissenschaftler" zuerst sich Gedanken darüber machen müssen wie er seine Gier befriedigen kann. Und dies kann man in der Gesellschaft niemanden vorwerfen, Mann kennt es auch nicht anders. Und erst an zweiter Stelle würde sich der "wissenschaftler" die Gedanken um das "wieso" machen.
Aus dieser Perspektive betrachtet, ist die Gier dann doch nicht so ein effizienter Antrieb für den Fortschritt.

udogigahertz schrieb: Geld und die Gier danach ist der Motor des Fortschritts für den die Wissenschaft mit immer neuen Erkenntnissen den Treibstoff bereitstellt.


Davor hätte ich, um ehrlich zu sein, Angst.


Grüße, M13P4.

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Wieso kann man das Geld nicht einfach abschaffen? 20 Feb 2017 22:15 #12115

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@Merilix
Leider ist es meinem Bildungshorizont bereits entfallen, wer von den Dreien genau für was verantwortlich war. Für mich sind jeweils alle Drei Ikonen eines gescheiterten Systems. Fühl Dich davon bitte nicht persönlich angesprochen. Das sollten wir an dieser Stelle bitte auch nicht weiter vertiefen. Ich wollte nur andeuten, dass uns dieses System etwas erzählen kann und sollte.

Mit dem „Penner“, Das ist wohl von mir etwas unglücklich formuliert. Nun, ich war letzte Woche komplett zu Fuß in Köln’s Innenstadt unterwegs. Glaub mir bitte, dass ich, nach dem gefühlten 1000sten Mal angebettelt werden, einigermaßen schlechtes Vokabular zu verbuchen hatte. Sieh mir also bitte diese kleine terminologische Entgleisung nach. Hier musste ich im Vergleich zu den 1990iger Jahren feststellen, dass der Altersdurchschnitt dieser Personen deutlich gesunken ist. Deren Opferrolle, kann ich aus meiner Sicht nicht beurteilen, sie haben aber m. E. eine wichtige Funktion. Eine Funktion, die solche Mitglieder der Gesellschaft, z.B. im Leipzig der 1980iger Jahre, nicht erfüllen konnten. Ich räumte ja diverse Ungerechtigkeiten auch ein und möchte nicht Alle über einen Kamm scheren.

Womit wir beim Leistungsprinzip angekommen wären. Ich meine nicht nur, dass es gut ist, sondern zwingend notwendig sein sollte daran fest zu halten. Das Gute an unserer Gesellschaft ist eine relative Chancengleichheit auf Bildung. Ich bin heute noch dankbar, als nahezu mittelloser Bürger, die Möglichkeit zur Qualifizierung erhalten zu haben. Und nebenbei, ja ich weiß was ich leisten musste um deutlich mehr als der Durchschnitt zu verdienen. Es ist eine Position, die man sich täglich neu erarbeiten muss. Zweiflern stelle ich folgende Frage: Könntest du meinen Job machen? Hättest Du Facebook erfinden können? Erfinde „einfach“ etwas Besseres und schon geht es dir auch besser. Jeder ist seines Glückes Schmied. Nein ich empfinde es nicht als Gier, es ist das Prinzip Leistung gegen Anerkennung (Geld), wobei die Leistung zuerst erbracht werden sollte, da bin ich vollkommen cool. Warum mache ich also das was ich tue? Pflichtbewusstsein Verantwortung für Mitarbeiter mit gutem Beispiel voran gehen, Erfolg haben, das fühlt sich bei mir besser an, als ein hohes Einkommen. Dies sollte von der Gesellschaft auch akzeptiert, honoriert und toleriert werden. Und ja, folgende Generationen können zurecht davon profitieren, auch wenn sie diese Leistung nicht erbracht haben.

BTW: Dazu rate ich jedem, dessen Job, wie der Meinige, der Automatisierung (dem Jobwandel, dem Gesellschaftsumbruch) zum Opfer gefallen ist. Das Gegenkonzept zu UBI sollte Bildung sein, um Menschen die das Leben nicht begünstigt hat, wieder zu Aktiva der Gesellschaft zu machen. Der Schlüssel zum ökologischen Umbau sollte maßgeblich Bildung sein. Da sehe ich derzeit noch Potential.
Grüße EXCEL

Die Natur ist nicht grausam nur konsequent, sie möchte sich NUR verbessern.
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Wieso kann man das Geld nicht einfach abschaffen? 20 Feb 2017 23:26 #12118

Es gibt bereits schon Leute, die ohne Geld leben.
Das Problem ist nach meiner Ansicht die zu egoistische Gier und Ausbeutungsgesellschaft, an die wir gewohnt sind - Und welche die meisten auch benötigen, um in dieser kalten Gesellschaft einigermaßen zurecht zu kommen und den Ersatz für Glück im Geld und Konsum finden.
Hier jemand, der versucht ohne Geld zu leben :

Solange dies Ausnahmen sind, wird sich kaum etwas ändern können.

Es gibt keine schlechten neuen Entdeckungen, nur deren unangemessene Verwendung.

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Wieso kann man das Geld nicht einfach abschaffen? 21 Feb 2017 12:35 #12130

@udo

Mir ist durchaus bewusst, dass der Replikator Science Fiction ist und es auch bleiben wird.

Mir ging es um das Prinzip das dahinter steckt, nämlich eine bedingungslose, lückenlose Grundversorgung der gesamten Menschheit mit allem was sie brauchen. Das klingt zwar genau so utopisch ist aber im Gegensatz zum Replikator immerhin theoretisch machbar.

Deine pessimistisch kapitalistische Einstellung teile ich jedoch nicht, ich lehne sie sogar entschieden ab. Wir Menschen wären durchaus in der Lage sozial altruistische Gesellschaften ohne Gier zu bilden, und wir müssen es bald tun. Unser Planet ist längst über das Limit hinaus.

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Wieso kann man das Geld nicht einfach abschaffen? 21 Feb 2017 18:25 #12146

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Also ich bin auch gern bereit ehrenamtlich zu arbeiten, da mir die Arbeit wo ich mache einfach unheimlich viel Spaß macht, das Model des Bedienungslosen Einkommens entspricht so gesehen keiner Utopie es ist machbar, schon Heute. Möchte man nicht haben aufgrund der Etwas weniger angenehmen Arbeit, das könnte kurzzeitig unerwartete Auswirkungen haben, und das mimimi möchte man vermeiden nach dem Motto sicher ist sicher, wir probieren nix aus wir ändern nix, wir bleiben Stur und nicht intelligenter, egal wie es ausgeht. Ich finde eine Partei mit diesem Vorsatz BGE um zu setzen, sehr ansprechend :D

Ja ich kann alles, sogar definieren was ich nicht kann.

Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
**Der Friedrich**

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Wieso kann man das Geld nicht einfach abschaffen? 22 Feb 2017 14:52 #12186

m13p4 schrieb: Hallo udogigahertz,

udogigahertz schrieb: Irgendwer hat eine Idee, beschafft sich dafür, für die Umsetzung Geld und vermarktet etwas, das andere für Geld kaufen, wobei der Trick darin besteht, anderen einzureden, sie bräuchten dieses "Dings", das es vorher noch gar nicht gab, jetzt aber unbedingt, weil man sonst "out" ist, siehe die Geschäftsidee von Apple.

Was währe aber wenn jemand mal den spieß umdrehen würde? Eine Idee hat, sich dafür kein Geld beschafft, vermarktet es nicht, aber trotzdem mit der Welt teilt ohne dieses "Dings" jemanden andrehen zu wollen oder einreden zu wollen das man es braucht. Es wird einfach frei zur Verfügung gestellt.
Denkst du dass solch ein Konzept eine (auch wenn eine sehr kleine) Chance hätte?


Ähh .......... ja, so etwas gibt es doch schon lange, siehe all die zahlreichen kostenlosen Computerprogramme, angefangen bei den diversen Betriebssystemen auf "Linux-Basis" über zahlreiche kostenlose Programme und Progrämmchen für alle möglichen Zwecke, die jeweils von Enthusiasten entwickelt wurden allein zu nicht-kommerziellen Zwecken.

Auch ist das Internet voll von kostenlos zur Verfügung gestellten Tipps und Ratschlägen zu allen möglichen Problemlösungen im Alltag, zudem gibt es sehr viele Menschen, die aus selbstlosen Gründen anderen helfen wollen.

Also SOOOOO schlimm ist es noch nicht um die Menschheit bestellt.


Allerdings fusst auf diesem selbstlosen Prinzip leider nicht unsere Wirtschaft, alle Personen, die anderen ohne Berechnung helfen, sei es durch direkte Hilfe oder durch das Zurverfügungstellen von Ideen, machen das doch nur, weil sie sich das finanziell leisten können, sie haben also außerdem auch noch andere Einnahmequellen, auch sie nehmen auf die eine oder andere Weise am ausbeuterischen System teil, das die Welt so, wie wir sie kennen, trägt.

Aber meiner Ansicht nach ist diese Denkweise, der wir alle zum Teil verfallen sind, mich und dich inklusive, ein Resultat der Gier, nicht mehr nicht weniger.
Aber wenn die Gier, der einzige Antrieb für die Suche nach dem "wieso" (und die ganze Wissenschaft ist auf dieser einzigen Frage aufgebaut)



Ja, so ist es, der Fortschritt lebt nun mal von der Gier nach mehr Wissen. Wenn es diese Gier nicht gäbe, gäbe es auch keine Wissenschaftler.

Ist das denn schlecht?

Ich finde nicht.

Aus dieser Perspektive betrachtet, ist die Gier dann doch nicht so ein effizienter Antrieb für den Fortschritt.



Finde ich nicht, allein die Gier nach mehr Wissen, die Frage nach dem "Warum" treibt die Menschheit voran. Leider ist nicht immer alles Neue, jede neue Erkenntnis zum Vorteil der Gesamtheit. Das weiß man leider immer erst im Nachhinein. Siehe Atomkraft, Atombombe.

Davor hätte ich, um ehrlich zu sein, Angst.


Dann lebst du seit deiner Geburt in einer solchen Angst, denn die Welt ist nun mal so, wie sie ist.


Grüße
Udo

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Wieso kann man das Geld nicht einfach abschaffen? 22 Feb 2017 14:59 #12188

*Frank schrieb: Es gibt bereits schon Leute, die ohne Geld leben.


Das bezweifle ich, diese Menschen leben im Grunde von der Arbeit anderer, sind Schmarotzer. Leider sind die allermeisten dieser Menschen das nicht geworden, weil sie es so wollten, sie sind eben "aus dem System gefallen", meist ohne eigenes Verschulden.

Daher sollte es das Ziel einer menschenwürdigen Politik sein, allen Personen eine passende Arbeit zu beschaffen, das hebt das Selbstwertgefühl ungemein. Es sollte jedoch auf keinen Fall eine Arbeit im "Niedriglohnsektor" sein, eine moderne Sklavenarbeit, sondern eine menschenwürdige, normale Arbeit, die den Fähigkeiten des Arbeitenden entspricht.


Grüße
Udo

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Wieso kann man das Geld nicht einfach abschaffen? 22 Feb 2017 15:16 #12190

Madouc99 schrieb: @udo

Mir ist durchaus bewusst, dass der Replikator Science Fiction ist und es auch bleiben wird.

Mir ging es um das Prinzip das dahinter steckt, nämlich eine bedingungslose, lückenlose Grundversorgung der gesamten Menschheit mit allem was sie brauchen. Das klingt zwar genau so utopisch ist aber im Gegensatz zum Replikator immerhin theoretisch machbar.


Theoretisch machbar ............ na ja, was verstehst du unter "bedingungslose, lückenlose Grundversorgung" denn so? Die Menschen in den Hungergebieten dieser Welt würden darin wohl lediglich ausreichendes und sauberes Trinkwasser sehen, hätten sie das, so könnten sie damit sicherlich sich selbst ernähren und ihre Tiere und ihre Landwirtschaft am Laufen halten, mehr brauchen die gar nicht (aus ihrer Sicht).

Ein westlich orientierter Mensch, der hier in Deutschland lebt, wird damit sicherlich nicht zurechtkommen, der benötigt auch ein Dach über dem Kopf, heißes Wasser zum Duschen, Elektrizität, ein Smartphone selbstverständlich und viele andere Dinge, die hier inzwischen auch von unseren Gerichten als "selbstverständlich" angesehen werden, wie auch z. B. einen Flachbildfernseher samt Rundfunkgebühren.

Wenn du also diesen unseren mindest-Lebensstandard auf ALLE Menschen ausdehnen willst, wird das nicht gehen, dazu reichen die Ressourcen schon jetzt nicht aus. Klingt blöd, ist aber so.

Deine pessimistisch kapitalistische Einstellung teile ich jedoch nicht, ich lehne sie sogar entschieden ab.


Ich lehne das ja auch ab, allerdings gibt es keine Alternative dazu. Nur als Fantasterei eben. Und mit Fantastereien ist doch keinem geholfen.

Wir Menschen wären durchaus in der Lage sozial altruistische Gesellschaften ohne Gier zu bilden, und wir müssen es bald tun.


Nein, sind wir nicht.

Eine rein altruistische Gesellschaft würde sehr bald stagnieren und kurz darauf degenerieren, weil es keinen Antrieb, keine Gier nach Weiterentwicklung mehr geben würde, was hätte der Einzelne davon?

Kleines Gedankenexperiment dazu:

Stelle dir eine Gruppe von Menschen vor, wo jeder jedem gerne hilft, einer für alle und alle für einen. Es gibt ja sowas durchaus, z. B. die "Amisch"-Leute in den USA, es gibt dort keine Gier, besser sein zu wollen als andere, im Gegenteil, das ist verpönt und kommt einer Sünde gleich. Alle sind zufrieden, jeder arbeitet für die Gemeinschaft, niemand hat persönlichen Besitz.

Gibt es dort Fortschritt?

Gibt es dort Wissenschaft?


Grüße
Udo

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Wieso kann man das Geld nicht einfach abschaffen? 22 Feb 2017 16:42 #12196

Ich will nicht unseren Lebensstandard für alle, ich will für alle einen machbaren Lebensstandard, und wenn das für uns heißen würde auf Dinge zu verzichten dann ist das eben so. Eine weltweite Ächtung der Fleischproduktion wäre z.B. ein guter Anfang, auch wenn ich meine Schnitzel, Steaks und Wurstbrote schmerzlich vermissen werde, aber ich bin mir voll im Klaren darüber wie viel Schaden mein Konsumverhalten auf dem Planeten verursacht. Ich würde gerne darauf verzichten, aber eben nicht indem ich zum Vegetarier werde, sondern indem ich eine Politik unterstütze die das als globales Ziel verfolgt. (Sobald es so eine Partei gibt)

Es gibt sehr wohl Alternativen, und es gibt auch ganz gewiss Modelle in denen die Menschheit weiter Fortschritte machen kann, und das sind keine Fantastereien. Es ist nur wie mit der Evolution, wir können nicht von 0 auf 100, wir müssen kleine Schritte machen einen nach dem anderen, und wenn wir mal schauen, was sich seit den späten 70ern in Europa schon alles getan hat, dann sind wir auf einem guten Weg, auch wenn wir erst 5% geschafft haben. Sicher gibt es Rückschläge wie z.B. solche Gesellschaftskrankheiten wie alternativfaktische Politiker, verbohrte Kreationisten oder Islamisten, aber wenn die Mehrheit beharrlich den "guten" Weg weiter geht, dann wird das schon.

Ich sehe nicht wie wir zwangsläufig stagnieren müssen, denn dein Beispiel hinkt gewaltig. Die Amischen haben keinen Fortschritt, weil sie nicht in die Schöpfung Gottes eingreifen wollen (und doch nutzen sie Räder was schon bigott ist) und rechtfertigen damit ihren Stillstand und das verharren in einer agrikulturellen Gesellschaft. Sie sind gelähmt durch ihre Religion, und nicht durch ihr humanes Wesen. Wer sagt dir denn wie viele Amische schon ne brauchbare Idee hatten wie man z.B. das Pflügen einfacher machen könnte, und dann eine mit der religiöse Sektenkeule auf den Deckl bekamen?

S = k log W

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Wieso kann man das Geld nicht einfach abschaffen? 02 Mär 2017 12:58 #12397

Madouc99 schrieb: Ich will nicht unseren Lebensstandard für alle, ich will für alle einen machbaren Lebensstandard, und wenn das für uns heißen würde auf Dinge zu verzichten dann ist das eben so.


Eine sehr lobenswerte, altruistische Einstellung.

Allerdings möchte ich die Ernsthaftigkeit bestreiten, wenn es dann konkret darum geht, von sich selbst etwas abzugeben und dauerhaft darauf zu verzichten, überlegt man es sich doch anders, auch du bist nur ein Mensch, kein Heiliger.

Zudem hülfe es nur minimal bei der Umverteilung der Güter auf diejenigen, die heute nichts bis sehr wenig besitzen, es sind einfach viel zu viele und es werden immer mehr, die nichts bis sehr wenig haben, demgegenüber stehen relativ weniger Menschen, denen es besser geht.

Wenn die nun alles abgeben und sodann selbst bettelarm sein werden, dann hätten sehr viele immer noch sehr wenig, zwar etwas mehr als jetzt, aber immer noch viel zu wenig. Dafür gäbe es dann viel mehr Menschen, die alle gleich wenig haben, die fortan anderen nicht mehr helfen könnten, weil sie ja bereits alles weggeben haben.


Allerdings kann ich deine Zielrichtung verstehen und teile das sogar mit dir, der Weg dorthin wird aber nicht sooo einfach sein, durch einfaches Teilen von Dingen wird man am Ende gar nichts erreichen, für niemanden.


Die Welt an sich muss sich drastisch verändern, Kleinkriege, Glaubenskriege müssen aufhören, endgültig.

Danach muss man sich um eine weltumspannende Geburtenplanung kümmern, damit Hilfe zur Selbsthilfe auch langfristig greifen kann, noch langfristiger müsste sich die innere Einstellung der Menschen ändern, vor allem zu Besitztümern und Geld, wichtig müsste allein sein, was jemand für die Gemeinschaft tut wenn er etwas tun kann. Ein solche mentale Totaländerung braucht aber Zeit, das geht nicht in zwei Generationen.

Eine weltweite Ächtung der Fleischproduktion wäre z.B. ein guter Anfang,..............................


Auch das ist zwar eine gute Absicht, aber wenig zielführend, wieso immer solche Radikalansichten? Wieso totale Ächtung weltweit? Damit nimmst du einem Großteil bettelarmer Bauern in der dritten Welt, die nur eine abgemagerte Kuh besitzen, auch noch das allerletzte von Wert, das sie besitzen, wenn sie das arme Viech am Ende nicht mal verkaufen können, weil das ja "geächtet" ist.

Was nötig wäre, das wäre ja nur ein Verbot der Massentierhaltung EU-weit, zurück zu früheren Zuständen mit nur wenigen Tieren im Stall auf einer Strohunterlage, die täglich von Hand ausgewechselt werden muss, ein Verbot der "vorbeugenden Arzneimittelgebung" bei diesen Tieren, damit sie nie krank werden und schneller zunehmen, das wäre das Gebot, diese Tiere auch tagsüber auf die Wiese zu lassen .............. was glaubst du, wie schnell die Preise für Fleisch in die Höhe gehen würden? Weil die Bauern gezwungen wären, in ihre Tierhaltung viel mehr persönliche Arbeit zu stecken, da kann man sich nicht mehr als einzelner um 1.000 Tiere kümmern, wie heutzutage, die in einem computergesteuerten Stall stehen.

Es ist alles möglich, wenn es unsere Politiker so beschließen würden.


Grüße
Udo

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Wieso kann man das Geld nicht einfach abschaffen? 02 Mär 2017 15:35 #12405

Antwort: Man kann Geld einfach abschaffen.
Allerdings: Ob wir nun altruistisch veranlagt sind oder nicht, unsere Zivilisation beruht seit über 2000 Jahren auf Arbeitsteilung und vorausplanendem Engagement.
Wer den kommenden Winter überleben will und im Sommer genug Lebensmittel erwirtschaftet, geht vorausplanend vor.
Die Zivilisation als Ganzes ist nun durch zunehmend komplexe Arbeitsprodukte gekennzeichnet. Das macht ja gerade unsere Zivilisation aus.
Da kann nicht jeder alles verstehen und es muss dennoch eine für jeden verständliche Dokumentationsform geben, dass Produkte einen Wert haben ... .
Geld ist damit ein Maßstab für die Austauschbarkeit arbeitsteiliger Leistungen. Das führt zu der spannenden Frage, was Geld überhaupt ist:
Geld ist nach meinem Verständnis ein Schuldversprechen, dass alle übrigen Leistungserbringer gegenüber dem Besitzer von Geld abgegeben.
Man könnte Geld als die allgemeinste Form eines Kredits verstehen.

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Wieso kann man das Geld nicht einfach abschaffen? 02 Mär 2017 16:17 #12406

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Um die aktuellen Übel der Zeit in den Griff zu bekommen, stellt sich die Frage der Abschaffung des Geldes bzw. nur des Bargeldes nicht.
Demokratisches Geld, verwaltet und herrausgeben von einer vierten, unabhängigen Staatsgewalt mit begleitenden Reformen des Bodenrechts sind die eigentlichen Themen.

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Wieso kann man das Geld nicht einfach abschaffen? 04 Mär 2017 10:13 #12430

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Zitat Georg Simmel, Soziologe:

"Das Geld ist die Spinne, die das gesellschaftliche Netz webt."

Das kann einem gefallen oder auch nicht, ist aber Fakt.
Ohne Geld keine moderne Gesellschaft. Dann wieder ab in den Dschungel.
Im Grunde hat es ja sehr viele Vorteile. Deshalb hat es sich etabliert, und es wird das Geld noch geben, solange es Menschen und ihre halbwegs noch menschenähnlichen Weiterentwicklungen geben wird. Währungen kommen und gehen, das Geld wird (noch) bleiben.
Sein großer Nachteil: Es ist in großen Mengen hortbar, was die Gier ungemein fördert.

Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)

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Wieso kann man das Geld nicht einfach abschaffen? 04 Mär 2017 10:36 #12431

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Madouc schrieb:

Eine weltweite Ächtung der Fleischproduktion wäre z.B. ein guter Anfang, auch wenn ich meine Schnitzel, Steaks und Wurstbrote schmerzlich vermissen werde, aber ich bin mir voll im Klaren darüber wie viel Schaden mein Konsumverhalten auf dem Planeten verursacht. Ich würde gerne darauf verzichten, aber eben nicht indem ich zum Vegetarier werde, sondern indem ich eine Politik unterstütze die das als globales Ziel verfolgt. (Sobald es so eine Partei gibt)

Und warum machst nicht du für dich den ersten Schritt und verzichtest auf Fleisch? Warum warten auf die anderen, eine Partei oder sonstwas?
Da es ohnehin schon Offtopic ist, alle weiteren Gedanken, die mir noch einfielen, ausgeblendet.
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Wieso kann man das Geld nicht einfach abschaffen? 04 Mär 2017 14:19 #12434

bruno schrieb: Antwort: Man kann Geld einfach abschaffen.


Nein, kann man nicht.

Wir brauchen Geld, um damit den Wirtschaftskreislauf am Leben zu erhalten. Gefällt mir ja auch nicht, ist aber so.

Wie soll dich denn dein Arbeitgeber bezahlen, wenn es kein Geld mehr gäbe?

Meinst du, du könntest dir irgendwo etwas kaufen, wenn du kein Geld hast?

Nein, Geld ist leider unverzichtbar, schon seit langem, ansonsten hätten wir wieder eine Tauschwirtschaft. Und das ist sehr mühsam, frag mal einen ehemaligen DDR-Bürger.


Grüße
Udo

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