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THEMA: Sekundäre Gottesbeweise

Sekundäre Gottesbeweise 28 Jan 2018 23:09 #26739

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Suchscheinwerfer - Es werde Licht

Wo haben die Menschen Gott nicht schon überall gesucht.
Die am Meer lebenden im Wasser, die an der Trockenheit siedelnden in der Wüste, andere wieder vermuteten dunkle Höhlen.
Einige Denker gar setzten Gott und Materie in eins.

Die meisten aber suchten und fanden wohl irgendwo am Himmel.
Mal als auf einer Wolke sitzend, von harfespielenden Engeln umringt, mal noch weiter oben, in konsequent singularer Bedürfnislosigkeit.

In den letzten Jahrhunderten kamen dann sogar viele mehr oder weniger untaugliche Versuche dazu, das was man partout nicht finden konnte, trotz alledem zu beweisen.
Jaja, der Hegelsche Knecht versucht auch das schier Unmögliche um sich dem Herrn anzudienen.

Nur auf eines kommen die Menschen nicht.
Darauf, dass sie an den vollkommen falschen Stellen suchen könnten.
Auf die simple Idee, den Suchscheinwerfer ganz einfach einmal umzudrehen, darauf kommen sie nicht.

Also anstatt irgendwo da draußen zu suchen, zumal die quasi durchsuchten und also ausscheidenden Gebiete immer größer werden, und man Gottes Behausung oder Aufenthaltsort also immer weiter von uns ‚hinwegvermuten‘ muss, heute quasi unter das Plancksche Wirkungsquantum in die Quantenfluktuation, nein, sie geben nicht auf.

Also genau die entgegengesetzte Suchrichtung, nicht aus dem Auge heraus in die Ferne schweifen, ja schier in die Unendlichkeit des Makro- oder Mikrokosmos, sondern vielmehr direkt in selbiges hinein bis kurz dahinter, über seinen optischen Brennpunkt hinaus bis an den Schmelztiegel der eigenen Seele.
Weil dies der einzige, der wirklich allereinzigste Ort der Welt ist, wo die Suche Erfolg verspricht, zumindest für denjenigen, der verstehen will.


mvg Philzer

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Sekundäre Gottesbeweise 28 Jan 2018 23:48 #26743

@ Philzer
Da niemand weiß, wie und warum Religionen entstanden sind, gibt es dazu auch keine Erkenntnis, sondern nur Spekulation.
Ich habe mich also nicht der Erkenntnis verschlossen, sondern deiner MEINUNG.
Religionen sind in ihrem Selbstverständnis – und ihrer Struktur - die Antwort auf das heilvolle Hervortreten eines Gottes.
Die ältesten religiösen Artefakte drehen sich um Fruchtbarkeit und Gelingen von Jagd. Das hat mit ungelösten Fragen des Weltverständnisses gar nichts zu tun. Die ältesten Überlieferungen sind die Mythen. Da gibt es eine große Bandbreite (jede Erzählung bietet mehrere Ebenen / Gebiete) und jeder kann sich da das heraussuchen, was seine MEINUNG bestärkt.
Unübersehbar sind aber
- Rettungs-Geschichten (Sintflut)
- Zwiespältige Herkunft des Menschen (zB göttlich-titanisch), also die Benennung, dass der Mensch unerklärlich mit sich selbst zerrissen ist
- Die Uruntat, die aber die Voraussetzung der jeweiligen Kultur ist, also die Benennung, dass der Mensch unerklärlich mit der Welt zerrissen ist
Bei diesen Geschichten wird nichts erklärt, im Gegenteil. Es wird das Rätselhafte als Solches erzählt und nicht aufgelöst.
Wenn ich also Selbstverständnis der Religionen, älteste Artefakte und älteste Überlieferungen angucke, dann ist Deine MEINUNG ohne Fundament, meine Ansicht aber gut fundiert.
Dieser Erkenntnis verschließt Du dich konsequent!
Zu Deinem 2. Punkt warte ich erstmal Deine Antwort auf Alfons ab.
Nur noch diese Verständnisfragen (und eine kritische Anmerkung):
Zu differenzieren sind über eine Menschheit intersubjektivierbare Bewusstseinsinhalte versus individuellem Nutzenkalkül.
Ist das erste wissenschaftliche Erkenntnis? Falls ja, dann gibt es Deiner MEINUNG nach außerhalb der Wissenschaft nur individuelles Nutzenkalkül?
Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.
Meinst Du die physikalische und die theologische Aussage? Dann ist klar, dass das zwei unterschiedliche Ebenen sind, aber beide beziehen sich auf die gleiche Welt.
Nur wird eben hier in der Betrachtung unzulässigerweise, vermutlich sogar emotional absichtsvoll, die Negentropiestrebung (die also niemals abgeschlossen sein kann), mit dem individualisierten Nutzenkalkül vermischt.
Es ging nicht um Negentropiestrebung, sondern ganz im Gegenteil um die Anerkennung der „allmächtigen“ Entropie. Auch ging es nicht um individualisiertes Nutzenkalkül. Auch habe ich nichts vermischt, sondern parallele Betrachtungsweisen klar voneinander abgegrenzt. Es wirkt für mich schon wahnhaft-manisch, wie Du Sätze Deines Glaubensbekenntnisses überall hinein interpretierst.

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2
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Sekundäre Gottesbeweise 28 Jan 2018 23:52 #26744

@ Philzer #26739
Dein Posting zeigt nur, dass Du keine Ahnung hast, dass es Mystiker gab, aber auch andere Richtungen wie der Pietismus und der Corpus Johanneum im Neuen Testament, die selbstverständlich davon ausgehen, dass Gott in einem selbst wohnt, hast Du geschlabbert.
Wenn Du schon das Wort „Gottsuche“ benutzt, dann musst Du Dir diese Kritik gefallen lassen. Denn vermutlich hat das, was Du meinst, mit Gott suchen nichts zu tun.

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Sekundäre Gottesbeweise 29 Jan 2018 10:42 #26765

Martin-O das Problem mit uns beiden ist folgendes: Für dich ist das Ablehnen eines Glaubens eine gleichwertige "Lehre". Wenn ich sage die einzige mit der Demokratie vereinbare Religion ist die Nicht-Religion, dann will ich damit sagen, dass alle Religionen im Kern undemokratisch sind, und zwar weil sie es dem einzelnen nicht gestatten eigene Weltbilder zu entwickeln.

Ich halte es mit Volker Pispers: Mir wäre es lieber wenn wir von Religion frei wären.

Der entscheidende Punkt ist: Das Ablehnen einer Lehre ohne Anbieten einer Alternative ist nicht eine gleichwertige zweite Lehre.

Ich lehne die Koran- und Bibelgeschichten als lebensberatende Lehren ab und zwar genau so wie ich die Gebrüder Grimm als solche ablehne. Würde ich jetzt eine Alternative zu Koran, Bibel und Gebrüder Grimm als heilsbringend anbieten, dann hättest du mit deiner komischen Gleichstellungsargumentation vielleicht recht, aber das tue ich nicht.

Ich sage immer wieder nur: Leute glaubt den Bullshit nicht!

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Sekundäre Gottesbeweise 29 Jan 2018 13:28 #26776

@Philzer: Für Deinen obigen post 26739 habe ich Dir ein "Danke" geschickt, weil Du deutlich angesprochen hast, daß Gott in in einem selbst wohnt und man "nach innen" suchen sollte, wenn man tatsächlich "etwas" finden will. Für die "Außensuche" ist die Metapher "vom Wald, den man vor lauter Bäumen nicht sieht" durchaus passend.
Ich hätte trotzdem gerne eine Antwort auf meine Frage in post 26722 von gestern, okay?

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Sekundäre Gottesbeweise 29 Jan 2018 14:34 #26783

Martin-O schrieb: Wenn ich also Selbstverständnis der Religionen, älteste Artefakte und älteste Überlieferungen angucke, dann ist Deine MEINUNG ohne Fundament, meine Ansicht aber gut fundiert.


Das glaubst aber auch nur du...

Ich bin der Meinung, Philzer fasst sehr schön zusammen wo der Mensch seine Götter platzierte, und wie Erkenntnis sie wieder von dort vertrieb. Wohingegen sich bei dir stets das Bemühen offenbart, die Weiterexistenz der christlichen Mythologie in einer modernen Gesellschaft zu rechtfertigen.

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Sekundäre Gottesbeweise 29 Jan 2018 15:00 #26788

Den Gedanken von Madouc99 greife ich gerne auf: Ich bin mir sicher, daß die Menschheit keinen Schritt weiterkommt, solange der ansonsten durchaus bewundernswerte Reinhold Messner für den Satz "Wir werden nur dann einen Frieden finden, wenn alle Menschen alle Religionen respektieren" ob seines Weitblicks und seiner Toleranz allseits nur Beifall oder wenigstens zustimmendes Kopfnicken erntet, anstatt zu hinterfragen, ob es nicht klüger wäre, wenn wir alle Religionen schlichtweg vergessen. Ich mag mich jedenfalls nicht "damit abfinden" (eine der mannigfaltigen Bedeutungen von "respektieren"), daß wegen und im Namen eines "anderen" (!?) Gottes in einer "anderen" Religion nach wie vor Menschen massakriert werden. Der Streit um den "richtigen" Gott ist genau hirnverbrannt, wie ein Streit darüber, ob nun 2+2=4 "richtiger" ist, als 3+3=6.
In diesem Sinne - einen schönen Tag Euch allen!:)

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Sekundäre Gottesbeweise 29 Jan 2018 15:41 #26791

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Trostmoment

Hi Alfons,

Sorry, wäre fast untergegangen.
Die Komplexität der Welt und damit unsere Philosophie erschlägt unseren Alltag, ja das ist ein harter Preis. :)

.

Alfons schrieb: Zum Thema "Trostfunktion" von Religion darf ich wegen Deines letzten Beitrages bei Dir nachhaken, Philzer?
Du meinst also, daß der Mensch deswegen Trost braucht, weil er einerseits die Unendlichkeit der Zeit/der Welt erkennt, andererseits aber die Endlichkeit des eigenen Lebens empfindet? Und daß diesen Widerspruch der Verstand dadurch überwinden müsse, daß er schlicht begreift, daß es nicht um das unendliche Leben, sondern um die Fortpflanzung geht?
Habe ich das so in etwa richtig verstanden?


Ja, ich denke schon. es geht also nicht um das endlich versus unendliche eigene Leben, sondern um die 'Unendlichkeit' des Lebens an sich, die 'Lösung' dazu welche eben die Evolution hier dafür gefunden hat... die Gene überleben quasi ... o.s.ä.

(Hinweis: ein konsequent weiter gedachter Transhumanismus könnte dies evtl. ändern - Philosophie ist immer nur die Synthese des Wissens der Zeit - Metzinger...)

Sicher ist das alles psychisch sehr komplex, und die Wichtungen im Individuum mögen verschieden sein - auch für das Trostmoment - und ich habe faktisch nur eine mir psychologisch wichtig scheinende Komponente dazugefügt.

Deshalb ich ja als Verständnisgrundlage versucht die 'Motive' analytisch aufzutrennen , weil ich glaube dass dies so noch niemand gemacht hat und die meisten das eben auch nicht tun (wollen).

Obwohl bspw. im orthodoxen Marxismus die Motive 1 bis 3 sicher aufzufinden sind, wurde von Marx das 3. als hauptsächlich für die Überlebenskraft der Religionen angesehen. Logisch, das erste wird durch den Wissensstand praktisch unbedeutend (Marxismus als erstes Weltbild welches den Darwinismus einarbeiten konnte; wenn auch niemals widerlegbar - haben wir hier schon besprochen ), das zweite (bei Engels sog. falsches Bewussstein/Ideologie ) und dritte in Marx' Kommunismus hinfällig.

( ich denke da vielmehr ganz konkret an das 4te ! -> ich glaube mit Heinsohn ('Söhne und Weltmacht') kann man das auch besser verstehen )

Marx dachte also Religion als Opium für das Volk (wohlgemerkt als Schmerzmittel!) im Sinne des Trostes für die im Diesseits (materiell/ Lebensglück) zu kurz gekommenen.


mvg Philzer

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Sekundäre Gottesbeweise 29 Jan 2018 16:06 #26793

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Pluralismus

Madouc99 schrieb: dass alle Religionen im Kern undemokratisch sind, und zwar weil sie es dem einzelnen nicht gestatten eigene Weltbilder zu entwickeln.


Ja, und das ist eine wichtige Konklusion.

Deshalb glaube ich auch, dass die gleichzeitige Proklamation von Meinungs- und Glaubensfreiheit quasi ein Bug im Weltbild der Bourgeoisie ist.
Und dieser 'Bug' ist einfach kulturell-pragmatisch hier in unserem Kulturkreis entstanden, weil hier der globale Wissens- und technikfortschritt war (-> PV nach PK), und das Christentum als fortschrittlichster Teil, mit der Aufklärung quasi sich selbst überwunden und schließlich entmachtet hat.

Wie aber geht eine Säkularisation bspw. im Islam? Gibt es Meinungsfreiheit dann nur für die halbe Menschheit? :)

Ich denke an das schöne Zitat von Madouc, Dieter Nuhr:

Wenn man nicht wüsste, dass der Koran Gottes Wort ist, könnte man meinen, ein Mann habe ihn geschrieben.

Und das ist, verzeiht mir, wirklich göttlich. :)

PS: vlt. noch soviel: Säkularität ist doch nicht irgendetwas banales, die man einfach per Dekret einführen kann!
Wieviel Kriege waren hier notwendig (man denke bspw. an Luther) um mit dem Zwischenschritt des Protestantismus (siehe Max Weber) bis hierher zu gelangen!
Wir sollten also auch etwas darauf achten, dies nicht wieder zu verlieren ...


mvg Philzer

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Sekundäre Gottesbeweise 29 Jan 2018 16:14 #26794

Ich differenziere deutlich zwischen dem was der Einzelne an Erklärungsversuchen für sich selbst findet, und ggf. in Diskussionen mit anderen teilt, und den von Religionsbetreibern gepredigten Dogmen. Das eine geht sehr wohl mit Glaubens- und Meinungsfreiheit zusammen, letzteres historisch erwiesener Maßen nicht.

Extrembeispiel hierfür: die mit der Todesstrafe belegte Abkehr eines Gläubigen vom Islam. (Apostasie)

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Sekundäre Gottesbeweise 29 Jan 2018 16:45 #26795

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Sozialisation und Überich

Hi Madouc,

Madouc99 schrieb: Ich differenziere deutlich zwischen dem was der Einzelne an Erklärungsversuchen für sich selbst findet,


Ist eine Sozialisation (bspw. mit einem kollektiven Mythos) eine Selbstfindung? :)

Ich hatte schon mehrfach süffisant angemerkt wie das dann bei mir aussehen würde:

...die Arbeiterklasse wird ihren Irrtum der emotionalen Hingabe zum Kapital erkennen, sie wird die Klassengesellschaft abschaffen, der Kommunismus wird Gerechtigkeit für alle bedeuten ... o.s.ä.

Fakt ist: Sie sterben lieber. (Fertilität)

.

Madouc99 schrieb: ... Das eine geht sehr wohl mit Glaubens- und Meinungsfreiheit zusammen, letzteres historisch erwiesener Maßen nicht.

Extrembeispiel hierfür: die mit der Todesstrafe belegte Abkehr eines Gläubigen vom Islam. (Apostasie)


Klar, aber da beschreibst Du ja selbst den unlösbaren Widerspruch.
Was soll also der Gläubige X tun, im Falle von Apostasie eines seiner Mitmenschen, solange in seinem Glaubensbild entsprechende Verhaltensvorschriften nicht abgeändert sind?

Gibt es einen alten und einen neuen Koran .....

.
mvg Philzer

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Sekundäre Gottesbeweise 29 Jan 2018 20:51 #26808

35 Seiten und ich habe noch immer nicht erfahren was der Sinn der Buchstabenwände ist .

Der Gott der Kirchen
Er Existiert nur in den Köpfen der Menschen , Beweis für seine Existenz kann man in Kernspintomografen finden .
www.zeit.de/2010/29/Gott-imHirn

Den Allmächtige Gott der ALLES kann widerlegt ein einfaches Gedankenexperiment .

Kann ein Allmächtiger Gott etwas so großes erschaffen das er selbst es nicht mehr bewegen kann .

Der Gott der das Universum erschaffen hat .

Ihn beweisen zu wollen zeugt von Menschlicher Hybris .

Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold
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Sekundäre Gottesbeweise 29 Jan 2018 21:04 #26810

Martin-O schrieb: @ Heinz Jürgen #26621
Du beschreibst Gott als ein Super-Wesen, das durch besondere Fähigkeiten und Eigenschaften definiert wird, und da gebe ich Alfons recht, dass das Quatsch ist.
Gott ist der Schöpfer, Erhalter und Vollender des Weltgeschehens oder anders gesagt: Der Heil und Leben mit sich bringt.
...
Niemand hat Gott je gesehen, so lautet ein Grundsatz in der Bibel, also kann man ihn auch nicht beschreiben.
Ad: Einhörnern: Natürlich gibt es sie, ich habe selber welche gesehen. Sie sind zwar nicht rosa, sehen nicht so elegant aus, aber es gibt keinen ernsthaften Menschen, der ihre Existenz bestreitet.
Nur aufgrund der Tatsache, dass es falsche Beschreibungen von Einhörnern gibt, darauf zu schließen, dass es überhaupt keine gibt, ist Schwachsinn. Und so ähnlich verhält es sich bei Gott.


Dein Gott kann Welten erschaffen und noch viele andere Dinge, die einem Menschen oder sonst einem Wesen, das wir kennen unmöglich sind. Er hat nach der Bibel auch einen Willen, ist also nicht nur die Natur selbst. Also ist er ein Superwesen mit magischen Fähigkeiten.


Die Bibel sagt, man kann Gott nicht sehen? Hmmmmmm, was ist mit:
1. Mose 3,8 " Da versteckten sich der Mensch und seine Frau vor dem Angesicht Gottes, des HERRN, mitten zwischen den Bäumen des Gartens. " Adam und die noch namenlose Frau könnten also das Angesicht Gottes sehen.
1. Mose 4,14 "Siehe, du hast mich heute von der Fläche des Ackerbodens vertrieben, und vor deinem Angesicht muss ich mich verbergen und werde unstet und flüchtig sein auf der Erde; und es wird geschehen: Jeder, der mich findet, wird mich erschlagen." Kain sieht ihn...
Bei Hennoch und Noah kann man sich streiten, ob der Text auf eine Begegnung hindeutet oder nur eine Stimme.
1. Mose 12,7 "Und der HERR erschien dem Abram und sprach: Deinen Nachkommen will ich dieses Land geben. Und er baute dort dem HERRN, der ihm erschienen war, einen Altar. " Abram/Abraham auch...
Und wenn wir schon an dieser Stelle sind, Dein Fantasiegott ist ein richtiger Arsch: Abram lügt den Pharao an, der denkt, Sarai sei nicht verheiratet, bandelt mit ihr an und deswegen wird der Pharao und seine Familie von Gott mit Plagen bestraft. Das soll gerecht sein?
Und der tolle Abraham zieht den Mist später nochmal durch: 1. Mose 20,1ff
1. Mose 15,1 "Nach diesen Dingen geschah das Wort des HERRN zu Abram in einem Gesicht so: Fürchte dich nicht, Abram; ich bin dir ein Schild, ich werde deinen Lohn sehr groß machen."
1. Mose 17,1 "Und Abram war 99 Jahre alt, da erschien der HERR dem Abram und sprach zu ihm: Ich bin Gott, der Allmächtige."
Und ganz besonders klar:
1. Mose 18,1-2 "Und der HERR erschien ihm bei den Terebinthen von Mamre, als er bei der Hitze des Tages am Eingang des Zeltes saß. Und er erhob seine Augen und sah: Und siehe, drei Männer standen vor ihm; sobald er sie sah, lief er ihnen vom Eingang des Zeltes entgegen und verneigte sich zur Erde ."
Gott ist auch nicht allwissend, denn:
1. Mose 18,20-21 "Und der HERR sprach: Das Klagegeschrei über Sodom und Gomorra, wahrlich, es ist groß, und ihre Sünde, wahrlich, sie ist sehr schwer. Ich will doch hinabgehen und sehen, ob sie ganz nach ihrem Geschrei, das vor mich gekommen ist, getan haben; und wenn nicht, so will ich es wissen."
1. Mose 18,22 "Und die Männer wandten sich von dort und gingen nach Sodom; Abraham aber blieb noch vor dem HERRN stehen." Abraham stellt sich körperlich vor den körperlichen Gott!
1. Mose 18,33 "Und der HERR ging weg, als er mit Abraham ausgeredet hatte; und Abraham kehrte zurück an seinen Ort." -> Gott als Fußgänger
Und sag bitte nicht, es sei nicht Gott selbst, sondern ein Engel gewesen, denn die Bibel differenziert zwischen Gott und Engeln, wie kurz vorher bei Sarai klar wird.
Erinnerst Du Dich, es standen DREI vor Abraham, dann aber:
1. Mose 19,1 "Und die beiden Engel kamen am Abend nach Sodom, als Lot gerade im Tor von Sodom saß." Der dritte war kein Engel, sondern Gott selbst, klarer geht es kaum.
1. Mose 26,2 "Da erschien ihm der HERR und sprach: ..." Isaak sieht ihn auch...
1. Mose 32,30-31 "Und Jakob fragte ihn und sprach: Sage doch, wie heißt du? Er aber sprach: Warum fragst du, wie ich heiße? Und er segnete ihn daselbst. Jakob/Isreal sieht ihn auch...
Und Jakob nannte die Stätte Pnuël; denn, sprach er, ich habe Gott von Angesicht gesehen, und doch wurde mein Leben gerettet."
2. Mose 24,9-10 "Da stiegen Mose und Aaron, Nadab und Abihu und siebzig von den Ältesten Israels hinauf und sahen den Gott Israels. Unter seinen Füßen war es wie eine Fläche von Saphir und wie der Himmel, wenn es klar ist." -> Gott wurde von weiteren 74 Menschen nicht nur gesehen, er hat sogar Füße.
2. Mose 33,11 "Der HERR aber redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freunde redet. ..." nochmal Moses
Amos 9,1 "Ich sah den Herrn über dem Altar stehen und er sprach: ..." Nr. 81
Der biblische Gott wird auch sehr menschlich beschrieben, er hat Füße, er hat ein Herz, eine Stimme, er kann riechen, er empfindet Wut, Rache, Reue mit sich selbst inklusive Selbstgespräche, er ändert seine Meinung, man kann mit ihm feilschen... Klingt wie ein ordinärer griechischer, germanischer, ägyptischer Gott. Erst viel später hat man den biblischen Gott von der Welt entrückt und ihn zum Geist erhoben...


Du weißt genau, welche Einhörner ich meinte, keine Nashörner u.ä., sondern die Dinger, die kleine Mädchen als Plüschtiere so lieben... Nimm halt Kobolde oder Gremlins oder Zentauren als Ersatz...

Glaube nichts, weil ein Weiser es gesagt hat. Glaube nichts, weil alle es glauben. Glaube nichts, weil es geschrieben steht. Glaube nichts, weil es als heilig gilt. Glaube nichts, weil ein anderer es glaubt. Glaube nur das, was Du selbst als wahr erkannt hast.

Buddha
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Glaube nichts, weil ein Weiser es gesagt hat. Glaube nichts, weil alle es glauben. Glaube nichts, weil es geschrieben steht. Glaube nichts, weil es als heilig gilt. Glaube nichts, weil ein anderer es glaubt. Glaube nur das, was Du selbst als wahr erkannt hast.

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Sekundäre Gottesbeweise 30 Jan 2018 15:30 #26843

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Nuhr mal so ...

Religiöse Toleranz

Quelle

Welt am Sonntag:
Sie werden mit dem Satz zitiert, im Islam sei die Frau zwar frei, aber in erster Linie davon frei, alles entscheiden zu müssen. Was ist daran antiislamisch?

Dieter Nuhr:
Das habe ich auch nicht verstanden. Ich finde aber einen anderen Satz noch viel wichtiger, dass der Islam nur da tolerant ist, wo er nicht an der Macht ist. Auch darüber war man beleidigt. Ein Gegenbeispiel hat mir bisher aber auch noch niemand nennen können.

Auch das ist eine wichtige Konklusion, die m.E.n. für alle kollektiven Mythen gilt.

Obwohl man sicher im Inhalt noch deutlich unterscheiden kann, wer die Religionsstifter waren!
Waren es selbst ausübende Herrscher (auch spielt dann sicher der konkrete Charakter der Person noch eine Rolle) wie Moses oder Mohammed, oder - was in wesentlich milderer Form endet - andere Personen, wie im Urchristentum oder Buddhismus ...
(in der Praxis, wenn es dann Staats/Herrschaftsreligion ist, ändert das allerdings gar nichts, siehe Religionskriege der Christen, oder die ca. 500 verfeindeten Buddha-Strömungen im alten China, die sich alle nur die Köpfe absäbelten ... )

Auch der 'Taufscheinchrist' hier in der individualisierten Religiosität des Kapitalismus, ist nur deshalb christlich-tolerant, weil er praktisch entmachtet ist.

Vor der Säkularisierung sah das ganz anders aus......


mvg Philzer

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Sekundäre Gottesbeweise 30 Jan 2018 15:43 #26845

.

Philzer schrieb: Sie werden mit dem Satz zitiert, im Islam sei die Frau zwar frei, aber in erster Linie davon frei, alles entscheiden zu müssen.

Meine Frau hat mich auch von der Entscheidung befreit, dass ich jeden Tag das Geschirr abwaschen muss. Sie hat entschieden, das sie das entscheidet. Man fühlt sich echt frei, wenn einem das Entscheiden abgenommen wird. :(

Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

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Sekundäre Gottesbeweise 30 Jan 2018 21:13 #26870

Madouc: dann will ich damit sagen, dass alle Religionen im Kern undemokratisch sind, und zwar weil sie es dem einzelnen nicht gestatten eigene Weltbilder zu entwickeln.
Das ist einfach nur Bullshit, basierend auf Geschichtsmythen aus vergangenen Jahrhunderten. Du bist ideologisch gefangen und merkst es nicht, Wenn Herr Lesch oder Herr Gaßner ein neues Weltbild entwickeln, wird sie ihr Glaube nicht daran hindern, schon gar nicht eine Kirche.
Es ist schön, dass Du Deine Aussage erklärt hast. Demnach habe ich Dich anders verstanden, als Du es eigentlich sagen wolltest. Das tut mir leid.

Madouc: Würde ich jetzt eine Alternative zu Koran, Bibel und Gebrüder Grimm als heilsbringend anbieten, dann hättest du mit deiner komischen Gleichstellungsargumentation vielleicht recht, aber das tue ich nicht.
Natürlich tust Du das. Du vertrittst die kosmistische Heilslehre, die Handlungsanweisungen beinhaltet. Du vertrittst ein Weltbild, das Leben mechanistisch versteht aufgrund von Reduktionismus. Das ist sicher keine Religion, sondern nur Religionsersatz. Aber jenseits aller wissenschaftlicher Grundlagen.

Ad: Entstehung / Motive für Religion:
Ich habe sachlich argumentiert, und dargelegt, warum Philzers System ins Reich der Phantasie gehört. Madouc sagt ohne jeden Sachbezug seine MEINUNG. So what?
@ Alfons 26788
Was heißt „Religionen vergessen“ Den Kopf in den Sand stecken?? So kann man aber die Welt nicht gestalten. Also: Welchen Sinn soll das haben?

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2
Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
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Sekundäre Gottesbeweise 30 Jan 2018 21:15 #26872

Trost der Religion:
Religionen wie das Judentum bekämpfen die Unsterblichkeitsphantasien der Menschen, Man will sich mit seinen Taten und Genen („ein Baby machen“) unsterblich machen. Dagegen sagen Religionen zB, dass der Mensch nur Staub ist und seine Güte wie die Blume auf dem Felde, die schnell verdorrt.
Philzers Postulat hat deshalb mit der Wirklichkeit kaum etwas zu tun, wieder biegt er sich die Wirklichkeit zurecht.

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
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Sekundäre Gottesbeweise 30 Jan 2018 21:16 #26873

@ Heinzendres #26808
Kann ein Allmächtiger Gott etwas so großes erschaffen das er selbst es nicht mehr bewegen kann .
Diese Frage fragt danach, ob jemand etwas tun kann, was seine begrenzten Möglichkeiten aufzeigt. In der Frage steckt also als Voraussetzung die begrenzte Möglichkeit desjenigen drin. Dieser Beweis gegen Gott ist in Wahrheit der Beweis, dass jemand nicht logisch nachgedacht hat beim Erstellen dieser Frage.
Das interessante ist, dass der christliche Glaube davon ausgeht, dass Gott sich tatsächlich selbst beschränken kann. Diese Unlogik ist aber kein formales Paradoxon, sondern ist beschreibbar durch seine Liebe.
Ihn beweisen zu wollen zeugt von Menschlicher Hybris .
Das ist wohl wahr.

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Sekundäre Gottesbeweise 30 Jan 2018 21:21 #26874

Heinz Jürgen #26810
Danke für Deine Fragen, die Interesse zeigen.
A: Das Weltall ist die Summe von allem, was es gibt, Lebloses und Wesen.
B: Gott ist der Schöpfer des Weltalls und ist kein Teil seiner Schöpfung
Aus (A) und (B) folgt, dass Gott kein Wesen ist.
Aber die Bibel scheut sich nicht, von Gott in anschaulichen Bildern, ja anthropomorph zu reden. Die Anthropologischen Begriffe im Alten Testament umfassen jeder für sich Körper, Seele und Geist. Kehle = bedürftiger Mensch (mit Seele übersetzt), Hand: tätiger Mensch, usw. So hat Gott einen Mutterleib (= Erbarmen).
Aber die Anthropomorphismen sind in den Religionen unterschiedlich. Ein Gott manifestiert sich (Asklepius als reifer Mann, Krishna als Wagenlenker), aber kann sich dem jederzeit entziehen und das anthropomorphe beiseite schieben und die Gottheit des Gottes kommt zum Vorschein. Weil sich Gott dem Anschaulichen letztlich entzieht, ist der Weg der Abstraktion zwangsläufig.
Dies ist in der Bibel aber völlig anders. Gott bleibt der Gott von Ägypten her, der von seiner Heilstat nicht abgelöst werden kann. In der Bibel kann man Gott nicht von diesen Anthropomorphismen abstrahieren. Dies kann man sich bei Jesus klarmachen. Aber da ist Gottes Gottheit nicht fassbar, sondern bleibt im Modus der Hoffnung. Der Anthropomorphismus der Griechischen Göttern ist da noch einmal ganz anders gelagert.
In der Bibel geht es um die Selbsterniedrigung Gottes.
Wie Johann Georg Hamann schon sagte: „Wie hat sich Gott, der Vater gedemütigt, da er einen Erdenkloß nicht nur bildete, sondern auch durch seinen Odem beseelte.“ Es geht um die Selbsterniedrigung Gottes. Die steckt schon in dem Paradox: “Heiliger Israels“ drin: Heilig heißt abgesondert, besonders, aber eben hier verbunden mit einer geschichtlichen Größe.
Die Bibel erzählt diese Paradoxie in vielen Facetten.
So bekommt Mose gesagt, dass er Gott nicht schauen kann, weil er sonst stirbt. Er wird in eine Felsspalte gesteckt und Gott hält noch die Hand drauf, damit Mose ja nicht Gott sieht, der vorüber zieht.
Und trotzdem das : Gott schauen – sogar von Angesicht zu Angesicht.
Zig Stellen in der Bibel sprechen davon, vor Gottes Angesicht zu kommen und es ist eindeutig klar, was damit gemeint ist: Zur Kultstelle zu pilgern um dort religiöse Riten zu vollziehen, anzubeten usw. So ist im parallelismus membrorum das kommen vor Gott Angesicht gleichgesetzt mit dem Kommen in die Vorhöfe des Tempels (Ps 100)
Diese Kultsprache wird in die Vätererzählungen, ja auch in die Urgeschichte eingetragen.
Und wie ist es mit dem „Gott erschien jemanden?“
Gott erscheint in einem Traum, in einer Flamme, in einer Wolke, in einem Wort (1. Samuel 3, 21).
Gott zeigt sich in etwas (so heißt das wörtlich übersetzt). In den selben Texten steht aber, dass man Gott nicht sehen kann. Denn das, in dem sich Gott zeigt, ist nicht eine Hülle, die er beiseite schieben kann.
Erst wenn man Griechische Vorstellungen in die Bibel hinein trägt, ergibt sich das Missverständnis, dem Du erlegen bist.
Zum Einhorn:
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Das ist eine Quelle, die zu dem Einhorn in der Literatur geführt hat, es gibt da noch andere Momente, aber man kann das Einhorn nicht mit einem Zentaur vergleichen. Ich habe das aufgegriffen, um zu zeigen, dass man differenzieren muss. Die pauschale Redeweise, in der man Mythen, Legenden, Fabeln, Märchen, ungenaue Überlieferungen, unkritische Geschichtsschreibung, antike Geschichtsquellen und vieles mehr in einen Topf wirft und umrührt, ist einfach nur dumm, aber hier Standard.

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2
Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
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Sekundäre Gottesbeweise 30 Jan 2018 21:29 #26876

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Martin-O schrieb:

Trost der Religion:........................... Dagegen sagen Religionen zB, dass der Mensch nur Staub ist und seine Güte wie die Blume auf dem Felde, die schnell verdorrt.

Ja, aber nur die eine Seite der Medaille. Die andere: Damit soll neben dem Erkennen des real Wahrnehmbaren aber auch untermauert werden, dass der Mensch Gott braucht, dass es im Jenseits für ihn weitergeht.
Küng als Theologieprofessor räumt das Trostmovit selber ein. Philzer hat das zurecht angemerkt. Ich verstehe nicht, wie du dich daran reiben kannst. Du manövrierst dich zunehmend ins Abseits. Schade.

Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)
Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)
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Sekundäre Gottesbeweise 30 Jan 2018 21:37 #26879

@ Cyvorg
Dann erkläre doch mal, wie es Trost im Alten Testament geben kann (das Wort kommt da öfter vor, in verschiedenen Schichten), wo erst am zeitlichen späten Rand so etwas wie Auferstehungshoffnung auftaucht.

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
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Sekundäre Gottesbeweise 30 Jan 2018 22:01 #26881

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Mensch Martin, das liegt doch auf der Hand.
AT: Trost durch die Gewissheit, dass alles Sein und Vergehen eingebettet ist in eine göttliche Ordnung und so akzeptiert werden muss und auch akzeptiert werden kann. Kohelet und Hiob für mich als theolog. Laien sind da Musterbeispiele
NT: Trost durch die Verheißung der Auferstehung, der Verheißung einer neuen Erde; kurzum, eines ewigen und glückseligen Seins bei Gott.
Außerdem sind AT und NT aus heutiger Sicht nur in ihrer Gesamtschau zu begreifen.
Für dich macht das alles Sinn, für andere wie Madouc ist es einfach nur Bullshit. Da könnt ihr noch tausend Seite schreiben.
Am meisten ärgere ich mich über mich selber, dass ich so doof bin und mich um diesen Streit um des Kaisers Bart immer wieder einmische
Gute Nacht! ;)

Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)
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Sekundäre Gottesbeweise 30 Jan 2018 22:03 #26882

What would Jesus do? Wie würde Jesus die Frage dieses threads beantworten?
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Den Menschen, die Beweise forderten, hat Jesus sich verweigert. Er wollte nicht Wunder tun, um wunderbar zu sein, er wollte Liebe, Glaube.
Die Frage, warum er so auftritt, als ob er im Namen Gottes handelt, hat er mit einer Gegenfrage beantwortet:
War die Taufe des Johannes von Gott? Sie konnten nicht nein sagen, weil unverkennbar Menschen ihr Leben änderten, nach Gerechtigkeit und Liebe fragten. Aber sie konnten nicht ja sagen, weil sie selber sich dem verweigert hatten. Sie wollten kritische Zuschauer bleiben. Dem Zuschauer, der seine eigene Existenz bei der Frage heraus hält, dem verweigert Jesus die Antwort.
Im Johannes-Evangelium wird das so ausgedrückt: Wer Gottes Willen (von der Liebe Gottes, das ist der rote Faden in den Johanneischen Schriften) tun will, wird merken, ob meine Lehre von Gott ist.
Die Frage des thread ist also nicht zu beantworten, solange man sich selbst und seine Existenz aus der Frage heraus hält.
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Die Frage so zu stellen und so zu beantworten zu wollen zeigt, dass hier Blinde von der Farbe reden.
Beispiele:
Wie kann man wissen, wie das ist, seine Feinde zu segnen, wenn man es nicht selbst getan hat?
Oder wie es ist, sich selbst in Frage stellen zu können (Jesus: „sich selbst verleugnen“), weil Gottes Liebe einen trägt?
Und wer kann verstehen, warum sich Christen für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung einsetzen, wenn Gott das eh in der Hand hat und man auf einen Himmel hofft, wo Gott alle Probleme gelöst hat?
Kann man von außen nachvollziehen, dass diese Hoffnung eine Person-basierte Hoffnung ist, dass Jesus als Person die Hoffnung ist und die Beziehung zu ihm in Bewegung setzt und kein Opium ist zum Stillhalten?
Die Einwände dagegen liegen nicht auf gedanklich-intellektueller Ebene. Die Kritik kommt leider oft genug von schlechten persönlichen religiösen Erfahrungen her. Das hat der erste Prof für Religionskritik deutlich hervorgehoben. www.deutschlandfunk.de/professur-fuer-re...am:article_id=408658
Es geht nicht um das abstrakte „ob“ da was dran ist, sondern um das „wie“ der Glaube geschieht.
Religion besteht deshalb zu einem großen Teil aus innerer Religionskritik.
Die Propheten, Jesus und Paulus: Sie bekämpfen einen Glauben, der die Mächtigen stützt, die Schwachen in Verzweiflung stürzt und die Menschen knechtet.
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Bleibt noch eines: Die sog. Theodizeefrage oder wie es sein kann, dass Entsetzlichkeiten geschehen, wo Gott doch gut und allmächtig ist.
Auch das ist eine existentielle Frage, weil es letztlich um Hoffnung geht, ob es sich lohnt, sich für diese Welt einzusetzen, wenn doch die Evolution (die Natur / Gott / das -Schicksal / wie auch immer) es so eingerichtet hat, dass es nicht anders geht.
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Keiner hat auf diese Frage eine logische Antwort. Es ist eben keine Frage der Logik allein, sondern es umspannt das Leben, und menschliches Leben heißt u. a. , der Sinnlosigkeit zu trotzen. Der christliche Glaube ist ein trotzdem-Glaube, gegründet in dem trotzdem-Geschehen des Kreuzes. So hat der christliche Glaube die trotzdem-Struktur des angefochtenen Glaubens, in dem die sog. Theodizeefrage enthalten („aufgehoben“) ist.

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2
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Sekundäre Gottesbeweise 30 Jan 2018 22:17 #26885

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Martin-O zu #26882:
Worauf du letztlich wirklich hinaus willst, wird sich kaum einem erschließen. Etwas kürzer und prägnaner wäre besser gewesen.

Keiner hat auf diese Frage eine logische Antwort. Es ist eben keine Frage der Logik allein, sondern es umspannt das Leben, und menschliches Leben heißt u. a. , der Sinnlosigkeit zu trotzen.

Genau. Und Camus Sisyphos macht das auch, aber ganz ohne Gott. Es gibt auch stimmige Antworten jenseits der Bibel oder generell der Religionen. Ist das so schwer zu begreifen? Du bringst mich noch soweit, dass ich zum glühenden Anwalt des Atheismus werde. :) Nicht mal aus Überzeugung, sondern weil mich - verzeihe die Offenheit - deine ganze Argumentation zum Widerspruch und zum dran Reiben reizt. :(

Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)
Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)
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Sekundäre Gottesbeweise 30 Jan 2018 22:21 #26887

Martin-O schrieb: @ Heinzendres #26808
Kann ein Allmächtiger Gott etwas so großes erschaffen das er selbst es nicht mehr bewegen kann .
Diese Frage fragt danach, ob jemand etwas tun kann, was seine begrenzten Möglichkeiten aufzeigt. In der Frage steckt also als Voraussetzung die begrenzte Möglichkeit desjenigen drin. Dieser Beweis gegen Gott ist in Wahrheit der Beweis, dass jemand nicht logisch nachgedacht hat beim Erstellen dieser Frage.
Das interessante ist, dass der christliche Glaube davon ausgeht, dass Gott sich tatsächlich selbst beschränken kann. Diese Unlogik ist aber kein formales Paradoxon, sondern ist beschreibbar durch seine Liebe.
Ihn beweisen zu wollen zeugt von Menschlicher Hybris .
Das ist wohl wahr.


Das Postulat eines allmächtigen Gottes ist Falsch , das macht diese frage nur sichtbar .

Logisches denken wird bei der Auswahl von Predigern als Hindernis gesehen .

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Sekundäre Gottesbeweise 30 Jan 2018 23:16 #26891

Dann ist die Frage, wie wird Trost im Neuen Testament begründet. In Römer 8 (das ist das Trostkapitel in diesem Brief und dieser Brief ist die Krone der Theologie des Paulus, also eine höchst bedeutsame Stelle).
Ist von der Hoffnung die Rede. Und zunächst klingt es so, wie Du es (und große Teile des Abendlandes) interpretierst.
Aber dann wird diese Hoffnung näher ausgeführt. Zunächst ist es die Verzweiflung, bei der man gar nicht mehr beten kann. Aber darin hilft der Geist Gottes durch unaussprechliches Seufzen. Es geht also um die Gegenwart des Geistes Gottes in der Verzweiflung, die einem selbst das Betenkönnen weg schlägt.
Da ist nichts von der Zukunft eines ewigen Lebens gesagt, sondern von der Gegenwart.
Dann geht es um die Hoffnung, dass alles zum Besten dienen muss. Das erinnert an die Josefsgeschichte, wo Gott das Böse der Brüder dazu benutzt hat, um Heil daraus zu machen. Es geht also um die Hoffnung, dass das gegenwärtige nicht sinnlos ist, sondern in Gottes Hand. Begründet wird dies mit der Rechtfertigung des Sünders, die in der Berufung gründet und perfektisch von der Verherrlichung redet, das ist also schon bereits geschehen.
Auch hier geht es nicht um die Zukunft, sondern um das bereits geschehene Heil.
Dann kommen die eigentlichen Trost-Fragen: Nimmt das Leid der Welt uns nicht Gottes Liebe weg? Wie kann man da noch von Gottes Liebe reden? Das sind die Kernfragen, um die es bei dem Trost geht.
Als Antwort wird darauf verwiesen, dass Jesus dahingegeben wurde, also der Tod Jesu. Also hier wird das geschehen Heil inhaltlich konkretisiert und auf Jesus, genauer: Seinen Tod verwiesen.
Weitere parallel gestellte Trostragen werden deshalb konsequent mit Christus beantwortet, und zwar mit dem gegenwärtigen Christus, es geht also um die Gegenwart. Dabei wird das Heulsgeshcehen in Jesus erzählt., Darin kommt neben dem Tod Jesu auch seine Auferstehung zur Sprache, denn sonst wäre er nicht gegenwärtig.
Wen Jesus nicht auferstanden wäre, wäre er auch nicht der Messias. Aber auch hier geht es gar nicht um ein Leben in Ewigkeit, sondern um den gegenwärtigen Christus.
Und der Schlusssatz fasst es zusammen. Nichts kann uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist.
Das ist der Trost und das ist die Hoffnung, die gemeint ist. Sie ist gegenwärtig und auf das in Jesus bereits geschehene heil bezogen.
Ich könnte das selbe an den Johanneischen Schriften zeigen: Da ist das ewige Leben gegenwärtig, es ist jetzt schon da, es besteht eben nicht in einer auf Unendlichkeit verlängerten Zeit, sondern in einer Qualität.
Ja, aber ist da nicht die Rede vom ewigen Leben und dem Himmel, wo alles gut sein wird?
Dazu der 1. Petrus-Brief, Kapitel 1:
Da ist die Hoffnung nicht etwas, was man hat, sondern eine Seinsweise, zu der Gott Menschen macht durch die Auferstehung Jesu Christi. Auch hie geht es um die gegenwärtig gelebte Hoffnung.
Diese Hoffnung weiß von dem Erbe, da aufbewahrt wird im Himmel und von dem Ziel des Glaubens, der Seelen Seligkeit.
Das ganze steht in der übersprudelnden Freude über das Evangelium und den mancherlei Anfechtungen, also den Bedrängnissen im Leben. Der Angelpunkt dabei ist aber nicht das ewige Leben, sondern Jesus Christus und es wird erörtert, dass die Adressaten ihn nicht gesehen haben, ihn aber sehen werden. Dadurch kommt dann eben auch erst das Ziel des Glaubens in den Blick, weil es um die Person Jesus geht, an dem sich die Freude entzündet.
De Trost in diesem Spannungsfeld ist also die Person Jesus.
Und die Seligkeit besteht aus der Gnade und auch hier geht es um das Geschehen bei Jesus: Sein Leiden und Sterben und seine Herrlichkeit.
Die Konsequenz (darum) ist die Nüchternheit, es geht also um die Abwehr der Schwärmerei, die sich gedanklich in den Himmel schwingt und die Hoffnung wird da kategorisch begrenzt auf die Gnade und zwar, die uns in Jesus Christus dargereicht wird. Und darum geht es dann nur noch.
Am Schluss des Briefes wird das dann so zusammen gefasst:
Der Gott aller Gnade wird euch, die ihr eine kleine Zeit leidet, aufrichten, stärken, kräftigen, gründen.
Der Trost bezieht sich also auf die Gegenwart: jetzt richtet Gott auf.
Und was soll dann das mit der ewigen Herrlichkeit?
Sie wird da erwähnt, wo es darum geht, dass wir berufen sind, zu Jesus zu gehören. In dieser schon gegenwärtigen Verbindung zu Jesus besteht der Trost und diese Verbindung überdauert alles. Dies ist nahe bei Paulus, wo nichts uns scheiden kann von der Liebe Gottes in Christus Jesus.
Die Berufung zur ewigen Herrlichkeit in Christus hat also die gleiche Funktion wie der Verweis auf die Liebe in Jesus Christus, die durch nichts aufzuhalten ist, was am Kreuzesgeschehen deutlich wird.
Kurz: Die Hoffnung auf das ewige Leben ist eine Personen-bezogene Hoffnung und hat mit dem, was Philzer schreibt, nichts zu tun.
Natürlich weiß ich, dass in den letzten 2000 Jahren immer wieder diese Personen-Hoffnung abrutschte in ein Hoffnungs-Weltbild, weil das Beziehungs-Denken der Bibel unbequem ist und man sich lieber an eine Hoffnung hält, die man in die Tasche stecken kann, weil sie eine „Sache“ ist.
Dass die Briefe im Neuen Testament darauf verweisen müssen, dass die Hoffnung einzig und allein in der Gnad in Jesus ist und dass sie nichts ist, was wir haben, sondern was wir sind, eine lebendige Hoffnung: Das zeigt, dass diese Gefahr einer Umbildung der Hoffnung in ein Weltbild von Anfang an da war und in jeder Generation akut wurde.
Insofern ist die Kritik von Marx + co. berechtigt, aber sie trifft nicht das, worauf das Neue Testament zielt.

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2
Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
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Sekundäre Gottesbeweise 30 Jan 2018 23:28 #26892

@ Heinzendres
Nö, die Frage, ob x etwas kann, was er nicht kann ist in sich unlogisch, sie beweist außer der eigenen Unlogik gar nichts.

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
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Sekundäre Gottesbeweise 30 Jan 2018 23:28 #26893

Kurzform von #26882:
Es geht bei Gott um existentielle Fragen.
Ohne sich existentiell einzubringen ist die Frage nach Gott sinnlos. Deswegen besteht dieser Thread aus viel heißer Luft.
Das gilt genauso für die Frage nach dem Leid und Gott.

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
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Sekundäre Gottesbeweise 30 Jan 2018 23:54 #26898

Kurzform von #26891:
Trost gründet sich im NT auf die Person Jesus Christus und das in ihm geschehene Heil, nicht auf das ewige Leben.

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
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Sekundäre Gottesbeweise 31 Jan 2018 00:09 #26899

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3D-Behaviour oder was ist Liebe ...

Hi,

Martin-O schrieb: What would Jesus do? Den Menschen, die Beweise forderten, hat Jesus sich verweigert. Er wollte nicht Wunder tun, um wunderbar zu sein, er wollte Liebe, Glaube.


Liebe ist genau wie der Hass, oder wie Gut und Böse nichts anderes als simpelste subjektive duale Bewertung von Vorgängen/Tatsachen im opportunistischen Lebenskampf.


Spinoza:
Liebe ist Freude, verbunden mit der Vorstellung einer äußeren Ursache.

(m.E.n. die beste empirische Definition)

Nun kann man heute noch eine rationale Erklärung anfügen.
Liebe ist Ausdruck von im/durch das Kernbewusstsein erzeugter Kognition. (quasi Verhaltensbefehl, wie alle Emotionen)
Und als solche ist sie also an die Defizite des Kernbewusstseins gebunden.
D.h. es ist eine unendliche, ziellose Strebung nach dem eigenen Nutzenkalkül, bar jeder quantitativen Vernunft.
Quasi wie ein Vektor dem der Betragswert fehlt.
(denn Qualia kann nicht quantifizieren, keine Kausalität erkennen, weil dazu das Erkennen der Dimension der Zeit benötigt wird, was nur der denkende Verstand kann... etc)

Was passiert also bei 'nur Liebe' ohne vierdimensionale Vernunft?

Ganz klar, Überbevölkerung, Übergewicht, Überkonsumtion, Überakkumulation (monetär) ...

Und aus all der Liebe, wird also von Crash zu Crash immer wieder (Heinsohn lesen) Hass.
Aktuelles Beispiel: Der Crash der muslimischen Kulturen durch ihren YouthBulge. (Verzehnfachung in 120 Jahren, mal hochrechnen auf 1000 oder 10.000 Jahre, wer mag...)
Ganz einfach eigentlich ... aber wohl für die meisten auf immer unverständlich.

Was ist Krieg - Anhang


mvg Philzer

Das Unverzichtbare ist nutzlos - F.J.Hinkelammert

Außerinstrumentelle Denker sind die liebenswerten Verrückten - Philzer
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